Satz zu Behinderungen in Stellenausschreibung

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Rosarot

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In einem Jobportal habe ich nach langer Zeit mal wieder eine Stellenausschreibung gefunden, die mich mehr als interessiert, also eine, wo ich denke "das passt doch wie Faust aufs Auge". ;)

Ganz unten in der Ausschreibung steht dann aber zum Schluss noch der kurze Satz:
"Bewerbungen von behinderten Menschen sind erwünscht."

Heißt das jetzt das, was da steht? Oder ist das jetzt eher neutral zu werten? Oder heißt das kodiert (weil man das natürlich so nicht schreiben dürfte): "Bewerbungen von behinderten Menschen sind nicht erwünscht."?
 

Trixi2011

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Ich deute das mal so: Liebe behinderten Mitmenschen, die sich in der Lage sehen unseren Anforderungen genüge zu tun, gerne dürft ihr euch bei uns um die Stelle XY bewerben, erwartet aber bitte nicht, dass ihr nur aufgrund eures Behindertenstatus einen Vorteil im Bewerbungsverfahren genießt.
 
E

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Gast
Ich deute das mal so: Liebe behinderten Mitmenschen, die sich in der Lage sehen unseren Anforderungen genüge zu tun, gerne dürft ihr euch bei uns um die Stelle XY bewerben, erwartet aber bitte nicht, dass ihr nur aufgrund eures Behindertenstatus einen Vorteil im Bewerbungsverfahren genießt.

Vielleicht liebäugelt da aber auch ein AG mit staatlichen Förderungen? Oder ein Mittelstandsbetrieb mit der Quote?

Rosarot: Wenn es zu dir passt, dann würde ich mich auch bewerben. Vor allem so wie du die Faust auf´s Auge beschreibst, bist du u.U. prädestiniert für den Arbeitsplatz. - Also Bewerbung rausschicken..... :biggrin:
 

50GdB23

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Ob das was bringt,?

Bisher hat mein ausweis rein gar nichts gebracht. Allerdings merkwürdig, dass direkt sowas da steht.

Du kansnt dich gerne bewerben, würde ich auch machen, aber sei vorsichtig und auf der hut. Traue niemanden, vorallem nicht denke, dass diese leute ja voll sich für behinderte einsetzen...viele und das nicht zu wenig nutzen das aus :icon_kotz:
 
G

gast_

Gast
QUOTE=Rosarot;1171543]

Ganz unten in der Ausschreibung steht dann aber zum Schluss noch der kurze Satz:
"Bewerbungen von behinderten Menschen sind erwünscht."

Heißt das jetzt das, was da steht? QUOTE]Finds raus!

Das kann bedeuten was da steht - man kann aber auch viel hinein interpretieren...
 

Rosarot

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Die Bewerbung habe ich natürlich geschrieben, darin deutlich gemacht, warum mich der Job anspricht und dass meine Fähigkeiten und Erfahrungen punktgenau zu den Anforderungen passen.
Meinen GdB habe ich in den Lebenslauf gepackt unter "ferner liefen". Das bekommen sie eh bei einem Vorstellungsgespräch mit.
Ich bewerbe mich ja gerade nicht wegen der Behinderung da, sondern weil ich den Job spannend finde und den gut ausfüllen könnte.
Mal sehen, ob die Bewerbung gut ankommt...
 

Muzel

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Ich würde den aktuellen GdB angeben aber an unterster Stelle. Aber mehr nicht und auch nur wenn eine Schwerbehinderung vorliegt. Eine Behinderung muss keiner angeben, solange es die Tätigkeit unmöglich macht.
 

ela1953

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Wenn man sich mit GdB im öffentlichen Dienst bewirbt, soll man eigentlich zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden, wenn man für die Stelle geeignet ist.

Von einer Verwaltung kam außer der Eingangsbestätigung nichts - die Stelle sollte aber schon längst vergeben sein.

Bei der zweiten bekam ich nur meine Unterlagen zurück. Da will ich aber hinschreiben, warum ich nicht wenigstens eingeladen wurde. Denn hier wurden mehrere Frauen eingestellt.
 

Rosarot

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Ich würde den aktuellen GdB angeben aber an unterster Stelle. Aber mehr nicht und auch nur wenn eine Schwerbehinderung vorliegt. Eine Behinderung muss keiner angeben, solange es die Tätigkeit unmöglich macht.
Im Vorstellungsgespäch müsste der potentielle Arbeitgeber schon mit Blindheit geschlagen sein, um es nicht zu bemerken. Aber im Prinzip würde die Behinderung die Ausübung der konkreten Tätigkeit nicht beeinträchtigen. Muss mir halt ein paar spezielle Hilfsmittel neu beschaffen.
 

