SB rückt Gutachten nicht raus - soll ich vom PD holen. Rechtens?

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gestrandet

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Hallo,

es geht um ein Gutachten von einer psychologischen Untersuchung. Dieses Gutachten hat der SB irgendwann mir vorgelesen. Ich wollte mir das kopieren aber er sagte psychologische Gutachten dürfe er nicht rausgeben / aushändigen. Ich dachte, die müßten einem das ermöglichen? Zum Beispiel wenn man Akteneinsicht macht. Wäre das nicht eine Art der Verweigerung von Akteneinsicht?
 

Sani73

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Hallo,

ich musste einen Test zur Eigeneinschätzung machen. Das lief auch über den PD.
mein SB hatte mir auch nur alles vorgelesen und meinte das ich an dem ein oder anderen Punkt arbeiten soll. Ausgehändigt hatte sie mir das Ergebnis auch nicht.
Ich habe dann einen Termin beim PD zur Aushändigung bekommen.
Bin dann zu dem Termin. Der Psychologe fragte mich wo zu ich das denn haben will und dann rückte er damit raus. Das ganze hatte nicht mal 2 Min. gedauert.
Warum kompliziert wenn es auch einfacher gehen würde. :icon_smile:
Aber gut der PD will ja beschäftigt werden.

Gruß
Sani
 
E

ExitUser

Gast
SB hat Gutachten? Ist er denn medizinisch fachlich geeignet? Hat er eine Aprobation?
Wenn nein, dürfte er dieses Gutachten, sofern es sich um eine medizinische Begutachtung geht, nicht in die Finger bekommen.
Aus meiner Sicht ein klarer Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz...
 

gestrandet

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SB hat Gutachten? Ist er denn medizinisch fachlich geeignet? Hat er eine Aprobation?
Wenn nein, dürfte er dieses Gutachten, sofern es sich um eine medizinische Begutachtung geht, nicht in die Finger bekommen.
Aus meiner Sicht ein klarer Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz...

Ich meine das es wirklich Gutachten hieß (wie war es Bei @Sani73?). Auch mir wurden Stärken und Schwächen genannt - und woran ich "arbeiten" (wortwörtlich) soll auch. Beim Psychologischen Dienst hieß es Auch daß das da eröffnet würde beim SB
 

Sani73

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Huhu,

habe mir mal das Gutachten geholt.
Mein Test hat den wunderschönen Namen: Selbsteinschätzung von Verhalten im Berufsleben.

Das war ein Test mit 102 Fragen die am PC beantwortet werden mussten. So eine Art Schulnotenprizip. 1 schlecht 6 gut

Ich konnte mit dem größten Teil der Fragen so gut wie nichts anfangen. Die meisten hatten einen Bezug auf das letzte Arbeitsverhältnis. Die konnte ich sehr schlecht beantworten, da ich nur Stress hatte, wurde vom Chef wegen einer OP bedroht und meiner direkten Kollegin aufs übelste gemobbt. Das endete dann vor Gericht.

Davon wollte aber keiner was wissen.

Habe die Stellungnahme mit zu meiner Therapeutin genommen und die meinte das ich das nicht überbewerten soll.

Von 11 Themen liege ich bei 6 unter dem durchschnitt und an denen soll ich arbeiten. :icon_kinn:

Aber warum die SB mir das eröffnen darf aber nicht aushändigen weiß ich auch nicht.

Gruß
Sani
 

[HartzFear]

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Beantrage schriftlich eine Abschrift nach § 25 Abs. 5 SGB X. Die ergehende Antwort ist - bei einem negativen Bescheid - juristisch Angreifbar.
 
E

ExitUser

Gast
Wenn die dir das Gutachten nicht kopieren, dann könntest du auch deinen Arzt darum bitten, dass er das Gutachten beim psychologischen Dienst anfordert.

Ich denke, dass es auch bei einem psychologischen Gutachten ein Teil "A" und ein Teil "B" gibt.

Dann möchte dein Arzt beide Teile anfordern.

Vielleicht macht er es ja. Fragen kostet nichts.
 

blinky

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Ich hab das auch durch.

Der Pychologe ode die Amtsärzte können ein Sperrvermerk setzen, dann darf das Gutachten nicht ausgehändigt werden.

(2) Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse eines Beteiligten enthalten, kann die Behörde statt dessen den Inhalt der Akten dem Beteiligten durch einen Arzt vermitteln lassen. Sie soll den Inhalt der Akten durch einen Arzt vermitteln lassen, soweit zu befürchten ist, dass die Akteneinsicht dem Beteiligten einen unverhältnismäßigen Nachteil, insbesondere an der Gesundheit, zufügen würde. Soweit die Akten Angaben enthalten, die die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Beteiligten beeinträchtigen können, gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe entsprechend, dass der Inhalt der Akten auch durch einen Bediensteten der Behörde vermittelt werden kann, der durch Vorbildung sowie Lebens- und Berufserfahrung dazu geeignet und befähigt ist. Das Recht nach Absatz 1 wird nicht beschränkt.
 

