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Sanktionen-Krankenkassenschulden (i.Auftrag)

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wolliohne

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19 Aug 2005
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#1
Hallo,

ich habe ein folgendes Problem:Ein Bekannter von mir ist 27 und hat im Jahr 2009 aufgrund vieler Sanktionen keine Leistungen von der BagiS erhalten. Da er in dem genannten Zeitraum nicht im Leistungsbezug stand, hat das Amt natürlich auch keine Beiträge an die Kranken und Pflegeversicherung abgeführt. Er hat im Dezemer von der gesetzlichen Krankenversicherung eine Rechnung i.H.v. 6000 € bekommen. Er hat es der BAgis vorgelegt aber nichts erreicht. Mittlerweile kamen Säumnisgebühren hinzu.Er ist sehr verzweifelt und weiß nicht weiter.
Er hat im Jahr 2009 bei seiner Familie gewohnt, die widerrum vom Amt lebt.

Was könntest du ihm bzgl. dieser Sache raten?Ich hoffe, ich überfordere dich mit dieser Sache nicht.

Ich wollte diese Frage eigentlich in einem Forum einbringen, jedoch hat es irgendwie nicht geklappt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du antworten könntest.

Viele Grüße
i.A.okiyana
 
E

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Gast
#2
AW: hallo..(i.Auftrag)

Mal hochhol, auch wenn mir zur Zeit dazu nichts einfällt.

:icon_smile:
 
E

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Gast
#3
AW: hallo..(i.Auftrag)

hallole,

hat der junge mann jemals gegen einen der sanktionsbescheide widerspruch eingelegt?
und wie ist sein derzeitiger status? immer noch auf 100% sanktion?

liebe grüße von barbara
 
E

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Gast
#4
AW: hallo..(i.Auftrag)

hallo ihr lieben.

also ich hab in unseren foren gesucht und bin nicht fündig geworden. ausser dem hinweis, das man versuchen sollte mit der betreffenden krankenkasse eine stundung oder ermäßigung der geschuldeten beiträge anstreben solle. da wäre eventuell auch eine ratenvereinbarung drin, bei so einem vorgehen.:confused:

weil ich derzeit nix passendes finde, wäre der weg zur schuldnerberatung ev. auch angesagt bei 6000€. das sollt der junge mann sich auch mal überlegen, falls die KK nicht mit sich reden lässt.

liebe grüße von barbara
 
E

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Gast
#5
AW: hallo..(i.Auftrag)

hallole ihr lieben,

hier wurd ich auch noch fündig, aber es entspricht dem was ich schon vorgeschlagen habe. der junge mann soll unbedingt mit seiner KK reden um eine stundung oder kleinreaenzahlung zu vereinbaren. dazu soll er sich berufen auf das SGB V § 186 Abs.11 und nachzulesen unter:
SGB 5 - Einzelnorm

liebe grüße von barbara
 
E

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Gast
#6
AW: hallo..(i.Auftrag)

Das einzige was imho jetzt noch mit viel Glück helfen könnte, ist, wenn er Widerspruch gegen die verschiedenen Sanktionen eingelegt hätte, Fristen gewahrt wären und es im Zuge von Klageverfahren gelänge, die Sanktionshöhe unter 100 % zu drücken. Damit wäre die Arge im Obligo, die KV-Beiträge nachzuentrichten. Was natürlich auch voraussetzen würde, dass er nach Ablauf des jeweiligen Leistungszeitraumes Weiterbewilligungsanträge gestellt hat, selbst wenn keine Leistungen geflossen sind. Hat er das nicht getan, wirds noch viel schlimmer, denn dann wirken die Sanktionen sogar noch fort.

Was ich nicht verstehen kann *kopfschüttel*, wie man einfach über so lange Zeit den Kopf in den Sand stecken kann. Im Fall einer 100 %-Sanktion kann man nur jedem dringend raten, sofort Lebensmittelgutscheine zu beantragen! Dann ist man nämlich weiterhin krankenversichert.

Hat der junge Mann das vielleicht getan?
 
E

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Gast
#7
AW: hallo..(i.Auftrag)

Ich hatte mal ein ähnliches Problem.

Mit der Krankenkasse reden, ob sie etwas anbieten, wie z.B. ein Darlehen aufnehmen um den Gesamtbetrag sofort zu tilgen und sich dadurch die Säumniszuschläge zu ersparen. Oder ob sie vieleicht auf die Säumniszuschläge ganz verzichten und dann mit Ratenzahlung einverstanden sind.

