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FrankyBoy

Gast
Liebe Mitbürger,

in einigen Threads der letzten Jahre, sind wir schon punktuell auf das Thema "gefühlte Inflation" bzw. auf die tatsächliche Inflation der Güter und Dienstleistungen eingegangen, die aus den Regelsätzen tatsächlich nachgefragt werden.

Die offiziellen Inflationsraten beinhalten aber so exotische Produkte wie Diamanten, Perserteppiche und Flachbildschirme die aus den Regelsätzen praktisch nicht nachgefragt werden während Lebensmittel und Energiepreise explodieren - mehr dazu:
Die große Augenwischerei mit der Inflationsrate

Die Kosten für Benzin, Obst oder Gemüse explodieren. Doch die offizielle Inflationsrate liegt gerade mal bei 1,7 Prozent. Schwindelt da jemand?
Preise: Die große Augenwischerei mit der Inflationsrate - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
Ich schlage vor, dass wir einmal herausarbeiten, welche Regelsatzhöhen heute angemessen wären, alleine wenn man die tatsächliche Inflation der Bedarfe von ALG II Empfängern entsprechend würdigen würde.

Das auch schon die Zahlen von 2005 getrickst sind, bis sich die Balken biegen möchte ich hier nur am Rande erwähnen, denn hierzu gibt es bereits 2 anschauliche Werke (Die Regelsatzlüge) und darin wird auf vielen Seiten beschrieben, wie getrickst wurde etc.

In Kürze stehen wieder einmal die Regelsätze beim Bundesverfassungsgericht auf der Tagesordnung, und zumindest ich bin dafür, hier einmal diesbezügliche Fakten zu veröffentlichen.
 

redfly

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Tja, Multimedia-Kram wird dagegen immer billiger. Von daher könnte die Inflationsrate doch stimmen. Nur einen Flachbild-Fernseher kann man nicht essen.
 
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teddybear

Gast
Ja das ist ein Problem, wenn man den Regelsatz u.a. auch an der allgemeinen Inflation festmacht! So muss man die extrem steigenden Kosten für Lebensmittel, welche man zum Leben braucht, ja nicht berücksichtigen, wenn anderseits doch der Preis für einen schweineteuren BIG Plasma, den man nicht zum Leben braucht, um stolze 70% sinkt!
 
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Liebe Mitbürger,

in einigen Threads der letzten Jahre, sind wir schon punktuell auf das Thema "gefühlte Inflation" bzw. auf die tatsächliche Inflation der Güter und Dienstleistungen eingegangen, die aus den Regelsätzen tatsächlich nachgefragt werden.

Die offiziellen Inflationsraten beinhalten aber so exotische Produkte wie Diamanten, Perserteppiche und Flachbildschirme die aus den Regelsätzen praktisch nicht nachgefragt werden während Lebensmittel und Energiepreise explodieren - mehr dazu:
Ich schlage vor, dass wir einmal herausarbeiten, welche Regelsatzhöhen heute angemessen wären, alleine wenn man die tatsächliche Inflation der Bedarfe von ALG II Empfängern entsprechend würdigen würde.