Muzel

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Blinki, ich habe auch Gutachten mit Sperrvermerk. Dann hat man aber ein Recht sie vom Ha vorgelesen zu bekommen und danach hat man Anspruch auf eine Kopie. Bei psychologischen Gutachten ist das schwieriger. die berufen sich darauf, dass ihre eigenen Rechte verletzt werden, wenn sie die Gutachten heraus rücken müssen. Die Gutachter spiegeln sich im Patienten, d. h. sie gegen die eigenen Gefühle wieder, die wiederum dem Patienten nichts angehen. Aber man hat auch trotzdem auf Einsicht Rechte. Nur benötigt man da entweder einen eigenen Psychologen dafür, der die Unterlagen für die Weiterbehandlung braucht, was der einfachste Weg ist oder einen Anwalt.
 

gestrandet

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Blinki, ich habe auch Gutachten mit Sperrvermerk. Dann hat man aber ein Recht sie vom Ha vorgelesen zu bekommen und danach hat man Anspruch auf eine Kopie. Bei psychologischen Gutachten ist das schwieriger. die berufen sich darauf, dass ihre eigenen Rechte verletzt werden, wenn sie die Gutachten heraus rücken müssen. Die Gutachter spiegeln sich im Patienten, d. h. sie gegen die eigenen Gefühle wieder, die wiederum dem Patienten nichts angehen. Aber man hat auch trotzdem auf Einsicht Rechte. Nur benötigt man da entweder einen eigenen Psychologen dafür, der die Unterlagen für die Weiterbehandlung braucht, was der einfachste Weg ist oder einen Anwalt.

wer oder was ist Ha?
 

gestrandet

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Blinki, ich habe auch Gutachten mit Sperrvermerk. Dann hat man aber ein Recht sie vom Ha vorgelesen zu bekommen und danach hat man Anspruch auf eine Kopie. Bei psychologischen Gutachten ist das schwieriger. die berufen sich darauf, dass ihre eigenen Rechte verletzt werden, wenn sie die Gutachten heraus rücken müssen. Die Gutachter spiegeln sich im Patienten, d. h. sie gegen die eigenen Gefühle wieder, die wiederum dem Patienten nichts angehen. Aber man hat auch trotzdem auf Einsicht Rechte. Nur benötigt man da entweder einen eigenen Psychologen dafür, der die Unterlagen für die Weiterbehandlung braucht, was der einfachste Weg ist oder einen Anwalt.

wo findet man solche informationen - bzw. kann sie verifizieren?
 

blinky

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Ich habe beim Pychologischen Dienst die Aushändigung des Gutachten beantragt. Ich musste dann zum Pychologischen Dienst. Dort wurde mir das Gutachten erst ausgehändigt, anch einem Gespräch mit der Pychologin.

Dies geht auch aus der HEGA zum PD hervor.



5. Akteneinsicht durch Beteiligte nach § 25 SGB X​
Gemäß § 25 SGB X besteht das Recht der an einem Verwaltungsverfahren Beteiligten auf Akteneinsicht. Verlangt
eine vom Psychologischen Dienst untersuchte oder beratene Person (oder deren Bevollmächtigter) ausdrücklich
Akteneinsicht gemäß § 25 SGB X, so ist sie an die Stelle zu verweisen, die die Einschaltung des Psychologischen
Dienstes veranlasst hat. Der einschaltenden Stelle obliegt die Entscheidung über das Vorliegen der Voraussetzungen
für eine Akteneinsicht nach § 25 SGB X. Sie teilt dem Psychologischen Dienst mit, ob die Voraussetzungen für die
Akteneinsicht vorliegen oder nicht.
Liegen die Voraussetzungen für die Akteneinsicht vor, vermittelt ein Psychologe der Agentur für Arbeit dem Beteiligten
den Inhalt des Gutachtens sowie ggf. den Inhalt der Befundunterlagen. Er gewährt dem Beteiligten Einsichtnahme in
seine Unterlagen sowie in die im lT-Verfahren DELTA.NT-Sachbearbeitung über ihn gespeicherten Sozialdaten. Der
Kunde darf hierbei keine Einsicht in Daten anderer Kunden oder Bewerber erhalten. Auf Wunsch erhält der Kunde
eine Kopie des Gutachtens. Werden Kopien auch zu Befunden der psychologischen Test-Untersuchung gewünscht,
erhält der Kunde Kopien des Profilbogens und/oder der Befundübersicht.
Bei Anträgen minderjähriger Kunden auf Akteneinsicht ist zwischen dem Recht des Kunden auf Akteneinsicht und der
Fürsorgepflicht gegenüber dem Kunden abzuwägen. Der zuständige Psychologe der Agentur für Arbeit entscheidet,
ob durch die Akteneinsicht die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des minderjährigen Kunden
beeinträchtigt wird. Falls dies der Fall ist, wird der Antrag des minderjährigen Kunden auf Akteneinsicht abgelehnt.
Erscheint der minderjährige Kunde in Begleitung eines Erziehungsberechtigten zur Akteneinsicht und willigt dieser in
die Akteneinsicht an den Kunden ein, ist dem Kunden trotz eventuell bestehender Bedenken Akteneinsicht zu geben.
Mit Hilfe des lT-Verfahrens DELTA.NT-Sachbearbeitung wird vermerkt, dass dem Beteiligten (oder Bevollmächtigten)
der Inhalt des Gutachtens vermittelt wurde, er gemäß § 25 SGB X Akteneinsicht erhalten hat und welche Kopien oder
Ausdrucke ihm dabei ggf. ausgehändigt wurden​


