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SB drückt unermüdlich und sendet mir Schweigepflichts Entbindungen doppelt zu

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jimmy

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#1
Hallo an Alle, die diesen Thread lesen werden.
Ich lese schon seit einger Zeit fleissig mit und hoffe nun, daß Ihr auch mir ein wenig helfen könnt. Für Euren Einsatz bedanke ich mich schon ein mal im Voraus.


Nun zum Problem.

Ich habe seit ca. Anfang 2009 Schwierigkeiten mir der Arge (Die SB drückt unermüdlich), welche ich selber nicht mehr lösen kann.
Ich habe vor ca. 3 Monaten einmal Unterlagen zugesendet bekommen, welche ich unterzeichnet wieder abgeben sollte. Damals habe ich mich hier belesen und bin zu dem Schluss gelangt, dass ich diese nicht unterzeichne und habe das der Arge auch so mitgeteilt. Kurze Zeit später folgte eine Einladung zu einer medizinischen Untersuchung beim MD der Arge, welche ich nicht angetreten bin. Zur Info: Ich leide an einer sozialen Phobie und Depressionen. Es ist mir also (schon gar nicht bei Tageslicht) nicht möglich, morgens um 11 beim MD zur Untersuchung anzutreten. Der Arge habe ich dann ordnungsgemäß eine Krankmeldung zukommen lassen. Kurze Zeit später und zu meinem Unverständnis erhielt ich ein Schreiben in dem folgendes stand (zitat):
1.Einladung

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

bitte kommen Sie am XX.XX.XXXX um XX:XX in das JobCenter XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Ich möchte mit Ihnen aufgrund einer mir inzwischen vorliegenden Stellungnahme des Arztes der Agentur für Arbeit ein abschließendes Gespräch über Ihre gesundheitliche Leistungsfähigkeit führen.

Eine persönliche Vorsprache, zur Klärung des ärztlichen Gutachten, ist dringend erforderlich.

Dies ist eine Einladung nach §59 Zweites Sozialgesetzbuch (SGB II) in Verbindung mit § 309 Abs. 1 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGBIII).

Wenn Sie ohne wichtigen Grund dieser Einladung nicht Folge leisten, wird Ihr Arbeitslosengeld II um 10% der für Sie nach § 20 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) maßgebenden Regelleistung für die Dauer von drei Monaten abgesenkt. Falls Ihnen ein Zuschlag nach § 24 SGB II gewährt wird, entfällt auch dieser für den Absenkungszeitraum.

Beachten Sie bitte unbedingt die nachfolgende Rechtsfolgebelehrung und die weiteren Hinweise.
Ähm, wie kann bitte eine Stellung vorliegen, wenn ich zur Untersuchung nicht erscheinen konnte? Ok. Es geht aber noch weiter. Für Anfang Dezember 09 wurde ich erneut in das JobCenter eingeladen und erhielt folgendes Schreiben (zitat):
Ärztlicher Dienst - Gesundheitsfragebogen

Sehr geehrter Herr (Namen hat Sie mal wieder willkürlich gekürzt),


leider haben Sie den Termin beim Ärztlichen Dienst am XX.XX.XXXX aufgrund der Arbeitsunfähigkeit (laut Bescheinigung) nicht wahrgenommen. Auch zum heutigen Termin sind Sie leider nicht erschienen.

Ziel ist es, zu klären, ob bei Ihnen gesundheitliche Einschränkungen in Bezug auf Ihre momentane Tätigkeit vorliegen. Um das feststellen zu können, ist Ihre Mitwirkung erforderlich.

Daher sende ich Ihnen den Gesundheitsfragebogen zu und bitte Sie, diesen auszufüllen und an das JobCenter bis spätestens 22.12.2009 zurückzusenden.
Die Angaben im Gesundheitsfragebogen sind freiwillig, allerdings dienen diese Angaben zur Beschleunigung des Begutachtungsverfahrens und ersparen Ihnen Doppeluntersuchungen.

Es ist dringend erforderlich (trotz Arbeitsunfähigkeit) zur Feststellung Ihrer Leistungsfähigkeit den Termin beim Ärztlichen Dienst wahrzunehmen.
Was stimmt hier nicht? Im Ersten Schreiben hieß es, dass eine Ergebnis vorliegt und im letzten Anschreiben, ist der Dame wohl aufgefallen, das ich zum Termin beim MD nie erschienen bin. Zusätzlich werde ich beim Lesen des letzten Schreiben das Gefühl nicht los, dass man mir (zwischen den Zeilen) unterstellt, dass ich nicht Krank sei. Wieso sonst das "Laut Bescheinigung"?

Nun meine wichtigste Frage: Ich habe ja schon ein mal diese ganzen Papiere nicht ausgefüllt, und sehe auch jetzt noch nicht ein, wieso eine SB - die mit Sicherheit kein Medizinstudium besitz - Papiere, Erklärungen etc. ausgehändigt bekommen soll, die Sie eh nicht versteht. Wie könnte eine mögliche Begründung für das nicht ausfüllen der Papiere aussehen?


PS:
Bisher hat sich nie jemand um mich gekümmert. Seit 2009 muss meine Akte bei einer SB gelandet sein, die entweder aufsteigen, oder Quoten machen möchte. Keine Ahnung.

Entschuldigt bitte das durcheinander, aber in meinem Kopf herrscht Chaos!


Viele Grüße - Jimmy.
 

b31runner

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#2
Der Wunsch deiner SGB II Stelle mit Prüfung deiner Arbeitsfähigkeit liegt darin, dass die wissen wollen, ob du arbeitsfähig bist oder nicht.

Bist du es nicht, dann fällst du in die Grundsicherung.
(gleiches Geld, nur weniger Erspartes wird dir belassen. Auch kein Auto)

Krank geschrieben zu sein heißt, dass die dich in Ruhe lassen, aber nur bis zu einem halben Jahr. (bei mir war es ein Jahr)

Ich hatte dann mitgeteilt, dass ich EU Rente beantragt habe, so ließen sie mich bislang in "Frieden"

Ist sowas bei dir nicht der Fall, musst du trotz Krankmeldung zum Med. Dienst.

Ich rate dir, zu diesem Untersuchungstermin ALLES, aber auch alles was du von Ärzten vorliegen hast, mitzunehmen.

Kannst du dich bei Tageslicht und/oder sonstigen Problemen nicht bei dem Med. Dienst melden, benötigst du unbedingt eine Bestätigung vom Arzt dafür.

Dies schickst du an die Arge.

Las dich nicht kleinkriegen, denn was du nicht kannst und vom Arzt bestätigt bekommst, dazu kann dich keiner zwingen.
 

jimmy

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#3
Hallo b31runner.

Der Wunsch deiner SGB II Stelle mit Prüfung deiner Arbeitsfähigkeit liegt darin, dass die wissen wollen, ob du arbeitsfähig bist oder nicht.

Bist du es nicht, dann fällst du in die Grundsicherung.
(gleiches Geld, nur weniger Erspartes wird dir belassen. Auch kein Auto)
Das habe ich ja verstanden. Auf mich wirkt das Schreiben jedoch so, als ob man mir die SB - obwohl ich die noch nie zu Gesicht bekommen habe - die Krankmeldungen nicht glaubt.

Krank geschrieben zu sein heißt, dass die dich in Ruhe lassen, aber nur bis zu einem halben Jahr. (bei mir war es ein Jahr)
Ich bin seit 2007 immer mal wieder krangeschrieben gewesen. Irgendwann hat man mich zur einer Fallmanagerin überstellt und die hat mir dann durch verschiedene Äusserungen wie z.b. "Sie wirken auf mich ganz normal" oder ähnlich sinnfreies, bestätigt, dass Sie nicht versteht was eigentlich los ist. Irgendwann hat man mich nicht mehr eingeladen. Seit 2009 muss meine Akte wohl diese neue Dame erhalten haben und kaum ist eine Krankmeldung am ablaufen, erhalte ich eine neue Einladung.

Ich hatte dann mitgeteilt, dass ich EU Rente beantragt habe, so ließen sie mich bislang in "Frieden"

Ist sowas bei dir nicht der Fall, musst du trotz Krankmeldung zum Med. Dienst.
Bisher hat mein Hausarzt zwar einmal das Wort "Rente" erwähnt, aber weiter beschäftigt habe ich mich damit nicht.

Ich rate dir, zu diesem Untersuchungstermin ALLES, aber auch alles was du von Ärzten vorliegen hast, mitzunehmen.
Von meinem Hausarzt habe ich bisher keine Unterlagen erhalten. Nächster Termin wäre erst Mitte Januar. Ich befürchte jedoch, da die SB den Papierkram zum 22.12.2009 haben möchte, Sie mir über Weihnachten noch mal Post schicken wird.

Kannst du dich bei Tageslicht und/oder sonstigen Problemen nicht bei dem Med. Dienst melden, benötigst du unbedingt eine Bestätigung vom Arzt dafür.

Dies schickst du an die Arge.

Las dich nicht kleinkriegen, denn was du nicht kannst und vom Arzt bestätigt bekommst, dazu kann dich keiner zwingen.
Ist so eine ärztliche Bestätigung kostenpflichtig?

Viele Grüße - Jimmy.
 

Doppeloma

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#4
Hallo Jimmy,

da läuft ja so Einiges schief bei dir, allerdings wirst du (wie b31 runner schon festgestellt hat) um die Untersuchung beim MD der ARGE nicht herumkommen (es sei denn du kannst auf das Geld verzichten).

ALG II wird nur für arbeitsfähige (oder zumindest teilweise und/oder bald arbeitsfähige) Hilfeempfänger gezahlt und bei sehr langer (oder häufiger) Krankheit ohne Aussicht auf Besserung muß der MD eingeschaltet werden!

Allerdings brauchst du dem SB weder ausgefüllte Gesundheitsfragebögen noch Schweigepflichtentbindungen zu geben (steht übrigens überall auch drauf, dass das Ausfüllen freiwillig ist!!!)!
Auch ärztliche Bescheinigungen mit Diagnosen gehen SB nichts an!

Du kannst auch Alles direkt zur Untersuchung mitnehmen und entscheidest natürlich selbst darüber was der Arzt vom MD dann bekommt.

Du kannst natürlich versuchen von deinem Arzt eine Bescheinigung zu bekommen, daß er dich aus gesundheitlichen Gründen für einen Zeitraum "X" gar nicht für arbeitsfähig hält, ob und wieviel das kostet hängt in erster Linie von deinem Arzt ab.

Die ARGE wird dich trotzdem zum MD schicken, da kann so eine Bescheinigung aber auch sehr nützlich sein.

