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SB will mich in Maßnahme "stecken", obwohl ich gerade erst erwerbslos bin

atasteofbunny

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#1
Hallo in die Runde.

Kurz zu meiner Person: Ich habe eine kaufmännische Ausbildung und danach Soziologie studiert. Leider habe ich eine chronische Krankheit und gerade während der Zeit meines Studienabschlusses ging es mir sehr schlecht. Den Berufseinstieg habe ich sozusagen verpasst. Zunächst war ich erwerbslos, dann war ich lange Zeit in einer Firma als Aufstockerin beschäftigt. Als ich gemerkt habe, dass mich die Situation dort bei der Arbeit noch mehr "herunterzieht", sich also auch schlecht auf meinen Gesundheitszustand auswirkt, hatte ich dort - mit Attest meines Facharztes - gekündigt. Seitdem mache ich einen Bundesfreiwilligendienst bei einem Verein, es ist eine Bürotätigkeit, die mir auch gut gefällt. Das geht nun seit einem Jahr und mein Vertrag wird am 15.09. enden. Richtig fit bin ich immer noch nicht, aber grundsätzlich kann ich, denke ich, berufstätig sein. Ich möchte das auch und schreibe zurzeit zwei, drei Bewerbungen pro Woche.

Nun hatte ich gestern mal wieder einen Meldetermin beim SB. Bisher waren diese Termine recht "entspannt", so war ich auch diesmal ohne Beistand da. Nun will er aber, dass ich zu einer Maßnahme gehe, für Menschen mit einer psychischen Krankheit, er hat mir zwei zur Auswahl gegeben: "TOP" und "PeM", beide sollen bei der SBB Kompetenz gGmbH stattfinden. Immerhin war ich standhaft, habe gesagt, dass ich Bedenkzeit brauche, mich darüber erstmal informieren möchte. Und außerdem die Zeit ganz den Bewerbungen widmen möchte. Aber in drei Wochen habe ich den nächsten Meldetermin, dann wird er mich dort gewiss anmelden wollen. Ich halte von diesen Bildungsträgern nicht viel, ich kenne Grone und Rackow.

Nun meine Fragen an euch:

Hat jemand Erfahrungen mit diesen Maßnahmen bei der SBB?
Ist es überhaupt zulässig, jemanden, der gerade erst arbeitslos geworden ist, gleich in eine Maßnahme zu "stecken"?
Gibt es eine Möglichkeit, das - ohne Sanktion - abzuwenden?

Und außerdem:
Ich plane eine berufliche Reha. Könnte diese Maßnahme da sogar zum Nachteil werden, denn wenn ich als "voll arbeitsfähig" eingestuft werden würde, dann wäre der Antrag ja zwecklos? Hat da von euch jemand Erfahrungen?

Grüße

atasteofbunny
 

ARGE geplagt

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#2
Die beiden Maßnahmen sind doch Teilzeit, laut der Homepage.
Die dürfen dich in eine Maßnahme verfrachten falls du erwerbsfähig bist und die Maßnahme zumutbar ist, man kann sich aber dagegen wehren siehe hier http://www.elo-forum.org/einglieder...be-egv-va-massnahme-erhalten.html#post1716490
Zwar eine andere Maßnahme der SBB aber der Ablauf zur Abwehr von Maßnahmen ist derselbe.
Datenweitergabe beim JC und Maßnahmeträger (MT) untersagen und nichts beim MT unterschreiben.
Hast du eine Eingliederungsvereinbahrung (EGV) unterschrieben?
Dann stell die doch bitte anonymisiert hier ein.

