Schreiben von der ARGE

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Katzenmama47

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Bekam heute ein Schreiben von der ARGE Bochum Mitte mit einem Termin für den Freitag, 20.10.06 in der Zeit von 9.00 - 12.30 Uhr

Eine Rechtfolgebelehrung auf der Rückseite war nicht dabei und auch kein Ansprechpartner. Liest sich wie ein Rundschreiben an alle, zu mal ich nicht zur ARGE Bochum Mitte gehöre.

Meine Frage dazu: Muß ich unbedingt dieser Einladung folge leisten?
 

kalle

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Frag einfach mal bei Deinem SB nach, ob er Dir diesen netten, wertlosen Werbebrief geschickt hat. Manchmal arbeiten die Argen ja zusammen.
Da dieses ohne Rechtsfolgebelehrung gekommen ist......
Aber was ich so bisher über die Arge Bochum gelesen habe....... frag lieber nach oder gehe hin. Sicher is dat.

Ansonsten denke ich mal das diese Einladung wohl 1000 andere auch bekommen haben. Das wird wohl onneMesse der Zeitarbeitsfirmen werden.

Aber wie gesagt, Bochum...... da wissen andere vielleicht mehr.
 

mercator

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Das sieht mir nach einem Vermittlungsversuch in die Leiharbeit für einen Hungerlohn aus. Leiharbeitsfirmen haben Kooperationsverträge mit Arbeitslosenämtern und evtl. auch mit ARGEn . Diese "Firmen" veranstalten öfter sog. "Zeitarbeitsbörsen", um Bewerber zu ködern und in ihre Datenbanken aufzunehmen und bei Bedarf auch einzustellen. Der Brief liest sich tatsächlich wie ein Serienbrief und nicht wie eine Zwangsmaßnahme, zumal auch die Rechtsfolgebelehrung fehlt und es sich vermutlich nicht um eine von der ARGE geförderte oder initiierte Maßnahme handelt.

Generell stehe ich persönlich Leiharbeit sehr skeptisch gegenüber. Die zahlen absolut mies, man hat oft keinen sicheren und langfristigen Arbeitsplatz. Bei denen herrscht eine Art Tagelöhnermentalität. Wenn gerade kein Anschlußauftrag vorhanden ist, ist man schnell wieder arbeitslos. Kommt dann wieder was rein, bimmelt das Telefon und man darf wieder antreten, wenn man sich vorher im Betrieb nicht zu dumm angestellt hat. Das Ganze wird dann "garniert" mit Gehältern um die 850€ bis 1000€ Netto, je nach Qualifikation. Oft zahlen die nichtmal mehr die Fahrtkosten, und wenn doch, dann liegt der Satz unterhalb dessen, was für tägliche Pendelfahrten an Sprit und sonstigen Kosten zu veranschlagen ist. Ich kenne Leiharbeiter, die liegen nach Abzug aller Einsatzbedingten Kosten gerade 50€ über ALG2. Weiterhin muß man aufpassen, dass man von denen nicht über den Tisch gezogen wird. Und lass Dir nicht erzählen, 30% aller LAN werden in feste Anstellungen übernommen. Das ist eine Lüge. Tatsächlich sind es etwa 3-5%, die anschliessend fest angestellt werden. Es ist schon traurig, denn tatsächlich besteht zur Zeit in einigen Branchen ein gewisser Bedarf an Arbeitskräften (ich bin selbst seit einigen Wochen zum Glück wieder in Arbeit). Aber statt die Leute fest einzustellen, werden sie oft, Clement sei's gedankt, in prekäre Arbeitsverhältnisse abgeschoben.

Aber das war ja nicht das Thema ... Ich würde an Deiner Stelle dort erscheinen, schon um etwas guten Willen zu zeigen und um Ärger zu vermeiden. Ob Zeitarbeit was für Dich ist, mußt Du letztlich selbst entscheiden. Wahrscheinlich werden die ZAF dort mit massig Bewerberbögen aufkreuzen und die anwesenden Arbeitslosen werden sie ausfüllen. Hast Du eine gefragte Qualifikation, werden sie dich ohne Ende zulabern und Dir das Paradies auf Erden versprechen.
 
A

Arco

Gast
... wie Kalle schon angedeutet hat, :kinn: :kinn: das ist so ein Rundschreiben wie im Frühjahr diese für die "Ackerarbeit" - selbstverständlich alle freiwillig :pfeiff:

Normalerweise in dieser Form ist dies keine Einladung die sanktionsfähig seien dürfte - die wollen wohl auch damit abchecken wer kommt und wer nicht kommt ......

