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Schafft man es echt aus AGL2 jemals raus?!

Claudini

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Hat jemand Erfolgsgeschichten die mich aufbauen? Ich werde langsam bissl hoffnungslos - ehrlich!
 

Chrisman

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Dazu musst Du ja auch nen Arbeitgeber finden, der es mit Dir versuchen will.
Und diese haben meistens, den Vorurteilen gegenüber ALG II Beziehern sei Dank, Hemmungen, diesen Menschen eine Chance zu geben.

Wie lange bist Du denn im Bezug?
 

Claudini

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Ich fühl mich wie der letzte Dreck nur weil ich nich die nechst gelegene Putzstelle annehme und den Steruerzahlern auf der Tasche liege - weil ich ja scheinbar zu dumm bin was vernünftiges zu machen... Aber Steuergelder werden ja von Politikern echt immer sinnvoll eingesetzt da wäre es ja echt beschissen wenn ich noch länger ein Kostenfaktor für die arbeitende super duper Gesellschaft wäre die (wer weiss wie lange noch) einen guten Job hat - der zumindest in irgendeiner weise mit Ihren Vorstellungen von einem erfüllten (Arbeits)Leben in Einklang sind.
 

BastiWi

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Seit Januar diesen Jahres - echt schlimm und meine Schuld laut ALLEN

Aso und ich bin jetzt 32 - keien Ausbildung - Fachabi 3.0 - abgebrochenes Studium
Ja, man kann es aus dem ALG 2 raus schaffen. Das größte Problem ist aber, dass die meisten ALG 2 Empfänger entweder depressiv oder in einem zumindest ähnlichem Zustand sind.

Natürlich ist es auch deine Schuld, dass du im ALG 2 steckst.
Du hättest eine Ausbildung machen, dich mehr in der Schule anstrengen, das Abitur nachholen, dein Studium durchziehen oder einen Job annehmen können.

Wichtig ist, dass du dir klar machst, wer du bist und wo deine Probleme liegen.
Erwarte keine Hilfe vom Amt. Das bezieht sich nicht konkret auf dich, da ich dich nicht kenne, aber die Frage war ja allgemein formuliert:

Mangelt es dir an Antriebskraft, dann lass das mit deinem Arzt abklären und tue selbst etwas dafür, dass deine Motivation wieder zurück kommt.
Wirkst du ungepflegt, dann kümmere dich um dein Auftreten.
Hast du keine Qualifikationen, dann qualifiziere dich (wieder studieren, Schule nachholen, was auch immer) oder suche dir einen Minijob.
Ist dein Tagesrhythmus hinüber, dann such dir einen Minijob.

Und sei es, dass du für eine Zeit bei McDonalds arbeitest, aber dann kannst du dir jeden Monat was sparen, bekommst Arbeitserfahrung und hast einen geregelten Tagesablauf.

Viele Arbeitgeber geben ALG 2 Empfängern eine Chance. Der Grund, weshalb man abgelehnt wird, ist eben nicht einfach, dass man ALG 2 Empfänger ist, sondern dass man Defizite hat. Die anderen Bewerber sind einfach besser als du. Das ist der Grund. Also musst du besser werden.

Wo bewirbst du dich denn und wieso bist du der Meinung, dass man dich einstellen sollte und niemand anderen? Was macht dich besser?
 

charlyz

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Ich fühl mich wie der letzte Dreck nur weil ich nich die nechst gelegene Putzstelle annehme und den Steruerzahlern auf der Tasche liege
:icon_kinn:

Warum nicht die erst beste Putzstelle annehmen . Meine Freundin war auch , seit Jahren arbeitssuchend . Erst ALH dann ALG2 . Kein Führerschein Kein Auto usw. . Anfang diesen Jahres hat sie eine Putzstelle anfangen , der AG war zwar ein reinfall , aber dass ist eine andere Geschichte. Nach der Kündigung in der Probezeit von AG1 , fand sie innerhalb von 2Wochen eine weiter AG ( keine Zeitarbeit oder so ) und eine Vollzeitbeschäftigung als " PUTZE" . Sie kann jetzt ohne ALG2 Leben , will Ihren FS machen und sich dann was anders suchen . SIe hat auch Abi mit 2 abgeschlossen , eine abgeschlossene Berufsausbildun .
 

Lilastern

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Bei der Jobsuche gehört auch ein bißchen Glück haben eine Rolle.