Es wäre natürlich besser wenn du keine EGV hast sondern eine EGVA ( Eingliederungsvereinbahrung per Verwaltungsakt), weil die besser angreifbar ist.
Den Rehaantrag kannst du doch stellen, der dauert doch eh lange bis der beschieden wird.
Die Maßnahme stellt doch keine volle Arbeitsfähigkeit fest oder? Meinst du damit, dass du zum Arbeitsmediziner musst während der Maßnahme.
Das ist eigentlich unwichtig, weil die Rentenversicherung oder der ÄD das macht und dadurch halt deine Erwerbsfähigkeit festgelegt wird.
Falls du nicht erwerbsfähig bist (keine 3 Std. täglich arbeiten kannst), wäre eine EGV garnicht zulässig, weil nur mit erwerbfähigen eine abgeschlossen werden darf. Ich gehe aber mal davon aus, weil du im ALGII Bereich postest.
 

Doppeloma

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#3
Hallo atasteofbunny,

Richtig fit bin ich immer noch nicht, aber grundsätzlich kann ich, denke ich, berufstätig sein. Ich möchte das auch und schreibe zurzeit zwei, drei Bewerbungen pro Woche.
Dann lass dich AU schreiben, wenn du nicht richtig fitt bist und stelle bei der DRV einen Antrag auf med. Reha ... dort würde sich dann auch ergeben, ob eine berufliche Reha angebracht ist.

Bewerben kannst du dich ja trotzdem weiterhin, bei Erfolg kann man eine laufende AU jederzeit sofort beenden ...

Nun hatte ich gestern mal wieder einen Meldetermin beim SB. Bisher waren diese Termine recht "entspannt", so war ich auch diesmal ohne Beistand da.
Dann solltest du das in der Zukunft ändern und nur noch mit Beistand zu den Terminen gehen, bisher gab es ja auch nicht viel "zu vermitteln" bei dir du warst ja sozusagen "in Beschäftigung" ...

Nun will er aber, dass ich zu einer Maßnahme gehe, für Menschen mit einer psychischen Krankheit, er hat mir zwei zur Auswahl gegeben: "TOP" und "PeM", beide sollen bei der SBB Kompetenz gGmbH stattfinden.
Auf Grund welcher medizinischer Erkenntnisse empfiehlt er dir eine Maßnahme für Menschen mit psychischen Krankheiten ???
Ist der Arzt oder gar Psychiater, dass der da beurteilen kann ???

Hast ihm wahrscheinlich in den "netten" Terminen" schon zu viel von deinen gesundheitlichen Problemen erzählt und nun macht er für sich selbst das Beste daraus ... steckt dich in eine Psycho-Maßnahme und ist dich wieder los ...

Üblicherweise hat so was aber nur ein Arzt zu beurteilen, ob das was für dich sein könnte oder nicht und kein Arbeitsvermittler ... was soll denn dort so stattfinden, um dir gesundheitlich und beruflich weiterhelfen zu können ???

Meines Wissens können solche Maßnahmen nur "freiwillig" über deine Unterschrift auf einer EGV erfolgen, wahrscheinlich hat er dir deswegen zunächst "Bedenkzeit" gegeben aber was sollst du denn bedenken, wenn dir zum Ablauf und "Sinn" (speziell für dich) einer solchen Maßnahme gar nichts bekannt ist. :icon_kinn:

Aber in drei Wochen habe ich den nächsten Meldetermin, dann wird er mich dort gewiss anmelden wollen. Ich halte von diesen Bildungsträgern nicht viel, ich kenne Grone und Rackow.
Von diesen ganzen psychisch eingefärbten Maßnahmen ist tatsächlich nicht viel zu halten, denn man weiß ja nicht mal ob die Dozenten/Betreuer dort überhaupt entsprechende Ausbildungen /Studien absolviert haben oder auch nur "ihrem Hobby" nachgehen wollen bei angeblich (oder tatsächlich) psychisch angeschlagenen Leuten.

"Normale" Eingliederungs-Maßnahmen sind das ja gerade nicht, die kann man dir allerdings auch bei Beginn der Arbeitslosigkeit per EGV/VA und oder separater Zuweisung aufdrücken.

Die angeblich "freiwilligen" Maßnahmen funktionieren aber nur über deine Unterschrift auf einer EGV, eine Verpflichtung durch einen amtlichen Bescheid ist dann ausgeschlossen ... dann wäre das ja nicht mehr "freiwillig" ...

