Schriftliche Bestätigung der genehmigten Ortsabwesenheit

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Angst vorm Staat

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Hallo !

Es gibt folgendes Problem: Die ARGE weigert sich mir eine genehmigte Ortsabwesenheit schriftlich zu bestätigen. Der SB. behauptet es wäre im Computer und somit alles geregelt und das würde ausreichen.

In der Vergangenheit habe ich bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Es wurde mir z.B. schriftlich unterstellt ich wäre nicht zu Veranstaltungen erschienen, bei denen ich allerdings sehr wohl anwesend war. Das konnte ich zwar nachweisen
( Zeugen , Unterschrift in Anwesenheitsliste ), aber wie könnte ich den Nachweis erbringen das Ortsabwesenheit beantragt und genehmigt wurde ?

Da sogar schon Widersprüche von mir spurlos verschwunden sind habe ich nur geringes vertrauen in die Behörden. Ich sehe mich in der Beziehung als völlig entrechtet und der Willkür von Behördenmitarbeitern ausgeliefert.

Alles was gegen mich verwendet werden kann erfolgt schriftlich und das was mir Rechtssicherheit gibt wird mir in schriftlicher Form verweigert! Unerträglich! :icon_neutral:
 


Arania

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Ich kenne auch keine schriftliche Genehmigung, das wurde vermerkt ( in meinem Beisein) und gut war's, ob man da etwas schriftliches verlangen kann?
 
E

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Lass sofort Deine Telefonnummer aus der Akte der Arge löschen und geh nie mehr ohne Beistand dahin. Beistand kann jeder sein, er/sie fungiert dann als Zeuge. Nenn es aber in der Arge lieber Beistand, dann können sie ihm/ihr den Zutritt nicht verweigern.
Beantrage alles selbst generell nur schriftlich, per Übergabe-Einschreiben oder per persönlicher Abgabe mit Stempel und Unterschrift auf einer Kopie.

Und nun erzähle mal mehr über den akuten Fall: für welchen Zeitraum sollte er gelten, ist es dringend, reicht die Zeit um noch alles schriftlich zu beantragen, wie hattest Du es denn ursprünglich beantragt?

Viele Grüße,
angel
 
E

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Gast
Für meine Ortsabwesenheit Anfang Oktober musste ich zum ersten Mal ein Formular unterschreiben, von dem ich dann als Bestätigung eine Kopie bekam. Natürlich war gleich auch der Meldetermin - ein Tag nach Ortabwesenheit - eingetragen.

Die letzten beiden Jahre erhielt ich auch nichts schriftliches, hatte die Ortsabwesenheit allerdings auch nur mündlich beantragt.
 

Arania

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Lass sofort Deine Telefonnummer aus der Akte der Arge löschen und geh nie mehr ohne Beistand dahin. Beistand kann jeder sein, er/sie fungiert dann als Zeuge. Nenn es aber in der Arge lieber Beistand, dann können sie ihm/ihr den Zutritt nicht verweigern.
Beantrage alles selbst generell nur schriftlich, per Übergabe-Einschreiben oder per persönlicher Abgabe mit Stempel und Unterschrift auf einer Kopie.

Und nun erzähle mal mehr über den akuten Fall: für welchen Zeitraum sollte er gelten, ist es dringend, reicht die Zeit um noch alles schriftlich zu beantragen, wie hattest Du es denn ursprünglich beantragt?

Viele Grüße,
angel
Die Ortsabwesenheit wurde genehmigt, also keine Panik
 
E

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Gast
Die Ortsabwesenheit wurde genehmigt, also keine Panik
Das wurde ihm gesagt.
Schriftlich hat er es nicht. Und was mündliche Zusagen der Arge wert sind, wissen wir doch alle.
Ich war mal in so einem Fall als Beistand dabei. Der Antrag wurde, wie vom Fragesteller beschrieben, in den Computer aufgenommen. Aber wir gingen nicht. Unsichere Blicke der SB, was wollen Sie denn noch? Wollen Sie es schriftlich?
Ein Klick, einige Sekunden, und schon hatten wir das schriftlich.
Warum sollte ein Argemitarbeiter das nicht können? Ich gehe immer vom Schlechtesten für den Antragsteller aus, Erfahrung macht klug.

