SB/FM will mir keinen Bewerbungskostenantrag geben,weil ich EGV nicht unterschreibe

Leser in diesem Thema...

bonny5

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2013
Beiträge
256
Bewertungen
10
Hallo,

ich wollte schon 2 mal(per Email und persönlich) einen Antrag auf Bewerbungskosten stellen,aber meine FM will mir irgendwie keinen aushändigen,weil ich keine gültige EGV habe und sie nicht unterschreiben will aufgrund rechtswidrigen Inhalten.Dabei habe ich mich seit Februar beworben,auch auf ein Haufen VV mit RfB plus noch Eigenbemühungen,die ich aus der alten EGV tätigen musste.

Ich muss mich ja trotz fehlender EGV jeden Monat bewerben und kann es nur schriftlich.Was soll ich machen?Kann ich Ihr irgendetwas schreiben oder sagen,warum das nicht rechtens ist!?
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.649
Bewertungen
17.054
Du brauchst kein Formular. Anträge kann man auch formlos stellen. Also etwas schreiben, nachweislich abgeben und im Antrag erwähnen, dass Du auf einem rechtsmittelfähigen Bescheid bestehst.
 

Steinschleuder

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 September 2012
Beiträge
581
Bewertungen
517
ich wollte schon 2 mal(per Email und persönlich)

Ich muss mich ja trotz fehlender EGV jeden Monat bewerben und kann es nur schriftlich.

Nur mal so'n Gedanke...:icon_kinn:

Wenn Du mit Deiner SB schon per Mail kommunizierst, könnte sie doch auf den Gedanken kommen, dass Du dich auch per Mail bewerben kannst und nicht nur schriftlich.

Dann würde sie bei ihren Vorgesetzten dick Punke sammeln können, weil sie Kosten aus dem Vermittlungsbudget spart, denn für Mailbewerbungen gibt's ja nix ersetzt.:icon_twisted:

Deshalb solltest Du dir überlegen, ob Du nicht vielleicht besser sämtliche Mailadressen und Telefonnummern beim JC löschen lässt und alles nur noch schriftlich oder persönlich machst.:icon_mrgreen:
 
E

ExitUser

Gast
Ruf bei der Hotline an, dann bekommst einen Antrag zugeschickt, und dem Betreuer die email adresse zu geben ist eine ganz ganz schlechte Sache, da er dir jetzt emails schicken kann mit Bewerbungen oder Einladungen zum Bewerbungsgespräch oder kurzfristige Termine oder auch sonstigen mist den du nicht haben willst
 

bonny5

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2013
Beiträge
256
Bewertungen
10
Grüße euch. Ich hatte einen folgenden (ca.2 Stunden langen) Termin bei JC bei der FM .

Den Antrag auf Bewerbungskosten habe ich problemlos erhalten, sowie den Antrag auf Fahrtkosten.
Ich pflege schon längere Zeit meine Oma, die die erste Pflegestufe besitzt, deshalb bin ich ca.13 Stunden wöchentlich früh, mittag und abend offiziell beschäftigt, aber eigentlich über 25 Stunden pro Woche, was natürlich der MDK nicht eingesehen hat wegen seinen Auswahlkriterien. Die Alternativen mit den Pflegediensten sind in meinem Fall ausgeschlossen.

Damit will ich sagen, dass meine Beraterin das weiss und mir vorgeschlagen hat, eine höhere Pfltgestufe zu beantragen.

Als ich eine neue angepasste EGV zur Überprüfung und Übersetzung (da meine Sprachkenntnisse nicht auf der hohen Stufe sind) mitnehmen wollte, hat das die FM abgesagt, und 2 Varianten vorgeschlagen - auf der Stelle unterschreiben, oder per VA bekommen, und argumentiert - dass ich angeblich die EGV schon mitgenommen hatte, obwohl sie mir eine ganz neue und angepasste vorgelegt hat. :confused:

Den VA wollte sie ausschlieslich per Post versenden (?) und heute habe ich den VA im gelben Briefumschlag in meinem Briefkasten entdeckt.