Bist du auch bei einem Facharzt (Psychiatrie/Neurologie/Psychotherapeut) in Behandlung?

Hast du denn eine durchgehende Krankschreibung seit Anfang 2009 oder nur jeweils für die Termine (SB oder MD)?

Versteh mich bitte nicht falsch aber die zweite Variante kann den SB schon dazu verleiten an deiner Erkrankung zu zweifeln, dann müßte die ARGE das allerdings beim MD der Krankenkassen überprüfen lassen!

Ich denke das ist z.Zt. nicht geplant, die wollen einfach feststellen in welchem Rahmen du überhaupt vermittelbar bist.
So ein Gutachten kann auch nach Aktenlage erstellt werden aber ohne Arzt-Berichte, Gesundheitsfragebogen und dich zu kennen dürfte das kaum möglich sein.

Wenn gar nicht arbeitsfähig (aus Sicht des MD), dann wirst du wohl aufgefordert (Erwerbsminderungs-) Rente zu beantragen, das heißt aber noch nicht, dass du auch eine bekommst (siehe Thema http://www.elo-forum.org/schwerbehi...te-taetigkeiten-vollschichtig-einsetzbar.html).

Glaub jetzt bitte nicht, dass ich deine Situation nicht verstehe (ich weiß ziemlich gut wovon du schreibst) aber es wird dir nicht helfen deine Mitwirkung zu verweigern.
"Augen zu und durch", vielleicht kann dich jemand begleiten???

Ich mußte auch zum MD und für die Rente war ich inzwischen
schon bei zwei Gutachtern.

MfG von Doppeloma
 

jimmy

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#5
Guten Morgen, Doppeloma.
Bist du auch bei einem Facharzt (Psychiatrie/Neurologie/Psychotherapeut) in Behandlung?
Ja, ich bin seit 2008 in Psychotherapeutischer Behandlung.

Hast du denn eine durchgehende Krankschreibung seit Anfang 2009 oder nur jeweils für die Termine (SB oder MD)?
Nein. Bisher habe ich so gut es ging darauf verzichtet durchgehend krankgemeldet zu sein, da mir diese 6-Monats-Regel bekannt ist. Ich bin also nach Termineingang immer für 4 Wochen krangeschrieben worden, jedoch ohne folgekrankschrift. Folgekrankschriften erhalte ich erst seit dem mir die SB laufend neue Schreiben zukommen lässt. Ich wollte es gerne vermeiden, zum Sozialamt zu müssen.

Versteh mich bitte nicht falsch aber die zweite Variante kann den SB schon dazu verleiten an deiner Erkrankung zu zweifeln, dann müßte die ARGE das allerdings beim MD der Krankenkassen überprüfen lassen!
Mein Hausarzt hat sich auch schon gewundert, wieso Sie mir so seltsame Schreiben schickt, es bei Ihm in der Praxis aber nicht klingelt.



Wenn gar nicht arbeitsfähig (aus Sicht des MD), dann wirst du wohl aufgefordert (Erwerbsminderungs-) Rente zu beantragen, das heißt aber noch nicht, dass du auch eine bekommst (siehe Thema http://www.elo-forum.org/schwerbehi...te-taetigkeiten-vollschichtig-einsetzbar.html).
Wie sieht das aus, wenn doch etwas geht? Wieviele Stunden wären das? Welche Tätigkeiten müsste ich dann ausüben? Möchte in gar keinem Fall mit ständig wechselnden Menschen zu tun haben! Am liebsten nichts wo ich sprechen muss!


Glaub jetzt bitte nicht, dass ich deine Situation nicht verstehe (ich weiß ziemlich gut wovon du schreibst) aber es wird dir nicht helfen deine Mitwirkung zu verweigern.
"Augen zu und durch", vielleicht kann dich jemand begleiten???

Ich mußte auch zum MD und für die Rente war ich inzwischen
schon bei zwei Gutachtern.

MfG von Doppeloma
Ich habe nicht vor die Mitarbeit zu verweigern. Ich kann jedoch nur das tun, wozu ich mich im stande fühle.
Es wäre ja schön, wenn es Menschen geben würde, die ich bitten könnte mich zu begleiten. Aber ich habe niemanden. Den einzigen Kontakt den ich habe, ist, der wöchentliche Termin bei meinem Therapeuten.

Liebe Grüße - Jimmy.
 
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#6
Guten Morgen, Doppeloma.

Ich habe nicht vor die Mitarbeit zu verweigern. Ich kann jedoch nur das tun, wozu ich mich im stande fühle.
Es wäre ja schön, wenn es Menschen geben würde, die ich bitten könnte mich zu begleiten. Aber ich habe niemanden. Den einzigen Kontakt den ich habe, ist, der wöchentliche Termin bei meinem Therapeuten.

Liebe Grüße - Jimmy.
Es wäre sicherlich nicht zuviel verlangt, wenn Du deinen Arzt / Thera. bittest, Dir schriftlich zu geben, daß Du aufgrund deiner Erkrankung nicht alleine dort zu erscheinen in der Lage bist.

Des Weiteren kann eine Untersuchung des ÄD auch im Rahmen eines Hausbesuches in deiner vertrauten Umgebung stattfinden ( eigentlich nur vorgesehen für Behinderte, die das Haus nicht mehr verlassen können ), eher ein unschöner Gedanke, aber würde ja eine Möglichkeit sein - ist jedenfalls durchaus möglich, das ein Amtsarzt zu Dir nach Hause kommt.

Um die Untersuchung kommst Du leider nicht umher. Erscheinst Du unentschuldigt nicht beim ÄD trotz Vorladung gibt's Sanktionen. Das ist rechtlich wie ein Schrieb zum Arbeitsvermittler nach §59 .

Jedoch ist man mit einer AU beim ÄD - so paradox es klingen mag - ausreichend entschuldigt. Die nehmen es einem nur nicht ab, wenn man "gerade immer dann" AU ist.. das dahinter eine soz. Phobie steckt, kann ja niemand erahnen, da Du keine Angaben machen willst ( was du auch nicht musst ) .

Ich denke, du musst dem ÄD schon irgendwie entgegenkommen. Zur Not ruf doch dort - also nicht beim SB - mal an und versuch Ihnen am Telefon zu erklären, was dich hindert. Das Telefonat fällt unter die ärztliche Schweigepflicht.

Du kannst aber in jedem Falle verlangen, das ein Facharzt als Gutachter auftritt. Ein Allgemeinmedizinier, der nun "zufällig" als Amtsarzt fungiert, kann sicher kaum eine Phobie einschätzen. Es muss also ein Neurologe oder Psychiater sein. Sonst wäre das Gutachten für die Tonne.

Sonst wie gesagt : Dann muss dein Thera was - unverfängliches -aufsetzen a la " Er/Sie leidet an einer psych. Störung, die Ihn/Sie daran hindert ..." - das reicht ja für den Anfang. idealerweise würde er/sie sich anbieten dich dorthin zu begleiten oder die Begutachtung bei ihm/ihr in der Praxis durchzuführen. Sowas geht auch.

Kopf hoch.
 

b31runner

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#7
Es gibt Ärzte und Therapeuten, die schreiben dir ein Attest kostenlos, andere wollen 10 Euro oder 5 Euro, je nach dem.....

Durchgehend krank geschrieben sein ist das WICHTIGSTE überhaupt.

Alles andere und letzteres wurde dir bereits geschrieben.

Wenn du noch Fragen hast, dann frage.
 

Doppeloma

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#8
Hallo Jimmy,



Mein Hausarzt hat sich auch schon gewundert, wieso Sie mir so seltsame Schreiben schickt, es bei Ihm in der Praxis aber nicht klingelt.
Das liegt sicher daran, dass SB genau weiß Sie würde von deinem Arzt keine Antworten erhalten!
Das darf dein Arzt nämlich nicht ohne Schweigepflichtentbindung deinerseits und das ist auch gut so.


Wie sieht das aus, wenn doch etwas geht? Wieviele Stunden wären das? Welche Tätigkeiten müsste ich dann ausüben? Möchte in gar keinem Fall mit ständig wechselnden Menschen zu tun haben! Am liebsten nichts wo ich sprechen muss!
Lieber Jimmy, genau das Alles soll ja bei dieser Untersuchung festgestellt und besprochen werden. Dann schreibt der Arzt das in sein Gutachten rein und SB hat sich danach zu richten bei der Vermittlung:icon_daumen:

Es gibt durchaus Möglichkeiten die dir wirklich weiterhelfen könnten und die der Arzt in diesem Gutachten vorschlagen kann.
Der MD kann dich auch zusätzlich zum psychologischen Dienst schicken, denn die Untersuchung wird wahrscheinlich zunächst bei einem Allgemeinmediziner sein (die wissen ja noch nicht welche Gesundheitsprobleme du hast).

So sollte es zumindest laufen!

Meine Angst war auch riesengroß aber ich kann jetzt sagen unnötig. Die Ärztin war sehr nett und gründlich und lt. Gutachten kann ich (aus ihrer Sicht) gar nicht mehr arbeiten.

Einige Möglichkeiten hängen allerdings von den Vorbedingungen ab die du mitbringst (Alter, Ausbildung oder nicht, bisherige Tätigkeiten, Interessen, Kenntnisse insgesamt, Ansprüche an die DRV usw.).

Vielleicht könnte ja wirklich dein Therapeut dabei sein, da habe ich nicht soviel Ahnung, frag ihn doch einfach beim nächsten Termin ob das möglich ist.
Mich hat mein Ehemann begleitet, es tut mir sehr leid, dass du so gar Niemanden hast.

Berichte bitte weiter und wenn du Fragen hast, einfach fragen!!!

Liebe Grüße von Doppeloma
 

jimmy

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#9
Hallo Braeburn1977.

Es wäre sicherlich nicht zuviel verlangt, wenn Du deinen Arzt / Thera. bittest, Dir schriftlich zu geben, daß Du aufgrund deiner Erkrankung nicht alleine dort zu erscheinen in der Lage bist.
Ich werde das beim Nächsten Termin mit meinem Hausarzt besprechen.


