Schröder initiiert einen Aufruf und appelliert an den Stolz der SPD

humble

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Ich sitze gerade vor dem Monitor, kopfschüttelnd und kann es nicht fassen. Wie abgehoben und wirklichkeitsverleugnend ist dieser Typ. Der scheint seit 20-30 Jahren tatsächlich in einer anderen Welt zu leben.
Gerade er ist der letzte, der an den "Stolz" appellieren sollte. Eigentlich sollte er ganz aus dem Umfeld der SPD verschwinden.

Neun frühere SPD-Vorsitzende schreiben Aufruf an Parteibasis
 
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Birt1959

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Haben die nicht alle mal diese nette Agenda 2010 gewollt?

Erst begraben sie, Wirtschaftspöstchen oder einflußreichere Politämter schielend, die Werte der SPD und nun wundern sie sich, dass kein Aas den Abklatsch von den C-Parteien bzw. der FDP will.

Komisch aber auch! So ne undankbare Basis!

Wem das zuviel Ironie ist, dem kann ich nicht helfen.

Lieber Herr Brionikanzler und Konsorten,

wer den Schaden verursacht, sollte sich nicht wundern, wenn er zur Kasse gebeten wird. Mit anderen Worten: Schleicht's euch und zwar ein für alle Male.

Europa und dieses Land hat wesentlich Besseres verdient.

Ohne freundliche Grüße
Birt, die das Godesberger Programm sogar kennt.
 

humble

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Interessant auch, wer nicht mitgezeichnet hat...
 

humble

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Aber Nahles eben nicht. War es nicht Schröder, der sie zuletzt ordentlich kritisierte und jetzt für "Zusammenhalt" wirbt? Das zeigt doch, was da abgegangen sein muss, wenn Nahles sich jetzt verweigert.
 

Wholesaler

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Warum gibt man diesem Totengräber immer wieder eine Plattform und berichtet über ihn? Seine Zeit ist seit fast 14 Jahren vorbei. Gerade er ist einer der Hauptverantwortlichen für den Niedergang der sPD. Beides scheint Schröder nur bis heute nicht kapiert zu haben.
 

humble

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Die Zusammenfassung fällt leicht.

Ups, sorry, da is ein copylink verruscht. Gemeint war dieser hier.
 
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Wholesaler

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Vollkommen absurd sind auch manche Kommentare unter dem SPON-Artikel. Da behaupten einige doch tatsächlich, dass Schröder nicht für den Verfall verantwortlich ist, da er ja schließlich zwei Bundestagswahlen gewonnen und 2005 nur hauchdünn verloren hat. Seine Nachfolger, die die Wahlen krachend verloren haben, seien die wahren Schuldigen. 2005 hat es für Schröder knapp nicht gereicht, weil Hartz4 und die Agenda 2010 zu dem Zeitpunkt noch recht "frisch" waren. In den Jahren 2009, 2013 und 2017 wusste jeder, wozu diese Reform wirklich geführt hat.

Der absolute Oberbrüller kommt von jemanden, der ernsthaft meint, dass die Umfrageergebnisse steigen, falls Schröder zurückkommt. Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben? Bei einer Reaktivierung Schröders kann die sPD den Laden endgültig dichtmachen. Dann können sie froh sein, wenn sie überhaupt noch in den Bundestag einziehen.
 

lino

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Der absolute Oberbrüller kommt von jemanden, der ernsthaft meint, dass die Umfrageergebnisse steigen, falls Schröder zurückkommt. Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben? Bei einer Reaktivierung Schröders kann die sPD den Laden endgültig dichtmachen. Dann können sie froh sein, wenn sie überhaupt noch in den Bundestag einziehen.
DAS habe ich auch gedacht. :icon_lol:
Jetzt überlegen sie sich ja, ob sie den Parteitag im Dezember vorziehen sollen. Ich würde sagen ja, denn wenn die Umfragewerte weiter so fallen, gibts die sPD bis dahin gar nicht mehr.:closed_2:
 