500 €
 
E

ExitUser

Gast
Energie, ob nun aus Steckdose oder Zapfsäule geben eine gewisse Ahnung von der tatsächlichen Inflationsrate.
Jedoch fließen diese Produkte nicht wirklich in den so genannten repräsentativen Warenkorb.
Jedoch sehe ich, wie dämlicher Pizzakäse von 89 Cent auf 1,19 € beim Discounter steigt, Nudeln von 39 Cent auf knapp 54 Cent klettern.
Die neuerliche bevorstehende Preissteigerung im Berliner Nahverkehr um knapp 3,5 % finden, trotz monatelanger vorheriger Ankündigungem, finden keinerlei Berücksichtigung bei der Höhe des Regelsatzes.
Wenn nun der Netzausbau ähnlich teuer sich auf den Strompreis auswirken wirdm wie die EEG-Abgabe, dann wird die kWh bald statt 24 Cent auf 38 Cent klettern....
Rosige Aussichten....
Nur selbst wenn du statistisch fehlerfrei eine steigende Inflation von etwa 8% pro Qiartal (siehe Benzinpreise) nachweisen kannst, wem willst du das unter die Nase reiben? Wer hört uns denn zu? Wer gubt uns Sendezeit in den Medien?
Die soziale Isolation ist perfektioniert worden, sodass der ELO nur ein Einzelkämpfer bleiben wird. Viele werden auf der Strecke bleiben, einige werden die Abkürzung durch Suizid nehmen, andere werden den ein oder anderen argen Schergen auf die letzte Reise mitnehmen wollen.
Solange SB's der JC straffrei Rechtswidrigkeiten begehen können, ohne auch für die finanziellen Einbußen und erlittenen Nachteile aufkommen zu müssen, solange werden wir wie Lämmer zur Schlachtbank laufen, um den JC auf Knien unsere Widersprüche und Hinweise auf leere Kühlschränke zu unterbreiten.
Wir erheben dadurch die SB zu Göttern, die mit unverhältnismäßigen Stasi-Methoden auf unseren Rücken Salsa tanzen...

Deshalb mache ich mir keine Mühe, hier irgendwelche Berechnungen anzustellen... da kraule ich mir lieber selber am Schritt, da habe ich mehr von...
 
F

FrankyBoy

Gast
Ich habe gerade eine böse Überraschung erlebt, Thunfisch, Preissteigerung von 68% innerhalb eines Jahres - ich hatte mir vorgenommen, davon weniger zu Essen weil die Bestände bedroht sind, jetzt war ich aber gerade Brötchen kaufen und ich hatte einen echten Heißhunger auf ein Thunfischbrötchen - unglaublich aber bei 3 Discountern hier im Umkreis von 59 Cent auf 99 Cent gestiegen und bei einem sogar auf 1,09 € (die günstigste 185 gr. Dose Thunfisch in Öl).

Die Kaffeepreise haben vor einigen Monaten auch einen Satz gemacht (etwa 35 - 50%) und bei Obst und Gemüse bin ich fast nur noch im türkischem Einzelhandel gucken, weil ich sonnst mit meinem Budget nicht mehr hin komme.
 
E

ExitUser

Gast
Ich geh Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt einkaufen. Da ich alleinstehend bin, kauf ich dann eben 2 Äpfel, 5 Kartoffeln, 3 Karotten usw.
Mag schon sein, daß der kg-Preis höher ist als im Supermarkt aaaaber ich kauf nur das, was ich wirklich brauche und auch verbrauche.
Leider hat der türkische Laden vor 1/2 Jahr dichtgemacht:(, sonst war ich dort auch Stammkunde
 
E

ExitUser

Gast
FrankyBoy AW: Schleichende Verarmung - Regelsatz vs tats. Inflation
Ich habe hier einen 70-Seitigen Bericht zum Thema beim statistischem Bundesamt gefunden den wir einmal auseinander nehmen sollten - ein erstes Überfliegen hat mich zu der Überzeugung gelangen lassen, dass regelsatzrelevante Positionen "durch die Decke" geschossen sind: https://www.destatis.de/DE/Publikati...ublicationFile

:icon_party::biggrin::icon_pause: @FrankyBoy, dass sind 70 Seiten, sag ich mal in komischer Verzweifelung!
 