Es gibt viele Betroffene die gerne einen passenden Job annehmen würden, von dem man aber auch leben kann, Zahlung angemesen ist.
 

BastiWi

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Bei der Jobsuche gehört auch ein bißchen Glück haben eine Rolle.

Es gibt viele Betroffene die gerne einen passenden Job annehmen würden, von dem man aber auch leben kann, Zahlung angemesen ist.
Glück ist aber nur ein Teil und den kann man selten selbst herbeiführen. Darauf zu warten bringt auch nichts. Wenn man effektiv daran arbeitet seine Defizite abzubauen, so dass man auch wettbewerbsfähig wird, dann muss man sich nicht ausschließlich auf Glück verlassen.

Jedes Mal wenn jemand einen Job bekommt, bekommen viele andere eine Absage. Ob ALG2 Empfänger oder nicht. Fast jeder Bewerber ist zu dem Zeitpunkt der Bewerbung arbeitslos, deshalb bewerben die sich ja.
So ist es eben. Ein Arbeitgeber möchte immer den besten Bewerber. Persönlichkeit, Auftreten, Qualifikationen, Motivation, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, etc. Jemand der ausschließlich seinen Traumjob annehmen würde und nicht bereit ist eine Zeit lang (nicht dauerhaft) etwas anderes zu machen, der macht sich selbst uninteressant und lässt seinen Lebenslauf leer.
 

AntiHartz

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Die Frage ist, wie alt man ist und warum man im ALG2 steckt.
Ich bin in der Mitte des Lebens.
Bestnote, hochgerackert, dann gesundheitlich gefallen.
Der Rentenbescheid sagt Altersarmut vorher.
Und die Jahre bis 67 sehen schwarz aus, weil über die Partnerin SGB II §34 droht (Erstattungsansprüche).

Also 0 Perspektive und nie mehr wirklich raus.
Will damit sagen, es gibt immer jemand, dem es schlechter geht.
Deshalb aber nicht unterkriegen lassen.
Mal nen Tag durchhängen is ok. Aber man darf das nicht zum Dauerzustand zulassen.

Wenn mich die Rückforderung erwischt, dann wäre ich über ALG2 sogar froh.
Denn immerhin muss man das normalerweise nicht zurückzahlen.

Familie und Freunde sind wichtig!
 

Dark Vampire

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Ich werds auch nicht mehr wirklich raus schaffen, körperlich kaputt und da smit 35 Jahren.... nun erstmal Umschulung fürs Büro , da bin ich zumindest für 2 Jahre weg von ALGII wegen hohem Übergangsgeld (DRV).
Danach wird man weitersehen......
 

wolfmuc

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klar geht das ...

bei mir mit 53 und nach 1Jahr in H4.... man muss halt dranbleiben und wissen was man will -- irgend was geht immer...:)

lg
 

Wolle58

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Ja man kann,

war von 01.01.2007-01.03.2008 in H4 dann eine Anstellung

bekommen war nichts gutes habe aber dadurch eine andere

Anstellung bekommen und war dann dort 2,5 Jahre dann wurde

die Firma leider Insolvent dann 3 Monate ALG 1 und seit 3 Jahren

wieder in einer Anstellung gutes Gehalt mit Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld

Das schwierigste war der erste Schritt habe bestimmt über 100 Bewerbungen

geschrieben...

es gibt kein Rezept wie oder was mache ich am besten einfach dran

bleiben............. war damals 50 Jahre alt.........

Viel Glück
 

Erolena

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Mit Fachabi 2,0 und Studienabbruch solltest du keine Putzstellen annehmen.

Viele Firmen sind froh, wenn sie Studienabbrecher als Azubi bekommen.
Wenn du Glück hast, kannst du von der Azubi-Vergütung leben. Evtl plus Wohngeld.
In der Versicherungsbranche habe ich gehört bekam jemand ca 900 Euro als Azubi.
Aber auch in der Informatik besonders im Westen sollte das möglich sein.

Oder lass dir vom Jobcenter eine sogenannte Weiterbildung bezahlen.
Ich schreibe "sogenannt", weil eine Weiterbildung in deinem Alter eine Erstausbildung! sein kann.

