SB möchte, dass ich ihn bei Bewerbung erwähne, da er schon mal jemanden an diesen AG erfolgreich vermittelt hat

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Mona Lisa

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Hallo!

Heute überreichte mein SB mir eine Stellenformation ohne RFB. Dabei meinte er, ich solle im Betreff seinen Namen erwähnen, da er an den selben AG schon einmal jemanden erfolgreich vermittelt habe.

Das kommt mir seltsam vor. Auf jeden Fall kam mir das noch nie in den Sinn, auf meinen SB hinzuweisen. Ich beziehe mich auch lieber auf andere Seiten als die Jobbörse der BA.

Außerdem steht in der Stelleninformation noch:

"Wir weisen darauf hin, dass der vorgenannte Arbeitgeber seinerseits befugt ist, der BA das Ergebnis des Bewerbungsverfahrens mitzuteilen."

Das habe ich aber erst nach dem Termin gelesen.

Auch das habe ich noch nie gehabt bei einem VV.

Was meint Ihr? Seht Ihr da irgendeinen Vorteil in einer solchen Erwähnung? Ich habe auf jeden Fall kein gutes Gefühl.

Ich bin übrigens bei einem SB für ältere Arbeitssuchende.

Vielen Dank im voraus für Antworten.

LG

Mona Lisa
 

Maximus Decimus

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Dann lass es einfach sein. Eine rechtliche Verpflichtung dazu gibt es aus meiner Sicht nicht. Ausserdem war es mündlich... Du kannst es ja überhört oder "vergessen" haben...
 

Holler2008

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"Wir weisen darauf hin, dass der vorgenannte Arbeitgeber seinerseits befugt ist, der BA das Ergebnis des Bewerbungsverfahrens mitzuteilen."
Habe ich seit der neuen europäischen Datenschutzverordnung in jedem VV stehen.

Der hat das mündlich gesagt, nicht? Dann ist drauf gepfiffen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Also ich sehe da 2 Möglichkeiten:

Entweder SB meint, dass wenn der Arbeitgeber sieht, von welchem Vermittler Du kommst er vielleicht denken soll: Ach, der Andere Bewrber war ja auch so toll, dann nehme ich den mal, weil, alles was von dem Vermittler kommt ist gut

oder da läuft hintenrum irgendwas mit einer Art Vermittlungsprovision. Das wäre allerdings illegal.
 

erwerbsuchend

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Entweder SB meint, dass wenn der Arbeitgeber sieht, von welchem Vermittler Du kommst er vielleicht denken soll: Ach, der Andere Bewrber war ja auch so toll, dann nehme ich den mal, weil, alles was von dem Vermittler kommt ist gut

Das würde der AG doch auch in seinem Brief zum VV sehen, von welchem SB der Bewerber den VV hat.
 

Uhus

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Du musst unterscheiden zwischen einem Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung nebst Antwortblatt für das Amt einerseits und einer reinen Stelleninformation ohne beides (oft ungeprüfte Angebote) andererseits.

Auf eine Stelleninformation muss man sich nicht bewerben. Konsequenz keine.

Es kommt leider immer wieder vor, dass irgendwelche windigen (Pseudo-)Arbeitgeber nur an die personenbezogenen Daten der Bewerber ranwollen, um diese gewinnbringend zu verwerten. Betrüger nutzten in der Vergangenheit auch immer wieder diesen Weg.
 

Gaestin

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wenn es um einen SB geht wäre ich vorsichtig.
Sonst kann es wirklich hilfreich sein, wenn
man sagt, der und der hat mir gesagt, ich soll
bei Ihnen nachfragen. So haben zwei Leute, die
ich kenne, ihre (anständig entlohnten) Stellen bekommen.
 

Mona Lisa

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@ Uhus

Meine Stelleninformation ist zwar ohne RFB, aber mit Antwortblatt. Es scheint also noch mehr als zwei Arten zu geben.