E

ExitUser

Gast
Das Datenmaterial ist per se schon wieder überholt. Der Liter Benzin kostet schon lange keine 1,20 € mehr, sondern im Schnitt gehen wir Richtung 1,60 €.
Auch sind die Energiekosten verzerrt dargestellt, da die Preisentwicklung für die EEG-Abgabe ungenügend dargestellt ist. Wenn nun auch noch der Netzausbau auf die kWh ähnlich der EEG-Abgabe umgelegt wird, so zeichnen sich besonders im Strom eine bis zu 70% ige Steigerung ab.
Die Mietenentwicklung ist auch nicht nachvollziehbar. Meine Wohnung, Anfang der 80er gebaut, kostete mal 850 DM, heute 1.112 €. Die Wohnung (identisch mit meiner) unter mir wurde gerade freigezogen und wird nunmehr für 1300 € angeboten.
Laut dieser Statistik kostet dem m² Bauland in Berlin 200 €. Das aber nur, weil die abgelegenen östlichen Randlagen die Statistik verfälschen. In der Regel kann der m² Preis bei etwa 400 bis 500 € angesetzt werden.
Hinzu kommt die Stagnation von Neubauten. Selbst wenn heute ein soziales Wohnbauprogramm aufgelegt werden würde, hätte dies frühestens in 4 bis 5 Jahren Auswirkung auf den Wohnungsmarkt. Laut einer neulich veröffentlichten Statistik wächst Berlin jedes Jahr um etwa 79.000 Einwohner. Dieser Zuwachs wird durch Neubauten kaum abgefangen, somit ist eine Verknappung des Wohnraumes und somit eine Verteuerung um etwa 25% bei Neuanmietungen absehbar. Die WAV, also das Regelwerk für Berliner KdU wurde jedoch neu gefasst und ergibt durch die m²-Begrenzung pro Kopf de facto eine Absenkung der angemessenen Mieten.
Somit sehe ich also Preissteigerungen bei Energie innerhalb der nächsten 2 Jahre um etwa 35%, bei Neuanmietungen von etwa 25% und bei Lebensmittel durch die erhöhten Energiepreise um etwa 15%. Telekommunikation und ÖPNV sind auch von Energie abhängig und werden deshalb ihre Preise vermutlich auch um etwa 8% p.a. anheben müssen.
Also haben wir eine gefühlte Inflation von etwa 8%...
Aber Zensursula hat ja die Spendierhosen an und erhöht den Regelsatz einmal jährlich um 10 €.....

Noch Fragen?
 

Nefarian

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Man sehe sich Spanien und die USA an. Hier gab es ca. 2007 eine große Immobilienblase die platzte und sich niederließ als Euro-Krise.
In Spanien folgte eine massiver Anstieg der Arbeitslosenzahlen, die wiederum höhere Staatsausgaben zur Folge hatte.
Das Ergebnis war u.A. eine Erhöhung der Mehrwertssteuer um dieses zu kompensieren.
Das bedeutet in Klartext: Es gibt mehr Elos, welche weniger Geld haben um sich davon nochweniger leisten zu können.

Zumindest habe ich aus den Medien die letzten Tage vernommen, dass Deutschland wohl darüber nachdenkt, Reiche (über 250.000€ Kapital) zwangszuenteignen. Dieses soll geschehen dadurch, dass Reiche sich verpflichten müssen, dem Staat Geld auf unbestimmte Zeit zu borgen. Wenn das wirklich so durchsetzbar wäre, so scheint es ein Ausdruck von politischer Panik zu sein. Deutschland könnte enden wie Spanien. Dann müssen die Politiker dann den Sack aufmachen und Wahrheiten präsentieren - Das kann lustig werden :biggrin:

Einen Regelsatz von ca. 500 €/Monat halte ich durchaus für angemessen. Letztlich bedeutet es mehr Kaufkraft der Elos, welches natürlich auch direkt Auswirkung auf die Produktion hat. Wo Ware gekauft wird, wird auch produziert. Und wo produziert wird, braucht man...Arbeiter.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Regelbedarf
Dessen Herleitung ist recht einfach. Sozialhilfesatz 2004 zzgl. durchschnittliche Höhe der einmaligen Beihilfen damals.
Alles andere ist g.g. / Makulatur.
Letzte dolle Erhöhung. Fünf € wg. teuer auf später verschoben und dann eiskalt vergessen. Wenn man das noch dreihundertvierungzwanzig Mal macht hat man eine Bank, deren Anteilseigner und Gläubiger, vor Verlust bewahrt.
 
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