Jedoch ist man mit einer AU beim ÄD - so paradox es klingen mag - ausreichend entschuldigt. Die nehmen es einem nur nicht ab, wenn man "gerade immer dann" AU ist.. das dahinter eine soz. Phobie steckt, kann ja niemand erahnen, da Du keine Angaben machen willst ( was du auch nicht musst ) .
Um so unverständlicher finde ich dann die letzte Zeile Ihres Zweiten Anschreiben an mich. Mir ist selbstverständlich klar, daß ich irgendwann zum MD muss. Wieso man das aber unbedingt jetzt sein muss, erschließt sich mir nicht.
Zur Phobie: 2007 und als ich das Erste mal Schwierigkeiten mit einer anderen SB bekam, wurden meine Angaben überprüft. Damals hatte ich denen mitgeteilt, dass ich unter Depressionen und einer Angststörung (soziale Phobie) leide und das wurde via telefonaten mit dem sozial psychiatrischen Dienst abgeklärt. Danach ging meine Akte zu einer Fallmanagerin. Dieser habe ich dann während meines Ersten Besuchs auch erzählt, wo bei mir das Problem liegt und bekam zu hören: "Auf mich wirken Sie ganz normal!". Aha! War wohl keine gute Idee, einer SB so etwas zu erzählen. Um was es also bei mir geht, müsste theoretisch vermerkt sein. Wieso eine Fallmanagerin meinen Fall wieder an einer SB abgegeben hat, erschließt sich mir leider auch nicht!

Du kannst aber in jedem Falle verlangen, das ein Facharzt als Gutachter auftritt. Ein Allgemeinmedizinier, der nun "zufällig" als Amtsarzt fungiert, kann sicher kaum eine Phobie einschätzen. Es muss also ein Neurologe oder Psychiater sein. Sonst wäre das Gutachten für die Tonne.
Mit anderen Worten, sollte der MD mich gesundschreiben wollen (habe hier im Forum schon einige unglaublichen Geschichten gelesen), kann ich das unterzeichnen der Schweigepflichtsentbindung verweigern und einen Psychiater aufsuchen?

Sonst wie gesagt : Dann muss dein Thera was - unverfängliches -aufsetzen a la " Er/Sie leidet an einer psych. Störung, die Ihn/Sie daran hindert ..." - das reicht ja für den Anfang. idealerweise würde er/sie sich anbieten dich dorthin zu begleiten oder die Begutachtung bei ihm/ihr in der Praxis durchzuführen. Sowas geht auch.

Kopf hoch.
Meine Thera hat mir bereits angeboten, mich im Rahmen einer Exposition zur Behörde zu begleiten. Leider fehlt dem Thera jegliches Vorstellungsvermögen was bei der Arge so abläuft. Der Thera glaubt im Ernst, dass die Arge einen in eine gutbezahlte Tätigkeit vermittelt, wenn man nur mit denen redet (war ja schon sehr lange nicht mehr dort). Mich macht das sehr ärgerlich. Als ich Ihm das mit den Schweigepflichtsentbindungen erzählt habe, hat er (meiner Ansicht nach) einfach nicht verstanden, um was es geht. Naja, egal. Wer noch nie mit dem JC zu tun hatte, und auch sonst ein ganz anderes Leben führt, wird nur schwer verstehen, um was es geht.

Hallo Doppeloma.
Der MD kann dich auch zusätzlich zum psychologischen Dienst schicken, denn die Untersuchung wird wahrscheinlich zunächst bei einem Allgemeinmediziner sein (die wissen ja noch nicht welche Gesundheitsprobleme du hast).

So sollte es zumindest laufen!
Jetzt machst du mir Angst. Muss ich also zum MD, dann zu einem Allgemeinen Arzt und dann wieder zum MD?


Einige Möglichkeiten hängen allerdings von den Vorbedingungen ab die du mitbringst (Alter, Ausbildung oder nicht, bisherige Tätigkeiten, Interessen, Kenntnisse insgesamt, Ansprüche an die DRV usw.).
Was bedeutet DRV?

Berichte bitte weiter und wenn du Fragen hast, einfach fragen!!!
Wird gemacht!



Ich werde mir in den nächsten 48 Stunden eine Vorformulierung für ein Anschreiben an das JC überlegen. In meinem Anschreiben möchte ich gerne noch mal bezug nehmen auf mein letztes Schreiben an die Arge und wieso ich auch diesmal niemanden vorschnell von irgendwelchen Schweigepflichten entbinden möchte + "aushandeln", daß ich im Neuen Jahr erst einmal meinen Hausarzt aufsuchen und Rücksprache halten werde und mich dann erneut beim JC wegen einem MD-Termin melden werde. Ich werde das Schreiben dann einstellen und hoffe das Ihr mir korrigierend unter die Arme greifen könnt!
Möchte den Schriftverkehr, wenn möglich, so FormFehlerfrei wie möglich gestalten.


Freundliche Grüße aus dem eisigen Berlin!

Jimmy.
 

b31runner

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#10
DRV = Deutsche Rentenversicherung.

Mach langsam....lass dir von deiner Tehra helfen. Sie wird bald verstehen was wirklich läuft.

ALLES ERDENKLICH GUTE für dich.
 

penelope

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#11
Hallo jimmy

1)was für ein Therapeut ist das genau, Verhaltenstherapie?

2)und warum warst du lange nicht mehr bei ihn, bzw

was für ein Gefühl hast du zu deinen Therapeuten/in:confused:
 

jimmy

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#12
Hallo jimmy

1)was für ein Therapeut ist das genau, Verhaltenstherapie?

2)und warum warst du lange nicht mehr bei ihn, bzw

was für ein Gefühl hast du zu deinen Therapeuten/in:confused:
Hallo penelope.

1.) Ja, Verhaltenstherapie.
2.) lange nicht mehr bei Ihr? Meine Termine sind Wöchentlich. Gefühl sind bei mir gemischt.
 

penelope

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#13
Hallo penelope.

1.) Ja, Verhaltenstherapie.
2.) lange nicht mehr bei Ihr? Meine Termine sind Wöchentlich. Gefühl sind bei mir gemischt.
Danke für deine ehrliche Antwort jimmy!

wenn deine Gefühle gemischt sind, bringt die Verhaltenstherapie absolut rein garnichts:icon_cry:

mein Tip an dich wäre ein Attest ausstellen lassen, von HA und Therapeut, zumindest weist du schon von Gefühl her, wie es um dir steht:icon_smile:

PS: ich kann fühlen wie es dir geht, hoffentlich kann ich dir helfen?
eine sozialen Phobie kann man so nicht erkennen, aber ich habe Gott sei Dank erstmal Ruhe, dank vielen Usern hier, und ich möchte es immer wieder betonen, Vagabund hat den Weg frei gemacht!
 

Doppeloma

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#14
Hallo Jimmy,

Mit anderen Worten, sollte der MD mich gesundschreiben wollen (habe hier im Forum schon einige unglaublichen Geschichten gelesen), kann ich das unterzeichnen der Schweigepflichtsentbindung verweigern und einen Psychiater aufsuchen?
Der Medizinische Dienst (MD) der ARGE/Agentur für Arbeit schreibt dich weder gesund noch krank, der beauftragt einen Arzt deine "Verwendbarkeit" für den allgemeinen Arbeitsmarkt und/oder erlernten Beruf festzustellen. Dieser Arzt sollte dabei natürlich deine gesundheitlichen Einschränkungen beachten (sonst bräuchte man da ja wirklich nicht hingehen).

Das machen verschiedene Ärzte (vorwiegend mit Zusatzausbildung als Sozial- und Arbeitsmediziner), verschiedener Fachrichtungen, die entweder beim Amt angestellt sind oder vom MD beauftragt werden diese Untersuchung zu machen und das Gutachten anzufertigen.

Da die ARGE (bzw. in Vertretung deine SB) den Auftrag für diese Untersuchung erteilt hat sie auch Anspruch das Ergebnis der Untersuchung zu erfahren (dazu ist dein Einverständnis nicht erforderlich).

Allerdings dürfen hier keine Diagnosen weitergegeben werden sondern nur Angaben zu deiner Einsatzfähigkeit, das ist Teil B des Gutachtens (also z.B.: für den erlernten Beruf (?) unter 3 Stunden (also nicht mehr einsatzfähig), für den allgemeinen Arbeitsmarkt (z.B.!) 3 bis unter 6 Stunden unter Beachtung folgender Einschränkungen: nicht lange stehen, nicht schwer heben, tragen (bis "x" kg), kein Zeitdruck usw., usw.).

Bitte beachten, das ist nur ein Beispiel wie die Information an deine SB vom Inhalt her aussehen könnte!!!

Du kannst dieses Gutachten (Teil A und Teil B!) übrigens dann direkt beim MD als Kopie anfordern.

Die unglaublichen Geschichten (die du oben ansprichst) gibt es auch, aber die beziehen sich auf den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)!!!

Darum geht es aber bei dir aktuell gar nicht:icon_evil:



Jetzt machst du mir Angst. Muss ich also zum MD, dann zu einem Allgemeinen Arzt und dann wieder zum MD?
Das war ganz bestimmt nicht meine Absicht:icon_eek:

Nein, du gehst zunächst mal zu einem einzigen Arzt und der (oder die Ärztin) kann dann empfehlen, dass dich noch ein anderer (Fach-)arzt untersuchen sollte.

Einen Psychiater aufzusuchen ist bei deinem Krankheitsbild auf jeden Fall eine gute Idee, der kann dich übrigens auch AU schreiben (meiner macht das schon über 2 Jahre und selbst der MDK traut sich da nicht ran!!!).

Bist du denn jetzt aktuell AU geschrieben bis zu deinem nächsten Arzttermin im Januar ?

Wenn nicht, wäre ich sehr vorsichtig mit einem Anschreiben an das JC und habe überhaupt starke Zweifel an deren "Verhandlungsbereitschaft".
Ist dein Arzt für eine AU greifbar wenn du statt Aufschub vorher einen neuen Termin zum MD-Arzt bekommst?

Entscheiden mußt du das natürlich selber und wenn du was formuliertes einscannst schaun wir hier natürlich gerne mal drüber.

Ich persönlich halte das mit dem Schreiben ans JC für keine gute Idee (ist dort wahrscheinlich nur ein Stück Papier für die Akte) und warum du keine Schweigepflichtentbindungen unterschreiben willst geht die 1. nichts an (weil freiwillig!!!) und wird die 2. auch nicht wirklich interessieren.

Nicht böse sein aber das ist nun mal meine Meinung dazu.