Gollum1964

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Da behaupten einige doch tatsächlich, dass Schröder nicht für den Verfall verantwortlich ist, da er ja schließlich zwei Bundestagswahlen gewonnen und 2005 nur hauchdünn verloren hat. Seine Nachfolger, die die Wahlen krachend verloren haben, seien die wahren Schuldigen. 2005 hat es für Schröder knapp nicht gereicht, weil Hartz4 und die Agenda 2010 zu dem Zeitpunkt noch recht "frisch" waren. In den Jahren 2009, 2013 und 2017 wusste jeder, wozu diese Reform wirklich geführt hat.
genauso ist es.
Am Anfang der Reform waren tatsächlich nur die Langzeitarbeitslosen von der Agenda betroffen. Die anderen haben von den Auswirkungen noch nichts gemerkt und fanden gut, die faulen Arbeitslosen endlich zu drangsalieren. Dann hat irgendwann das Lohndumping eingesetzt und auch die ZAF (2005: 250 Tsd, 2019: >1 Mio) haben sich wie die Karniggels vermehrt. Das heißt, Hartz4 ist in der Mitte und bei den hart arbeitenden Menschen angekommen. Das nächste Problem und die ersten Vorwehen sind schon nicht mehr zu übersehen ist die nun einsetzende Altersarmut, gegen die die Politik kein probates Mittel hat. Die Folgen von 14 Jahren Hartz4 sind verheerend.

Das die sPD noch auf 11 % Umfragewerte kommt liegt an den Leuten, die schon immer die sPD gewählt haben. Aber auch die sterben irgendwann einmal weg.
 

humble

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Zum Zeitpunkt der Einführung von HartzIV war ich selbständig und bestens verdient. Die Einführung habe ich mitbekommen und auch die Sprüche von "Wer nicht arbeitet, soll nicht essen" usw. Fand ich damals schon unmenschlich, aber offen gestanden, die Folgen und Auswirkungen waren mir damals überhaupt nicht klar. Es wurde ja auch alles als beste neue Ausrichtung für Deutschland verkauft. Und genauso war es dann auch, verkauft...
 

JulieOcean

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Was die SPD bräuchte, um grade in Sachen Sozialpolitik wieder ernst genommen zu werden, wäre das klare Eingeständnis, dass die Agenda 2010 und ihr Herzstück Hartz IV grundfalsch gewesen sind.

Solange dieses Eingeständnis fehlt, ist jeder Versuch, noch was zu retten, für die Katz. Schröders Aufruf zeigt, dass er genau das nie kapieren wird.

Ich warte, dass die SPD unter die Zehnprozentmarke fällt.
 

Wholesaler

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@JulieOcean: Zu der Einsicht werden weder Schröder noch andere sPD-Politiker gelangen. Die Agenda 2010 hat schließlich dafür gesorgt, dass sich die Arbeitslosenzahl halbiert hat. Das ist der Tenor und daran gibt es auch von den anderen Parteien (außer der Linken) nix zu rütteln.

Wenn man sich das Ganze einmal mit volkswirtschaftlichem Sachverstand anschaut, wird man schnell feststellen, dass die Abnahme der Arbeitslosigkeit vorwiegend darauf zurückzuführen ist, dass die Arbeit auf eine deutlich größere Anzahl von Erwerbstätigen umverteilt wurde. Das Arbeitsvolumen ist seit in Kraft treten der Reform so gut wie nicht gestiegen. Wenn wenigstens qualitativ gute Arbeitsplätze entstanden wären und dadurch deutlich mehr Arbeitsstunden geleistet würden, könnte ich die Lobeshymnen auf die Agenda 2010 ja vielleicht nachvollziehen. So ist es nichts anderes als neoliberales Blendwerk.

