Schuften für wenig Geld

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wolliohne

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Hartz IV

VON MARKUS SIEVERS

Berlin. Hartz IV wurde am 1. Januar vier - und sorgt für Aufregung fast wie am ersten Tag. Vielleicht wäre etwas Gelassenheit angebracht. Als "bedeutende Zäsur" in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik würdigt zwar das Institut für Arbeitmarktforschung (IAB) in der ersten umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung die Reform. Aber der Neustart habe "weder schlimmste Befürchtungen noch höchste Erwartungen erfüllt", meint IAB-Forscherin Susanne Koch. Sie spricht von einem "Schritt in die richtige Richtung". Gleichwohl mahnt sie Korrekturbedarf an, etwa bei der Betreuung der Personen mit besonderen Problemen wie Alleinerziehenden, den unter 25-Jährigen und den älteren Arbeitslosen.

Die wollen einfach nicht arbeiten" - diese These war schon immer falsch. Nun lässt sich das Vorurteil noch einfacher widerlegen. Schon für 6,80 Euro die Stunde oder einen Nettolohn von 1088 Euro im Monat sei der durchschnittliche Arbeitslose bereit, eine Stelle anzunehmen, schreibt das IAB. Wieder zeigt sich: Arbeit bringt nicht nur Geld, sondern ist für auch ein Wert an sich.


Hartz IV: Schuften für wenig Geld | Frankfurter Rundschau - Top-News
 

wolliohne

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Reform machte Armut „gleicher“

Erstellt 28.01.09, 12:25h, aktualisiert 28.01.09, 12:25h
Die Hartz-IV-Arbeitsmarktreform versprach mit dem Ende des sozialpolitischen Kompetenz-Wirrwarrs den großen Wurf. Ernüchternde Bilanz: Der Umbau des Sozialsystems ist zwar abgeschlossen, viele Hoffnungen blieben aber unerfüllt.


BERLIN - Mehr als vier Jahre nach dem Start der Reform ist inzwischen klar: Die Hoffnungen von Millionen von Hartz-IV-Betroffenen auf ein besseres Leben blieben dennoch häufig unerfüllt. Für viele, die zum Start der Reform mit dem Existenzminimum auskommen mussten, hat sich kaum etwas verändert. Das geht aus der am Mittwoch in Berlin vorgelegten Hartz-IV-Bilanz von rund 100 Arbeitsmarktforschern hervor. Hartz-IV hat in den Augen der Wissenschaftler vor allem eines bewirkt: Es hat die Armut "nivelliert". Armut sei "gleicher" geworden, heißt es in dem knapp 300-seitigen Abschlussbericht des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Denn mit dem Aus für das Arbeitslosengeld droht Jobsuchern spätestens nach 12 oder 18 Monaten das Hartz-IV-Schicksal und damit der Bezug der knappen Grundsicherung. Dagegen hatte die frühere Arbeitslosenhilfe Langzeitarbeitslosen noch einen bescheidenen Wohlstand ermöglicht.


Reform machte Armut ;gleicher“ - Kölner Stadt-Anzeiger
 
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