Mit dem Amt reden um eventuell ein zinsloses Darlehen zu erhalten. Ich wurde bei uns im Amt zu einer Schuldnerberatung geschickt.

Aber erstmal alles unverbindlich prüfen und sehen was möglich ist.

Ich weiß nicht ob es hilfreich ist, aber für Leute die z.B. aus einem Auslandsaufenthalt kommen oder obdachlos waren, gelten wohl besondere Regelungen.

Auch wenn man zum Beispiel nachweisen oder zumindest plausibel erklären könnte, dass man zu der Zeit so gesundheitlich eingeschränkt war, dass man gar nicht in der Lage war die Sachen "geschäftsfähig" auszuführen! Also man nicht "Schuldfähig" war/ist.

Ausserdem käme eventuell noch eine Überprüfung zur rechtmässigkeit der Sanktionen in Frage?!

:icon_pause:
 
E

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Gast
#8
AW: hallo..(i.Auftrag)

Die Kürzung auf 0 ist gleichbedeutend mit dem Urteil S 3 AS 322/09. Wenn in dem Sanktionsbescheid keine Hilfe ausgewiesen wird, wo und wie Nahrung beschafft werden kann und wenn nicht explizit auf den Wegfall der Krankenversicherung hingewiesen wird, so wäre der Sanktionsbescheid meiner Meinung mit diesem Urteil schon gesetzwidrig.

Du sprichst im Übrigen von einer 6.000 Euro Rechnung. Wenn die Sanktion in 2009 verhängt wurde, wie kommen dann 6.000 Euro zusammen? Selbst mit übelst hohen Gebühren komme ich nicht auf so eine Summe.
 
E

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#9
AW: hallo..(i.Auftrag)

Btw. fällt mir jetzt erst siedendheiss auf: Wo zum Teufel kommt eine 6000 € -Forderung der Krankenversicherung her?

Diese Forderungshöhe kann bei einem gesetzlich versicherten Erwerblosen gar nicht innerhalb eines Jahres entstanden sein. Jedenfalls nicht aus Beitragsrückständen. Der monatliche Mindestbeitrag für Kranken-und Pflegeversicherung zusammen lag in 2009 bei knapp 150 €. Macht zusammen pi mal Daumen maximal 1800 €.

Also, wie setzt sich die Forderung zusammen und ist sie überhaupt korrekt?
 

okiyana

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#10
AW: hallo..(i.Auftrag)

Hallo nochmals,

danke für die Antworten. Ich war heute bei der KK und mir wurde gesagt, dass die Beitragsbemessungsgrenze zu hoch angesetzt wurde aufgrund der Nichterklärung.
Die Dame meinte, dass bei Nichtverdienern, also bei den Leuten, die überhaupt kein Einkommen haben, eine 800 Euro Grenze zugrunde gelegt wird, sodass man 150 Euro zu bezahlen hätte. Man müsste letztendlich 150 * 11 Monate( da in diesem Zeitraum keine Beiträge gezahlt wurden) zahlen.

Im Ergebnis bekommt er eine neue Rechnung mit der richtigen Beitragshöhe. Er wird es jedoch nicht schaffen diesen Betrag zu zahlen. Er bekommt seit 10.09 wieder AlG II und lebt bei Familie. Er hat in der Zeit als er nicht in Leistungsbezug stand, Schulden gemacht.

Die Dame von der KK meinte, man sollte der KK schrifltich mitteilen, dass er finanziell nicht in der Lage sei, die Beiträge zu zahlen, da er in der Zeit kein Einkommen hatte. Vielleicht sehen die von dem Betrag ganz ab. Ich persönlich kann mir das aber nicht vorstellen.Warum sollten sie darauf verzichten?Was sagt ihr dazu?

Zurück zum Sachverhalt. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass der Sanktionszeitraum sich vom 01.11.08-31.01.09 erstreckte.
Darin stand, dass "von der Absenkung

- die Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes
- die Leistungen für Unterkunft und Heizung betroffen seien".

Als Begründung wurde angeführt: Zitat. : "Sie haben trotz Belehrung über die Rechtsfolgen ihre in der Eingliederungsvereinbarung vom 21.04.2008 festgelegten Pflichten nicht umfassend erfüllt. Sie haben beim Drogenhilfezentrum keinen Termin wahrgenommen und haben dort auch nicht aktiv mitgearbeitet."