Bis demnächst LG von Doppeloma

(die übrigens in Berlin geboren ist!)
 

jimmy

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#15
Hallo Doppeloma.
Hallo Jimmy,



Der Medizinische Dienst (MD) der ARGE/Agentur für Arbeit schreibt dich weder gesund noch krank, der beauftragt einen Arzt deine "Verwendbarkeit" für den allgemeinen Arbeitsmarkt und/oder erlernten Beruf festzustellen. Dieser Arzt sollte dabei natürlich deine gesundheitlichen Einschränkungen beachten (sonst bräuchte man da ja wirklich nicht hingehen).
Klingt mal wieder nach Behörden Unsinn, und erklärt, wieso Sie unterzeichnete Papiere wollen. So fahr ich hin, fahre wieder zurück, und habe trotzdem nichts erreicht.:icon_daumen:




Allerdings dürfen hier keine Diagnosen weitergegeben werden sondern nur Angaben zu deiner Einsatzfähigkeit, das ist Teil B des Gutachtens (also z.B.: für den erlernten Beruf (?) unter 3 Stunden (also nicht mehr einsatzfähig), für den allgemeinen Arbeitsmarkt (z.B.!) 3 bis unter 6 Stunden unter Beachtung folgender Einschränkungen: nicht lange stehen, nicht schwer heben, tragen (bis "x" kg), kein Zeitdruck usw., usw.).

Bitte beachten, das ist nur ein Beispiel wie die Information an deine SB vom Inhalt her aussehen könnte!!!

Du kannst dieses Gutachten (Teil A und Teil B!) übrigens dann direkt beim MD als Kopie anfordern.
In einem anderen Thread 1 Beitrag in diesem Threadsteht, daß man, wenn man die Schweigepföichtsentbindungen nicht schon unterzeichnet hat, diese dann nach dem man in das Ergebnis des MD eingesehen hat, unterzeichnet oder eben nicht. Wozu überhaupt meine Unterschrift, wenn der MD das Ergebnis der SB so oder so mitteilen darf? Ich meine, wo genau ist der Haken?



Nein, du gehst zunächst mal zu einem einzigen Arzt und der (oder die Ärztin) kann dann empfehlen, dass dich noch ein anderer (Fach-)arzt untersuchen sollte.

Einen Psychiater aufzusuchen ist bei deinem Krankheitsbild auf jeden Fall eine gute Idee, der kann dich übrigens auch AU schreiben (meiner macht das schon über 2 Jahre und selbst der MDK traut sich da nicht ran!!!).
Prima! Mein Thera hat mir kürzlich angeraten, einen Psychiater aufzusuchen, um mit diesem evtl. über eine unterstützende Medikation zu sprechen. Da ich seit Jahren die öffentlichen Verkehrsmittel nicht, oder nur extrem selten benutzt habe, besitze ich kein Fahrticket. Nun die Frage: Dieses hin zum MD, danach zu einem anderen Arzt und dann wieder zum MD kostet Geld. Kann ich das in voller Höhe erstattet bekommen?

Bist du denn jetzt aktuell AU geschrieben bis zu deinem nächsten Arzttermin im Januar ?

Wenn nicht, wäre ich sehr vorsichtig mit einem Anschreiben an das JC und habe überhaupt starke Zweifel an deren "Verhandlungsbereitschaft".
Ist dein Arzt für eine AU greifbar wenn du statt Aufschub vorher einen neuen Termin zum MD-Arzt bekommst?

Entscheiden mußt du das natürlich selber und wenn du was formuliertes einscannst schaun wir hier natürlich gerne mal drüber.
Ja, aktuell bin ich krankgeschrieben.
Und ja, mein Arzt ist ab Januar wieder greifbar. Aber wenn ich Ihr wieder eine AU zusende und nicht zum MD erscheine, könnte ich mir vorstellen, daß Sie sich im Kreis dreht. Habe ja noch nicht mal meine Alg2-Weiterbewilligung erhalten, welche ich am gleichen Tag eingereicht habe (Nacht zum 4.Dez. 09) wie meine AU. Und da Sie in Ihrem letzten Schreiben schreibt (Siehe oben), Dass Sie meine Rückmeldung zum 22.12.09 erwartet, könnte ich mir gut vorstellen, daß Sie noch Überraschungen für mich hat.

Ich persönlich halte das mit dem Schreiben ans JC für keine gute Idee (ist dort wahrscheinlich nur ein Stück Papier für die Akte) und warum du keine Schweigepflichtentbindungen unterschreiben willst geht die 1. nichts an (weil freiwillig!!!) und wird die 2. auch nicht wirklich interessieren.
Das ich ein nichtunterzeichnen nicht begründen muss, weiß ich. Aber soll ich Ihr die Papiere ohne jegliches Zusatzblatt ("Begründung") einfach so zurücksenden?
Eigentlich wollte ich da ja auch nicht wirklich etwas begründen, sondern nur mitteilen, dass ich wie bereits in der Vergangenheit auch diesmal keine Schweigepflichtsentbindungen leisten werde.
Auf einem separaten Blatt wollte ich Ihr dann mitteilen, dass ich erst dann und dann wieder einen Termin bei meinem Hausarzt habe und somit ein MD Termin erst nach diesem Wahrnehmbar wäre (benötige ja meine Unterlagen). Schießt Sie quer, AU und ärztliche Stellungnahme zu meiner Situation und Feierabend.

Eine sehr wichtige Frage habe ich noch: Die von mir verlangten Unterlagen sollen zum 22.12.09 "im Amt" sein. Reicht es, wenn ich das via Einwurfeinschreiben mit Poststempel vom 22.12. einsende?

Danke für deine/Eure Rückmeldung.

Viele Grüße - jimmy!
 

jimmy

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#16
Formulierung

Nun die von mir erwähnte Formulierung.
Achtung! Ich könnt und dürft den Text gerne kürzen, abändern, streichen, Grammatikalisch aufpolieren etc. Wichtig ist mir, dass das JC keinen inkompetenten Eindruck aufgrund eines mit Formfehler behafteten schreibens erhält!
Für Eure Mühe bedanke ich mich schon mal an dieser Stelle!



Sehr geehrte Frau X,


bezugnehmend auf mein letztes Schreiben, teile ich Ihnen Heute erneut mit, daß ich die mir von Ihnen zugesanten Schweigepflichtsentbindungen nicht unterzeichnen werde - da freiwillig.
Meinen nächsten Arzttermin habe ich am xx. An diesem Tag werde ich mit meinem Arzt das weitere Vorgehen besprechen. Ich leide schon mein ganzes Leben an Depressionen und einer Angsterkrankung (soziale Phobie), welche es mir nicht einfach macht, am Leben bei Tageslicht teilzunehmen, öffentliche Verkehrmittel zu verwenden od. z.b. Amtstermine wahrzunehmen. Ich befinde mich seit 2008 in Therapie und kürzlich wurde mir von meinem behandelnden Thera. Um meine Depressionen in den Griff zu bekommen, wurde mir erst kürzlich von meinem Thera dazu geraten, mich um einen Platz bei einem Psychiater zu bemühen. Leider sind die Termine sehr knapp und der Patientenandrang sehr hoch, so dass dies noch etwas dauern könnte.

Für den Fall das Sie mir einen Termin zur Vorsprache beim medizinischen Dienst der Agentur für Arbeit zukommenlassen wollen, möchte ich Sie bitten, den Begutachtungstermin nicht vor dem oben genannten Termin anzusetzen. Für Ihre Mühen bedanke ich mich im Voraus.


Mit freundlichen Grüßen,
XYZ.
 

Muzel

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#17
Das Arbeitsamt darf niemanden zum Stellen eines Rentenantrages auffordern. Es darf nur zum Reha-Antrag auffordern.
 

b31runner

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#18
Hallo Muzel,

deine Antwort ist mir verdammt wichtig:

Die dürfen zur Reha auffordern, schreibst du.

Können die einen zwingen zur Reha?

Zwingen in Form von:

"Wenn sie nicht gehen und sich arbeitsfähig machen lassen, dann bekommen sie eine Leistungskürzung."

Danke

Brunner
 

Doppeloma

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#19
Hallo b31runner,

bin zwar nicht "Muzel" kann dir deine Frage aber trotzdem beantworten.

Ja, die Agentur (und vermutlich auch die ARGE) kann dich bei entsprechender Konstellation (MD empfiehlt auf Grund des Gesundheitszustandes z.B. Reha-Maßnahme med. und/oder beruflich oder "Teilhabe am Arbeitsleben") zur Stellung des entsprechenden Antrages "auffordern", unter Androhung der Kürzung oder des kompletten Entzuges der Leistungen!!!

Da ich bereits eine med. Reha im letzten Jahr (ziemlich erfolglos) hinter mich gebracht hatte und eine berufliche Reha auf Grund der Feststellung (MD) "gar nicht mehr arbeitsfähig" wohl eher sinnfrei wäre, wurde ich aufgefordert binnen 4 Wochen einen Reha- bzw. Rentenantrag (Erwerbsminderungsrente) zu stellen und dies nachzuweisen.

Nach Ablauf dieser Frist hätte ich (ohne Rentenantrag) kein ALG mehr bekommen, da ich ja dem Arbeitsmarkt wegen Krankheit nicht zur Verfügung stehe!

Habe den Antrag fristgerecht gestellt und die Antragstellung nachgewiesen deshalb stehe ich aktuell sozusagen unter dem Schutz des § 125 :icon_daumen:

Keine Ahnung was mich erwartet falls mein Antrag abgelehnt wird.

LG von Doppeloma
 

Doppeloma

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#20
Hallo Jimmy,


Wozu überhaupt meine Unterschrift, wenn der MD das Ergebnis der SB so oder so mitteilen darf? Ich meine, wo genau ist der Haken?
Das sind zwei "verschiedene Schuhe"!

Die Schweigepflichtentbindungen die du erhalten hast (und der Gesundheitsfragebogen) sind zur Vorbereitung des untersuchenden Arztes vom MD gedacht.

Damit sollst du ja deine behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, damit sich dieser Arzt Informationen zu deinem Gesundheitszustand holen kann bevor er dich untersucht.
Dem gleichen Zweck dient dieser Gesundheitsfragebogen, darin kannst du eigene Angaben dazu machen (mußt du aber nicht) und der Arzt vom MD kann sich so schon ein Bild von deinen Problemen machen.

Diese Schweigepflichtentbindungen haben also nichts mit der Weiterleitung des Untersuchungsergebnisses an deine SB zu tun!

Darauf hast du keinen Einfluß denn dein SB ist Auftraggeber dieser Untersuchung und bekommt das Ergebnis auf jeden Fall (in der Form wie ich dir das letztens schon beschrieben habe)!

Ich habe das so geregelt.
Habe den Fragebogen ausgefüllt und nur die Ärzte von der Schweigepflicht entbunden, denen ich voll vertraue und die auch tatsächlich über meine gesundheitlichen Probleme gut Bescheid wissen (mein Hausarzt und mein Psychiater), mehr nicht!
Von z.B. HNO (hab Tinnitus) und Kardiologen habe ich die letzten aktuellen Befunde erst direkt zum Untersuchungstermin mitgenommen ("ich sammel sowas seit Jahren").