Viele Grüße,
angel
 

Angst vorm Staat

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Lass sofort Deine Telefonnummer aus der Akte der Arge löschen und geh nie mehr ohne Beistand dahin. Beistand kann jeder sein, er/sie fungiert dann als Zeuge. Nenn es aber in der Arge lieber Beistand, dann können sie ihm/ihr den Zutritt nicht verweigern.
Beantrage alles selbst generell nur schriftlich, per Übergabe-Einschreiben oder per persönlicher Abgabe mit Stempel und Unterschrift auf einer Kopie.

Und nun erzähle mal mehr über den akuten Fall: für welchen Zeitraum sollte er gelten, ist es dringend, reicht die Zeit um noch alles schriftlich zu beantragen, wie hattest Du es denn ursprünglich beantragt?

Viele Grüße,
angel

Also ich bin hier nicht der Experte, ich hatte mal gelesen das man Ortsabwesenheit nur kurzfristig beantragen kann.

Aufgrund dieser Info bin ich 2 Wochen vor meiner geplanten Abwesenheit zur Arge und hab denen gesagt das ich weg wolle und ob das ginge.

Soweit auch kein Problem, nur halt keine schriftliche Bestätigung !

Jedenfalls, wenn es hart auf hart kommt stehe ich doof da, denn ich habe keinen Nachweis !

Ich sehe es auch nicht als das Problem den Leuten ein vorgefertigtes Bestätigungsschreiben auszudrucken - Stempel drauf und fertig !

Ist das ein Problem ?

Bei meiner letzten Antragsabgabe hatte ich gefragt ob es für Ortsabwesenheitsbeantragung ein Formular gibt, Antwort: Nein, gibt es nicht.

Ich weiß nich was diese neuen Sitten hier sollen, mündliche zusagen und anschließend schriftlich bestätigte Obdachlosigkeit, oder wie ?
 
E

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Gast
Also ich bin hier nicht der Experte, ich hatte mal gelesen das man Ortsabwesenheit nur kurzfristig beantragen kann.

Aufgrund dieser Info bin ich 2 Wochen vor meiner geplanten Abwesenheit zur Arge und hab denen gesagt das ich weg wolle und ob das ginge.

Soweit auch kein Problem, nur halt keine schriftliche Bestätigung !

Jedenfalls, wenn es hart auf hart kommt stehe ich doof da, denn ich habe keinen Nachweis !

Ich sehe es auch nicht als das Problem den Leuten ein vorgefertigtes Bestätigungsschreiben auszudrucken - Stempel drauf und fertig !

Ist das ein Problem ?

Bei meiner letzten Antragsabgabe hatte ich gefragt ob es für Ortsabwesenheitsbeantragung ein Formular gibt, Antwort: Nein, gibt es nicht.

Ich weiß nich was diese neuen Sitten hier sollen, mündliche zusagen und anschließend schriftlich bestätigte Obdachlosigkeit, oder wie ?
Alles richtig.
Mir fällt für den akuten Fall nur noch eines ein: geh noch mal hin, mit Beistand (notfalls im Forum danach suchen) und verlange eine schriftliche Bestätigung. Wird sie Dir verweigert, hast Du wenigstens einen Zeugen für die Behauptung, die Ortsabwesenheit wäre genehmigt.

Viele Grüße,
angel
 

Angst vorm Staat

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Alternative: Nachbarn, Freunde und Verwandte die in den Kasten schauen. Dem ganzen staatlich verordneten Wahnsinn so weit wie möglich aus dem Weg gehen.

Man wird quasi gezwungen sich zu illegalisieren, oder kriminell zu werden, oder wie immer man es nennt wenn man den Ort seines Aufenthalts wechselt. :icon_neutral:




Letztendlich kann sich der Staat diesen ganzen exkrement auch sparen, denn 100% Kontrolle werden sie nie schaffen !
 
E

ExitUser

Gast
Alternative: Nachbarn, Freunde und Verwandte die in den Kasten schauen. Dem ganzen staatlich verordneten Wahnsinn so weit wie möglich aus dem Weg gehen.

Man wird quasi gezwungen sich zu illegalisieren, oder kriminell zu werden, oder wie immer man es nennt wenn man den Ort seines Aufenthalts wechselt. :icon_neutral:




Letztendlich kann sich der Staat diesen ganzen exkrement auch sparen, denn 100% Kontrolle werden sie nie schaffen !
Das kann aber ins Auge gehen, HE sind verpflichtet, werktäglich persönlich nach Post zu schauen.
 

