Sanktionen drohen

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Schreibtisch

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Hallo ihr lieben,
meine Frau hatte letzte Woche Termin beim JC. Die übliche halbjährliche Einladung. Wurde dann auch direkt gefragt nach Bewerbungen aus dem April! und anderen. Sie hätten ja keine Rückmeldungen erhalten. Glatt gelogen, haben wir alle gegen Eingangsstempel abgegeben.
Meine Frau hatte ihren Aktenordner dabei und konnte auch vorzeigen :icon_daumen:.
Nun wollte die nette Dame natürlich auch eine EGV abschließen und hat diese meiner Frau zur Unterschrift vorgelegt. Sie sagte, das sie die Egv zur Überprüfung erstmal mitnimmt. Die JC-Tante sagte dann, eine Ausfertigung müsse sie dann aber unterschrieben hier lassen. Hat aber keine bekommen. Heute kam dann die nächste Einladung (Anhang).

Hier meine Fragen:
Wie lange kann man rückwirkend sanktioniert werden???
Wie beim nächsten Gespräch verhalten. Muss sie wirklich die ganzen Bewerbungsunterlagen nochmal anschleppen?
Wer ist die bessere Begleitung beim Termin? Ich als Ehemann oder eine neutrale Person.
Und die erstmal letzte Frage: Die Begleitung muss sich nicht ausweisen, wo steht das nochmal, finde es nicht wieder.

Die EGV geben wir sowieso nicht ab.

Hier wird eindeutig nach Möglichkeiten gesucht uns Sanktionen reinzudrücken, auch eine Heizkostennachzahlung (600€) ist mittlerweile 11 Wochen überfällig (das liegt jetzt beim Anwalt).


Vielen Dank für eure Antworten
 

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MS23

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Eine Sanktion kann maximal sechs Monate nach der Pflichtverletzung eintreten.

Beim ersten Termin hatte sie ihren ganzen Ordner mit und für den zweiten Termin ist es nun zuviel die Bewerbungsunterlagen mitzubringen? Warum?

Ich denke du, als ihr Ehemann, bist als Begleitung schon ganz gut. Immerhin kennst du deine Frau wahrscheinlich ganz gut und kannst ihr so Sicherheit geben.

Wenn ihr Beistand nur dabei sitzt und ihr somit "seelischen" Beistand gibt, muss er sich nicht ausweisen. Soll der Beistand auch für deine Frau sprechen, muss er sich natürlich ausweisen. Was wäre daran auch so schlimm?

Gruß
MS23
 

Chosyma

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Wenn ihr Beistand nur dabei sitzt und ihr somit "seelischen" Beistand gibt, muss er sich nicht ausweisen. Soll der Beistand auch für deine Frau sprechen, muss er sich natürlich ausweisen. Was wäre daran auch so schlimm?

Gruß
MS23

sorry aber das ist kompletter Blödsinn. Ein BEISTAND muss sich niemals ausweisen. Und alles was ein Beistand sagt wird so gewertet, als ob es der Leistungsempfänger selbst gesagt hat. Wenn der Leistungsempfänger mit dem Gesagten nicht einverstanden ist, muss er seinem Beistand sofort widersprechen. Ein Beistand handelt zusammen mit dem Leistungsempfänger.

Ausweisen muss sich ein BEVOLLMÄCHTIGTER der mit einer schriftlichen Vollmacht versehen für einen Leistungsempfänger handelt. Siehe dazu § 13 SGB X

@Schreibtisch nun zu deinen Fragen

Du kannst als Beistand mitgehen, musst dich nicht ausweisen, nicht deinen Namen nennen und darfst auch für deine Frau reden, wenn sie dir das erlaubt^^ ABER kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem JC ist ein neutraler Beistand möglicherweise besser, weil ein Richter auch ein Mensch ist und bei Eheleuten eher von Gefälligkeitsaussage ausgehen könnte...