- Da wir entschieden haben, Ausbildungssuche auszuschliesen und ferner nur Arbeit zu suchen, hat mich im VA gewundert, dass ich alle angebotene 1euro Jobs annehmen muss, sowie an den Maßnahmen teilnehmen, die im VA nicht konkretesiert sind. Könnten schon diese Punkte im weiteren für mich eine negative Rolle spielen ?
- Die Bewerbungskosten sind nicht konkretesiert
- Weiter bin ich verpflichtet nachzuweisen, dass ich eine höhere Pflegestufe für meine Oma beantragt habe. Darf das so verlangt werden ? Es kann sein, dass die Pflegeperson das selber nicht möchte.
- Und zusätzlich bin ich verpflichtet, bei der Begutachtung durch einen Pschologischen Dienst mitzuwirken (warum?)

Was könnte für micht negativ auskommen, welche Punkte aus der VA sind euch noch als verdächtige oder widersprüchliche aufgefallen, außer den oben genannten ? Werde mich auf die Ratschläge freuen.
 

Anhänge

  • 1.jpg
    1.jpg
    84,8 KB · Aufrufe: 247
  • 2.jpg
    2.jpg
    146,3 KB · Aufrufe: 247
  • 3.jpg
    3.jpg
    137,8 KB · Aufrufe: 227
  • 4.jpg
    4.jpg
    125,8 KB · Aufrufe: 242
  • 5.jpg
    5.jpg
    82,3 KB · Aufrufe: 239

0zymandias

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2012
Beiträge
7.963
Bewertungen
18.088
Weiaweiaweia. :wink:

(Gute) Gründe für einen Widerspruch :

  • § 15 SGB II Abs.1 Satz 6 existiert seit dem 01.08.2016 nicht mehr
  • Das Verweigern der Prüfzeit, hier noch erheblich verschärft durch das Verweigern der Übersetzungszeit, steht in Widerspruch zum BSG -Urteil vom 14.02.2013 – (B 14 AS 195/11 R)
  • Wenn das JC zu Bewerbungen verpflichtet, muss es die Bewerbungskosten übernehmen
  • "Sie verpflichten sich" taucht mehrmals auf und ist grundfalsch, denn in einem VA werden Pflichten festgelegt und nicht vereinbart
  • Der VA enthält die Abänderungsklausel/Änderungsvorbehalt und ist in diesem Punkt falsch, denn es ist anders als behauptet eben keine Eingliederungsvereinbarung
  • Der Text unter "Bemühungen" ist in Kauderwelsch abgefasst, was ursächlich zusammenhängt, dass auch hier Rechtsfolgenbelehrungen hineingetrümmert wurden, wo sie nun überhaupt gar nicht hingehören
  • Bewerbungen auf VV zählen zu den Eigenbemühungen, jedenfalls will es der Bundestag so (und dürfte sich kaum von einem JC auf der Nase herumtanzen lassen)

Zu Deinem Problem mit den Bewerbungskosten:
Gesondert in einem nachweislich zugehenden Schreiben (einfacher Brief, aber als Fax, Zeugeneinwurf oder Einschreiben mit Zeugen, der den Inhalt bestätigen kann) und einfacher Liste der Bewerbungen.
Kommt eine Ablehnung -> Widerspruch

Bitte warte noch, denn ich denke, dass da noch mehr Unstimmigkeiten herauszuholen sind.
Insbesondere die Sache mit der Oma ("Großmutter" fiel dem SB wohl nicht ein) halte ich für bedenklich.
 

bonny5

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2013
Beiträge
256
Bewertungen
10
Hat jemand vielleicht zur Ergänzung noch ein paar Antworten?

Besonders,ob man jemanden so etwas zuweisen kann,dass man eine zweite Pflegestufe beantragen MUSS als Pflicht in einem VA ?
 

bonny5

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2013
Beiträge
256
Bewertungen
10
Danke,das mit den Bewerbungskosten hilft mir schon weiter.

Weiß denn niemand was,ob man jemanden dazu zwingen kann als Pflicht in einem VA ,eine zweit Pflegestufe zu beantragen,mit Stichtag und Verpflichtung zum Nachweis für den Antrag?
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.876
Bewertungen
17.711
Hallo @Bonny5

Weiß denn niemand was,ob man jemanden dazu zwingen kann als Pflicht in einem VA ,eine zweit Pflegestufe zu beantragen,mit Stichtag und Verpflichtung zum Nachweis für den Antrag?

Zunächst mal da ist man sprichwörtlich "sprachlos" was hat dieser Absatz "E" in einer EGV /VA
zu suchen?