Dann habe ich die Unterlagen (für den MD) fein in einen Extra-Umschlag gesteckt und diesen Umschlag fest zugeklebt. Darauf habe ich geschrieben "Nur durch den Med. Dienst der Agentur für Arbeit zu öffnen!".

Ich sollte das nämlich alles bei der Antrags-Abgabe in der Leistungsabteilung mitbringen, war allerdings auch der Meinung, dass die SBs dort ihre Nase nicht in meine Gesundheitsdaten zu stecken haben!

Sie haben zwar ein wenig rumgezickt, von wegen sie müßten doch schauen ob alles vollständig sei und "ich wolle ja schließlich was von ihnen".
Als ich stur blieb und nochmals darauf hinwies, dass ich es nicht gestatte diesen Umschlag zu öffnen, weil der Inhalt nicht Leistungsrelevant ist und das Ausfüllen dieser Unterlagen ohnehin freiwillig sei war plötzlich Ruhe.

Ich hatte später den angenehmen Eindruck, dass sich die Ärztin tatsächlich gut auf meine Untersuchung vorbereitet hatte und ich mußte nicht erst meine ganze Lebensgeschichte erzählen (meine Ärzte wurden übrigens gar nicht angeschrieben!)



Dieses hin zum MD, danach zu einem anderen Arzt und dann wieder zum MD kostet Geld. Kann ich das in voller Höhe erstattet bekommen?
Irgendwie gibt es hier immer noch ein Mißverständnis.
Der MD ist eine Abteilung der Agentur für Arbeit, da mußt du zunächst mal gar nicht hin (es sei denn der Arzt für den du den Termin bekommst ist auch da direkt).
Der MD bekommt deine Unterlagen (oder auch nicht wenn du das nicht möchtest) und die Anforderung deiner SB für einen Gutachtertermin. Die schauen dann an Hand deiner Unterlagen (oder müssen raten) zu welchem Arzt sie dich am besten schicken.

Dann bekommst du per Post einen Termin und die Anschrift des Arztes mitgeteilt (da steht dann meist auch nochmal drin, dass man aktuelle Befunde mitbringen sollte).
Manchmal kommt der genaue Termin auch direkt von dem Arzt, ich weiß nicht genau wie das bei dir gehandhabt wird.

Die Fahrtkosten müssen auf Antrag erstattet werden, also den/die Fahrschein(e) aufheben (manchmal ist bei der Einladung zur Untersuchung schon ein Fahrkostenantrag dabei, den der Arzt dann abstempelt).



Ja, aktuell bin ich krankgeschrieben.
Wenn du aktuell bis zum Januar (deinem nächsten Arzttermin) nachweislich krankgeschrieben bist mußt du weder zu deiner SB noch zu einem Gutachtertermin:icon_evil: (zumal du doch aktuell noch gar keinen neuen Termin hast, oder?)


Habe ja noch nicht mal meine Alg2-Weiterbewilligung erhalten
Wie lange erhältst du aktuell noch ALG 2 ? Gibt es da eine zuständige Abteilung wo du nachfragen kannst wegen der Weiterbewilligung?

Solange du die Termine (mit Krankheit ) entschuldigt versäumt hast kann dir die Weiterzahlung (meiner Meinung nach) nicht versagt werden.
Darum drängt deine SB wahrscheinlich so auf die Untersuchung, allerdings legt nicht sie den Termin fest sondern der MD und/oder der beauftragte Arzt.
Ich glaube selbst die wollen jetzt nur noch ein paar freie Feiertage haben, da kann sie sich im Kreis drehen soviel sie will.


Aber soll ich Ihr die Papiere ohne jegliches Zusatzblatt ("Begründung") einfach so zurücksenden?
Was soll sie mit den leeren Formularen, die brauchst du gar nicht zurücksenden und auch keinen Kommentar dazu warum nicht ausgefüllt.

Es sei denn du machst es so wie oben beschrieben.
Noch besser wäre es wenn du die Adresse deines zuständigen MD herausfinden kannst und schickst das was du denen zukommen lassen willst direkt dorthin.

Schick mir eventuell eine PN, dann helfe ich dir gerne beim Suchen!!!


Eine sehr wichtige Frage habe ich noch: Die von mir verlangten Unterlagen sollen zum 22.12.09 "im Amt" sein. Reicht es, wenn ich das via Einwurfeinschreiben mit Poststempel vom 22.12. einsende?
Regulär reicht das nicht wenn was am 22.12. "im Amt" sein soll, dann will SB das am 22.12. auf ihrem Tisch haben. "Einwurfeinschreiben" hat keinerlei Beweiskraft, wenn schon dann "Übergabe Einschreiben", das kannst du im Internet überprüfen.

Aber wenn deine SB damit ausschließlich die o.g. Unterlagen (Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindungen) meint gibt es doch nichts was du pünktlich abschicken müßtest, oder?

Den Termin beim MD kann sie, wie schon beschrieben, auch ohne diese Unterlagen anfordern und du hast immer noch die Möglichkeit "Variante 2" zu nutzen um den MD-Arzt auf deine Untersuchung vorzubereiten.

Dein nächstes Post ist (leicht abgewandelt) eine gute Idee als Zusatzinformation an den Med. Dienst.
Da melde ich mich später noch mal!

Jetzt brauch ich erst mal eine Pause:icon_pause:

Liebe Grüße von Doppeloma
 

jimmy

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#21
Noch mal kurz die wichtigen Teile Ihrer 2 letzten Schreiben an mich:
1.Einladung

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

bitte kommen Sie am XX.XX.XXXX um XX:XX in das JobCenter XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Ich möchte mit Ihnen aufgrund einer mir inzwischen vorliegenden Stellungnahme des Arztes der Agentur für Arbeit ein abschließendes Gespräch über Ihre gesundheitliche Leistungsfähigkeit führen.

Eine persönliche Vorsprache, zur Klärung des ärztlichen Gutachten, ist dringend erforderlich.
----------------------------------------------------------------------------------------------

Ärztlicher Dienst - Gesundheitsfragebogen

Sehr geehrter Herr xxx

leider haben Sie den Termin beim Ärztlichen Dienst am XX.XX.XXXX aufgrund der Arbeitsunfähigkeit (laut Bescheinigung) nicht wahrgenommen. Auch zum heutigen Termin sind Sie leider nicht erschienen.
:icon_rolleyes::icon_rolleyes:
___________________________________________________



Hallo Doppeloma.
Hallo Jimmy,
Irgendwie gibt es hier immer noch ein Mißverständnis.
Der MD ist eine Abteilung der Agentur für Arbeit, da mußt du zunächst mal gar nicht hin (es sei denn der Arzt für den du den Termin bekommst ist auch da direkt).
Der MD bekommt deine Unterlagen (oder auch nicht wenn du das nicht möchtest) und die Anforderung deiner SB für einen Gutachtertermin. Die schauen dann an Hand deiner Unterlagen (oder müssen raten) zu welchem Arzt sie dich am besten schicken.

Dann bekommst du per Post einen Termin und die Anschrift des Arztes mitgeteilt (da steht dann meist auch nochmal drin, dass man aktuelle Befunde mitbringen sollte).
Manchmal kommt der genaue Termin auch direkt von dem Arzt, ich weiß nicht genau wie das bei dir gehandhabt wird.
Seltsam. Als mir die SB den letzten Termin zugesendet hat, sollte ich direkt nach Berlin - Charlottenburg. Die Verfahrensweise muss sich wohl von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Kann mir sonst nicht erklären, wieso man mich ohne Entbindungen und nichts, zu einer Untersuchung einlädt und sonst keine Angaben von mir hat.

Zur Rückgabefrist: In Ihrem letzten Schreiben heisst es:
Es ist dringend erforderlich (trotz Arbeitsunfähigkeit) zur Feststellung Ihrer Leistungsfähigkeit den Termin beim Ärztlichen Dienst wahrzunehmen.
Und sendete mir Schweigepflichtsentbindungen zu. Hat Sie vielleicht die Übersicht verloren? Wenn ich diese beim ersten mal nicht ausfülle, dann auch nicht beim 2ten mal.
Die Fahrtkosten müssen auf Antrag erstattet werden, also den/die Fahrschein(e) aufheben (manchmal ist bei der Einladung zur Untersuchung schon ein Fahrkostenantrag dabei, den der Arzt dann abstempelt).
Prima! Dürfte nämlich wie gesagt, ein kreuz und quer durch die Stadt werden.
Bei an geschätz Drei verschiedenen Tagen hin & Rückfahrt(en) macht das nach den aktuellen Beförderungsvedingungen der BVG 12,60 ,- €.





Wenn du aktuell bis zum Januar (deinem nächsten Arzttermin) nachweislich krankgeschrieben bist mußt du weder zu deiner SB noch zu einem Gutachtertermin:icon_evil: (zumal du doch aktuell noch gar keinen neuen Termin hast, oder?)
Aktuell habe ich noch keinen MD-Termin erhalten. Wurde aber wie oben zitiert, darauf hingewiesen das ich trotz AU zum MD soll. :confused:




Wie lange erhältst du aktuell noch ALG 2 ? Gibt es da eine zuständige Abteilung wo du nachfragen kannst wegen der Weiterbewilligung?
Bis zum 31.12.2009. Theoretisch müsste ich wohl in das Kundencenter, und dort würde man mich (wahrscheinlich) zur SB oder in die Leistungsabteilung schicken. Ich bin mir aber sicher, daß wenn ich im Amt sitze, und die SB auch nur einen Anruf erhält (Nachfragen etc.) und spitzbekommt, dass ich im Haus bin, Sie mich sicher erst in Ihr Zimmer schicken lassen würde. Keine Gute Idee. Bin Momentan auf 180 -und das ist nicht gut!

du die Termine (mit Krankheit ) entschuldigt versäumt hast kann dir die Weiterzahlung (meiner Meinung nach) nicht versagt werden.
Darum drängt deine SB wahrscheinlich so auf die Untersuchung, allerdings legt nicht sie den Termin fest sondern der MD und/oder der beauftragte Arzt.
Ich glaube selbst die wollen jetzt nur noch ein paar freie Feiertage haben, da kann sie sich im Kreis drehen soviel sie will.
Habe bisher noch nicht ohne AU einen Termin platzen lassen.

Seltsam ist nur, dass Sie in Scheiben 1 (Siehe Eingangsposting) sich über das Ergebnis unterhalten wollte und in Schreiben Zwei, plötzlich erkannt zu haben scheint, daß es gar kein Ergebnis gibt.