Gibt es eine Möglichkeit, das - ohne Sanktion - abzuwenden?
Frage deinen SB direkt ob das eine freiwillige Entscheidung ist oder wo die Rechtsgrundlagen stehen, dass du dazu verpflichtet werden kannst ... bei Freiwilligkeit unterschreibst du auf keinen Fall eine EGV, dann darf auch nicht sanktioniert werden ...

MfG Doppeloma
 

Existenzminimum

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#4
Eine Maßnahme kann auch "zugewiesen" werden, da brauchst dann nicht unbedingt eine unterschriebene EGV, obwohls dann natürlich schwierger abzuwehren ist.

Aber eine Maßnahme muss - auch laut Gerichtsurteilen - nachweislich !! geeignet sein, dich in den Arbeistmarkt zu bringen und das sollte dir auch klar erläutert werden, wie das in deinem Fall funktionieren soll.
 

atasteofbunny

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#5
Hallo ARGE geplagt und Doppeloma, danke für eure Hilfe.

Bin im ALG II.

In meiner EGV (unterschrieben) steht lediglich, wieviele Bewerbungen ich pro Monat schreiben soll, und dass ich mich auf die VVs bewerbe. Sonst nichts, ich habe extra drauf geachtet, dass da nichts von irgendwelchen Maßnahmen steht. Ich werde trotzdem noch mal versuchen, sie hochzuladen.

Die Maßnahme dient anscheinend schon der Feststellung der Arbeitsfähigkeit. Dort steht "dieser Kurs ist ein Angebot für Sie, wenn Sie ... gesundheitliche Probleme haben und herausfinden wollen, welche Tätigkeiten sie ... noch ausüben können. Um dies herauszufinden, wird in Zusammenarbeit mit Arbeitsmedizinern, Psychologen und Pädagogen, zunächst eine Diagnose erstellt ..." Mein SB meinte auch: "Wir machen das jetzt immer mit diesen Maßnahmen, diese ersetzen den Amtsarzttermin" Mich wundert das, was hat ein privater Bildungsträger mit einem Amtsarzt zu tun??? Ich hätte mal gleich nachfragen sollen.

Vielleicht sollte ich mich wirklich AU schreiben lassen.

Das Jobcenter weiß von meiner psychischen Krankheit durch meinen Antrag, da ich nämlich eine PPM absolviere, die das Sozialamt bezahlt. Solche Unterlagen muss man ja dem Antrag beifügen. Ich beziehe sozusagen parallel eine Sachleistung vom Sozialamt (Auf die Höhe meines ALG II hat das allerdings keinen Einfluss, vielleicht hätte ich das lieber nicht angeben sollen ... naja, nun ists zu spät).

Das ist eine gute Idee, ich werde ihn fragen, wie so eine Maßnahme genau abläuft, welchen Sinn sie für mich hat und warum ich verpflichtet sein soll, daran teilzunehmen. Danke!
 

Texter50

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#6
Noch mehr Fragen zu Maßnahmen kannst Du aus den ersten Beiträgen dieses Trööts entnehmen :icon_knutsch: :

http://www.elo-forum.org/weiterbild...hmezuweisungen-bekaempfen-gute-argumente.html

Mein SB meinte auch: "Wir machen das jetzt immer mit diesen Maßnahmen, diese ersetzen den Amtsarzttermin" Mich wundert das, was hat ein privater Bildungsträger mit einem Amtsarzt zu tun??? Ich hätte mal gleich nachfragen sollen.
Was ein SB sagt und was wirklich Sache ist, das sind oft zwei paar Schuhe. Da fragt man doch ganz lieb und säuselnd nach den rechtlichen Grundlagen... :biggrin:
So einem MT-Hempel sollte man sich nicht wirklich ausliefern, schon gar nicht denen auf der Psycho-Schiene. :icon_motz:
 

schnuckelfürz

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#7
Hallo in die Runde.



