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    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Schluss mit Zwangsarbeit und Subventionsbetrug! 2. Jan. Hamburg

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Martin Behrsing

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#1
Schluss mit Zwangsarbeit und Subventionsbetrug! Montag, 17. Dezember 2007


Für eine menschliche Arbeitskraftmarktpolitik.

Einladung zur Interessensversammlung von Teilnehmern an Arbeitsgelegenheiten
am 2. Januar 2008 in der Zeit von 10.00 – 16.00 Uhr

Treffpunkt: Vor der hamburger arbeit - Beschäftigungsgesellschaft mbH (HAB)
Beim Strohhause 2
20097 Hamburg


weiter geht es hier:http://www.erwerbslosenforum.de/nachrichten/schluss_mit_zwangsarbeit_und_subventionsbetrug!_172007171217_245_1.htm
 

Siggi

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#2
Tchibo Top Angebot / Hin und Rückfahrt Bundesweit 58€

2 einfache Fahrten quer durch Deutschland nur €58,-
Solang der Vorat reicht.

Tickets gültig vom 01.01. bis
31.03.2008 in der 2. Klasse außer
freitagsHohe Flexibilität: Reiseziel
auswählen und direkt losfahren!Kinder und Enkelkinder (bis 17
Jahre) reisen kostenlos mit

http://www.tchibo.de/is-bin/INTERSH...talog-Start?CategoryName=angeboot&source=NAVI

Günstiger komm ich nicht nach Hamburg und zurück nach Bonn. ;-)
 

wolliohne

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#3
Petition geg. MAE´s,Bitte beteiligen

Arbeitslosengeld II: Arbeitsgelegenheiten gegen Mehraufwandsentschädigung
Eingereicht durch: Ingeborg Schimmelpfennig am Mittwoch, 21. November 2007

Mit der Petition soll erreicht werden, dass Arbeitsgelegenheiten gegen Mehraufwandsentschädigung (AGH) in Zeitarbeitsverträge mit korrekter Entlohnung umzuwandeln sind.



http://hartzboykott.de/hartzboykott.html
 

ladydi12

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#5
Habe gerade unterschrieben, könnten aber ruhig noch viel mehr werden.
Hallo @all,

auch habe grade eben meinen "Karl-Otto" daruntergesetzt;-)

@andine
Deine Kleine ist sowas von süß und goldig. Die könnte ich immer wieder ganz lieb :icon_hug:

meint ladydi12
 

Onkel Tom

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#6
Jo, ich habe auch unterzeichnet..
In der Pedition ist jedoch nur auf eine gerechte Bezahlung gesetzt worden.
Ich hoffe, das die Schlupflöcher der Beschäftigungsträger zur Profitmaximierung auch gestopft werden.
Es giebt einige Firmen in der Erwerbslosenindustrie, die "Eingliederungsprogramme" aus dem Hut zaubern,
das mann meinen könnte bei einer Sekte mit reinem Unterwanderungsinteresse Wirtschaftlicher
Abschöpfung geraten zu sein.
Ich habe mal in einer Vorgabe zur Zulassung der Beschäftigungsträger gelesen, das diese Form verboten sei..

Wer hält sich daran und wer überprüft das ?..

Unangemeldete Besuche von unabhängigen wäre echt wieder nötig..
 

minka1

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#7
Hallo Onkel Tom,
ich bin 57 Jahre alt und seit dem 1.7.04 arbeitslos, nach 38jähriger Vollzeitbeschäftigung, davon war ich 28 Jahre in meiner letzten Firma als Exportsachbearbeiterin beschäftigt. Habe 2 Jahre ALG 1 bezogen und bekomme seit dem 26.8.06 keine Leistung mehr von der Bundesagentur f.Arbeit. Seit September 07 habe ich einen Nebenjob für 300,-- € mtl. in einem Teeladen, in dem ich sehr glücklich und zufrieden bin. Seitdem hat die BfA mich auf "dem Kieker". Ich bekomme ständig "Einladungen" etc. und die Krönung war am Freitag. da bekam ich eine Einladung nach § 309 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) Nachweis von Eigenbemühungen. Da steht dann folgendes: Um überprüfen zu können, ob Arbeitslosigkeit vorliegt, fordere ich Sie nun gem. § 119 (5) SGB III auf, mir Nachweise über Bewerbungen (GEFORDERTE MINDESTZAHL SIND WÖCHENTLICH 3 BEWERBUNGEN) für die Zeit vom 10.10.07 - 9.01.08 beim nächsten Meldetermin am 10.01.08 vorzulegen.

Hallo??? Ja ticken die noch richtig??? Die haben es doch in den ganzen Jahren auch nicht geschafft, mir einen sozialversicherungspflichtigen Job zu besorgen. Und jetzt soll ich 3 Bewerbungen wöchentlich bringen!!! Und das noch rückwirkend? Ich bekomme kein Hartz4, weil ich Dussel mir im Laufe meines Beruflebens einiges angespart habe und mein Mann, Schichtarbeiter, zum Glück noch Arbeit hat. Lebensversicherung etc. habe ich inzwischen alles gestoppt bzw. aufgelöst, wovon soll ich die auch noch bezahlen? Von der BfA wurde mir nahegelegt, mit 60 Rente einzureichen, natürlich mit 18 % Abschlag. Tja, dann gibt es endlich eine Arbeitslose weniger in der Statistik und die Merkel fühlt sich bestätigt in ihrem Ton: Der Aufschwung kommt an bei der Bevölkerung!!! Ha, ha, ha, Rotz Kotz, der kommt nur bei den 10 % der Bevölkerung an, die das Gesamtvermögen der BRD haben. Mein Mann und ich gehören jedenfalls nicht dazu und Du sicherlich auch nicht....

Ich bin so sauer auf diese scheiß Regierung. Die sind doch total abgehoben und wissen gar nicht mehr, wie es uns "Kleinen" geht. Da habe ich fast 40 Jahre lang in die Arbeitslosenkasse eingezahlt, bekam 2 Jahre finanzielle Unterstützung, danach hat sich das Arbeitsamt bei mir nicht wieder gemeldet und jetzt werden mir die Daumenschrauben angesetzt, damit ich mich nicht länger arbeitssuchend melde, nur dafür, daß die Statistik die Politik der Merkel bestätigt!!! Ich könnte schreien!!!!!!!!!!

Leider kann mir gegen diese Behördenwillkür Niemand helfen...
Tschüß Rita
 

Onkel Tom

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#9
@minka

Ach, wenn Du sowiso schon nix von der ARGE bekommst, warum lässt Du Dich von denen dann
so ins Boxhorn jagen ? Was wollen die ARGE-SB von Dir, wenn die keine Leistungen an Dich erbringen ?

Hast Du eine Einbgliederunbgsvereinbarung unterschrieben und ist diese noch gültig ?

Ich kann Dich sehr gut verstehen, weil Du allein schon anhand Deiner Versicherungsbeiträge, die Du schon geleistet hast
verraten und betrogen bist.

Gegen den ARGE-Terror kann Dir wirklich kaum einer helfen.. Es kann nur dann gut gehen, wenn Mensch sich selber
hilft und sich Fachkompetenten Rat einholt.

Egal ob eine Eingliederungsvereinbarung vorliegt, würde ich hingehen und die Einladung als Besucht abstempeln lassen.
Im Anschluss würde ich sie fragen, ob sie nix besseres zu tun hätten, als Erwerbslose ohne jegliche Ansprüche
zu nerven.
Alles weitere nur schriftlich oder in Begleitung eines Beistand, der auch alles, was besprochen wird, protokulliert.
Zudem nix sofort unterschreiben zwecks Bedenkzeit / Prüfung des Anliegen..

Es geht der ARGE einen Dreck an, wo Du dazu Unterstützung einholst !
Es gibt ARGE-SB, die gerne Leute zu Beratungsstellen schicken, die im Interesse der ARGE handeln.
Die ARGEN haben zwar noch "Amt" inne, verhalten jedoch so, wie eine Firma, die auf Gewinn maximierung fixiert sind.
Nicht jedes Gesetz, was beschlossen wird ist auch gleich folgerichtig, nur weil es ein Gesetz ist..
Suche Dir eine Selbsthifegruppe aus, die keine Staatszuschüsse kriegen.
Die sind frei und lassen sich vom Staat keine Vorschriften machen.