Arwen

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Alternative: Nachbarn, Freunde und Verwandte die in den Kasten schauen.
Ja!!!!!!

Mir wurde persönlich (allerdings mit Beistand :biggrin:) mitgeteilt, dass ich mich, auch wenn von Freitag bis Sonntag abends abwesend ("Rest"familie 80 km entfernt) am Freitag abmelden müsste... ... ...

Ich bitte Euch!!!!!!!


Gruß von Arwen
 

ethos07

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Ich würde ungefähr folgendes Schreiben aufsetzen, dieses beim Empfangstresen abgeben und mir auf einer Kopie davon dort die Abgabe sofort bestätigen lassen:

"An das JobCenter XY
....


Meine OAW von ... bis....

Sehr geehrte Damen und Herren

Am .... wurde mir von meinem FM XXxx OAW von.... bis ... mündlich genehmigt.
Trotz meiner mehrfacher Bitte, hat sich mein FM jedoch geweigert, mir eine schriftliche Bestätigung dieser Genehmigung auszuhändigen.

Da bereits mehrfach mündlich von meiner Seite gemachte Eingaben hinterher bei Ihnen nicht mehr auffindbar waren und dies zu meinem Nachteil ausgelegt wurde, sichere ich mich nun in o.g.Angelegenheit wie folgt ab:

Sollte die am ... von FM XXxx mündlich ausgesprochene Genehmigung wider Erwarten nicht zutreffen, fordere ich Sie hiermit rechtsverbindlich auf, mir dies bis allerspätestens 5 Tage vor meiner geplanten Abreisedatum schriftlich mitzuteilen.
Es gilt das Datum des Stempels der Deutschen Bundespost - bitte unbedingt darauf achten, dass Ihr Absendedatum gut leserlich aussen, auf dem Umschlag sichtbar ist.

Wenn ich von Ihnen keine Post mehr erhalte, gehe ich von einer rechtmässigen OAW meiner Person zwischen ... und .... aus.

Mit freundlichen Grüßen,

.........


PS. Bitte beachten Sie: Sollten Sie mir erst nach dem ... mitteilen, dass ich nun doch nicht wegfahren kann, müßte ich Sie für den mir enstandenen Schaden - notfalls gerichtlich - haftbar machen."

Gruß!
ethos07
 

Angst vorm Staat

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Ich würde ungefähr folgendes Schreiben aufsetzen, dieses beim Empfangstresen abgeben und mir auf einer Kopie davon dort die Abgabe sofort bestätigen lassen:

"An das JobCenter XY
....


Meine OAW von ... bis....

Sehr geehrte Damen und Herren

Am .... wurde mir von meinem FM XXxx OAW von.... bis ... mündlich genehmigt.
Trotz meiner mehrfacher Bitte, hat sich mein FM jedoch geweigert, mir eine schriftliche Bestätigung dieser Genehmigung auszuhändigen.

Da bereits mehrfach mündlich von meiner Seite gemachte Eingaben hinterher bei Ihnen nicht mehr auffindbar waren und dies zu meinem Nachteil ausgelegt wurde, sichere ich mich nun in o.g.Angelegenheit wie folgt ab:

Sollte die am ... von FM XXxx mündlich ausgesprochene Genehmigung wider Erwarten nicht zutreffen, fordere ich Sie hiermit rechtsverbindlich auf, mir dies bis allerspätestens 5 Tage vor meiner geplanten Abreisedatum schriftlich mitzuteilen.
Es gilt das Datum des Stempels der Deutschen Bundespost - bitte unbedingt darauf achten, dass Ihr Absendedatum gut leserlich aussen, auf dem Umschlag sichtbar ist.

Wenn ich von Ihnen keine Post mehr erhalte, gehe ich von einer rechtmässigen OAW meiner Person zwischen ... und .... aus.

Mit freundlichen Grüßen,

.........


PS. Bitte beachten Sie: Sollten Sie mir erst nach dem ... mitteilen, dass ich nun doch nicht wegfahren kann, müßte ich Sie für den mir enstandenen Schaden - notfalls gerichtlich - haftbar machen."

