SB will REDEN über Widerspruch

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sun2007

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Hallo,

ich habe noch im Jahr 2008 (!) zwei EGVs bekommen, eine als EGV zur Unterschrift, da habe ich einen Gegenentwurf ans JobC geschickt.

Ende des Jahres dasselbe nochmal als VA, dagegen habe ich noch im alten Jahr Widerspruch eingelegt.

Seither nichts gehört. Jetzt aber soll ich zu einem Termin kommen, bei dem über mein Bewerberangebot und die berufliche Situation gesprochen wird, soweit ganz üblich.

Aber da steht auch, sie will mit mir über meinen Widerspruch reden. Ich möchte das aber lieber alles schriftlich abwickeln. Wie gehe ich da vor? Kann ich noch Untätigkeitsklage einlegen (die drei Monate sind seit zehn Tagen um), weil die den Widerspruch noch nicht bearbeitet haben? Oder ist die Untätigkeit durch das "Angebot" zu reden jetzt aufgehoben?

Und: Was wird mich da jetzt wohl erwarten? Eine VA mit sinnloser Zuweisung zum Sofortantreten?

Ich bräuchte übrigens dringend einen Beistände für den Termin, ich gebe das noch mal in der entsprechenden Rubrik ein (Berlin).

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
 
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Hallo,

ich habe noch im Jahr 2008 (!) zwei EGVs bekommen, eine als EGV zur Unterschrift, da habe ich einen Gegenentwurf ans JobC geschickt.

Ende des Jahres dasselbe nochmal als VA, dagegen habe ich noch im alten Jahr Widerspruch eingelegt.

Seither nichts gehört. Jetzt aber soll ich zu einem Termin kommen, bei dem über mein Bewerberangebot und die berufliche Situation gesprochen wird, soweit ganz üblich.

Aber da steht auch, sie will mit mir über meinen Widerspruch reden. Ich möchte das aber lieber alles schriftlich abwickeln. Wie gehe ich da vor? Kann ich noch Untätigkeitsklage einlegen (die drei Monate sind seit zehn Tagen um), weil die den Widerspruch noch nicht bearbeitet haben? Oder ist die Untätigkeit durch das "Angebot" zu reden jetzt aufgehoben?

Und: Was wird mich da jetzt wohl erwarten? Eine VA mit sinnloser Zuweisung zum Sofortantreten?

Ich bräuchte übrigens dringend soviele Beistände wie möglich für den Termin, ich gebe das noch mal in der entsprechenden Rubrik ein (Berlin).

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
Die SB will Dich vielleicht überreden, den Widerspruch zurück zu nehmen und dazu einen entsprechenden Vordruck zu unterschreiben.
 

sun2007

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Die SB will Dich vielleicht überreden, den Widerspruch zurück zu nehmen und dazu einen entsprechenden Vordruck zu unterschreiben.
Ich fürchte auch, dass das Treffen zu weiter nichts dienen soll, als mich massiv unter Druck zu setzen - die Situation hatte ich schon mal. Damals haben mir einige gutgläubige Leute aus diesem Forum dazu geraten, doch einfach mal hinzugehen, wenn die nur reden wollen (das war noch nicht mal ein offizieller Termin) - zum Glück war ich wenigstens argwöhnisch genug, mir Begleitung mitzunehmen. So massiv wie in DEN zwei Stunden damals bin ich in meinem Leben noch nicht unter Druck gesetzt worden. Sowas vergisst man nicht.

Ich denke, ich weiß schon, was ich jetzt vorerst mache.

Und für den Termin brauche ich DRINGEND Begleitung, soviel wie möglich aber ich bin schon dankbar für einen/eine. (Habe ich in der entsprechenden Rubrik gerade eingetragen.)