Nach diesem § 309 SGB III musst Du nur den Nachweis ergattern, das Du auch erschienen bist.

Die ARGE ist dreist.. Sei dreister..
Du kannst nur gewinnen, wenn Du kämpft und wenn Du erste Erfolge erziehlst, schwindet die Angst vor der ARGE-Willkür etc..

:icon_wink:
 

Robert123

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#10
Hallo Onkel Tom,
ich bin 57 Jahre alt und seit dem 1.7.04 arbeitslos, nach 38jähriger Vollzeitbeschäftigung, davon war ich 28 Jahre in meiner letzten Firma als Exportsachbearbeiterin beschäftigt. Habe 2 Jahre ALG 1 bezogen und bekomme seit dem 26.8.06 keine Leistung mehr von der Bundesagentur f.Arbeit. Seit September 07 habe ich einen Nebenjob für 300,-- € mtl. in einem Teeladen, in dem ich sehr glücklich und zufrieden bin. Seitdem hat die BfA mich auf "dem Kieker". Ich bekomme ständig "Einladungen" etc. und die Krönung war am Freitag. da bekam ich eine Einladung nach § 309 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) Nachweis von Eigenbemühungen. Da steht dann folgendes: Um überprüfen zu können, ob Arbeitslosigkeit vorliegt, fordere ich Sie nun gem. § 119 (5) SGB III auf, mir Nachweise über Bewerbungen (GEFORDERTE MINDESTZAHL SIND WÖCHENTLICH 3 BEWERBUNGEN) für die Zeit vom 10.10.07 - 9.01.08 beim nächsten Meldetermin am 10.01.08 vorzulegen.

Hallo??? Ja ticken die noch richtig??? Die haben es doch in den ganzen Jahren auch nicht geschafft, mir einen sozialversicherungspflichtigen Job zu besorgen. Und jetzt soll ich 3 Bewerbungen wöchentlich bringen!!! Und das noch rückwirkend? Ich bekomme kein Hartz4, weil ich Dussel mir im Laufe meines Beruflebens einiges angespart habe und mein Mann, Schichtarbeiter, zum Glück noch Arbeit hat. Lebensversicherung etc. habe ich inzwischen alles gestoppt bzw. aufgelöst, wovon soll ich die auch noch bezahlen? Von der BfA wurde mir nahegelegt, mit 60 Rente einzureichen, natürlich mit 18 % Abschlag. Tja, dann gibt es endlich eine Arbeitslose weniger in der Statistik und die Merkel fühlt sich bestätigt in ihrem Ton: Der Aufschwung kommt an bei der Bevölkerung!!! Ha, ha, ha, Rotz Kotz, der kommt nur bei den 10 % der Bevölkerung an, die das Gesamtvermögen der BRD haben. Mein Mann und ich gehören jedenfalls nicht dazu und Du sicherlich auch nicht....

Ich bin so sauer auf diese scheiß Regierung. Die sind doch total abgehoben und wissen gar nicht mehr, wie es uns "Kleinen" geht. Da habe ich fast 40 Jahre lang in die Arbeitslosenkasse eingezahlt, bekam 2 Jahre finanzielle Unterstützung, danach hat sich das Arbeitsamt bei mir nicht wieder gemeldet und jetzt werden mir die Daumenschrauben angesetzt, damit ich mich nicht länger arbeitssuchend melde, nur dafür, daß die Statistik die Politik der Merkel bestätigt!!! Ich könnte schreien!!!!!!!!!!

Leider kann mir gegen diese Behördenwillkür Niemand helfen...
Tschüß Rita
---------------------------------------------------------------------
Doch und das ist der verallgemeinerte Denkfehler,Sie wissen was sie tun!!!
Nur wir wissen nicht,wer und was sie zu dem bringt was sie tun.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Guten Morgen Robert,
dass du sauer bist auf diese Regierung können sicherlich Millionen Menschen verstehen, nur das
Ich bin so sauer auf diese scheiß Regierung. Die sind doch total abgehoben und wissen gar nicht mehr, wie es uns "Kleinen" geht.
ist ein Irrtum, den du sicherlich mit Millionen Menschen teilst

Diese Regierung weiss sehr wohl und ganz genau wie es den Menschen in diesem Land geht
(und das bereits schon vor dem 1.Januar 2008)
Des Neoliberalen Methode nennt sich Doppel-, oder auch Zwiedenken und fusst auf Bernays Propaganda
:icon_wink:
 

sun2007

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#13
Hallo Minka,

ich verstehe Dich sehr gut. Und wie alle anderen hier und Du selbst verstehe ich überhaupt nicht, wieso die von der BfA Dich anpampen.

Ich gehe mal davon aus, dass Du keine EGV unterschrieben hast, da ich Dich so verstanden habe, dass Du das ALG 1 hast auslaufen lassen und danach nichts weiter beantragt hast.

So, wie ich das sehe, musst Du gar nicht darauf reagieren, schließlich beziehst Du keine Leistungen. Die können Dir also nix, wenn ich das richtig sehe. Das mit den Bewerbungen können die nicht von Dir verlangen, wenn es nicht vorher in einer EGV vereinbart wurde - und selbst da kannst Du die Forderung/Anzahl der Bewerbungen anpassen z. B. an die Erstattung der Bewerbungskosten.

Es könnte für Dich somit vielleicht sogar von Vorteil sein, wenn Du denen einen humoristisch angehauchten Brief schreibst (bei der Formulierung kann ich Dir helfen, einfach PN an mich) und um das Formular für Bewerbungskostenerstattung bittest. Da kannst Du dann von denen noch pauschal Geld bekommen für jede geleistete Bewerbung - geht auch per Email, kostet Dich also fast nix. Dann hast Du ein bisschen Geld extra und die haben sich selbst ins Knie geschossen. Ich denke jedenfalls nciht, dass Du da wirklich in musst - schließlich hast Du eine Verpflichtung im Teeladen und slebst wenn nciht - mit welcher Begründung wollen die Dich herbeizitieren? Bist Du da schon mal hingegangen? Wenn ja, was wollten die dann? Am besten einen Brief schreiben, dass Du keine Zeit hast und sie mögen Dir ihr Schreiben mal bitte begründen. Schließlich liegst Du keinem auf der Tasche. Ich denke, die wollen Dich mit diesem Einschücheterungsversuch dazu bringen, bei denen vor Ort zu erscheinen um Dich dann zu einer Unterschrift zu nötigen, die was mit Rente und Abschlag und sowas in der Art zu tun hat. Aber - auch wenn das bei den meisten deutschen Poltikern auch nach über 60 Jahren noch nicht angekommen ist - wir leben in einem freien Land und kein Mensch kann Dich dazu zwingen, irgendwohin zu gehen. Freizügigkeit, Grundrecht, darf nur mit gutem Grund eingeschränkt werden - der vorläge, wenn Du Leistungen beziehen würdest. Tust Du aber nicht.

Keep smiling :smile:
 

Robert123

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#14
Guten Morgen Robert,
dass du sauer bist auf diese Regierung können sicherlich Millionen Menschen verstehen, nur das

ist ein Irrtum, den du sicherlich mit Millionen Menschen teilst

Diese Regierung weiss sehr wohl und ganz genau wie es den Menschen in diesem Land geht
(und das bereits schon vor dem 1.Januar 2008)
Des Neoliberalen Methode nennt sich Doppel-, oder auch Zwiedenken und fusst auf Bernays Propaganda
:icon_wink:
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Entschuldige,du hast übersehen das mein Kommentar sich nur auf das
Zitat von minka1/respektive Verfasser Rita bezieht.Meine Aussage war:

Doch und das ist der verallgemeinerte Denkfehler,Sie wissen was sie tun!!!
Nur wir wissen nicht,wer und was sie zu dem bringt was sie tun.
 