Selbiges trifft auf die geschönte Arbeitslosenstatistik zu. Es gibt weiterhin viel zu viele Langzeitarbeitslose. Gerade diese Gruppe sollte sich durch die Hartz4-Reformen reduzieren, was größtenteils jedoch nicht gelungen ist.
 

humble

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Haben sie doch. "Wir lassen HartzIV hinter uns". Dann haben wieder Seeheimer und andere in der SPD dies relativiert. Das Märchen von der heilsamen Agenda 2010 ist auch längst widerlegt.
 

Birt1959

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Aber Nahles eben nicht. War es nicht Schröder, der sie zuletzt ordentlich kritisierte und jetzt für "Zusammenhalt" wirbt? Das zeigt doch, was da abgegangen sein muss, wenn Nahles sich jetzt verweigert.
Herr Schröder wird als Kanzler irgendwie in Geschichtsbüchern vermerkt bleiben, Frau Nahles wird nicht mal in Fußnoten erscheinen. (Ausnahme könnte da höchstens irgendein Buch zu den Sozialdemokraten in der ersten Hälfte der 2000er sein.)

Abgesehen davon - viele Frauen machen die Erfahrung, dass Machomänner aber nun mal gar nichts mit zielstrebigen und wenigstens zeitweise erfolgreichen Frauen anfangen können. Der Casonova der SPD ist nun mal ein solcher und insofern dürfte ihm Miss Pippi Langstrumpf der SPD nicht gerade gefallen haben. (Da sind Grabenkämpfe in der Parteizentrale vorprogrammiert.)
Vielleicht hält sich Herr Schröder aber auch für Helmut Schmidt 2.0 und von daher als bemerkenswerten elder statesman. Nur wurde der gute Helmut zum Schluss auch ein wenig wunderlich und weniger elder statesman wurde. Da war er aber ungleich älter.

Warum gibt man diesem Totengräber immer wieder eine Plattform und berichtet über ihn? Seine Zeit ist seit fast 14 Jahren vorbei. Gerade er ist einer der Hauptverantwortlichen für den Niedergang der sPD. Beides scheint Schröder nur bis heute nicht kapiert zu haben.
Ob Schröder hauptsächlich mit Schuld am Niedergang der SPD hat, weiß ich nicht. Denn in Europa ist allgemein ein Rückgang der Beliebtheit der Sozialdemokratie zu beobachten. Dass die Sozialdemokraten gerade haushoch in Dänemark die Parlamentswahl gewannen, scheint wohl daran zu liegen, dass die Chefin zu sozialdemokratischen Werten zurückkehrte und noch ein bisschen konservative Ideologie beimischte.

Vollkommen absurd sind auch manche Kommentare unter dem SPON-Artikel. Da behaupten einige doch tatsächlich, dass Schröder nicht für den Verfall verantwortlich ist, da er ja schließlich zwei Bundestagswahlen gewonnen und 2005 nur hauchdünn verloren hat. Seine Nachfolger, die die Wahlen krachend verloren haben, seien die wahren Schuldigen.
Ach was? Frau Merkel war 2005 nur knapp drüber? Na ja, Herr Schröder hat wohl das Mißtrauensvotum damals gestellt, weil er seine Beliebtheit im Parlament austesten wollte. Wollte er am Wahlabend gleich mit Frau Merkel kuscheln? Da wachte er dann unsanft auf. Guten Morgen, liebe SPD!

2005 hat es für Schröder knapp nicht gereicht, weil Hartz4 und die Agenda 2010 zu dem Zeitpunkt noch recht "frisch" waren. In den Jahren 2009, 2013 und 2017 wusste jeder, wozu diese Reform wirklich geführt hat.
Meiner bescheidenen Meinung nach war nicht nur die Agenda 2010 am SPD Desaster schuld. Schau mal ganz kurz in Wikipedia nach, wieviele Vorsitzende die seit 2005 "verbraucht" hat. Und wieviele die C-Parteien seitdem.

