Schon wieder "Fachkräftemangel"

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XxMikexX

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Bis 2030 fehlen über eine Million Gesellen

Düstere Aussichten für Deutschlands Wirtschaft: Laut einer Studie werden nach aktueller Lage im Jahr 2030 mehr als eine Millionen Fachkräfte fehlen. Einige Branchen trifft es besonders hart.
Studie : Bis 2030 fehlen über eine Million Gesellen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT



Sie lassen einfach mit dieser Lüge einfach nicht locker!:icon_kotz:

Diesmal mit einer "Glaskugel-Studie" die die Entwicklung der nächsten 17 Jahre vorausieht.:biggrin:
 

XxMikexX

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Ich sehe es so, eine Lüge wird einem so oft um die Ohren geprügelt, bis sie nicht mehr hinterfragt wird.

Hinzu kommen dann Mediendiskussionen, wo dieses Thema auch aufgegriffen wird. (natürlich mit der "richtigen Besetzung" der Teilnehmer)

So erschafft man aus einem Gespinst eine Wahrheit, und jeder der dagegen stimmt wird zum Außenseiter deklariert!
 
R

Rounddancer

Gast
Studie : Bis 2030 fehlen über eine Million Gesellen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT


Diesmal mit einer "Glaskugel-Studie" die die Entwicklung der nächsten 17 Jahre vorausieht.:biggrin:

Demografische Daten haben in der Regel eine Tendenz zur Mitte, d.h. in Wirklichkeit wird es weniger schlimm, als befürchtet, aber schlimmer, als erhofft.

Also kein wirklicher Grund zur Panik.
Kein Grund zur Panik sowieso dann, wenn die, die jetzt den künftigen Gesellenmangel bejammern, das Jammern einstellten, und ihre Frauen, Frendinnen und Geliebten ganz liebevoll verführen.

Wenn das genügend Deutsche tun,- wenn jedes Paar seine Reproduktionspflicht erfüllt und im Schnitt endlich wieder 2,3 Kinder bekommt, dann gibt es bis in 14, 15 Jahren genügend Lehrlinge,

und die sind, wenn ihnen genügend gute Ausbildungsplätze bereitgestellt werden, auch dann Gesellen, wenn sie in 17, 18 Jahren gebraucht werden.
 

ladydi12

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Hallo XxMikexX,

ich erlaube mir mal, deinen Beitrag etwas abzuändern;), er dürfte dann der Wahrheit etwas näher sein;)

Ich sehe es so, eine Lüge wird einem so oft um die Ohren geprügelt, bis sie nicht mehr hinterfragtund somit zur Wahrheit wird.

Hinzu kommen dann Mediendiskussionen, wo dieses Thema auch aufgegriffen wird. (natürlich mit der"richtigen Auswahl", der "richtigen Besetzung",der passenden Finanzspritze durch entsprechende Werbepartner und Sponsoren und dem "richtigen bzw. passenden Briefing" der Teilnehmer)

So erschafft man aus einem Gespinst eine Wahrheit, und jeder der dagegen stimmt wird zum Außenseiter deklariert!

ich denke, das von mir eingefügte, ist da noch passender;), denn das kann sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander durchgeführt werden, je nach Anforderung und Niveau der jeweiligen Sendung.

meint ladydi12
 
E

ExitUser

Gast
... wenn jedes Paar seine Reproduktionspflicht erfüllt ...
:eek:

Welche Gesetzesänderung habe ich verpaßt?

...dann gibt es bis in 14, 15 Jahren genügend Lehrlinge,

Schulen wir jetzt schon mit vier Jahren ein? :icon_kinn:

und die sind, wenn ihnen genügend gute Ausbildungsplätze bereitgestellt werden, auch dann Gesellen, wenn sie in 17, 18 Jahren gebraucht werden.

Wenn all diese pflichtgemäß gezeugten und früh in die Schule verschafften Kinder dann auch noch handwerkliche Berufe ergreifen und die Gesellenprüfung ablegen...
 

Roter Bock

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Hallo Rumtänzer - gehts noch.

"Reproduktionspflicht". Wofür bitte? Damit die unterbezahlende Wirtschaft neue Sklaven zugeführt bekommt. Damals Kanonenfutter für 2 Weltkriege heute Billigsklaven. Da fehlt nur noch die Käfighaltung für Menschen.

Je weniger Auswahl die AG angeboten bekommen umso mehr steigen die Löhne. Das ist Markt. Nur das Überangebot schafft die Probleme.

Also Leute macht euch nen Knoten rein und pflegt die fruchtlose Liebe. Wer keine Kinder macht, protestiert auch gegen diesen Staat.

Roter Bock
 

Vincet

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Genau. Denn Fachkräftemangel müsste auch zu steigenden Löhnen führen.
Deswegen gibt es auch zur Zeit keinen allgemeinen Fachkräftemangel, da die Löhne eben nicht steigen.
 

hartaber4

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Genau. Denn Fachkräftemangel müsste auch zu steigenden Löhnen führen.
Deswegen gibt es auch zur Zeit keinen allgemeinen Fachkräftemangel, da die Löhne eben nicht steigen.