Es sei denn du machst es so wie oben beschrieben.
Noch besser wäre es wenn du die Adresse deines zuständigen MD herausfinden kannst und schickst das was du denen zukommen lassen willst direkt dorthin.
Ich habe noch die Erste Einladung des MD. Dort steht die Adresse zum Glück drauf. Werde das aber wie im vorherigen Posting erwähnt, so machen, dass ich meinen Arzt beim nächsten Termin um Aushändigung der für den MD relevanten Unterlagen bitten werde und diese direkt mitnehme. Notfalls auch ein Attest od. ähnl.







Aber wenn deine SB damit ausschließlich die o.g. Unterlagen (Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindungen) meint gibt es doch nichts was du pünktlich abschicken müßtest, oder?
Eigentlich nicht.

Den Termin beim MD kann sie, wie schon beschrieben, auch ohne diese Unterlagen anfordern und du hast immer noch die Möglichkeit "Variante 2" zu nutzen um den MD-Arzt auf deine Untersuchung vorzubereiten.
Mir fällt da gerade noch das mit den "Informationen zum Widerspruchsrecht (gemäß §96 Abs. 1 Nr. 1 und 2 i.V.M. §76 SGB X) ein.
Unter dieser Zeile steht:
Ihre persönlichen Dten werden im erforderlichen Umfang auch zur Erfüllung anderer Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit und der Agenturen für Arbeit nach dem Sozialgesetzbuch genutzt. An Stellen außerhalb Bundesargentur für Arbeit (z.b. Krankenkassen, Rentenversicherungsträger oder andere Behörden (welche anderen Behörden?) werden Ihre Daten nur in dem Umfang weitergeleitet, der durch das Sozialgesetzbuch zugelassen ist.

Arztliche Gutachten sind von der Übersendung ausgeschlossen, wenn Sie der Übermittlung ausdrücklich widersprochen haben.

Kann ich nach der Untersuchung beim MD irgendwo einen Haken setzen, dass ich keine Guteachten-Übermittlung an Behörden und Co. Wünsche? Ich habe wenig Interesse daran, beim MD aufgrund meiner eh verquerten Denk -und handelsweisen das zu versäumen.


Danke für deine Mühe, Doppeloma!

Liebe Grüße - jimmy!
 

Doppeloma

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#23
AW: Formulierung

Hallo Jimmy,

da bin ich nochmal und sehe du bist auch wieder hier.
Mir fällt ein, dass du bereits über einen Gutachten-Termin geschrieben hast, da steht doch die Adresse vom "Medizinischen Dienst" drauf.

An die SB würde ich (wenn überhaupt) als Antwort auf die Anforderung der Unterlagen bis zum 22.12.2008 nur folgende kurze Information schicken:


Sehr geehrte Frau X,


bezugnehmend auf Ihr letztes Schreiben (Datum), teile ich Ihnen mit, daß ich die notwendigen Informationen direkt an den MD der Agentur für Arbeit (Adresse) geschickt habe.

Gleichzeitig habe ich dort darum gebeten einen erneuten Untersuchungstermin erst ab dem ..... festzulegen, damit es mir möglich ist mit meinem behandelnden Arzt am ..... noch Rücksprache zu halten und zum Untersuchungstermin aktuelle Befunde vorzulegen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit freundlichem Gruß

XXX





Hast du eine Möglichkeit was per Fax zu schicken? Wäre ne kostengünstige Möglichkeit.
Geht manchmal auch von der Post aus.


Was du sonst noch geschrieben hast geht die SB einfach nichts an, dann kannst du ihr ja auch den Fragebogen überreichen. Du kennst sie noch nicht mal persönlich schreibst du , da hätte ich kein Vertrauen ihr solche Informationen schriftlich zu geben:icon_evil:

Den obigen Vorschlag solltest du natürlich nur verwenden wenn du wirklich irgendetwas an den MD direkt schickst (da wird sie wohl nachfragen ob die was bekommen haben von dir), aber es bleibt komplett dir überlassen was genau.

Damals war ich noch nicht so schlau, sonst hätte ich die Unterlagen auch direkt zum MD geschickt!

Du kannst dir ja mein Vorgehen aus Post 20 nochmal durch den Kopf gehen lassen und dein geplantes Schreiben (also deine Urfassung) leicht abgewandelt dazutun (siehe weiter unten).

Oder einfach nur deinen Brief hinschicken und ihnen damit erklären wie es dir gesundheitlich geht.

In diesem Fall sollte man auch gar nicht so sehr an Ausdruck und Inhalt "feilen", weil vernünftige Ärzte so besser erkennen, dass es jemandem wirklich schlecht geht.



Zum Beispiel könnte der Brief an den MD so aussehen:



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit übersende ich Ihnen den Gesundheitsfragebogen (natürlich nur wenn du den tatsächlich mitschickst) und möchte Ihnen gern kurz erklären warum es mir so schwer fällt den geplanten Untersuchungstermin wahrzunehmen.

Ich leide schon mein ganzes Leben an Depressionen und einer Angsterkrankung (soziale Phobie), welche es mir nicht einfach macht, am Leben bei Tageslicht teilzunehmen, öffentliche Verkehrmittel zu verwenden od. z.b. Amtstermine wahrzunehmen.

Ich befinde mich seit 2008 in Therapie und kürzlich wurde mir von
meinem Thera dazu geraten, mich um einen Platz bei einem Psychiater zu bemühen, um meine Depressionen in den Griff zu kriegen.
Leider sind die Termine sehr knapp und der Patientenandrang sehr hoch, so dass dies noch etwas dauern könnte.

Meinen nächsten Arzttermin habe ich am xx. An diesem Tag werde ich mit meinem Arzt das weitere Vorgehen besprechen und kann ihn bei der Gelegenheit auch um einen aktuellen Bericht bitten.

Wenn Sie mir einen Termin zur Untersuchung beim medizinischen Dienst der Agentur für Arbeit zukommen lassen, möchte ich Sie bitten, den Begutachtungstermin nicht vor dem oben genannten Termin anzusetzen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Mit freundlichen Grüßen

Jimmy





Wie gesagt Jimmy, das sind alles nur Vorschläge. Die Entscheidung was du tust kann dir hier niemand abnehmen.
Diesen Brief (an den MD geschickt /per Übergabe- Einschreiben!) bekäme deine SB jedenfalls niemals zu sehen, denn in der Hinsicht hat der MD sehrwohl die Schweigepflicht einzuhalten!!!

Was du direkt deiner SB schickst landet sofort in deiner (PC)-Akte und jeder der darauf Zugriff hat (und das sind ne Menge Leute!) kann das lesen!!!

Pass auf dich auf:icon_daumen:

Bis demnächst liebe Grüße von Doppeloma
 

Doppeloma

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#24
Hallo Jimmy,


Die Verfahrensweise muss sich wohl von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.
Das kann natürlich sein, ich kann nur davon ausgehen wie das bei mir und bei meinem Partner gelaufen ist (irgendwie ein wenig organisierter?).


Hat Sie vielleicht die Übersicht verloren?
Sieht so aus, aber sowas passiert auch bei uns öfter mal (vielleicht zu dicht an Berlin dran???)


Aktuell habe ich noch keinen MD-Termin erhalten. Wurde aber wie oben zitiert, darauf hingewiesen das ich trotz AU zum MD soll. :confused:
Ja, letztendlich muß man schon hin, aber AU ist AU (ich bin halt trotzdem hin und habe nun erst mal Ruhe), darum wird ja mit Leistungsentzug gedroht.


Kannst du nicht telefonisch nachfragen wegen deiner Weiterbewilligung?


Seltsam ist nur, dass Sie in Scheiben 1 (Siehe Eingangsposting) sich über das Ergebnis unterhalten wollte und in Schreiben Zwei, plötzlich erkannt zu haben scheint, daß es gar kein Ergebnis gibt.
Wohl doch die Übersicht verloren:icon_daumen:


Eigentlich nicht.
Na siehste, dann gibt es auch keine Post für deine SB (Vergiß Brief 1 aus Post 23 !!! und den anderen natürlich auch!)



Kann ich nach der Untersuchung beim MD irgendwo einen Haken setzen, dass ich keine Guteachten-Übermittlung an Behörden und Co. Wünsche? Ich habe wenig Interesse daran, beim MD aufgrund meiner eh verquerten Denk -und handelsweisen das zu versäumen.
Du kannst höchstens einen eigenen "Dreizeiler" mitnehmen, dass du der Übermittlung des Gutachtens vom ....., durch Dr. X an sämtliche andere Institutionen widersprichst (dazu gehört z.B. auch das Versorgungsamt usw.). Datum , deine Unterschrift, abgeben, fertig!
Am besten dort Kopie stempeln lassen und zu Hause gut aufheben.

Dein SB bekommt aber trotzdem Teil B!


Bis bald liebe Grüße von Doppeloma
 

jimmy

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#25
Hallo Doppeloma,

habe zwischendurch ein wenig geschlafen, da ich (mal wieder) starke Kopfschmerzen hatte.

Vielen lieben Dank für deine umfangreichen Antworten! Werde das ganze nun noch sacken lassen und mir überlegen ob ich dem MD etwas zusende, oder ob ich einfach auf einen erneuten termin warte. Anrufen ist ganz schlecht!

Werde mich noch ein bisschen gedulden und hoffen, dass der Bescheid eingeht.

Ich halte euch auf dem laufenden!


Liebe Grüße - jimmy!
 

jimmy

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#26
AW: Formulierung

Was du direkt deiner SB schickst landet sofort in deiner (PC)-Akte und jeder der darauf Zugriff hat (und das sind ne Menge Leute!) kann das lesen!!!
Wusste ich´s doch! Mein Thera hat das aber nicht verstanden. Der glaubt ernsthaft, dass man denen etwas sagen kann und dann weiter kommt. Er glaubt aber auch, dass die Arge einem 10€/std-Jobs vermittelt. Aber das nur nebenbei.

Noch mal vielen lieben Dank für deine Ausdauer!


Liebe Grüße und ein paar angenehme Tage!


jimmy
 

b31runner

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#27
Danke schön, Doppeloma,

da heißt es immer, dass man stets über sich selbst, bzw. über seinen Körper selbst bestimmen kann, aber dann kommt doch die Erpressung des Staates, dass man in eine Reha muss, obwohl man weiß (in meinem Fall weiß ich jedenfalls) dass sowas nichts bringt.
 

Doppeloma

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#28
Hallo Jimmy,

ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass dein neuer Bescheid rechtzeitig kommt!

Wünsche dir auch (trotz Allem!) ein paar ruhige Tage zum Jahresausklang und denke, dass z. Zt. nicht mehr viel passieren wird Richtung "SB" oder "MD" Termin.

