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Schlachterei - Zumutbar für jedermann?

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harald-h1

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#1
Hallo Leute,

ich will mich erstmal kurz vorstellen. Ich heisse Harald, bin 34 Jahre alt, gelernter Industriekaufmann und nun seit 3 Jahren arbeitslos. Jetzt habe ich zum ersten Mal ein Problem mit der ARGE:

Als ich letzte Woche einen Termin bei meinem Sachbearbeiter hatte, teilte dieser mir mit, dass ich mich bei der Zeitarbeitsfirma XY vorstellen müsse, da diese einen Job für mich hat. Vorort bei der Zeitarbeitsfirma erklärte man mir, dass ich als Produktionshelfer in einem nahegelegenen Schlachthof für 700 € netto arbeiten dürfte (Vollzeit, 40 Stundenwoche). Diesen Job lehnte ich ab, weil mir schon beim Gedanken daran kotzübel wurde.

Nun habe ich Post von meinem Sachbearbeiter erhalten, dass mir jetzt meine Leistungen um 30 % gekürzt werden sollen, weil ich eine zumutbare Stelle abgelehnt habe. Dazu jetzt meine Fragen:

1. Ist wirklich jede Stelle zumutbar?
2. Gibt es im Bereich Zeitarbeit einen Mindestlohn oder eine Grenze, wo man Zeitarbeit ablehnen darf?
3. Was würdet ihr mir raten, wie ich mich gegen die Kürzung der Leistungen zur Wehr setzen kann?

Ich bin für jeden Rat dankbar,

euer Harald
 

Rounddancer

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#2
Alle Stellen zumutbar

Nun, jedenfalls für uns Alg IIer ist jeder Job zumutbar.
Mindestlohn gibt es bei ZA keinen,- nur: Hat die Zeitarbeitsagentur KEINEN Tarifvertrag, dann muß sie ihren Arbeitnehmern das bezahlen, was auch die normalen Beschäftigten bekommen. Deswegen haben nun fast alle Zeitarbeitsfirmen einen Tarifvertrag, und sei es nur auf dem Papier und mit einer Schein-Gewerkschaft.

Was den Arbeitsort angeht:
Wenn Du Dich vor Ort übergeben mußt, dann mach das halt. Das ist anfangs vielen im Schlachthof so passiert, man gewöhnt sich daran.
Aber z.B. Diabetiker reagieren auf den Schlachtfleischgeruch allergisch, sie können dort nicht sein, wo dieser auftritt.
Sowas könnte angebracht werden im Vorfeld,-
auch wenn man nicht schwer schleppen darf (halbe Schweine wiegen schon ne Menge!).
 

wolliohne

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#3
Harald

ich sehe das ähnlich und würde ebenfalls dankend ablehnen.
Alleine bei dem Gedanken wird mir Ü.......

Nicht wirklich alles ist zumutbar,lass es einfach darauf ankommen !

Man kann Dich nicht zu irgendetwas zwingen.
 

Blackdragon

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#4
...ich würde einfach behaupten, dass ich Veganer bin und fertig ist die Laube!
 

harald-h1

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#5
Das hilft mir nicht wirklich weiter - Diabetiker bin ich nicht und das ich nichts schweres tragen kann funktioniert eher auch nicht (bin 2,05 m gross und wiege knapp 110 kg) - das kauft mir also keiner ab.

Gibt es wirklich keine gesetzliche Regelung zu dem Thema "zumutbare Arbeitsstellen"? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Demzufolge könnte die ARGE ja auch jede arbeitslose Frau in einen Bordell als Prostituierte vermitteln (ist ja mitlerweile ein legaler Beruf, wo Steuern, Versicherungen etc. gezahlt wird).

Ist wirklich ALLES zumutbar???

mfg Harald
 

hartzhasser

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#6
sage denen doch du bist überzeugter Vegetarier und kannst es mit deinen gewissen nicht vereinbaren.


lg hartzhasser
 

ofra

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#7
das wär dann so ähnlich wie wehrdienstverweigerer ...
 

setiraz

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#9
Das hilft mir nicht wirklich weiter - Diabetiker bin ich nicht und das ich nichts schweres tragen kann funktioniert eher auch nicht (bin 2,05 m gross und wiege knapp 110 kg) - das kauft mir also keiner ab.

Gibt es wirklich keine gesetzliche Regelung zu dem Thema "zumutbare Arbeitsstellen"? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Demzufolge könnte die ARGE ja auch jede arbeitslose Frau in einen Bordell als Prostituierte vermitteln (ist ja mitlerweile ein legaler Beruf, wo Steuern, Versicherungen etc. gezahlt wird).

Ist wirklich ALLES zumutbar???

mfg Harald
Dazu gab es mal einen Bericht in der TAZ (wenn ich mich recht entsinne).

Tenor war: Grundsätzlich hast Du recht mit Frauen/Männern und Erotikbranche, wobei allerdings Verkauf des Körpers nicht "erzwungen" werden kann - was aber durchaus noch nen Job als Bedienung, etc. zuläßt.
Die dazu Befragte ARGE/BA bejahte dies auch in diesem Sinne, mit der Anmerkung das von solchen Vermittlungen aber abgesehen werden, bzw. diese nur auf ausdrücklichen Wunsch des Betreffenden überhaupt vorgenommen würden.
 

Emma13

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#10
Das hilft mir nicht wirklich weiter - Diabetiker bin ich nicht und das ich nichts schweres tragen kann funktioniert eher auch nicht (bin 2,05 m gross und wiege knapp 110 kg) - das kauft mir also keiner ab.

Gibt es wirklich keine gesetzliche Regelung zu dem Thema "zumutbare Arbeitsstellen"? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Demzufolge könnte die ARGE ja auch jede arbeitslose Frau in einen Bordell als Prostituierte vermitteln (ist ja mitlerweile ein legaler Beruf, wo Steuern, Versicherungen etc. gezahlt wird).

Ist wirklich ALLES zumutbar???

mfg Harald
Hi Harald,
richtig ist, dass jede Arbeit zumutbar ist, es sei denn, du seist körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage dazu. Also würde ich an deiner Stelle Widerspruch gegen die Sanktion einlegen und deine Gründe dafür nennen, warum du meinst, nicht für diese Tätigkeit geeignet zu sein.

Was die Zeitarbeitsfirmen angeht, würde ich prüfen, ob diese Entlohnung nicht sittenwidrig ist - bei dem Nettoverdienst. Rounddancer hat ja schon angeführt, dass es da einen gewissen "Schein-Tarifvertrag" gibt, den die ZA-Firmen aber nicht einhalten müssen.

Viel Erfolg - :icon_biggrin:

Emma13
 
E

ExitUser

Gast
#11
1. Ist wirklich jede Stelle zumutbar?
2. Gibt es im Bereich Zeitarbeit einen Mindestlohn oder eine Grenze, wo man Zeitarbeit ablehnen darf?
3. Was würdet ihr mir raten, wie ich mich gegen die Kürzung der Leistungen zur Wehr setzen kann?

Hallo Harald,

als Zumutbar gilt eigentlich alles was nicht ausdrücklich gegen Gesetze verstößt. Hier ist der Willkür des SB keine Grenze gesetzt.

Im Prinzip sind auch die LuZ-Firmen angehalten bundestarif zu zahlen. Aber seit eines dieser Unternehmen per Gericht feststellen ließ, daß in Einzelfällen auch 30% unter Bundestarif zumutbar seien, haben sie 70% des Tarifs als Standardfall eingeführt. Du müßtest schon vor Gericht erstreiten, dass in Einzelfällen eine tarifliche Entlohnung angebracht ist.
Wobei wir hier unterscheiden müssen, ob bei deiner Einladung eine Rechtsfolgenbelehrung enthalten war oder nicht. Wenn diese fehlt, dann ist die Absage leichter zu rechtfertigen.

Als Rechtfertigung für die Absage kannst du eine fehlende Ausbildung geltend machen, eine körperliche Unfähigkeit da du eigentlich lebenslang einer sitzenden Tätigkeit nachgegangen bist, ggf. eine fehlende Rechtsfolgenbelehrung.
Du könntest versuchen die Seriosität der LuZ zu bezweifeln. Einmal weil sie ungeachtet deiner Lebensleistung vorgeht. Dann auch, weil sie gegen den Datenschutz verstoßen hat in dem sie bei der ARGE gepetzt hat.
 

Kaulquappe

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#12
Ich empfinde es als Schikane. Es ist klar, und auch die Sachbearbeiter wissen, dass viele Menchen mehr Vegetarier wären, wenn sie die Tiere selbst töten müssten, um sie zu essen... oder wenn sie sich das angucken müssten !!!

Du bist nicht der einzige, für den in so einem grausigen Ort zu arbeiten, schrecklich ist, ganz sicher nicht !!!!

Das IST wirklich unzumutbar, wehre dich bitte !
 

wusel

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#13
sehe da nix schlimmes dran an diesen job
der ist schon zumutbar

kommt immer auf die tätigkeit drauf an die man dort machen muss
wenn du diregt als schlachter arbeiten sollst und per bolzenpistolle die kühe oder sonnst was töten must dann kannst du das ablehnen wenn das dein gewissen nicht mitmacht

aber alles andere in dem betrieb ist zumutbar
auch der lohn
700 netto ist nicht sitten wiedrig

wie gesagt kommt immer auf die tätigkeit drauf an

dein fehler war es abzulehnen ohne nach zu fragen was die genaue tätigkeit ist

auch zumutbar wenn ein veganer dort arbeiten soll
genauso wenn einer alc krank ist und in einer brauerei arbeiten soll
dazu gibts schon urteile

wird schwer aus der sache wieder rauszukommen ausser dir wurde diregt gesagt das du die tiere hinrichten sollst zur weiteren verarbeitung
nur mit diesen grund hast du ne chance da heile rauszukommen
 

Kaulquappe

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#14
Solange es Schlachthäuser gibt, solange wird es auch Schlachtfelder geben. Leo Tolstoi

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig. Arthur Schopenhauer

Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt. Wilhelm Busch

Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht. George Bernard Shaw

Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, ist das Grausamkeit.
George Bernard Shaw

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. Mahatma Gandhi

Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück. Pythagoras


Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Alexander v. Humboldt

Ein Unrecht bleibt ein Unrecht, wenn alle es verüben. Magnus Schwantje

Gedenke auch unserer älteren Schwestern und Brüder, der Tiere. Verbiete dem Menschen, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn auch sie sind fühlende Wesen, auch in ihnen wohnt die Sehnsucht nach Leben; unsere Weggefährten sind sie auf dem gemeinsamen Weg zur Unsterblichkeit. Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen. Solange Menschen Tiere essen, werden sie ihre unschuldigen Opfer zu Tode quälen: Zu Hunderttausenden in den Labors und Massenzuchtanstalten, zu Millionen in den Schlachthöfen der Städte, zu Myriaden in den Weltmeeren. Ihr Blutstrom darf nicht länger mehr als Nahrung dienen, ihr Leib nicht länger mehr als Rohstoff, ihr Leben nicht länger mehr als Lebensmittel für uns Menschen. Verbiete uns, Herr, das tägliche Fleisch. Das tägliche Brot gib uns heute. Eugen Drewermann