Aber wenn Du in den angegebenen Berufsfeldern fällst, würde ich mir das auch mal ansehen - nur aufpassen was die nachher evtl. für Fragebögen etc. ausgefüllt haben wollen .....

Nur meine Meinung ....
 

RobertKS

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Hallo zusammen,

das ist nichts anderes als eine Einladung zu einer "Zeitarbeitsbörse", wobei das kommen freiwillig ist, doch Achtung: Man sollte hingehen, denn ein fernbleiben kann einem zum Nachteil ausgelegt werden.

@Arco: Sowas hatten wir doch in Kassel auch schon, im HBF (Kulturbahnhof), wo man eingeladen wurde.Nur viel gebracht hats nicht gerade.

Gruß Robert ;)
 
E

ExitUser

Gast
mercator meinte:
Das sieht mir nach einem Vermittlungsversuch in die Leiharbeit für einen Hungerlohn aus. Leiharbeitsfirmen haben Kooperationsverträge mit Arbeitslosenämtern und evtl. auch mit ARGEn . Diese "Firmen" veranstalten öfter sog. "Zeitarbeitsbörsen", um Bewerber zu ködern und in ihre Datenbanken aufzunehmen und bei Bedarf auch einzustellen. Der Brief liest sich tatsächlich wie ein Serienbrief und nicht wie eine Zwangsmaßnahme, zumal auch die Rechtsfolgebelehrung fehlt und es sich vermutlich nicht um eine von der ARGE geförderte oder initiierte Maßnahme handelt.

Generell stehe ich persönlich Leiharbeit sehr skeptisch gegenüber. Die zahlen absolut mies, man hat oft keinen sicheren und langfristigen Arbeitsplatz. Bei denen herrscht eine Art Tagelöhnermentalität. Wenn gerade kein Anschlußauftrag vorhanden ist, ist man schnell wieder arbeitslos. Kommt dann wieder was rein, bimmelt das Telefon und man darf wieder antreten, wenn man sich vorher im Betrieb nicht zu dumm angestellt hat. Das Ganze wird dann "garniert" mit Gehältern um die 850€ bis 1000€ Netto, je nach Qualifikation. Oft zahlen die nichtmal mehr die Fahrtkosten, und wenn doch, dann liegt der Satz unterhalb dessen, was für tägliche Pendelfahrten an Sprit und sonstigen Kosten zu veranschlagen ist. Ich kenne Leiharbeiter, die liegen nach Abzug aller Einsatzbedingten Kosten gerade 50€ über ALG2. Weiterhin muß man aufpassen, dass man von denen nicht über den Tisch gezogen wird. Und lass Dir nicht erzählen, 30% aller LAN werden in feste Anstellungen übernommen. Das ist eine Lüge. Tatsächlich sind es etwa 3-5%, die anschliessend fest angestellt werden. Es ist schon traurig, denn tatsächlich besteht zur Zeit in einigen Branchen ein gewisser Bedarf an Arbeitskräften (ich bin selbst seit einigen Wochen zum Glück wieder in Arbeit). Aber statt die Leute fest einzustellen, werden sie oft, Clement sei's gedankt, in prekäre Arbeitsverhältnisse abgeschoben.

Aber das war ja nicht das Thema ... Ich würde an Deiner Stelle dort erscheinen, schon um etwas guten Willen zu zeigen und um Ärger zu vermeiden. Ob Zeitarbeit was für Dich ist, mußt Du letztlich selbst entscheiden. Wahrscheinlich werden die ZAF dort mit massig Bewerberbögen aufkreuzen und die anwesenden Arbeitslosen werden sie ausfüllen. Hast Du eine gefragte Qualifikation, werden sie dich ohne Ende zulabern und Dir das Paradies auf Erden versprechen.
Dein Beitrag beschreibt die Leiharbeit sehr gut...

wichtig ist den Vertrag sehr genau zu lesen... sich bei Unterschrift nie darauf zu verlasssen, das drin steht, was besprochen wurde.

Probleme mit diese Firmen gibt es z.B. oft, wenn es um Inhalte von Telefongespräche geht...

und bei Zeitarbeit gibts ja viele Telefonate, weil man sich ständig melden muß, um Einsatzfragen zu klären.