Onkel Tom

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#17
Aktionstage in Hamburg..

Es war mit Höhen und Tiefen..

siehe hier..

arge-schluss-aktionen

Zu kalt ? Nur für Hardliner ?

Wir waren zwar wenige, dafür aber sehr trozig.

:icon_kinn:
 

Martin Behrsing

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#18
Es war mit Höhen und Tiefen..

siehe hier..

arge-schluss-aktionen

Zu kalt ? Nur für Hardliner ?

Wir waren zwar wenige, dafür aber sehr trozig.

:icon_kinn:
Hallo Onkel Tom,

vielen Dank für Deinen Bericht. Er ist hier veröffentlicht ( pr-sozial - Agenturschluss 3 und Argeschluss – Hartz IV-Proteste gegen drei Jahre Harzt IV ) und auch bundesweit weiter geleitet.

Was Ihr gemacht habt ist wirklich beispielhaft und gleichzeitig gibt es leider den Ausdruck vieler Hartz IV-Empfänger weiter: "Man hat sich eingerichtet" und erwartet nur noch Tipps und eventuelle (aber leider nur persönliche) Ratschläge, wie man es sich mit Hartz IV noch beser einrichtlichen kann. Siehe unsere Threads:
Was kann man noch so alles bekommen.
Gleichzeitig ist Eure Aktion Mut und Beispiel und es wird Dauern. Auch bei den Aktionen in Köln musste man die Teilnehmer quasi einsammeln gehen und es scheint so, je größer die Stadt, um so schwieriger sind Leute zu bewegen. Berlin ist da immer das abschreckende Beispiel.

In Köln geht es noch so grade, weil die Stadt zwar viele Einwohner hat, aber die wohnen aber sehr dicht bei einander. Im Febr. wird ein bundesweites Aktionstreffen in Berlin zu solchen Aktionen stattfinden und ich hoffe ihr seit mit vertreten.

Last Euch bitte nicht abschrecken, sondern macht weiter. Auch wenige Menschen bewirken viel: Siehe die Aktionen in Köln oder 2005 und 2006 in Bonn.

Für alle Hamburger die nicht gekommen sind:
Bitte kommt demnächst. Es geht auch um Euch und Hamburg ist wirklich nicht o groß, dass man nicht bei "eisiger Kälte" mal zwei Tagw an so etwas teilnehmen könnte. Wen ihr auf dem Land wohnen würdet, wäre Eure Mobilität (trotz vieler Einschränkungen) wesentlich größer.

Die Aktionen in Hamburg waren für meine Sicht Klasse und müssen jetzt Kontiunität bekommen. Dann werden es auch mehr Leute. Also wietermachen!!!!!!!!!!!!!!
 

Rounddancer

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#19
Nicht die Argumente unserer Gegner übernehmen!

Wir sollten nicht die Argumente derer übernehmen, die da behaupten, wir seien gar nicht mehr interessiert, aus der Misere herauszukommen, wir hätten uns eingerichtet.
Tatsache ist weiter, daß es schon rechnerisch für 80-90 Prozent von uns keinen Arbeitsplatz gibt. (Hier in Stuttgart, und wir sind da noch privilegiert, gibt es z.B. rund 54000 Arbeitslose, aber nur rund 5400 offene Stellen). Und der Großteil der anderen 20-10 Prozent paßt nicht in die Stellen,- man kann einen Warenkaufmann nicht dahin stellen, wo ein Ingenieur oder auch nur ein Schweißer oder Eisenbieger hinsollte, etc.
Ganz klar: Arbeitgeber sollten lernen, daß sie jetzt, wenn sie Fach- und Führungskräfte brauchen, nicht weiter darauf hoffen, daß ihnen die Bundesregierung oder der Osterhase genau die Gewünschten (jung, dynamisch, ohne Nacharbeit/Einlernphase genau die Spezifikationen erfüllend wie ein Ersatzteil aus dem Katalog, zum billigsten Preis) vor die Tür setzt,- sondern auch Ältere, und/oder zu 80 Prozent passende, und/oder auch z.B. eine junge, topfitte Ingenieurin (die aber derzeit wegen Kind nur halbtags vormittags außerhalb, aber sonst im Homeoffice arbeiten könnte) nehmen, und dann eben hausintern, am Job oder in Seminaren auf den nötigen Level bringen. Und sie sollten beginnen, wieder auszubilden,- und zwar die auszubilden, die da sind,- und nicht von den "Stiften" schon zu verlangen, bereits alles zu können (oder, wenn schon, dann wie in Frankreich ehrlich dem Staat die Ausbildung überlassen, statt weiter das duale System hochzuhalten).

Und auch klar, daß, wer von uns einen Arbeitsplatz angeboten bekommt, zu regulären, fairen, lohndumpingfreien Bedingungen,- auch wenn der Job mal nicht zu hundert Prozent den eigenen Wünschen entspricht,- aber eben machbar ist, diesen Job auch annehmen sollte.

Aber die, die noch draußen sind,- warum sollen die nicht alles und alle Info nutzen können, um solange keine Arbeit für sie da ist, trotzdem so menschenwürdig wie möglich zu leben?
Was ist dabei, sich darüber auszutauschen, wie man nicht nur hohldrehenden Jobcentern etc. entgegnet, sondern auch darüber, wo es irgendwas für Arbeitslose billiger gibt,- und wie man bei Bedarf dazu kommt?
Meist ist es doch so, daß man andersweitig nur durch Zufall erfährt, daß man z.B. ins Daimler-Museum arbeitslos für die Hälfte reinkommt, daß man z.B. auf Antrag z.B. hier in Stuttgart eine Bonuscard bekommen kann, mit der man z.B. beim gemeinnützigen Kaufhaus in Wangen 5 Prozent extra kriegt,- mit der man im Verkehrsverbund Stuttgart auf Umwelt- und Rentnerkarte 15,50 Euro monatlich Rabatt bekommt, mit der man z.B. zwar billiger ins reguläre Frei- und Hallenbad, aber nicht billiger ins Mineralbad kommt, etc. . Oder wo eine Vesperkirche auf hat, etc.

Ich denke, das muß genauso sein, wie daß, wer irgend kann (Zeit/Geld) und sich traut, zu Aktionen geht, erst recht, wenn diese in der Nähe stattfinden.

Aber: Bei der aktuellen Aktion war, das muß man zugeben, rechtzeitig vorab informiert worden,- aber dann, im zeitnahen Bereich, fehlte die Aktualisierung,- die Wiederholung des Aktionsaufrufs, die Klärung, ob das nun nur in Hamburg, oder doch bundesweit erfolgen sollte. Menschen vergessen Termine, wollen in nicht zu aufdringlichen Abständen daran erinnert werden,-
es muß immer klar sein, daß da was stattfindet und was. Und die Info daran sollte -permanent- verfügbar sein. Es gibt ja auch zwischendrin, zwischen Erstinfo und der Aktion selbst immer wieder Möglichkeiten, zu erinnern, z.B.
weil jetzt auch eine Mitfahrbörse da ist, weil nun ein Bus von x über Y und Z zur Aktion fährt, weil irgendwer sich mit der Aktion solidarisiert, etc. Bei den letzten großen Aktionen hat das ja ganz gut geklappt.

Doch wer kurz zuvor sich an die Aktion erinnerte, und die Aktionsseite aufrief, der traf stattdessen auf die Info "Geschlossen wegen des Protests gegen die Vorratsdatenspeicherung" oder so. Nicht gut. Denn da werden dann Menschen im Unklaren gelassen, ob die Aktion, von der man nun Wochen, Monate hörte, nun stattfindet, oder vielleicht still verstorben ist.

Auch nicht vergessen dürfen wir, daß nur wenige Erwerbslose über Computer und Internetzugang verfügen, und viele oft schon aus Kostengründen kaum aus ihrem Dorf, aus ihrem Stadtteil herauskommen, sich keine Zeitung kaufen (können) ,- sie wissen und erfahren von allemdem nichts.