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
 
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Ich fürchte auch, dass das Treffen zu weiter nichts dienen soll, als mich massiv unter Druck zu setzen - die Situation hatte ich schon mal. Damals haben mir einige gutgläubige Leute aus diesem Forum dazu geraten, doch einfach mal hinzugehen, wenn die nur reden wollen (das war noch nicht mal ein offizieller Termin) -

Da könnte ich auch dazu gehört haben, weis ich aber nicht mehr. :icon_pfeiff:

zum Glück war ich wenigstens argwöhnisch genug, mir Begleitung mitzunehmen. So massiv wie in DEN zwei Stunden damals bin ich in meinem Leben noch nicht unter Druck gesetzt worden. Sowas vergisst man nicht.

Ich denke, ich weiß schon, was ich jetzt vorerst mache.

Und für den Termin brauche ich DRINGEND Begleitung, soviel wie möglich aber ich bin schon dankbar für einen/eine. (Habe ich in der entsprechenden Rubrik gerade eingetragen.)

Vielen Dank und viele Grüße

Sun

Öhm, warum bist Du 2 Stunden geblieben? Dazu gibt es keine Pflicht.

Wenn die "Verhandlungen" für Dich nichts bringen, kannst Du auch einfach gehen und sagen, das Du es nur noch schriftlich machen willst.

Nur so als Vorschlag
 

sun2007

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Öhm, warum bist Du 2 Stunden geblieben? Dazu gibt es keine Pflicht.

Wenn die "Verhandlungen" für Dich nichts bringen, kannst Du auch einfach gehen und sagen, das Du es nur noch schriftlich machen willst.

Nur so als Vorschlag
Das war damals. Meine Frage hier im Forum war, ob ich überhaupt dahin muss, wenn es bloß ein "Gesrpächsangebot" ist. Darauf kam obige Antwort, so gutgläubig, dass die mir schon nichts wollen würden. Als ich erst mal da war, wollte ich auch für meine Sache kämpfen und das hat sich auch erst mal gelohnt. Aufstehen und Gehen wäre unpassend gewesen. Und: Mir wurde auch erst hinterher, als ich schon aus der Tür draußen war, bewusst, WIE schlimm das eigentlich war. Nicht, während ich drin saß.

Aber das war DAMALS. Der einzige Grund, wieso isch das überhaupt erwähne ist der, dass ich nciht wieder so gutgläubige Ratschläge bekomme denn jetzt weiß ich einfach: Die Realität sieht ander aus. Leider.

Ich freue mich immer noch über Hinweise, was mich da wohl erwarten wird (ich habe denen einen VA aus der Hand geschlagen, nach alten Bedingungen aus dem Jahr 08 und jetzt muss ich dahin, auch allgemein).

Ich hatte mir den Fahrplan schon mal ausgedacht aber jetzt, wo es mich direkt trifft, ist erst mal wieder alles weg.

Also, was könnte mich erwarten und wie gehe ich dann damit um?

Zum Beispiel: Können die mich für direkt ab dem nächsten Tag zu einem Sklaveneinsatz verdonnern - wie kann ich dem entgegenwirken?

Ich frage jetzt schon, weil die für ihre Überraschungsangriffe bekannt sind und ich auf jeden Fall nicht sofort zu etwas antreten will.

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
 
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Das war damals. Meine Frage hier im Forum war, ob ich überhaupt dahin muss, wenn es bloß ein "Gesrpächsangebot" ist. Darauf kam obige Antwort, so gutgläubig, dass die mir schon nichts wollen würden. Als ich erst mal da war, wollte ich auch für meine Sache kämpfen und das hat sich auch erst mal gelohnt. Aufstehen und Gehen wäre unpassend gewesen. Und: Mir wurde auch erst hinterher, als ich schon aus der Tür draußen war, bewusst, WIE schlimm das eigentlich war. Nicht, während ich drin saß.

Aber das war DAMALS. Der einzige Grund, wieso isch das überhaupt erwähne ist der, dass ich nciht wieder so gutgläubige Ratschläge bekomme denn jetzt weiß ich einfach: Die Realität sieht ander aus. Leider.