Nun will er aber, dass ich zu einer Maßnahme gehe, für Menschen mit einer psychischen Krankheit, er hat mir zwei zur Auswahl gegeben: "TOP" und "PeM", beide sollen bei der SBB Kompetenz gGmbH stattfinden.

Nun meine Fragen an euch:

Hat jemand Erfahrungen mit diesen Maßnahmen bei der SBB?
Ist es überhaupt zulässig, jemanden, der gerade erst arbeitslos geworden ist, gleich in eine Maßnahme zu "stecken"?
Gibt es eine Möglichkeit, das - ohne Sanktion - abzuwenden?
Ja, ist zulässig. Ich war bei der TOP. Sind nur 4 Wochen, die man da absitzt. Dort wird man unter anderem gesundheitlich begutachtet und Tests gemacht wie z.B. "räumliches Denken", Teamfähigkeit ect. Nach diesen 4 Wochen steht dann wieder ein Gespräch beim SB an und entscheidet dann, ob du z.B. eine "Teilhabe am Arbeitsleben" antreten kannst.
 

atasteofbunny

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#8
Hallo "schnuckelfürz" (schöner Nick): Das klingt ja nicht schlecht, eine berufliche Reha läuft ja auch über die "Teilhabe am Arbeitsleben", und die wär durchaus passend für mich.

Bin gerade dabei, einen Beistand für den nächsten Termin zu organisieren. In Begleitung traue ich mich wahrscheinlich eher, genau nachzufragen, was mir die Maßnahme bringen soll.

Anbei meine EGV, ich hoffe, es klappt mit dem Hochladen.


Herzlichen Dank schon mal an euch alle für eure Hilfe!
:icon_klatsch:
 

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atasteofbunny

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#9
So, ein Beistand ist organisiert :icon_mrgreen:

Mag noch jemand von euch etwas zur EGV sagen? Mir kommt sie in Ordnung vor. Oder hab ich was übersehen?

Gruß
atasteofbunny
 
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#10
So, ein Beistand ist organisiert :icon_mrgreen:

Mag noch jemand von euch etwas zur EGV sagen? Mir kommt sie in Ordnung vor. Oder hab ich was übersehen?

Gruß
atasteofbunny
Wenn du Bewerbungsnachweise ohnhin vorlegst, solltest du nicht noch diese Antwortbögen benötigen, wäre "doppelt gemoppelt",
 

atasteofbunny

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#11
Stimmt, Existenzminimum, das ist mir jetzt auch aufgefallen. Die ganze Kopiererei ist ja auch umständlich und kostet.

Bin allerdings ganz zufrieden, 6 Bewerbungen im Monat sind ja überschaubar. Und bei VVs "zeitnah" also bin ich wohl nicht an die drei Tage gebunden?!

Danke.
 
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#12
--

Bin allerdings ganz zufrieden, 6 Bewerbungen im Monat sind ja überschaubar. Und bei VVs "zeitnah" also bin ich wohl nicht an die drei Tage gebunden?!
Das wohl nicht, aber viel länger würde ich auch nicht warten. Sonst gibt es wieder Gelaber und mehr Einengung.
 

gelibeh

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#13
Ja, ist zulässig. Ich war bei der TOP. Sind nur 4 Wochen, die man da absitzt.
Da hast Du doch bestimmt eine Rechtsgrundlage für die Behauptung. Ich glaube nicht, dass es einem MT gestattet werden darf, hier gesundheitliche Dinge zu klären.
 

Manuel

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#15
Tja wenn du in einer Maßnahme bist giltst du als Beschäftigt und nicht als Arbeitslos, die Jobcenter haben eine Quote zu erfüllen, wir die nicht erfüllt gibt's Ärger von oben.
 

gelibeh

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#16
Die findest du im SGB 1 und 2.
Dann nenn mir doch mal die Paragrafen.

Ich würde doch mal den Landesdatenschützer fragen, ob ich verpflichtet bin medizinische Diagnosen an eine Mediziner bei einem Maßnahmeträger zu übermitteln.

Zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit auch ma hier.
http://www.harald-thome.de/media/files/sgb-ii-hinweise/FH-44a---11.04.2011.pdf

Die gilt auch für das Jobcenter, wenn das keine Optionskommune ist. Unter Punkt 1.1 steht eindeutig: Einschalten eines Arztes der Arbeitsagentur/Amtsarzt und nicht irgendein Fuzzi von einem Maßnahmeträger.
 

schnuckelfürz

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#18
Dann nenn mir doch mal die Paragrafen.

Einschalten eines Arztes der Arbeitsagentur/Amtsarzt und nicht irgendein Fuzzi von einem Maßnahmeträger.
Es ist ja auch kein Fuzzi irgendeines MT, sondern vom ärztlichen Dienst des JC/Arbeitsagentur. Die sind an bestimmten Tagen da und untersuchen und testen dich. Der vom psychologischen Dienst ist an einem Tag da, und der Amtsarzt ist an einem anderen Tag da.

Und die §§ sind die berühmten Mitwirkungsparagraphen 60 bis 67 des SGB I

und §§ 16 und 18 und 61 SGB II mit den §§ vom Soziagesetzbuch III

Du kannst ja gerne dagegen angehen, aber du würdest haushoch verlieren. Und ehrlich gesagt, wegen der 4 Wochen, würde ich keinen Affenaufstand machen.
 

atasteofbunny

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#19
So. Leider geht es mir gesundheitlich gar nicht gut. Ich bin diese Woche krank geschrieben.

Nächste Woche ist der Termin, mal sehen, ob ich bis dahin wieder fit bin. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Gruß
atasteofbunny
 

atasteofbunny

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#21
Es geht mir wieder ganz gut. Seit Montag bin ich in der Maßnahme "PeM", das geht 8 Wochen lang, allerdings vormittags in Teilzeit, was ich ganz angenehm finde.

Wie erwartet, ist es so la la. Die Kursleiterin ist sehr jung, engagiert und verbreitet gekünstelte Fröhlichkeit (oder versucht es zumindest). Sie ist sehr bemüht, unser Vertrauen zu gewinnen, aber ich pass auf, was ich erzähle und was nicht. Nicht okay finde ich, dass jeder gezwungen wird, seine Probleme (z. B. bei der Arbeitssuche) vor der Gruppe vorzutragen. Ich selber mach so was gerne aber ich finde, die Kursleiter sollten respektieren, wenn jemand das nicht machen will. Es ist nämlich nicht nur der Vortrag, man muss auch Rede und Antwort stehen - die Kursleiterinnen haben Ideen, was man noch machen kann etc.

Außerdem meinten die doch glatt, sie würden uns anrufen (!), wenn wir fehlen würden, ohne uns abzumelden. Mit Telefonnummer löschen lassen ist es nicht so einfach: Es stand nämlich zunächst nicht fest, ob wir weiterhin vormittags kommen dürfen oder auf den Nachmittag verlegt werden, dann hätten sie angerufen (dann ja auch zu Recht).

Ich mag diesen Druck nicht, ich weiß so, dass ich Bewerbungen schreiben muss und tue das auch. Gut an dem Ganzen ist allerdings, dass ich Menschen treffe, die ähnliche Probleme haben wie ich.

Ja, so siehts aus :rolleyes:

Liebe Grüße
atasteofbunny
 

hartzeline

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#22
anrufen? meine nummer ist und bleibt eine geheimnummer. nix da mit anrufen:icon_evil:

lass sie löschen

probleme in der gruppe habe ich noch nie besprochen. das ist privat und geht niemand was an. sag daß du keine probleme hast. mancher macht gerne einen strick daraus und ruckzuck findest du dich in der nächsten maßnahme.
 