Selbst wenn man einen hohen (Brutto!-)Lohn hätte..... nach dem Abzugsmassaker (Steuern/Sozialabgaben) fragt sich jeder halbwegs gebildetete Facharbeiter wofür sich "Leistung eigentlich lohnt" ?

Noch interessanter wird die Frage, wenn man versucht den demographischen Wandel breiter aufgestellt zu betrachten....sprich auch steigende Kosten in den Sozialsystemen mit einzubeziehen... hier Pflegesituation und auch noch die demografische Tretmine der Pensionslasten (bummelig eine halbe Staatsverschuldung bei den Babyboomern).

P.S.

Der Blick in die Vergangenheit offenbart wem das auferlegt wurde...... dem Facharbeiter aus der "Mittelschicht"..... Indikator: z.B. die Nettokaufkraft (im Sinkflug seit Jahrzehnten)
 

Hartzeola

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"Blue Card" reicht nicht, um Fachkräfte anzulocken

Mit der "Blue Card" hat Deutschland die Zuwanderung von Fachkräften erleichtert. Doch den Deutschen fehlt es an Offenheit gegenüber Zuwanderern, kritisiert der Präsident des Bundesamtes für Migration. Von Flora Wisdorff



Die deutsche Wirtschaft braucht in den kommenden Jahren dringend Fachkräfte, auch von außerhalb der Europäischen Union. Doch viele sind noch nicht gekommen, und es ist auch nicht zu erwarten, dass das bald so sein wird. Auch, wenn die "Blue Card", die die Hürden für qualifizierte Einwanderer von außerhalb der EU massiv senkt, im August eingeführt worden ist. Deutschland gilt unter Zuwanderern als nicht sehr attraktiv – es mangelt an einer "Willkommenskultur", stellt der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge fest. Die blaue Karte können Hochschulabsolventen aus Staaten außerhalb Europas erhalten, wenn sie einen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber in Deutschland mit einem Gehalt von mindestens 44.800 Euro im Jahr vorlegen. In Berufen, in denen bereits jetzt Fachkräftemangel herrscht, wie bei Ärzten oder Ingenieuren, liegt die Gehaltsschwelle nur bei 35.000 Euro.
Zuwanderung : "Blue Card" reicht nicht, um Fachkräfte anzulocken - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
 

hartaber4

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Spätestens beim Biss in die Steuerlast-und Sozialabgaben-Zitrone zieht jede mittelmäßig begabte Fachkraft weiter.... wer puckelt denn auch gern 20, 30 oder 40 jahre für eine Rente auf Grusi-Niveau?

Dazu noch einen Schuss "Betreuungsgeld-Essig" und "Kita-Platz-Tabasco" um auch noch Facharbeiter-Familien zu vergraulen....
 

XxMikexX

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Dem kann ich nur zustimmen.

Arbeit wird in Deutschland schlecht bezahlt und die Abgaben sind enorm, die Gegenleistung dafür wird immer schlechter.

Im Grunde kann man sagen, wer in Deutschland arbeitet ist ein Idiot.
Deshalb braucht man sich auch nicht zu wundern, das kaum jemand kommt.

Mich wundert nur, daß noch so viele hier bleiben, wenn ich noch jünger wäre, meine Koffer wären gepackt.:biggrin:
 

hemmi

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Was für Fachkräftemangel?
Habe Kinder und zwar deren 4 Stück.
Tochter Nummer 1 hatte ihr Studium abgeschlossen und durfte zur Belohnung Bürobotin im MP Institut Ladenburg spielen, da kam der böse Headhunter und weg war se, nach USA und möchte nie mehr in Deutschland arbeiten.
Tochter Nummer 2, ebenfalls abgeschlossenes Studium, ging 2002 nach Südfrankreich Flugzeuge bauen. Ist jetzt aber nach Ostfrankreich zurückgekehrt und übernimmt im Sommer Schwiegermutters Wellnesbude.
Tochter Nummer 3 Studiert Jura, in Metz.
Sohn Nummer 1 ist noch auf dem Lyceum und will mal Maschinenbau studieren.
Was auf gefallen?
Au revoir Allemagne!:icon_kinn:
 

nightangel

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Wenn soviele Fachkräfte fehlen frage ich mich warum die Firmen keine ausgebildet haben und auch jetzt keine ausbilden.
In anderen Bereichen hat man dagegen als Fachkraft kaum noch Chancen weil lieber ungelernte junge Leute eingestellt werden die billiger sind.

Wieviele Jugendliche sitzen denn nach der Schule auf der Straße weil sie keine Ausbildung finden.
Firmen wollen ausgebildete Fachkräfte aber sich die Mühe machen selber welche auszubilden, das wollen sie nicht. Wo zum Henker sollen die Fachkräfte denn dann her kommen wenn keiner sie ausbilden will?
 

Falwalla

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Wenn soviele Fachkräfte fehlen frage ich mich warum die Firmen keine ausgebildet haben und auch jetzt keine ausbilden.
In anderen Bereichen hat man dagegen als Fachkraft kaum noch Chancen weil lieber ungelernte junge Leute eingestellt werden die billiger sind.

