Schulden bei Haas und Kollegen

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Jesse91

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Ich bekomme seit einigen Monaten immer wieder Schreiben der Rechtsanwaltskanzlei Haas und Kollegen aus Baden-Baden. Ich habe von einem Gericht im Januar einen Mahnbescheid erhalten, dem ich widersprochen habe. Das Problem ist, das ich die Ware im Oktober 2018 bestellt habe und sie leider nicht Frist gerecht an H und M zurückgeschickt habe, nun sind Inkassokosten von insgesamt 269 € entstanden, die Hauptforderung von H und M lag bei 105€, und wenn ich die Ratenzahlung eingehe eine einmalige Gebühr i.H.v. 50€ obendrauf also müsste ich dann 300€ zahlen.

Ich habe gerade bei H und m angerufen und gefragt, ob ich den Beitrag direkt an H und M bezahlen konnte, aber das ist nicht möglich ich soll ich an das zuständige Inkassobüro (Haas und Kollegen in Verbindung setzten) was ratet ihr mir nun zu tun? Soll ich es auf die Klage ankommen lassen oder doch die Ratenzahlung unterschreiben?
 
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axellino

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Hallo Jesse91,

das von Dir eingestellte Schreiben musste wieder entfernt werden, da es nicht ausreichend anonymisiert war, Klarname etc. sichtbar, ggfls. stellst Du es nochmals ausreichend anonymisiert ein. Danke))

Ich habe von einem Gericht im Januar einen Mahnbescheid erhalten,

Diesen widersprochenen MB bitte auch mal hier anonymisiert einstellen oder ebend die beinhaltenen Forderungsbestandteile, wie Hauptforderung, Verfahrenskosten, Nebenforderungen etc., hier komplett abtippen.

Das Problem ist, das ich die Ware im Oktober 2018 bestellt habe und sie leider nicht Frist gerecht an H und M zurückgeschickt habe, nun sind Inkassokosten von insgesamt 269 € entstanden, die Hauptforderung von H und M lag bei 105€, und wenn ich die Ratenzahlung eingehe eine einmalige Gebühr i.H.v. 50€ obendrauf also müsste ich dann 300€ zahlen.

Nur mal zum Verständnis, denn ich blicke hier nicht ganz durch,
105 € ist die eigentliche Hauptforderung und die ist auch noch offen ??
und wenn ja, hättest Du die offene HF plus noch ein paar Euro jetzt an der Seite oder könntest Du dir ggfls. von jemanden aus der Familie o. Freunden leihen, so das Du die HF+zulässige Verfahrenskosten+angemessene Mahnkosten auf einen Schlag von Dir beglichen werden können ??
Du meinst 269 € insgesamt, HF 105 € + 164 € Inkassokosten etc. oder ??
50 € wäre dann die verlangte Gebühr für das zustande kommen einer Ratenzahlungsvereinbarung ??
wurde dazu etwas schriftlich fixiert ??

Im weiteren, ist deine Bonität (Schufa etc.) noch sauber oder gibt oder gab es noch andere Baustellen ausser diese hier ??
Hier war als erstes ein Inkasso involviert und darauffolgend dann Anwalt Hase ??

was ratet ihr mir nun zu tun? Soll ich es auf die Klage ankommen lassen oder doch die Ratenzahlung unterschreiben?

Man braucht viel mehr und genauere Informationen von Dir, um hierzu überhaupt etwas sagen zu können.
Eine Klage verursacht Kosten und die müssten auch erstmal von der Gegenseite vorgestreckt werden, mit der Hoffnung sie auch jemals von Dir komplett wieder zu bekommen.
Darum möchte man hier sicher auch, das Du dein Widerspruch auf den MB zurücknimmst und auch nur unter diesen Voraussetzungen will man einer Ratenzahlungsvereinbarung zustimmen. Somit würde man sich auch die Gesamtforderung aus den MB titulieren lassen, auch mit ggfls. nicht durchsetzungsfähigen Forderungsbestandteilen. In diesen Fall wäre ggfls. auch eine noch saubere Bonität deinerseits, vollends auch im Eimer.
Wie geschrieben, mehr und genauere Informationen, dann könnte man versuchen sich ein Gesamtbild von den ganzen hier zu machen.

Bis später))
 

Jesse91

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Meine Bonität ist sauber. Als erstes war ein Inkasso-Unternehmen involviert und dann Rainer Haas und Kollegen, wobei im Internet steht das die auch ein Inkassounternehmen sind und keine Rechtsanwaltskanzlei. Die hauptforderung von 105€ ist noch komplett offen ich wäre ja bereit zu zahlen aber nicht diese hohen "Nebengebühren". Im Brief steht übrigens das man auch schon einen Vollstreckungstitel beantragt hat.
105911

Anbei eine Forderungsaufstellung und den geschwärzten Brief vom 01.03.