Mal erstmal zur Erklärung, ein Antrag kann nur von deiner Oma selbst oder einem rechtlichen Betreuer oder wenn du eine beauftragte Person also Bevollmächtigte bist, das muß schriftlich vorliegen, stellen.

Weiter bin ich verpflichtet nachzuweisen, dass ich eine höhere Pflegestufe für meine Oma beantragt habe

Nein bist du nicht bzw. ich kann mich nur wiederholen das hat im EGV /VA nichts zu suchen, dafür
hat das JC keine rechtliche Grundlage..............................

Was hat überhaupt dieser privater Umstand beim SB zu suchen, hast du auf Grund der Pflege
der Oma dort Angaben gemacht und wenn ja welche?
 

bonny5

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2013
Beiträge
256
Bewertungen
10
Danke.

Ja,ich hatte gesagt,wann ich pflege(also am Tag) und wann eher weniger.Deswegen muss ich mich jetzt nur auf Stellen bewerben,die von der Pflegezeit her auch für mich in Frage kommen würden.Aus diesem Grund wurde mir vorgeschlagen,dass ich die zweite Pflegestufe beantragen soll.
 

Wutbuerger

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2012
Beiträge
4.802
Bewertungen
2.356
Pflegestufe ist meiner Meinung nach Sache des Gepflegten bzw des gesetzlichen Vertreters, wenn vorhanden. Bist du also nicht gerade der Vormund der Oma würde ich behaupten du kannst gar keinen Antrag stellen .Da ja schon eine Einstufung vorliegt , müßte man da nicht gegen klagen , bzw Widerspruch erheben ? Ist aber auch Sache des Betroffenen.
Es wurde dir vor Monaten schon geraten formlos Kosten zu beantragen , hast du das gemacht ?
Wie war die Reaktion?
Verpflichtungen zu einer maßnahme oder Arbeitsgelegenheit will das JC wohl jedem aufs Auge drücken , nicht nur dir . Dann kommen so Argumente man soll Tagesstruktur aufbauen und hätte dann gröere Chancen am Arbeitsmarkt ( so nach dem Motto schaut her , die letzten drei Monate war ich pünktlich jeden Tag da und da )
Maßnahmen und AGH können auch per Zuweisung kommen, dafür braucht es nicht zwingend eine EGV oder einen VA . Widerspruch würde ich auf jeden fall einlegen.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.876
Bewertungen
17.711
Bist du also nicht gerade der Vormund der Oma würde ich behaupten du kannst gar keinen Antrag stellen
@Wutbuerger @bonny kann auch Bevollmächtigte..............

Vormund bezeichnet die gesetzlich, geregelte, rechtliche Fürsorge für eine unmündige Person,
also bitte trennen.

Und @Bonny kann ja mal schreiben ob sie eine schriftliche Vollmacht hat, wenn sie will,
ändert aber nichts an dem Zustand, das solche Forderung in einer EGV /VA nichts zu suchen haben.
 

Wutbuerger

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2012
Beiträge
4.802
Bewertungen
2.356
Danke @Seepferdchen ,
mich würde mal interessieren ob TE für die Pflege einen Lohn erhält.
Das wäre für mich dann eine nachvollziehbare Vorgangsart des JC - höhere Pflegestufe- mehr bezahlte Stunden- Verringerung des Hilfebedarfs.
Da ja mittlerweile der VA vorliegt muss man dran denken das der gilt bis anderes beschlossen wurde.
Also wenn zügig Anträge beim SG stellen und Antrag auf aufschiebende Wirkung nicht vergessen.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.876
Bewertungen
17.711

bonny5

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2013
Beiträge
256
Bewertungen
10
Also ich bin auch offiziell der Pfleger,also besitze eine Vollmacht.

Und es stimmt,das Pflegegeld wird nicht angerechnet.

Ich schreibe jetzt den Widerspruch und aW.Hat jemand noch ein paar Empfehlungen/Beschlüsse,was man an das Ende einem aW Antrag schreibt?Also dass eine aW angeordnet werden muss,wenn was bedenkliches in einem VA vorkommt.Finde gerade nichts,außer:aW muss angeordnet werden,wenn sich einzelne Punkte als rechtswidrig erweisen.Aber es gab doch auch mehr.

Mein SG ordnet nur ungern eine aW an,sie argumentieren immer damit,dass noch keine Sanktion statt fand und man auch später noch klagen kann gegen eine Sanktion,also wenn man dann richtig beschwert ist.
 
Oben Unten