schnuckelfürz

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#23
anrufen? meine nummer ist und bleibt eine geheimnummer. nix da mit anrufen:icon_evil:

lass sie löschen

probleme in der gruppe habe ich noch nie besprochen. das ist privat und geht niemand was an. sag daß du keine probleme hast. mancher macht gerne einen strick daraus und ruckzuck findest du dich in der nächsten maßnahme.
Nö, so wollen sie nur testen, ob man teamfähig ist, also offen mit anderen Menschen umgehen kann. Ich war vor Jahren bei der TOP, da ist die Vollzeitgruppe mit 4 Wochen Laufzeit. Da wurde das genauso gehandhabt. Wenn man seine Probleme nicht erzählen will, dann lässt man das halt. So sehen sie gleich, aha, derjenige hat Hemmungen und dann wird dran gearbeitet. Wenn in 8 Wochen immer noch nicht besser, dann wird es als Profil angegeben und gut is.
 

gelibeh

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#24
Die haben Deine Telefonnummer nicht zu haben und die haben Dich auch nicht zu Hause zu besuchen, wenn Du fehlen solltest.
 

gelibeh

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#25
So sehen sie gleich, aha, derjenige hat Hemmungen und dann wird dran gearbeitet.
Wenn ich denen ganz deutlich sagen, dass die meine Probleme nichts angehen, dann dürften die mir wohl keine Hemmungen bescheinigen :biggrin:
 

ZynHH

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#26
SB will mich in Maßnahme "stecken", obwohl ich gerade erst erwerbslos bin
Nicht obwohl , sondern weil.....
 

atasteofbunny

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#27
@ hartzeline "sag daß du keine probleme hast." Leider ist die Maßnahme für ALG-II-Empfänger, die psychische Probleme haben. Das wäre also unglaubwürdig. Und da ich seit meinem Studienabschluss, also seit 7 Jahren, eine existenzsichernde Arbeit suche, wäre es auch unglaubwürdig, zu behaupten, ich hätte hier keine Probleme ...

Damit ich nicht in die nächste Maßnahme gesteckt werde, erzähle ich bestimmte Sachen nicht, die evtl. auf eine zweite Maßnahme hinaus laufen würden. Bin ja, dank diesen schönen Forum, auf solche Sachen vorbereitet :icon_pfeiff:

@gelibeh Besuchen würden sie mich nicht, "nur" anrufen! Aber das ist auch ziemlich grenzüberschreitend. Nun ist ja klar, wann der Kurs stattfindet - ich überlege jetzt, ob ich meine Telefonnummer löschen lasse.
 

schnuckelfürz

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#29
Wenn ich denen ganz deutlich sagen, dass die meine Probleme nichts angehen, dann dürften die mir wohl keine Hemmungen bescheinigen :biggrin:
Dazu ist aber nun mal diese Maßnahme da, Das gehört zum Profiling. Denn danach steht meist eine Teilhabe am Arbeitsleben an und da muss man halt wissen, wie, wo und was man machen kann oder auch nicht.
 

Sani73

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#30
Dazu ist aber nun mal diese Maßnahme da, Das gehört zum Profiling. Denn danach steht meist eine Teilhabe am Arbeitsleben an und da muss man halt wissen, wie, wo und was man machen kann oder auch nicht.
Hallo schnuckelfürz,

ich muss den anderen recht geben. Es gibt Dinge die gehen weder dem der Arge/ AfA noch dem Maßnahmeträger etwas an.
Wie sicher kann man sich sein, das diese Dinge nicht beim Amt landen und einem dann noch die Worte im Munde umgedreht werden.
Im übrigen gibt es auch andere Wege an eine LTA zu kommen da benötigt man solche Maßnahmen nicht für.
Ich weiß jetzt nicht was da noch so alles abläuft aber es hört sich fast nach einer Maßnahme an die es so ungefähr hier auch gibt.
Von unserem Maßnahmeträger habe ich mir mal das Leitbild durchgelesen und hätte ko.... können. Hier mal einige Beispiele aus dem Leitbild

