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Schlagabtausch zum Thema Leiharbeiter

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Gast
Ingolstadt (DK) Das Thema Leiharbeiter ist sehr umstritten, wie sich nun erneut bei einer Diskussion zeigte. Während die Personaldienstleister auf ihre wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt hinwiesen, warnten Kritiker vor den schwarzen Schafen in der Branche.

"Verliehen und verkauft" lautete das zentrale Motto der Podiumsdiskussion beim 4. Ingolstädter Sozialpolitischen Buß- und Bettag, zu dem mehrere Organisationen am Dienstagabend in das Gewerkschaftshaus geladen hatten. Gut 50 Gäste erlebten einen spannenden Schlagabtausch über die Beschäftigung von Zeit- und Leiharbeitern. Die Moderatorin Birgit Harprath berichtete von einer "sehr massiven Zunahme" der Arbeitnehmerüberlassung in den vergangenen Jahren und zitierte eine Studie, wonach jeder zehnte der derzeit rund 600 000 Leiharbeiter in Deutschland zusätzlich Hartz-IV-Leistungen beziehen müsse, um überleben zu können.

Nach den Beobachtungen von Johann Horn, dem Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Ingolstadt, sei die Zahl der Leiharbeiter in der Krise zwar verringert worden. Aber die Anzahl werde wieder ansteigen, weil die Unternehmen sparen wollten. Horn: "Leiharbeit ist heute in den Firmen oftmals ein Instrument zur Kostensenkung." Profitieren würden die Zeitarbeitsunternehmen: "Die können richtig gut verdienen", kommentierte Horn mit Blick auf die Gewinnspanne der Personaldienstleister. Selbstkritisch räumte der IG-Metall-Chef ein, dass Gewerkschaften und Betriebsräte das Problem zu lange nicht wahrgenommen hätten. Allerdings habe es jahrelang auch zu wenig gewerkschaftlich organisierte Leiharbeiter gegeben.
Schlagabtausch zum Thema Leiharbeiter


Selbstkritisch räumte der IG-Metall-Chef ein, dass Gewerkschaften und Betriebsräte das Problem zu lange nicht wahrgenommen hätten. Allerdings habe es jahrelang auch zu wenig gewerkschaftlich organisierte Leiharbeiter gegeben.
Erst zugeben, das man gepennt hat, dann es auf die Leiharbeiter schieben, weil "es zu wenige Gewerkschafter" dort gibt.

:icon_neutral:
 

KK aus C

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Die Gewerkschaften haben jahrzehntelang ausschliesslich die gut verdienenden Facharbeiter und den öffentlichen Dienst als ihre Zielgruppe gesehen.

Als erstes haben sie den Schwenk auf die Mini-Jobs verpennt und völlig vom Radar verloren, wie viele Vollzeit-Arbeitsplätze damit verloren gingen, dann haben sie die Öffnungsklauseln für die Leiharbeit total unterschätzt und schliesslich noch die Auswirkungen von Hartz 4 auf die Arbeitswelt heruntergespielt.

Die Leiharbeitssklaven hatten NOCH NIE eine wirkliche Lobby in der Gewerkschaft und jetzt sind die Sklaven selber schuld? Ja klar, doch, sind sie. Weil sie entschieden haben, dass sie die üppigen Löhne und Gehälter aus der Leiharbeit selber verprassen wollten und nicht noch den Gewerkschaftsbonzen für halbherzige Sonntagsreden zur Verfügung stellen wollten.
 

Curt The Cat

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"Personaldienstleister" sind genauso überflüssig wie Immobilienmakler - nur dazu da, um unanständig viel Kohle abzugreifen, für das, was eigentlich die Personal-Abteilung eines Betriebs leisten sollte....

Die Älteren unter uns erinnern sich sicher noch.

Auch 'ne Form von "outsourcing" oder wie das in Neusprech heißt...


:icon_kotz:

 

ShankyTMW

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Oh mann, wen ich den Bericht lese könnt ich gar nicht soviel Essen wie ich :icon_kotz2:könnte.

"Personaldienstleister" sind genauso überflüssig wie Immobilienmakler - nur dazu da, um unanständig viel Kohle abzugreifen, für das, was eigentlich die Personal-Abteilung eines Betriebs leisten sollte....


:icon_daumen:

Die Älteren unter uns erinnern sich sicher noch.

Auch 'ne Form von "outsourcing" oder wie das in Neusprech heißt...
Ja das kenn ich alles noch - meine Erinnerung reicht bis zu Wochenverträgen als Hilfsarbeiter zurück OHNE Leihbuden-Zuhälter dazwischen.
 

druide65

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Wir haben Probezeiten und die Möglichkeit Arbeitsverträge zu befristen.

Zeitarbeit ist dadurch absolut überflüssig.
 

claudiak

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Wir haben Probezeiten und die Möglichkeit Arbeitsverträge zu befristen.

