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Schufa-Auskunft von Selbständigen?

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Shadriel

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#1
Hallo Miteinander,

vielleicht könnt Ihr mir zu folgenden Fragen ein paar Tipps geben:

Mein Mann und ich sind selbständig und erhalten aufstockendes ALG II. Da wir umziehen mussten (befristeter Mietvertrag) ist nun eine neue ARGE für uns zuständig und wir mussten natürlich einen neuen Antrag stellen. Demnächst haben wir nun unseren ersten Termin dort.

Bei den Unterlagen die wir zusätzlich mitbringen sollen, ist auch eine Schufa-Auskunft aufgeführt. Das höre ich zum ersten Mal, für was benötigt die ARGE eine Schufa-Auskunft von uns? Hatten das andere von Euch auch schon? Müssen wir das wirklich mitbringen?

Außerdem verlangen sie die Kontoauszüge der letzten 6 Monate, bekannt sind mir immer 3 Monate (haben sie auch schon erhalten), wieso aufeinmal wieder 6 Monate?

Und - muss der ARGE der neue Vermieter namentlich bekannt sein? Unser neuer Vermieter weiss nicht, dass wir noch aufstockendes ALG II bekommen und wenn es nicht unbedingt notwendig ist, möchten wir es ihm eigentlich auch nicht sagen. Wir haben da auch eher einen einfachen Mietvertrag bekommen, da er uns abgeschlossenen Wohnraum (den er selber nicht nutzt) in seinem Haus auch auf Zeit vermietet. Monatlich und immer verlängerbar. Wir können hier solange bleiben wie wir wollen (er ist einfach froh, wenn es vermietet ist) und bis wir selber etwas anderes, wieder größeres gefunden haben.

Vielen Dank schonmal für Eure Tipps,

Gruß
Shadriel
 

mbs99

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#2
Schufa-Auskunft ist mW illegal!
Dass geht keinen etwas an, der nicht mit dir einen Vertrag nach BGB schliessen möchte...

Frag die mal, wer die Kosten der Auskunft übernehmen soll?

Uups, vergessen: durch die Schufa und mögliche Einträge kann keine Hilfebedürftigkeit festgestellt werden, deshalb ist eine Auskunft nicht erforderlich.

zum Mietvertrag: Ich kenne das so, dass der Mitvertrag beim Amt vorgelegt werden muss zwecks Kostenübernahme. Daraus sieht man doch den Vermieter...
 

Martin Behrsing

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#3
Umgehend diesen Ansinnen widersprechen. Dies ist nicht erlaubt. Um welche ARGE handelt es sich (Frechen?)
 

Shadriel

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#4
Umgehend diesen Ansinnen widersprechen. Dies ist nicht erlaubt. Um welche ARGE handelt es sich (Frechen?)
Hallo Martin,
das meinst Du jetzt auf die Schufa-Auskunft bezogen, oder?

Nein, es ist nicht Frechen, sondern Düsseldorf. Haben es sogar als ganz wichtig hervorgehoben im Schreiben. Also müssen wir das nicht mitbringen, sehe ich das richtig? Ich wüsste auch nicht, was die das angeht.

Und eben, die ARGE würde die Kosten für die Auskunft bestimmt nicht übernehmen... mögen ja "nur" 15 Euro sein, das ist aber dann doch schon wieder einige Tage Verpflegung, wie wir wissen...
 

Martin Behrsing

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#5
Halte uns hier auf dem Laufenden. Selbstverständlich bekommst Du von uns hier Hilfe, wenn es Probleme gibt. Könntest Du mir dieses Schreiben mal faxen oder per E-mail schicken. Adressen und Nummer im Impressum
 

Shadriel

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#6
Hallo Martin,

vielen Dank für die nette Hilfe - ich muss es mal noch einscannen, dann mail ich es Dir gerne (an den Scanner komm ich wohl erst morgen...)

Alles Liebe
Shadriel
 

Borgi

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#7
Die Argen werden immer dreister. Frag doch einfach beim Termin nach, wofür die Schufa Auskunft benötigt wird. Frag gezielt nach, ob ihr mehr Geld erhaltet, wenn die Schufa positiv ist und wie diese Auskunft eure Leistungen beeinflusst. Ansonsten kann ich wieder nur das heranziehen eines Anwalts für Sozialrecht empfehlen, da sich sonst alles um Monate verzögern kann. Die Angabe deines Vermieters ist nicht so schlimm. Die Arge wendet sich nicht immer an die Vermieter (meiner weiß es, aber nicht durch die Arge). Sollte sich die Arge dennoch an den Vermieter wenden, so benötigen die dafür auch einen guten Grund. Wenn allerdings der Eindruck einer Wohngemeinschaft entsteht, dann könnte es haarig werden. Gib also ganz normal den Vermieter an, ohne näher auf das Wohnverhältnis einzugehen.
Wenn ein Arbeitgeber eine Polizeiauskunft (Polizeiliches Führungszeugnis)haben möchte, dann muss er auch für die Kosten aufkommen. Bei der Schufa müsste es sich ähnlich verhalten. es kann ja nicht sein, dass ein Antragsteller mit Kosten bombardiert wird, oder?

