Schnäppchen im schwarzen Filz (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Regelsatzkämpfer

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
Neu ist nur die Brezel. Alles andere ist alt. OB-Kandidat Sebastian Turner, nach eigenem Bekunden unabhängig und parteilos, bedient sich ungeniert der schwarzen Seilschaften. Immobilienfirmen, Sparkassenverband, Stadtmöblierer – für alle ein Schnäppchen. Der Unterschied ist nur, dass dies früher unbemerkt geblieben wäre. Heute wird genauer hingeschaut, und dieser Blick offenbart eines: Turner und seine Truppe glauben, sie könnten weitermachen wie bisher. Ein Irrtum.

Bernd Klingler ist ein freundlicher Mensch. Er bringt kleine Laugenbrezeln mit, frisch verpackt in weißen Plastiktütchen, mindestens haltbar bis Mai 2013. Sie sind derzeit im Rathaus zu haben. "Der Kandidat ist überall", sagt der FDP-Fraktionschef und setzt ein schiefes Grinsen auf, als hätte er gerade in einen sauren Drops gebissen. Die Tüte ist von Turner. Klingler wollte einen anderen Kandidaten. Eine Persönlichkeit wie Walter Döring, sagt der 44-Jährige, der Exwirtschaftsminister hätte der Partei etwas gebracht. "Mit einem eigenen Kandidaten", formuliert der 44-jährige Werbefachmann vorsichtig, "wären wir als Liberale definitiv präsenter gewesen." Aber den wollten die Altvorderen um den früheren FDP-Stadtrat Matthias Werwigk nicht, und dann hat seine Fraktion eben brav genickt. Jetzt haben sie Sebastian Turner (46), den Berliner Import, der stets seine Unabhängigkeit betont – und dennoch auf dem CDU-Ticket reist. ...
Kontext:Wochenzeitung: Schnäppchen im schwarzen Filz
 
Oben Unten