Welche Weiterbildungen dein Jobcenter in diesem jahr (freiwillig) bezahlen will, kannst du im Internet finden.
Such mal danach mit "Bildungsziele + Jobcenter Musterstadt"

Zum Beispiel: Bildungsziele 2014
Jobcenter Sangerhausen Bildungsziele 2014 ? Ein Betrag zur Fachkräftesicherung durch Qualifizierung - www.arbeitsagentur.de
Jobcenter Duisburg http://www.jobcenter-duisburg.de/common/library/dbt/sections/_uploaded/Texte/BZP%202014.pdf
 

Erolena

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Mein Sohn hat nach dem Studienabbruch zuerst Fachinformatiker gelernt, dann ein BA-Studium Informationstechnik gemacht. Während beider Ausbildungen hatte er nebenbei einen Nebenjob in der Informatik. Brauchte in der ganzen Zeit kein ALG 2, bekam nur ein wenig Wohngeld. Er hat jetzt eine gute Stelle in seinem Ausbildungsbetrieb.
 

Passant

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Ich fühl mich wie der letzte Dreck nur weil ich nich die nechst gelegene Putzstelle annehme und den Steruerzahlern auf der Tasche liege
Damit hat Dich das System genau dahin gebracht, wo es Dich hinhaben wollte! Willst Du es dem System so einfach machen?
 

Passant

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Seit Januar diesen Jahres - echt schlimm und meine Schuld laut ALLEN

Aso und ich bin jetzt 32 - keien Ausbildung - Fachabi 3.0 - abgebrochenes Studium
Seit Januar dieses Jahres bist Du erst arbeitslos?
Das sind ja gerade erst ein paar Monate.
Da gibt es noch ganz andere Arbeitslosenkarrieren (meine zum Beispiel :icon_hihi:).
 

Passant

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Ja, man kann es aus dem ALG 2 raus schaffen. Das größte Problem ist aber, dass die meisten ALG 2 Empfänger entweder depressiv oder in einem zumindest ähnlichem Zustand sind.
Das mit den Depressionen mag ja stimmen (wenn man sie nicht vorher schon hatte, bekommt man sie spätestens durch den Hartz-Irrsinn). Aber was bringt Dich zu der forschen Aussage, daß es sich hierbei um das größte Problem handelt? Ich möchte mal behaupten, das größte Problem sind wohl eher die mangelnden Jobs.

Natürlich ist es auch deine Schuld, dass du im ALG 2 steckst.
Du hättest eine Ausbildung machen, dich mehr in der Schule anstrengen, das Abitur nachholen, dein Studium durchziehen oder einen Job annehmen können.
Oder einen Job annehmen können? Ich fasse es nicht. Genau das versucht sie ja offenbar (nur leider bisher vergeblich).

Und bei einem Fachabitur jemandem vorzuwerfen, daß er sich in der Schule hätte mehr anstrengen können - na ja.

Und sei es, dass du für eine Zeit bei McDonalds arbeitest, aber dann kannst du dir jeden Monat was sparen, bekommst Arbeitserfahrung und hast einen geregelten Tagesablauf.
Bei McDonalds arbeiten, um einen geregelten Tagesablauf zu haben? Oh je, ich hoffe, daß sie nicht so weit sinkt. :wink:

Viele Arbeitgeber geben ALG 2 Empfängern eine Chance. Der Grund, weshalb man abgelehnt wird, ist eben nicht einfach, dass man ALG 2 Empfänger ist, sondern dass man Defizite hat. Die anderen Bewerber sind einfach besser als du. Das ist der Grund. Also musst du besser werden.
Das sag mal einem fünfzigjährigen Alg-II-Empfänger mit langjähriger Berufserfahrung und besten Qualifikationen.
 

BastiWi

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Das mit den Depressionen mag ja stimmen (wenn man sie nicht vorher schon hatte, bekommt man sie spätestens durch den Hartz-Irrsinn). Aber was bringt Dich zu der forschen Aussage, daß es sich hierbei um das größte Problem handelt? Ich möchte mal behaupten, das größte Problem sind wohl eher die mangelnden Jobs.
Ist das so? Okay, wenn es für jeden einen Job geben würde, dann gäbe es auch keine Absagen mehr. :icon_hihi: Ansonsten liegt es nur an der eigenen Flexibilität. Ab ins Ausland, selbstständig machen oder einen Job annehmen, der eventuell nicht unbedingt die erste Wahl ist. Oder: Sich besser qualifizieren. Jede Bewerbung steht im Wettbewerb zu anderen, da muss man als ALG2 Empfänger doppelt so hart arbeiten, damit man eine Chance hat. Wird aber aufgrund der Lethargie nochmal doppelt so schwer.