Er hat auf dieses Schreiben nicht reagiert. Er hat sich nach dem Sanktionszeitraum auch nicht weiter um die Sache gekümmert. Er lebte bei seiner Familie und wurde dort irgendwie mitversorgt.

Am 11.05.09 hat er ein Schreiben erhalten, darin wurde mitgeteilt, dass die Leistungen mit Wirkung vom 01.05.09 aufgehoben werden."Grund für die Aufhebung der Entscheidung: diverse Postrückläufe- Sie sind nicht erreichbar." Auf dieses hat er auch nicht reagiert...
 
E

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#11
AW: hallo..(i.Auftrag)

Als Begründung wurde angeführt: Zitat. : "Sie haben trotz Belehrung über die Rechtsfolgen ihre in der Eingliederungsvereinbarung vom 21.04.2008 festgelegten Pflichten nicht umfassend erfüllt. Sie haben beim Drogenhilfezentrum keinen Termin wahrgenommen und haben dort auch nicht aktiv mitgearbeitet."

Er hat auf dieses Schreiben nicht reagiert. Er hat sich nach dem Sanktionszeitraum auch nicht weiter um die Sache gekümmert. Er lebte bei seiner Familie und wurde dort irgendwie mitversorgt.

Am 11.05.09 hat er ein Schreiben erhalten, darin wurde mitgeteilt, dass die Leistungen mit Wirkung vom 01.05.09 aufgehoben werden."Grund für die Aufhebung der Entscheidung: diverse Postrückläufe- Sie sind nicht erreichbar." Auf dieses hat er auch nicht reagiert...
Das klingt "gar nicht so schlecht". Man könnte hier die Idee von Tramp aufgreifen.

Wenn der junge Mann eine Drogenproblematik hat, dies der Arge offenbar bekannt war, denen aber nichts besseres einfiel, als ihn wieder und wieder zu 100% zu sanktionieren und sie sich ansonsten einen Sch*** um sein Schicksal gekümmert haben, haben sie möglicherweise ihre Pflichten massiv verletzt. Das geht schon in Richtung unterlassener Hilfeleistung.

Ich würde dringend raten, beim Amtsgericht einen Beratungsschein zu holen und dann einen Fachanwalt für Sozialrecht aufzusuchen.

Zusätzlich ist auch ein Besuch beim sozialpsychiatrischen Dienst zu empfehlen. Die helfen manchmal mehr als man vermutet.
 
E

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#12
AW: hallo..(i.Auftrag)

hallo okiyana,

das alles hört sich zimlich wüst an. hoffentlich klappt es mit der verhandlung bei der krankenkasse. ich weiß jetzt nicht wie es ev. mit einem Ü antrag nach §44 SGB X aussieht bezüglich der sanktion, ob die überhaupt so rechtens war, weil ja erst mal nur 30% verhängt werden können. da der junge mann ja drogen genommen hatte zu der zeit, ist eigentlich auch die EGV zu hinterfragen.irgendwie hab ich das gefühl hier hat das jobcenter irgendwas falsch gemacht. ich selbst bin darin kein guter ratgeber, ich hoffe das sich noch ein paar hier melden die sich mit der problematik besser auskennen.ob das alles verhältnismäßig und richtig war war.

liebe grüße von barbara
 

okiyana

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#13
AW: hallo..(i.Auftrag)

Hallo nochmals,

danke vielmals für eure Antworten. Das ist echt sehr nett:)

Ich würde gerne wissen, ob man die Sanktionsbescheide mit einem Überprüfungsantrag angreifen kann.

Ich wollte heute das Schreiben für die KK verfassen und Ihnen die finanzielle Situation vortragen damit diese von dem Betrag absieht. Weiß aber nicht, ob das ausreicht, wenn ich sage, dass er kein Einkommen hatte. Welche relevanten Informationen sollte ich erwähnen bzw. einbringen?Ist es nicht besser, wenn dieses Schreiben von der Schuldnerberatung abgeschickt wird?

Was schlagt ihr vor?

Danke vorab für eure Anworten:)
 

Mario Nette

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#14
AW: hallo..(i.Auftrag)

Postrückläufe? Wurde also die damalige Unterkunft in der Zeit auch aufgegeben?