Das Mitleid ist die Grundlage der Moral. Arthur Schopenhauer


Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie. Luise Rinser

Die Menschen gehen lieber zugrunde, als dass sie ihre Gewohnheiten ändern. Leo Tolstoi

Wir brauchen für die Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen. Helmut F. Kaplan

Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam. Volker Elis Pilgrim


Wer Tiere quält ist unbeseelt und Gottes guter Geist ihm fehlt, mag noch so vornehm drein er schauen, man sollte niemals ihm vertrauen. Johann Wolfgang von Goethe

Das biblische Gebot “Du sollst nicht töten” gilt auch in Bezug auf Tiere. Kate Pierson

Die Zeit wird kommen, in der die Menschen den Mord an Tieren ebenso als Verbrechen betrachten werden wie den Mord an Menschen. Leonardo da Vinci


Zivilen Ungehorsam zu unterdrücken, hieße, das Gewissen in Ketten zu legen. Mahatma Gandhi


Die Zeit ist immer richtig, um das Richtige zu tun. Martin Luther King

Der menschliche Magen ist kein Friedhof für Tiere. Nina Hagen

Es geht nicht darum, ob sie denken können! Oder ob sie sprechen können! Es geht einzig und allein darum, ob sie leiden können! Jeremy Bentham

Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene. Albert Schweitzer

Ich esse nichts, was Augen hat.
Wenn die Mauern der Schlachthöfe aus Glas wären, würde jeder Vegetarier werden.
Ich glaube an den friedlichen Protest, und keine Tiere zu essen ist ein gewaltfreier Protest. Paul McCartney


Weich ist stärker als hart, Wasser ist stärker als Fels, Liebe ist stärker als Gewalt. Hermann Hesse

Gegenüber den Tieren ist der Mensch Gewohnheitsverbrecher. Die Speisekarte - das blutigste Blatt, das wir schreiben. Verdient eine Menschheit, die Trilliarden Tiere tötet, nicht eben das, was sie dem Tier antut? Karlheinz Deschner


Bräuche und Traditionen können die Menschen an jegliche Abscheulichkeit gewöhnen. George Bernard Shaw


Dass die Menschen schon immer Tiere gegessen haben, dient als Rechtfertigung für die Fortsetzung dieses Brauches. Gemäß dieser Logik müssten wir auch nicht darum bemüht sein, die Menschen davon abzuhalten, sich untereinander zu ermorden, da dies auch seit Anbeginn der Geschichte Bestandteil menschlicher Verhaltensweisen war. Isaac Bashevis Singer

Wir dürfen niemals zulassen, dass die Stimme der Menschlichkeit in uns zum Schweigen gebracht wird. Es ist des Menschen Mitgefühl mit allen Kreaturen, das ihn erst zum wahren Menschen macht. Albert Schweitzer


Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leid schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selbst leidet? Romain Rolland

Nichts ist machtvoller als ein Mensch, der nach seinem Gewissen handelt und so das Gewissen der Gesellschaft zum Leben erweckt. Norman Cousins

Wir leben - und wollen leben. Sie leben - und wollen leben. Albert Schweitzer


Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass sich andere darum kümmern. Martin Luther King

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hörenwollen. George Orwell

Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen. Stanislaw Jerzy Lec

Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten, das Herz aber sagt uns, was wir tun müssen. Matthias Claudius

Nichts auf der Welt ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo
 

burki

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#15
Hi Harald,
Dein Hauptproblem dürfte sein: Du hast "einfach so", d.h wohl ohne Vorstellungsgespräch oder Erklärung Deinerseits den Job abgelehnt.
Somit ist (bei einem Jobangebot seitens der ARGE) dei Sanktion mehr oder minder postwendent "produziert" worden.

Um dieser Sanktion zu entgehen, täte ich mir an Deiner Stelle (ausser wenn Du jetzt plötzlich einen Job gefunden hast) eine genauere Strategie überlegen:
(i) sittenwidriger Lohn (30% unter dem "üblichen" Lohn): 700 EUR netto entsprechen bei einem Alleinstehenden etwa 900 EUR brutto und somit ca. 5,60 EUR/h.
Das ist wenig, ja völlig inhuman, aber bei den heutigen Dumpinglöhnen wohlmöglich nicht wenig genug...
(ii) unseriöser Arbeitsvertrag (z.B. kein Urlaub o.ä.): hier wirst Du wohl nicht argumentieren können, da Du ja keinen zu Gesicht bekommen hst
(iii) gesundheitliche Einschränkungen: eine reine Behauptung wird die Arge vor einer Sanktion nicht zurückschrecken lassen --> ohne ärztliches Attest wirst Du da schlechte Karten haben.

Mein Tipp für die Zukunft: Keine ungeliebten "Angebote" einfach ausschlagen, sondern dem potentiellen Arbeitgeber zeigen (natürlich nicht zu direkt), dass Du nicht die richtige Person für den Job bist.
Viel Glück
burki
 

nudel

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#16
Und was ist wenn man kein Blut sehen kann ;)

Wenn man nicht in der Lage ist ein Stück Fleisch zu zerschneiden wenn man an einem Unfallort nur den Notruf betätigen kann Aber ander weitig nicht helfen kann wird man auch nicht bestraft !
 

Rounddancer

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#17
Zumutbar

...schließlich sind Menschen von Natur aus Mischköster,- und schon das Buch der Bücher besagt ja, daß Gott, unser Herr, alle Früchte, alle Pflanzen, alle Vögel, Tiere und Fische uns zur Speise gab.
 

Faustus

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#18
Nun, jedenfalls für uns Alg IIer ist jeder Job zumutbar.
Mindestlohn gibt es bei ZA keinen,- nur: Hat die Zeitarbeitsagentur KEINEN Tarifvertrag, dann muß sie ihren Arbeitnehmern das bezahlen, was auch die normalen Beschäftigten bekommen. Deswegen haben nun fast alle Zeitarbeitsfirmen einen Tarifvertrag, und sei es nur auf dem Papier und mit einer Schein-Gewerkschaft.

Was den Arbeitsort angeht:
Wenn Du Dich vor Ort übergeben mußt, dann mach das halt. Das ist anfangs vielen im Schlachthof so passiert, man gewöhnt sich daran.
Aber z.B. Diabetiker reagieren auf den Schlachtfleischgeruch allergisch, sie können dort nicht sein, wo dieser auftritt.
Sowas könnte angebracht werden im Vorfeld,-
auch wenn man nicht schwer schleppen darf (halbe Schweine wiegen schon ne Menge!).
Daran gewöhnen.... ha ha von wegen ; entweder kann man es gleich oder nie. Wo kämen wir hin wenn jeder alles könnte. Dann brauchten wir keine Berufe mehr. Diesen Drecksack von SB möchte ich mal gerne im Schlachthof erleben. Als Handwerker habe ich mal im Schlachthof Reparaturarbeiten machen sollen, kamm aber aus dem kotzen nicht raus und mußte abbrechen.
der Chef schickte dann einen Anderen.
 

Kaleika

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#19
Als Vegetarierin - von Kindesbeinen an - würde ich mich weigern, in einer Schlachterei zu arbeiten.
Tiere sind meine Freunde und meine Freunde esse ich nicht. Das geht einfach nicht!
Ich bin ja auch keine Kanibalin.
Im Supermarkt schleiche ich immer im großen Abstand an der Fleischtheke vorbei, weil das tote Fleisch so entsetzlich stinkt, was ich so widerlich finde.
Arbeiten könnte ich dort einfach nicht, bei dem Gestank, dem rohen Fleisch.
Solch Gewissensentscheidung muss doch auch hier zählen!
Kaleika
 
E

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#20
SGB II § 10 Zumutbarkeit

(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
Ich wäre seelisch nicht dazu in der Lage, in einem Schlachthof zu arbeiten.
 
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#22
Schwerpunkt Zumutbarkeit

Hallo Harald.Auf deinen Fall bezogen gibt es eine Möglichkeit dieser Saktion entgegen zu wirken mit Folgender Begründung.Es reicht für die Behörde nicht aus, lapidar auf den § 10 SGB 2 hinzuweisen.Die Arge darf nicht in Arbeitsverhältnissen vermitteln, die gegen die guten Sitten verstoßen (§ 138 BGB)

Dies ist lediglich meine eigene Meinung kein Rechtsbeistand
 
E

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#23
SGB II § 10 Zumutbarkeit

(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,

Ich wäre seelisch nicht dazu in der Lage, in einem Schlachthof zu arbeiten.
genauso sieht das aus
wenn du das nicht erträgst, was ich absolut verstehen kann, bleibt nur widerspruch und klage

ich würde hier mal stark vermuten, dass die mal wieder geld einsparen wollen
echt unglaublich
 
E

ExitUser

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#24
Hallo Harald.Auf deinen Fall bezogen gibt es eine Möglichkeit dieser Saktion entgegen zu wirken mit Folgender Begründung.Es reicht für die Behörde nicht aus, lapidar auf den § 10 SGB 2 hinzuweisen.Die Arge darf nicht in Arbeitsverhältnissen vermitteln, die gegen die guten Sitten verstoßen (§ 138 BGB)

Dies ist lediglich meine eigene Meinung kein Rechtsbeistand
ich bezweifle und glaube nicht, dass die arbeit in schlachthöfen gegen die guten sitten verstößt.
 
E

ExitUser

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#25
Nun, jedenfalls für uns Alg IIer ist jeder Job zumutbar.

stimmt nicht!


Was den Arbeitsort angeht:
Wenn Du Dich vor Ort übergeben mußt, dann mach das halt.

Ein toller Rat!

Das ist anfangs vielen im Schlachthof so passiert, man gewöhnt sich daran.

oder auch nicht, ich würde daran kaputt gehen, und nicht nur kotzen!
Es gibt viele gute Gründe, warum das unzumutbar sein kann...
 

TommyHedger

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#26
Wenn ich das jetzt richtig gesehen habe: Zwei Beiträge von Harald zur Frage an sich und genau eine ernstzunehmende Antwort (von wusel). Die restlichen 21 Beiträge glatt destruktiv - Hauptsache den Job vermeiden.

@Harald, ich würde mal sagen - nimm das Angebot an, wenn das noch geht. Selbstverständlich ist das bei Zeitarbeit mit entsprechendem Lohn nicht das Wahre. Aber was will man nach drei Jahren Arbeitslosigkeit erwarten?

Doch wohl nur, daß man sich aus dem laufenden Arbeitsverhältnis heraus besser für was anderes bewerben kann. Und da sieht es bei Deiner Qualifikation nicht soo schlecht aus.

Gruß von jemandem, dem die Schweinehälften als Überbrückung nicht geschadet haben. ;-)
 
E

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#27
destruktiv

Gruß von jemandem, dem die Schweinehälften als Überbrückung nicht geschadet haben. ;-)
erinnert mich spontan an die blechtrommel und die geschichte mit den aalen
 

Assi0815

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#28
Ausbeutung UND

Wenn ich das jetzt richtig gesehen habe: Zwei Beiträge von Harald zur Frage an sich und genau eine ernstzunehmende Antwort (von wusel). Die restlichen 21 Beiträge glatt destruktiv - Hauptsache den Job vermeiden.