Gruß aus Ludwigsburg
 

thinking_bad

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Sklavenzeit_Zeitarbeit

Vorrweg möchte ich euch einige Presse-Artikel aus dem Jahre 2000 vorstellen. Ich weiß leider (noch) nicht wie ich aufgrund meiner z.Zt. eher beschränkten technischen Möglichkeiten die Artikel und eine Film Reportage ins Netz stellen kann. vielleicht gibt mir hier jemand nützliche Hinweise ?

Anhand der Storry sieht man aber: Geändert hat sich bei den Zeitversklavern bis heute nichts!!

Im Gegenteil die Methoden werden immer regider.

Die ARGEN schöpfen ihr Potential zur Vermittlung in ZA-Firmen oftmals über EGV`s aus.

Da werden auch mal ALG I - Empfänger zu BG's zusammengestellt bzw. an die ARGEN abgetickt um die Leute via aufgezwungenen EGV's in die ZA- und Tief-Lohn-Branchen wie "Sicherheitsdienste" reinzudrücken.

Ne' ziemlich verschobene Nummer, natürlich in allem rechtswidrig -> aber gängige Praxis ( vielleicht nur hier in Hamburg??)

Da ich in der Zeitarbeitsbranche schon mal tätig war und gesehen habe, wie sich diverse Tief-Lohn-Branchen mit den Behörden verzahnt haben und mit welchen Tricks gearbeitet wird, möchte ich unter dem Arbeitstitel " Sklavenzeit_Zeitarbeit" von Zeit zu Zeit einige Ideen bzw. Konzepte anregen bzw. vorstellen..wie man sich ggf. selbst helfen kann.

Ich möchte aber nicht unbedingt dazu anregen, sich mit allem und jedem/er Behörde und/oder Gerichten anzulegen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich was Streitigkeiten, Behördenstress etc. pp. - vor allem wenn es einen sowieso schon "beschissen" geht, so mit sich bringt. Im Schlimmsten Fall wird man irgendwann mal "crazy" ist ausgepowert, sozial ausgegrenzt und die nackte Existzenz ist trotzdem für lange Zeit im NoNo, weil es bis zu einem wirklichen SIEG über die schwachsinnige Bürokratie "a long way to tiparaery" ist.

Nicht gerade förderlich für das eigene Gemüt.

Deshalb ist es vielleicht besser seine Energie darauf zu verwenden - was einen persönlich weiter bringt.

Wissen allein - wie man sich erfolgreich mit dieser ausgemachten "Existenzvernichter- und Bürokratiedikatur" anlegt - hat noch keinen so richtig satt gemacht.

Wir können unser Leben leider nicht wiederholen.

Deshalb müssen :icon_idee: IDEEN her, die vom Ansatz her erstmal darauf abzielen - was einen wirklich weiter bringt - ohne viel negative Energie von den oftmals völlig verblödeten "Behörden-Krautz" aufzunehmen.

Geschickte Anträge, Widersprüche, Beschwerden -> kein Problem - bin ich voll dafür :biggrin: - wenns denen im (Schlaf-AMT - STRESS ohne Ende bereitet - warum nicht! ( Jeden Tag ne gute Tat :icon_party: - und auf die gewievte Tour - seine Rechte und seine Almosenansprüche erhöhen oder ausweiten - hier und in anderen Foren gibt es viele gute Hinweise und Links - und man ist gewappnet.)


Aber nur um sich "Zeit" für echte Arbeit zu verschaffen und um vielleicht selbst wieder auf die Füße zu kommen :icon_idee:

Nun aber mal zu meinem Thema zürück:

Hier ist ein Beitrag: wie es einem gehen kann, wenn mann/frau an einen echten "Seelenverkäufer in der Zeitarbeitsbranche" gerät.

Das Thema wurde im Jahre 2000 von allen Seiten: politisch, strafrechtlichtlich, arbeitsrechtlich "gedeckelt".

Irgend wie ist es dann auch juristisch "begraben" worden. Aber diese perversen Beispiele laufen heute immer noch. Und deshalb werde ich nicht müde - sie nicht zum Ruhen kommen zu lassen, weil nach meiner Einschätzung ZEITARBEIT, so wie sie jetzt praktiziert wird - genauso überflüssig wie "TITTEN AM BULLEN" sind.

Siehe: "Stern" Ausgabe Nr. 34 vom 17.08.2000 "Schmutzige Geschäfte" Seite 138, 139 und Hinz&Kunzt Nr.91 September 2000 - Seite 10 + 11
"Rücksichtslos und ausbeuterisch"

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