Oder einen Job annehmen können? Ich fasse es nicht. Genau das versucht sie ja offenbar (nur leider bisher vergeblich).
Dann rechne mal. Die Frau ist 32 Jahre alt und somit seit 14 Jahren erwachsen. Fachhochschulreife und ein abgebrochenes Studium, nah vielleicht 22 oder 23 Jahre alt gewesen als sie damit durch war. Bleiben immernoch 9-10 Jahre in denen sie etwas hätte machen können. Bisschen weniger Lethargie ist angesagt.

Und bei einem Fachabitur jemandem vorzuwerfen, daß er sich in der Schule hätte mehr anstrengen können - na ja.
3,0 Fachhochschulreife - Ich weiß ganz genau mit was für Leuten ich in der Schule zutun hatte und auch im Studium. Die Fachhochschulreife bekommt man hinterher geworfen. Mehr anstrengen = Abitur, Fachgebundenes Abitur oder schlichtweg bessere Noten.


Bei McDonalds arbeiten, um einen geregelten Tagesablauf zu haben? Oh je, ich hoffe, daß sie nicht so weit sinkt. :wink:
Lies ihren Beitrag nochmal. Weit tiefer sinken geht nicht und es ist eine Frechheit von dir alle McDonalds Angestellten herabzuwürdigen. Zudem war das nur ein Beispiel. Kann jeder x-beliebige andere Job sein.
Nur zuhause rumsitzen bringt auch nichts und fördert nur die Lethargie und Depressionen.
Weißt du was Studenten durch machen um ihr Studium zu finanzieren? Das ist weit schwerer als mit ALG2 und da nimmt man nunmal Minijobs an.

Das sag mal einem fünfzigjährigen Alg-II-Empfänger mit langjähriger Berufserfahrung und besten Qualifikationen.
Die Frau ist aber nicht 50. Und es gibt genügend 50jährige, die es doch schaffen.
ALG2 ist hier nicht das Ausschlusskriterium, sondern das Alter. duh.
 

Kaleika

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Es ist schwierig, aber nicht für alle völlig unmöglich, von Hartz IV wegzukommen.
Ich hatte Glück.
Nach einem abgebrochenen Sozialpädagogikstudium, diversen Jobs, einer Familienphase als Alleinerziehende mit zwei Kindern, Arbeitsgelegenheiten, versuchte ich, mein Studium wieder aufzunehmen, bekam einen Riegel vom Arbeitsamt vorgesetzt, das Geld gestrichen.

Ich besann mich auf meine Interessen und bewarb mich an der Schule für Erzieherinnen, machte die Ausbildung mit KlassenkameradInnen im Alter meiner Kinder und bekam nach dem Berufspraktikum mit 52 Jahren eine unbefristete Stelle als Erzieherin.

Na, ist das eine Erfolgsstory?

Aber ich weiß, dass ich dabei verdammt viel Glück hatte!
 
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Ich werds auch nicht mehr wirklich raus schaffen, körperlich kaputt und da smit 35 Jahren.... nun erstmal Umschulung fürs Büro , da bin ich zumindest für 2 Jahre weg von ALGII wegen hohem Übergangsgeld (DRV).
Danach wird man weitersehen......
Ja, eine Umschulung fürs Büro mache ich im Moment auch.
Ich habe auch gedacht, hauptsache erst mal weg vom JC.

Aber mal ganz ehrlich, große Hoffnung auf Arbeit nach der Umschulung mache ich mir nicht.
Ich bin dann über mitte vierzig, und auch körperlich kaputt.
Wenn man körperlich kaputt ist, und die Rentenversicherung einen aber noch vollschichtig arbeitsfähig hält, mit erheblichen Einschränkungen, dass macht die ganze Sache mit der Stellensuche nicht gerade einfacher.
 

Dark Vampire

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Dessen bin ich mir bewußt, auch deswegen weil die Bürjobs eh überlaufen sind.