Zeitarbeit ist dadurch absolut überflüssig.
Genau so ist es. Zeitarbeit ist überflüssig wie ein Kropf. :icon_dampf:ZA ist die teuerste Art sich Personal zu besorgen. Schlechte Bezahlung = schlechte Leistung. Unsere Unternehmer haben es immer noch nicht gerafft, das eine Firma steht bzw. fällt mit seinen AN. Den AN sind Kapital. Im Ausland lachen sie bereits über D(ummland) :icon_lol:.
 

Curt The Cat

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... Unsere Unternehmer haben es immer noch nicht gerafft, das eine Firma steht bzw. fällt mit seinen AN. Den AN sind Kapital...
Nein!!!

Arbeitnehmer sind Kapital nach der Ansicht der Unternehmer - Stichwort "Human Resources" - wieder so ein Neusprech-Dingens... für angefangene: Human Resources = Vorräte an Menschen

In der Realität sind Arbeitnehmer Menschen! Menschen mit Familien - mit allen Sorgen und Nöten, die so dazu gehören. Das wird von Unternehmern aber leider allzu gern übersehen... Können die auch gar nicht erkennen wg der Dollarzeichen in den Augen...


:icon_neutral:


 

druide65

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Eins hatte ich noch vergessen:Es gibt auch die Möglichkeit Freiberufler einzustellen bzw mit ihnen Verträge zu machen.
Zumindestens arbeiten die dann für ihre eigene Tasche und müssen nicht die Infrastruktur des ZA mitfinanzieren.
 

claudiak

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Eins hatte ich noch vergessen:Es gibt auch die Möglichkeit Freiberufler einzustellen bzw mit ihnen Verträge zu machen.
Zumindestens arbeiten die dann für ihre eigene Tasche und müssen nicht die Infrastruktur des ZA mitfinanzieren.
Leider falsch. Die ZA kassiert genauso den Aufschlag wie bei einem normalen AN. :icon_dampf:

Zitat: Curt The Cat

Arbeitnehmer sind Kapital nach der Ansicht der Unternehmer - Stichwort "Human Resources" - wieder so ein Neusprech-Dingens... für angefangene: Human Resources = Vorräte an Menschen

Sorry da hab ich mich falsch ausgedrückt. Ein AN der anständig bezahlt und behandelt wird, bringt auch Leistung und bringt sich gerne auch ins Unternehmen ein. Und das ist dann auch ein Gewinn für die Firma. Somit haben beide Seiten etwas davon. Das meinte ich mit AN sind Kapital (menschlichen Sinne).:icon_knutsch:
 

druide65

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Nicht als Freiberufler bei der ZA.
Viele Firmen stellen für befristete Projektarbeiten z.b SAP Umstellung Freiberufler ein.
Die schließen dann direkt Verträge mit den Firmen ab.
Quasi als Ein Mann Unternehmen.
 

Curt The Cat

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Nicht als Freiberufler bei der ZA.
Viele Firmen stellen für befristete Projektarbeiten z.b SAP Umstellung Freiberufler ein.
Die schließen dann direkt Verträge mit den Firmen ab.
Quasi als Ein Mann Unternehmen.
Neusprech: Freelancer


 

nightangel

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Normalerweise müssten die Arbeitgeber für Zeitarbeiter mehr bezahlen als wenn sie die direkt anstellen. Denn es wollen ja zwei Leute verdienen, der Arbeitnehmer und die ZA Firma sprich der "Zwischenhändler".

Ein Haus was über einen Makler verkauft oder vermietet wird ist auch immer teurer als direkt vom Eigentümer weil der Makler ja auch an der Vermittlung verdienen will. Oder wird das Haus dann billiger weil man ja vom gleichen Geld auch noch den Makler bezahlen muss? :icon_evil:
 

FAR2009

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Die Arbeitgeber bezahlen in der Regel auch mehr als den Tariflohn, den Aufschlag und die Differenz zum Sklavenlohn kassieren dann
die ZAF-Zuhälter für ihr "Human-Ressources-Supply-Chain-Management", auch in Neusprech ausgedrückt :icon_kotz:
Der Vorteil für die Arbeitgeber ist, sie sind flexibel und frei von den üblichen Risiken und Verpflichtungen gegenüber normalen Arbeitnehmern, sparen Sozialversicherungskosten und BG-Beiträge, und erhalten ansonsten nur eine Rechnung über eine externe Dienstleistung.
Das bedeutet auch, dass die monatlichen Fixkosten (zu denen auch reguläre Löhne gehören) des AGs gleich bleiben, nur seine variablen, also auftragsabhängigen Kosten verändern sich durch Inanspruchnahme von Leiharbeitern. Das freut unter anderem die Banken beim Rating, wenn´s um Kredite geht, oder bei Konzernen und Aktiengesellschaften die Broker und Spekulanten, wenn´s um den Kapital- und Marktwert derselben geht.

Als Faustregel gilt: Ein festangestellter Arbeitnehmer kostet den Arbeitgeber ca. den Nettolohn x 1,8.
Die Kosten für Leiharbeiter liegen immer deutlich darüber, da sichs für Arbeitgeber trotzdem lohnt.
 

