Schlüsselrückgabe nach Kündigung - selbst in den Firmenbriefkasten einwerfen?

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snowflake1984

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Guten Morgen! :) Ich wurde am Freitag - während meines Urlaubs übrigens :rolleyes: - "betriebsbedingt" gekündigt (Kündigungsfrist 4 Wochen) und bin laut Kündigungsschreiben bis dahin "unwiderruflich freigestellt". Ehrlich gesagt, traurig war ich nicht, die Firma und das ganze Drumherum war sowieso der pure Horror und nichts, wo man bis zur Rente arbeiten, oder besser: knechten wollen würde.

Ich bekam erst heute Nacht überhaupt Wind von der Kündigung, da ich im Kurzurlaub gewesen bin und heute Nacht bei der Rückkehr meine Post durchgeschaut habe. Zudem befand sich ein weiteres Schreiben meines Chefs im Briefkasten, Wortlaut "Ich fordere unverzüglich die Rückgabe des Firmenschlüssels an Herrn X (ein Angestellter der Firma)". Ich wunderte mich ein wenig, schaute dann aber die History meiner Sprechanlage durch (diese hat eine Kamera für den Außenbereich und zeigt mir durch kurze Videosequenzen, wer wann geklingelt hat) und offensichtlich hat Herr X am Freitag und Samstag mehrfach vor meiner Tür gestanden und geklingelt.

Abgesehen davon, dass ich keine Anrufe in Abwesenheit auf meinem Smartphone hatte (in der Firma haben alle meine Nummer) fand ich dieses Verhalten reichlich doof - aber okay, selbst Schuld wenn man unangemeldet vor der Tür steht, da muss man halt damit rechnen, dass ich nicht zuhause bin! Ich habe eigentlich auch absolut keine Lust (falls dieser Held heute nicht nochmal vorbeischneit), den Schlüssel persönlich in der Firma abzugeben, wo ich dann dem Chef über den Weg laufen würde. Fragt mich nicht warum, ich bin einfach zu feige dafür.

Also habe ich mir überlegt, ihn heute Abend mit meinem Mann als Zeugen in den Firmenbriefkasten zu werfen. Ich habe dann ein bißchen gegoogelt und so einige Horrorgeschichten gelesen, dass Leute den Schlüssel per Einschreiben verschickt haben, dieser angeblich nie ankam und sie dann mehrere 1000 Euro für den Austausch der Schließanlage zahlen mussten. Daher würde ich gern wissen, "darf" ich den Schlüssel eigenhändig unter Zeugen einwerfen, oder reicht sowas nicht und man könnte mir das anlasten? Generell, wenn ich freigestellt bin nach der Kündigung, wann muss ich den Schlüssel frühestens zurückgeben? Ist es jetzt eigentlich schon zu spät und man könnte, wenn man ganz hart drauf ist, mir bereits einen eventuellen Austausch der Schließanlage in Rechnung stellen, weil dieser Typ 2 Tage hintereinander bei mir geklingelt hat und den Schlüssel abholen wollte, ich aber nicht da war?! Vielen Dank vorab!

Edit: Es handelt sich bei meinem AG um eine Steuerberatung, falls das irgendwie relevant sein sollte.
 
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avrschmitz

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Also habe ich mir überlegt, ihn heute Abend mit meinem Mann als Zeugen in den Firmenbriefkasten zu werfen.
Ich würde das nicht machen. Es könnte immerhin sein, dass irgendjemand den Schlüssel da rausfischt und dann Zugang zum Firmengebäude hat. Dann bist Du für alles schadenersatzpflichtig.

Ich würde Deinen Mann am Montag hinschicken und die Übergabe quittieren lassen.

Du bist weder verpflichtet zu Hause zu sein noch die Tür aufzumachen. Wenn die die Schliessanlage wechseln, deren Problem.
 

