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Schüler-BaföG, 400-€-Job und ALG II?

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lilimia

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#1
Hallo liebe Forumgemeinschaft,

ich lebe in einer WG und habe mein Abitur dieses Jahr bestanden. Im Oktober beginnt meine Ausbildung. Diese ist rein schulisch und ich erhalte keine Ausbildungsvergütung. Bisher habe ich sozialversicherungsbeitragspflichtig gearbeitet und ergänzende Leistungen gem. SGB II erhalten (um genauer zu sein, einen Wohnraumzuschuss in Höhe von 160,00 €).

Ich wohne in einer 2-Zimmer-Wochnung (WG) und habe einen 15 m² großes Zimmer zur Verfügung sowie kleines Bad und Küche. Ich zahle eine Warmmieht in Höhe von 320,00 €.

Meine neue finanzielle Situation wird ab Oktober wie folgt aussehen:

400,00 € Job
455,00 € Schüler-BaföG.

Die Ausbildung ist beitragspflichtig. Ich muss monatlich 100,00 € Schulgeld entrichten, auch wenn es eine staatliche Einrichtung ist. Ich mache eine Ausbildung zur Laborantin.

Momentan lebe ich in Wiesbaden. Die Ausbildungsstätte befindet sich in Frankfurt/Main. Ich müsste jeden Tag mit der S-Bahn nach Frankfurt fahren und genau da beginnt das Problem.

Ein RMV-Ticket für Auszubildende kostet im Jahresbeitrag 1296,00 €. Ein Monatsticket 167,00 €. Ich kann das unmöglich bezahlen. Weiß jemand ob man einen Zuschuss beantragen kann?

Ich habe bisher ergänzende Leistungen erhalten und meiner SB (die schon wieder in Urlaub ist) darüber informiert, dass ich bereits einen Antrag auf BaföG eingereicht habe und meine Arbeitsstelle halten werde können bzw. runtergestuft wurde auf 400,00 € Basis. Diese meinte dann, man müsse jetzt gucken, ob ich mit dem Geld klar komme, welches mir dann zur Verfügung steht oder ob ich dann noch ergänzende Leistungen für Wohnungszuschuss bekommen kann. Den mir vorliegenden Informationen zu Folge fällt man aber automatisch aus dem Bezug, wenn man BaföG erhält.

Da mir auch bekannt ist, dass Fahrkosten nicht bezuschusst werden, stellt sich nun die Frage, ob man die Fahrkarte irgendwie anrechnen lassen kann, wonach man das Geld für die Fahrkarte nicht zur Verfügung hat.

Jedoch befindet sich meine Arbeitsstelle in Wiesbaden, bei der ich wirklich gut verdiene. Das bedeutet, wenig Zeitaufwand, bei gutem Verdienst. Die Fahrkosten zur Arbeitsstelle werden auch nicht bezuschusst oder? Kennt sich jemand mit der Pendlerpauschale aus?

Des Weitern, kennt sich jemand mit dem Bildungsgutscheinen aus?

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht besser wäre nach Frankfurt zu ziehen. Deswegen gucke ich mir jetzt schon Wohnungen und WG´s an. Wenn ich nach Frankfurt ziehen wollen würde, was müsste ich dann beachten? Die ARGE in Wiesbaden hätte nichts dagegen, wenn ich umziehen würde (war ja klar) :D. Ich habe gelesen, dass man einen Zuschuss für Umzug und Kaution beantragen kann. Stimmt das und wenn ja, in welchem Ausmaß? Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht. Explizid mit den ARGEn in Frankfurt.

Hinzukommt, dass ich eine Haftpflichtversicherung vorlegen MUSS. Logisch, wenn man im Labor arbeiten muss. Ich war bisher in der Familienhaftpflichtversicherung meiner Mutter, allerdings bin ich vor zwei Wochen 25 Jahre alt geworden und deswegen falle ich jetzt hier raus. Ich muss jetzt eine eigene Haftpflicht abschließen, aber hab keine Ahnung von was ich die bezahlen soll. Weiß jemand, ob man einen Zuschuss beantragen kann?

Ich habe auch eine SB in einer Ausbildungsagentur, aber die ist nicht wirklich daran interessiert mir zu helfen bzw. mich zweckmäßig zu beraten. Die SB der ARGE hält mich da auch an der langen Leine. Deswegen wende ich mich an euch. Ich bin für jeden Ratschlag und jede Information sehr dankbar. Ich werde mich jetzt auch in den Informationswahn stürzen und euch informieren. Ich glaube es gibt sehr viele junge Menschen da draußen, die ähnliche Probleme und Informationslücken haben wie ich und die Behörden nicht wirklich interessiert sind, uns dabei zu helfen.

Vielen herzlichen Dank im Voraus
 

Mario Nette

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#2
Mir kommen spontan zwei Dinge in den Kopf:
1) Kindergeld
2) Unterhalt der Eltern
Wie schaut es denn damit aus?

Mario Nette
 
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