Aber eingerichtet haben wir uns nicht. Wir sind nur in Bereitschaft, auf standby, bis uns (wieder) jemand zum Arbeiten braucht. Und so lange müssen wir überleben. Jeden Tag.
 

Tinka

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#20
Stimmt so nicht...

Aber: Bei der aktuellen Aktion war, das muß man zugeben, rechtzeitig vorab informiert worden,- aber dann, im zeitnahen Bereich, fehlte die Aktualisierung,- die Wiederholung des Aktionsaufrufs, die Klärung, ob das nun nur in Hamburg, oder doch bundesweit erfolgen sollte. Menschen vergessen Termine, wollen in nicht zu aufdringlichen Abständen daran erinnert werden,-
es muß immer klar sein, daß da was stattfindet und was. Und die Info daran sollte -permanent- verfügbar sein.
Die Info war bis zum letzten Tag sogar hier im PR-Sozial und in den anderen wichtigen Seiten & HH-Seiten, sowie auf der Aktionseite arge-schluss.de ( die in den Foren eigens einige Tage vorher verlinkt wurde) genauestens aufgeführt!

Was willst du noch? Postwurfsendungen?

Und in lediglich "nicht zu aufdringleichen Abständen" zu erinnern, ist Bescheidenheit am falschen Platz und wirft die Frage auf, warum denn für H4ler psych. Strategien bei der Bitte um Mithilfe nötig sein sollen?

Eine Klärung zu fordern, ob die Aktion nun in HH oder bundesweit stattfindet, zeugt leider vom Nichtlesen & Ignoranz der Info.

Interessierte Hamburger (und Umländler) sind weiterhin herzlich willkommen und können sich auf der - EXTRA FÜR EUCH - eingerichteten Seite arge-schluss.de informieren & kontaktieren.
 

Nihilist

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#21
Es ist nun einmal so, dass Erwerbslose (Arbeit haben wir doch, sie wird nur nicht bezahlt) nicht unter einen Hut zu bringen sind. Sie sind eben zu unterschiedlich, vom Hilfsarbeiter bis zum Ingenieur.

Als ich hier 2000 eine Arbeitslosen Initiative Delmenhorst (das Kürzel AID hatte ich bewusst so gewählt) gründen wollte, kamen zur ersten Zusammenkunft ca 20 Leute was mich gefreut hat. Einige kannte ich aus Maßnahmen und hatte die direkt angesprochen. Und was dann. Die "Überforderten" blieben weg, das Niveau sei ihnen zu hoch, da kämen sie nicht mit und die Anderen, das Niveau sei ihnen zu niedrig, warum ich mir das denn "antun" würde, das hätte doch keinen Sinn.

Übrig geblieben sind damals (mit mir) 5 Personen. Wir haben dann eine Stadtteilzeitung gegründet, mit EU Fördermitteln für Mikroprojekte. Mittel für ein Jahr wurden zur Verfügung gestellt. Leider hat sich dann einer noch als Zerstörer der Restgruppe einen Namen gemacht, üble Nachreden im Stadteil über Artikel anderer Redaktionsmitglieder, was zum Ausstieg der Betroffenen führte.

Die Zeitung erscheint noch alle 3 Monate, ist inzwischen bei Nr. 29 und finanziert sich durch Werbeeinnahmen. Aber wenn Aktionen geplant sind dann kommt kaum einer.

Da passt der Spruch: "Wie bekommt man drei Bauern unter einen Hut?"
Antwort: "Man muss zwei erschlagen". - Wie wollen "wir" dann die eigentlich 10 Millionen Erwerbslosen unter einen "Hut" bringen?

Die Massenarbeitslosigkeit ist so gewollt. Denn die Errungenschaften die unsere Groß- bzw. Urgroßväter erkämpft haben, gehen Stück für Stück verloren. Es waren schliesslich einfache Arbeiter und Angestellte welche Krankenkassen, Gewerkschaften und eine Arbeiterpartei gründeten, um sich gegenseitig zu helfen. Aber diese Institutionen boten dann gewissen "Typen" eine Platform um sich selbst zu bedienen. (Neue Heimat und andere Vorfälle nicht vergessen).

Nur wenn wirklich eine Basisdemokratie bestehen würde, wenn Abgeordnete wirklich den Willen des GANZEN VOLKES beachten würden, wenn sie mal ihr GEWISSEN das ihnen vom Grundgesetz her auferlegt ist ernst nehmen würden, .......... und wovon träume ich Nachts?

Wenn mir mein Abgeordneter, den ich 1998 bei seinem Wahlkampf unterstützt habe, ins Gesicht sagt, er habe auch ein Gewissen seinem Kanzler gegenüber, dann hat er das Grundgesetz nicht verstanden. Wenn er mich als Erwerbslosen als Trittbrettfahrer bezeichnet, der sich von der Wahl der SPD (damals) einen Vorteil erhofft hätte, dann zeigt mir das nur eines, er hat sich einen Vorteil erhofft und bekommen. Seine Diäten und seine Alterssicherung. Alle seine Wahlreden und Wahlversprechungen sind nur Makulatur gewesen.
 

Onkel Tom

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#22
Ich meide auch gern die Worte der Leute, die die ArbeitnehmerInnen verraten und zum Schlussverkauf getrieben haben.
Aber das sich zu viele mit dieser Misere eingerichtet haben, stimme ich zu !!
Von daher ist die Formulierung mit Worten der Hartz 4 Profitgaier richtig und auch angebracht, damit Nichtspraktizierende SupertheoretikerInnen mal darüber nachdenken, was sie tun, sich selbst und anderen damit zumuten..

Solange Aktive für Passive Leidensgenossen immer noch ein Tipp zur Lebenserhaltung geben können
und ein offenes Ohr für das DAUERGEJAMMER der Betroffenenhaben, ist der Aktive bei den Passiven gern willkommen.

Folgt jedoch die Einladung des Aktiven an den Passiven, mal mitzumachen, folgen Ausreden..
"Ich hab da schon ein wichtigen Termin; Was soll das bringen ?; Da kann man doch sowiso nix machen ; Die ARGE hat den längeren Hebel..

Es gibt ja viele Hilfsmittel, die ein Leben mit Hartz 4 annehmbar machen, wie z.B. Alkohol oder Mischgenuss von meheren Drogen..

Ich war dafür verantwortlich, die Elektronische Kommunikation zu machen und Rückfragen von Interessierten zu beantworten.
Was mir dabei aufgefallen ist, das sich nur Leute bei mir gemeldet haben, die bereits schon selber viel tun.
Von daher ist es absuluter Mumpiz, uns vorzuwerfen, wir hätten nicht ausreichend informiert.
Wir sind keine Spammer, Befriedigung für Politspanner und vom Big-Bruder aus dem TV-Container wollen wir uns auch nix annehmen.

Die Aktionen hätten zwar massiver ausfallen können aber dem Mitstreitermangel stehen neue Erkenntnisse und Erfahrungen gegenüber, die unter den Aktiven erst mal nachbearbeitet werden.

Eins bin ich mir sicher.. Die Auswertung bringt zu neuen :icon_idee:

Und dafür hat es sich auf jeden Fall gelohnt :wink:
 

ethos07

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#23
!! Hamburg ahoi!!

Also, ich find's einfach toll, dass ihr das in HH auf die Beine stellen konntet! :icon_klarsch:
Auch was klein aber vielleicht scharf ist, kann genau so eine gute Wirkung haben wie eine lahma... Latschgeschichte! Macht einfach weiter, wenn ihr mögt.

Und war das jetzt eigentlich nicht sogar der allerallererste Ein-Euro-Jober Deutschlands überhaupt der aktiv einen JobTräger mit Euch bestreikt hat?

Vielleicht könnte Martin ja die Kunstaktion fragen, ob jemand dort eine schöne Auszeichnung für diesen mutigen Mann fertigt? Das "Anti-A" sozusagen.

Für Bln schäme ich mich ein klein bisschen, weiss zwar auch warum ich... na gut, ,das brauchen wir nun hier nicht noch hören.

