SB erhöht ungefragt Umkreisradius - wie reagiert Ihr? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

armwieinekirchenmaus

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Hallo Forengemeinde.

Aktuelle Situation: ALG1, im fünften Monat, in ca. 3 Wochen läuft aktuelle EGV aus.

Ich habe gerade mal mein Jobbörsenprofil über die Arbeitgebersuche gesucht und gefunden.
Ich stelle fest SB hat "heimlich" den Radius von meinem anonymisierten Jobbörsenprofil von 20 auf 35 km erhöht.
--> Maximale Entfernung zum Arbeitsort 35 km

Ich habe keinen Führerschein. Bin auf Öffentliche angewiesen.

Jetzt wird mir auch klar warum ich plötzlich sehr viel mehr "Schrott" erhalte,
bspw. 10 VV in einer Woche.....9 mit RFB..... und ich die Hälfte wegen 140 SGB III ablehnen muss.....

Wie würdet Ihr (an meiner Stelle) reagieren?
 
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@armwieinekirchenmaus:

Einigen haben hier früher schon bestimmte Anträge geholfen:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/104329-jobboerse-account-loeschen.html

Ich selbst habe mal vor Jahren angegeben, dass ich die Jobbörse nicht nutzen kann, weil ich damals das Internet nur per Modem nutzte, was bei mir dazu führte, dass die Jobbörse gleich nach Aufruf regelmäßig abstürzte oder mich oft dazu aufforderte, meine Daten zu aktualisieren, wo es nichts zu aktualisieren gab.
Dann bekam ich auch nur sehr wenig Angebote, die nur ärgerlich waren.

Dann bekam ich einmal einen VV ausgehändigt, mit der einzigen dort verzeichneten Bewerbungsoption bei AG Namen - über Jobbörse - bewerben. Ich zur AV: Was soll das denn? Ich kenne den AG von früheren Bewerbungen, der Name der Ansprechpartnerin kommt mir auch bekannt vor, da such ich mir lieber deren E-Mailadresse über Internet raus, das geht schneller AV: Wieso das denn?. Ich: Weil Ihre Jobbörse von der Anwendung und dem damit verbundenen Zeitaufwand eine Zumutung ist und damit auch für mich ein Wettbewerbsnachteil. AV: Ich verstehe gar nicht was sie meinen. Ich : Verehrte Frau ...ich meine, dass es für mich keinen Grund gibt, zu einem Vorstellungsgespräch in Berlin unbedingt erst über den Dresden einen Umweg zu fahren - als Vergleich. Das muss nicht sein. So was versteht ein AG auch nicht.


Ab da war Ruhe.

.Ich habe nie wieder einen VV erhalten, wo Bewerbung über Jobbörse drinstand.
Ist mein Einzelfall. Aber es hat auch nie ein AG danach gefragt oder stattdessen gar gefordert .

Zudem antworten die AG mir sowieso schnell über Mail oder auch - aktuell vermehrt -vertraulich, was mein JC gewaltig wurmt.
 

Gaddezwerg

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Ich habe gerade mal mein Jobbörsenprofil über die Arbeitgebersuche gesucht und gefunden.
Ich stelle fest SB hat "heimlich" den Radius von meinem anonymisierten Jobbörsenprofil von 20 auf 35 km erhöht.
--> Maximale Entfernung zum Arbeitsort 35 km

Ich habe keinen Führerschein. Bin auf Öffentliche angewiesen.
km sind für die Zumutbarkeit nach §140 SGB III nicht relevant, sondern rein der zeitliche Faktor. Es könnten auch 100 km zumutbar sein, wenn es in der Zeit machbar wäre.
Die km Angabe im Stellengesuch dient nur zur Suchbegrenzung der AV bei VVs. Hier gibt es eben nur eine km Eingabe Möglichkeit und keinen zeitlichen Suchumkreis.
 

Pascal88

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sei froh das es nur 35 km sind. bei mir wollen sie bald anfangen das ich mich deutschlandweit bewerbe, was ich aber nicht tun werde
 
E

ExitUser

Gast
--> Maximale Entfernung zum Arbeitsort 35 km

Ich habe keinen Führerschein. Bin auf Öffentliche angewiesen.
Hallo! Üblich sind 50 km, teilweise auch 70. Wie gesagt, kommt es aber auf die Pendelzeiten an. Hier zählt die Zeit von A nach B mit Fußwegen, ortsüblichen Verspätungen etc.

Ich würde bedenken, wie häufig und zuverlässig die Busse oder Bahnen fahren. Bei mir kommt manchmal der Bus gar nicht und dann muss ich eine Stunde warten. Das ist immer wieder ärgerlich und nicht jeder Arbeitgeber hat Verständnis dafür.

