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Schikanen vor/bei Umzug

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FreundDesHauses

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#1
Hallo liebe Leute,

ich, d.h. meine Partnerin und ich haben folgendes Anliegen bzw. Problem.

Bisher lebten wir zu dritt (meine Partnerin, ihre 6jährige Tochter und ich) in einer "freien" 59qm Wohnung mit drei Zimmern (nähe Lübeck). Da ich bis vor kurzem noch Arbeit als Leiharbeiternehmer hatte, sind wir mehr oder weniger gut über die Runden gekommen. Nun wird ihr 16järiger Sohn von seinem Vater (600km entfernt) zu uns ziehen, da er seine Schule beendet hat und nicht bei seinem Vater bleiben mächte. Ihr zweiter 13jähriger Sohn wird in 1-2 Jahren ebenfalls zu seiner Mutter ziehen. Meine Partnerin bezieht ALG 2.

Nun haben wir eine größere Wohnung über das Wohnungsamt meiner Heimatstadt (nähe Hamburg, Kreis Stormarn, 60 km vom jetzigen Wohnort entfernt) bekommen. Meine Partnerin hat eine Wohnung für sich und ihre 3 Kinder beantragt, da wir uns zwischenzeitlich getrennt hatten (Enge, finanzielle Probleme). Am neuen Wohnort ist die Arbeitslage wesentlich besser, so dass ich und eventuell meine Partnerin sofort wieder arbeiten könnten.
Nun musste meine Partnerin bei der ARGE am neuen Wohnort einen komplett neuen Antrag stellen. Soweit erst mal alles ok.

Als sie zum ersten Mal bei der dortigen ARGE vorsprechen wollte zwecks u.a. Miet- und Kautionsübernahme, teilte man ihr mit sie bräuchte einen Termin. Keine Ausnahme. 2 1/2 Stunden Fahrt und 17 Euro Benzinkosten umsonst. Also hat sie mehrere Tage stundenlang versucht einen Termin zu vereinbaren. Jetzt festhalten: als sie dann endlich jemanden erreicht hat, wurde ihr mitgeteilt, dass telefonisch keine Termine vergeben werden, und sie persönlich auftauchen müsse. Beim zweiten Mal, an einem Donnerstag!!, war die ARGE einfach geschlossen, darüber keine Information im Internet, oder sonstiges. Wieder 2 1/2 Stunden Fahrt und 17 Euro Benzinkosten umsonst. Beim dritten Mal hat sie sich Anträge usw. vorher besorgt und nach Reisekostenerstattung gefragt. Die hiesige ARGE würde das nicht übernehmen, sie müsste das vor Ort beantragen. Wieder hingefahren, mit Antrag und Kind und Kegel, das dritte Mal. Wieder kein Gespräch, keine Reisekostenerstattung (muss vorab beantragt werden), wieder 17 Euro...

Das war gestern, heute ruft die Dame der ARGE an und behauptet, dass diverse Unterlagen fehlen (Scheidungspapiere aus 2001, Kontoauszüge, und und und) Also noch mal hin???

Nun meine Frage: Darf die ARGE wirklich so einen Zirkus veranstalten??? Für die bisherigen Benzinkosten hätten wir für eine Woche Lebensmittel gehabt... Das geht meiner Ansicht schon über die üblichen Schikanen weit hinaus. Außerdem ist kein Geld mehr da, da ich mit meinem ALG-1-Antrag ebenfalls seit drei Monaten Probleme habe...

Über schnelle Anregungen und Tipps trotz gutem Wetter würden wir uns freuen...
 

Speedport

Foren-Moderator/in

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#2
Hallo liebe Leute,

ich, d.h. meine Partnerin und ich haben folgendes Anliegen bzw. Problem.

Bisher lebten wir zu dritt (meine Partnerin, ihre 6jährige Tochter und ich) in einer "freien" 59qm Wohnung mit drei Zimmern (nähe Lübeck). Da ich bis vor kurzem noch Arbeit als Leiharbeiternehmer hatte, sind wir mehr oder weniger gut über die Runden gekommen. Nun wird ihr 16järiger Sohn von seinem Vater (600km entfernt) zu uns ziehen, da er seine Schule beendet hat und nicht bei seinem Vater bleiben mächte. Ihr zweiter 13jähriger Sohn wird in 1-2 Jahren ebenfalls zu seiner Mutter ziehen. Meine Partnerin bezieht ALG 2.

Nun haben wir eine größere Wohnung über das Wohnungsamt meiner Heimatstadt (nähe Hamburg, Kreis Stormarn, 60 km vom jetzigen Wohnort entfernt) bekommen. Meine Partnerin hat eine Wohnung für sich und ihre 3 Kinder beantragt, da wir uns zwischenzeitlich getrennt hatten (Enge, finanzielle Probleme). Am neuen Wohnort ist die Arbeitslage wesentlich besser, so dass ich und eventuell meine Partnerin sofort wieder arbeiten könnten.
Nun musste meine Partnerin bei der ARGE am neuen Wohnort einen komplett neuen Antrag stellen. Soweit erst mal alles ok.

