Schulische Ausbildung nach abgebrochenem Studium finanzieren?

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Anon

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Hallo liebes ELO-Forum,

Ich habe im Wintersemester 2010 ein Studium begonnen und nach 2 Semestern (+ 1 Urlaubssemester) abgebrochen, da ich die nötigen ECTS durch Fehlplanung und psychische Probleme meinerseits nicht mehr erreichen konnte.

Ich habe dann im Anschluss eine betriebliche Ausbildung angefangen, in der ich die Probezeit nicht bestanden habe (Stichwort: Ausbeuterbetrieb).

Nun stehe ich mit meinem doch relativ umfangreichen Lebenslauf und einem Alter von 25 Jahren vor einem Neuanfang: Ich habe einen Brief von der Berufsfachschule, in dem mir die Möglichkeit eröffnet wird, dank meiner guten Leistungen bei der Feststellungsprüfung gleich in das 2. Lehrjahr einzusteigen, was ich natürlich gerne machen würde.

Damit nun zu meiner eigentlichen Frage: Wie genau soll ich das finanzieren? Bafög habe ich bereits zu Studentenzeiten beantragt und es wurde abgelehnt, da meine Eltern zu viel verdienen. Daran hat sich wohl nichts geändert.

Soll ich also überhaupt BAFöG beantragen - mit einem abgebrochenen Studium + abgebrochener Ausbildung sollte da ohnehin nicht viel gehen, oder? Muss ich BAFöG trotz sicherer Ablehnung beantragen um Unterhalt geltend zu machen?

Unterhaltsansprüche gegenüber meinen Eltern sollten bestehen, meine Mutter zahlt freiwillig, mein Vater allerdings nicht. Ohne seine Zahlungen (die ich vermutlich erst einklagen muss) kann ich diese Ausbildung nicht finanzieren, zumal ich in einem eigenen Haushalt lebe und zu meiner Mutter zurück ziehen auch wegen der Distanz zu der Schule keine Option ist.

Welche weiteren Leistungen kommen also für mich in Betracht?

Meine Krankenversicherung muss ich ja auch noch selbst zahlen.
Oder wird das eventuell von einem anderen Sozialleistungsträger im Ausbildungsfall übernommen?
Kommt im schlimmsten Fall weiterhin ALG II in Frage?

Bis habe ich leider zu diesen Themen NULL Beratung auf den zuständigen Stellen und Ämtern erhalten. Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen...

Verzweifelte Grüße von einem entnervten


Anon
 

guinan

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Hi,

ALG2 wirst du IN DER REGEL nicht bekommen, da eine Ausbildung ein Ausschlussgrund ist. Du stehst damit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Dass es Ausnahmen für Härtefälle gibt, ist eine Ermessensleistung....du kannst davon ausgehen, dass du, da nicht das Jobcenter dich dahin gezwungen hat sondern du von dir aus dich weiterbilden willst, diese NICHT bekommst.

Ebenfalls kommt Berufsausbildungsbeihilfe nicht in Frage, da das nur für betriebliche Ausbildungen gilt.

Bafög wäre eine Möglichkeit, da spielt eine Rolle in welchem Semester zu abgebroche hast. Und wieviel deine Eltern zahlen können- der Rest könnte aufgestockt werden. Ich würde aber mal annehmen, dass da NICHTS bei raus kommt. Dennoch den Antrag stellen, damit du den Ablehnungsbescheid in den Händen hältst.

Wohngeld käme in Frage. Vermutlich wird behauptet, dass du nur vorübergehend abwesend von Zuhause bist. Da musst du dann nachweisen, dass du viele Jahre schon selbständig wohnst und von vorübergehend keine Rede sein kann. Ist aber finaziell nur ein Tropfen.

Blieben noch Nebenjob annehmen oder sich eine Duale Ausbildung/Studium suchen bzw halbtags. Dann würdest du auch dem Arbeitsmarkt weiter zur Verfügung stehen. Dass es das nicht für jedes Berufsfeld gibt, heißt, manche Berufe kannste nicht mehr lernen es sei denn du findest ausreichend Nebenjobs.

Sorry, hab das mit einem Studium auch durch- selbst finanzieren müssen, jetzt schiefe Blicke dass die Studienzeit so lang ist und bezüglich einer beruflichen Reha den ABlehnungsgrund, ich hätte ja so viel auch in "einfachen" Jobs gearbeitet, dass trotz BESTANDENEM Studium kein Hauptberuf mehr zu erkennen sei und ich auch Kekse verpacken können, wenn ich im Beruf selbst krankheitsbedingt nicht arbeiten kann. Hinzu kommt, dass die Fabriken wo ich arbeitete, mich als Aushilfe oder Werkstudenten eingestellt haben, sodass nicht mal ALG1 in Frage kam, obwohl die geforderten Monate der Beschäftigung mehr als erfüllt waren und ich kaum Rentenbeiträge vorweisen kann. Also für immer arm bleiben werde. Denn ich werde hier nicht mehr rauskommen, selbst Kekse verpacken hieße Aufstocker bleiben.
 

Wasserfrau56

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Hallo,
Du würdest Schüler-Bafög bekommen.
Das sind 465,- Euro. Je nachdem evtl noch aufstockend vom Jobcenter einen Zuschuss der ungedeckten KdU.
Angerechnet wird natürlich der Unterhalt deiner Eltern.
 

Muzel

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Als ich vor einigen Jahren auf dem 2. Bildungsweg mein Abi gemacht habe, bekam man elternunabhängig Bafög. Hat sich das geändert?
 
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