Scherz? ALGII-Begründung?

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Daemion

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Meine Frau und ich haben von der ARGE Bochum einen SGBII Antrag bekommen und wie ich den eben so am Durschauen war, stieß ich auf folgendes Dokument:

Antragsbegründung ARGE Bochum.doc

Nun frage ich mich, soll das ein Scherz sein?

Wollen die mich wirklich fragen, weshalb ich ALG II beziehen möchte?
Was erwarten die, was ich da hinschreibe, ausgenommen "Arbeitslosigkeit"?
Ist so eine Begründung jetzt üblich, ja?

Ich bin da eben echt ein wenig fassungslos...

Hoffe auf eine Antwort,

GLG,
Daemion
 

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  • Antragsbegründung ARGE Bochum.doc
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ExitUser

Gast
@ kalkulator
Erwartungshaltungen meiner Person gegenüber dürften Dir nicht zustehen. Für jemanden der in eine anderen Tread nach der rechtlichen Grundlage seiner Behauptungen gefragt wurde und dann keinerlei Antworten kommen, hast du eine sehr hohe Erwartung daran eigene Fragen beantwortet zu bekommen.

Ich bin nach wie vor der Meinung das man egal was man hat, zumindst eine Hinweis an gewisse Stellen senden kann. Ist ein Zweizeiler, kann man zur Not auch anonym machen und ich denke das sollte jedem dem sowas auf den Tisch landet tun. Nicht imme rnur an die eigene Sache denken, auch mal an das gesamte ....Wie gesagt meine Meinung
 

Kalkulator

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@ kalkulator
......Nicht imme rnur an die eigene Sache denken, auch mal an das gesamte ....Wie gesagt meine Meinung

Grad bei Dir ist mir extrem aufgefallen, dass sich in erster Linie alles nur um deine Person dreht.

Wenn Du mir unterstellen willst, ich sei ein Sachbearbeiter bei einer ARGE, dann liefere bitte Beweise für deine Behauptung.
 

Daemion

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Erstmal: Wow, auf diesem Board versammeln sich wirklich ungewohnt nette Menschen. Das finde ich klasse!
Ich habe mir den Thread jetzt durchgelesen und hätte nicht gedacht, dass sich noch derartig viele User zu Wort melden.

Ich danke allen für Eure Hilfe, Euren Beistand und Eure Tipps! :D

Allein schon einige Signaturen sind genial, derartig viel Wahrheitsgehalt findet man im Netz selten. :)


Zurück zum Thema (;-) ):
Einige Unterlagen, u.A. den "Erstantrag", haben wir der ARGE Bochum jetzt zukommen lassen und plötzlich verlangte man dann doch einige Dokumente und Nachweise mehr von uns, als zunächst von den Damen und Herren angegeben.
Meine Frau und ich waren ziemlich verstimmt, wie wir erfuhren, dass unser Antrag jetzt doch nicht vollständig sein soll, denn wir waren bereits zweimal bei der ARGE Bochum gewesen, dort hatte man uns bereits zumindest ein wenig kennen lernen können und außerdem haben wir mehrfach mit den Damen und Herren telefoniert.
So gesehen gab es genügend Möglichkeiten, uns ausführliche Auskünfte über die gewünschten Unterlagen zu geben.

Als wir im April um einen Termin zur Antragsabgabe etc. baten, hieß es, es sei "noch zu früh" und wir sollten die Unterlagen erst im Mai einreichen- jetzt im Mai heißt es "Wir können nicht versprechen, dass Sie rechtzeitig am 01.06. Leistungen beziehen (...wenn Sie nicht folgende Bedingungen erfüllen...)". Da uns die Fahrt nach Bochum natürlich Geld kostet und wir aktuell in unserer Wohnung noch genügend Arbeit haben, wäre es ein Unding, alle paar Tage nach Bochum zu fahren und den Damen und Herren dort- einmal böse ausgedrückt- das Händchen zu halten.

Es ist eine Sache, wenn wir in Bochum wohnen, kein Thema, immerhin möchten WIR ja etwas von IHNEN, aber gerade stellt sich die ARGE Bochum die ständigen Reisen in ihre Stadt etwas zu einfach vor. Wir müssen hier u.a. einiges an Kisten packen, hinzu kommen, neben Tieren und Haushalt, mehr als ausreichend Papierkram dazu.

Fakt ist: Die ARGE Bochum WILL besagtes Schreiben unbedingt haben! Sonst gibt es keine Leistungen.

Sobald wir diesbezüglich Neuigkeiten haben, melden wir uns.


Zum Thread:
Ich kann beide Parteien (Renni sowie Kalkulator) sehr gut verstehen, denn auch, wenn in unserem Fall, wie bereits angesprochen, noch wirklich viele Optionen geklärt werden müssen (u.a. Mehrbedarf und Co.), so sind meine Frau und ich eigentlich Menschen, die sehr auf Fairness und Gerechtigkeit achten und diese auch leben.