Der AG ist eine seriöse, wohlbekannte und geschätzte Organisation. Jeder kennt sie. Wie natürlich die Arbeitsbedingungen dort aussehen, weiß ich nicht.

Das einzige, was mir bei der Stelle nicht gefällt, sind die flexiblen Arbeitszeiten, teilweise auch am WE.

Ich weiß nicht, ob ich das schaffe, da ich wegen einer psychischen Krankheit nicht so belastbar bin.

@ Holler

Ja, ich weiß, ich muß ihn nicht erwähnen. Ich habe schon verstanden. Ich habe jetzt auch meine Meinung geändert und werde es nicht tun.

LG

Mona Lisa
 

Schmerzgrenze

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"Wir weisen darauf hin, dass der vorgenannte Arbeitgeber seinerseits befugt ist,
der BA das Ergebnis des Bewerbungsverfahrens mitzuteilen."
Eine Pflicht als Befugnis umzudeuten, gibt diesem Hinweis den Anstrich einer Drohung.
Das Einverständnis des Betroffenen muß für die Mitteilung des Ergebnisses vom AG nicht eingeholt werden.
Die von JC bei AG erhobenen Fragebögen zum Ausgang des Bewerbungsgespräches stützen sich auf;
§ 57 SGB II Auskunftspflicht von Arbeitgebern meinte:
Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit auf deren Verlangen Auskunft über solche Tatsachen zu geben,
die für die Entscheidung über einen Anspruch auf Leistungen nach diesem Buch erheblich sein können;
die Agentur für Arbeit kann hierfür die Benutzung eines Vordrucks verlangen.

Allerdings ist der Umfang der Information eingeschränkt und der AG nach § 51 BDSG
ohne Einwilligung des Betroffenen nicht befugt, Daten über den Zweck hinaus weiterzugeben.
Der AG hat sich nach § 24 BDSG an die Zweckgebundenheit der Datenweitergabe zu halten.
§ 24 BDSG - Verarbeitung zu anderen Zwecken durch nichtöffentliche Stellen meinte:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten zu einem anderen Zweck als zu demjenigen,
zu dem die Daten erhoben wurden, durch nichtöffentliche Stellen ist zulässig,
... sofern nicht die Interessen der betroffenen Person an dem Ausschluss der Verarbeitung überwiegen.
Der Zweck der vom JC erhobenen Auskunft beschränkt sich einzig auf das Ergebnis der Bewerbung,
nicht aber auf die Umstände des Ergebnisses, wie in etwa Inhalte von Vorstellungs- oder Verhandlungsgesprächen.
Der AG hat in seinem Schreiben nicht umsonst genauf auf diesen Zweck der Weitergabe hingewiesen,
denn zu diesem Hinweis ist er nach § 26 BDSG verpflichtet.
Abs.2 Satz 3 § 26 BDSG - Datenverarbeitung für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses meinte:
Der Arbeitgeber hat die beschäftigte Person über den Zweck der Datenverarbeitung und über ihr Widerrufsrecht
nach Artikel 7 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2016/679 in Textform aufzuklären.
Bewerberinnen und Bewerber für ein Beschäftigungsverhältnis sowie Personen,
deren Beschäftigungsverhältnis beendet ist, gelten als Beschäftigte.
(Aufklärung über Widerrufsrecht entfällt, da AG nach SGB verpflichtend handelt)