Theras und sogar die guten Ärzte haben (glaub ich) nicht die geringste Vorstellung was abgehen kann wenn man in den Mühlen der Ämter steckt!
Mein Psycho-Doc meinte auch nur :"suchen Sie sich einen sehr guten Anwalt und gehen Sie dagegen vor!!!", als ich ihm erzählte, dass mein Mann auf Grund der Gutachten (DRV und Sozialgericht!) seine Rentenklage zurücknehmen mußte.

Er hatte übrigens eine Anwältin (auf Prozesskostenhilfe), wahrscheinlich war es zu wenig Geld um sich für den Mandanten so richtig ins Zeug zu legen:icon_neutral:

Laß wieder von dir hören und wenn ich kann helfe ich gerne weiter!!!

Liebe Grüße von Doppeloma
 

Doppeloma

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#29
Hallo b31runner,

wenn man finanziell am Ende und auf die Gnade der Ämter und Behörden angewiesen ist gibt es keine persönliche Entscheidungsfreiheit mehr:icon_neutral:

Meine Reha-Maßnahme war auch nicht mein Wunsch, sondern eine Aufforderung der Krankenkasse "überzeugte" mich den Reha-Antrag zu stellen (weil sonst keine Krankengeldzahlung mehr!).

Lt. MDK-Gutachten (nach Aktenlage!) sei dies dringend notwendig und von meinem behandelnden Arzt empfohlen!
Komisch nur, dass mein Arzt bis dahin noch mit keiner Silbe mir gegenüber erwähnt hatte, dass er eine Reha für angebracht und hilfreich hält.
Er erhielt dieses Gutachten übrigens erst von mir weil ich es selbst beim MDK angefordert habe!!!

Entsprechend "erfolgreich" war die Reha dann auch:icon_neutral:

Dazu später mehr an anderer Stelle, hab z.Zt. keine Lust mich aufzuregen.

Freue mich jetzt einfach mal auf den 2. Feiertag und meine Enkelkinder:icon_party:

Liebe Grüße von Doppeloma
 

b31runner

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#30
Hallo Doppeloma,

in deinem vorletzten Beitrag schreibst du, dass dein Mann die Klage zurücknehmen musste, weil die Anwältin es riet / das Gericht dazu riet, bzw., dass es der Anwältin zu wenig PKH gewesen wäre, weiter zu machen.

Sowas ist natürlich schade.

Bei mir schrieb das Sozialgericht auch, dass ich die Klage zurücknehmen solle, nachdem dieses 8 Stunden arbeitsfähig - Gutachten dort vorlag.

Aber ich habe scheinbar einen besseren Anwalt, denn ihm gab ich noch 3 große Argumente weiter zu machen, was er dann auch ausführlich tat.

5 DIN A 4 seiten schrieb er noch, dazu zwei gewichtige Argumente, wobei er das dritte Argument noch in der Hinterhand behielt um nachsetzen zu können.


Zu deiner anderen Antwort:
Eine Reha - Maßnahme muss nicht unbedingt angetreten werden.
Es gibt da einen Paragraphen ....


§ 65
Grenzen der Mitwirkung


(1) Die Mitwirkungspflichten nach §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit
1. ihre Erfüllung nicht in einem angemessenen Verhältnis zu der in Anspruch genommenen Sozialleistung oder ihrer Erstattung steht oder
2. ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann oder
3. der Leistungsträger sich durch einen geringeren Aufwand als der Antragsteller oder Leistungsberechtigte die erforderlichen Kenntnisse selbst beschaffen kann.
(2) Behandlungen und Untersuchungen,
1. bei denen im Einzelfall ein Schaden für Leben oder Gesundheit nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann,
2. die mit erheblichen Schmerzen verbunden sind oder
3. die einen erheblichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit bedeuten, können abgelehnt werden.
(3) Angaben, die dem Antragsteller, dem Leistungsberechtigten oder ihnen nahestehende Personen (§ 383 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 Zivilprozeßordnung) die Gefahr zuziehen würde, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden, können verweigert werden
 

Muzel

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#31
Dann gibt es noch eine weitere Möglichkeit eine Rreha nicht antreten zu müssen. Die Klinik sendet einem nämlich einen Bogen für den HA und der muss (ich meine es sind 5 Tage, es können auch 3 Tage sein, ich müsste nachschauen), dass man rehafähig ist. Mein Arzt hat das nicht unterschrieben und somit bin ich der "staatlichen Vergünstigung" einer Reha verlustig geworden.
 

Andrea123

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#32
Hallo Jimmy,

die haben dir ein falsches Formular zugesendet. ( Technischnes NO- Know How !!!!!)

Die Formulare bestehen aus Textbausteinen, die der SB selbst anklicken muss und den Brief somit zusammenstellt.

Das ist einfach nur ein falsches Formular. ( Falscher Textbaustein !!!!, der dort eingefügt wurde, sone schlamperei, grins)

Schlamperei mehr nicht!!!!

Gruss von Andrea
 
E

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#33
Hallo Muzel,

deine Antwort ist mir verdammt wichtig:

Die dürfen zur Reha auffordern, schreibst du.

Können die einen zwingen zur Reha?

Zwingen in Form von:

"Wenn sie nicht gehen und sich arbeitsfähig machen lassen, dann bekommen sie eine Leistungskürzung."

Danke

Brunner

Ohne mir den ganzen Sermon wieder durchlesen zu wollen. Nein, Maßnahmen der beruflichen Reha sind freiwillig. Zur medizinischen Reha kann dich eh keiner zwingen.
 

jimmy

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#34
Hallo Jimmy,

die haben dir ein falsches Formular zugesendet. ( Technischnes NO- Know How !!!!!)

Die Formulare bestehen aus Textbausteinen, die der SB selbst anklicken muss und den Brief somit zusammenstellt.

Das ist einfach nur ein falsches Formular. ( Falscher Textbaustein !!!!, der dort eingefügt wurde, sone schlamperei, grins)

Schlamperei mehr nicht!!!!

Gruss von Andrea
Hallo Andrea,

irgendwie habe ich mir das schon gedacht. Vermutlich hat Sie in Ihrem "increasing the pressure"-Wahn, die Übersicht verloren.

Habe jedenfalls nichts zurückgeschickt. Mal sehen wann die Einladung zum MD eingeht.

Liebe Grüße - jimmy!
 

Muzel

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#35
Hallo en Jordi!
Man kann dich im Rahmen deiner Mitwirkungspflicht in eine stationäre Reha zwingen. Das ist furchtbar scheußlich, dass weiß ich. Ich hatte (und habe noch) aber einen netten HA, der der Meinung war und ist, dass eine aufgezwungene Reha nichts bringt, so dass er mir Rehaunfähigkeit bescheinigt hat. Ich hoffe, dass du auch so einen vernünftigen HA hast.
 
E

ExitUser

Gast
#36
Hallo en Jordi!
Man kann dich im Rahmen deiner Mitwirkungspflicht in eine stationäre Reha zwingen. Das ist furchtbar scheußlich, dass weiß ich. Ich hatte (und habe noch) aber einen netten HA, der der Meinung war und ist, dass eine aufgezwungene Reha nichts bringt, so dass er mir Rehaunfähigkeit bescheinigt hat. Ich hoffe, dass du auch so einen vernünftigen HA hast.
Das wäre mir neu. Auch die Mitwirkungspflicht hat ihre Grenzen. Also ich glaube es dir, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist. Da hat wohl ein MA einen kleinen Despoten gefrühstückt.

Was die berufliche Reha angeht, steht ausdrücklich im Gesetz, dass diese der Zustimmung des Patienten bedarf. Ich würde mich wundern, wenn das nicht auch für die medizinische gilt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Reha-Klinik Patienten gegen ihren audrücklichen Willen aufnimmt.

Was die Ämter wohl versuchen können, ist, einen Vormund zu bestellen.
 

Muzel

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#37
Hallo en Jordi!
Man wollte mich im letzten Jahr mit einer medizinischen Reha beglücken. Man hat mich gleich auf den § 63 SGB I aufmerksam gemacht und danach musst du eine medizinische Reha über dich ergehen lassen.
 
E

ExitUser

Gast
#38
Sip, das ist ja nicht falsch. Aber das Amt darf nicht entscheiden, was die angemessene Heilbehandlung ist. Das entscheidest du in Absprache mit deinen Behandlern. Wer sollte die Reha überhaupt bezahlen? Die RV? Habe ich eh nichts mit am Hut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kasse auf Anordnung der AfA etwas bewilligen würde.

Und wenn würde ich mir eine schöne Klinik in den Bergen oder am Meer aussuchen und dort Urlaub machen.:biggrin:
 

Muzel

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#39
En Jordi, du hast recht, jeder Leistungsträger entscheidet selbst, welche Leistungen bewilligt werden. Die KK kann nicht für die AfA entscheiden, ob du in eine Reha musst. Die AfA kann dich auch nicht in eine medizinische Reha schicken, allerdings in eine berufliche. Nur dazu wirst du zuerst in eine medizinische Reha müssen, damit man deine Leistungsfähigkeit feststellen kann.
 

Linchen0307

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#40
Wenn man tatsächlich aus Psychologischen Gründen (Phobie) nicht zur ARGE kann, diese aber weiterhin auffordern zum Termin zu erscheinen, da sonst Sanktion wegen fehlender Mitwirkung, würde ich knallhart auf Andre Kirsch in Speyer verweisen. "Vielleicht brauchen auch sie erst einen Fall wie Andre Kirsch, um zu reagieren."
Med./psych. Dienst ins Haus kommen lassen und möglichst jemanden zur Unterstützung dabei haben.
 

dadrt

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#41
Hallo Jimmy!

Der Verweis auf die Mitwirkungspflichten erfolgt nicht umsonst, denn wenn diese verweigert werden,
ist der Leistungsgeber (KK,ARGE,DRV etc etc.) solange leistungsbefreit, bis diese Mitwirkungspflicht befriedigt wurde.
Von daher heisst es in jedem Fall "Hosen herunterlassen", das ist die 1. Pflichtübung für JEDEN der in solche Verfahren
einsteigt, egal ob es um Krankengeld, EU-Rente oder was sonst geht.