@Harald, ich würde mal sagen - nimm das Angebot an, wenn das noch geht. Selbstverständlich ist das bei Zeitarbeit mit entsprechendem Lohn nicht das Wahre. Aber was will man nach drei Jahren Arbeitslosigkeit erwarten?

Doch wohl nur, daß man sich aus dem laufenden Arbeitsverhältnis heraus besser für was anderes bewerben kann. Und da sieht es bei Deiner Qualifikation nicht soo schlecht aus.

Gruß von jemandem, dem die Schweinehälften als Überbrückung nicht geschadet haben. ;-)
"Schweinereien" "zur Überbrückung - wunderbar, dann sollten wir gleich den Mindestlohn auf 3,30 E legen und uns alle auf die Schlachtbank der Ausbeuter legen.

Der Aufstieg dann: vom Schweinehälftenträger zum graduierten Ausbeiner oder wie??
 
E

ExitUser

Gast
#29
Doch wohl nur, daß man sich aus dem laufenden Arbeitsverhältnis heraus besser für was anderes bewerben kann. Und da sieht es bei Deiner Qualifikation nicht soo schlecht aus.
Genau! Ganz bestimmt nimmt ein Arbeitgeber, der einen Industriekaufmann sucht, am allerliebsten jemanden, der sich gerade als Ausbeiner im Schlachthof verdingt - das qualifiziert absolut für eine Tätigkeit im Büro.

Denkst Du schon oder träumst Du noch?
 

harald-h1

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#30
Weiss jemand, wie es sich mit dem Stellenangebot verhält? Muss dieses in schriftlicher Form von der ARGE incl. Rechtsfolgebelehrung vorliegen oder reicht es wirklich, wenn ein Sachbearbeiter einfach mündlich mitteilt, dass ich mich bei der Zeitarbeitsfirma XY vorstellen muss. Wie gesagt, ich habe von dem Sachbearbeiter nur eine mündliche Aufforderung ohne Rechtsfolgebelehrung erhalten, dass ich bei der Schlachterei arbeiten müsse...

mfg Harald
 
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#31
Lass Dir von einem Psychiater ein Attest ausstellen daß Dir aus psychischen Gründen nicht zugemutet werden kann den ganzen Tag mit ermordeten Tieren zu verbringen, daß es Dich so graust daß Du davon Depressionen und Albträume bekommst...

Allerdings solltest du Dich falls Du Fleisch issst schon fragen ob Du angenommen hast daß das auf Bäumen wächst... Und daß es ja schliesslich irgendwer machen muss...

Schlachten darfst Du ohnehin nicht, schätze das wird eher Zerlegung etc sein.

Ich mache bei der Arbeit im Tierpark zT auch die Arbeit im Schlachtraum, auch Zerlegen von Rinderteilen etc, was ich an sich nicht schlimm finde, weil ich hab das Töten nicht in Auftrag gegeben und ich profitiere nicht davon und das Fleisch ist der Ausschuss den wir geschenkt bekommen.

Allerdings würde ich es aus religiösen Gründen ablehnen einen Job wo ich vom Tod von Tieren finanziell profitiere anzunehmen. Ich bin Buddhistin und es würde mir sehr schlecht gehen wenn ich so damit involviert wäre. Ich hätte jeden Tag ein schlechtes Gefühl dabei. Und ich finde wenn Du es aus diesen Gründen ablehnst kannst Du das auch per Attest tun.
 

wusel

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#32
leute das prob ist dabei
schlachthoff ist nicht gleich schlachthoff
wer sagt den das man diregt mit dem zerlegen zu tun hat ?
wer kann sagen das der betrieb jemanden sucht für die kartonage falten im lager oder messer einsammeln und diese zur reihnigung im betrieb bringen ?

keiner

ich kann nochmals sagen es kommt immer auf die tätigkeit an
wo man eingesetzt werden soll

und dann erst kann man genau was zu sagen wie
bin nicht in der lage diese tätigkeit zu machen aus körperlichen gründen
oder
kann das nicht mit mein gewissen vereinbaren ein tier zu töten ggf zerlegen

ohne genaue angabe kann man nicht entscheiden

und der begriff produktion ist vielseitig anzusehn
das fängt an von töten der tiere und hört bei der verpackung der fertigen stücke auf

und 5.60 euro als helfer sind nicht sittenwiedrig anzusehn
das ist der ganz normale satz in der zeitarbeit
kleinste gehalts stuffe

auch bei betrieben ohne zugehörigkeit einer gewerkschaft zu sein

besser informieren in sachen zeitarbeit
da gibts gewaltige unterschiede dazu



deine chance ist
frage nach der genauen tätigkeit und dann erst kannst du entscheiden ob du tauglich bist oder nicht

vll erfühlst du ja sogar den gesundheitlichen vorschriften ja garnicht für ein schlachtbetrieb in gewissen abteilungen wer weis das alles schon
 
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#33
Zu diesen Ausagen fehlen mir hier wirklich die Worte. 700 Euro für 40 Stunden ist nicht Sittenwiedrig das ich nicht lache.Das ist lohndumping und klar ist es so das Zeitarbeit so ist aber trotzdem ist es kein muss diesen blödsin anzunehmen.Wenns hart auf hart kommt dann hol dir ein Ärztliches Artest den da kommt die Arge eh nicht gegen an. Schlachter arbeit hin oder her man brauch sich nicht immer auf § fest halten die meisten § sind eh nur da um das SGB zu schmücken......
 

Kerstin_K

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#34
Weiss jemand, wie es sich mit dem Stellenangebot verhält? Muss dieses in schriftlicher Form von der ARGE incl. Rechtsfolgebelehrung vorliegen oder reicht es wirklich, wenn ein Sachbearbeiter einfach mündlich mitteilt, dass ich mich bei der Zeitarbeitsfirma XY vorstellen muss. Wie gesagt, ich habe von dem Sachbearbeiter nur eine mündliche Aufforderung ohne Rechtsfolgebelehrung erhalten, dass ich bei der Schlachterei arbeiten müsse...

mfg Harald
Ich denke, hier läßt sich ein Ansatz finden.
 

wusel

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#35
eine Rechtsfolgebelehrung muss natürlich vorrausgehn das ist klar
mündlich zählt nicht diregt

das gespräch hätte ja auch nicht stattgefunden wenn es hart auf hart kommen sollte :)


darum schriftlich
per aushändigung oder per post muss die Rechtsfolgebelehrung draus zu erkennen sein

dumm nur wenn der sb nicht allein im raum war dann kann der natürlich wenns hart kommt behaubten dir wurde die Rechtsfolgebelehrung mittgeteilt und die angebotene stelle dazu
 

Kaulquappe

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#36
Weiss jemand, wie es sich mit dem Stellenangebot verhält? Muss dieses in schriftlicher Form von der ARGE incl. Rechtsfolgebelehrung vorliegen oder reicht es wirklich, wenn ein Sachbearbeiter einfach mündlich mitteilt, dass ich mich bei der Zeitarbeitsfirma XY vorstellen muss. Wie gesagt, ich habe von dem Sachbearbeiter nur eine mündliche Aufforderung ohne Rechtsfolgebelehrung erhalten, dass ich bei der Schlachterei arbeiten müsse...

mfg Harald
Weiß das jemand?
 

Erntehelfer

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#37
Alles was ich weis ist, daß diese Rechtsfolgebelehrungen bei Arbeitsangeboten für Zeitarbeit ob schriftlich oder mündlich allemal unvollständig sind, denn natürlich verraten die nicht, daß man Zeitarbeit auch ohne das Risiko einer Sanktion ablehnen kann. Wer dazu genaueres wissen will kann mich gerne danach fragen.

Gruß Erntehelfer
 
E

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#38
Alles was ich weis ist, daß diese Rechtsfolgebelehrungen bei Arbeitsangeboten für Zeitarbeit ob schriftlich oder mündlich allemal unvollständig sind, denn natürlich verraten die nicht, daß man Zeitarbeit auch ohne das Risiko einer Sanktion ablehnen kann. Wer dazu genaueres wissen will kann mich gerne danach fragen.

Gruß Erntehelfer
Ich frage dich :)
 

wusel

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#39
Alles was ich weis ist, daß diese Rechtsfolgebelehrungen bei Arbeitsangeboten für Zeitarbeit ob schriftlich oder mündlich allemal unvollständig sind, denn natürlich verraten die nicht, daß man Zeitarbeit auch ohne das Risiko einer Sanktion ablehnen kann. Wer dazu genaueres wissen will kann mich gerne danach fragen.

Gruß Erntehelfer
du weist schon das es nicht geht
du weist das eine zeitarbeitsfirma eine reguläres unternhemen ist mit dem du ein vertrag machst und nicht mit deren kunden
von daher versteh ich deine aussage nicht so ganz
auch wenn die za wenig zahlt ist das ein reguläres unternehmen wo man die selben rechte hat wie in ein anderen betrieb
 
E

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#40
Alles was ich weis ist, daß diese Rechtsfolgebelehrungen bei Arbeitsangeboten für Zeitarbeit ob schriftlich oder mündlich allemal unvollständig sind, denn natürlich verraten die nicht, daß man Zeitarbeit auch ohne das Risiko einer Sanktion ablehnen kann. Wer dazu genaueres wissen will kann mich gerne danach fragen.

Gruß Erntehelfer
Ich frage Dich auch.


Viele Grüße,
angel
 

Erntehelfer

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#41
Dies wird nun einer meiner längeren Beiträge hier im Forum.

Ich frage Dich auch.
Danke für das Interesse, welches ihr an der Sache habt

du weist schon das es nicht geht
Ich weis das es geht, denn bei mir geht es.

du weist das eine zeitarbeitsfirma eine reguläres unternhemen ist mit dem du
ein vertrag machst und nicht mit deren kunden
Eine Zeitarbeitsfirma ist gemessen an den Normen unseres Grundgesetzes nicht normal und genau das ist der Punkt an dem ich mich orientiere.

von daher versteh ich deine aussage nicht so ganz
Dann lese unser Grundgesetz.

auch wenn die za wenig zahlt ist das ein reguläres unternehmen wo man die selben rechte hat wie in ein anderen betrieb
Das hatte ich anders erlebt. Wenn es dich interessiert, dann kann ich Dir detailliert darstellen warum es gerade nicht so ist wie Du sagst.


Ich stelle nun zunächst ein paar Links zu Gesetzen im Internet voran.