Deswegen habe ich mir minimale Ziele gesetzt wenns mit Bürojobs nicht klappt dann gibts eben nur Habtagsstellen und wenn es nur Post austragen ist was bei uns ganz human ist.Oder eben wieder Zeitung oder sonst was.
Hauptsache was getan bevor einem noch mehr die Decke auf den Kopf fällt.
Aber das auch nur zu fairen Löhnen^^
 

Paolo_Pinkel

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Ohne ein Quäntchen Glück oder Vitamin B bleibt das ein Dauerzustand. Das JC ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass sie ihrer originären Aufgabe nachkommen. Statt dessen konzentriert man sich auf das Terrorisieren von HE. Wird ja auch dadurch bestätigt:

==> Einmal Hartz IV immer Hartz IV?

==> Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland - Einmal Hartz IV, immer Hartz IV - Geld - Süddeutsche.de

M.W. gibt es dazu auch Studien. Habe diese jedoch ad hoc nicht zur Hand. Dürfte sich aber das IAB mit befasst haben.
 

pferdchen81

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Klar schafft man das irgendwann da heraus. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Das Leben besteht aus lauter Abschnitten. Jeder ist für sich verantwortlich neue Lebensabschnitte zu kreieren. Es wurde schon ganz viel von anderen hier gesagt dem ich absolut zustimme.

Wenn man etwas verändern möchte, muss man sich bewegen, sonst passiert nichts. Und von Rückschlägen nicht niederstrecken lassen.
 

0zymandias

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[...]Natürlich ist es auch deine Schuld, dass du im ALG 2 steckst.
[...]Mangelt es dir an Antriebskraft, dann lass das mit deinem Arzt abklären und tue selbst etwas dafür, dass deine Motivation wieder zurück kommt.
Wirkst du ungepflegt, dann kümmere dich um dein Auftreten.
Hast du keine Qualifikationen, dann qualifiziere dich (wieder studieren, Schule nachholen, was auch immer) oder suche dir einen Minijob.
Ist dein Tagesrhythmus hinüber, dann such dir einen Minijob.
[...]
These: Arbeitslose sind krank, lethargisch, ungepflegt und haben keine Tagesstruktur.

Antithese: Also schnubbeldiwubb zum Arzt und Motivationspillen holen, waschen, rasieren, kämmen und den Wecker auf Viertel vor Mäcces stellen.

Synthese: Danke für diesen überraschend neuen Ansatz.
 

BastiWi

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These: Arbeitslose sind krank, lethargisch, ungepflegt und haben keine Tagesstruktur.

Antithese: Also schnubbeldiwubb zum Arzt und Motivationspillen holen, waschen, rasieren, kämmen und den Wecker auf Viertel vor Mäcces stellen.

Synthese: Danke für diesen überraschend neuen Ansatz.
Lesen und Verstehen ;)

Ich schrieb, dass man seine Defizite, welche auch immer dies sind, angehen muss. Mit entsprechenden Beispielen.
Du bist es doch, der das hier verallgemeinert, lol.

Wo liest du, dass ich diese Defizite vollständig allen Arbeitslosen unterstelle?
Es ist nun mal so, dass man seine Defizite abbauen muss um wettbewerbsfähig zu sein.

Und ja, ich denke dass der Großteil der langzeit Arbeitslosen in einer tiefen Depression/Lethargie steckt. Lies doch mal ein wenig hier im Forum. Die Themenerstellerin selbst klingt absolut depressiv/hoffnungslos/antriebslos. Die Jobcenter sind doch darauf spezialisiert die Leute mürbe zu machen, so dass dann die eigenen Rechte nicht mal mehr wahrgenommen werden.
 
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Lesen und Verstehen ;)Und ja, ich denke dass der Großteil der langzeit Arbeitslosen in einer tiefen Depression/Lethargie steckt. Lies doch mal ein wenig hier im Forum. Die Themenerstellerin selbst klingt absolut depressiv/hoffnungslos/antriebslos. Die Jobcenter sind doch darauf spezialisiert die Leute mürbe zu machen, so dass dann die eigenen Rechte nicht mal mehr wahrgenommen werden.

Genau das ist es, viele stecken in einer tiefen Depression.
Und da kommt man ohne Hilfe schwer wieder hinaus.
Und unter Hilfe verstehe ich nicht irgendwelche Pillen, die einen wie einen Zombie durch die Gegend laufen lassen, so wie es bei mir mal der Fall war.
Ich hatte die Pillen direkt nach 2 Tagen wieder abgesetzt.

Da muss schon bessere Hilfe her.
 

