Schluss mit MDK-Gutachten - künftig vom Institut! (1 Betrachter)

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Machts Sinn

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Ja, den MDK nach und nach umbauen! In der Politik ist die
Notwendigkeit offenbar angekommen:

Auszug:

… die Union plant, die Zuständigkeiten der Krankenkassen bei der Kontrolle von Pflegeheimen und bei der Einstufung von Pflegebedürftigen massiv zu beschneiden. Diese Aufgaben solle ein unabhängiges Institut übernehmen.

Hintergrund sind die Befürchtungen vieler Pflegebedürftiger, von den Kassen, aus Kostengründen nicht nach ihrem tatsächlichen Pflegebedarf beurteilt zu werden. "Unsere Forderung bezieht sich erst einmal auf die Aufgaben, die der MDK in der Pflegeversicherung hat", sagte Spahn am Sonntag der "Ärzte Zeitung".

Aber auch bei Patienten, Ärzten und anderen im Gesundheitswesen werde der MDK nicht selten als verlängerter Arm der Krankenkasse wahrgenommen.
Fundstelle: ÄrzteZeitung
Pflege und Zusatzbeiträge: Der Weg für Schwarz-Rot wird steiniger

Immerhin - es wird geredet über diese unsäglichen Abhängigkeiten!

Gruß!
Machts Sinn
 

Muzel

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Wie unabhängig das unabhängige Institut nachher ist, wird man erst in der Zukunft wissen.
 

Anna B.

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--eben

denn wenn dieses Institut wiederum vom Auftraggeber bezahlt wird, dann haben wir den gleichen Salat, nur mit nem anderen Namen...

die KK dürfen nicht als Auftraggeber auftreten..bzw. dürfen nicht die Rechnungsempfänger sein...das muß irgendwie anders umgelegt werden...

aber sobald der Auftraggeber wieder die Kosten übernimmt.....endet alles da, wo wir jetzt auch schon sind...
 

hartaber4

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Da es oben in Beitrag 1 eher um Pflegeversicherung geht (bisher eben auch MDK, weil die PK keinen eigenständigen Dienst hatte) mal die neue Fassung zu 2013:

(Pflegeneuausrichtungsgesetz)


§ 18 Abs. 3a SGB XI Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit



(3a) Die Pflegekasse ist verpflichtet, dem Antragsteller mindestens drei unabhängige Gutachter zur Auswahl zu benennen,


1.
soweit nach Absatz 1 unabhängige Gutachter mit der Prüfung beauftragt werden sollen oder

2.
wenn innerhalb von vier Wochen ab Antragstellung keine Begutachtung erfolgt ist.

Auf die Qualifikation und Unabhängigkeit des Gutachters ist der Versicherte hinzuweisen. Hat sich der Antragsteller für einen benannten Gutachter entschieden, wird dem Wunsch Rechnung getragen. Der Antragsteller hat der Pflegekasse seine Entscheidung innerhalb einer Woche ab Kenntnis der Namen der Gutachter mitzuteilen, ansonsten kann die Pflegekasse einen Gutachter aus der übersandten Liste beauftragen. Die Gutachter sind bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nur ihrem Gewissen unterworfen.



siehe auch dazu ergänzend § 97d SB XI



Ich flippe bald aus... habe mir gerade neue Bücher dazu gekauft....
 

hartaber4

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Immerhin - es wird geredet über diese unsäglichen Abhängigkeiten!

Gruß!
Machts Sinn
Am möglichen Rechtsweg ändert sich ja erstmal nichts.... (zum Glück)

"Kern" in der Sozialen Pflegeversicherung (bzw. im Verwaltungsverfahren) ist das sogenannte Gutachten..... fällt das negativ aus...wird es langwierig....weil SG-Wartezone.

Leider machen sich zu wenig Berechtigte VORHER schlau...
 

Sonntagsmaja

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Wie unabhängig das unabhängige Institut nachher ist, wird man erst in der Zukunft wissen.
So ist es. Auch das "unabhängige" Institut braucht zufriedene Auftraggeber. Denn sonst gibt es keine Folgeaufträge mehr. Also begutachtet man so daß die Aufträge weiterhin kommen...:rolleyes:
 

Anna B.

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Hallo,

das ist doch wieder der gleiche Eintopf...die Pflegekasse muß 3 unabhängige Gutachter nennen und dann darf sich der zu Begutachtende einen davon aussuchen..

toll...wie unabhängig die sind, sehen wir doch an deren Häusern und Autos und Praxen...

läuft doch derzeit bei der DRV genau so.....verschiedene Gutachter werden genannt..und dann darf man sich einen aussuchen...supi....

was nutzt mir das, wenn später das SG auch einen unabhängigen Gutachter nennt, der aber zufällig (ja, Zufälle gibts) Chefarzt einer DRV-Klinik ist..

egal wie man das jetzt dreht und wendet...immer ist es die gleiche Devise: wes Brot ich ess, des Lied ich sing....

also...es muß eine neutrale Stelle geben, die diese Gutachter bezahlt..das muß aus Steuergeldern finanziert werden und die jeweiligen Träger müssen jährlich einen Pauschbetrag, nach Mitglieder oder Kundenanzahl gestaffelt, an die Steuerbehörden zum Ausgleich für die Gutachterkosten zahlen...

anders ist es immer ein Lobbygeschäft...
 
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