Weshalb der ursprüngliche Aufrufer hier von Hartzboykott dann tatsächlich, wie Rounddancer sagt, auf den großen Tag hin nur 1 zum Hartzboykott nichtssagende Webseite online hatte , hat, glaube ich , mit größeren Serverproblemen dort zu tun. Und wenn man sich die haarsträubende HartzIV-Geschichte von ihm durchliest, die ihn zu diesem Aufruf brachte, kann man sich schon denken: der ist halt wie viele von uns vermutlich auch ständig mit irgendwelcher akuter Gegenwehr für seine indiivudlles Überleben oder mit Super-Doofjobs auf Achse.
 

Onkel Tom

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#24
Erster Ein Euro Job Streiker..

Derjenige, der als erster in Hamburg den Ein Euro Job Streiker gemacht hat, wird den Titel einfach nicht los.
Er darf es selbstbewusst und mit Stolz den Titel tragen..
Wenn die H4-Kakke endlich gestürzt wird, braucht er keine Plakette etc..
Das Bewusstsein, als erster in HH zu sein, der den Mut aufbrachte, reicht schon genug für Endophine..

Liber Herr xy.. Wir sind stolz auf Dich, sei Du es auch..

Ich möchte nur noch weitermachen, wenn andere mit ihren Möglichkeiten mitmachen..
Alles andere bringt uns um..
 

Susann

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#25
Hallo,

ich sah am Freitag vor der HAB zwar so drei oder vier Leute stehen, es war aber micht auf den ersten Blick klar, was dort vor sich geht. Vor allem streikten Tage zuvor bereits Leute von Verdi, eher heimlich als aufsehenerregend, daher achtete ich auch nicht weiter darauf. :icon_redface:

Wie zulässig wäre es, wenn ich bei meinem Träger am Infobrett für die nächste Aktion einen Zettel aushänge?

Dort hörte ich den Tag über nämlich auch gar nichts von einer Aktion.

Grüße,
Susann
 

Tinka

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#26
Wie zulässig wäre es, wenn ich bei meinem Träger am Infobrett für die nächste Aktion einen Zettel aushänge?

Dort hörte ich den Tag über nämlich auch gar nichts von einer Aktion.
Wenn du uns sagst wer dein Träger ist, könnten wir das bestimmt besser ein- & abschätzen.
Im Übrigen waren die Aktionen am Mittwoch 02.01 vor der HAB und Do 03.01. vor der Arge Mitte.
Was am Freitag dort war, weiss ich nicht.:icon_stern:
LG
 

Susann

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#27
Hallo Tinka,

also die beiden Tage davor fiel mir auch nichts auf. :icon_redface:

Im Grunde müsste man abgemahnt werden, so denn bekannt ist wer so einen Infozettel ausgehängt hat :tongue: , bevor irgendwelche Sanktionen verhängt werden könnten. Völlig unabhängig von der Einrichtung in der er hängt.

Grüße,
Susann
 

ethos07

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#28
Im Grunde müsste man abgemahnt werden, so denn bekannt ist wer so einen Infozettel ausgehängt hat :tongue: , bevor irgendwelche Sanktionen verhängt werden könnten. Völlig unabhängig von der Einrichtung in der er hängt.
Wieso müsste?

- In D gibt's immer noch das RECHT auf Meinungsfreiheit UND das Streikrecht. Steht irgenwo, dass EEJler an so wirtschaftlich heissen Punkten eingesetzt sind, dass diese zwei zentralen Grundrechte einer Demokratie für sie entfällen???????? -wäre mir unbekannt - und gälte es sofort zu "bestreijken" :rolleyes:

- und warum nicht aufhängen, wenn die Herr- äh Frauschaften gerade Kaffeetrinken? Oder auf den Klos täglich neu auslegen? Oder kleine Kleberchen alloüberall... usw. usf. :icon_biggrin:
 

Nihilist

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#29
Wieso müsste?

- In D gibt's immer noch das RECHT auf Meinungsfreiheit UND das Streikrecht. Steht irgenwo, dass Ein-Euro-Jobler an so wirtschaftlich heissen Punkten eingesetzt sind, dass diese zwei zentralen Grundrechte einer Demokratie für sie entfällen???????? -wäre mir unbekannt - und gälte es sofort zu "bestreijken" :rolleyes:

- und warum nicht aufhängen, wenn die Herr- äh Frauschaften gerade Kaffeetrinken? Oder auf den Klos täglich neu auslegen? Oder kleine Kleberchen alloüberall... usw. usf. :icon_biggrin:
Der "Hausherrr" hat aber das Recht so etwas zu verbieten. Es hängt auch ein Schild (jedenfalls hier) das "gewisse Dinge" verbietet.

Als ich einmal eine Woche lang eine Unterschriftenaktion vor dem Arbeitsamt machte, kam der Leiter heraus und erklärte mir, ich dürfe das Gebäude und Grundstück nicht betreten. Auf meine Antwort, hier auf dem Gehweg könne ich das aber, bestätigte er das.
 

Susann

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#30
Hallo Nihilist,

ja klar, aber bei uns hängt da nix, unterschreiben musste ich diesbezüglich auch nichts, da müsste es erst untersagt werden. ;)

Btw. gibt es aktuell wieder eine Aktion Kunststimmen gegen Armut ich weiß nicht wie weit das hier als Info von Interesse ist.

Grüße,
Susann
 

Martin Behrsing

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#31
ich werde diese Woche mal mit denen telefonieren.

Ansonsten zu Aufrufen. So etwas hängt man einfach auf und fertig. Und wenn es weggehangen wird, hängt man es halt wieder auf.
Genauso macht man das in den aRGEN, Arbeitsagenturen. Genügend Zettel auslegen und notfalls am nächsten Tag wieder kommen und gleiche Aktion.
 

Onkel Tom

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#32
Gerade zum Wahlk(r)ampf..

Joo, so muss das sein.. Steter Tropfen höhlt den Stein und wenn ich mal heute über die Nachrichten
um das Parteigerangel im Wahlk(r)ampf denke, macht es schon Sinn immmer wieder und wieder den
Protest zu machen.

Gerade jetzt, wo der Flächendekende Mindestlohn und der Bekämpfung der Kinderarmut im
diesen Land zur Debatte steht, können wir (alle) den PolitikerInnen erinnernd auf die Pfoten schlagen..

Ich denke da auch an Spuckies, die nicht soo einfach zu entfernen sind..
Preisgünstig und raffiniert bedruckt, dürften zum Denken anregen..
Nun haben wir die Chance..
 

inisoz

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#33
Und war das jetzt eigentlich nicht sogar der allerallererste Ein-Euro-Jober Deutschlands überhaupt der aktiv einen JobTräger mit Euch bestreikt hat?
Da ich den streikenden 1-€-Jobber gut kenne, hier einiges über ihn:

Er ist seit über 5 jahren arbeitslos, ist ein Montagsdemonstrant der ersten Stunde in Hamburg und ist Mitbegründer einer Sozialinitiative hier in Hamburg.

Weiterhin hat er einen 1-Euro-Job per Sozialgericht, 3 weitere per Widerspruch abgelehnt. Bei dem letzten, den er zur Zeit macht, war es leider nicht erfolgreich.