Hier könnten Betroffene darauf hinwirken, daß die vom AG auszufüllenden Vordrucke
duch die erhebenden LT entsprechend zu gestalten sind.
Also ohne auszufüllende Felder z.B. für den Grund des Nichtzustandekommens eines AV,
welche den AG ja gerade zu einladen, falsche oder nachteilige Informationen weiterzugeben.
§ 71 BDSG - Datenschutz durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen meinte:
(2) Der Verantwortliche hat geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, die sicherstellen,
dass durch Voreinstellungen grundsätzlich nur solche personenbezogenen Daten verarbeitet werden können,
deren Verarbeitung für den jeweiligen bestimmten Verarbeitungszweck erforderlich ist.
Dies betrifft die Menge der erhobenen Daten, den Umfang ihrer Verarbeitung, ihre Speicherfrist und ihre Zugänglichkeit.
Fühlt man sich also durch eine falsche oder nicht zweckgebundene Datenweitergabe durch den AG rechtlich benachteiligt,
sollte man sich an den zuständigen Datenschutzbeauftragten seines Landes wenden.
Ansprüche gegen den AG können m.E.n. nur auf zivilrechtlichem Weg geltend gemacht werden.
§ 83 BDSG Schadensersatz und Entschädigung meinte:
(1) Hat ein Verantwortlicher einer betroffenen Person durch eine Verarbeitung personenbezogener Daten,
die nach diesem Gesetz oder nach anderen auf ihre Verarbeitung anwendbaren Vorschriften rechtswidrig war, einen Schaden zugefügt,
ist er oder sein Rechtsträger der betroffenen Person zum Schadensersatz verpflichtet.
Die Umgestaltung des BDSG macht es schwer, die rechtlichen Bestimmungen zuzuordnen.
Ich bitte daher um Nachsicht für eventuelle (Denk)fehler und freue mich über jede Berichtigung bzw. Richtigstellung. :icon_wink:
 

Frank71

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@Mona Lisa... Gehst du immer alleine zum Jobcenter??? Wenn ja, dann solltest du dieses in Zukunft nur noch mit einem Beistand machen.

Beistand muss zugelassen werden, Paragraph 13 SGB X.

Einen SB in einer Bewerbung zu benennen,sei es auch im Betreff, würde mir nie im Traum einfallen,dieses solltest du unterlassen.

Da es sich um eine Stelleninformation ohne RFB-RECHTSFOLGEBELEHRUNG handelt würde ich mich auf diese auch nicht bewerben.
 
E

ExUser 2606

Gast
Frank,

vieleicht möchte Mona Lisa ja gerne bei dieser Organisation arbeiten?

Wenn das so ist, würde ich mich bewerben, aber ohne den SB zu nennen.

Über Arbeitszeiten kann man ja vielleicht reden?

Einen Versuch ist es wert.
 

Pauer

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Da es sich um eine Stelleninformation ohne RFB-RECHTSFOLGEBELEHRUNG handelt würde ich mich auf diese auch nicht bewerben.

Einen solchen Tenor lese ich hier ganz oft. Warum werden Bewerbungen auf Stelleninformationen ohne RFB immer kategorisch ausgeschlossen?
Das ist mir unverständlich.
 

Uhus

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Ich kann dir sagen, wie es bei uns läuft:

Wessen Bewerberprofil öffentlich in die Internet-Jöbbörse der BA gestellt wird, der erhält reine Stelleninformationen ohne RFB und ohne Antwortblatt. Das Jobcenter leitet einfach nur das Interesse eines (Pseudo-)Arbeitgebers an den Erwerbslosen weiter. Näher geprüft wird nichts. Bewerben muss man sich darauf nicht.

Im Gegensatz dazu erhält man Vermittlungsvorschläge des Jobcenters oder auch von anderen Arbeitsagenturen immer mit RFB und beigefügtem Antwortblatt. Diese Angebote unterliegen einer gewissen Vorabprüfung. Hier führt eine Nichtbewerbung zur Sanktionierung.
 

Pauer

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Da ich selber im JC gearbeitet habe, ist mir das bekannt.
Aber ich denke, dass Sinn und Zweck der Sozialhilfe sein sollte, schnellstmöglich aus der Vermittlung herauszufallen und wieder Arbeit aufzunehmen.

Aussagen mit dem Tenor: "Ohne RFB bewerbe ich mich gar nicht erst" verstehe ich bis heute nicht.
Diese tauchen hier aber ganz oft auf. Hat man sich zwischenzeitlich mit der Situation des ALG-Bezuges abgefunden? Möchte man sich darauf ausruhen?