Grundgesetz
Art 1 Art 2Art 9 Art 12 Art 19 Art 20 Art 20a

Gesetz zur Regelung der Gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG)
http://www.gesetze-im-internet.de/a_g/index.html

BGB Leihe

...und dann noch eine Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts von Januar 2005 http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg05-002.html
Die Verfassungsbeschwerden (Vb) von acht Verleihunternehmen und zwei
Arbeitgeberverbänden der Leiharbeitsbranche, die sich gegen § 3 Abs. 1
Nr. 3, § 9 Nr. 2 und § 10 Abs. 4 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)
wandten, sind von der 2. Kammer des Ersten Senats des
Bundesverfassungsgerichts nicht zur Entscheidung angenommen worden.
Durch die angegriffenen Vorschriften werden Grundrechte der
Beschwerdeführer (Bf) nicht verletzt.
Aus dieser Mitteilung geht zum einen eindeutig die Verfassungswiedrige Motivation der Verleihunternehmer im allgemeinen hervor und das Gericht benützt auch ganz unbefangen die Begriffe "Leiharbeit", "Verleihunternehmen", "Entleiherbetrieb" und "Leiharbeitnehmer". Demnach gehe ich davon aus, daß es sich um den Verleih des Arbeitnehmers handelt, der als Person ebenfalls die Grundrechte im Grundgesetz (Art. 1 bis 19) beansprucht. Das Gericht hat sich aber nicht mit dem Thema „Leihe“ befasst, sondern lediglich eine Abwägung von Grundrechten vorgenommen. In Abschnitt c) der Erwägungen bezieht sich das Gericht auch auf die Tarifautonomie.
Die Regelungen wirken sich auf die Tarifautonomie nicht übermäßig
belastend aus. Denn auf Grund der gesetzlichen Tariföffnungsklausel wird
das Betätigungsrecht der Tarifvertragsparteien nicht eingeschränkt.
Wer aber sind diese Tarifvertragsparteien? Es sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber und das „ Betätigungsrecht der Tarifvertragsparteien“ beschränkt sich doch nur auf die Festschreibung einer Lohnhöhe auf die man sich einigt. Lohn aber ist Geld für Arbeit.

Wie wir erst in jüngerer Zeit festgestellt haben bestehen zwischen Verleiher und Entleiher auch Verträge, die sogar einen Zwischenhandel ermöglichen (http://www.discount-zeitarbeit.de/). Spätestens bei diesem Angebot muss es auch den denkunfähigsten Mitbürger/innen auffallen, daß es sich demnach nicht nur um die Weitergabe von Arbeit an Dienstleister, sondern direkt um den Handel mit Arbeitskräften handelt. Es ist ein Arbeitnehmermarkt, bei dem sich Nachfrage und Angebot am Preis des Arbeitnehmers orientieren und nicht ein Arbeitsmarkt. Wie jeder weis, ist das verboten.

Aber was ist ein Arbeitnehmer wirklich wert? Wer bestimmt diesen Wert und ist es eigentlich legitim einer Person einen Wert zu geben oder den Wert einer Person gemessen an ihrer Qualifikation festzulegen? Ich bin davon überzeugt, daß man in dieser Frage nicht nur mit Art. 12 GG sondern vor allem mit Art. 1 und Art. 2 Abs. 1 GG in Konflikt gerät. Jemand der seinen Wert höher einschätzt wie ein profitorientierter Verleiher, der kann diesen Wert ohne weiteres für sich beanspruchen, ohne die Rechte anderer zu verletzen und ohne gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz zu verstoßen.

Im konkreten Fall haben wir die Situation, daß ein qualifizierter Arbeitsuchender über einen Verleiher in einen Berufsfremden Job vermittelt werden soll, wobei er nicht direkt, sondern über einen Verleiher zu einem Dumpinglohn arbeiten soll. Er wurde aber nicht gefragt, ob er sich freiwillig verleihen lassen würde. Weil diese Entscheidung immer nur individuell durch die betroffenen Personen gefällt werden kann, möchte ich auch niemandem direkt zu einer Entscheidung drängen. Ich kann nur sagen, daß es bei mir so funktioniert; wer mich verleihen möchte der muss an mich zusätzlich zum Tariflohn 10,-Eur/Std. bezahlen, ansonsten lasse ich mich nicht frweiwillig auf den Verleih meiner Person ein, denn ich halte das sonst für würdelos und freiheitseinschränkend.

Dabei beziehe ich mich auch zusätzlich auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) wo Leihverträge nur für Sachen beschrieben sind. Ich bin aber eine Person die mit Würde und Freiheit ausgestattet ist und keine Sache und deshalb kostet das und das bestimme ich selbst.

Wusel sagt „ich wisse schon das es nicht geht“, aber dem ist nicht so. ich weis es weil ich es selbst ausprobiert habe und weil ich deshalb immer noch keine Sanktion habe und deshalb mache ich mir hier die Mühe um es nochmals detailliert und hoffentlich verständlich zu beschreiben. Angenommen harald-h1 würde eine Sanktion bekommen wenn er den unentgeltlichen Verleih seiner Person ablehnt, dann kann er sich doch immer noch auf die Rechtsfolgebelehrung berufen, in der die Möglichkeit der Ablehnung nicht legitimiert wurde, obwohl sein Grundrecht auf Würde und auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit dadurch gebeugt wird. Ich denke diese Argumentation würde vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben, denn die Beweislage ist anhand der gegebenen Gesetze und der Praxis dieser Verleihunternehmen garnicht so übel.


Gruß Erntehelfer
 

wusel

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#42
solang es kein eindeutiges urteil vom Bundesverfassungsgericht
gibt
ist das ganze thema zeitarbeit ein ganz normaler job
und ich gedenke mal nicht wenn einer eine sanktion bekommt das diese persohn den mum und das geld dazu hat eine klage vor dem Bundesverfassungsgericht einzureichen damit die ganze sache entgültig entschieden wird

und das ist das problem
zurzeit gilt zeitarbeit ist eine ganznormale firma mit der man ein vertrag abgeschlossen hat
was diese nun macht ist ihr ding solang sie die lizens besitzt eine arbeitnehmerüberlassung zu führen

und diese wird jede leichbude ja haben
auch da gilt als arbeitsloser
wer ein angebot von arbeit auch leicharbeit ablehnt oder zur einstellung vereitelt kann sanktioniert werden

so ist leider und da wird sich lange zeit sich nix dran ändern biss eine entgültige entscheidung fällt
 

Erntehelfer

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#43
solang es kein eindeutiges urteil vom Bundesverfassungsgericht
gibt
ist das ganze thema zeitarbeit ein ganz normaler job
und ich gedenke mal nicht wenn einer eine sanktion bekommt das diese persohn den mum und das geld dazu hat eine klage vor dem Bundesverfassungsgericht einzureichen damit die ganze sache entgültig entschieden wird

und das ist das problem
zurzeit gilt zeitarbeit ist eine ganznormale firma mit der man ein vertrag abgeschlossen hat
was diese nun macht ist ihr ding solang sie die lizens besitzt eine arbeitnehmerüberlassung zu führen

und diese wird jede leichbude ja haben
auch da gilt als arbeitsloser
wer ein angebot von arbeit auch leicharbeit ablehnt oder zur einstellung vereitelt kann sanktioniert werden

so ist leider und da wird sich lange zeit sich nix dran ändern biss eine entgültige entscheidung fällt
Meine ARGE hat das wohl schon ohne Gericht eingesehen und die werden einen Teufel tun, jemandem die Möglichkeit einzuräumen mit dieser Sache ein Gericht zu befassen. Den Mum hätte ich, und die finanzierung ist bekanntermaßen für Hartzis auch nicht das Problem. Ich denke, daß man bei sowas sogar auf die Unterstützung der Gewerkschaften hoffen kann. Du musst ja nicht gleich von Dir auf andere schließen.

Die Art wie Du hier aber versuchst die Sanktion bei Ablehnung von Leihbuden zu verteidigen lässt mich vermuten, daß Du mit denen unter einer Decke steckst. Natürlich macht ein AN einen Vertrag, aber dieser regelt doch nur den Lohn und deshalb muss er auf freiwilliger Basis entstehen. Wer ein Entgelt für den Verleih seiner Person beansprucht, der kann niemals zum unentgeltlichen Verleih von sich selbst gezwungen werden und genau das hat der Gesetzgeber versäumt zu regeln.
 

wusel

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#44
lols nun geht das schon wieder los hehe
ich untereiner decke mit denen ? nieeemals ;)

nur das ist tatsache das es so gehandhabt wird leider und auch die gerichte entscheiden so

zaf ist und bleibt leider eine ganz normale firma
wo man alle rechte als arbeitnehmer hat und auch pflichten

und wenn mann diese ohne einen triftigen grund ablenht kann sanktioniert werden so ist das und nicht anders

da kannst du 100mal mit deinen grundgesetz winken das jukt die sozialgerichte wenig

jung streng mal dein bissel hirn an
nur wenn einer hier die tatsachen sagt heist da noch lange nicht das ich einer von denen bin hehe

irgentwie lustig

aber währ ich das mal dann würde das ganze ganz anders laufen :) aber 100pro
 

Martin Behrsing

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#45
lols nun geht das schon wieder los hehe
ich untereiner decke mit denen ? nieeemals ;)

nur das ist tatsache das es so gehandhabt wird leider und auch die gerichte entscheiden so

zaf ist und bleibt leider eine ganz normale firma
wo man alle rechte als arbeitnehmer hat und auch pflichten

und wenn mann diese ohne einen triftigen grund ablenht kann sanktioniert werden so ist das und nicht anders

da kannst du 100mal mit deinen grundgesetz winken das jukt die sozialgerichte wenig

jung streng mal dein bissel hirn an
nur wenn einer hier die tatsachen sagt heist da noch lange nicht das ich einer von denen bin hehe

irgentwie lustig

aber währ ich das mal dann würde das ganze ganz anders laufen :) aber 100pro
Wir nehmen wusel jetzt mal seine rheinische (ich glaube Düsseldorfer) Mentalität nicht so eng. "Jung" zu jemanden zu sagen, bedeutet dort eher, dass man immer Recht hat, auch wenn man es nicht hat. Dies ist die Mentalität vom Niederrhein und erst recht Düsseldorf.
Bitte achte dennoch darauf, dass es Menschen gibt, die bei so etwas irritiert sind. Nicht jeder kommt aus dem Rheinland und weiß damit umzugehen.
 

Erntehelfer

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#46
aber währ ich das mal dann würde das ganze ganz anders laufen :) aber 100pro
Warscheinlich ist es so gelaufen, weil Du es nicht warst. ...-Was eigentlich?
Ich kann an Deinem Beitrag auch nichts witziges finden sondern nur eine Ausdrucksweise, die mich persönlich etwas ärgert. Bleib doch beim Thema. Nur weil wir in dieser Frage unterschiedlicher Auffassung sind, müssen wir uns nicht gleich so zoffen oder? Ich denke ich habe meine Ausführungen auch hinreichend begründet, während Du nur Behauptungen aufstellst.
 

wusel

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#47
wer stresst den ?
du nicht ich
du behaubtest irgentwas und ich gebe kontra so einfach ist das

du hast dein standpunkt klargestelt was für mich auch völlig legitim ist
ich hab die tatsachen klar gestellt

nun kann sich jeder was aussuchen was zu einem passt

ich habe auch kein prob mich gegen zeitarbeit oder ähnlichem zu währen
egal wie das ausschaut nur man muss die fakten der realität sehn und was von gesetz zugelassen ist und was nicht

und da hast du ein prob mit zumindes in sachen zeitarbeit wo wir ja drüber diskutieren
 

Erntehelfer

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#48
wer stresst den ?
du nicht ich
du behaubtest irgentwas und ich gebe kontra so einfach ist das

du hast dein standpunkt klargestelt was für mich auch völlig legitim ist
ich hab die tatsachen klar gestellt

nun kann sich jeder was aussuchen was zu einem passt

ich habe auch kein prob mich gegen zeitarbeit oder ähnlichem zu währen
egal wie das ausschaut nur man muss die fakten der realität sehn und was von gesetz zugelassen ist und was nicht

und da hast du ein prob mit zumindes in sachen zeitarbeit wo wir ja drüber diskutieren
Nein, damit habe ich kein Problem sondern harald-h1 hat es. Und ich habe auch nicht einfach was behauptet, sondern ich habe etwas aus meiner Erfahrung geschildert, und weil ich dabei einen anderen Ansatz verfolge, habe ich es auch begründet. Wenn das nun ein Gericht anders sehen sollte, wovon ich nach wie vor nicht ausgehe, dann müsste es mir ja in der Sache wiedersprechen. Das hast Du aber nicht getan. stattdessen schreibst Du:
nur das ist tatsache das es so gehandhabt wird leider und auch die gerichte entscheiden so
Ich weis nicht wie Du darauf kommst.
 