Ich freue mich immer noch über Hinweise, was mich da wohl erwarten wird (ich habe denen einen VA aus der Hand geschlagen, nach alten Bedingungen aus dem Jahr 08 und jetzt muss ich dahin, auch allgemein).

Ich hatte mir den Fahrplan schon mal ausgedacht aber jetzt, wo es mich direkt trifft, ist erst mal wieder alles weg.

Also, was könnte mich erwarten und wie gehe ich dann damit um?

Zum Beispiel: Können die mich für direkt ab dem nächsten Tag zu einem Sklaveneinsatz verdonnern - wie kann ich dem entgegenwirken?

Ich frage jetzt schon, weil die für ihre Überraschungsangriffe bekannt sind und ich auf jeden Fall nicht sofort zu etwas antreten will.

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
Für den Widerspruch aus 2008 gelten auch noch die alten Regeln, also können die nicht mit der Lage nach den neuen Gesetzen kommen.
 

sun2007

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Für den Widerspruch aus 2008 gelten auch noch die alten Regeln, also können die nicht mit der Lage nach den neuen Gesetzen kommen.
Ich weiß. Aber wie waren die nochmal? Können die mir zum Beispiel bei dem Termin einfach so sofort einen neuen VA vor die Nase halten, auch wenn über den alten Widerspruch noch nicht entschieden worden ist?
 
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Ich weiß. Aber wie waren die nochmal? Können die mir zum Beispiel bei dem Termin einfach so sofort einen neuen VA vor die Nase halten, auch wenn über den alten Widerspruch noch nicht entschieden worden ist?

Kommt auf die Begründung an.


z. B. den §43 SGB X gibts schon länger.
 

sun2007

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Kommt auf die Begründung an.


z. B. den §43 SGB X gibts schon länger.
Aus genau dem Grund will ich das am liebsten alles per Schriftverkehr mit denen regeln.

Mit welcher Begründung können die das? - upps, sorry, den Paragr. muss ich erst mal gogln, dann seh ich weiter.

So, gelesen. Versteh ich nicht. Was bedeutet das für mich? Konkret?
 

Paolo_Pinkel

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Hallo,

ich habe noch im Jahr 2008 (!) zwei EGVs bekommen, eine als EGV zur Unterschrift, da habe ich einen Gegenentwurf ans JobC geschickt.

Ende des Jahres dasselbe nochmal als VA, dagegen habe ich noch im alten Jahr Widerspruch eingelegt.

Seither nichts gehört. Jetzt aber soll ich zu einem Termin kommen, bei dem über mein Bewerberangebot und die berufliche Situation gesprochen wird, soweit ganz üblich.

Bedenke. Die ARGE läd nicht zum genüsslichen Kaffeekränzchen. Wenn die ARGE einen HE einlädt geht es meistens darum, dass der SB noch eine Unterschrift benötigt für irgend etwas. Denn nur das hindert ihn letztendlich daran etwas mit dir zu veranstaltet.

Aber da steht auch, sie will mit mir über meinen Widerspruch reden. Ich möchte das aber lieber alles schriftlich abwickeln. Wie gehe ich da vor? Kann ich noch Untätigkeitsklage einlegen (die drei Monate sind seit zehn Tagen um), weil die den Widerspruch noch nicht bearbeitet haben? Oder ist die Untätigkeit durch das "Angebot" zu reden jetzt aufgehoben?

Und: Was wird mich da jetzt wohl erwarten? Eine VA mit sinnloser Zuweisung zum Sofortantreten?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

- Er/Sie will echt nur reden (ist wohl ehr ein Wunschgedanke)
- Man möchte dir eine neue EGV verpassen.
- Man möchte dich in einer Sinnlosmaßnahme parken.
- Man möchte dir einen Ein-Euro-Job aufschwatzen.
- Man möchte dich unter Druck setzen und zu etwas nötigen.
- ...


Ich bräuchte übrigens dringend soviele Beistände wie möglich für den Termin, ich gebe das noch mal in der entsprechenden Rubrik ein (Berlin).