ShankyTMW

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Nicht zu vergessen den Vorteil, das man eien gemieteten eben zurück geben kann wann immer man ihn ciht mehr braucht. Dadurch sparrt man sich nebenher auch die Kündigungsfristen, Abfindungen, Papierkram etc. pp. udn sorgt auch für eine gute Publicity.

Wenn es bei vielen noch nicht deutlich war, zeigt sich das gerade jetzt dank Finahz-/Wirtschaftskriese. Schau Dir jetzt die Presse von gerade großen Konzernen an. BMW fährt gerade bie mir in der Stadt den Pressefilm das aktuell die Kurzarbeit runter und arbeitet wieder auf Vollzeit gemacht wird. Denen gehts gut und nur wenige Leuten trotz Kriese entlassen. ABER: sie haben ALLE ZAF-MAs auf die Straße gesetzt, es werden auch keien mehr auf absehbare Zeit angefordert werden. Auch wer von den festen in Rente geht wird nciht mehr ersetzt. Man steht einfach gut da, da die Leiharbeiter sowieso nciht zur Firma gehörten und man sich gar nciht erst darum kümmern muß was mit denen passiert - ist Sache der Sklavenbuden. Und man kann so tun als ob. Die Auftragsdbücher sind vol udn reiochen zur Beschäftigung der verbliebenen Festangestellten obwohl in wirklichkeit weniger Aufträge da sind. Solche Guten Nachrichten halten dann auch die Aktienkurse wenigstens stabil oder lassen sie sogar steigen.

Das ist die hässliche Fratze der Realität von Leiharbeiten, auf deren Kosten man sich so auch noch Profilieren kann.
 

rudi2221

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das größte problem wäre der mal das auto.als leiharbeiter must du flexibel sein und zum einsatsort hinkndenommen.bus oder bahn fahren meist nicht um 5 uhr morgens.das auto kosten ja geld.versicherung -sprit-tüv-verschleiß-wofon soll man das bei 7 euro stunden lohn bezahlen? ---also es könnte -nur-funzonieren wenn man jemanden hätte der einen das auto auf dauer finanziert-

:icon_neutral:[/QUOTE]
 

Mario Nette

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das größte problem wäre der mal das auto.als leiharbeiter must du flexibel sein und zum einsatsort hinkndenommen.bus oder bahn fahren meist nicht um 5 uhr morgens.das auto kosten ja geld.versicherung -sprit-tüv-verschleiß-wofon soll man das bei 7 euro stunden lohn bezahlen? ---also es könnte -nur-funzonieren wenn man jemanden hätte der einen das auto auf dauer finanziert-

:icon_neutral:
Auch ein finanziertes Auto macht die Leiharbeit selbst nicht attraktiver, sondern sorgt lediglich dafür, dass du marktgerecht verhüllt wirst. Die Kritik an der Leiharbeit jedoch ist viel grundlegender, als dass sie nur derartige Begleiterscheinungen beleuchtet.

Mario Nette
 
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Gast
Ich möchte mich nicht weiter über Leiharbeit auslassen, aber ich habe ein gutes Beispiel, wie mit Arbeitssuchenden böse Spiele getrieben werden.
Beispiel :
Von einer Zeitarbeitsfirma (christlicher Tarifvertrag !!!!!) wurden
Verpacker und Piker für Amazon in Leipzig gesucht (6€ h !).
Saisonarbeit für ca.2 Monate.
Durch unglückliche Umstände musste ich mich dort bewerben.
Test bestanden und Arbeitsvertrag erhalten.
Erst bei Aushändigung des Arbeitsvertrages wurde die Mitarbeiterin der Zeitarbeitsfirma auf mein Lebensalter aufmerksam, äußerte sich aber nicht.
Arbeitsbeginn war der 9.11.2009.
Am 6.11.2009 erhielt ich die Kündigung !
Witzig...........Witzig......
Allzu traurig war ich allerdings nicht.
Das war für mich aber auch sehr lehrreich !
Immer den Arbeitsvertrag bis ins kleinste Detail durchzulesen.
Das sind Knebelarbeitsverträge ohne Rechte.
Für mich gehören solche assozialen Leihbuden verboten.
 

rudi2221

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das größte problem ist ja die bezahlung.da frag ich mich wie soll man von 7 euro die stunde noch nebenbei ein auto finanzieren soll ,den ohne auto kommt man erst garnich erst zu einsatzort hin. SPRIT--VERSICHERUNG--TÜV--VERSCHLEISS--DAS GELD NUSS MAN ERST MAL ÜBER HABEN --NUSS JA NEBENBEI NOCH LEBEN --MIETE-STROM-LEBENSMITTEL ----das kann auf dauer nur--gehen-- wenn man einen hat der das auto auf dauer finanziert oder finanzell unabhänig ist ---sonst nicht-
 
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