Mario Nette
 

okiyana

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#15
AW: hallo..(i.Auftrag)

hallo Marionette,

ja, also im Januar letzten Jahres ist die Familie umgezogen und er natürlich mit. Die Wohnung war aber im katastrophalen Zustand(kein Warmwasser,kein Herdanschluss, Schimmel usw.)und die Familie musste umziehen. In der Zeit hat die Familie und er nicht regelmäßig Post bekommen aus welchen Gründen auch immer. Das Schreiben( mit den Postrückläufern) von der Bagis erhielt er zwei Monate später, da war aber auch die Widerspruchsfrist schon verstrichen.
 
E

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#16
AW: hallo..(i.Auftrag)

Hallo nochmals,

danke vielmals für eure Antworten. Das ist echt sehr nett:)

Ich würde gerne wissen, ob man die Sanktionsbescheide mit einem Überprüfungsantrag angreifen kann.

Ich wollte heute das Schreiben für die KK verfassen und Ihnen die finanzielle Situation vortragen damit diese von dem Betrag absieht. Weiß aber nicht, ob das ausreicht, wenn ich sage, dass er kein Einkommen hatte. Welche relevanten Informationen sollte ich erwähnen bzw. einbringen?Ist es nicht besser, wenn dieses Schreiben von der Schuldnerberatung abgeschickt wird?

Was schlägt ihr vor?

Danke vorab für eure Anworten:)
Also, ich würde erstmal mit der KK persönlich sprechen und nicht zuviel ausplaudern um zu erfahren wozu sie bereit sind. Um etwas Bedenkzeit bitten, weil man noch Möglichkeiten prüfen möchte, um die Sache so schnell wie möglich vom Tisch zu kriegen.

Dann nochmal in Ruhe überlegen was noch möglich ist einzuwenden z.B. gesundheitliche Gründe. Rechtmässigkeit der Sanktionen etc.

Wenn es tatsächlich nur noch darauf hinaus laufen sollte, dass man den Gesamtbetrag zurückzahlen muss, dann würde ich das alles von der Schuldnerberatung erledigen und verhandeln lassen.

Aber versuchen Zeit zu bekommen, um alle Möglichkeiten nochmal durchgehen zu können.

Gruß Tramp :icon_pause:
 

Hopefull

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#17
AW: hallo..(i.Auftrag)

Du sprichst im Übrigen von einer 6.000 Euro Rechnung. Wenn die Sanktion in 2009 verhängt wurde, wie kommen dann 6.000 Euro zusammen? Selbst mit übelst hohen Gebühren komme ich nicht auf so eine Summe.
Das ist genau das, was ich im Übrigen auch gerade versuche herauszufinden....wie kommt so eine SUMME zustande....in einem Jahr

Hopefull
 

okiyana

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#18
AW: hallo..(i.Auftrag)

Hallo,
Ja, also zu der Frage wie ich zu den 6281 € komme: Die KK hat für das Jahr 2008 eine Einnahme von 3.675 € und im Jahr 2009 3.600 € zugrunde gelegt. Dadurch ergibt sich ein monatlicher Beitrag von 478 €, der vom Monat zu Monat variirt. Insgesamt kommt man letzlich auf die gesagte 6000 €.
 
E

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#19
AW: hallo..(i.Auftrag)

Ich würde gerne wissen, ob man die Sanktionsbescheide mit einem Überprüfungsantrag angreifen kann.
Das ist so meines Wissens noch nie im Gespräch gewesen, aber warum eigentlich nicht.

Man könnte so argumentieren, dass, da die Arge offensichtlich über die Drogenprobelmatik des jungen Mannes informiert war, aber statt ihm die aufgrund seiner Erkrankung - die fehlendes Einsichtsvermögen beeinhaltet - pflichtgemäß geeignete Hilfe zukommen zu lassen, ihn lediglich wieder und wieder sanktioniert hat und sich dann - als man ihn nachhaltig aus der Leistung gedrängt hatte - nicht mehr um ihn gekümmert hat. Also Überprüfungsantrag der Sanktionsbescheide nach § 44 SGB X vor dem Hintergrund einer Amtspflichtsverletzung.