Es bleibt dabei. Es handelt sich nur um einen Termin. Geh da mit Beistand hin. Hör zu. Und gut ist. Du bist deiner Verpflichtung nachgekommen indem du dort erschienen bist.

Wenn man dir was zur Unterschrift vorlegt dann steckst du es ein mit der Begründung das du den Wisch oder die Wische prüfen willst. Wird das nicht gewünscht seitens des SB lässt du sie liegen und dein Beistand protokolliert das. Lass dich da auf nix ein. Auch wenn die sagen, dass Schweine fliegen können.


Und noch was. Wenn es dir dort zu bunt wird - achte auch dein Bauchgefühl - dann steh auf und erkläre das Gespräch für beendet aber räume gleichzeitig die Möglichkeit ein das Gespräch fort zu setzen wenn der SB einen entsprechenden Umgangston an den Tag legt.

Du musst nicht alles mitmachen!


Viel Erfolg!

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
Gruss

Paolo
 

Jesaja

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Nachdem ich einen Widerspruch auf einen Ablehnungsbescheid zum Antrag auf ALG II eingereicht hatte, wurde ich auch ein Mal zu einem Gespräch eingeladen.
Die Leistungsabteilung hat mir einen Vertrag vorgelegt, laut dem ich den Widerspruch zurücknehmen sollte, da dass Amt den Ablehnungsbescheid auch zurücknehmen würde.
Den habe ich auch unterschrieben, und hatte ein paar Tage später den Bewilligungsbescheid.
Eine Einladung zum Gespräch über einen Widerspruch muss also nicht notwendigerweise Übles bedeuten.
 

Paolo_Pinkel

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Nachdem ich einen Widerspruch auf einen Ablehnungsbescheid zum Antrag auf ALG II eingereicht hatte, wurde ich auch ein Mal zu einem Gespräch eingeladen.
Die Leistungsabteilung hat mir einen Vertrag vorgelegt, laut dem ich den Widerspruch zurücknehmen sollte, da dass Amt den Ablehnungsbescheid auch zurücknehmen würde.
Den habe ich auch unterschrieben, und hatte ein paar Tage später den Bewilligungsbescheid.

Das hört sich ja im ersten Moment gut an. Aber die Tatsache, dass die ARGE die Bewilligung von der Rücknahme deines Widerspruchs gemacht hat zeigt doch, dass da mächtig was im Busch war. Da dir ja offensichtlich Leistungen doch zustanden und ausgezahlt wurde - trotz vorherigen Ablehnungsbescheid - ist die ganze Sahe fraglich.

Eine Einladung zum Gespräch über einen Widerspruch muss also nicht notwendigerweise Übles bedeuten.
Gruss

Paolo
 
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...
Die Leistungsabteilung hat mir einen Vertrag vorgelegt, laut dem ich den Widerspruch zurücknehmen sollte, da dass Amt den Ablehnungsbescheid auch zurücknehmen würde.
Den habe ich auch unterschrieben...
Diese Erklärung zur Rücknahme eines Widerspruches schickt die Arge üblicherweise per Post. Man hat wahrscheinlich mit Deinem Widerstand gerechnet und Dich daher vorgeladen, um Dich in diesem Fall gleich an Ort und Stelle richtig 'durchkneten' zu können.
 

Jesaja

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Diese Erklärung zur Rücknahme eines Widerspruches schickt die Arge üblicherweise per Post. Man hat wahrscheinlich mit Deinem Widerstand gerechnet und Dich daher vorgeladen, um Dich in diesem Fall gleich an Ort und Stelle richtig 'durchkneten' zu können.
Mich hat dort niemand "durchgeknetet". Solange ja auch nach meinem Interessen gehandelt wird, sehe ich da auch kein Problem, und die Rücknahme des Ablehnungsbescheids lag ja auch in meinem Interesse. Hätte ich auch unterschrieben, wenn ich diese schriftlich bekommen hätte.
 