Gruß!
ethos07

Ich sehe ein grundlegendes Problem bei der ganzen Sache, egal wie man es formuliert und mit welcher Intensität man fordert, droht, bettelt, jammert oder wehklagt:

Wir haben kein RECHT darauf !
 

Madmax

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Nach meiner schriftlichen Beantragung für eine Ortsabwesenheit hatte ich
einen Termin bez. Bewerberangebot und dort sollte auch die Ortsabwesenheit bearbeitet werden. Ich war da, kurzes Gespräch und dann bekam ich eine Kopie der unterschriebenen Genehmigung, war ganz
problemlos.
 

alraune

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Angst vorm Staat

Hallo,

jetzt verstehe ich auch meine neue Eingliederungsvereinbarung, die ich vor einigen Tagen unterschrieben habe (natürlich mit der hier empfohlenen Schadenersatzerklärung, vielen Dank für den Tipp!). Da heißt es:

"Bei einer unangemeldeten oder unerlaubten Ortsabwesenheit entfällt mit dem ersten Tag der Ortsabwesenheit Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld II, auch bei nachträglichem Bekanntwerden. Wird ein genehmigter auswärtiger Aufenthalt unerlaubt vberlängert, besteht ab dem ersten Tag der unerlaubten Ortsabwesenheit kein Anspruch auf Leistungen mehr."

Da wissen wir doch, worauf wir uns einstellen können...
 

Angst vorm Staat

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Hallo,

jetzt verstehe ich auch meine neue Eingliederungsvereinbarung, die ich vor einigen Tagen unterschrieben habe (natürlich mit der hier empfohlenen Schadenersatzerklärung, vielen Dank für den Tipp!). Da heißt es:

"Bei einer unangemeldeten oder unerlaubten Ortsabwesenheit entfällt mit dem ersten Tag der Ortsabwesenheit Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld II, auch bei nachträglichem Bekanntwerden. Wird ein genehmigter auswärtiger Aufenthalt unerlaubt vberlängert, besteht ab dem ersten Tag der unerlaubten Ortsabwesenheit kein Anspruch auf Leistungen mehr."

Da wissen wir doch, worauf wir uns einstellen können...
Tja, so ist das, die legen einen sowas vor die Nase und man sitzt da wie ein begossener Pudel und unterschreibt alles.

Weil man, wenn man nicht unerschreibt, wahrscheinlich auch seine Exsistenzgrundlage verliert.

An uns können die sich austoben, schlimmer als an Krimminelle die im Gefängnis sitzen.
 

Heiko1961

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Heiko1961 meinte:
Ortsabwesenheit ist dehnbarer Begriff. Was meinst du damit? Eine andere Stadt, Bundesland oder Land?
In einigen Fällen hilft ein guter Nachbar der deine Post leert und dir telefonisch Bescheid gibt, wenn was wichtiges von der Arge dabei ist oder du kannst an deinem Telefon eine Rufweiterschaltung einstellen. Dann erspart sich der Antrag. Aber telefonisch musst du eh nicht erreichbar sein.
Bitte diesen Tipp nicht beachten. Den Rat hat mir nur mein ehem. SB gegeben. Aber jede Arge handhabt es anders. Meine jetzige SB würde sich auch genervt fühlen, wenn ich wegen jeden Pubs einen Antrag stellen würde. Die Hauptsache ist, ich bin erreichbar.
 

alraune

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Ortsabwesenheit

Meine neue Eingliederungsvereinbarung gefällt mir schon besser als die vorherige, die ich unterschrieben habe. Trotzdem wurde mein eigener Entwurf (den ich aus den Vorlagen hier im Forum übernommen hatte) sofort abgeschmettert. In meiner neuen EGV steht also:

"Bitte beachten Sie, dass für einen Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches des Hilfebedürftigen vorab immer die Zustimmung Ihres persönlichen Ansprechpartners benötigt wird.
Halten Sie sich innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches auf, muss sichergestellt sein, dass Sie persönlich an jedem Werktag an Ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von Ihnen benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichbar sind. Diese müssen Sie Ihrem persönlichen Ansprechpartner mitteilen. Bei einer unangemeldeten oder unerlaubten Ortsabwesenheit entfällt mit dem ersten Tag der Ortsabwesenheit Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld II, auch bei nachträglichem Bekanntwerden. Wird ein genehmigter auswärtiger Aufenthalt unerlaubt verlängert, besteht ab dem ersten Tag der unerlaubten Ortsabwesenheit kein Anspruch auf Leistungen mehr.
Nähere Informationen finden Sie in dem Merkblatt "Arbeitslosengeld II / Sozialgeld".