Aber wir möchten wirklich, dass mit der ARGE Bochum alles gut klappt und wir ab dem 01.06. normal weiter Hartz IV beziehen (können).
Ich denke, ich habe für mich eine Lösung gefunden (angeregt von Euren Vorschlägen, Danke auch an Kalkulator für Deine Texteinleitung zu Threadbeginn), wie ich die Angelegenheit handhabe:

(So, hier sollte ursprünglich eine Datei sein, doch es scheiterte mehrfach beim Hochladen/ Upload- deshalb beschränkt sich dieser Eintrag jetzt auf den verfassten Text)

"Meinen Antrag auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld begründe ich wie folgt:

Meine Frau und ich sind auf Grund von Arbeitslosigkeit bedürftig nach SGB II seit _________. Aus diesem Grund erbitten wir Leistungen aus dem Sozialgesetzbuch II, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.


Meinen Lebensunterhalt und den mit mir in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen habe ich in der Vergangenheit wie folgt sichergestellt:

- gegenwärtig wie zukünftig das Verfassen von Bewerbungen
- weiterhin um Ausbildungsstellen, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie um Halbtagsjobs bemüht
- die Leistungen des Arbeitslosengeld II sowie der Arbeitsvermittlung in Anspruch genommen
(aber auch selbstständige Interaktionen auf dem Arbeitsmarkt)
"


Meine Frau wies mich dann unten auf die beiden Kästchen hin:

-> "Die oben gemachten Angaben sind plausibel und wurden durch Nachweise belegt."
-> "Die Angaben sind nicht plausibel (die weitere Vorgehensweise ist mit der Teamleitung abzustimmen)"

Ich überlege gerade, ob ich die Kästchen selber ankreuzen soll ;)
Aber ich denke, ich lass das lieber...


Sollte es jetzt trotz dieser Begründungen zu Problemen kommen (ich weiß nicht, wie ich diese Behauptungen nachweisen soll- die ARGE hat doch die Möglichkeit, in den Hauptcomputer einzusehen, da stehen sämtliche unserer Daten, inkl. Krankschreibungen etc. pp.), werde ich dem zuständigen Bearbeiter gleich ein weiteres Schreiben (verwertete Datei von Felicitas, vielen Dank ;) ) in die Hand drücken.

Die ARGE kann ruhig wissen, dass wir durchaus kooperativ sind, aber wir uns auch informieren und man deswegen nicht alles mit uns machen kann.

Ich danke Euch wirklich und melde mich die Tage wieder, jetzt muss ich noch weiter Haushalt machen, bevor ich mich schlafen legen kann... :'(

Grüße,
Daemion
 

Kalkulator

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Meine Frau wies mich dann unten auf die beiden Kästchen hin:

-> "Die oben gemachten Angaben sind plausibel und wurden durch Nachweise belegt."
-> "Die Angaben sind nicht plausibel (die weitere Vorgehensweise ist mit der Teamleitung abzustimmen)"

Ich überlege gerade, ob ich die Kästchen selber ankreuzen soll ;)
Aber ich denke, ich lass das lieber...
Das kreuzt natürlich der bearbeitende SB an. Und den willst du doch nicht gleich provozieren.:icon_evil: Auch wenn es in den Fingern juckt.

Ich wünsch Euch viel Glück.
 

Daemion

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Das kreuzt natürlich der bearbeitende SB an. Und den willst du doch nicht gleich provozieren. Auch wenn es in den Fingern juckt.

Ich wünsch Euch viel Glück.


Ja, das dachte ich mir schon, dass ich da nichts zu suchen habe! :biggrin:
Aber ich bin ja artig... :icon_pfeiff:
Danke für die Glückwünsche!


Die Trietzerei geht in die dritte Runde, nun sollten wir Anlage EK noch ein zweites Mal ausfüllen, angeblich solle das meine Frau machen (obwohl dort überall steht: "Sie oder die in Ihrer Bedarfsgemeinschaft lebende Person..."). Da fragen wir uns, ob ein Exemplar nicht gereicht hätte? Offenbar aber nicht...

So langsam glaube ich, die ARGE macht Beschäftigungsmaßnahmen für Hartz IV Empfänger, zumal ich auch beim zweiten Ausfüllen der Anlage EK nichts anderes getan habe, als beim ersten Mal.
Eine identische Kopie hätte es demnach ebenfalls getan. :icon_sad:
Damit sich die beiden EKs nun überhaupt unterscheiden (neben dem anderen Datum), habe ich meine Frau einfach über mir unterschreiben lassen.

Ähnlich verhält es sich mit einer anders designten Ausgabe der ALGII-Begründung. Um ganz sicher zu gehen, habe ich diese genauso ausgefüllt, wie die erste.
Kann ja sein, dass die ARGE ein ganz bestimmtes Design dieser Begründung haben möchte und dass das eine die ältere und das andere die neuere (bessere?) Version ist.