 

Shadriel

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#8
Ja die Nachfrage im Gespräch haben wir sowieso vor... wollte nur wissen, ob das üblich ist seit neuestem. Ich weiß echt nicht, was die sich dabei denken... (ok ok das weiß man öfters nicht ;-)), werde Euch auf dem Laufenden halten, was die dazu sagen (Termin ist nächste Woche).

Noch jemand eine Idee bezüglich der 6 Monate Kontoauszüge anstelle von 3 Monaten?
 

Debra

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#9
Hallo,

ich war auf einem Existenzgründungsseminar und wenn man dort teilnehmen will, muss man eine Schufa-Auskunft bringen. Das Argument war, dass kein Selbständiger mit negativer Schufa Kredite (z.B. von einer Bank) bekommen würde, deshalb kann man sich auch nicht selbständig machen und deshalb würde die ARGE dann natürlich auch kein Coaching bezahlen oder Kleinkredite bewilligen.
Ich denke, Eure Selbständigkeit ist der Grund, warum die eine Schufa-Auskunft von Euch wollen. Soll woll dem Zweck dienen, dass Eure Selbständigkeit angezweifelt werden soll (dann würdet ihr ganztags für EEJ zur Verfügung stehen).
 

Shadriel

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#10
Ah, ja das würde Sinn machen (find ich aber trotzdem eine Schweinerei).

Was heißt EEJ? Erster Arbeitsmarkt?

Unsere Selbständigkeit würden wir auf keinen Fall aufgeben. Nicht, weil wir so borniert sind ;-), sondern weil wir gerade in den letzten Monaten neue Produkte entwickelt haben und neue Partnerschaften für gemeinsame Projekte eingegangen sind, die uns mittelfristig auf jeden Fall die Möglichkeit geben, selbstfinanziert zu leben. Auch sonst erhalten wir viel positives Feedback zu unserer Tätigkeit und haben ja auch jeden Monat mehrere hundert Euro Einnahmen (es reicht halt noch nicht für alles). Mal ganz abgesehen davon, dass dies für uns nicht nur ein Job ist, sondern unsere Berufung.

Das wir uns bei nicht ausreichend guter Prognose dem ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen müssten, ist mir schon klar. Wir werden auch eine detaillierte Ausführung unserer Tätigkeiten nächste Woche mitnehmen und wer dann nicht erkennt, wieviel Potential dahinter steckt, der hat schlicht und ergreifend keine Ahnung.

Danke für den Hinweis!
 

Debra

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#11
Ah, ja das würde Sinn machen (find ich aber trotzdem eine Schweinerei).

Was heißt EEJ? Erster Arbeitsmarkt?
Nein, das ist die Zwangsarbeit für einen Euro/Std. (Träger kassiert aber bis zu 500EUR pro Nase, deshalb haben die ein großes Interesse daran, möglichst viele Arbeitslose dazu heranzuziehen.) Das ist wohl der 2. Arbeitsmarkt oder ist es der 3.? :confused:
 

Arwen

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#12
Nein, das ist die Zwangsarbeit für einen Euro/Std. (Träger kassiert aber bis zu 500EUR pro Nase, deshalb haben die ein großes Interesse daran, möglichst viele Arbeitslose dazu heranzuziehen.) Das ist wohl der 2. Arbeitsmarkt oder ist es der 3.? :confused:
Keine Ahnung... auf jeden Fall der allerletzte... oder vorletzte... *schluck*

zu oben: Shadriel sollte auch noch wissen - und das ist nicht gerade unerheblich - dass man durch einen EEJ noch so "nebenbei" aus der Arbeitslosenstatistik verschwindet...

Gruß, Arwen
 

Shadriel

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#13
Danke Debra!

Ja, Arwen, das weiß ich! Ist doch logisch, wie sonst kommen immer die tollen Statistik-Zahlen zustande?! ;-) Bestimmt nicht, weil alle die nicht mehr auf der Liste erscheinen, wirklich einen tollen neuen Fulltime-Job gefunden haben... haha...
 
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