Schonvermögen

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Erdwespe

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Hallo, ich habe eine Frage zum Schonvermögen: Wie ist das mit Zinsen, die sich ergeben, wenn dieses sowohl auf einem Tagesgeldkonto liegt, als auch angelegt ist. Diese Zinsen sind kleine Beträge und das Gesamtvermögen liegt weit unter der zulässigen Grenze.
Von mir wird ein Betrag zurück gefordert, weil ich es nicht extra angegeben habe, sondern davon ausging, dass das immer aus den Kontoauszügen ersichtlich wurde.
Das wird mir nun als Pflichtverletzung und als Einkommen ausgelegt.
Weiß da irgendjemand etwas? Lohnt es sich, da Widerspruch einzulegen?
Danke
Erdwespe
 

Martin Behrsing

Redaktion
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Habe dein Thema verschoben, weil im Forum Abwehr von Behördenwillkür kann keiner antworten. Bitte lest auch mal bevor ihr los schreibt.

Nun zu Deinem Problem:
Als Vermögen sind Zinsen nicht zu betrachten, sondern als Einkommen. Hier gibt es auch keinen Freibetrag, weil es kein Einkommen aus Erwerbsarbeit ist. Allenfalls kann hier die Versicherungspauschale zum Abzug gebracht werden.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Hi,

bis 50 Euro jährlich für jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft (§ 1 Nr. 1 ALG-II-V), z.B. kleine Erträge, einmalige Zinseinnahmen usw. sind frei. Dürfen also nicht angerechnet werden. (Quelle: ALG-II Leitfaden)

Du mußt natürlich jede Änderung deiner wirtschaftlichen Verhältnisse melden. Ganz besonders wenn du Einnahmen erzielst. Das ist nun mal Teil der Mitwirkungspflicht. Auch wenn die Beträge noch so lächerlich klein sind. Tust es nicht bietest du der ARGE eine gute Steilvorlage.

sondern davon ausging, dass das immer aus den Kontoauszügen ersichtlich wurde.
Gehe bitte nicht davon aus, dass bei der ARGE a) mitgedacht wird und b) man dir entgegen kommt.

Gruss

Paolo
 

Annett

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Hallo,
auch ich habe eine Frage zum Schonvermögen.
Kann ich meiner Tochter von meinem Schonvermögen einen größeren Betrag auf ihr Sparbuch zahlen?
Wäre das dann Einkommen?
Wir liegen jetzt und nach der Überweisung beide unter der Grenze den Schonvermögens.
Wieviel darf ein Kind inzwischen haben?
Hat sich da etwas geändert?
Viele Grüße Annett
 

martinpluto

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Also wenn man Zinsen über 50 Euro hat, dann darf man nur die Versicherungspauschale in Höhe von 30 Euro behalten. Wenn man Zinsen bis 50 Euro (nicht darüber) hat, dann sind diese frei. Entscheidend ist wann die Zinsen auf das Konto kommen, also wann konkret sie ausbezahlt werden (dauert beispielsweise beim Bausparen länger). Anrechnung erfolgt somit wenn Zinsen "zugeflossen" sind; liegt man über 50 Euro gibts dann halt nur für jedes Jahr (Beispiel Bausparen) die Versicherungspauschale von 30 Euro frei. Eine Schenkung wäre dann ein "einmaliges Einkommen". Bis 50 Euro wird auf jeden Fall nix angerechnet (Bagatellgrenze). Darüber wird ein einmaliges Einkommen angerechnet (in Teilbeträgen auf ein Jahr). Was während ALG II hinzu kommt ist Einkommen. Was vor ALG II da war ist Vermögen
 
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