Aber wie ich schon schrieb, wenn Du keinerlei Erfahrung in der Auseinandersetzung mit Argen hast, sollte man aufgrund der Komplexität dieses Sachverhalts wirklich einen Anwalt zuziehen. Spätestens dann, wenn der Überprüfungsantrag negativ beschieden wird.
 

okiyana

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#20
AW: hallo..(i.Auftrag)

Hallo allerseits,

mein Bekannter war heute bei der BAgis und hat dort versucht was zu erreichen. Der Teamleiter hat ihn ein Schreiben für die KK mitgegeben, darin steht, dass er in dem Zeitraum von 01.11.08-01.09.09 keine Leistungen erhalten habe und in diesem Zeitraum auch keine ärtzliche Dienstleistungen in Anspruch genommen wurden sind. Letztendlich möchte er wissen, warum die KK Beträge verlangt, obwohl keine Kosten für KK Dienstleistungen angefallen sind. Das ist der letzte Stand.Ich blicke irgendwie nicht mehr durch. Was bringt so ein Schreiben?Was bezweckt er damit?

Was denkt ihr?

Danke euch vorab für eure antwortenn..
 

Eierbecher

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#21
AW: hallo..(i.Auftrag)

Wie ich dir schon letzte Nacht schrieb, ab zum Anwalt.

Der kann am besten sehen was man dagegen unternehmen kann.

MfG

Eierbecher
 
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Gast
#22
AW: hallo..(i.Auftrag)

Hallo allerseits,

mein Bekannter war heute bei der BAgis und hat dort versucht was zu erreichen. Der Teamleiter hat ihn ein Schreiben für die KK mitgegeben, darin steht, dass er in dem Zeitraum von 01.11.08-01.09.09 keine Leistungen erhalten habe und in diesem Zeitraum auch keine ärtzliche Dienstleistungen in Anspruch genommen wurden sind. Letztendlich möchte er wissen, warum die KK Beträge verlangt, obwohl keine Kosten für KK Dienstleistungen angefallen sind. Das ist der letzte Stand.Ich blicke irgendwie nicht mehr durch. Was bringt so ein Schreiben?Was bezweckt er damit?

Was denkt ihr?

Danke euch vorab für eure antwortenn..
Gerichtsvollzieher droht

Wer seine Beitragsschulden und auch die neu erhobenen Beiträge zwei Monate oder länger nicht bezahlen kann, muss damit rechnen, dass die Kasse ihm nicht nur den Gerichtsvollzieher ins Haus schickt, sondern obendrein ihre Leistungen verweigert. Sie zahlt dann nur im akuten Notfall.

Es gibt zwar für Selbständige einen herabgesetzten Mindestbeitrag, doch der ist nur ein schwacher Trost: Können Selbständige die normale Mindestsumme von 250 Euro im Monat nicht aufbringen, ist eine Ermäßigung auf 170 Euro möglich. Dazu müssen die Betroffenen ihre finanziellen Verhältnisse lückenlos offenlegen. Reicht das Geld auch für den ermäßigten Mindestbeitrag nicht, sind die Sozialämter zuständig, allerdings auch nur bedingt. Nach den Regeln der Gesundheitsreform müssen sie Bedürftige bei den laufenden Kassenbeiträgen unterstützen, aber keine Beitragsrückstände zahlen. Darauf bleiben die Betroffenen in jedem Fall sitzen.

Quelle: Versicherungspflicht - Wieder krankenversichert - und ruiniert - Finanzen - sueddeutsche.de
Laut Gesetz ist jeder verpflichtet krankenversichert zu sein, wer davon nichts weiß/wusste hat leider Pech gehabt.....

...versuche bitte erst mal alle relevanten Daten von deinem Bekannten zu bekommen und lese dir nochmals die hier gemachten Vorschläge in Ruhe durch, bevor du handelst!

Gruß Tramp
 
E

ExitUser

Gast
#23
AW: hallo..(i.Auftrag)

Der Teamleiter hat ihn ein Schreiben für die KK mitgegeben, darin steht, dass er in dem Zeitraum von 01.11.08-01.09.09 keine Leistungen erhalten habe und in diesem Zeitraum auch keine ärtzliche Dienstleistungen in Anspruch genommen wurden sind.
...

Was bringt so ein Schreiben?
Nichts, aber auch gar nichts. Wenn Du ein Auto hast und im Versicherungsjahr kein Schaden angefallen ist, warst Du trotzdem zur Beitragszahlung an Deine Haftpflichtversicherung verpflichtet.

Sorry, aber zu einem solchen Blödsinn fällt mir nichts anderes als so ein dämlicher Vergleich ein. Ob der "Teamleiter" ein komplett von der Realität abgehobener Idiot ist und sich vielleicht sogar noch besonders schlau vorkommt ... ich vermag es nicht zu sagen.