Die meisten VV musste oder konnte ich wegen zu langer Pendelzeiten ablehnen. Das gab auch nie Probleme. Die meisten SB sind Autofahrer und haben keinen Überblick darüber, wie schwierig das sein kann.
 

gila

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sei froh das es nur 35 km sind. bei mir wollen sie bald anfangen das ich mich deutschlandweit bewerbe, was ich aber nicht tun werde
Dann wirst du dich aber hoffentlich erstmal ausgiebig mit dem Thema befassen ... vor allem dem § 140 SGB III und den Zumutbarkeiten - bzw. den notwendigen "wichtigen Gründen" ... wenn nicht!
 

armwieinekirchenmaus

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Danke an alle für eure Antworten.
amrita

Einigen haben hier früher schon bestimmte Anträge geholfen:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/104...-loeschen.html
Kannte ich sogar schon, allerdings bringt es mir nichts wenn der nur intern anonym geführt wird. Die VV mit RFB kommen ja trotzdem durch die anderen SB

gaddezwerg
Die km Angabe im Stellengesuch dient nur zur Suchbegrenzung der AV bei VVs. Hier gibt es eben nur eine km Eingabe Möglichkeit und keinen zeitlichen Suchumkreis.
Stimmt. Leider :(


Die meisten VV musste oder konnte ich wegen zu langer Pendelzeiten ablehnen. Das gab auch nie Probleme.
Das mache ich auch! Und wenn ich 50% ablehne.... jedes mal muss der SB prüfen, antworten..... das ist mir nun Latte. Schließlich hat der SB die km hochgesetzt. Der 140 ziger ist mein momentaner Lieblingsparagraph....
 

Pascal88

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Dann wirst du dich aber hoffentlich erstmal ausgiebig mit dem Thema befassen ... vor allem dem § 140 SGB III und den Zumutbarkeiten - bzw. den notwendigen "wichtigen Gründen" ... wenn nicht!
na ja was wollen sie denn machen wenn ich mich an meien EV halte und die bestimmte anzahl an bewerbungen schreibe die ich schreiben soll, aber nur nicht deutschlandweit sondern in meinem 50 km radius?. EV erfüllt

ansonsten sollte es doch irgendwas geben womit die mich zwingen können deutschlandweit mich zu bewerben, ist man halt bei jedem vorstellungsgespräch krank, was ausserhalb der 50 km marke ist ;)
 

AnonNemo

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Warum habt ihr eigentlich solche Angst wegen den deutschlandweiten Bewerbungen?

Es ist gesetzlich geregelt, ab welchem Zeitpunkt es einem zugemutet werden kann umzuziehen.

Darin sehe ich aber keinen Zwang, sich deutschlandweit bewerben zu müssen.
Solange die EGV-Vorgabe durch Bewerbungen im Tagespendelbereich abgedeckt werden können ... bundesweit bewerben? :icon_evil:
Dadurch ist schon mal die allergrößte Gefahr gebannt.

Wer natürlich so dumm ist und sich deutschlandweit beworben hat, ein VG und sogar einen AV bekommt ... der muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidung leben!!!

In den seltensten Fällen wird ein Arbeitgeber auf den eLB zugehen und ihn zum VG einladen.
Sollte es doch vorkommen ... darf er sich nicht vor den Fahrtkosten für das VG drücken.
ZAFs machen es zwar, aber dann ging es (meistens) über den "Zur Bewerbung auffordern"-Button in der JOBBÖRSE. So eine Einladung kann aber ignoriert werden.
Eine weitere Gefahr gebannt.

Und zur vorletzten Möglichkeit:
SB macht Druck und drängt zur bundesweiten Bewerbung ... Ohren auf Durchzug schalten und ignorieren.

Die letzte Möglichkeit:
SB schickt einen VV mit RFB ... die Zumutbarkeit prüfen und artig darauf bewerben!
Die Kosten für das VG bezahlen lassen - dabei darauf achten, dass mindestens eine Übernachtung notwendig ist - und diese Kurzreise antreten.
Noch ist kein AV unterschrieben!!
Im VG die Umzugskosten ansprechen, diese parallel beim Amt beantragen ... und mal abwarten bis diese genehmigt sind.
Sollte es doch soweit kommen, dass ein Umzug nötig sein sollte ...
... ich werde für eine befristete (ZAF-)Stelle meine (Miet-)Wohnung bzw. Haus nicht aufgeben ~> finanzieller Schaden! Soll das Amt die Kostenübernahme für die doppelte Haushaltsführung garantieren.
... ich werde mein familiäres Umfeld nicht so einfach aufgeben!


Jetzt ratet mal, wie viele Umzüge da übrig bleiben? :wink:
 
E

ExitUser

Gast
Es ist ja nun auch nicht einfach, mal eben in eine andere Stadt zu ziehen. Dann fragt man halt den AG, ob er einem eine vernünftige Wohnung vermitteln kann.

Doppelte Haushaltsführung ist dann doch eher was für Gutverdiener. Vom Amt wird sie maximal für einen Übergangszeit finanziert.
 

gila

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na ja was wollen sie denn machen wenn ich mich an meien EV halte und die bestimmte anzahl an bewerbungen schreibe die ich schreiben soll, aber nur nicht deutschlandweit sondern in meinem 50 km radius?. EV erfüllt

ansonsten sollte es doch irgendwas geben womit die mich zwingen können deutschlandweit mich zu bewerben, ist man halt bei jedem vorstellungsgespräch krank, was ausserhalb der 50 km marke ist ;)
Es GIBT aber "irgendwas" - und das SIND nun mal zunächst die Bestimmungen des SGB, genannter § ... ,
der durchaus ÜBER einer EGV steht - denn eine EGV KANN durchaus auch gekündigt werden
(wenn eine neue "Strategie" gefahren werden muss) ... und schlechterdings dann als VA reinflattern ...
und daher KANN diese Diskussion durchaus auch aufkommen und man sollte mit "wichtigen Gründen" dann gewappnet sein! (Pflege von Angehörigen, fam. Bindungen, Verlobt ...)

Man lese:
4Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird.

5Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar.

6Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht.
7Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
 
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