Aber auch während seiner Arbeitszeit führt er seinen Kampf gegen Hartz IV fort.
 

aeon7

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#36
Agenturschluss/Aktionen

Hallo, habe mir dieses Forumthema genau durchgelesen. Machen wir uns doch nichts vor: Schon die Römer haben die bestimmt hungrigen und unzufriedenen Massen auf die bekannte Art in Schach halten können: Brot und Spiele. Machen die "Herren" es in diesem Lande anders ? Und sind die Ansprüche der heutigen Menschen höher als ein "Bierle und Chips" mit den Beinen hoch vor der Glotze ? --- Wenn ihr auch nur eine Ahnung hättet, w a s ich alles jahrelang in eine Gruppe sich nahestehender Menschen - investiert - habe. Und das Endergebnis ? Auseinander gelaufen wie die Hühner . . . Seid mir nicht böse, aber Tatsache ist doch, es geht uns Deutschen immer noch v i e l zu gut, wir sind noch weit weg davon endlich wieder auf die Straße zu gehen und laut um unser Recht als die Masse der Deutschen zu schreien ! --- Bitte : WO sind denn die Leute, die vor nicht einmal zwanzig Jahren in der ehem. DDR laut schreiend auf die Straße gegengen sind und das Wunder vollbrachten, dieses Neonaziregime (DDR) in die Knie zu zwingen !? Bitte, w o sind die denn geblieben ? Alle gestorben in der Zwischenzeit ? --- N e i n sage ich euch, zufrieden gemacht mit, --- Brot und Spielen --- vor der Glotze mit einem (endlich trinkbaren) Bierle und Chips ..... Das war´s, s o einfach ist es selbst in den Dreck getretene Menschen wie uns H4 - Verurteilte, etwas anderes sind wir nicht, zufrieden zu stellen. So long, aeon7
 

Onkel Tom

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#37
Die Hoffnung stirbt zuletzt..

@aeon7

Ich würde Deine Argumentation gerne widerlegen, kann dies jedoch bis auf eine
Minderheit in der Minderheit nicht.
Im Prinzip hast Du Recht und eine kleine Außnahme spielt hier die Regel.
Wenn jemand davon spricht, das sich viele mit Hartz 4 eingerichtet haben oder
es vielen noch zu gut geht, kann ich dies bis auf wenige leider auch nicht mehr
wiederlegen.
Ich kabe in der Vorbereitungspha se und der Durchführung der Aktionstage sehr
viel dazugelernt und denke, ein anderes Sichtfeld dadurch bekommen zu haben.
Als Mitglied der Organisatoren war es für mich sehr Mühevoll, was auf die Beine zu
stellen, da es einigen nicht perfekt im ihrem politischem Bild passte und darauf
entweder Nein dazu sagten oder mit Geschwalle Sabotage betrieben.
In Zukunft weiß ich, das ich mich auf zwei Hände voll MitstreiterInnen verlassen
kann und die auch auf mich..
:wink:
 

Nihilist

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#38
Hallo, habe mir dieses Forumthema genau durchgelesen. Machen wir uns doch nichts vor: Schon die Römer haben die bestimmt hungrigen und unzufriedenen Massen auf die bekannte Art in Schach halten können: Brot und Spiele. Machen die "Herren" es in diesem Lande anders ? Und sind die Ansprüche der heutigen Menschen höher als ein "Bierle und Chips" mit den Beinen hoch vor der Glotze ? aeon7
Eher "Teile und Herrsche". Es ist auch eine Menge Angst dahinter. Wer aus der "Masse" herausragt, der wird einen Kopf kürzer gemacht oder aber lächerlich.

Es bewahrheitet sich mal wieder, "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren."

So kämpfen ein paar wenige, die noch Mut und Kraft genug haben. Bettina Wegner sangs in "Sind so kleine Hände" - Menschen ohne Rückgrat ham wir schon zuviel - aber was mit solchen Menschen passiert beschrieb Hesse schön in "Unterm Rad".

Und ein Schlusswort von Wolf Biermann "Du läss dich nicht verhärten in dieser harten Zeit - die all zu hart sind stechen und brechen ab sogleich".
 

Rounddancer

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#39
Ja und nein

Wenn jemand davon spricht, das sich viele mit Hartz 4 eingerichtet haben oder
es vielen noch zu gut geht, kann ich dies bis auf wenige leider auch nicht mehr
wiederlegen.
"Eingerichtet",- was ist so schlimm, so unverständlich daran, wenn Menschen sehen, daß sich trotz aller Anstrengung nichts bewegt, oder nichts zu bewegen scheint, und frustiert aufgeben? Aufgeben, als Notbremse davor, die letzten, die allerletzten Kräfte und Mittel aufzubrauchen, die sie noch vom Verhungern, vom Exitus trennen?

Ich glaube, diese letzte Sichern ist einfach natürlicher Selbstschutz, Selbstschutz, den vor jedem Start jeden Fluges die Flugbegleiter den Fluggästen in Erinnerung bringen mit: "Nehmen Sie zuerst sich eine Sauerstoffmaske, setzen sie auf, bevor Sie anderen Personen helfen!". Selbstschutz, wie auch Schiller ihn in der "Bürgschaft" als normale, verständliche, menschliche Reaktion sieht: "Sieh, Du rettest den Freund nicht mehr,- so rette das eigene Leben!". Nein, das ist ganz natürlich.

Was wir sehen, ist Frust. Es geht nicht vorwärts, nicht sichtbar vorwärts,- oder es geht vorwärts, aber keiner kriegt es mit. Darum flüchten viele aus der Realität, bauen das aus der nackten Existenzangst stammende Adrenalin nicht dadurch ab, daß sie rennen (denn sie verfolgende, hungrige Raubtiere (jedenfalls mir vier Füßen) laufen heute nur selten noch frei herum), sondern suchen stattdessen den Ausgleich in der Flucht in Nikotin-, Alkohol-, und andere Süchte, die hoffen lassen, Endorphine, Glückshormone freizusetzen,- und vegetieren so dahin. "Eingerichtet" ist das m.E. nicht,- nur ein letztes Klammern vor dem realen, endgültigen Absturz.

Aber immer, bei allen Aktivitäten jeder Art, sind es nur Einzelne, die ein, zwei Handvoll Gleichgesinnte, Helfer um sich scharen, und dann, und nur so, etwas bewegen können. Schon Jesus hatte nur zwölf Jünger.
Auch um einen Benzinmotor anspringen zu lassen, braucht es eine Kurbel oder einen vergleichsweise winzigen, zusätzlichen Motor, den Anlasser.

Und nur wenn dieser Anlasser da ist und tut, kann sich irgendwann auch mal die Masse in Bewegung setzen. "Die Trägheit der Masse" definiert man in der Physik.

Darum: Nicht aufgeben, nur weil die Masse nicht mitzieht, aber akzeptieren, daß die Masse so ist, wie sie ist,- daß sie einen kräftigen Schubs braucht,- und dann gesteuert werden muß. Beides können nur wenige tun,- darum sind auch alle noch so demokratischen Basisversuche in Gelaber und Streit gescheitert.

Die Konkurrenz, der Gegner ist wach und hat überall Spione,-
und die alte Taktik ist, daß etwas, was den eigenen Weg zu stören beginnt, erst ignoriert, dann verlacht, danach infiltriert und von innen und außen bekämpft wird.

Also: Die Masse verhält sich so, wie sich Masse halt verhält, vegetiert vor sich hin aus Selbstschutz.
In Bewegung setzt sich Masse erst, wenn man sie schubst,- und dann daß Ziel so greifbar, so erreichbar scheint wie der Salatkopf, den man der Schildkröte kurz vor den Kopf hält, damit sie zu rennen beginnt.

Das ist einfach so. Solidarität und weiterer Einsatz unter in etwa ähnlich tickenden "Anlassern" versuchen, und dann nicht selbst auch noch in Frust flüchten,- nur so läßt sich was bewegen. Trotz träger Masse.
 

Nihilist

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#40
Ich glaube, diese letzte Sichern ist einfach natürlicher Selbstschutz,
Einfach gesagt: Dissonanzreduktion

Wenn ich heute daran denke, ich hätte gewusst wie lange ich erwerbslos bleiben würde ........! Keine Ahnung was ich dann angestellt hätte.

Und letztendlich MUSS Mensch sich in die Situation "einrichten", man kann nicht so weiter leben wie bisher, dazu reicht es doch nie, eines Tages sind dann die Reserven weg.
 

Onkel Tom

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#41
Das Nein gefällt mir.

