Schuldnerberatung: Kurse zum Selbsterstellen eines Schuldenbereinigungsplan?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Bittsteler

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Dezember 2016
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hallo,

die Schuldnerberatungs-Stelle im Nachbar-Ort, die allerdings nicht für uns zuständig ist, gibt Formulare heraus, um einen Schuldenbereinigungsplan zu erstellen.

Die für uns zuständige Schuldnerberatung allerdings bietet ausschließlich Kurse an, und das zu allem übel auch nicht kontinuierlich, sondern zwei mal im Jahr oder so.

Was haltet ihr davon? Ich glaube eher, daß es sich um eine Art erzieherische Maßnahme handelt. Denn an den Erfolg einer solchen Schulung glaube ich nicht.

Viele Grüße
 

axellino

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
2.779
Bewertungen
4.359
Hallo,

Was haltet ihr davon? Ich glaube eher, daß es sich um eine Art erzieherische Maßnahme handelt. Denn an den Erfolg einer solchen Schulung glaube ich nicht.

Ein außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplan erstellt man ja nunmal, um zu versuchen eine ernsthafte Einigung mit seinen Gläubigern zu erzielen und wenn dieser ebend scheitert und dafür wäre es ausreichend, wenn auch nur ein Gläubiger diesen ablehnt oder auf diesen gar nicht reagiert oder ebend einer die Zwangsvollstreckung betreibt, nachdem die Verhandlungen über die außergerichtliche Schuldenbereinigung aufgenommen wurden § 305a InsO, würde dieser gescheiterte ernsthafte Einigungsversuch, somit den Weg und Gang in ein Verbraucherinsolvenzverfahren ebnen § 305 InsO.

Für den außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplan gelten keine einheitlichen, gesetzlichen Regelungen. Schuldner und Gläubiger haben bei der Vertragsgestaltung zum Schuldenabbau freie Hand und somit könnte ein Schuldner diesen ggfls. auch selbst erstellen und darum würde ich die dazu angebotenen Kurse, nicht als eine Art erzieherische Massnahme ansehen.

Wenn denn überhaupt wäre sowas überhaupt nur zu empfehlen, wenn z.B. die Verbindlichkeiten und Anzahl der Gläubiger absolut überschauhbar wären. Ich persönlich halte vom Selbsterstellen eines solchen ernsthaften Plans aber nix, denn erstens gebe es dazu doch nun wirklich im ganzen einiges zu beachten und zweitens, wenn man plant einen Insolvenzantrag zustellen, nachdem eine aussergerichtliche Einigung nicht zustande gekommen ist, dann benötigt man sowieso die Hilfe u.a. einer Schuldnerberatung/Anwalt § 305 Abs.1 Nr.1 InsO und dementsprechend wäre es ja eigentlich nur von Vorteil, von Anfang an eine qualifizierten Stelle wie Schuldenberatung/Anwalt zu Hilfe zu nehmen, die dann auch das gesamte Verfahren begleiten.
 

Bittsteler

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Dezember 2016
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hallo

naja das meine ich doch gerade. Dass es hier sicher Dinge zu beachten gibt, die ein Laie in Sachen Insolvenzrecht nicht vertraut ist, doch mit Sicherheit übersehen wird.

Gibt es da Fallstricke? Gibt es da vielleicht sogar mehrere Fallstricke, die der Schuldner falsch machen und damit die Eröffnung des gesamten Verfahrens gefährden kann?

Noch dazu kommt, daß die Schuldnerberatung diese Kurse nur zwei mal im Jahr oder so anbietet !
 

axellino

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
2.779
Bewertungen
4.359
Entschuldige bitte, wo liegt denn jetzt hier im ganzen das Problem ??

So denn man einen außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplan nicht selbst ausarbeiten und erstellen möchte, weil es ebend da auch einiges zu beachten gäbe, auch was ggfls. den darauffolgenden Gang in eine Insolvenz betrifft, dann lässt man es ebend und überlässt dieses dann auch lieber einer qualifizierten Stelle/Person, wie Schuldnerberatung oder Anwalt.

So denn die für euch zuständige Schuldnerberatung meint, wir bieten dazu Kurse zweimal im Jahr an und somit könnt und müsst ihr diesen selber ausarbeiten und wenn ihr es ggfls. nicht macht, dann bekommt ihr zur gemeinsamen Ausarbeitung und erstellen dessen, z.B. erst einen Termin in einen Jahr, dann wäre es aus meiner Sicht zielführend, sich diese Aussagen schriftlich geben zu lassen und damit versucht man dann an einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht zukommen, so das man dann ggfls. dazu auch einen Anwalt beauftragen könnte.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten