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Schikane der ARGE

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Nicht offen für weitere Antworten.

augenweide2003

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Hallo, heute will ich einmal schildern, mit welchen Methoden die Arge seine "Kunden" behandelt.Ich habe am 26.7.07 meine Heizkostenabrechnung erhalten. Es waren 25,37 € nachzuzahlen. Dies habe ich umgehend erledigt.Einen Monat später reichte ich die Abrechnung bei meiner Arge schriftlich ein.Wiederum einen Monat später bekam ich (und meine Partnerin) zwei insgesamt 30 Seiten umfassende Bescheide, bestehend aus Anhörungsbögen, Auszügen aus dem SGB sowie zwei Anschreiben, in denen meine Frau und ich des Sozialbetruges bezichtigt wurden, weil wir im Monat August angeblich ungerechtfertigt Leistungen bezogen hätten. Darum die Anhörungsbögen.Es handelt sich augenscheinlich um die Warmwasserkosten, die in der Abrechnung mit 102,31 € beziffert waren. Es wäre ein einfaches gewesen, im Bescheid die Warmwasserkosten um die Nachzahlung zu reduzieren und den Rest von mir einzufordern. Aber nein, es wurde damit gedroht, die Sozialleistungen um 30% zu kürzen, wenn wir den Anhörungsbogen nicht einreichten. Dieser Anhörungsbogen bestand aus mehreren Seiten, wo zu Beginn darauf hingewiesen wurde, daß, wenn keine Änderungen vorlägen, ich nichts aufüllen müsste. Also füllte ich den Bogen nicht aus. Stattdessen lag dem Schreiben ein weiteres Blatt bei, wo mehrere Möglichkeiten anzukreuzen waren. Ich kreuzte an, man möge mir die Bankverbindung mit Aktenzeichen zukommen zu lassen, damit ich den Betrag überweisen kann.Ich verstehe wirklich nicht, warum die ARGE mit Kanonen auf Spatzen schießt und gleichzeitig eine derartige Papierverschwendung betreibt. Meine Frau und ich waren empört über die entwürdigende Wortwahl.Uns würde sehr interessieren, wie ihr darüber denkt und wie ihr handeln würdet.
 
E

ExitUser

Gast
#3
straffreier Überschwang

Hallo,

mit Kanonen wird meistens dann auf Spatzen geschossen, wenn dem Schützen keine Gefahr droht. Und das ist bei den ARGEn Gesellen leider der Fall. Mehr als eine Beschwerde steht dir nicht zu Gebote. Wobei eine Beschwerde über Unverhältnismäßigkeit der Mittel, Unfähigkeit eine Subtraktion auszuführen und Unfähigkeit bedacht mit Steuermittel zu haushalten, wohl zurückgewiesen wird. Wobei eine Beschwerde wohl keine Folge für den Versager hat. --- Obwohl FJ Weise anfang des Jahres verlauten ließ, er wolle die ARGEn dadurch verschlanken, daß er bis Jahresende 10'000 Verträge auslaufen ließe. Jede Beschwerde macht die Mitarbeiter also verdächtig und erleichtert FJ Weise die Auswahl.

Und dann hättest du ja auch angenommenermaßen rein theoretisch ein hypothetisch mutmaßlicher Terrori... sorry, Sozialbetrüger sein können. Oder, was noch besser ist, jemand der sich nicht wehrt, nicht einmal beschwert. Und ausprobieren schadet ja dem SB nicht, kostet den SB nichts und erspart ihm die Mühe selbst denken zu müssen.

Um es technisch zu sagen: wir haben in den ARGEn ungedämpfte Systeme mit Rückkopplung. Da sind Überschwänge unvermeidlich.
 

Arania

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#4
das sind Normschreiben die in so einem Fall jeder bekommt, von Straftat steht da gar nichts drin, so etwas habe ich auch schon bekommen, die können ja nicht für jeden persönlich ein neues Anschreiben ausfertigen, ausfüllen und gut ist's.

Man sollte auch nicht immer alles persönlich nehmen:rolleyes:
 

Kaulquappe

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#5
@ augenweide
Unverschämt und bescheuert finde ich das. Was ich tun würde: vermutlich dasselbe wie ihr jetzt.

Eine Frage: Hattet ihr schon mal Warmwasserkosten gezahlt? Oder ist das jetzt das erste Mal? Muss einem das nicht erstmal mitgeteilt werden, dass die ab irgendwann abgezogen werden? Und wieviel genau sie betragen?

@ all:
Soviel ich weiß is es doch unmstritten, ob sie von dem HE zu zahlen sind oder nicht. Und es sind eher die wenigsten, die aufgefordert werden, sie zu zahlen. Oder?
 
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#6
Getöse

Damit soll wohl die verspätete und dadurch rechtwidrige Anrechnung der Warmwasserkosten getarnt werden.

Ist schon mehr als dreist die Fehler der SB beim Kunden auch noch bestrafen zu wollen.

Das Ganze ist nur einen Bluff. Die wollen an Dein Geld.
 

Debra

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#7
Ich verstehe wirklich nicht, warum die ARGE mit Kanonen auf Spatzen schießt und gleichzeitig eine derartige Papierverschwendung betreibt. Meine Frau und ich waren empört über die entwürdigende Wortwahl.Uns würde sehr interessieren, wie ihr darüber denkt und wie ihr handeln würdet.
Ja, dieser Papierkrieg mit diesen Drohungen und was auch immer ist, was vom Bürger als Schikane wahrgenommen wird. Die wenigsten verstehen ja, was überhaupt gemeint ist und trauen sich dann nichtmals mehr im Bogen irgendwas anzukreuzen ohne vorher ihren Anwalt gefragt zu haben. Wenn sie keinen haben, schicken sie es gar nicht zurück, was weitere "Schritte" seitens der ARGE nach sich zieht.

Ich reagiere meistens so: 2-10mal lesen.... liegen lassen, da ich nicht weiß, was zu tun ist. Wo ist der Haken? Gibt es noch etwas, was ich nicht berücksichtigt habe?

Die folgende Depression und das Nachgrübeln über die Texte dauern mindestens zwei Wochen. Kurz bevor die Frist endet, äußere ich mich - vielleicht. Da ich denke, dass, wenn ich NICHT antworte, den Schikanen Tür und Tor geöffnet werden. Sollte ich was Falsches antworten, hat dies aber für mich unüberschaubare Konsequenzen zur Folge. Also auch Schikanen.

Resultat: komplette Handlungsunfähigkeit.
 

Martin Behrsing

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#8
Wir sollten uns bitte nicht damit abfinden, dass dies "Normalschreiben" sind. Damit ist es nämlich normal, dass jeder unter Betrugsverdacht steht.

Immerhin hat eine Behörde den Einzelfall zu prüfen und da passen irgendwelche Textbausteine nicht. Es ist auch nicht zuviel verlangt, wenn ein SB sich die Mühe macht und untersucht den Sachverhalt und setzt dann ein entsprechendes Schreiben auf, anstelle die Menschen mit solchen Schreiben völlig aus der Bahn zu bringen.

Wenn wir so etwas als normal bezeichnen, sind wir auf dem besten weg uns mit Hartz IV einzurichten und freuen uns über eine kleine Erhöhung der Bezüge.
 

Debra

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#9
Genauso ist es. Diese "Norm" ist nicht akzeptabel.
 

Borgi

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#10
Ich hätte beim SB einen Termin gemacht und Seite für Seite des Schreibens mit ihm durchgearbeitet. Wer mir solche Briefe schreibt sollte auch in der Lage sein mir diesen zu erklären.
Es soll zwar stimmen, dass bei der Ausfüllung von Anträgen keine Hilfe durch die ARGE in Anspruch genommen werden darf, aber dies gilt nicht für deren andere Schreiben. Noch hat die ARGE eine Beratungspflicht und Informationspflicht. Diese sollte der SB auch nachkommen, da ich ihm sonst die Anwaltskosten in Rechnung stelle.
 