Das mit der Selbstschutzfunktion ist richtig und wenn hierbei Existenzängste
mitspielen besonders Fatal.
Doch sollten sich passive nicht immer damit entschuldigen, sondern einfach
nur mal dabei sein. In einer Gemeinschaft gemeinsamer Interessen ist eine
Stimmung und Atmosphäre, die Frustrationen abbaut.
Viele glauben, wenn mann dabei sei, müsste man immer gleich Aktionsformen
mitbringen, die am besten noch alles andere übertreffen.
Das ist absoluter Mumpitz und eher den Folgen von Sensationsgeilheit der
"Blöd" zurückzuführen.
Einfach unverbindlich hinzukommen, mitgrölen, was man davon hält und am
Ende ein "Solidarischen Kaffeeklatsch" machen. Es hilft nicht nur gegen Frust,
baut auch langsam aber sicher Ängste ab und baut Selbstbewusstsein und
Vertrauen auf. Mir tut es gut, trotz beschi.. Wetter auf Demos etc.. zu gehen
und im Anschluss sich darüber zu freuen, das man, auch wenn es noch soo
gering ist, was in Bewegung hält.

Basisdemokratische Versuche haben wir gemacht und auch einen Weg
gefunden, die daraus folgenden politischen Meinungsdiskrepanzen und
Zersplitterungen soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen oder
vorzubeugen.
Zur ersten Vorbereitungssitzung habe ich eine kleine Einstiegsrede aus dem
Ärmel geschüttelt, die die meisten davon überzeugte, keine Rahmen von
politischen Interessen zu zerren, sondern gleich in die Vorstellungsrunde zu
gehen, wer und warum dabeisitzt und sich was davon verspricht.
Es war eine sehr gute Vorbereitungssitzung, die ich erlebt habe.
Ein regelrechtes Gipfeltreffen von Leuten, die die Probleme des Widerstand
genau kennen und auf der Suche nach neuen Konzepten sind.
Ich denke, das ich nicht alleine dazugelernt habe und hoffe, das den
Erfahrungen, die dort gemacht worden sind, neue Ideen entspringen.

Momentan sind einige Akteure der Aktionstage (ich auch) etwas abgefrustet
und erschöpft. Schließlich wurden 2 Monate zuvor daran geakkert.
Dies heißt jedoch nicht, das es alles gewesen ist.
Ich denke, das sich jeder Akteur erstmal etwas erholt und dann wäre es
super, ein Erfahrungsaustausch darüber zu machen.
Dadurch lässt sich die Trägkeit und Unrereichbarkeit der Masse besser analysieren
und eventuell neue Möglichkeiten daraus entwickeln..

Ich glaube auch, das Solidarität, wie sie in der Kohl-Zeit kaputt gemacht
wurde, neu erlernt werden muss..

:icon_pause:
 

aeon7

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#42
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren . . .

Ok, Onkel Tom, Nihilist, Rounddancer, vielleicht sollte ich etwas klar stellen: Mit meinen Aussagen wollte ich weder den Willen zu kämpfen untergraben, noch sagen, dass ich selbst aufgebe ! oder es eh keinen Sinn hat irgend etwas zu unternehmen. Es geht mir um Nüchternheit, Realitätssinn, sich nichts vormachen.

Nur Rounddancer, ich bin gelernter Kfz-Schlosser. Wie ein kleiner Anlassermotor dank der Übersetzung einen sehr viel größeren mechanischen Aparat zum Laufen bringt kenne ich nur zu gut. Aber dieser Vergleich hinkt an einem entscheidenden Punkt: Bei dem ganzen Antriebsagregat eines Autos handelt es sich um einen toten mechanischen Aparat. Man könnte das zwar auch von etlichen Zeitgenossen glauben, aber das ist wohl eine andere Sache. Bei der Situation in unserer (deutsch.) Gesellschaft dürfte ein anderer Vergleich besser passen: Was meint ihr, kann die Schwanzspitze wohl mit dem Hund wedeln ?
Ihr seht doch auch, dass das eine Illussion ist. In der Diskussion wegen der franz. Arbeitsagenturangestellten, die die ihr bekannten inneren Zustände offenbart hat, wird, darüber diskutiert eine solche Dame/Herren in der BRD ausfindig zu machen bzw. dazu zu bewegen. Meint ihr wenn man sich an die Brötchen hält kann man die Bäckerei umkrempeln ? Also ich bin soweit Realist, dass ich meine, da müsste man sich schon an den Bäckermeister halten, um tatsächlich etwas zu ändern. Genauso ist es auch mit den ganzen Aktionen. Irgendeine Forennutzerin hat geschrieben, dass sie dort war und nicht einmal gemerkt hat, dass da etwas statt gefunden hat . . .

Ich hätte da schon eine andere Idee. Aber das ist vorläufig nichts, was man in einem öffentlichen Forum herumposaunen kann, wenn es efektiv werden soll. Es ist richtig, dass es letztenendes oft nur einzelne waren, die sogar die Weltgeschichte bewegt haben. Nur die hatten zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz die richtige Idee. Meine E-mailadresse ist ja im Forum bekannt. Ich bin zu den ungewöhnlichsten Aktionen bereit, solange sie nicht im Gefängnis enden. Da gab es einmal in diesem deutschen Lande einen Mann, der in den 70iger Jahren Zivilcourage propagiert hat. Der hat sogar mal einen Nobelpreis verpasst bekommen. Nur wer weiß das noch, was damals in der Öffentlichkeit im Gespräch war, vom mündigen Bürger usw. Heute ist der u n mündige Bürger Standard.

aeon7
_____________________________________________
"Denk ich an Deutschland bei der Nacht . . . ." --- Wie aktuell das ist ! ? !
 

Onkel Tom

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#43
@aeon.
Ich habe es auch nicht so empfunden, das Du mein Kampfeswille untergraben
wolltest. Nett, wenn Forenteilnehmer die Sache sehr realistisch sehen. :wink:

Ein Motor eines Autos braucht genauso Kraftstoff, wie ein Mensch seine
Motivation, etwas zu machen.
Bei mir ist mommentan die Motivation am Boden. Erst 8 Wochen intensiv daran
geakkert, das Wetter hatte übel mitgespielt und wenn ich nun MitstreiterInnen
treffe, die mitmachen wollten, bekomme ich zu hören, das sie den Aufruf nicht
bekommen haben. Naja, so einfach ist das, E-Mails werden überflogen und das
hat ja seine Folgen..
In Zukunft werde ich mich auch mehr auf kleinere Aktionen konzentrieren und
das so minimal, das andere nicht in den Glauben geraten, das andere es schon
machen werden.

Dein letzter Absatz gefällt mir und ich sehe es ähnlich..
 

aeon7

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#44
Kampfmoral untergraben

@ Onkel Tom

Danke für deine Rückmeldung und die Absolution für mich :wink:. Ich habe meinen Beitrag dazu für notwendig gesehen, damit ja nicht der Eindruck entsteht, ich wollte euch oder andere, die mit der ihnen verfügbaren Kraft diese Sache vorantreiben, von mir aus torpedieren.

Aber irgendwer hat in einem anderen Tread geschrieben, dass bekanntlich der Fisch vom Kopf anfängt zu stinken. Sehr richtig und der Kopf der in diesem Land schon so stinkt, dass man es kaum noch aushalten kann, an dem sollte man ansetzen und das möglichst so, dass es auch eine für viele gute Wirkung hat, d. h. eine effektive Wirkung.

Ich kenne das nur zu gut, in eine Sache alles investieren was man hat und kann . . . . um dann am Ende doch vor einem mehr oder weniger Trümmerhaufen zu stehen. Mann, wie bitter habe ich das in meinem Leben in mehreren Beziehungen erlebt. Aber ich bin dankbar, dass mich das nicht so deprimiert hat, dass ich aufgegeben hätte. Ich kämpfe weiter, allerdings nur noch da, wo ich nach (wenn möglich) eingehender Analyse eine Chance sehe etwas zu bewegen. Und an dem Punkt möchte ich einmal ein vorsichtiges Lob aussprechen: Diese Forum ist zwar unüberseh-bar etwas "linkslastig", aber es ist an verschiedenen Punkten gut. Und ich beginne mich darin langsam "zu hause" zu fühlen und soweit es meinen Möglichkeiten entspricht mit zu arbeiten. Schade ist, dass ich so weit von der Waterkant weg wohne und kein Fahrzeug habe und eine Reise in mehr nördlichere Gegenden schwer bezahlbar ist. Dann könnte man sich auch mal persönlich austauschen, was kein I-netforum ersetzten kann.