Zumal die SPD es nicht schaffte, ihre Erfolge in den Grokos auch als Erfolg der SPD zu verkaufen. Daneben fuhr und fährt sie einen außenpolitischen und innenpolitischen Zickzackkurs. Die meisten Menschen haben wahrscheinlich keine Lust eine Partei zu wählen, die scheinbar nur das macht, was der Koalitionspartner will. Da können sie auch gleich die anderen Koalitionsparteien wählen.

Der absolute Oberbrüller kommt von jemanden, der ernsthaft meint, dass die Umfrageergebnisse steigen, falls Schröder zurückkommt. Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben? Bei einer Reaktivierung Schröders kann die sPD den Laden endgültig dichtmachen. Dann können sie froh sein, wenn sie überhaupt noch in den Bundestag einziehen.
Selig sind die Einfältigen... Wenn das Satire sein sollte, ist es dem Autoren auch nicht gelungen. Echte Satire erkennt man/frau.

....
Es wurde ja auch alles als beste neue Ausrichtung für Deutschland verkauft. Und genauso war es dann auch, verkauft...
Bloß an wen verkaufte man es? Normaler Weise sind Käufer und Verkäufer bekannt. Es sei denn, der Käufer heißt neoliberaler Scheiß. Da jibbet dann zuville Kandidaten und zuville Namen.

Was die SPD bräuchte, um grade in Sachen Sozialpolitik wieder ernst genommen zu werden, wäre das klare Eingeständnis, dass die Agenda 2010 und ihr Herzstück Hartz IV grundfalsch gewesen sind.
Da müssen dann aber Worte auch Taten folgen. Karnevalsveranstaltungen sind eigentlich nur am Ende und am Anfang des Jahres.

Solange dieses Eingeständnis fehlt, ist jeder Versuch, noch was zu retten, für die Katz. Schröders Aufruf zeigt, dass er genau das nie kapieren wird.
Wenn's nur Herr Schröder wäre...


Ich warte, dass die SPD unter die Zehnprozentmarke fällt.
Soviel gestehst Du dem Verein noch zu? Ich vermute mal ganz stark, dass die SPD weiterhin auf dem Weg in die Ewigkeit ist. Und was muss geschehen sein, dass da jemand eintreten kann? Der Exitus

Ich bin mir ja bis heute immer noch sicher das Schröder ein Fake-CDU´ler (VIRUS) ist und der SPD nur untergejubelt wurde.....
lol
 

Wholesaler

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Ob Schröder hauptsächlich mit Schuld am Niedergang der SPD hat, weiß ich nicht. Denn in Europa ist allgemein ein Rückgang der Beliebtheit der Sozialdemokratie zu beobachten.
Die Frage, ob Schröder der Hauptschuldige für die sPD-Misere ist oder nicht muss jeder für sich selbst beantworten. Seinen "Obolus" hat er jedenfalls dazu geleistet. Mit deiner letzten Aussage hast du natürlich recht. Die Sozialdemokratie ist europaweit angeschlagen. Bei der deutschen Sozialdemokratie hat der Abwärtstrend allerdings schon viel früher eingesetzt. Seit nunmehr gut zehn Jahren (Bundestagswahl 2009) geht es kontinuierlich nach unten. Die ständige Mehrheitsbeschaffung für Merkel trug ebenfalls dazu bei.
 

Ronald BW

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Fakt ist doch das die Kernfrage der Zins und Zinseszins ist der fleißig schaufelt und alles unter sich begräbt
dagegen ist Schröder und Co harmlos, gut willige Helfer mehr aber auch nicht
 

swavolt

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Der Untergang began als Die Linke auftauchte.
Da hat es die SPD tunlichst vermieden die gleichen Punkte aufzunehmen und wurde somit zu einer Mitte-Partei.
Dasselbe passiert mit der CSU in Bezug auf die AFD.
Wenn sie deren plausiblen Punkte nicht übernimmt verlieren sie. Deutschland ist nunmal mehr rechts als links.
 
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