E

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#49
@ Erntehelfer, danke für die ausführlichen Infos.
Ich werde das verwenden, wenn das Arbeitsamt wieder mal versucht, mich in eine Zeitarbeitsfirme zu zwingen.
Ich soll Teilzeit bei der ZA arbeiten statt Minijob am Ort. Unterm Strich bliebe mir bedeutend weniger übrig (bombige Fahrtkosten und Abzüge), ich müsste als Hilfsarbeiterin arbeiten statt wie bisher anspruchsvoller.
Da sind Deine Argumente sehr wichtig für mich.
Ich kenne ZAs von meinem Ältesten, und ich kann nur sagen: brechreizerregend!

Viele Grüße,
angel
 

ethos07

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#50
@Erntehelfer

dank dir für die Beschreibung Deines Wegs, dich nicht "verwursten" zu lassen!
Meine ARGE hat das wohl schon ohne Gericht eingesehen
- Würd mich noch näher interessieren: Hast du das im Do-IT-Yourself-Alleingang oder mit Hilfe eines RAs oder anderen RechtsSchlauen so hinbekommen?

- Lief die "Einigung" nur mündlich oder hast du dazu vielleicht die SChreiben der ARGE für uns (in Auszügen)?
Oder ggf. auch per PM an mich - bin zwar im Moment nicht selbst betroffen, aber einem Bekannten droht diese arge-Verwurstung jetzt wohl...

@wusel - sei so nett und antworte du mal nicht. Generell hast du natürlich recht, dass Dinge erst rechtlich festgeklopft sind [... sagen wir mal, wenigstens bis zur nächsten 'Revolution' oder so :icon_hihi:], wenn das BSG entschieden hat. Aber das darf uns doch nicht hindern, mit allen erdenklichen Wegen tausendfach gegen die Zumutungen der ARGEn vorzugehen!!! gewiss ist es auch gut zu wissen, wenn etwas genrell nicht funktionieren kann. Aber hier haben wir ja im Erntehelfer den lebenden Beweis, dass die Gegenwehr, so wie er sie gemacht hat, offenbar zumindest schon 1x positiv funktioniert hat. Also bitte: auch einen Versuch wagen, statt andere zu entmutigen!
 

Erntehelfer

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#51
Ja gerne. Ich möchte aber noch vorausschicken, wie ich überhaupt zu dieser Sache gekommen bin.
Ich war 2004/2005 bei einer ZA, die mich gemäß meiner Qualifikation (Feinmechaniker) beschäftigt hatte. Diese kündigte mir und ich musste mir den Rest des mir zustehenden Geldes beim Arbeitsgericht erstreiten. Das musste ich auch bei dem vorherigen Arbeitgeber und bei dem nachfolgenden auch. Diese Rechtsanträge hatte ich ohne Anwalt erfolgreich durchgebracht. Jedenfalls war ich nach der ZA im Frühjahr und Sommer 2005 arbeitslos (Alg1) und sollte mich bei einer ZA-Spelunke in Stuttgart bewerben. Dort hatte man beim Vorstellungsgespräch kein sonderliches Interesse an mir. Ich war um 11Uhr eingeladen und saß um 11:30 immer noch da und wartete, was zur Folge hatte, daß ich die Spelunke dann ohne Gespräch verliess, weshalb ich eine Sperrzeit bekommen sollte. Die ZA hatte mich bei der Agentur angeschwärzt. Ich nahm mir, weil ich mich mit Sozialrecht nicht auskannte einen RA, welcher zwar ein par Brife schrieb aber nichts erreichte. Deshalb begann ich mich mit der Materie selbst zu beschäftigen und damals war eben diese Pressemitteilung des BVG noch recht neu. Deshalb schrieb ich eine auf den damaligen Fall bezogene Judikatur, die 7 Seiten lang war und bereits den hier von mir eingebrachten Sachverhalt beinhaltete für meine Arbeitsvermittlerin, um ihr zu signalisieren, daß es bei mir keinen Sinn mehr macht mich in ZA zu vermitteln. Sie hatte das auch eingesehen.

Aktuell ist es so, daß ich Alg2 beziehe. Am 3. Mai hatte ich einen Termin beim SB zwecks EGV und war dabei dank Elo auch bestens vorbereitet. Der SB wollte, daß ich mich "bei allen 40 ZA im mittleren Neckarraum bewerbe", weshalb ich natürlich in Anwesenheit eines Zeugen auch mündlich äusserte, daß ich mich nicht kostenlos verleihen lasse und eine solche EGV deshalb keinen Sinn habe. Er druckte dann eine unverschämte EGV in der schon enthalten war, daß die Alternative eine Begutachtung beim psychologischen Dienst wäre. Weil diese EGV nicht verhandelbar war unterschrieb ich sie auch nicht. Der SB machte dann einen Verwaltungsakt, dem ich mit 4 Seiten Widerspruch begegnete. Natürlich kam der Sachverhalt "unverleihbare Person" auch da mit rein. Ich hoffe man kann es entziffern, es steht im unteren Absatz "Zumutbarkeit".
 

Martin Behrsing

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#52
Hallo Leute,

ich will mich erstmal kurz vorstellen. Ich heisse Harald, bin 34 Jahre alt, gelernter Industriekaufmann und nun seit 3 Jahren arbeitslos. Jetzt habe ich zum ersten Mal ein Problem mit der ARGE:

Als ich letzte Woche einen Termin bei meinem Sachbearbeiter hatte, teilte dieser mir mit, dass ich mich bei der Zeitarbeitsfirma XY vorstellen müsse, da diese einen Job für mich hat. Vorort bei der Zeitarbeitsfirma erklärte man mir, dass ich als Produktionshelfer in einem nahegelegenen Schlachthof für 700 € netto arbeiten dürfte (Vollzeit, 40 Stundenwoche). Diesen Job lehnte ich ab, weil mir schon beim Gedanken daran kotzübel wurde.

Nun habe ich Post von meinem Sachbearbeiter erhalten, dass mir jetzt meine Leistungen um 30 % gekürzt werden sollen, weil ich eine zumutbare Stelle abgelehnt habe. Dazu jetzt meine Fragen:

1. Ist wirklich jede Stelle zumutbar?
2. Gibt es im Bereich Zeitarbeit einen Mindestlohn oder eine Grenze, wo man Zeitarbeit ablehnen darf?
3. Was würdet ihr mir raten, wie ich mich gegen die Kürzung der Leistungen zur Wehr setzen kann?

Ich bin für jeden Rat dankbar,

euer Harald
Eine Tätigkeit in einer Schlachterei ist nicht zumutbar, wenn man dafür ethische Gründe vortragen kann. Dabei reicht es völlig aus, dass man sich vegetarisch ernährt, weil man alleine schon aus Gründen der Massentierhaltung und der Achtung vor jedem Lebewesen auf das Fleisch verzichtet.
 

Erntehelfer

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#53
Eine Tätigkeit in einer Schlachterei ist nicht zumutbar, wenn man dafür ethische Gründe vortragen kann. Dabei reicht es völlig aus, dass man sich vegetarisch ernährt, weil man alleine schon aus Gründen der Massentierhaltung und der Achtung vor jedem Lebewesen auf das Fleisch verzichtet.
Genau. Das wäre sowiso die beste Argumentation. Es muss ja nicht gleich eine Krankheit sein die einen daran hindert.
 

Erntehelfer

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#54
Am 14. Mai kam die Antwort auf den Widerspruch. Ich hab sicherheitshalber den Briefkopf mit Gimp abgeschnitten.
Seitdem habe ich in dieser Sache nichts mehr von denen gehört.
An einer psychologischen Begutachtung habe ich aus Eigeninitiative und ohne EGV nur im Rahmen meiner allgemeinen Mitwirkungspflicht teilgenommen. Im abschließenden Gespräch mit der dortigen Psychologin konnte ich erfahren, daß sie zu einem recht zufriedenstellenden Ergebnis kam, was aber aus meiner Sicht nichts weiter zur Sache tut, da es sich nicht um eine unabhängige Begutachtung handelt.
 

ethos07

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#55
@ Erntehelfer

vielen Dank für die ausführliche Darstellung.
Deine schriftliche Begründung, warum du dich in keine ZA vermitteln läßt fand ich bei meiner bisherigen ersten Lektüre überzeugend. :icon_stern:
Manches müßte man dann zu den darauf folgenden schritten noch genauer wissen, um den als zweites eingescannten Bescheid besser einschätzen zu können. Denn da könnte, nur so als meinen ersten Baucheindruck, schon noch die eine oder andere wüste Drangsalierung gegen dich folgen. (Auf deine Argumente wird ja in diesem ArGe-Schreiben z.B. mit keinem Wort eingegangen - hmmm:mad:.)
Aber hoffen wir, dass es gut geht. Und du in Ruhe gelassen wirst.

Gruß!
ethos07

Da diese Diskussion nun doch ziemlich vom Problem, das harald-h1 hier eingebracht hat, wegführt, schlage ich vor, hier zu deinem Fall erstmal einen Punkt zu machen. Und bei Bedarf machst du einfach ein neues Thema zu deinem Fall auf ? (mit kleinem link zu hier, damit du nicht alles nochmals beschreiben und einscannen mußt).
 

Erntehelfer

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#56
Der Psychoknüppel

Ich bin auf alles gefasst. Die wissen, daß bei mir in dieser Angelegenheit nicht mehr viel Spaß herrscht, denn ich habe auch schon mit SG gedroht. Deshalb haben sie mir auch den Psychoknüppel zwischen die Beine geschmissen. Aber daran arbeite ich momentan auch. Das ist ein anderer Themenkomplex, den ich beizeiten natürlich auch hier posten werde. Während die das immer durcheinanderwerfen, sehe ich das als zwei getrennte Dinge. Ich habe mein Pulver noch lange nicht verschossen.
 

ethos07

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#57
@ harald-h1

Guten Morgen!

Wie geht*s denn bei dir voran?