Wie Tramp schon sagte, Du solltest nun erst einmal die hier bisher gemachten Vorschläge prüfen, für Dich bewerten und auch anwenden. Der Fall ist definitiv nicht aussichtslos.
 

strümpfchen

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#24
AW: hallo..(i.Auftrag)

h Das Schreiben( mit den Postrückläufern) von der Bagis erhielt er zwei Monate später, da war aber auch die Widerspruchsfrist schon verstrichen.
Nein, die Widerspruchsfrist läuft meines Wissens erst ab Zugang des Schreibens. Sofern ihn also nachweislich die Schreiben (s. Postrückläufer) nicht früher erreicht haben, beginnt die Widerspruchsfrist erst nach Zustellung am neuen Wohnort zu laufen. Vorsorglich daher jetzt Widerspruch einlegen.

LG
strümpfchen
die sich gerne Besseren belehren lässt, sofern entsprechend begründet
 

Martin Behrsing

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#25
AW: hallo..(i.Auftrag)

Hier bitte unbedingt einen Anwalt nehmen.

1. Ist die Forderung der KK viel zu hoch
2. Hat die BAGIS wohl auch großen Mist gebaut und hier müssen Überprüfungsanträge und Klagen gestellt werden.
 

Kaleika

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#26
AW: hallo..(i.Auftrag)

Probleme mit der BAgIS klingen nach Bremen.
In Bremen gibt es den so:leb, der dienstags in der Neustadt umsonst Beratung macht und auch zur BAgIS begleitet.
Schau mal hier:

so:leb Sozialer Lebensbund

Kaleika
 

mathias74

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#27
AW: hallo..(i.Auftrag)

Laut Gesetz ist jeder verpflichtet krankenversichert zu sein

Gruß Tramp
Seit wann gilt dieses Gesetz :confused:, ich bin 1996 für ein Jahr Ausgestiegen und habe Teile Europas bereist, in dieser Zeit war ich nicht Krankenversichert, war aber auch nicht Krank :biggrin:
 
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#28
hallo mathias74,

das gilt seit 1. 4. 2007, da trat durch die gesundheitsreform die versicherungspflicht in kraft.

liebe grüße von barbara
 

okiyana

Elo-User/in

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#29
AW: hallo..(i.Auftrag)

Probleme mit der BAgIS klingen nach Bremen.
In Bremen gibt es den so:leb, der dienstags in der Neustadt umsonst Beratung macht und auch zur BAgIS begleitet.
Schau mal hier:

so:leb Sozialer Lebensbund

Kaleika

Ich war heute da. Sie haben mir leider nicht weiterhelfen können. Ich soll einfach gegen die beiden Schreiben Überprüfungsanträge stellen und letztendlich bis zur Klage kommen lassen.
 

okiyana

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#30
AW: hallo..(i.Auftrag)

Nein, die Widerspruchsfrist läuft meines Wissens erst ab Zugang des Schreibens. Sofern ihn also nachweislich die Schreiben (s. Postrückläufer) nicht früher erreicht haben, beginnt die Widerspruchsfrist erst nach Zustellung am neuen Wohnort zu laufen. Vorsorglich daher jetzt Widerspruch einlegen.

LG
strümpfchen
die sich gerne Besseren belehren lässt, sofern entsprechend begründet

Danke für die Information. Das Schreiben erhielten wir am 01.07.09 und haben jedoch nicht darauf reagiert. Es ist jetzt zu spät für einen Widerspruch.Da hilft wahrscheinlich nur der Überprüfungsantrag.
 

Kaleika

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#31
AW: hallo..(i.Auftrag)

Ich war heute da. Sie haben mir leider nicht weiterhelfen können. Ich soll einfach gegen die beiden Schreiben Überprüfungsanträge stellen und letztendlich bis zur Klage kommen lassen.
Wieso glaubst Du, dass Dir das nicht helfen kann?
Auch Strümpfchen empfiehlt Dir einen Überprüfungsantrag.

Wer sich wehrt, der kann verlieren, wer sich nicht wehrt, der hat schon verloren!

Probiere es doch mal aus!

Kaleika
 
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ExitUser

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#32
Ich kenne die genauen Hintergründe nicht, deshalb weiß ich nicht genau ob und welche rechtlichen Schritte auch Erfolg haben könnten/werden.

Deshalb möchte ich darauf hinweisen, dass die Säumniszuschläge sehr wahrscheinlich weiter anwachsen, solange es noch keine Absprachen/Einigungungen gibt.

:icon_pause:
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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