Als sie zum ersten Mal bei der dortigen ARGE vorsprechen wollte zwecks u.a. Miet- und Kautionsübernahme, teilte man ihr mit sie bräuchte einen Termin. Keine Ausnahme. 2 1/2 Stunden Fahrt und 17 Euro Benzinkosten umsonst. Also hat sie mehrere Tage stundenlang versucht einen Termin zu vereinbaren. Jetzt festhalten: als sie dann endlich jemanden erreicht hat, wurde ihr mitgeteilt, dass telefonisch keine Termine vergeben werden, und sie persönlich auftauchen müsse. Beim zweiten Mal, an einem Donnerstag!!, war die ARGE einfach geschlossen, darüber keine Information im Internet, oder sonstiges. Wieder 2 1/2 Stunden Fahrt und 17 Euro Benzinkosten umsonst. Beim dritten Mal hat sie sich Anträge usw. vorher besorgt und nach Reisekostenerstattung gefragt. Die hiesige ARGE würde das nicht übernehmen, sie müsste das vor Ort beantragen. Wieder hingefahren, mit Antrag und Kind und Kegel, das dritte Mal. Wieder kein Gespräch, keine Reisekostenerstattung (muss vorab beantragt werden), wieder 17 Euro...

Das war gestern, heute ruft die Dame der ARGE an und behauptet, dass diverse Unterlagen fehlen (Scheidungspapiere aus 2001, Kontoauszüge, und und und) Also noch mal hin???

Nun meine Frage: Darf die ARGE wirklich so einen Zirkus veranstalten??? Für die bisherigen Benzinkosten hätten wir für eine Woche Lebensmittel gehabt... Das geht meiner Ansicht schon über die üblichen Schikanen weit hinaus. Außerdem ist kein Geld mehr da, da ich mit meinem ALG-1-Antrag ebenfalls seit drei Monaten Probleme habe...

Über schnelle Anregungen und Tipps trotz gutem Wetter würden wir uns freuen...
Sofort einen Antrag auf Vorschuß stellen.

Wenn die ARGE so unbeweglich ist, gebt den Antrag bei Eurer Gemeinde oder Krankenkasse gegen Empfangsnachweis ab. Die sind gesetzlich verpflichtet die Anträge weiterleiten und das Datum der Abgabe ist so, als hättest Du es bei der ARGE abgegeben.

Wenn Du die Möglichkeit hast, kannst Du den Antrag auch per Fax vorab senden.

Gruß
speedport
 

aeon7

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#3
Die Sache hört sich nicht wie Schikane an sondern wie Horror. Könnte Hitschkock inszeniert haben, wenn du mich fragst. Wenn du diese Odyssee nachweisen kannst würde ich persönlich in Betracht ziehen eine Aufsichtsbeschwerde bei der schikanierenden ARGE einzureichen. Ist meine persönliche Meinung. Aber vielleicht hat jemand noch eine adere fundierte Lösung. Ein normaler Widerspruch dürfte in dem Fall nichts bringen. Auf alle Fälle würde ich mir das nicht gefallen lassen und nicht auf sich beruhen lassen. Bei dem was du schreibst kann man nur den Kopf schütteln. Könnte man meinen du bist aus Versehen ins Irrenhaus gefahren anstatt in eine ARGE.
 

r00t

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#5
omg, bitte, bitte lasst diese halbseidenen vorschläge wenn ihr nicht genau wisst was die § bedeuten!
 

Kikaka

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#7
Schikane ? Wikipedia

Eine Schikane ist ein absichtlich errichtetes Hindernis oder ein mutwillig verursachtes Erschwernis, das den Hauptzweck hat, jemandem Schwierigkeiten zu verursachen.
In zwischenmenschlichen Beziehungen wird mit Schikane eine Maßnahme – häufig von Amtspersonen oder anderweitig weisungsberechtigten Menschen wie beruflichen Vorgesetzten durchgeführt – bezeichnet, die zwar an sich legal ist, aber mit der wesentlichen Absicht angewendet wird, jemandem Schwierigkeiten zu machen. Diese Schwierigkeiten können entweder Selbstzweck sein oder als Druckmittel dienen, um den Schikanierten zu einem gewünschten Verhalten zu bewegen.
Im bundesdeutschen Recht ist die Ausübung eines Rechts unzulässig, „wenn sie nur den Zweck haben kann, einem anderen Schaden zuzufügen“ (Schikaneverbot, § 226 BGB).



-Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt die wichtigsten Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen.

- Damit sind die " Amtspersonen " doch wieder mal fein raus,
obwohl im Wikipedia spezifisch als Übeltäter benannt, werden Sie unangreifbar gemacht
-
 

aeon7

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#8
omg, bitte, bitte lasst diese halbseidenen vorschläge wenn ihr nicht genau wisst was die § bedeuten!
Also wenn du hier konstruktiv mitarbeiten willst, dann sei doch so gut und erkläre du uns deine Sicht des § 226 BGB, damit dein Statement nicht als "halbseiden" erscheint.

(Nur nebenbei würde ich, wenn es dir schon um korrekte Dinge geht, "vorschläge" groß schreiben, etwa so: Vorschläge. Das ist dann zumindest ein korrektes und kein - halbseidenes - Deutsch.)
 
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#9
Naja, das alles hätte man vorher telefonisch erfragen können. Da einfach hinzufahren ins blaue warvon vorne herein aussichtslos weil für alles was nicht einfach Antrag abgeben ist braucht man auf solchen Ämtern IMMER einen Termin. Und als ihr gesagt wurde sie braucht einen Termin hätte sie diesen ja gleich ausmachen können.

So würde ich sagen geht die Schuld an der Sache halbe halbe an Behördenidiotie und Unwissenheit Deinerseits.

Fehlende Papiere kann man auch postalisch nachreichen, ich würde ein Einschreiben schicken.
 
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