Das heißt für mich, habe ich bei meiner genehmigten Urlaubsfahrt auf der Rückfahrt eine Reifenpanne, der Bus/Zug/Flieger hat eine längere Verspätung, kann mir sofort die Leistung versagt werden...

Urlaub ist im Moment kein Thema für mich, ich weiß aber wirklich nicht, ob diese Vereinbarung so in Ordnung ist.
 

Arania

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Das heißt für mich, habe ich bei meiner genehmigten Urlaubsfahrt auf der Rückfahrt eine Reifenpanne, der Bus/Zug/Flieger hat eine längere Verspätung, kann mir sofort die Leistung versagt werden..
Das heisst: immer einen Tag eher zurückfahren als geplant
 

gummibaer74

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Darauf hat man Anrecht! Nur alles schriftlich... Dafür gibt es ein Formular

Ich kenne auch keine schriftliche Genehmigung, das wurde vermerkt ( in meinem Beisein) und gut war's, ob man da etwas schriftliches verlangen kann?
Also! Als erstes sollte geregelt werden, welches SGB hierfür verantwortlich ist:

(1) Nach § 7 Abs. 4a 1. Hs führt ein Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs zum vollständigen Wegfall des Leistungsanspruchs, wenn nicht die Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners eingeholt wurde.

(2) Der zeit- und ortsnahe Bereich ist in § 2 S. 2 EAO definiert. Dazu gehören alle Orte in der Umgebung des Trägers der Grundsicherung für Arbeitsuchende, von denen aus der erwerbsfähige Hilfebedürftige erforderlichenfalls in der Lage wäre, den Leistungsträger täglich und ohne unzumutbaren Aufwand zu erreichen.

Daher muss sichergestellt sein, dass der erwerbsfähige Hilfebedürftige persönlich an jedem Werktag an seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihm benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost von den Trägern der Grundsicherung für Arbeitsuchende erreicht werden kann. Dies gilt gleichermaßen auch für alle Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft, da § 7 Abs. 4a neu auf alle Leistungsempfänger des SGB II wirkt.
Dass heißt insofern: Das man bis zu 100% Leistungskürzung zu erwarten hat, wenn man die Ortsabwesenheit nicht meldet oder angibt.

Auszug aus einer ARGE:

Einen „Urlaubsanspruch“ im eigentlichen Sinne, wie er einem Arbeitnehmer während seines Beschäftigungsverhältnisses zusteht, hat man nicht, denn das Recht der Arbeitslosenversicherung kennt den Begriff „Urlaub“ nicht.

Von der Voraussetzung der täglichen Erreichbarkeit unter der dem Arbeitsamt bekannten Wohnanschrift kann das Arbeitsamt aber bis zu insgesamt drei Wochen im Kalenderjahr, die nicht zusammenhängen müssen, unabhängig vom Zweck, entbinden.

Sie können sich dann, unter Fortzahlung der Leistungen, außerhalb des ortsnahen Bereiches aufhalten.

Was ist zu beachten?

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe bleibt für die Dauer der Ortsabwesenheit nur bestehen, wenn das Arbeitsamt vorher zugestimmt hat.

Die Ortsabwesenheit muss deshalb zuvor beantragt werden. Der Antrag kann nicht langfristig gestellt werden, da für das Arbeitsamt vorhersehbar sein muss, welche Vermittlungsaussichten für die Zeit der geplanten Ortsabwesenheit bestehen.

Die Zustimmung zu einer Ortsabwesenheit sollten Sie deshalb möglichst innerhalb einer Woche vor dem geplanten auswärtigen Aufenthalt (schriftlich) beantragen.

Das Arbeitsamt hält hierfür einen Vordruck bereit. Sie werden sofort informiert, ob Ihrem Antrag entsprochen werden kann.

Wann stimmt das Arbeitsamt der Ortsabwesenheit nicht zu?