BastiWi

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Genau das ist es, viele stecken in einer tiefen Depression.
Und da kommt man ohne Hilfe schwer wieder hinaus.
Und unter Hilfe verstehe ich nicht irgendwelche Pillen, die einen wie einen Zombie durch die Gegend laufen lassen, so wie es bei mir mal der Fall war.
Ich hatte die Pillen direkt nach 2 Tagen wieder abgesetzt.

Da muss schon bessere Hilfe her.
Sehe ich genauso.

Antidepressiva können unterstützen, wenn man sie verträgt, die richtigen bekommt und so lethargisch ist, dass man es ohne gar nicht schafft, sich Hilfe zu suchen.

Das Problem bei Depressionen ist, dass man Hilfe nur bekommt, wenn man sich dafür ins Zeug legt und hartnäckig um einen Therapieplatz kämpft. Diese Energie haben depressive meistens gar nicht mehr.

Das ganze ALG2 System ist darauf ausgelegt die Leute zu sanktionieren, ihre Existenz zu bedrohen und die Leute zu Ja-sagern zu machen, weil sie mittlerweile zu eingeschüchtert sind. Hier im Forum liest man es immer wieder und der Teil, der sich aktiv in Foren, wie diesem hier, beteiligt, ist gemessen an der Zahl sämtlicher Arbeitslosen marginal.

Und bevor es wieder heißt, dass man hier allen ALG2 Empfängern Depressionen unterstellen würde: Dies ist nur ein mögliches Defizit, welches es abzubauen gilt, damit man wettbewerbsfähig wird und seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht. (Nicht, dass die ALG2 Elite, die keine Defizite hat und nur aufgrund des ALG2 Stigmata nicht angestellt wird, sich auf die Füße getreten fühlt ^^)
 

Jägerschnitzel

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Beim Lesen der Beiträge fällt mir leider auf, dass bei vielen mit der Erwerbstätigkeit auch das Selbstbewußtsein verlorengeht und das wiederum schlägt sich nachteilig in der Außenwirkung nieder...

Vielleicht sollte es ein erster Ansatz sein, sich nicht devot und reumütig zu sein, sondern die Dinge offensiv und gleichsam unter Berücksichtigung seiner Potentiale anzugehen.
 

0zymandias

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[...]Du bist es doch, der das hier verallgemeinert, lol.

Wo liest du, dass ich diese Defizite vollständig allen Arbeitslosen unterstelle?
[...]
Von "vollständig allen" wurde meiner Meinung nach nichts geschrieben, aber Deine undifferenzierten Pauschalisierungen mit der deutlichen Tendenz zum Vorwurf findest Du im entsprechenden Zitatfeld.

Wenn Du sie denn *Räusper* sinnerfassend lesen möchtest.

[...]Lies doch mal ein wenig hier im Forum. [...]
Ja, lol, prickelnde Idee :icon_lol:
 

Caso

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Beim Lesen der Beiträge fällt mir leider auf, dass bei vielen mit der Erwerbstätigkeit auch das Selbstbewußtsein verlorengeht und das wiederum schlägt sich nachteilig in der Außenwirkung nieder...
Da piekst du aber bei vielen in einen wunden Punkt.
Denn viele (so ist das hier zu lesen) halten Erwerbstätigkeit überhaupt nicht für das Entscheidende, um ein gerüttelt Maß an Selbstbewußtsein zu haben oder zu behalten.
Sie halten im Gegenteil Erwerbsarbeit gegen Lohnzahlung für das Grundübel in der Welt und und und---
und sind trotz Erwerbslosigkeit seit vielen Jahren und Abhängigkeit vom Sozialsystem doch ziemlich selbstbewußt und absolut nicht depressiv.

Man muß schon unterscheiden können, man soll das auch.
Es ist eben nicht so, daß Erwerbslose automatisch krank, lethargisch, ungepflegt sind und keine Tagesstruktur haben.
Es ist *fast wia im richtgen Lebn*---(wie Gerhard Polt unvergleichlich feststellte)
Es gibt so´ne und so´ne. Überall.
 

pferdchen81

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Ihr wollt aber auch unbedingt, das was er gesagt hat, falsch verstehen...
 

