Schlapphüte vom Arbeitsamt

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B. Trueger

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ela1953

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Vielleicht genau der richtige Job für mich - als Kind wollte ich immer Detektiv oder Reporter werden.

Den Satz mit den Frauen und der Behinderung muss übrigens im öffentlichen Dienst immer geschrieben werden.

Du musst dann auch immer zum Gespräch eingeladen werden, wenn du auf das Stellenprofil passt.

Allerdings nicht, wenn du als Elektriker dein SGB II Wissen aus dem Forum hier hast und ein SGB II SB mit juristischem Studium für den gehobenen Dienst gesucht wird.
 
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Na, da freut sich sicherlich der eine oder andere Möchtegern-Mr.-und-Mrs-Marple

Endlich darf man Polizei spielen und den Nachbarn denunzieren und ausspionieren. In der DDR nannte man sie IM
Im Dritten Reich Blockwarte.

Der Blockleiter genoss kein hohes Ansehen und wurde im Volksmund verächtlich als „Treppenterrier“ bezeichnet. Tatsächlich aber war er mit seinen Funktionen ein allgegenwärtiges Instrument der Überwachung und Unterdrückung. Allerdings war es normalerweise nicht üblich, dass jemand als Blockleiter diese Position lange ausübte - ein weiterer Aufstieg innerhalb der NSDAP war praktisch garantiert.
Quelle

LG
 
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B. Trueger

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Vielleicht genau der richtige Job für mich - als Kind wollte ich immer Detektiv oder Reporter werden.

Aha, stehst du gern im Gebüsch und beobachtest andere Leute oder gar hinter zugezogenen Gardinen am Fenster. Bloß nichts verpassen und dann gleich alles streng gehorsamst weitertratschen?
 

Zen1oz

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Hartz IV Empfänger werden für den Geheimdienst "Verfassungsschutz" vermittelt

Nach Informationen der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke (Die Linke) sowie der Tageszeitung "Junge Welt" offeriert derzeit die Agentur für Arbeit in Berlin Stellenangebote für Tätigkeiten beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Derzeit werden "Observationskräfte und Truppführer für den mobilen Einsatz" gesucht. So bekam auch der Hartz IV Betroffene Thomas Waldbauer ein entsprechendes Angebot. Die potenzielle Geheimdienstler sollten ein "Interesse an politischen Zusammenhängen" mitbringen, sowie körperlich fit sein sowie sich einer sogenannten Sicherheitsüberprüfung unterziehen lassen. Nach dem Gleichstellungsgesetz werden Menschen mit Behinderungen bei gleicher Eignung bevorzugt, so die Stellenausschreibung.

Von den perspektivisch vermittelten Bewerbern wird verlangt, zu "ungünstigen Zeiten", also Nachts sowie an Wochenenden zu arbeiten. Auch eine entsprechende Geduld sollte mitgebracht werden, um die "Bespitzelungen" entsprechend durchführen zu können. Den Bewerbern sollen aber dafür eine Beamtenlaufbahn sowie Zuschläge (eine sogenannte Sicherheitszulage) winken.

Bei Nicht-Bewerbung droht die Kürzung des Arbeitslosengeld II

Bei diesem speziellen Stellenangebot könnte man davon ausgehen, dass die Bewerber zumindestens eine Freiwilligkeit mitbringen. Dem ist jedoch nicht so. Nach einer Anfrage der Bundestagsfraktion Partei "Die Linke" bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg kam herraus, dass unter Umständen finanzielle Sanktionen drohen, falls der vermittelte Bewerber sich nicht ordnungsgemäß bewirbt. Voraussetzung für eine Sanktion sei, daß der ALG II Empfänger bei der Übersendung des Vermittlungsvorschlags über die Rechtsfolgen einer Ablehnung informiert wurde. Eine Absage könnte nur dann stattfinden, wenn "mit der Betroffene mit hoher Wahrscheinlichkeit körperlichen Gefahren" ausgesetzt wäre. Wenn nun der Vermittelte aus "eligiösen oder ethnischen Gründen" die Stelle ablehnt, so müssen die Argumente entsprechend der Arge mitgeteilt werden.

Entsprechend wird bei der Stellenausschreibung mitgeteilt, dass es für die Dienste eine "Sicherheitszulage" für die Bediensteten des Verfassungsschutzes gibt. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Bewerber sehr wohl "körperlichen Gefahren" ausgesetzt ist. Die Bundesagentur für Arbeit ruderte nun jedoch unlängst zurück und machte deutlich, dass es "nicht zweckdienlich" sei, wenn Hartz IV Betroffene dazu "angehalten" werden, sich auf eine entsprechende Stelle zu bewerben. Der Bewerber sollte schon eine "starke Identifikation" für die Tätigkeit beim Verfassungsschutz mitbringen. Aus diesen Gründen sollten die Stellen nur denjenigen vorgeschlagen werden, die ein "Interesse" an der Arbeit beim Verfassungsschutz haben. (28.01.2009)
Quelle: gegen-hartz
 

Mario Nette

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AW: Hartz IV Empfänger werden für den Geheimdienst "Verfassungsschutz" vermittelt

Das wird sich der BND dann doch bestimmt auch abgucken, wenn sie den Bau in der Chausseestraße fertig haben.

Mario Nette
 
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sogehtsnich

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Nee, da gibt es dann schwarze CDU Hemden, Christlich Deutscher Untergang!
 
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Wusstet ihr noch nicht, dass die DDR wieder auferstehen soll?:icon_twisted:
Grade in der Anfangsphase werden dann verstärkt IMs gesucht.
Ironie off

Wer die Wahl hat... ich geh lieber ins Staatshotel...
 

Trajan

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Was ist an dieser Stellenzeige so schlimm? Schlimmer finde ich die Pseudoanzeigen, wo schlichtweg nur nach Praktikanten für Haustürgeschäfte gesucht wird. Persönlich hätte ich nichts gegen eine ordentlich bezahlte Vollzeitstelle beim Verfassungsschutz.
 

Mario Nette

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Die Stellenangebote des VS fand man in den letzten Monaten auch immer hübsch im Jobnewsletter des Bunds. Spaßeshalber habe ich mir die mal genauer angeguckt und auch die betreffenden Dokumente, die man so auszufüllen hätte. Meine Güte - Striptease :cool: Gleiche Geschichte gilt für den BND.

Mario Nette
 

Der kleine Mann

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Interessante geschichte,

hat sich mal jemand die jobausschreiben bzw. die bedingungen angesehen die der bewerber erfüllen muß.

er darf das 32 lebensjahr nicht vollendet haben bei der einstellung.

das ist ganz klar gegen das diskriminierungsverbot und geschieht einzig und allein aus beamten und pensionsrechtlichen gründen.

da bin ich ja beruhigt das der verfassungsschutz der die verfassung beschützen soll sich selbst nicht so genau daran halten möchte.

mal so neben bei

der kleine mann
 
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DDR Vol. 2 oder doch das kommende 4. Reich? Wie pervers ist das denn. Hartz-IV-Empfänger zu Denunzianten ihrer eigenen Leute.
 
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er darf das 32 lebensjahr nicht vollendet haben bei der einstellung.

das ist ganz klar gegen das diskriminierungsverbot und geschieht einzig und allein aus beamten und pensionsrechtlichen gründen.
In Anbetracht dessen, was die Amis planen, bin ich froh schon älter zu sein.

Wer sagte noch mal den folgenden Spruch:

Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst?

Jaja, staatsbürgerliche Treue bis in den Tod.
 
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