Den Schwerpunkt unserer Arbeit legen wir insbesondere auf die Betreuung, Beratung und Vermittlung in erster Linie von Teilnehmer mit besonderen Hemmnissen im Privat- und Berufsleben; hierzu gehören beispielsweise
gesundheitliche Einschränkungen (physisch und psychisch)
lebensgeschichtliche Einschränkungen (z. B. Sozialisation, beruflicher, familiärer und persönlicher Werdegang)
Verhaltensauffälligkeiten und Sozialkompetenzdefizite
Behinderungen (physisch, psychisch, intellektuell).
Als aus Überzeugung ausschließlich regional tätiger Träger im Bezirk der Agentur für Ar-beit Hameln mit Niederlassungen in Stadthagen und Hameln ist die Zusammenarbeit mit den hiesigen Firmen, Kammern, Verbänden sowie – insbesondere durch unsere Tätigkeit im Rahmen der beruflichen Rehabilitation – Krankenkassen, Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstellen, niedergelassenen Ärzten und Therapeuten ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit.
Ich habe meine behandelden Ärzte und bin einer Therapeutin, da brauche ich keine Maßnahme die mit irgendwelchen Ärzten bzw. Therapeuten über mich spricht und das dann auch noch ohne mein Beisein.

In jeder Maßnahme finden regelmäßige Team- und/oder Fallbesprechungen mit den Ver-tretern der Kostenträger zur Qualitätskontrolle und –sicherung sowie Transparenz gegen-über dem Kostenträger und Steigerung der Qualität der Zusammenarbeit statt, in der Maßnahme Pro Domo gibt es zusätzlich etwa vierteljährliche Fachausschüsse, an denen neben den Mitarbeitern von TIB Consult Vertreter aller Kostenträger sowie der ärztliche und psychologische Dienst der Agentur für Arbeit teilnehmen.
Da ist es genau das gleiche.

Unsere Arbeit verstehen wir stets ganzheitlich, d.h. am gesamten Menschen mit all seinen Facetten orientiert. So bieten wir in der Vielzahl unserer Maßnahmen sowohl Einzel- als auch Gruppenangebote parallel an und es werden Angebote für Körper, Geist und Seele gemacht (z. B. intellektuelle Förderung über Unterrichtsinhalte, körperliche Fitness über Sportangebote in Kooperation mit dem Fitnesscenter, Gruppen- und Einzelangebote zur Problemlösung und seelisch-psychischen Gesundheit).
Was meinem Körper gut tut bestimme ich selber bzw. meine Ärzte sagen mir was ich aus gesundheitlichen Gründen an Fitness usw. benötige. Im Moment ist das intensive manuelle Therapie und Ergotherapie. Ein Maßnahmeträger hat gar nicht die passende Ausbildung das er sowas festlegen kann. Ich kenne Personen die bei dem Träger waren und die wurden gezwungen an diesen Dingen teilzunehmen.

In einem Flyer oder ähnlichem wird das nicht angesprochen. Dem Träger, Afa, Arge Rentenversicherung ist das aber klar. Man will so nur die Teilnehmer aus ihrer Reserve locken. Ich bin zur Zeit noch AU ansonsten hätte man bestimmt auch schon versucht mich dort unterzubringen. Für mich ist klar das ich dort nicht hingehen werde weil das für mich total sinnfreie Belustigung ist.


Ich wäre bei solchen Trägern immer total vorsichtig.

Gruß
Sani
 

gelibeh

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#32
Danke @sani73 so sehe ich das auch. Meine Probleme breite ich nicht bei irgendeinem MT aus.
 

Couchhartzer

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#33
die Kursleiterinnen haben Ideen, was man noch machen kann etc.
Dann frag sie doch beim Nächstenmal spaßeshalber, warum sie dann selber keinen qualitativ hochwertigen und gut bezahlten Job in der freien Wirtschaft ausüben, wenn sie doch soviele angeblich "gute Ideen" haben. :icon_mrgreen:
 

schnuckelfürz

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#34
Hallo schnuckelfürz,

ich muss den anderen recht geben. Es gibt Dinge die gehen weder dem der Arge/ AfA noch dem Maßnahmeträger etwas an.
Tja, muss jeder selber wissen, was dann in seinem Profil steht. Ich selber fand die 4 Wochen nicht allzu schlimm. Manche machen sich aber eben immer wieder gerne selber das Leben schwer. Dafür ist mir das selbige zu kurz, um mich darüber noch aufzuregen.
 