Wieviele Jugendliche sitzen denn nach der Schule auf der Straße weil sie keine Ausbildung finden.
Firmen wollen ausgebildete Fachkräfte aber sich die Mühe machen selber welche auszubilden, das wollen sie nicht. Wo zum Henker sollen die Fachkräfte denn dann her kommen wenn keiner sie ausbilden will?

seh ich genau so. ich kann dieses gedöns nicht mehr hören, lesen.
es gibt immer noch genügend gut ausgebildete fachkräfte. nö, nur keiner will se.
bzw. ist bereit, in seinen azubi für später zu investieren. es geht nur um umsatz/gewinn. und irgendwann kommt dann ein männlein daher und ruft nach einer fachkraft. womöglich sind die fachkräfte aus dem auslande preiswerter? keine ahnung.

und abwandern ist auch nicht mehr so uptodate. die bezahlung mag immo noch besser sein als hierzulande. doch die damit verbundene einwanderung/zuwanderung ist nicht mehr so einfach.
der deutsche ist - auch im deutschsprachigen raum - nicht überall willkommen.
 
R

Rounddancer

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Die Antwort ist aber ganz einfach, man will kein Geld für Ausbildung bezahlen!

Genau, man schmarotzt so lange von der Ausbildungsanstrengung anderer, bis die alle vom Markt weg sind.

Da gab es in Stuttgart lange Zeit die sehr große Elektro-Installationsfima E-Z.
Die war Marktführer in der Region. Damals gab es noch eine Menge kleiner Elektrobetriebe, ein Meister, zwei, drei Gesellen, ein, zwei Stifte.
Die Meister bildeten aus, jeden Stift dreieinhalb Jahre. Die guten Stifte warb sich nach fer Freisprechungsfeier, E-Z ab. Die Jung-Gesellen ließen sich abwerben, und die Meister im Lande saßen ohne, oder nur mit schwachen Gesellen da, bildeten wieder aus und wieder. Bis zur Rente und bis ihre Frau sagte, sie habe nun keine Lust mehr, täglich außer Mi(r)ttwoch nachmittag im Laden zu stehen, und die Buchhaltung zu machen. Das war dann eigentlich der Punkt, wo jeder Meister guckt, daß er jemanden herangezogen hat, der den Laden übenehmen könnte.
tja, bloß die guten Gesellen hatte halt E-Z. Was geschah? Die Meister fanden keinen Nachwuchs, und machten zu.

Und E-Z? Die Mitbewerber im Land, die ihm die Stifte ausbildeten, waren nicht mehr da, oder bildeten nicht mehr aus. Und E-Z fiel vom hohen Roß,- und ging pleite. Aus die Maus.
 

arbeitslos in holland

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.
Die Antwort ist aber ganz einfach, man will kein Geld für Ausbildung bezahlen!

zu was soll man denn die künftigen 450€-jobber ausbilden ??

das vorbildliche duale ausbildungssystem ist ein relikt aus der vergangenen und längst überholten sozialen marktwirtschaft. damals dachte man noch, man müsste möglichst hoch qualifiziert sein um lebenslang arbeiten zu können.

in der "neuen sozialen markwirtschaft" gibt es studierte neoliberale idioten, die planen und kontrollieren und angelernte dödel aus der unterschicht.
wer braucht denn als verkäufer schon heute noch eine 2jährige ausbildung ??

schöne neue (arbeits)welt :icon_kinn:
 
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Rounddancer

Gast
in der "neuen sozialen markwirtschaft" gibt es studierte neoliberale idioten, die planen und kontrollieren und angelernte dödel aus der unterschicht.
wer braucht denn als verkäufer schon heute noch eine 2jährige ausbildung ??

So geht die ganze Fachkompetenz verloren. Stimmt. Leider.
Was drauß wird, sieht man in den USA, da kennt die Mitarbeiterin an der Kasse gerade noch ihre Kasse, und wo der Notausgang ist. Das wars.
 

Aras

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Abgesehen von der Gehirnwäsche kann ich mir schon einen Fachkräftemangel vorstellen. Aber aus dem Grund, weil das Bildungsniveau keine Leute mehr hergibt, die noch Statik, Volumen oder was weiß ich ausrechnen können.

Das wäre nur die logische Konsequenz der Bildungspolitik, die entweder Eliten oder Verlierer erzeugen möchte.

Nur die Eliten werden Ingenieure, die Verlierer haben nicht mehr die kognitiven Fähigkeiten zu etwas anspruchsvolleren handwerklichen Planungen. Das heißt, es fehlt die Mitte, also die Gesellen.
 

Lilastern

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Es besteht kein Fachkräftemangel sondern von den Zeitfirmen wird ja die Fachkraft zum Helfer gemacht.
 

JulieOcean

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Ach ja, der Fachkräftemangel... :icon_dampf:

Und ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass grade meine lange Erfahrung und meine berufliche Spezialisierung es mir so schwer machen, irgendwo eingestellt zu werden. Zu teuer, zu viel Erfahrung, zu alt!
 
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