Schreiben Inkasso - wie vorgehen? (1 Betrachter)

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Lara92

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Hallo liebes Forum!

Ich habe gestern ein Schreiben von einem Inkasso-Unternehmen erhalten, welches mich erschrocken hat. Zuletzt habe ich lt. Unterlagen ein Schreiben von eben diesem Inkasso-Unternehmen am 05.05.2015 erhalten.

Das Inkasso-Unternehmen spricht in dem Schreiben von vorgestern eine titulierte Forderung in Höhe von 474,53 € an. Die Forderung selber müsste vom April 2013 sein oder sogar ein-zwei Monate eher. Problem ist, dass mir Unterlagen zu den vorigen Jahren durch einen Umzug abhanden gekommen sind.

Das heißt, ich weiß nicht einmal ob es zu der oben genannten Forderung wirklich einen Schuldtitel gibt?!

Wie muss ich jetzt weiter verfahren, bitte ich das Inkasso-Unternehmen um Kopie des Schuldtitels, dass das ganze auch wirklich rechtens ist?
Oder setze ich ein Antwortschreiben bzgl. Verjährung auf (die Forderung aus dem Jahr 2013 müsste doch seit Januar 2017 verjährt sein, wenn sie nicht tituliert ist, oder?)

Ich hoffe, dass mir hier weiter geholfen werden kann. (Die Briefe füge ich dem Post mal hinzu)

Vielen Dank im Voraus!

VG
 

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TazD

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Das Inkasso-Unternehmen anschreiben und um Vorlage des Titels in Kopie nebst Zustellungsnachweis bitten.
Vorsorglich widersprichst du der Forderung.
 

Lara92

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Vielen Dank TasD, das werde ich sofort tun!

VG
 

axellino

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Hallo,

Zuletzt habe ich lt. Unterlagen ein Schreiben von eben diesem Inkasso-Unternehmen am 05.05.2015 erhalten.
Hast Du das Schreiben noch, denn aus der von Dir eingestellten Forderungsaufstellung, werde ich nicht richtig schlau und hier scheint ggfls. auch etwas nicht zustimmen, auch was den zeitlichen Ablauf betrifft, 2013 Schuldtitel (solch eine Bezeichnung auf eine titulierte Forderung, habe auch noch nie gelesen) und 2014 erfolgte erst das Mahnverfahren. Dazu ist mir auch bekannt, das sich Gläubiger die angefallenen gerichtlichen Kosten, sprich Mahnverfahren, gleich mit titulieren lassen.
Mag mich täuschen, aber hier musst Du aufjedenfall erstmal Licht ins dunkle bringen und auf keinen fall dort anrufen, wie in dem Schreiben dargelegt.

Ich würde nun erstmal den Inkassoladen schreiben,

Sehr geehrte (Inkassobude),

ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom 14.xx.2017 mit Ihren Zeichen xxxxxxxxxxx.

Hiermit weise ich die mir unbekannte Forderung vollumfänglich zurück.
Zur Überprüfung der Forderungsangelegenheit und zur Legitimation Ihrerseits, fordere ich Sie hiermit auf, mir eine ordnungsgemässe Vollmacht (§ 174 BGB) bzw. Abtretungsurkunde (§ 410 BGB) und eine Kopie des Vollstreckungstitels samt Zustellnachweis vorzulegen und verweise dazu auch auf § 11a RDG
Vielen Dank !

Hochachtungsvoll
Lara92

Daraufhin abwarten was zurück kommt und ggfls. hier wieder melden.
Du könntest nebenbei auch ein wenig selbst aktiv werden und Dir eine kostenlose Selbstauskunft von der Schufa besorgen und dort mal reinschauhen, ob dort ggfls. eine titulierte Forderung vermerkt ist.
Ich hatte meine kostenlose Selbstauskunft in knapp einer Woche in der Hand.

(die Forderung aus dem Jahr 2013 müsste doch seit Januar 2017 verjährt sein, wenn sie nicht tituliert ist, oder?)
So denn es hier nicht um ein Verbraucherdarlehensvertrag § 491 BGB geht und § 497 Abs.3 S.3 BGB somit nicht zutreffen kann und es hier auch keinen MB gab, der die Verjährung um 6 Monate gehemmt hätte § 204 BGB, dann eigentlich ja.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lara92

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Danke an alle für eure ausführliche Hilfe! Einschreiben geht heute raus, bin gespannt was zurückkommt. :doh:
 
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