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Schützt Ehe vor bundesweiter Vermittelbarkeit?

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rivkele

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#1
Hallo!

Also, die Situation sieht so aus:

Mein Lebensgefährte beginnt diesen September eine Umschulung, die 2 Jahre dauern wird. Zur gleichen Zeit beginne ich eine 3-jährige Berufsfachschulausbildung.

Nach seiner Umschulung wäre mein Freund ja im Falle, dass er hier keine Arbeit bekommt, bundesweit vermittelbar. Abgesehen davon, dass ich das generell als unzumutbar empfinde- ich bin ja dann noch 1 Jahr lang in Ausbildung und kann diese unmöglich abbrechen, aber alleine könnte ich auch die Wohnung nicht finanzieren und die Beziehung würde dann vermutlich eh in die Brüche gehen, weil wir beide kein Typ für Wochenendbeziehungen sind.

Nun meine Frage: Ist er immernoch bundesweit vermittelbar, wenn wir heiraten? Das haben wir ohnehin vor in den nächsten 1-2 Jahren, aber hätte das dann noch diesen positiven Nebeneffekt?
Die Ehe steht ja laut Gesetz unter einem besonderen Schutz und wäre dadurch ziemlich gefährdet...:icon_kotz2:
 

rivkele

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#3
Oh Mann... gibt es überhaupt irgendetwas, was davor schützt?
 

wolliohne

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#4
leider

auch ein NEIN

Oder doch,die Selbstständigmachung in Deiner Region
 

Gaestin

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#5
Wochenendbeziehung

wieso kann man nicht für ein Jahr
eine Wochenendbeziehung führen?
So was von vornherein ausschließen???
Viele machen es jahrelang, um ihre Stellen
zu behalten.
 

ml

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#6
Und genau wegen solcher Einstellungen gehen die
Ehen zu Bruch und nie war die Scheidungsrate
so hoch!

Familie zählt in diesem Land NICHTS mehr!
 

Heiko1961

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#7
Ich hatte es beim Erstantrag angegeben- keine Bundesweite Vermittlung. Wurde auch akzeptiert.:icon_frown:
 

rivkele

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#8
Sind nicht mal kleine oder schulpflichtige Kinder ein Ausschlussgrund?
Die können doch nicht ernsthaft erwarten, dass alle alles stehen und liegen lassen, ihre Heimat und Freunde aufgeben um eine Stelle in einem weit entfernten Ort anzutreten, die sie dann vielleicht nur 3 Monate behalten?
Verrückt ist die Welt...:icon_kotz2:

Kann man zur bundesweiten Stellensuche eigentlich erst bei ALG II gezwungen werden, oder auch schon bei ALG I?

@Gästin:
Das kommt gar nicht in Frage. Es wäre auch nicht nur für 1 Jahr, denn ich würde hier genausowenig wegziehen (wollen), wie er. Ich lasse mich doch nicht in irgendeinen Winkel dieses Landes schicken, der mir überhaupt nicht gefällt, wo ich keinen kenn und evtl. mit der Mentalität der Leute nicht klarkomme.
Der Preis ist einfach zu hoch.
 

wusel

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#9
ich denke mal schon
das man eine bundesweite vermittlung ablehnen kann

grund dafür ist z.b die ehe
wenn mann hergeht und denen mitteilt das wenn eine bundesweite vermittlung gemacht wird und ein arbeitsangebot angeboten wird und mann muss sich drauf bewerben
das bei zusage die ehe in die brüche geht
also das dein partner das nicht mit macht

das sollte schon ein grund sein

bei alleinstehenden ist das zumutbar aber bei verheirateten eher nicht
und wenn noch ein kind vorhanden ist dann erst recht nicht
 

Arania

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#10
Ablehnen kann man alles, ob es anerkannt wird, liegt dann im Ermessen des SB und dann kann wieder gegen seine Entscheidung geklagt werden, wenn man damit nicht einverstanden ist, gesunder Menschenverstand hat bei den ALG II-Gesetzen nicht mitgewirkt
 

rivkele

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#11
Ich hab den Eindruck, die dürfen sämtliche Gesetze und Grundrechte übergehen und nennen das dann "Ausnahmeregelung"...
 