Sani73

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#35
Tja, muss jeder selber wissen, was dann in seinem Profil steht. Ich selber fand die 4 Wochen nicht allzu schlimm. Manche machen sich aber eben immer wieder gerne selber das Leben schwer. Dafür ist mir das selbige zu kurz, um mich darüber noch aufzuregen.
Das kann ja jeder handhaben wie er möchte. Ich habe nur meine Meinung geäußert. Weißt du denn wie intern bzw. was genau über dich weiter gegeben wurde?
Was mir Probleme bereitet bespreche ich nur unter 4 Augen mit meiner Therapeutin weil ich der vertraue und das dauert lange bevor ich jemanden vertraue weil ich viel zu viel durch habe.
Dann kommt dazu das ich eine sehr seltene Krankheit habe und darüber wird auch nur mit Personen gesprochen die davon Ahnung haben. Unter selten meine ich wirklich selten weil die Quote bei 1 zu 100.000 steht.
Ich denke da ist es wirklich besser wenn ich mich an meine Ärzte und meine Therapeutin halte als an einem dahergelaufenen Maßnahmeträger um mir vielleicht noch dumme Sprüche anhören zu müssen.
 

qwertz123

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#38
Was ist das für ein Kindergartenkurs?
Kannst du den Amt sämtliche Probleme nicht einfach verschweigen und dich privat darum kümmern ohne das das Amt da mit rumpfuscht?
Ich würde beim Amt alles verschweigen und auf gesund machen aber trotzdem mit ner bestimmten Taktik alles nichtgeeignete abschmettern. Niemals Schwäche zeigen vorm Feind.
 

schnuckelfürz

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#40
Das kann ja jeder handhaben wie er möchte. Ich habe nur meine Meinung geäußert. Weißt du denn wie intern bzw. was genau über dich weiter gegeben wurde?
Wie gesagt, ich rege mich schon lange nicht mehr über solche Kinkerlitzchen auf, dafür bin ich schon zu alt. Von mir aus können sie über mich denken, was sie wollen, das ist mir inzwischen sowas von schnurzegal und können mir mal gerne meine Füße lecken. Es gibt echt andere Probleme.
 

atasteofbunny

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126
#42
Tja, ich sehe, die Meinungen gehen weit auseinander, wie man sich am besten in diesen unfreiwilligen Maßnahmen verhalten soll. Ich bin an sich ein friedlicher Mensch. Aber einiges da ärgert mich doch, z. B. wurde einer Teilnehmerin schon ein Ein-Euro-Job schmackhaft gemacht. Die Dame ist 59 Jahre alt, sehr krank und wird bestimmt - so schade, wie es ist - keine Stelle mehr auf dem 1. Arbeitsmarkt bekommen. Da würde ich am liebsten sagen: "Können Sie die Frau nicht einfach in Ruhe lassen? Reicht es nicht, dass das Jobcenter sie gewungen hat, an diesem Kurs teilzunehmen?" Andererseits will ich nicht, dass sie mich dann auf dem Kieker haben.

@Couchhartzer: Womöglich antwortet sie: "Ach, was ist schon Geld? Ich möchte lieber armen Arbeitslosen helfen" :eek::eek:

@qwertz123: Zum Verschweigen ist es ja jetzt zu spät. Ich dachte allerdings, ich hätte auch Vorteile dadurch, dass ich meine psychische Krankheit angebe 1. um nicht in Schichtarbeit vermittelt zu werden und 2. um evtl. später bessere Chancen auf eine berufliche Reha zu haben.

OT @0zymandias: Ich habe deine Beiträge in einem anderen Thread gelesen, von diesem angeblich glücklichen Zeitarbeiter, ich habe Tränen gelacht. Danke dafür :biggrin:

Liebe Grüße
atasteofbunny
 
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