105910
 

axellino

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OK dann Frage nochmals, aber nun mit konkreten Zahlen von meiner Seite aus.
Hast Du jetzt oder in den nächsten Tagen Kohle an der Seite oder kannst sie Dir ggfls. von jemanden leihen und diesen jemand zahlst Du sie dann ggfls. in Raten zurück, um wie nachfolgend dargelegt, eine "zweckgebundene" Zahlung an Hase und Kollegen zu leisten ??
Unbedingt wichtig ist "zweckgebunden" und wenns ebend mehere einzelne Überweisungen werden, weil im einzutragenen Verwendungszweck ggfls. nicht ausreichend Platz ist, in jeder einzelnen Überweisung immer unbedingt auch das Aktenzeichen reinkritzeln.

Vorschlag einer oder meherer zweckgebundener Zahlungen an Hase und Kollegen

  1. Hauptforderung 105,97 €
  2. Mahnauslagen 4 €
  3. Zinsen + Bonianfrage 3,20 € (ein wenig aufgerundet von mir, obwohl Bonianfrage da war doch was :icon_kinn:, ok bei den Kleinstbetrag spielt jetzt keine rolle.
  4. GK Mahnbescheid 32 €
  5. Inkasso-Geb. Mahnbescheid gem. § 4 Abs.4 S.2 RDGEG 25 € (Anmerkung von mir, mal hier schnell eine Kostendopplung fabrizieren und eine Anwaltsgebühr geltend machen, gibt es aus meiner Sicht nicht und verstösst auch gegen die sog. Schadensminderungspflicht § 254 Abs.2 BGB denn hier war ein Inkasso vorgeschaltet und dieses hätte auch dementsprechend den MB beantragen können und auch müssen.
Macht gesamt, 170,17 €

Betreffend der geltend gemachten vorgerichtlichen Inkassokosten in Höhe einer 1,3 Gebühr zzgl. Auslagen würde ich mit der Gegenseite in den Streit gehen und diese somit nicht zahlen. Ich kenne hier jetzt zwar keine Details zu, wieviel Schreiben gab es vom Inkasso, ggfls. welcher Aufwand musste betrieben werden etc., aber mehr wie eine 0,3-0,5 Gebühr zzgl. Auslagen würde ich sowieso niemals anerkennen und bezahlen und eine geltend gemachte 1,3 Gebühr wäre aus meiner Sicht sowieso absolut überzogen und auch nicht durchsetzungsfähig.

Z.B. mal hier lesen,


und hier,


Wird deine zweckgebundene Zahlung an Hase nicht an dich zurück gegeben, dann ist Hase an dessen Verrechnung gebunden § 367 Abs.2 BGB
Darauffolgenden Liebesbrief mit Restforderungen von Hase, ist einmal begründungslos zu widersprechen und gut ist.
Im weiteren würde ich den Widerspruch auf den MB natürlich nicht zurück nehmen, erstens aufgrund der beinhaltenden horrenden hohen Nebenforderung der 1,3 Gebühr an Inkassokosten und auch, das laut deinen Darlegungen deine Bonität noch sauber ist.
 

Jesse91

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Ja das nötige Geld hätte ich, also soll ich lediglich 170,17€ bezahlen anstatt die komplett geforderten Kosten? Was wäre wenn ich eine Ratenzahlung eingehe bis ich die 170,17€ bezahlt habe? Oder wäre das unklug eine Ratenzahlungsvereinbarung mit ihnen einzugehen? Was soll ich mit dem Vollstreckungstitel vorgehen, der wahrscheinlich in den kommenden Tagen bei mir eintrifft?
 
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TazD

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Wenn du der Ratenzahlungsvereinbarung zustimmst, erkennst du die gesamte Forderung an. Mach es so wie @axellino vorgeschlagen hat. Über den Vollstreckungstitel kann man dann reden, wenn er da ist. Wenn er überhaupt kommt.....
Für mich liest sich das nämlich so, dass der Vollstreckungstitel nur dann beantragt und zugestellt wird, wenn die Ratenzahlungsvereinbarung zustande kommt, damit sich die Inkassoklitsche ihre unberechtigten und überhöhten Forderungen mal ganz schlau absichert.
 

Jesse91

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Wenn du der Ratenzahlungsvereinbarung zustimmst, erkennst du die gesamte Forderung an. Mach es so wie @axellino vorgeschlagen hat. Über den Vollstreckungstitel kann man dann reden, wenn er da ist. Wenn er überhaupt kommt.....
Für mich liest sich das nämlich so, dass der Vollstreckungstitel nur dann beantragt und zugestellt wird, wenn die Ratenzahlungsvereinbarung zustande kommt, damit sich die Inkassoklitsche ihre unberechtigten und überhöhten Forderungen mal ganz schlau absichert.

Werde ich so machen, aber in dem Brief vom 01.03 steht drin das der Vollstreckungstitel zur Absicherung der Forderung bereits beantragt wurde.
 

axellino

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Ja das nötige Geld hätte ich, also soll ich lediglich 170,17€ bezahlen anstatt die komplett geforderten Kosten?

Das ist hier meine Sicht der Dinge, die auf langen und vielen Erfahrungswerten beruht und dieser kannst Du folgen oder ebend auch nicht.
Möchtest Du eine konkrete rechtsverbindliche Aussage zu deinen Anliegen haben, dann solltest Du hierzu eine Schuldnerberatung oder Anwalt konsultieren.