Das Arbeitsamt darf einer Ortsabwesenheit in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit nur in begründeten Ausnahmefällen zustimmen.

Die Zustimmung zu einer Ortsabwesenheit ist stets ausgeschlossen, wenn diese die berufliche Eingliederung beeinträchtigen würde (z. B. wenn wegen der Ortsabwesenheit Vorstellungsgespräche bei Arbeitgebern oder die Teilnahme an beruflichen Bildungsmaßnahmen verhindert bzw. verzögert würden).

Ist eine länger als drei Wochen andauernde Ortsabwesenheit möglich?

Das Arbeitsamt kann einer zusammenhängenden Ortsabwesenheit für die Dauer von längstens sechs Wochen innerhalb eines Kalenderjahres, unabhängig vom Zweck, zustimmen.

Beabsichtigen Sie eine mehr als sechswöchige Ortsabwesenheit, besteht für die gesamte Zeit der Ortsabwesenheit kein Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe.

Darüber hinaus besteht auch für (weitere) drei Wochen, in denen Sie eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe. Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe kann aber nur bis zum Ablauf der dritten Woche, im Zusammenhang mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit für weitere drei Wochen, längstens bis zum Ablauf der sechsten Woche der Ortsabwesenheit, gezahlt werden.

Gibt es Sonderregelungen?

Haben Sie das 58. Lebensjahr bereits vollendet, können Sie sich bis zu 17 Wochen im Kalenderjahr außerhalb des ortsnahen Bereichs aufhalten. Dies setzt allerdings voraus, dass Sie Leistungen unter den erleichterten Voraussetzungen des § 428 SGB III beziehen, also eine entsprechende Erklärung gegenüber dem Arbeitsamt abgegeben haben.

In dieser Zeit können Sie sich auch ehrenamtlich betätigen.

Im weiteren ist noch folgendes zu beachten: Link

* * * * * * *
Die „Erreichbarkeits-Anordnung" im SGB III, also für Bezieherinnen von Arbeitslosengeld I, gab es schon länger. Jetzt ist dies auch im SGB II klargestellt.

Postalische Erreichbarkeit:

Es gilt zwecks postalischer Erreichbarkeit:

Jeder Arbeitslose muss persönlich werktags per Post erreichbar sein. Das heißt: Der Erwerbslose muss sicherstellen, dass das JobCenter „ihn persönlich an jedem Werktag an seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihm benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichen kann. Diese Voraussetzung ist auch erfüllt, wenn (…) die an einem Samstag oder an einem Tag vor einem gesetzlichen Feiertag eingehende Post erst am folgenden Sonn- bzw. Feiertag zur Kenntnis“ genommen werden kann (§ 1 der Erreichbarkeitsanordnung).

Wer in dieser Weise nicht erreichbar ist, weil er zeit- und ortsnah für einen oder mehrere Tage z.B. bei einer Freundin wohnt, muss dies dem JobCenter rechtzeitig mitteilen, damit die Erreichbarkeit per Post hergestellt werden kann.

Für einen werktäglichen Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs ist die Genehmigung des persönlichen Ansprechpartners (oder Fallmanagers) notwendig. Andernfalls drohen Sanktionen im Leistungsbezug bis zum völligen Verlust der Alg-II-Leistungen.

Gleichzeitig ist nun das Recht auf Urlaub (Ortsabwesenheit) geregelt:

Dies sind 3 Wochen pro Jahr, nach vorheriger Genehmigung durch das JobCenter.

Wie schon vorher beschrieben: Es muss bei der ARGE hierfür ein Formular ausliegen. Dieses einfach ausfüllen und in Kopie abstempeln lassen und das Original dann vorort abgeben (unter Zeugen).

Wenn die ARGE mal wieder (angeblich), von solch einem Formular nichts weiss, dann formlos einen Antrag schreiben und diesen in Original und unter Zeugen abgeben -> Das dazugehörige Duplikat abstempeln und zur Sicherheit unterschreiben lassen.

Da manche ARGEN loyal handeln, kann es immer wieder mal passieren, dass hier positive Bilanzen von Usern erscheinen, die es tatsächlich auch mündlich geschafft haben ohne Sanktionen den Antrag durch zu bekommen. Verlasse Dich aber nicht zu sehr darauf! Nicht alle SB´s der ARGE handeln gleich!!!!

Good Luck
 
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