Larsson

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Ich würde das nicht machen. Es könnte immerhin sein, dass irgendjemand den Schlüssel da rausfischt und dann Zugang zum Firmengebäude hat. Dann bist Du für alles schadenersatzpflichtig.

Ich würde Deinen Mann am Montag hinschicken und die Übergabe quittieren lassen.

Du bist weder verpflichtet zu Hause zu sein noch die Tür aufzumachen. Wenn die die Schliessanlage wechseln, deren Problem.
Genau das würde ich auch tun.
 

avrschmitz

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Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag:

Falls Dein Mann am Montag aus irgendwelchen Gründen nicht kann, würde ich heute einen Brief einwerfen, in dem angekündigt wird, wann und zu welcher Uhrzeit der Schlüssel übergeben wird.
 

snowflake1984

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Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag:

Falls Dein Mann am Montag aus irgendwelchen Gründen nicht kann, würde ich heute einen Brief einwerfen, in dem angekündigt wird, wann und zu welcher Uhrzeit der Schlüssel übergeben wird.

Mist, das hatte ich mir fast gedacht, dass einwerfen eher nicht reicht. Aber ja, macht Sinn.
 

avrschmitz

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Für den Fall, dass Cheffe's Handlanger heute wieder auftaucht, würde ich sicherheitshalber schon mal ein Schreiben aufsetzen, in dem er Dir dann heute die Übergabe quittieren kann.
 

Gaestin

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und wie ist es mit dem Zeugnis? Ich würde dem Ehemann einen Brief mitgeben, wo um das Zeugnis gebeten wird
und gleichzeitig per Einschreiben diesen Brief schicken, Du hast Anrecht auf ein Zeugnis und es ist sehr wichtig.
 

RoxyMusic

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Du könntest für die Schlüsselübergabe auch einen neutralen Treffpunkt für Montag vereinbaren mit Herrn X oder einer/m anderen Firmenbeauftragten. Ich würde sicherheitshalber ein kurzes Schreiben aufsetzen, auf dem dann die Übergabe/der Empfang quittiert wird (falls der "Abnehmer" keines dabei haben sollte).
 

Gaestin

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Und um das Zeugnis bitten, MIT NACHWEIS. Am besten per Fax mit Sendebericht.
 

avrschmitz

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Du könntest für die Schlüsselübergabe auch einen neutralen Treffpunkt für Montag vereinbaren mit Herrn X oder einer/m anderen Firmenbeauftragten.
Hatte ich mir auch überlegt, aber es könnte als Antwort kommen, "Herr X ist zu diesem Zeitpunkt beruflich verhindert, bringen Sie den Schlüssel vorbei."


Mit dem Zeugnis würde ich erstmal keinen Stress machen, immerhin läuft das Arbeitsverhältnis noch 4 Wochen.
Man kann aber darauf hinweisen, dass man eins haben will.
 
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Ist es jetzt eigentlich schon zu spät und man könnte, wenn man ganz hart drauf ist, mir bereits einen eventuellen Austausch der Schließanlage in Rechnung stellen, weil dieser Typ 2 Tage hintereinander bei mir geklingelt hat und den Schlüssel abholen wollte, ich aber nicht da war?!
Sowas ist doch echt Unsinn. DU hast Urlaub und du bist nicht verpflichtet zu Hause zu sitzen kund zu warten, ob irgendwann jemend vorbeikommt, um irgendwas abzuholen.
 

qwertz123

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Kann den Schlüssel nicht einfach dein Mann oder ein anderer persönlich abgeben, dann wärst du schonmal raus. Habe ich damals auch so gehandhabt weil ich keine Lust mehr hatte den Chef zu sehen.
 
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ExUser 2606

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Vielleicht sollte man auch mal hinterfragen, warum es die Firma bei einer betriebsbedingten Kündigung derart eilig damit hat. Bei einer Verhaltensbedingten kann ich das nachvollziehen, aber beo einer betriebsbedingten ist das etwas merkwürdig.
 

snowflake1984

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und wie ist es mit dem Zeugnis? Ich würde dem Ehemann einen Brief mitgeben, wo um das Zeugnis gebeten wird
und gleichzeitig per Einschreiben diesen Brief schicken, Du hast Anrecht auf ein Zeugnis und es ist sehr wichtig.