Weiss jemand, wie es sich mit dem Stellenangebot verhält? ...
Hat dir das Amt vielleicht inzwischen schon etwas schriftliches zu diesmem dollen mündlichen Stellenangebot zukommen lassen?

Wenn das so, wie Martin Behrsing sagt, ausreicht als Ablehnungsargument und du die Schlachthof-Stelle allein durch Vortrag dieses Grunds auch gar nicht antreten mußt , wäre ja prima.
 

tamiflu

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#58
ich würde einfach über die bratwürste mich ergeben dann schauen wer mal, wie lange die dich weiter beschäftigen!
 

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#59
tja, es kommen einem hier wirklich x feiste Gegenwehrs in den Sinn, :icon_kinn:
dachte auch schon, wie es hier wäre, mal eben zum Islam überzutreten...

Aber da harald-h1 hier schon länger verstummt ist, vermute ich, dass ihm unsere extravaganten Vorschläge im Moment auch nicht wirklich weiterhelfen...

@ erntehelfer: gut zu hören, dass du noch Reserven hast bei deiner Geschicht.
 

harald-h1

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#60
Hallo Leute,

erstmal sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe aber ich führe hier im moment einen KRIEG!

Der Stand der Dinge:
Nach der Androhung der ARGE mir meine Sozialleistungen zu kürzen bin ich erstmal auf das örtliche Gericht gegangen, um einen Antrag auf kostenlose Rechtsberatung zu stellen. Mit dem Antrag bin ich dann zu meinem Rechtsanwalt gegangen, dem ich die Situation geschildert habe. Der Rechtsanwalt war ebenfalls der Auffassung, dass ein Stellenangebot schriftlich incl. Rechtsfolgebelehrung seitens der ARGE abgegeben werden muss. Dementsprechend hat er auch ein Anschreiben an meinen SB aufgesetzt.

Nachdem der Brief vom Anwalt bei meinem SB eingegangen ist, erhielt ich letzte Woche ein schriftliches Stellenangebot, wo ich mich bei einer anderen Zeitarbeitsfirma vorstellen soll, die ebenfalls einen Produktionshelfer für eine andere Schlachterei sucht...

Wie es scheint, hat der SB das ganze etwas persönlich genommen und will nun demonstrieren, wer hier die Macht hat. Nun gut, dachte ich und habe mir überlegt, wie ich darauf reagieren soll.

Letzte Woche Freitag sollte ich mich bei der ZA vorstellen - was ich auch getan habe! Das Gespräch dauerte keine 30 sec. !!!
Warum?
Zu meinem Outfit:
Schwarzer Nadelstreifenanzug, weisses Hemd, schwarze Krawatte und ein schicker Sticker von der NPD! Versteht mich nicht flasch, mit dem Nazi-Pack habe ich nix zu tun, aber in diesem Fall waren sie wirklich mal zu etwas nützlich ;-) Wie mein SB darauf reagieren wird, werde ich dann wohl nächste Woche zu spüren bekommen...

euer Harald
 

ethos07

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#61
...meinegötter harald - - - da haste aber ne wirklich heisse story hingelegt - darf ich laut :icon_lol: - oder soll ich leise :icon_daumen:... oder muss ich offiziell :icon_evil:

(Mein Vorschlag falls der SB noch immer nicht genug ZA-t mit dir haben sollte, ergänzt dein Outfit das nächste Mal einfach noch durch ein schönes großes Schlachtermesser - nur einfach so zur Dekoration (versprich das!!), um zu zeigen wie allzeit nett & allüberall arbeitsbereit wir doch sind. Da kannste ja dann einen gegenläufigen Werbe-Schriftzug malen. Dazu mache jetzt keine Vorschläge ...
Schließlich ist jeder HartzIV-Single ungefragt zu einer "BedarfsGemeinschaft" deklariert worden - da kommt dann im Notfall eben schon so einiges an Meinungsvielfalt bei jedem einzelnen zusammen!)

Hoffentlich bleibt dein Anwalt bei seiner Position und zieht diese gegen die ArGe durch?
 
E

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#62
Hallo, Harald!

Was mich interessieren würde: was wurde in den nicht ganz 30 sec gesprochen?
 

harald-h1

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#63
Besprochen wurde in den 30 Sec. eigentlich gar nix! Ich habe mich mit meinem Namen vorgestellt und gesagt, dass ich von der ARGE geschickt wurde bezüglich eines Stellenangebots. Daraufhin hat der Typ von der ZA direkt gesagt, dass er momentan keine Stellenangebote für mich zur Verfügung hat, woraufhin ich mich freundlich verabschiedet habe - Ende!

Euer Harald
 
E

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#64
Besprochen wurde in den 30 Sec. eigentlich gar nix! Ich habe mich mit meinem Namen vorgestellt und gesagt, dass ich von der ARGE geschickt wurde bezüglich eines Stellenangebots. Daraufhin hat der Typ von der ZA direkt gesagt, dass er momentan keine Stellenangebote für mich zur Verfügung hat, woraufhin ich mich freundlich verabschiedet habe - Ende!

Euer Harald
Fürs nächste Mal laß es dir schriftlich geben, daß sie nichts für dich haben :)

So gehts dann auf Nummer sicher...
 

harald-h1

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#65
Stimmt schon, schriftlich wäre natürlich besser gewesen. Ich gehe aber mal davon aus, dass die ZA meinen SB angerufen hat und sich darüber beschwert hat, dass sie einen Nazi vorbeigeschickt haben. Da ich stark annehme, dass der SB auch in Zukunft keinen Stress mit irgendwelchen ZA`s haben möchte, wird er sich hüten, noch einmal zu versuchen mich an eine ZA zu vermitteln.

Nächste Woche weiss ich mehr ...und ps. - ich habe meine Munition auch noch nicht komplett verschossen!

Euer Harald
 

Kaulquappe

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#66
:confused: Ein Nazi hat sicher KEINE Probleme damit, in einer Schlachterei zu arbeiten, somit hast du dir das wichtigste Argument (das ja auch dein Argument war) selbst kaputt gemacht.

Und, glaube nicht, dass die Leute entsetzt sein werden, weil du ein Nazi bist (oder einen darstellst). Soooooo viele sind es auch ... der eine dunkelbeige, der andere richtig braun, der eine gibt es zu, der andere nicht etc. etc. Der eine steht beim Verprügeln von Unschuldigen da und sagt und tut nix, der andere applaudiert oder grinst oder was auch immer. Der andere gibt vor, Politik gegen die Nazis zu machen und ist selbst einer etc. etc.

Sie werden eher darüber erschrocken sein, dass du mit so nem Button rumläufst und denken, du spinnst ein bißchen oder so. Aber ob dich das vor dem Annehmen einer Stelle "rettet" ...?

Angeblich sind Nazis doch arbeitsam, da sie sich beklagen, dass Nichtdeutsche ihnen ihre Arbeitsstellen wegnehmen, also dann ...
 

mostes

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#67
Mensch Kaulquappe,

er hat es genau richtig gemacht!

Spannend wie die Arge auf sowas reagiert - noch ist die NPD ja nicht verboten.

Und zu Deinem ersten Satz : Hitler war Vegetarier - per se qualifiziert Faschismus als wohl eher nicht fürs Schlachthaus ( jedenfall, um da zu arbeiten ).

Im Übrigen schlage ich bei solchen Arbeitsangeboten im Bewerbungsgespräch immer die Frage nach einem Betriebsrat vor und bei Nichtvorhanden den brennenden Ehrgeiz, einen solchen nach Einstellung umgehend zu gründen.

Das funzt immer !!!
 

harald-h1

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#68
@Kaulquappe
Tatsache ist nunmal, dass in deutschen Fabriken auch Mitbürger ausländischer Herkunft arbeiten. Fakt ist auch, dass eine ZA nur Menschen sucht, mit denen sie möglichst wenig Stress haben. Ebenfalls ist es Fakt, dass auch der SB von der ARGE keinen Stress mit einer ZA haben möchte, da diese Ihm ja schließlich die Arbeit abnimmt. Denk mal drüber nach...

euer Harald
 

LumiDee

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#69
Stimmt schon, schriftlich wäre natürlich besser gewesen. Ich gehe aber mal davon aus, dass die ZA meinen SB angerufen hat und sich darüber beschwert hat, dass sie einen Nazi vorbeigeschickt haben. Da ich stark annehme, dass der SB auch in Zukunft keinen Stress mit irgendwelchen ZA`s haben möchte, wird er sich hüten, noch einmal zu versuchen mich an eine ZA zu vermitteln.

Nächste Woche weiss ich mehr ...und ps. - ich habe meine Munition auch noch nicht komplett verschossen!

Euer Harald

Hallo Harald,
also, auf was für Ideen du kommst...im Nadelstreifenanzug mit NPD-Steckker..tss tss..du Schlingel ;-)

Aber mal ernsthaft: Auch wenn du mit dem ganzen "Nazipack" in Wahrheit nichts am Hut hast, oder gerade dann, finde ich das mit dem Sticker nicht in Ordnung. Sorry, möchte dich nicht angreifen, hast dir vielleicht nichts dabei gedacht, wolltest nur nicht im Schlachthof arbeiten und hast gedacht:geschieht denen doch recht, dass sie verarscht werden( ich weiß natürlich nicht, was du dir in Wirklichkeit gedacht hast, ist nur ne vage Vermutung).
Aber ich finde ehrlich gesagt, sich mit der NPD zu solidarisieren-und sei es nur eine Verkleidung- und einen auf Nazi zu machen, ist irgendwie daneben. Da kann man sich bestimmt auch etwas anderes einfallen lassen, und notfalls ist man einfach ehrlich und sagt, mir wird vom Geruch nach rohem, totem Fleisch schlecht und ich hasse Schlachthöfe oder sowas.
Du solltest ja nur im Schlachthof arbeien, nicht selbst geschlachtet werden.
Das hätte es gerechtfertigt mit dem Nazi-Spielen. Dagegen ist zum Arbeiten gezwungen werden an einem Ort, der einem zuwider ist, zwar hart. Und Schlachthöfe mögen wirklich eklig sein. Aber in diesem Fall heiligt der Zweck wohl nicht die Mittel, meinst du nicht auch? Ich mein das nicht böse, ich fands nur keine sooo gute Idee.
Lumi
 

Hans3333

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#70
jup
dragqueen ist besser.
oder zeuge jehova.
nachher ist der sklavenhalter selber nazi und das wars dann.dann läd der dich noch zum kameradsschafttreffen ein.
 

wusel

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#72
habe letzens was dazu geschrieben
du hast soweit schlechte karten und in ein schlachthof zu arbeiten wie andere hier meinen sei nicht zumutbar ist total falsch

in ein schlachthof zu arbeiten heist noch lange nicht das man dort im zerlege bereich tätig ist

aber macht ihr mal ihr setzt euch alle auf dem hosenboden
aber wo du in einen punkt recht hast ist das die stellenangebote der arge/arbeitsamt immer mit rechtsfolgebelehrung sein muss

der punkt geht dann an dich aber alles andere nicht
um sowas abzuwenden sollte man schon wissen was man macht oder mit sanktionen leben so einfach ist das

nun viel erfolg ich schau mir das weiter an :)
 

Kaulquappe

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#73
Mensch Kaulquappe,

er hat es genau richtig gemacht!