Gaestin

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#12
vielleicht sehe ich das völlig falsch

vielleicht sehe ich das völlig falsch, aber ihr macht doch beide
Ausbildung/Umschulung, vermutlich mit Karriereabsichten,
wie sieht Euere langfristige doppelte Karriereplanung aus?
Als Ehepaar, meine ich. So habe ich das gemeint, als ich geschrieben
habe, man könnte eventuell dafür eine einjährige Wochenendbeziehung
auf sich nehmen. Was wollt Ihr erreichen und seid Ihr beide
geographisch absolut festgelegt, ohne Karrieregedanken?
 

rivkele

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#13
Familie geht vor Karriere. Wenn wir fertig mit den Umschulungen/Ausbildungen sind, wollen wir eine Familie gründen.
Wir haben beide nicht vor, eine Riesenkarriere zu machen. Wenn's hier was Lukratives gibt, schön, aber wir sind beide nicht bereit, alles mögliche dafür zu opfern, so wichtig ist das nun wirklich nicht. Lieber eine geringer bezahlte Stelle HIER in Sachsen, als eine besser bezahlte Stelle in sonstwo.

Meine Familie ist ohnehin schon 100km weg, da kann man sich so häufig nicht sehen, was wirklich schade ist. Wir wohnen in einer guten Ecke- in der viertrgößten Stadt Sachsens und von hier sind in zumutbarer Entfernung noch viele größere Städte erreichbar. Aber ich würde auf keinen Fall für einen Job in ein anderes Bundesland ziehen, das muss ich jetzt einfach mal so zugeben.
Ich habe z.B. 1 Jahr bei meinem Lebensgefährten in Baden-Württemberg gelebt- das habe ich einfach nicht ausgehalten. Und er fühlt sich jetzt hier wirklich heimisch, wir haben meine Familie, einen Freundeskreis und möchten beide nicht woanders hin.

Eine Arbeit ist für uns dazu da, um monatlich genug Geld reinzukriegen und von diesen schrecklichen Ämtern unabhängig zu sein. Mehr nicht.
Ich weiß nicht, ob ich das jetzt irgendwie verständlich erklären konnte.
 

ml

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#14
Ich weiß auch nicht was alle immer mit Ihrer "Karriere" haben.
Was gibt einem Karriere außer viel Arbeit und keine Freizeit?

Und dann macht der Mann mit 40 den Abflug weil er alles
für seine "Karriere" getan hat. 12 Stunden Arbeitstage,
wechselnde Einsatzorte, kein Familienleben und so weiter!

Ich kann da rivkele nur zustimmen - Familie ist das
wichtigste im Leben.

Ich habe Arbeit um mir mein Leben schön zu gestalten
und lebe nicht um bis zum Grabe zu arbeiten!

Achja nur damit Gästin weiß warum ich sowas sage:
Mein Onkel ist mit 40 gestorben und mein Vater mit 54.
Ich selbst bin/war IT-Entwickler mit Burnout Syndrom.
 

theota

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#15
Ich weiß auch nicht was alle immer mit Ihrer "Karriere" haben.
Was gibt einem Karriere außer viel Arbeit und keine Freizeit?

Und dann macht der Mann mit 40 den Abflug weil er alles
für seine "Karriere" getan hat. 12 Stunden Arbeitstage,
wechselnde Einsatzorte, kein Familienleben und so weiter!

Ich kann da rivkele nur zustimmen - Familie ist das
wichtigste im Leben.

Ich habe Arbeit um mir mein Leben schön zu gestalten
und lebe nicht um bis zum Grabe zu arbeiten!
SCHÖN GESAGT! DEM KANN ICH NICHTS HINZUFÜGEN!

Bin aber froh, dass ich nicht die Einzige bin, die so denkt.

Formuliert man das im Kreise seiner "Lieben", die NOCH Arbeit haben, wird man gleich wieder als arbeitsscheues Gesindel angesehen - als ALG II ler hat man schließlich verdammt noch mal die Pflicht alles, zu tun...

hat man?

wieviele Leben haben wir?

ich steh da mittlerweile anders zu, hab schon so viel Scheisse im Leben gesehen seit 2005, daß ich mittlerweile meinen augenblicklichen Zustand fast "genießen" kann - mein Sohn und ich sind gesund - ok, noch, bei DER Mangelernährung :icon_sad: - aber so lange wir es SIND, weiss ich es zu schätzen.

Nur das zählt im Moment für mich und ist mir wichtig.

