schülerbafög und alg2???

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GauBan

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Hallo liebe Member und Moderatoren,

ich habe ein problem und hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.
ich bin jetzt 23 jahre alt und bin am 1.5.06 ausgezogen. hab aber alles selber bezahlt, war da auch nicht bei der
arge gemeldet. ausgezogen bin ich damals weil wir nur 2 schlafzimmer hatten und 5 personen waren, ausserdem hatte
ich ziemlich viel ärger mit meiner mutter. ich hab damals eine teilzeitstelle und einen minijob, hatte also genug
geld zum leben. 3 oder 4 monate später habe ich aber unerwartet eine schuliche ausbildung begonnen. da ich nun
vormittags keine zeitmehr hatte musste ich den teilzeitjob kündigen und habe schüler bafög beantragt und in höhe von
192€ bewilligt bekommen. meine wohnung ist 40qm klein und kostet 270@ warm. strom und gas kommt dann noch extra
dazu. meine einnahmen sind minijob und bafög zusammen 400€ und dann halt noch das kindergeld 150€. insgesamt also
550€. ich komm mit dem geld aber nicht ganz aus, und in einem halben jahr bin ich in der 13. klasse, und da wollte
ich eigentlich nicht mehr nebenbei arbeiten, um mich halt voll auf die schule zu konzentrieren. daswegen wollte ich
alg2 beantragen.
es ist ja jetzt so das u25 nicht mehr ohne die erlaubnis der arge ausziehen dürfen. ich hatte ja aber damals nicht
mit der arge zu tun, es wäre jetzt das erste mal das ich was von der arge will. würde das den jetzt auch für mich
gelten, weil u25 die ohne die zustimmung der arge umziehen bekommen ja keine leistungen bis sie 25 sind.
zurück nach hause kann ich auch nicht mehr. meine mutter würde mich auch nicht mehr aufnehmen. das könnte ich mir
von ihr auch schriftlich geben lassen.

gäbe es sonst noch eine möglichkeit irgendwo was zu beantragen.
und wie ist es hiermit:


SGB2:
(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des
Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des
Lebensunterhalts. 2In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen
geleistet werden.
(6) Absatz 5 findet keine Anwendung auf Auszubildende,
1.
die auf Grund von § 2 Abs. 1a des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung
oder auf Grund von § 64 Abs. 1 des Dritten Buches keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben oder
2.
deren Bedarf sich nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder nach § 66 Abs. 1 Satz 1
des Dritten Buches bemisst.


§ 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes würde ja auf mich zutreffen. wäre das vielleicht eine
möglichkeit? ich hoffe hier ist jemand bei der mir weiterhelfen kann.
schon mal danke im voraus
lg GauBan
 

Arania

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Normalerweise wird kein ALG II gezahlt wenn Bafög gezahlt wird, wenn es als Darlehen gezahlt werden kann, wie es in dem Paragraphen steht musst Du einen Antrag stellen und den besonderen Härtefall begründen, wie ist es denn mit Wohngeld? Hast Du nachgerechnet ob Dir das zusteht?
 

Mario Nette

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§ 7 Abs. 5, 6 SGB II hat so seine Tücken für Schüler, Azubis und Studenten. Es muss eigentlich in jedem Fall einzeln geprüft werden, ob ein Härtefall vorliegt. Dabei sollte einer Verschlechterung der Qualifikation entgegengewirkt werden. SOLLTE! Oftmals ist es jedoch so, dass da der Paragraph auf den Tisch geknallt wird, dann festgestellt wird, dass Leistungen nach dem BAföG dem Grunde nach (oder wie es die Gerichte ausdrücken: "abstrakt") für die Ausbildung gezahlt werden können und es dann heißt, man solle sich also ans Amt für Ausbildungsförderung wenden.

Wichtig ist nicht nur, ob du mal versucht hast, Wohngeld zu bekommen, sondern auch - das geht zumindest mir nicht ganz aus deinem Beitrag hervor - wie sich deine Karriere bis jetzt gestaltet hat.

Du hast die Schule beendet - welcher Abschluss?
Hast du dann eine Ausbildung gemacht oder bist sofort ungelernt in einen Job reingerutscht?
Hast du schon eine berufliche Ausbildung?
Machst du das Abitur nach?
Wie sieht es mit Unterhaltszahlungen deiner Mutter / deines Vaters aus? Sind sie prinzipiell zahlungsfähig? Dann kommt nämlich das Gesetz und sagt, auf Unterhalt kann nicht verzichtet werden.