Paolo_Pinkel

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Mich hat dort niemand "durchgeknetet". Solange ja auch nach meinem Interessen gehandelt wird, sehe ich da auch kein Problem, und die Rücknahme des Ablehnungsbescheids lag ja auch in meinem Interesse. Hätte ich auch unterschrieben, wenn ich diese schriftlich bekommen hätte.
Hi,

trotzdem bleibt fraglich warum die Leistungsbewilligung abhängig von der Rücknahme eines Widerspruchs gemacht wird?

Du hast geschrieben, dass man dir anfangs die Leistung verweigert hat. Warum auch immer. Jedenfalls hast du dagegen Widerspruch eingereicht.

Die reaktion der ARGE hat doch deutlich gezeigt, dass die Entscheidung - die nämlich Leistungen vorzuenthalten - schlicht weg falsch war. Naja. We dem auch sei. Für dich ist es ja gut ausgegangen.

Gruss

Paolo
 
E

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Mich hat dort niemand "durchgeknetet". Solange ja auch nach meinem Interessen gehandelt wird, sehe ich da auch kein Problem, und die Rücknahme des Ablehnungsbescheids lag ja auch in meinem Interesse. Hätte ich auch unterschrieben, wenn ich diese schriftlich bekommen hätte.
Die Rücknahme hätte sowieso erfolgen müssen. Meinst Du, das tun sie aus reiner Nächstenliebe? Du hast mit Deiner Unterschrift lediglich verhindert, dass sie Dir Ihre Fehlentscheidung schriftlich bestätigen mussten. Nun sieht die Statistik auch wieder sauber aus - es gab einen Widerspruch weniger.
 

sun2007

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Diese Erklärung zur Rücknahme eines Widerspruches schickt die Arge üblicherweise per Post. Man hat wahrscheinlich mit Deinem Widerstand gerechnet und Dich daher vorgeladen, um Dich in diesem Fall gleich an Ort und Stelle richtig 'durchkneten' zu können.
Ich schätze, das haben die bei mir auch vor. Daher wäre ich auch sehr froh, wenn sich einige Beistände melden könnten (habe Anfrage auch in entsprechender Rubrik, Berlin).

Also, ich brauche in paar Beistände aber auch etwas praktisches Wissen:

Wie reagiere ich, wenn die mir einen EEJ / eine sonstige sinnlose Maßnahme reindrücken, die so bald losgeht (z. B. ist der Termin an einem Freitag, wer weiß, vielleicht haben die für ab Montag was geplant), dass ich keine Zeit habe, vorher einen Anwalt zu befragen?

Mein alter VA einschließlich meines Widerspruchs ist aus dem alten Jahr. Was, wenn die mir einen neuen VA direkt auf den Tisch knallen? Mit EEJ/sinnloser Maßnahme?

Ich will einfach für den Fall gewappnet sein, dass die mich mit etwas überrumpeln, dessen Rechtslage mir selbst nicht so ganz klar ist.

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
 

Paolo_Pinkel

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Ich schätze, das haben die bei mir auch vor. Daher wäre ich auch sehr froh, wenn sich einige Beistände melden könnten (habe Anfrage auch in entsprechender Rubrik, Berlin).

Also, ich brauche in paar Beistände aber auch etwas praktisches Wissen:

Wie reagiere ich, wenn die mir einen Ein-Euro-Job / eine sonstige sinnlose Maßnahme reindrücken, die so bald losgeht (z. B. ist der Termin an einem Freitag, wer weiß, vielleicht haben die für ab Montag was geplant), dass ich keine Zeit habe, vorher einen Anwalt zu befragen?

Mein alter VA einschließlich meines Widerspruchs ist aus dem alten Jahr. Was, wenn die mir einen neuen VA direkt auf den Tisch knallen? Mit Ein-Euro-Job/sinnloser Maßnahme?

Ich will einfach für den Fall gewappnet sein, dass die mich mit etwas überrumpeln, dessen Rechtslage mir selbst nicht so ganz klar ist.