6. Auskunft an Kunden nach § 83 SGB X​
Kunden ist gemäß § 83 Abs. 1 SGB X Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten zu erteilen. Dabei
bestimmt die speichernde Stelle das Verfahren, insbesondere die Form der Auskunftserteilung, nach pflichtgemäßem
Ermessen.
Bei der Auskunft an Kunden nach § 83 SGB X ist wie folgt zu verfahren:
Dem Kunden wird auf Wunsch durch den Agentur-Psychologen Einsichtnahme in die zu seiner Person gespeicherten
Daten (Gutachten, Befundunterlagen, andere Unterlagen, in denen Sozialdaten des Kunden gespeichert werden
sowie die im IT-Verfahren DELTA.NT-Sachbearbeitung gespeicherten Sozialdaten) gewährt. Der Kunde darf hierbei
keine Einsicht in personenbezogene Daten Dritter erhalten. Gutachten des Psychologischen Dienstes sind interne
Arbeitsmittel, die ausschließlich der fachlichen Informationsweitergabe an die Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte
dienen. Auf Wunsch kann der Kunde eine Kopie erhalten, wenn unter Berücksichtigung aller Umstände des
Einzelfalles eine missbräuchliche Verwendung des Gutachtens ausgeschlossen werden kann.
Bei Anträgen minderjähriger Kunden auf Auskunftserteilung nach § 83 SGB X ist zwischen dem Recht des Kunden auf
Auskunft und der Fürsorgepflicht gegenüber dem Kunden abzuwägen. Die unter Ziff. 5, Abs. 3 beschriebene
Verfahrensweise ist analog anzuwenden.
Die Auskunft nach § 83 SGB X kann auch an von Kunden schriftlich mit der Vertretung seiner Interessen
Bevollmächtigte erteilt werden (§ 13 SGB X), soweit die Bevollmächtigung ersichtlich auch die Auskunftserteilung
umfasst.
Erscheint der Kunde in Begleitung Dritter zur Auskunftserteilung, so ist vom Psychologen der Agentur für Arbeit vor
der Einsichtnahme zu klären, ob der Kunde ohne Zwang in die Offenbarung an den Dritten einwilligt. Bestehen hieran
Zweifel, ist der Dritte von der Einsichtnahme auszuschließen. Ansonsten kann der Dritte an der Einsichtnahme
teilnehmen.
Mit Hilfe des lT-Verfahrens DELTA.NT-Sachbearbeitung wird vermerkt, dass der Kunde Einsichtnahme in die zu
seiner Person gespeicherten Daten genommen hat und welche Kopien oder Ausdrucke dabei ggf. ausgehändigt
wurden. Ebenso werden die Personalien eines Bevollmächtigten oder eines Dritten, die Einwilligung des
Erziehungsberechtigten sowie die Ablehnung eines Antrags vermerkt. Eine Kopie der Vollmacht ist ebenso zu den​
Fall-Akten zu nehmen wie anderes im Rahmen der Auskunftserteilung anfallendes Schriftgut.
 

Muzel

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Berufsordnung für die Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Bayerns
"(2) Der Psychotherapeut (PP/KJP) hat dem Patienten auf dessen Verlangen grundsätzlich in die ihn betreffenden Behandlungsunterlagen Einsicht zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen des Psychotherapeuten (PP/KJP) enthalten. Auf Verlanden sind dem Patienten Kopien der Unteralgen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben."
 

Muzel

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Diese Passage aus der Berufsordnung für Kinder- und Jugendpsychotherapeuten habe ich auch noch an anderen Stellen gefunden und galten für Erwachsene genauso.
 

Muzel

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Ich wollte den Therapiebericht eines Psychotherapeuten haben. Das war seine Antwort:
"[FONT=&quot]Psychotherapeuten erstellen keinen „Sitzungsbericht“ und geben diesen erst recht nicht heraus. Meine persönlichen Notizen aus dem Erstgespräch (keine Therapiesitzung) sind vertraulich und verlassen unter keinem Umstand die Praxis."[/FONT]
 

Sani73

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Hallo,

meine Therapeutin hat mir den Bericht für den MDK zu lesen gegeben und ist mit mir die unklaren Punkte durchgegangen. Das fand ich super weil das ein 6 Seiten Bericht war und sehr viel über mich preisgegeben hat. War irgendwie erschreckend das nochmal zu lesen. Ich denke deshalb geben Psychotherapeuten auch nicht einfach so was raus.
Mein Ha bekommt nur Berichte darüber das ich in Therapie bin und eine Diagnose.
Dafür was meine Therapeutin meinem Ha schickt musste ich unterschreiben.

Gruß
Sani
 

Muzel

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Natürlich gibt es auch Psychotherapeuten, die sich menschlich benehmen und sich nicht hinter § verstecken.
 
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