Spannend wie die Arge auf sowas reagiert - noch ist die NPD ja nicht verboten.
UN-spannender geht es gar nicht ...

Und zu Deinem ersten Satz : Hitler war Vegetarier - per se qualifiziert Faschismus als wohl eher nicht fürs Schlachthaus ( jedenfall, um da zu arbeiten ).
Ne is klar, Menschen töten ist kein Problem, aber Tiere töten geht nicht :icon_neutral:

Hitler war Vegetarier, sicher nicht aus Liebe zu Tieren, sondern weil er Probleme mit Fleisch hatte, es nicht vertrug.
 

Kaulquappe

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#74
@Kaulquappe
Tatsache ist nunmal, dass in deutschen Fabriken auch Mitbürger ausländischer Herkunft arbeiten.
Wie überall ! Und?

Fakt ist auch, dass eine ZA nur Menschen sucht, mit denen sie möglichst wenig Stress haben.
JEDER sucht das, nicht nur ZA-Firmen. Den Zeitarbeitfirmen biste nur NOCH egaler als den anderen.

Ebenfalls ist es Fakt, dass auch der SB von der ARGE keinen Stress mit einer ZA haben möchte, da diese Ihm ja schließlich die Arbeit abnimmt. Denk mal drüber nach...
Vielleicht solltest eher DU darüber nachdenken ;-)
 

mostes

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#75
Kaulquappe, Du Fast - Frosch,

nun quark hier mal nicht so rum und mach mich noch böse.

Geh mal an den Anfang des Thread und vergewissere Dich, um was es hier überhaupt geht.

Hier geht es nicht um Faschismus oder Menschen- bzw. Tiertötung.

Und unterstell mir nicht nochmal , Tiertötung wäre mir egal; dann bekommst Du es mit meiner Katze zu tun.

Du hast die Frage offensichtlich nicht verstanden und paulst hier die Leute an.

Vielleicht war Haralds Methode ja nun nicht der Brüller - gleichwohl faselst du hier total aus dem Zusammenhang gerissen rum und unterstellst Menschen üble Ansichten. Hier ging es darum, eine bestimmte Tätigkeit nicht ausführen zu müssen - um nichts anderes.

Ich finde es immer noch spannend, wie die Arge mit solcher einer - zugegeben - ungewöhnlichen Aktion umgeht und eine evtl. Sanktion begründen wird.

Beglückwünschen möchte ich Dich für Deine profunden Kenntnisse über Hitlers Magen - und Darmtrakt.

Und denke nicht, dass du in diesem Thread das letzte Wort haben wirst - das ist eine Frechheit, was Du hier unterstellst.
 

harald-h1

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#76
Ich gebe euch Recht, das dies eine durchaus bedenkliche Methode ist,
aber einen rechtlichen Ansatz gibt es in der Sache nunmal nicht!

Mein Anwalt hat mir ganz deutlich gesagt, dass weder persönlicher Ekel,
Vegetarierer oder alle hier sonstigen genannten Vorschläge als
Ablehnungsgrund vor einem Sozialgericht Bestand hätten. OK, Diabetiker
würde funktionieren, bin ich aber glücklicherweise nicht.

Ansonsten verstehe ich nicht, worüber sich einige aufregen - ich habe
mich nur angepasst. Der SB von der ARGE weisst mir eine Arbeit zu und
wenn ich diese nicht annehme, dann droht er mir mit Sanktionen. Ob mir
die Arbeit gefällt, sie mich beruflich weiterbringt oder ob ich für mich
überhaupt eine Perspektive in dieser Arbeit sehe, interessiert den SB
dabei nicht. Im Gegenteil - mein SB weiß, dass ich nicht in einer
Schlachterei arbeiten möchte und schickt mir trotzdem ein zweites
Stellenangebot in dieser Richtung.

Ich weiss ja nicht, wie ihr das seht, aber für mich hat das nix mehr mit
Demokratie zu tun, wenn mich ein offizielles Amt bzw. ein machtgeiler SB
dazu zwingen will, für einen Sklavenhändler in einer Schlachterei für
700 € zu malochen! Dementsprechend habe ich darauf reagiert. Ich
persönlich finde es weder besonders verwerflich noch kann ich deswegen
jetzt schlechter schlafen, weil ich für 30 sec. einen Sticker auf meinem
Jacket hatte. Ich laufe damit ja schliesslich nicht durch die Stadt und
posaune rum, wie toll die Nazis doch sind ;-)

Klar kann es sein, das der Chef einer ZA ein echter Nazi ist, was ich
bei einigen Sklavenhändlern sogar stark annehme! Aber auch diese ZA`s
werden trotzdem NIEMALS einen Nazi einstellen! Warum sie das nicht
machen? Wie schon mehrfach erwähnt, wollen auch diese Leute möglichst
stressfrei ihre Kohle scheffeln und das würde nunmal nicht
funktionieren, wenn sie eine Horde Skinheads in eine durchschnittliche
(multikulturelle) Fabrik vermitteln würden.

@Hans
An Dragqueen habe ich auch als erstes gedacht ist aber auf Dauer dann
doch sehr sehr aufwendig und teuer - einen Sticker drucken & aufkleben
war dann doch irgendwie einfacher, sorry!

@Erntehelfer
Laut meinem Anwalt funktioniert deine Variante nicht, muss aber
einräumen, dass ich keine genaue Begründung erhalten habe.

@LumiDee
Ich will nicht leugnen, dass es einen Heidenspass gemacht hat, die ZA zu verarschen! Ich denke aber, das Highlight wird der nächste Termin beim SB...

Ansonsten noch einen schönen Sonntag,
euer "parlamentarischer nazikommunist" Harald
 
E

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#77
Hallo Harald,
also, auf was für Ideen du kommst...im Nadelstreifenanzug mit NPD-Steckker..tss tss..du Schlingel ;-)




Aber ich finde ehrlich gesagt, sich mit der NPD zu solidarisieren-und sei es nur eine Verkleidung- und einen auf Nazi zu machen, ist irgendwie daneben.


Ich finde nun wird das ganze ein bischen übertrieben.
Wenn ich mit einer Plaza Tüte auf die Straße gehe, Adidas Jogginganzug trage, BMW fahre, Edelschmuck mit Namen trage...solidarisiere ich mich dann automatisch?
 

Kaulquappe

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#78
@ Harald
Ja, ich bin auch gespannt, was daraus wird, obwohl ich langsam Zweifeln an der Echtheit deiner Erzählung bekomme...

@ moste
Lies' richtig ! Derjenige, der unterstellt (und meinetwegen auch "faselt") bist du.
 

harald-h1

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#79
@Kaulquappe
Du hast natürlich Recht - ich poste diesen ganzen Mist nur aus purer Langeweile - habe ja auch sonst nix zu tun...

euer Harald
 
E

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#80
@ Harald
Ja, ich bin auch gespannt, was daraus wird, obwohl ich langsam Zweifeln an der Echtheit deiner Erzählung bekomme...

@ moste
Lies' richtig ! Derjenige, der unterstellt (und meinetwegen auch "faselt") bist du.
Ob die Geschichte ausgedacht ist weiß niemand, sicher ist jedoch hier läuft´s aber so richtig schön am Thema vorbei!
 

LumiDee

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#81
Ob die Geschichte ausgedacht ist weiß niemand, sicher ist jedoch hier läuft´s aber so richtig schön am Thema vorbei!

@ Lanny:
Mein Beitrag ist schon etwas dramatisierend, ,hast recht, und ich wollte Harald auch nicht als "Verbrecher gegen die Moral und Ethik" hinstellen, auch wenn ich gestern meinen moralischen Tag hatte. Ich fands halt einfach, sagen wir....geschmacklos,peinlich...eben daneben. Es gibt halt gewisse Grenzen.(Sorry Harald, wollte jetzt nicht noch weiter drauf rumreiten, nur modifizieren.)

So, jetzt sag ich nix mehr dazu, will ja nicht noch weiter vom eigentlichen Thema des Threads ablenken.
 

harald-h1

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#82
@LumiDee
Dir sei verziehen aber ich fand es halt ein bissel krass, das du mir direkt vorwirfst, dass ich mich mit der Nazi-Partei SOLIDARISIEREN würde - das ist Quatsch - ich BENUTZE sie lediglich!

Ich persönlich finde es auch traurig, dass man in diesem Land solche Mittel einsetzen muss, aber scheinbar ist es anders nicht möglich, sich der Sklaverei durch eine ZA zu entziehen.

ps.
Bis dato hat sich mein SB übrigens noch nicht zu meinem letzten Vorstellungsgespräch gemeldet ...aber es ist ja auch erst Montag.

Euer Harald




vbmenu_register("postmenu_151647", true);
 

Martin Behrsing

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#83
@LumiDee
Dir sei verziehen aber ich fand es halt ein bissel krass, das du mir direkt vorwirfst, dass ich mich mit der Nazi-Partei SOLIDARISIEREN würde - das ist Quatsch - ich BENUTZE sie lediglich!

Ich persönlich finde es auch traurig, dass man in diesem Land solche Mittel einsetzen muss, aber scheinbar ist es anders nicht möglich, sich der Sklaverei durch eine ZA zu entziehen.

ps.
Bis dato hat sich mein SB übrigens noch nicht zu meinem letzten Vorstellungsgespräch gemeldet ...aber es ist ja auch erst Montag.

Euer Harald




vbmenu_register("postmenu_151647", true);
ich muss dir auch vorwerfen, dass dies völlig daneben ist und ich große Verachtung für so etwas habe. Du solltest dir wirklich überlegen, was Du damit anderen Erwerbslosen antust. Aber das scheint für dich uninteressant zu sein.
 

harald-h1

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#84
Was bitte tue ich denn anderen Arbeitslosen damit an???
Ich zeige hier lediglich eine Möglichkeit auf, wie man sich der Sklaverei entziehen kann und das ich das selbst verwerflich finde habe ich schon mehr als einmal betont!

Euer Harald
 

mostes

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#85
Also ich mag Harald nicht soweit verurteilen, als dass ich seine Handlung für verachtenswert halte.
Für einen Faschisten halte ich ihn - seinen Beiträgen nach - nicht.

Viel schlimmer erscheint mir der Umstand, dass ein faschistoides Sozialsystem zu derartigen Formen der Gegenwehr führt.

Auf so eine Idee wäre doch vor 3 Jahren keiner gekommen !

Es gibt den beeindruckenden Film " Hitlerjunge Salomon ".
Der jüdische Protagonist "verkleidet" sich als Hitlerjunge, um sein Leben zu retten. Das könnte man im Nachhinein ja auch als verwerflich finden. Trifft den vorliegenden Fall natürlich nicht wirklich - allerdings ist die Notwehrsituation in beiden Fällen gegeben.