Vielen Dank und viele Grüße

Sun
Hi,

wie ich bereits in Post #11 schrieb:

Es bleibt dabei. Es handelt sich nur um einen Termin. Geh da mit Beistand hin. Hör zu. Und gut ist. Du bist deiner Verpflichtung nachgekommen indem du dort erschienen bist.

Wenn man dir was zur Unterschrift vorlegt dann steckst du es ein mit der Begründung das du den Wisch oder die Wische prüfen willst. Wird das nicht gewünscht seitens des SB lässt du sie liegen und dein Beistand protokolliert das. Lass dich da auf nix ein. Auch wenn die sagen, dass Schweine fliegen können.


Und noch was. Wenn es dir dort zu bunt wird - achte auch dein Bauchgefühl - dann steh auf und erkläre das Gespräch für beendet aber räume gleichzeitig die Möglichkeit ein das Gespräch fort zu setzen wenn der SB einen entsprechenden Umgangston an den Tag legt.

Du musst nicht alles mitmachen!
Die Papiere mitnehmen. Bedenkzeit klar machen (7-14 Tage) und dann die Papiere entweder hier oder in einer INI vor Ort prüfen lassen. Dann entsprechend reagieren.

Gruss

Paolo
 
S

Sissi54

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Hier ein Ratschlag von Experten, wie mit dieser "Gesprächstherapie" zu Widersprüchen umgegangen werden sollte.

Vorsicht bei der Rücknahme von Widersprüchen

Diskussionen über Einzelfallerfolge helfen nicht weiter.
Hier geht es um eine EGV per VA, nicht um Leistungsbewilligung !

Ein Überfallkommando auf die Arge Pankow ist auch nicht sehr hilfreich, weil hier gibt es noch genug Zeit, diplomatischere Schritte zwecks Widerspruch einzuleiten.

:icon_daumen:
 

sun2007

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Vielen Dank.

Ich suche kein Überfallkommando sondern einen Beistand, und das sehr dringend. Wirklich. Ich suche den Beistand auch nur als Beistand, der einfach nur da ist - keiner muss Angst haben, ich würde da erwarten, dass er dort was sagt oder so.

Ich werde den Widerspruch auch keinesfalls zurücknehmen, das steht gar nicht zur Debatte - wie ich gutgläubige Ratschläge sehe, habe ich ja schon ein paar mal geschrieben.

Ich will nur wissen, wie ich mit einem Überrumpelungsversuch seitens der Arge umgehen kann, wenn die mir mit einem Ein-Euro-Job/einer Maßnahme zum Sofortantritt kommen.

Oder mir erneut irgendeinen VA hinknallen. Mit sofortigem Zugang und sofortiger Wirkung. Letzteres könnte ich noch hier klären aber für ersteres hätte ich gerne schon jetzt die Infos, weil es dann in der Natur der Sache liegt, dass ich aufgrund des Zeitdrucks hier möglicherweise nicht so schnell die richtigen Antworten bekomme.

Und so abwegig ist das Szenario nun ja nicht:

Also:

VA im Widerspruch, letzterer anhängig, jetzt Termin - was tun bei Aufzwingung eines Ein-Euro-Job/einer Maßnahme zum Sofortantritt?

Hier ein Ratschlag von Experten, wie mit dieser "Gesprächstherapie" zu Widersprüchen umgegangen werden sollte.

Vorsicht bei der Rücknahme von Widersprüchen

Diskussionen über Einzelfallerfolge helfen nicht weiter.
Hier geht es um eine EGV per VA, nicht um Leistungsbewilligung !

Ein Überfallkommando auf die Arge Pankow ist auch nicht sehr hilfreich, weil hier gibt es noch genug Zeit, diplomatischere Schritte zwecks Widerspruch einzuleiten.

:icon_daumen:
 

Paolo_Pinkel

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Ich will nur wissen, wie ich mit einem Überrumpelungsversuch seitens der Arge umgehen kann, wenn die mir mit einem Ein-Euro-Job/einer Maßnahme zum Sofortantritt kommen.