Die Agentur für Arbeit beschäftigt eigene Amtsärzte die mit diesen Aufgaben betraut sind, ärztliche Unterlagen gehen
an den ärztlichen Dienst der Agentur, der SBler hat nur indirekt damit zu tun, da er vom ärztlichen Dienst lediglich
Informationen über deine Arbeitsfähigkeit (oder das Gegenteil)erhält.
Wenn diesem Prozedere nicht zugestimmt
( oder gar das Gegenteil nämlich verweigert) wird ist das eine Steilvorlage für die Ämter die auch umgehend genutzt wird
die Leistung bis auf Weiteres ( Mitwirkungspflicht WINKE-WINKE) einzustellen.
Hoffe das hilft Dir bei Deinen Überlegungen weiter

Gruss an alle im Board ( - ausser den Agenten...)

dadrt
 

dadrt

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#42
Das Arbeitsamt darf niemanden zum Stellen eines Rentenantrages auffordern. Es darf nur zum Reha-Antrag auffordern.
Dieser geht an die Krankenversicherung oder den Rententräger,
die natürlich beide i.d.R. ablehnen und jetzt wirds interessant :

Der abgelehnte REHA-Antrag wird ganz automatisch zu einem Rentenantrag umfunktioniert....( besser gesagt: "gedreht")

Gruss an alle ( -ausser den Agenten) im Board

dadrt
 

Muzel

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#43
dadrt! Die Umwandlung von einem Reha in einem Rentenantrag und umgekehrt kann passieren, muss aber nicht (billiges Ermessen). Das schafft für die Betroffenen die erhebliche Verunsicherung.
 

Doink

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#44
kann oder darf die ARGE, bzw. der medizinische Dienst jemanden auch in ein Krankenhaus, Reha-oder Kur einweisen?
 

Tamina

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#45
kann oder darf die ARGE, bzw. der medizinische Dienst jemanden auch in ein Krankenhaus, Reha-oder Kur einweisen?
Nein. Du bist ein mündiger Bürger.

Im Rahmen Deiner Mitwirkungspflicht gilt aber folgendes:
§ 63
Heilbehandlung Wer wegen Krankheit oder Behinderung Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers einer Heilbehandlung unterziehen, wenn zu erwarten ist, daß sie eine Besserung seines Gesundheitszustands herbeiführen oder eine Verschlechterung verhindern wird.


(SGB I)
 

Doink

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#46
Nein. Du bist ein mündiger Bürger.

Im Rahmen Deiner Mitwirkungspflicht gilt aber folgendes:

§ 63
Heilbehandlung Wer wegen Krankheit oder Behinderung Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers einer Heilbehandlung unterziehen, wenn zu erwarten ist, daß sie eine Besserung seines Gesundheitszustands herbeiführen oder eine Verschlechterung verhindern wird.


(SGB I)
und wenn man dies verweigert, sprich man keinen stationären Aufenthalt macht, sondern ambulante Methoden vorzieht, etc.?
 

Tamina

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#47
Dann verweigerst Du ja keine Behandlung:icon_smile:
Sondern Du bist bereit, bei einer alternativen Behandlung mitzuwirken.


Ich würde zusätzlich die Sache mit meinem Hausarzt besprechen und den "auf meine Seite ziehen", sprich daß er entsprechendes attestiert.
Bei meinem Lebensgefährten war es z.B. so, daß zwar die Amtsärztin einen stationären Aufenthalt empfohlen hat (mehr können die vom ÄD auch nicht) aber selbst sagte, daß der Erfolg zweifelhaft wäre, eben aufgrund der übergroßen Angst vor dem "Eingesperrtsein".
Mein LG hat dann an einer ambulanten REHA teilgenommen und die im Rahmen dessen was überhaupt für ihn möglich war, erfolgreich beendet.
 

Doink

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#48
Dann verweigerst Du ja keine Behandlung:icon_smile:
Sondern Du bist bereit, bei einer alternativen Behandlung mitzuwirken.


Ich würde zusätzlich die Sache mit meinem Hausarzt besprechen und den "auf meine Seite ziehen", sprich daß er entsprechendes attestiert.
Bei meinem Lebensgefährten war es z.B. so, daß zwar die Amtsärztin einen stationären Aufenthalt empfohlen hat (mehr können die vom ÄD auch nicht) aber selbst sagte, daß der Erfolg zweifelhaft wäre, eben aufgrund der übergroßen Angst vor dem "Eingesperrtsein".
Mein LG hat dann an einer ambulanten REHA teilgenommen und die im Rahmen dessen was überhaupt für ihn möglich war, erfolgreich beendet.
Danke für die Infos. Ich soll nämlich auch einen Gesundheitsfragebogen samt Schweigepflichtsentbindungen ausfüllen und da ist man schon vorsichtig, bevor man sowas tut. es ist gut zu wissen, dass man nicht einfachso eingewiesen werden kann. Auch ein Artzt darf es ja nur in Ausnahmefällen soweit ich weiß.
 

Tamina

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#49
Keine Angst:icon_smile:
Es kann Dich niemand von der ARGE einweisen, weder der Medizinische Dienst noch der SB. Der MD hat bei mir z.B. geschrieben, daß sich evtl(!) Besserungen einstellen, wenn ich meine Arztbesuche "intensivieren" würde (ich gehe nur zum Doc, wenns unvermeidbar ist, auch aus Kostengründen).

Der SB hat mir das so bei der Besprechung des Gutachtens vorlesen, mich dabei angesäuert angeschaut aber weiter war nix.
Denn die Besserungen waren ja nur etl. angedacht (kann ja niemand vorhersehen, wie sich Erkrankung und Behandlung entwickeln).
Es kam kein "Wenn nicht, dann"-Drohszenario.
Schon erst recht nicht, wenn ein Beistand dabei ist:icon_smile:
 

Doink

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#50
Keine Angst:icon_smile:
Es kann Dich niemand von der ARGE einweisen, weder der Medizinische Dienst noch der SB. Der MD hat bei mir z.B. geschrieben, daß sich evtl(!) Besserungen einstellen, wenn ich meine Arztbesuche "intensivieren" würde (ich gehe nur zum Doc, wenns unvermeidbar ist, auch aus Kostengründen).

Der SB hat mir das so bei der Besprechung des Gutachtens vorlesen, mich dabei angesäuert angeschaut aber weiter war nix.
Denn die Besserungen waren ja nur etl. angedacht (kann ja niemand vorhersehen, wie sich Erkrankung und Behandlung entwickeln).
Es kam kein "Wenn nicht, dann"-Drohszenario.
Schon erst recht nicht, wenn ein Beistand dabei ist:icon_smile:
Eigentlich ist mir das ja klar, jedoch war mir nicht bewusst in wieweit der Ärztliche Dienst der ARGE Befugnis - mit oder ohne Hausarzt - hat. Trotzdem danke nochmal.
 

Doink

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#51
Das Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens ist ja freiwillig, auch die Schweigepflichtsentbindungen. Wenn man nun beides nicht ausfüllt, wäre das kontroproduktiver oder förderlicher, bzw. was würde da geschehen? In meinem Fall soll nur ein psychatrisches Gutachten erstellt werden, wozu ein Neurologe vom Ärztlichen Diesnst beauftragt wird. Diesen muss ich ja so oder so nicht von der Schweigepflicht entbinden.
 

Tamina

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#52
Wenn Du die Schweigepflichtsentbindung nicht unterschreibst, kann sich der Amtsarzt vorab kein Bild von Deiner gesundheitlichen Situation machen.
Bei dem einen ist das von Vorteil (gerade dann auch, wenn es Dir z.B. akut gerade ganz mies geht), bei dem anderen evtl. nachteilig.
Manche sehen ja aus wie das blühende Leben, aber haben zahlreiche "innere" Erkrankungen. Diese Leute werden nach der Inaugenscheinnahme oft völlig falsch eingeschätzt.
 

Doink

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#53
Wenn man den Fragebogen, samt Schweigepflichtsentbindungen nicht ausfüllt muss man also - wie in meinem Fall - deswegen keine extra Untersuchungen beim Ärztlichen Dienst oder sonstwo machen? Wie gesagt, das psychologische Gutachten erstellt ein Neurologe in ein paar Wochen.

Zudem muss ich dazusagen, dass ich vor 2 Jahren schoneinmal sowas ausgefüllt hatte, samt Schweigepflichtsentbindungen und Termin beim Neurologen.
 

Doink

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#54
weiss niemand was passiert wenn man den Bogen nicht zurückschickt? Muss man dann zum ärztlichen Dienst oder reicht dann auch das Gutachten vom beauftragten Arzt des Ärztlichen Dienstes?
 

Doppeloma

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#55
Hallo Doing,

das Ausfüllen vom Fragebogen und die Unterschriften auf den Schweigepflichtentbindungen sind freiwillig, da passiert dir also nichts wenn du sie nicht ausfüllst (und leer brauchst du sie natürlich auch nicht zurückschicken)!

Ob das günstig ist für dich kannst du nur selbst entscheiden, denn zum Untersuchungstermin mußt du hin, das gehört zu deinen Mitwirkungspflichten!

Ohne Vorab-Informationen zu deinem Gesundheitszustand muß der Arzt/Psychologe eben Alles selber rausfinden wenn du dann da bist.
Das kann ein Vorteil aber auch ein Nachteil sein, je nachdem wie umfangreich/kompliziert deine gesundheitlichen Probleme sind.

Ich habe nur die Ärzte von der Schweigepflicht entbunden, die mich besonders gut kennen und einige wichtige Befunde direkt mit zur Untersuchung genommen.
So mußte ich einem fremden Arzt nicht erst meine ganze Lebensgeschichte erzählen.

MfG Doppeloma
 

Doink

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#56
Hallo Doing,

das Ausfüllen vom Fragebogen und die Unterschriften auf den Schweigepflichtentbindungen sind freiwillig, da passiert dir also nichts wenn du sie nicht ausfüllst (und leer brauchst du sie natürlich auch nicht zurückschicken)!

Ob das günstig ist für dich kannst du nur selbst entscheiden, denn zum Untersuchungstermin mußt du hin, das gehört zu deinen Mitwirkungspflichten!

Ohne Vorab-Informationen zu deinem Gesundheitszustand muß der Arzt/Psychologe eben Alles selber rausfinden wenn du dann da bist.
Das kann ein Vorteil aber auch ein Nachteil sein, je nachdem wie umfangreich/kompliziert deine gesundheitlichen Probleme sind.

Ich habe nur die Ärzte von der Schweigepflicht entbunden, die mich besonders gut kennen und einige wichtige Befunde direkt mit zur Untersuchung genommen.
So mußte ich einem fremden Arzt nicht erst meine ganze Lebensgeschichte erzählen.

MfG Doppeloma
danke für Die Info. Also müsste ich in meinem Fall nur zu dem beauftragten Neurologen und nicht nochmal extra zum Ärztlichen Dienst?
 
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