Ich wünsche Dir und andern aktiven Kämpfern gute Erholung. Das Zitat unten stammt, ich sage es mal für die, die es nicht wissen, von O. von Bismark, dem eisernen Kanzler. Der hat allerdings, nüchtern gesagt, schon einiges von dem Schrott eingeleitet, was uns noch heute ein Klotz am Bein ist, wenn auch nicht alles von ihm ganz schlecht war. Nur sind die "Altlasten" manchmal kaum zu bewältigen.

In diesem Sinn grüße ich euch, aeon7

---------------------------------------------------------------

"Denk ich an Deutschland bei der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht". :icon_sad: Otto von Bismark
 

Rounddancer

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#45
Nix Bismarck, Heinrich Heine

Nö, das war net der Namensvetter des Bismarck-Herings, sondern der Dichter Heinrich Heine in seinem Werk "Nachtgedanken",- und der Satz ist durch die Verkürzung tot sinnentstellt.
 

Onkel Tom

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#46
Altlasten und Stinkfische..

Vor gut 28 Jahren, wie ich die Welt besser verstand, so in der Zeit, wo der
Nato - Doppelbeschluss für einer der größten Friedensdemo in Bonner
Hofgarten sorgte, war ich auch voller Hoffnungen, mit meiner Teilnahme an
solchen Ereignissen etwas mitbewegen zu können..
Es dauerte nicht lange, da fühlte ich mich in alternativen Lebensformen wieder
und auch wohl. Nicht andere bestimmten meine Lebensgestaltung sondern ich
selbst. Ein Hauch von Spannung, Abenteuer und selbstbestimmter
Überlebensführung. Geld wurde selber verdient und ausgegeben, statt beim
Arbeitsamt wie ein Bittsteller zu stehen.
Als ich in dieser Zeit etwas gegen die Misstände der Heimerziehung tat, hatte
ich auch ein Steckenpferd, die Welt in den Kleinigkeiten zu verbessern.
Dabei habe ich sehr viel Solidarität kennengelernt, bis eines Tages ein
Mitbewohner eine Intriege gegen mich durchführte und ich schließlich aus
dem Selbsthilfeclub rausflog. Mir ging es darum, die Zukunftsperspektiven von
ca. 40.000 Heimzöglingen in NRW zu verbessern und meinem Rivalen stand es
im Vordergrund, 3200 DM für einen diesbezüglichen Pressebericht zu kassieren,
der eigendlich der Wohngemeinschaft zugute kommen sollte.
Dies war meine erste Erfahrung mit einem Stinkfisch. Nach fünf Jahren
besuchte ich diesen Selbsthilfeverein und mit der Entschuldigung wegen des
Rausschmiss und der Mitteilung, das inzwischen die Heimerziehungsreform am
Laufen ist, war der Schmerz schnell vergessen.

Dann begann mein beschwerliches Leben als Aufsteiger unter der Zeit von
Birne (Kanzler Kohl). Ich suchte 10 Jahre lang einen Ausbildungsplatz, machte
inzwischen Maloche hier und da, von allem etwas.
Kaum hatte ich meinen ersten Gesellenbrief auf Tasche, dachte ich, es kann
ja nur aufwärts gehen. Tolle Schei.., wie ich doch wieder beim Arbeitsamt,
stand statt auf Arbeit zu sein. Gut, Schnauze voll und nen Abflug ins Ausland
gemacht. D kannste ja in der Pfeife rauchen und die qualmt ja noch nicht
einmal. Eine Krankheit zwang mich zurück.. Eine Umschulung zu IT und dann
Börsencrash etc.. Tolle Wurst.. Viel gelernt und haste nix von.

Nun kommt das Schreckgespenst Hartz 4. Rätzel schon ein Jahr rum, sich mal
wieder im Widerstand blicken zu lassen. Die Frage, was sich im Laufe der Zeit
soo geändert hat, habe ich mir am Wendebecken beantwortet.
Dort hatte sich wenig geändert. Solidarische Gemeinsamkeiten war das Gebot
und bis das auf einige ein Plenum nach dem anderen besuchen müssten, war
dort nichts auffälliges, was mich dazu bewegen könnte nicht aktiv zu sein.

Es folgte der erste Agenturschluss und von dort an entwickelte es sich ganz
anders. Immer mehr Pleiten, Pech und Pannen. Immer weniger Gleichgesinnte,
die es verstehen, dem Stinkfisch Hartz 4 zu begegnen..
Stattdessen immer mehr den Bedarf, Politische Grundsatzdisskusionen darüber
zu führen, wie Schei.. Hartz 4 und der Kapitalismus sei..
Ich finde mich nun in einem Ringelrosetanz wieder, in der man sich nach innen
zwar versteht, aber nach außen nichts bewegt.
Immer neue Erfordernisse splittern Gemeinsamkeiten weiter auseinander und
die Stinkfische, die besonders in der Politik und Arbeitgeberlobby zu finden
sind, reiben sich die Flossen darüber, wie sich die Erwerbsabhängige
Bevölkerung veräppeln lässt.

Nutzen die Altlasten den Stinkfischen oder die Stinkfischen den Altlasten ?..

Erfahrungen wieder den Erfahrungen.. Janz schön verzwickt..

:icon_pause:
 

aeon7

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#47
Bismark-Heine

@Rounddancer

Danke für die Korrektur. :icon_daumen: Ich habe den Spruch einmal in einer Zitatensammlung unter O. v. B. gefunden gehabt. Aber lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren. Kann es mir von Heine auch gut vorstellen. Aber wenn es verkürzt ist und dadurch sinnentstellt, dann sei so gut und bilde uns weiter indem du das Original mitteilst. Entschuldige, habe keine Lust in die Bibliothek zu gehen und Heines Nachtgedanken zu suchen. Mir steigen sowieso manchmal des Nachts auch schlimme Gedanken über die Zukunft "dieses unseres deutschen Landes" auf.

Und wenn ich an die nächsten Wahlen hier in By., wo ich noch campiere, denke dann kann ich nur sagen: Eine Nadel im Heuhaufen findet man leichter, als eine auch nur brauchbare Partei, die wählbar wäre. (Ich kenne den Linksdrall dieses Forums und gebe es zu: Lieber Linksdrall, als "Mitte" oder gar rechts außen. Aber trotzdem, sind die Linken wirklich links oder auch nur "halblinks"? Muss nicht beantwortet werden.)

@ Onkel Tom

Mein Leben war auch nicht so ganz geradlinig. Aber deines war schon etwas zickzackiger als meines. Und wohin sind wir gekommen? Hartz IV - Verurteilte. Von mir wirst du aber nicht hören: "Na ja, machen wir das Beste daraus". Selbst wenn wir das wollten, man lässt uns nicht. Also was bleibt übrig, als weiter gegen den deutschen Strom schwimmen und heute auch noch dazu gengen die Europaflut. Aber glaube mir, wenn ich die Weltgeschichte anschaue, dann haben die sich irgendwann alle selbst überholt. Uns selbst wenn wir jetzt wenig oder gar nichts ändern würden, dieser Irrsinn ist auch eines Tage an sich selbst kaputt gegangen. Das schließt aber nicht aus, heute dagegen anzugehen, denn wir haben ja heute in den Umständen zu überleben. Und nur - tote Fische - schwimmen mit dem Strom, lebendige schwimmen dagegen. Und Stinkfische sind tote Fische.

Bekanntlich lacht auch der am besten, der zuletzt lacht. --- Es ist noch nicht aller Tage abend für mich, hoffentlich für dich auch. O. k. ?

Grüße aeon7

-----------------------------------------------------------

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, lebendige dagegen.
 

Onkel Tom

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#48
@aeon

Danke :wink:

Zuletzt lachen ist doch eine neue Zielsetzung wert..
Neuer Weg, neues Glück..
Eine Pause.. Motivation wiederherstellen.. Kraft schöpfen
und auf ein Neues.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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