Bruno1st

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#11
das sind Normschreiben die in so einem Fall jeder bekommt, von Straftat steht da gar nichts drin, so etwas habe ich auch schon bekommen, die können ja nicht für jeden persönlich ein neues Anschreiben ausfertigen, ausfüllen und gut ist's.

Man sollte auch nicht immer alles persönlich nehmen:rolleyes:
Normschrieben ist zwar schön und gut bei Werbung, usw. aber wenn diese Tyen sogar unfähig sind, einen passenden Text zu verwenden oder zu schreiben, dann sind sie überflüssig.

Endstadium ist vermutlich, daß die ARGE ein leeres Blatt verschickt und man dann sich alles zusammenreimen muß.

Wobei eine Beschwerde wohl keine Folge für den Versager hat. --- Obwohl FJ Weise anfang des Jahres verlauten ließ, er wolle die ARGEn dadurch verschlanken, daß er bis Jahresende 10'000 Verträge auslaufen ließe. Jede Beschwerde macht die Mitarbeiter also verdächtig und erleichtert FJ Weise die Auswahl.
nicht beschweren, ihr müßt den SB/FM loben - dann könnt ihr bald zu ihm "Kollege" sagen :biggrin:

Was habe ich gestern abend von Volker Piespers gehört : Herzbuben oder den Leverkusen Chef aushungern geht nicht, wie wird man die am besten los ? Mästen - die platzen bald und sind bis zum Ende dankbar, weil man so nett zu ihnen ist :biggrin:
 
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#13
Beschwerde.... Beschwerde....

Mein Tipp in solchen Fällen : Dienstaufsichtsbeschwerde bei Beamten SB's, bzw Fachaufsichtsbeschwerde bei Angestellten SB's.

Denn eine Beschwerde hat immer einen Effekt. Denn die darf nicht so einfach weggeschmissen werden. Es kommt zwar faktisch nie etwas dabei heraus, doch es entsteht Arbeit und darauf kommt es an.

Denn, die Beschwerde muß vom Dienstvorgesetzten des SB's bearbeitet werden. Hierzu ist zwingend die Stellungnahme des SB's notwendig und zwar schriftlich. Dann erst darf der Vorgesetzte die Beschwerde zurückweisen und das muß er Dir mitteilen. Und zwar ebenfalls schriftlich. Und dies stört. Erstens den Vorgesetzten, zweitens den SB. Stellt euch einmal vor, in einem Monat erhält der SB ca. 100 Fachaufsichtsbeschwerden. Was das für eine Papierflut wäre innerhalb und außerhalb der ARGE. Denn ich sage immer, was die können, kann ich auch.

Übrigens wer sich den Spaß machen will, sehr gut kommen auch selbstgebaute Antwortformulare zum ankreutzen.

Ich habe auch schon mal an das Dienszimmer 107 geschrieben unter der Überschrift 'Sehr geehrtes Dienstzimmer 107' weil kein Sachbearbeiter angegeben war, wobei dann natürlich die sächliche Anrede im Schreiben fortgesetzt werden sollte, denn ein Dienstzimmer ist schließlich ein ES.

Villeicht wäre auch eine fristgemäße Antwort folgendes Inhaltes hilfreich :

Sehr geehrte ......,

fristgemäß antworte ich auf Ihr Schreiben vom... muß Ihnen jedoch mitteilen, daß mit der Inhalt Ihres Schreibens trotz mehrmaligen Lesens bisher verborgen geblieben ist. Ich möchte Sie nun bitten mir konkret mitzuteilen, was genau sie von mir wüschen, bzw. um was es sich handelt.
Gern nehme ich auch einen Termin wahr, in welchem Sie mir den Grund Ihres Schreibens und Ihre Wünsche persönlich erläutern können.

In Erwartung Ihrer Antwort.....

Denn merke, eine Weigerung ist das nicht. Eine Sanktion kann daraus nicht folgen, jedenfalls übersteht die dann nicht den Rechtsbehelf...
 
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