Das ja, aber auch eine Arbeitsbescheinigung benötige ich dann. Am liebsten würde ich ja den Schlüssel einbehalten, bis ich beides habe, aber das darf ich natürlich nicht. ;)
 

AnonNemo

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Es handelt sich bei meinem AG um eine Steuerberatung, falls das irgendwie relevant sein sollte.
Haben Steuerberater nicht eine (gewisse) Sorgfaltspflicht was Kundenunterlagen angeht, was auch den Kanzlei-Briefkasten betrifft?

Vielleicht sollte man auch mal hinterfragen, warum es die Firma bei einer betriebsbedingten Kündigung derart eilig damit hat.
Angst vor einem Rache-/Sabotageakt ~> üblicherweise haben die frechsten und/oder gierigsten Menschen die größte Angst, dass sie selbst übervorteilt werden könnten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diejenigen, welche ihre Unterlagen ... angeblich wegen Einbrechern ... verstecken, machen es eher, weil sie selbst bei Anderen nach Unterlagen suchen.

Trifft auch auf Kollegen zu, die immer über Andere informiert sein wollen, aber gereizt reagieren, wenn sie selbst zu persönlichem gefragt werden.

Damit will ich sagen:
Vielleicht will der Chef @TE eine reindrücken und hat die Angst selbst eine reingedrückt zu bekommen.
 
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DAs würde aber alles eher zu einer peseonenbedingten Kündigung passen.
 

ZynHH

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DAs würde aber alles eher zu einer peseonenbedingten Kündigung passen.
Vieleicht gibt es zu der Tür aber auch nur eine begrenzte Anzahl Schlüssel und deswegen benötigt man diesen zurück.... alles schon erlebt.
Gerade bei angemieteten Räumlichkeiten muss dann erst beim Vermieter ein neuer Schlüssel angefordert werden.
 

Mona Lisa

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Bei uns müssen alle Mitarbeiter unaufgefordert unverzüglich ihren Schlüssel gegen Quittung im Sekretariat abgeben.

LG Mona Lisa
 

avrschmitz

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Schlüssel nur Zug um Zug
Zug um Zug gegen was? Der AG kann jederzeit die Rückgabe des Schlüssels verlangen, weil er der Eigentümer bzw Besitzer ist. TE hat noch keinen Anspruch auf Zeugnis, das Arbeitsverhältnis läuft noch.
Arbeitnehmer sind auch während des Bestandes des Arbeitsverhältnisses – grundsätzlich! – zur Herausgabe von Firmenschlüsseln verpflichtet, weil der Arbeitgeber Eigentümer (oder rechtmäßiger Besitzer) der Schlüssel ist. Arbeitnehmer sind insoweit, wie bei allen Arbeitsmitteln, nur Besitzdiener im Sinne von § 855 BGB. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber grundsätzlich auch während des Bestehens des Arbeitsverhältnisses ein Verlangen nach Herausgabe von Firmenschlüsseln, und zwar auch solchen, die nicht den eigentlichen Arbeitsraum des Arbeitnehmers betreffen, nicht begründen muss.
 

avrschmitz

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Schlüssel gegen Quittung.
Auf der Quittung die Schlüsselnummer nicht vergessen.
Ok. Das macht Sinn. Bin kein Jurist, aber soweit ich weiss bedeutet Zug um Zug etwas anderes. Jeder gibt etwas raus. Quittung ist n. E. nicht Zug um Zug.
 

ZynHH

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Da der Schlüssel nicht als Pfand für Zeugnis, Papiere etc einbehalten werden darf, hab ich mal auf Quittung getippt... ;)
 
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