AntiHartz

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Ich werds auch nicht mehr wirklich raus schaffen, körperlich kaputt und da smit 35 Jahren.... nun erstmal Umschulung fürs Büro , da bin ich zumindest für 2 Jahre weg von ALGII wegen hohem Übergangsgeld (DRV).
Danach wird man weitersehen......
Willkommen im Club!
Genau an dem Punkt stand ich vor einigen Jahren.
Auch mit der DRV. Auch mit ähnlichem Alter.
Auch mit der Umschulung zum BK.
Dazu könnte ich nun Seiten schreiben. Geniesse die Umschulung.
Aber erhoffe Dir nicht die Rettung.
Aber ein Tipp! Du kannst Deine Chancen erhöhen, wenn Du während der
Umschulung nicht nur das IHK Programm zum BK machst, sondern zusätzlich Dich freischalten lässt für Lexware oder andere Dinge, die einen BK weiter qualifizeren. Übrigens, Buchhalter werden zum Kurs des BK eingestellt.
Ein BK soll also Buchhalteraufgaben machen, wird aber nur als BK bezahlt.
Geht nicht nach Tätigkeit. Wenn Du also nur BK bist, dann wirste als Bürokraft eingestellt. Dann machst Du die Tätigkeit eines BK, aber die Bezahlung ist die einer Bürokraft. Viel Glück!
Die DRV war top bei mir! Der Rest nicht.
Beispiel: Wenn man nach einem Ausbildungsrahmenlehrplan ausgebildet wird, der 20 Jahre alt ist und als aktuell gilt, dann kriegt man damit keinen Topf mehr. Da nützt auch ne Topnote nichts. Heutzutage soll ein BK auch mit einem Buchführungsprogramm klarkommen. Oder eine andere Sprache sprechen. Das kommt aber im Rahmenlehrplan garicht vor. Weil 1991 gab es noch keine Globalisierung in dem Sinne. Und und und....
ach herrje .......
Ich könnte nun meine ganze Erfahrung hier reinballern. Das besitzt keine Allgemeingültigkeit. Dennoch gibt es nunmal viele Fakten.
Lasse Dir mal Deinen Ausbildungsrahmenlehrplan geben. Das wird doch für das 6 monatige Praktikum eh ausgegeben.
Wenn da noch immer 1991 steht, dann gute Nacht!
Das Übergangsgeld war in der Tat sehr gut. Zumal auch jeder km noch 20 cent brachte und immer pünktlich 15hr Feierabend war.
Das war die geilste Zeit meines Lebens!
Keine Überstunden, lernen brauchte ich nicht, kein Stress, kein Zahlendruck, kein kein kein.
Da würd ich gern wieder hin ...
Aber nun bin ich ja HOCHQUALIFIZIERT! Das JC macht seit Jahren NICHTS!
Ich weiß inzwischen nicht mal mehr wie man ne Rücklage zum Jahresabschluss bucht.
 

Jägerschnitzel

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Ihr wollt aber auch unbedingt, das was er gesagt hat, falsch verstehen...
Leider ist das ein Grundübel dieses ansonsten so tollen Forums, immer wieder kommt man nämlich dazu, dass alles in ein negatives Licht gerückt wird.

Ich sage bzw. schreibe jetzt mal was blasphemisches für die hiesigen Verhältnisse, nämlich, dass fast alle Erwerbslosigkeiten auch (nicht ausschließlich) auf Eigenanteilen basieren und das das JC nicht schuld am schlechten Wetter ist.

Kurzum, Initiative und zwar eine konstruktive die nicht kompromisslos ist, sollte man zeigen, um den Weg aus Hartz4 zu finden.
 

TC Nairolf

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Man kann es aus den Bezug der ALG-II Leistung raus schaffen, nicht jeder, aber jeder sollte dafür kämpfen. Ich übe freundlich Druck auf meine FM aus und mache ihr wöchentlich klar das ich eine Umschulung machen will.

Man darf sich nur nicht aufgeben, dass ist denke ich das schwerste. Den auch die Arbeitslosigkeit kann zu einem Burnout führen.
 

Passant

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Ich sage bzw. schreibe jetzt mal was blasphemisches für die hiesigen Verhältnisse, nämlich, dass fast alle Erwerbslosigkeiten auch (nicht ausschließlich) auf Eigenanteilen basieren und das das JC nicht schuld am schlechten Wetter ist.
Es können Eigenanteile enthalten sein (und sind es sicher manches Mal auch), das muß jedoch nicht so sein. Es reicht hier und heute schon aus, ein bestimmtes Alter überschritten zu haben oder der falschen Nationalität anzugehören, um für die meisten Arbeitgeber schlicht uninteressant zu sein. Da helfen Parolen nach dem Motto "Jeder ist seines Glückes Schmied" nur bedingt weiter.
 