Weiterhin dürften in keinem Film mehr Nazi - U - Boote durchs Meer rauschen, wenn man den Produzenten deshalb Nazi - Verherrlichung vorwerfen wollte.
Die Aktion ist sicher grenzwertig - selbst als glasklarer Anti - Faschist habe ich aber auch Verständnis für Harald und möchte ihn nicht reflexartig anklagen.
 

wusel

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#86
der schuss könnte auch nach hinten los gehn
jeder weiss wie hoch der aussländer anteil bei ZAs ist

solltes du an einen gewissen disbo kommen der stellt dich ein und läst dich eben ganz krass auflaufen :)


NPD anhänger zu sein oder vortäuschen zieht bei einigen ZAs nicht
denen ist es egal haubtsache der rubel rollt zu deren gunsten alles andere ist wurscht
 

Arania

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#87
A

Der jüdische Protagonist "verkleidet" sich als Hitlerjunge, um sein Leben zu retten. Das könnte man im Nachhinein ja auch als verwerflich finden. Trifft den vorliegenden Fall natürlich nicht wirklich - allerdings ist die Notwehrsituation in beiden Fällen gegeben.
Das ist ja nun wohl der falscheste Vergleich der Dir einfallen konnte:icon_hmm:
 

harald-h1

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#88
@mostes
Ganz genau so ist es! Unser faschistoides Sozialsystem hat mich auf diese kranke Idee gebracht! Würde es dieses schwachsinnige "du tust was ich dir sage" Gesetz nicht geben, dann hätte ich diese Aktion niemals gemacht! Hätte es eine legale Möglichkeit gegeben, die Stelle ohne Sanktionen ablehen zu können, dann hätte ich diese Aktion ebenfalls niemals gemacht! Da ich mich aber vorab über meinen Anwalt informiert habe und dieser mir mitteilte das sowohl Verdienst als auch Tätigkeit laut unseren tollen Gesetzen "zumutbar" sind, habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, mich vor der Sklaverei zu schützen!

@Wusel
Halte ich für sehr weit hergeholt - meine Erfahrung als Industriekaufmann sagt mir etwas anderes...

Euer Harald
 

mostes

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#89
Titat mostes:

"...trifft den vorliegenden Fall natürlich nicht wirklich ..."

Der Vergleich ist natürlich überspitzt - nur einem bislang unbescholtenen Erwerbslosen ohne Bewährung der Verachtung anheim fallen zu lassen, ist wohl auch etwas übertrieben.

Vielleicht hat Harald durch zu wenig Fingerspitzengefühl einen Fehler gemacht - der grössere war der, hier davon erzählt zu haben.
 

harald-h1

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#90
@mostes
Das war kein Fehler sondern volle ABSICHT!
Mir ist bekannt, dass sowohl Zeitarbeitsfirmen, ARGE und auch Redakteure des SPIEGEL hier gerne mal reinschauen...

Euer Harald
 

Rounddancer

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#91
Harald,
ganz einfach:

Wir reißen uns den Arsch auf, um der Öffentlichkeit und den Personalentscheidern zu zeigen, daß wir Erwerbslosen arbeiten wollen,- und daß die, die sich um angebotene Arbeit mit allen Mitteln drücken wollen, nur eine ganz winzige Minderheit sind.
Und dann kommst Du, solidarisierst Dich nur zum Schein mit einer offiziell noch immer als Partei zugelassenen Gruppierung,- nur um Dich um die erwartete Arbeit zu drücken, ja sogar nur, um um Zeitarbeit herumzukommen.

Was bitte tue ich denn anderen Arbeitslosen damit an???
Ich zeige hier lediglich eine Möglichkeit auf, wie man sich der Sklaverei entziehen kann und das ich das selbst verwerflich finde habe ich schon mehr als einmal betont!
und dann willste das auch noch als großes, leuchtendes Beispiel darstellen, hier, wo auch Menschen von AA, Jobcenter, Medien, und auch Personalentscheider mitlesen? Hier, wo Menschen sind, die jederzeit jeden angebotenen Job wenigstens mal angucken und antreten würden,- Menschen, denen man jedoch keine Arbeit gibt?
Viele, zu viele Firmen haben nunmal ihre ganze Personalbeschaffung an Zeitarbeitsagenturen outgesourced,- da müssen wir zur Not auch durch.

Und Du machst einen auf rechtsradikal...
Nein danke, da geb ich Martin B. völlig Recht.
 

harald-h1

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#92
@Rounddancer
Netter Beitrag aber eins vergisst du bei der ganzen Sache: Es geht nicht darum, einen ARBEITSPLATZ abzulehnen, sondern sich effektiv vor der SKLAVEREI zu schützen!

Für 700 € in einer Schlachterei zu arbeiten (Vollzeit) ist keine ARBEIT sondern SKLAVEREI, wo sich nur einer freut, nämlich der SKLAVENHÄNDLER, der mit der Hilflösigkeit der Erwerbslosen, einen Haufen Kohle scheffelt.

Euer Harald
 

Karlas-Welt

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#93
@harald

Sehr diplomatisch fand ich Deine Idee nicht.
Ein Arztbesuch hätte sicher gereicht um dir attestieren zu lassen, dass diese Arbeit durchaus Ekel verursachen kann und dies bei längerer Dauer krank machen kann, sprich Gelbsucht verursachen kann.
 

Hans3333

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#94
hi
nun um in einer arge zu arbeiten bedarf es schon einiges.
man wird zum erfuellungsgehilfen einer neoliberalen ausbeuterregierung.
koennte mir da sehr gut NPD leute vorstellen.
ist ja nicht so das die idee mit dem arbeitsdienst fuer erwerbslose neu ist.
das hatten wir ja in den jahren 1933-1945 schon.
dann die jobvorschlaege der arge.
das sind jobs von sklavenhaendlern auch personaldienste genannt.
hier muessen leute fuer armutsloehne arbeiten.
kann man heutzutage von 5€ die stunde menschenwuerdig leben?
die leute muessen also weiterhin hartz 4 beantragen.
also steuerlich gefoerderte ausbeutung.
will nun nicht behaupten das alle mitarbeiter der argen nazis sind.
wer jedoch bei der ausbeutung hilft ist mitschuldig daran.
nach 1945 hat auch keiner von nichts gewusst und alle haben nur ihre pflicht getan.
genauso ist das heute jeder tut nur seinen job.
das jugendamt,die arge,sozialaemter.
nun die folgen kann man in den medien verfolgen.
meiner ansicht nach sind die hartz4 gesetzte neoliberalfaschistisch und die leute die diese sachen durchsetzen helfershelfer.
die leute die heute andere ausbeuten oder zuhaelter spielen sollen nicht denken das es immer so bleibt.
der sonnenkoenig in frankreich dachte der staat bin ich.
hitler traeumte vom 1000 jaehrigen reich.
honecker fuehrte ein leben im luxus.
wo sind diese systeme heute?
der krug geht solange zum brunnen bis er bricht.
durch hartz4 saegen die neofaschisten am ast auf dem sie sitzen.
wer gut gut verdient kann in einem jahr hartz4 sein und 1 € sklavenarbeit machen.
ist mir selber so gegangen.
 

Martin Behrsing

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#95
Was bitte tue ich denn anderen Arbeitslosen damit an???
Ich zeige hier lediglich eine Möglichkeit auf, wie man sich der Sklaverei entziehen kann und das ich das selbst verwerflich finde habe ich schon mehr als einmal betont!

Euer Harald
Ich dachte schon, dass Du etwas nachdenkst. Die Wahl der Mittel ist völlig daneben und du erweist allen, die sich gegen diese neoliberale Politik wenden einen Bärendienst und riskierst damit, dass Erwerbslose in die rechte Ecke gedrängt werden. Der Sklaverei kann man sich auch anders entziehen und hier sind genügend Möglichkeiten gezeigt worden. Aber du benutzt das plumpeste Mittel und findest auch noch in Ordnung.
 
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#96
@Hans3333

Man wartet nur noch auf den Einberufungsbescheid/Zwangsrekrutierung Erwerbsloser und den nachfolgenden Einsatzbefehl zum Menschenschlachten ins nächste auserkorene "Krisengebiet".

Oder genauso/ noch schlimmer; lässt sich das als Söldner gut bezahlen. Zur "Not" auch beim Zusammenknüppeln der eigenen Bevölkerung.
 
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#97
Mein Gott es wird alles furchtbar aufgebauscht.
Niemand ist strenger als ein H4rer zu einem H4rer!
 
E

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#99
für mich hat dies eine ähnliche Qualität, wie das hier:
http://www.elo-forum.org/showthread.php?t=15854
Tut mir leid, das Tragen eines politischen Ansteckers zu kriminalisieren ist ein wenig weit hergeholt.
HartzIV Empfänger scheinen an Selbstachtung, Selbstwertgefühle zu verlieren, vor allem werden sie wohl sehr empfindlich, was sofort Selbstgefälligkeit an den Tag hervorruft, irgendwie muß der Mansch ja mit sich zurecht kommen.
So manchem SB entgegen zu treten, sich nicht alle Rechte nehmen lassen muß manchmal auch mit, Ideenreichtum begegnet werden.Warum wir Deutsche immer auf irgendein Zeichen anspringen ist kaum noch nachvollziehbar.
Niemand , aber auch niemand hier hat sich politisch etwas zu schulden kommen lassen.
Nur weil die deutsche Geschichte so entsetzlich war werde auch ich mich niemals dazu bringen lassen ein schlechtes Gewissen zu haben denn ich lebte zu der Zeit noch nicht einmal.(vererbte Schuld nehme ich nicht auf mich, denn ein Erbe kann man ausschlagen und somit nicht antreten, bildlich gesehen)
Demnach kann ich mich über irgendwelche Zeichen nicht aufregen, warum auch.Jedes Land, sehen wir nach Frankreich rüber...Mr Le Pen regt sich auf, doch wir Deutschen bekommen sofort einen hohen Blutdruck.
Lächerlich...
Wenn mir ein Zeichen dazu verhilft keinen Sklavenjob antreten zu müssen, würde selbstverständlich wenn das nicht reicht meien Phantasie walten lassen, kann es mir nur recht sein.
Ich frage mich wirklich wie wir so manchem SB der nicht gesetzeskonform arbeitet, legal entgegen treten wollen, demnach ein paar Tricks anwenden, na und !Recht haben was hilft es wenn man es bekommt wenn es zu spät ist und alles verloren ging, die Kinder darunter leiden mußten.Nein mein Recht bräuchte ich sofort damit Schaden abgewendet werden konnte, ein Schaden dem einen ein SB bewußt zugefügt hat oder zufügen will.
Wir sollten mit der Selbsgerechtigkeit einmal aufhören sondern versuchen das Beste aus der jetzigen Situation zu machen.Hilfreicht ist dabei bestimmt nicht sich gegenseitig Vorwürfe zu machen.
 

harald-h1

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@Martin Behrsing
Hier wurde nicht eine einzige (legale/rechtliche) Möglichkeit genannt, die einen Erwerbslosen dauerhaft vor den Sklavenhändlern schützt! Die einzige legale Möglichkeit habe ich selbst genannt, ob dir das nun gefällt oder nicht!

Ich riskiere, das Erwerbslose in die rechte Ecke gedrängt werden??? Die Logik musste mir aber mal genauer erklären!

Euer Harald
 
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