Mario Nette
 

GauBan

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ich war beim wohngeldamt und die dame hat mir gesagt das ich kein wohngeld bekommen würde, weil mir das schülerbafög bewilligt worden ist. daraufhin habe ich dann auch keinen antrag mehr gestellt, hab also auch keine schriftliche absage.
ich habe einen realschulabschluss mit qualifikation. danach habe ich ein paar jahre rumgejobt und war auch ein jahr in einer berufsvorbereitenden massnahme.
diese schuliche ausbildung die ich mache ist meine erste ausbildung. die ausbildung alleine würde nur 2 jahre dauern, ich mache aber zusätzlich das fachabitur mit. daswegen dauert es 3 jahre. im momentan bin ich im 2. jahr, also in der 12. klasse.
meine mutter hat nicht viel geld, wieviel genau weiss ich nicht, aber ich kann es mir nicht vorstellen das sie genug hat um für mich unterhalt zu zahlen. wo mein vater ist weiss ich nicht. er hat uns vor ein paar jahren verlassen, ohne zu sagen wohin. das weiss aber die arge schon, weil meine mutter schonmal alg2 bezogen hat. jetzt bezieht sie aber kein alg2. ich hätte damals auch alg2 beziehen können, habe es aber nicht gemacht, weil ich einen minijob hatte, und am ende von der arge nur etwa 50€ bekommen hätte, und das war mir den aufwand nicht wert.

hoffe ich habe erst mal alle fragen beantwortet

lg GauBan
 

Eka

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Sicher das er kein aufstockendes ALG2 bekommt? Uns wurde gesagt, dahingehend hätte sich etwas geändert und man kann bei Bafög noch zusätzlich ALG2 bekommen. Auch bei BAB kann man zusätzlich ALG2 bekommen oder versuchen bei der entsprechenden Behörde einen höheren Satz an BAB/Bafög zu bekommen, Mietvertrag etc. mitschicken.

Vielleicht liegt es daran welche Ausbildung es ist und in welchem Zeitrahmen die liegt....



Gruß
Eka
 

biddy

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Was ist mit dem Zuschuss zu den ungedeckten angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung bei Bafög- bzw. BAB-Bezug?

SGB 2 - § 22 Leistungen für Unterkunft und Heizung

(7) Abweichend von § 7 Abs. 5 erhalten Auszubildende, die Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld nach dem Dritten Buch oder Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten und deren Bedarf sich nach § 65 Abs. 1, § 66 Abs. 3, § 101 Abs. 3, § 105 Abs. 1 Nr. 1, 4, § 106 Abs. 1 Nr. 2 des Dritten Buches oder nach § 12 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 und 3, § 13 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes bemisst, einen Zuschuss zu ihren ungedeckten angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung (§ 22 Abs. 1 Satz 1). Satz 1 gilt nicht, wenn die Übernahme der Leistungen für Unterkunft und Heizung nach Absatz 2a ausgeschlossen ist.
Leistungen für Unterkunft und Heizung - SGB II



Wohnkostenzuschuss (Zuschuss zu den ungedeckten Kosten für Unterkunft und Heizung, § 22 Abs. 7 SGB II)

Seit 1.1.2007 können Studierende in bestimmten Fällen (siehe die Erläuterungen weiter oben) einen "Zuschuss zu den ungedeckten Kosten für Unterkunft und Heizung" (Wohnkostenzuschuss, § 22 Abs. 7 SGB II) erhalten, der über die ARGE (also die Stelle, die auch für ALG II zuständig ist) zu beantragen ist. Bitte diesen Zuschuss nicht mit Wohngeld verwechseln (dazu weiter unten)!

Grundsätzlich gilt beim Wohnkostenzuschuss, dass sowohl Einkommen als auch eigenes Vermögen sehr gering und die Mietkosten "angemessen" sein müssen. Was das im Einzelfall ist, kann immer wieder zu Streit führen.

Ausführliche und immer wieder aktualisierte Informationen zum Thema Wohnkostenzuschuss bietet die Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen.
Wohnkostenzuschuss, Wohngeld, Sozialhilfe oder ALG II für Studierende - Studienfinanzierung - Geld+BAföG - Studis Online
 

GauBan

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danke für deine recherche biddy, da gibt es aber ein problem.


SGB 2 - § 22 Leistungen für Unterkunft und Heizung

(2a) 1Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden ihnen Leistungen für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur erbracht, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. 2Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn
1.der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,
2.der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
3.ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.
3Unter den Voraussetzungen des Satzes 2 kann vom Erfordernis der Zusicherung abgesehen werden, wenn es dem Betroffenen aus wichtigem Grund nicht zumutbar war, die Zusicherung einzuholen. 4Leistungen für Unterkunft und Heizung werden Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht erbracht, wenn diese vor der Beantragung von Leistungen in eine Unterkunft in der Absicht umziehen, die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistungen herbeizuführen.



ich bin ja damals ausgezogen ohne die zustimmung der arge zu holen, weil ich mir ja alles selber finanziert habe. wie ich schon geschrieben hatte, habe ich damals gearbeitet und brauchte keine hilfe von der arge. ausgezogen bin ich am 1.5.06.
können die mir jetzt wirklich alle leistungen verweigern und sagen das ich wieder zu meiner mutter ziehen soll?
man kann doch von keinem arbeitenden jungen menschen verlangen das er bis er 25 ist bei seinen eltern leben soll, nur weil er zum beispiel wieder arbeitslos werden könnte, und dann keine leistungen bekommen würde. heutzutage kann jeder unerwartet arbeitslos werden, daswegen sollte man menschen nicht bis 25 bei ihren eltern einsperren.

naja, hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen
lg GauBan
 
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