Warm nutzt man nicht jede zumutbare Möglichkeit, um aus der Vermittlung auszusteigen?
 

Uhus

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Nun gut, so generell würde ich es nicht ablehnen. Fakt ist aber, dass z. B. bei mir und Bekannten die meisten dieser reinen Informationen über Stellen von vornherein ausschieden, z. B. Selbstständigkeit, reine Provisionsbasis, andere zwingende Voraussetzungen trafen nicht zu, etc. pp.

Leider ist es so, dass Betrüger (z. B. Identitätsdiebstahl) und "geschäftstüchtige" Firmen resp. Privatpersonen (Daten sind die heutigen Rohstoffe - siehe Google, Facebook & Co.) immer wieder versuchten, auf diesem Wege kostenlos an sensible personenbezogene Daten der Menschen heranzukommen. Hier ist immer Vorsicht geboten!

Arbeitsagenturen und Jobcenter sichern sich rechtlich ab, indem sie nur die geprüften Angebote als Vermittlungsvorschläge incl. RFB nebst Antwortbogen versenden. Bei diesen reinen Stelleninfos bleibt das Risiko bei einem selbst, da es lediglich als unverbindlicher Service der Ämter deklariert wird.
 

erwerbsuchend

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Es kommt leider immer wieder vor, dass irgendwelche windigen (Pseudo-)Arbeitgeber nur an die personenbezogenen Daten der Bewerber ranwollen, um diese gewinnbringend zu verwerten. Betrüger nutzten in der Vergangenheit auch immer wieder diesen Weg.

Wenn man sich als Bewerber nicht sicher ist, kann man auch einfach nur eine Kurzbewerbung verschicken, die nur aus Anschreiben und Lebenslauf ohne persönliche Daten, also ohne Geburtsdatum, Geburtsort usw., besteht, verschicken. Damit ist man seiner Bewerbungspflicht nachgekommen und hat dennoch keine sensiblen Daten weitergegeben, die für Betrüger wertvoll sein könnten. Bei den meisten Betrugsmaschen wird das richtige Geburtsdatum benötigt, da viele Händler schließlich eine Prüfung bei Schufa und Co. vornehmen. Der Lebenslauf wird dabei allgemein so gestaltet, wie man ihn für ZAF gestaltet, wenn man nicht die bisherigen AG nennen möchte. Es versteht sich von selbst, dass in diesem Fall auch keine Zeugnisse mitgeschickt werden oder eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angegeben wird.
 
E

ExUser 2606

Gast
Aussagen mit dem Tenor: "Ohne RFB bewerbe ich mich gar nicht erst" verstehe ich bis heute nicht.
Diese tauchen hier aber ganz oft auf. Hat man sich zwischenzeitlich mit der Situation des ALG-Bezuges abgefunden? Möchte man sich darauf ausruhen?

Warm nutzt man nicht jede zumutbare Möglichkeit, um aus der Vermittlung auszusteigen?

Das Problem ist einfach, dassde ganze Jobbörse ein Sammelbecken für Schrottstellen ist.

Da auch nur eine vernünftige Stellezufinden ist wie ein Sechser im Lotto.

Ich haeb letztes Jahr während eines Kündigungsschutzprozesses drei Monate ALG I bezogen. Meine Vermittlerin sagte mir gleich, dass es in der Jobbörse keien passenden Stellen für mich gebe und ich woanders suchen solle. Ichhabe es mir trotzdem angetan und mal da reingeschaut, in erster Linie aus Neugier. Ich wr erschüttert. Es ist mir in 2 Stunden nicht gelungen, auch nur ein einziges Stellenangebot zu finden, auf dass sich eien Bewerbung gelohnt hätte. Dann habe ich keine Lust mehr. Nie wieder Jobbörse! Ich kann jeden verstehen, der da in eine Anti-Haltung hineinrutscht.
 
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