Was nützt mir Kohle, wenn ich dadurch nicht glücklicher bin/werde??? :confused:
 

rivkele

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#16
Ja, theota, da hast du einen Punkt angesprochen:

Formuliert man das im Kreise seiner "Lieben", die NOCH Arbeit haben, wird man gleich wieder als arbeitsscheues Gesindel angesehen - als ALG II ler hat man schließlich verdammt noch mal die Pflicht alles, zu tun...
Wenn ich ehrlich zugebe, dass für mich Arbeit nicht mehr ist als "notwendiges Übel, um den Lebensunterhalt zu bestreiten", dann wird das gleich so hingedreht, als wäre ich ein fauler Mensch, der eigentlich viel lieber ein "Sozialschmarotzer" wäre. Furchtbar.

Arbeit ja- aber nicht um jeden Preis. Denn ein Stück Lebensfreude möchten wir gerne behalten- und dazu gehören Heimat, Familie und Freizeit.

Ich stelle mir immer so ein Szenario vor- die zwingen uns, für einen Job von hier nach meinetwegen Kiel oder sowas zu ziehen, dann stehen wir dort, kennen niemanden, haben hier alles stehen und liegen lassen und nach 3 Monaten wird einem dieser Job vielleicht wieder gekündigt aus irgendwelchen Gründen. Was macht man dann???

Langsam kann ich das Wort "Arbeit" ohnehin nicht mehr hören, durch die zum Teil menschenunwürdigen Behandlungen durch die ARGE bringt man damit nur noch Negatives in Verbindung. Selbst war ich bisher zum Glück nur indirekt betroffen- durch meine Mutter, die ALG II Empfängerin ist, aber ich sehe ja, was sie mit der schon treiben -z.B. am Montag Mittag, den 15.05. ein Brief, dass sie bitte am Dienstag, den 16.06. morgens um 7.00 Uhr zum 1-Euro-Job antreten soll, der aus Unkraut jäten am Straßenrand und Rasen mähen bestand. Meine Mutter ist eine kleine Frau von 1,56m mit starken Rückenproblemen, die den Euro-Job dann trotzdem gemacht hat, weil die paar Euro mehr bei den 3 Kröten, die sie sonst kriegt, schon viel ausgemacht haben.

Naja, ich schweife ab.

Auf jeden Fall will ich nie zulassen, dass Arbeit den Stellenwert Nr. 1 in meinem Leben einnimmt. Soviel Raum wird das bei mir nie kriegen. Ansonsten kann man sich ja gleich den Strick nehmen.

Ich arbeite, um zu leben und lebe nicht, um zu arbeiten.
 

Bautzel

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#17
wieso kann man nicht für ein Jahr
eine Wochenendbeziehung führen?
So was von vornherein ausschließen???
Viele machen es jahrelang, um ihre Stellen
zu behalten.
---------------

Hallo Gästin,
der Mensch als Wanderameise?
Ich glaube, deine Argumentation greift ein bischen zu kurz, denn der Mensch braucht auch seine emotionale Umgebung. Es verwundert mich immer, wie flexiblel Menschen sein sollen.
Keine eigenen Ansprüche, das Maul halten und noch die Argumente der Wirtschaft nach der totalen Flexibilität nachbeten.

Und was dann, wenn die Familien den Jordan heruntergehen, wenn Kinder vor lauter Flexibilität keine Geborgenheit mehr spüren können. Beziehungen muss man leben können, sonst gehen sie vor die Hunde und der Einzelne mit ihnen.

Übrigens geht es bei diesen Debatten meist um die Gewöhnung des Menschen als willige Arbeitsmaschine.

Gruß Bautzel
 
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#18
Hallo!

Die Ehe steht ja laut Gesetz unter einem besonderen Schutz und wäre dadurch ziemlich gefährdet...:icon_kotz2:
Hallo rivkele,

grundsetzlich gesagt: Heiraten sollte man nur aus Liebe.

Art 6, Abs 1 lautet: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung"

Wie weit sich aber die ARGE an so etwas hält, wiß ich nicht.
 

Gaestin

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#19
Gästin antwortet

Ich habs halt gemacht, als es nötig war, weder
Ehe noch Familie haben darunter gelitten, es mußte
eben für einige Zeit sein und wir haben es gut
geschafft. Aber es gibt für jeden eine andere Lösung
und jetzt verstehe ich Rivkas Argumentation besser.
 

rivkele

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#20
grundsetzlich gesagt: Heiraten sollte man nur aus Liebe.
Darum sagte ich ja: Wir wollten es ohnehin tun. Nur hätten wir dann evtl. das Datum nach der Situation gerichtet.
Denn wenn wir heiraten, bekomme ich andererseits wieder kein BaföG mehr.
 
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