Muzel

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Nach dem AGG hast du Schadensersatzforderungen, wenn du nicht eingeladen wirst. Die sind aber fristgebunden. Versuche dein Glück.
 

Muzel

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Rosaroth, bei mir merkt keiner eine Behinderung und ich habe einen GdB von 70.
 

Radie

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Muzel, der AG muss also einen einen Rollifahrer zum Gespräch einladen, weil er sich als Dachdecker beworben hat? :icon_neutral:

Das Zauberwort heisst "bei Eignung".

Und das AGG solltet ihr euch auch mal genauer ansehen. Es gibt da nämlich auch Ausnahmen
 

Rosarot

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Rosaroth, bei mir merkt keiner eine Behinderung und ich habe einen GdB von 70.
Das ist ja immer sehr unterschiedlich. Ich kann es nicht verheimlichen, will ich auch gar nicht. Aber ich will auch nicht nur als Alibi-Behinderter eingestellt werden, sondern deswegen, was ich kann. Deswegen will ich das auch nicht in den Vordergrund stellen.
 

Muzel

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Mit einen GdB von 70 ist man kein Alibi-behinderter. Das Versorgungsamt schneist einem keine Prozente hinterher. Das sollte eigentlich jeder Behinderter wissen.
 

Rosarot

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Mit einen GdB von 70 ist man kein Alibi-behinderter. Das Versorgungsamt schneist einem keine Prozente hinterher. Das sollte eigentlich jeder Behinderter wissen.
oops, Du hast mich missverstanden!
Ich will kein Alibi-Behinderter oder Quotenbehinderter für einen Arbeitgeber sein, der nur eingestellt wird wegen einer Quote oder irgendwelcher Förderungen und nicht wegen seiner Fähigkeiten. So war das gemeint.
Natürlich weiß ich das, dass man den GdB nicht hinterhergeworfen bekommt! Ich habe seit 60 G "lebenslänglich" keinen Verschlimmerungsantrag mehr gestellt, obwohl ich es vielleicht tun sollte...
 

Muzel

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"Natürlich weiß ich das, dass man den GdB nicht hinterhergeworfen bekommt! Ich habe seit 60 G "lebenslänglich" keinen Verschlimmerungsantrag mehr gestellt, obwohl ich es vielleicht tun sollte..."
Nach der Meinung des VdK solltest du dies lieber lassen.
 

Erolena

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oops, Du hast mich missverstanden!
Ich will kein Alibi-Behinderter oder Quotenbehinderter für einen Arbeitgeber sein, der nur eingestellt wird wegen einer Quote oder irgendwelcher Förderungen und nicht wegen seiner Fähigkeiten. So war das gemeint.
Eingestellt wirst du nur, wenn du geeignet bist. Wenn du ungeeignet bist, kommst du sowieso nicht in die Auswahl. Dass die Behinderung ein letztes Fünkchen dazu beiträgt, dass du ausgewählt wirst, musst du hinnehmen. Sei froh, dass es überhaupt Arbeitgeber gibt, die ernst nehmen, dass die Beschäftigungsquote von Behinderten zu niedrig ist. Oft genug werden Behinderte nicht eingestellt, obwohl sie geeignet sind.
 
E

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Gast
Wenn man sich mit GdB im öffentlichen Dienst bewirbt, soll man eigentlich zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden, wenn man für die Stelle geeignet ist.

Von einer Verwaltung kam außer der Eingangsbestätigung nichts - die Stelle sollte aber schon längst vergeben sein.

Bei der zweiten bekam ich nur meine Unterlagen zurück. Da will ich aber hinschreiben, warum ich nicht wenigstens eingeladen wurde. Denn hier wurden mehrere Frauen eingestellt.

Hatte Heinz letztens auch geschrieben, aber wußte nicht, wo es steht. Weißt du mehr oder sogar Quellen?
 
E

ExitUser

Gast
@ela:
Wenn Du noch keine Absage hast, würde ich mal freundlich schriftlich nach dem Sachstand fragen.

Wenn die Dir dann die Absage schicken, kannst Du (innerhalb von 2 Monaten nach Erhalt der Absage) einen Brief mit einer Schadenersatzforderung wegen Diskriminierung schreiben.

Wenn die Behörde sich dann nicht rührt, kannst Du (innerhalb von 3 Monaten) Klage vor dem Arbeitsgericht erheben.

Falls Du das machen möchtest, schreib mich an.
Ich habe schon 2 Klagen erfolgreich durch,
eine dritte läuft,
und eine Behörde hat sogar schon direkt auf mein nettes Briefchen mit der Schadenersatzforderung reagiert und es erst gar nicht auf eine Klage ankommen lassen.

Es ist schon echt krass, dass sogar die Behörden keine Behinderten mehr einstellen wollen ...
... da kann man noch so geeignet für die Stelle sein ...

Grüße
Arbeitssuchend
 
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