Was wäre wenn ich eine Ratenzahlung eingehe bis ich die 170,17€ bezahlt habe?

Du hast doch das erhaltende Schreiben gelesen und auch verstanden oder ??
Eine Ratenzahlung bekommst Du, wenn Du deinen Widerspruch auf den MB zurück nimmst und dessen Bedeutung habe Dir in mein vorherigen Beitrag dargelegt. Leistest Du jetzt z.B. einfach eine Teilzahlung, dann hast Du eine Gesamtforderung in Höhe von ca. 324 € anerkannt und da kommst auch nicht mehr von runter.

Oder wäre das unklug eine Ratenzahlungsvereinbarung mit ihnen einzugehen?

Jaaaaaaaaaa, so eine vorgelegte aufjedenfall.

Was soll ich mit dem Vollstreckungstitel vorgehen, der wahrscheinlich in den kommenden Tagen bei mir eintrifft?

Es wird und kann Dir logischerweise kein VB zugestellt werden, denn mit dein fristgerechten komplett Widerspruch auf den MB, wurde das eigentliche Mahnverfahren beendet und folglich kann auch kein VB vom Gericht erlassen werden und Dir zugestellt werden.
Lese und versuche zu verstehen, den vorletzten Absatz in den eingestellten Schreiben.
Erst wenn Du dein Widerspruch zurück nimmst, kann und will die Gegenseite ein VB beantragen, anders geht das auch nicht.
Grundlage für ein VB ist ein nunmal ein vorher durchgeganger MB, hier mal lesen bitte § 699 ZPO
 

Jesse91

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Ich habe gerade folgendes Schreiben der Kanzlei Haas und Kollegen aus Baden-Baden erhalten, was könnte ich darauf erwidern?
106426
 

Jesse91

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Ich habe am 15.03 eine Zahlung i.H.v. 30€ an die Kanzlei gezahlt. Und folgende E-Mail habe ich am 8.03 gesendet:

Nachfolgend eine Liste über die Zahlungen die ich in 5 Raten a. 30€ 1 Rate 20,17€

Hauptforderung 105,97 €
Mahnauslagen 4 €
Zinsen + Bonianfrage 3,20 €
GK Mahnbescheid 32 €
Inkasso-Geb. Mahnbescheid gem. § 4 Abs.4 S.2 RDGEG 25 €

Macht gesamt, 170,17 €

Des weiteren bitte ich Sie mit mir nur via E-Mail in Kontakt zu treten und nicht auf dem Postweg. Ach ja und einer Einigungsgebühr der Ratenzahlung werde ich natürlich nicht eingehen, sie bekommen jeden Monat von mir, wie oben erwähnt insgesamt 6 Zahlungen auf Ihr Konto.
 

axellino

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Du hast also mein Ratschlag nicht befolgt, brauchtest Du aber natürlich auch nicht,

hättest Du die offene HF plus noch ein paar Euro jetzt an der Seite oder könntest Du dir ggfls. von jemanden aus der Familie o. Freunden leihen, so das Du die HF+zulässige Verfahrenskosten+angemessene Mahnkosten auf einen Schlag von Dir beglichen werden können ??

Hast Du jetzt oder in den nächsten Tagen Kohle an der Seite oder kannst sie Dir ggfls. von jemanden leihen und diesen jemand zahlst Du sie dann ggfls. in Raten zurück, um wie nachfolgend dargelegt, eine "zweckgebundene" Zahlung an Hase und Kollegen zu leisten ??

Ja das nötige Geld hätte ich, also soll ich lediglich 170,17€ bezahlen anstatt die komplett geforderten Kosten?

und hast nicht die insgesamt 170,17 € wie von mir beschrieben,

  1. Hauptforderung 105,97 €
  2. Mahnauslagen 4 €
  3. Zinsen + Bonianfrage 3,20 € (ein wenig aufgerundet von mir, obwohl Bonianfrage da war doch was :icon_kinn:, ok bei den Kleinstbetrag spielt jetzt keine rolle.
  4. GK Mahnbescheid 32 €
  5. Inkasso-Geb. Mahnbescheid gem. § 4 Abs.4 S.2 RDGEG 25 € (Anmerkung von mir, mal hier schnell eine Kostendopplung fabrizieren und eine Anwaltsgebühr geltend machen, gibt es aus meiner Sicht nicht und verstösst auch gegen die sog. Schadensminderungspflicht § 254 Abs.2 BGB denn hier war ein Inkasso vorgeschaltet und dieses hätte auch dementsprechend den MB beantragen können und auch müssen.
Macht gesamt, 170,17 €

zweckgebunden an Hase auf einmal bezahlt, sondern hast jetzt einfach eine Teilzahlung in Höhe von 30 € geleistet,

Leistest Du jetzt z.B. einfach eine Teilzahlung, dann hast Du eine Gesamtforderung in Höhe von ca. 324 € anerkannt und da kommst auch nicht mehr von runter.

nun, deine Entscheidung, weiss jetzt aber gerade nicht, was ich jetzt darauffolgend noch weiter sagen soll und auch möchte:rolleyes:
 
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