AntiHartz

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Es können Eigenanteile enthalten sein (und sind es sicher manches Mal auch), das muß jedoch nicht so sein. Es reicht hier und heute schon aus, ein bestimmtes Alter überschritten zu haben oder der falschen Nationalität anzugehören, um für die meisten Arbeitgeber schlicht uninteressant zu sein. Da helfen Parolen nach dem Motto "Jeder ist seines Glückes Schmied" nur bedingt weiter.
Ja oder man hat den Fehler "Mutter" zu sein. Auch ein K.O. Kriterium bei manchen. Und so gibt es ne ganze Reihe an Kriterien.
:-((
Aber dank AGG erfahren wir nur seltens was wirklich ausschlaggebend war.
 

Paolo_Pinkel

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Man kann es aus den Bezug der ALG-II Leistung raus schaffen, nicht jeder, aber jeder sollte dafür kämpfen. Ich übe freundlich Druck auf meine FM aus und mache ihr wöchentlich klar das ich eine Umschulung machen will.

Man darf sich nur nicht aufgeben, dass ist denke ich das schwerste. Den auch die Arbeitslosigkeit kann zu einem Burnout führen.
Wie denn? rutscht du in Sack und Asche auf deinen Knieen herum und bettelst darum, dass das SBchen dich irgendwann erlöst? Schon mal mit einem Antrag auf berufliche Teilhabe am Arbeitsleben + Rechtsweg gedacht, bevor man es auf diese m.M.n. rückgratlose Art und Weise versucht?
 

Hainbuche

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Ich sage bzw. schreibe jetzt mal was blasphemisches für die hiesigen Verhältnisse, nämlich, dass fast alle Erwerbslosigkeiten auch (nicht ausschließlich) auf Eigenanteilen basieren
Welche typischen Eigenanteile sind es denn Ihrer Meinung nach, die für "fast alle Erwerbslosigkeiten" mitursächlich sind?
 

pferdchen81

Neu hier...
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Das hat er SO garnicht gesagt!

Jeder Mensch hat irgendwo Defizite. Das heißt nicht, dass alle denselben Defizit haben. Und selbst wenn dieser Defizit oder Defizite behoben wird/werden, gibt es noch keine Garantie, dass dann alles "Knorke" ist, sprich die Anstellung winkt.

Man sollte ab und zu ehrlich mit sich selbst ins Gericht gehen und an sich arbeiten. Woran, das kann jeder nur für sich entscheiden. Oder man fragt eine Vertrauensperson, was man an sich optimieren könnte. Selbstkritik erfordert schließlich Mut und Kraft an sich selbst zu arbeiten. Viele haben den aber nicht. Sich selbst reflektieren oder reflektiert werden -> Keen Bock bzw. Wer wagt es?
 

Hainbuche

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Das hat er SO garnicht gesagt!

Jeder Mensch hat irgendwo Defizite.
Die werden angesichts der großen Zahl allerdings wohl nicht so individuell sein, daß man sie nicht typisieren könnte.

Und wenn jeder Mensch betroffen ist, dann schließt das auch die Erwerbstätigen mit ein, womit das als spezifische (Mit-)Ursache der Erwerbslosigkeit wahrscheinlich ausscheiden dürfte.
 

Hainbuche

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Nachtrag:

Ich versuche mal, mit eigenen Worten das wiederzugeben, was Jägerschnitzel (und Sie ebenfalls) nach meinem Verständnis sagen wollen:

Erwerbslose sollten, gleich wie die äußeren Umstände auch sind, im Rahmen ihrer Möglichkeiten daran arbeiten, sozusagen jeden Tag ein bißchen besser zu werden. Was der grundsätzlichen Idee des lebenslangen Lernens entspricht.

Das würde ich so unterschreiben und sogar auf alle Erwerbstätigen ausweiten wollen.

Angesichts eines rechnerischen Überhangs von Arbeitsuchenden jedoch bei der Mehrheit der Erwerbslosen den Grund der Erwerbslosigkeit in individuellen Defiziten zu sehen, kann nur ein Fehlschluß sein. Oder würde die Anzahl der offenen Stellen sprunghaft zunehmen, sobald alle Erwerbslosen ihre Defizite behoben hätten?
 
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