Antragsbegründung neues Dokument.jpg


Trotz bereits vorhandener Angabe im Erstantrag sollten wir unsere Sozialversicherungsausweise, sowie unsere Krankenkassenkarten einreichen. Ich denke, die Kopien tun's auch, ich gebe jedenfalls keine Originale mehr aus der Hand.

Dann die von uns unterzeichnete Bestätigung, dass wir ein Merkblatt zum SGB II ausgehändigt bekommen haben sowie ein interessantes Dokument, das sich wie folgt nennt:
"Verzichtserklärung Ausübung des Wahlrechts"
In diesem Schreiben geht es jedoch offenbar "nur" um den Verzicht auf Wohngeld- über die fragwürdig geschickte Wahl der Überschrift lässt sich also streiten. :p


Wie schon beim ersten Mal haben wir jetzt alle im Schreiben angeforderten Unterlagen beisammen und verschicken sie heute.
Mal schauen, was sich die ARGE noch einfallen lässt, was plötzlich außerdem fehlen könnte. Wie gut, dass wir den Ehenachweis bereits im Vorfeld unaufgefordert eingereicht haben, der kann's also nicht mehr sein.
Wer weiß was kommt, evtl. ein EDV-Fehler, so dass alle Daten versehentlich gelöscht wurden und wir alles ein zweites Mal ausfüllen müssen? :icon_mrgreen: :wink:

LG,
Daemion
:cool:
 

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    Antragsbegründung neues Dokument.jpg
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Wie schon beim ersten Mal haben wir jetzt alle im Schreiben angeforderten Unterlagen beisammen und verschicken sie heute.

Was die alles haben wollen da wird einem ja ganz schwindelig :icon_eek:

Hoffe ihr habt die Unterlagen per Einschreiben mit Rückantwort verschickt, oder noch besser selbst bei der Arge abgeliefert und euch auf Kopien den Empfang bestätigen lassen.

Wünsche euch auch viel Glück und Erfolg :icon_smile:
 

haef

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Fakt ist: Die ARGE Bochum WILL besagtes Schreiben unbedingt haben! Sonst gibt es keine Leistungen.

selbstverständlich gibt es sonst Leistungen und wenn sich SB und Teamleitung auf den Kopf stellen und mit den Füßen klatschen, denn dieses "Blatt" ist nicht Bestandteil des offiziellen Antrages.
Das ist eine leere Drohung, die von keinem Sozialgericht unterstützt wird.

Zum Thread:
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Aber wir möchten wirklich, dass mit der ARGE Bochum alles gut klappt und wir ab dem 01.06. normal weiter Hartz IV beziehen (können).

Ob das aber durch mehrere Besuche und das Ausfüllen eines Zusatzblattes klappt, wage ich sehr zu bezweifeln.

"Meinen Antrag auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld begründe ich wie folgt:

Meine Frau und ich sind auf Grund von Arbeitslosigkeit bedürftig nach SGB II seit _________. Aus diesem Grund erbitten wir Leistungen aus dem Sozialgesetzbuch II, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.

erbitten? dem liegt ein Rechtsanspruch zugrunde

Meinen Lebensunterhalt und den mit mir in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen habe ich in der Vergangenheit wie folgt sichergestellt:

- gegenwärtig wie zukünftig das Verfassen von Bewerbungen
- weiterhin um Ausbildungsstellen, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie um Halbtagsjobs bemüht
- die Leistungen des Arbeitslosengeld II sowie der Arbeitsvermittlung in Anspruch genommen
(aber auch selbstständige Interaktionen auf dem Arbeitsmarkt)
"

das sind die Bedingungen die zu dem Anspruch auf ALG II führen

Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten, entweder man kommt mit seinem Gegenüber gut aus - dann sind persönliche Gespräche, auch Telefonate, sinnvoll, oder nicht - dann sollte alles schriftlich gemacht werden.
Dazu gehört dann aber auch, dass es rechtskonform abläuft. D.h. in diesem Falle, dass sämtliche Anforderungen begründet sein müssen. Es ist also keine Konfrontation, wenn der HE eine solche Begründung sachlich einfordert.
Der "Glaube" durch Verzicht auf rechtskonformes Verhalten in Ruhe gelassen zu werden, ist i.d.R. ein Irrglaube.
Er bestärkt im Gegenteil eher den Glauben der Gegenseite willkürlich handeln zu dürfen, d.h. mit stillschweigendem Einverständnis der anderen Seite. Das "böse Erwachen" ist, wenn es dann nicht mehr anders geht, für beide Seiten heftig.

So viel zu dem Umgang mit Behörden, aber selbstverständlich respektiere ich eure Entscheidung.

fG
Horst
 

Ölmes

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Immer schön sachlich bleiben, hab ich mir gedacht. "Habe kein Geld und hätte gern welches. Ich pflege zu essen. Das kaufe ich für Geld. Mein Vermieter hat Geld und hätte trotzdem gern welches. Das will er von mir. Das will ich von Ihnen."
 
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