Ganz entspannt. Hör es dir an. Lächele. Nick interessiert. Nur einfach nix an Ort und Stelle unterschreiben. Wir alle wissen ja noch nicht was man da vorhat. Das man sich tausend Gedanken macht ist klar. Aber ein EEJ setzt meines Wissens eine gültige EGV voraus. Hast du die?:cool:

Oder mir erneut irgendeinen VA hinknallen. Mit sofortigem Zugang und sofortiger Wirkung. Letzteres könnte ich noch hier klären aber für ersteres hätte ich gerne schon jetzt die Infos, weil es dann in der Natur der Sache liegt, dass ich aufgrund des Zeitdrucks hier möglicherweise nicht so schnell die richtigen Antworten bekomme.

Wenn der VA kommt wird der eben geprüft. Dagegen kann man ja Widerspruch einlegen. Und wenn dort eben solch eine Sinnlosmaßnahme aufgeführt wird dann wird auch noch Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs beim SG beantragt. Und da es in den EGV´s nur so von Rechtswidrigkeiten wimmelt wirst du auch gute Aussichten damit haben. Dann wäre die ARGE wieder am Zug.

Das ist aber alles Zukunftsmusik. Ich kann dir nur den Ratschlag geben vor Ort nix zu unterschreiben und dort mit einem Beistand zu erscheinen der zuhört und anschliessend den Gesprächsverlauf protokolliert. Dann wirst du entweder die Unterlagen in Händen halten die du hier oder wo anders prüfen lässt oder du bekommst die VA. Dann wird eben reagiert.
Gruss

Paolo
 
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Sind drei Monate seit Deinem Widerspruch verstrichen, kannst Du (Untätigkeits-)Klage erheben.

ICH würde auf eine schriftliche Bescheidung meines Widerspruches bestehen! Das würde ich nochmals in einem Schreiben formulieren. ICH würde es sogar schon fix & fertig zum Termin mitbringen und mir die Abgabe quittieren lassen.

Soweit ich weiß, darf die Arge keine neue EGV abschließen, solange ein Widerspruch zu einer vorangegangenen EGV noch in 'Bearbeitung' ist. Leider fehlen mir die §§, um es zu belegen. Evtl. weiß jemand anderes mehr?
 

sun2007

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Paolo: Ganz entspannt. Hör es dir an. Lächele. Nick interessiert. Nur einfach nix an Ort und Stelle unterschreiben. Wir alle wissen ja noch nicht was man da vorhat. Das man sich tausend Gedanken macht ist klar. Aber ein Ein-Euro-Job setzt meines Wissens eine gültige EGV voraus. Hast du die?
Hast Recht. Ich habe zurzeit keine.

Vielen Dank auch nochmal für die Erinnerung an den "Fahrplan", also, dass ich ja auch jetzt Wid.spr. einlegen kann, und dann eben aufsch. Wirkung beantragen muss.

Soweit ich weiß, darf die Arge keine neue EGV abschließen, solange ein Widerspruch zu einer vorangegangenen EGV noch in 'Bearbeitung' ist. Leider fehlen mir die §§, um es zu belegen. Evtl. weiß jemand anderes mehr?
Das ist es eben, was ich auch nicht so genau weiß. Aber erst mal abwarten, was passiert.

Vielen Dank erst mal an alle.
 

alraune

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In unserer Arbeitsagentur werden auch immer mehr Einladungen verschickt, bei denen man über einen Widerspruch "reden" möchte.

Dazu verteilt unsere Erwerbsloseninitiative BSG Bündnis Soziale Gerechtigkeit aus Celle folgendes Schreiben:


Widerspruch
Ihr Schreiben vom _______________


Az_____________________________

Sehr geehrte....

ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie auf Grundlage der Schriftwechsel einen Bescheid erlassen.
Ein Gespräch zur Klärung erachte ich nicht für nötig. Unbürokratisch dürfte man einem Widerspruch kaum abhelfen können.

Mit freundlichen Grüßen
 
Status

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