Bewerbungsunterlagen würde ich mitnehmen, aber nur auf Verlangen vorlegen, wenn die Situation es erfordert. Eigentlich hat deine Frau ja vorgelegt, es sollte also reichen, wenn sie alles vorlegt was nach dem letzten Termin getätigt wurde.
Aber dafür ein Fass aufmachen, das wär es mir nicht wert, sollen die doch glücklich werden mit lückenlosen Bewerbungsnachweisen...einen passenden Spruch in Richtung mangelnder Gedächtnisleistung des SB könnte ich mir allerdings nicht verkneifen, so von wegen: schon erstaunlich, das SB sich nicht merken kann, das alle Nachweise schon am xx.xx.xx vorgelegt wurden...

LG Antje
 

MS23

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Beistände sind unter bestimmten Umständen zurückzuweisen oder dürfen nicht an dem Verwaltungsverfahren beteiligt werden.

Zur Überprüfung dessen, muss sich auch der Beistand ausweisen.

Du kannst mir Glauben, ich weiß wovon ich schreibe, sonst täte ich das nicht.

Ich versteh auch gar nicht, was daran so schlimm sein soll, sich auszuweisen. Es gebietet doch allein schon die Höflichkeit.

Gruß
MS23
 

Chosyma

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Beistände sind unter bestimmten Umständen zurückzuweisen oder dürfen nicht an dem Verwaltungsverfahren beteiligt werden.

Zur Überprüfung dessen, muss sich auch der Beistand ausweisen.

Du kannst mir Glauben, ich weiß wovon ich schreibe, sonst täte ich das nicht.

Ich versteh auch gar nicht, was daran so schlimm sein soll, sich auszuweisen. Es gebietet doch allein schon die Höflichkeit.

Gruß
MS23
Sorry aber das was du hier schreibst, halte ich nach wie vor für falsch. Tatsache ist, dass sich Beistände einem SB gegenüber nicht ausweisen müssen, dafür gibt es einfach keine Rechtsgrundlage.

Beistände können in sehr seltenen Fällen schriftlich zurück gewiesen werden stimmt. Ein Beispiel der Beistand langt über den Tisch und knallt dem SB eine. (und auf diesem Niveau was die "schwere der Tat" betrifft muss der Grund einer Rückweisung sein, einfach mal nen Beistand zurückweisen geht nämlich nicht) Aber auch daraus ergibt sich keine Ausweispflicht.. Meine Personalien darf Polizei, Zoll und Staatsanwalt feststellen, aber bestimmt kein SB des JC. Die schriftliche Rückweisung, so das JC davon Gebrauch machen will, kann dem Beistand sofort ausgehändigt werden, meinen Namen und gar noch meine Adresse brauchen die dafür nicht.

Ich gebe dir in soweit Recht, das es alles eine Frage der Grundeinstellung den JC Mitarbeitern gegenüber ist, und da gibt es nun mal verschiedene Ansichten, die jeweils ihre Gründe haben...
Klar kann man höflich sein und seinen Namen nennen (würde ich auch machen, wenn ich jemanden begleite, und der das gerne möchte , da bin ich "beschwerdefrei"), aber man muss es nicht und das war hier die Frage...

LG Antje
 

MS23

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Es geht bei der Zurückweisung nicht um tätliche Übergriffe oder der gleichen.
Bei so einem Vorfall braucht es auch keine Grundlage im SGB. Hierfür reicht schon das Hausrecht.

Gründe für eine Zurückweisung oder die Tatsache das jemand nicht an dem Verwaltungsverfahren teilnehmen darf, liegen vielmehr in der Person des Beistandes.

Aber ich denke, wir müssen das hier jetzt nicht vertiefen.

Wahrscheinlich möchte die Arbeitsvermittlerin gar nicht, dass sich der Beistand ausweist.
Falls doch, muss man sich eben überlegen, ob man deswegen die Fronten verhärten will oder ob man es sich nicht doch vielleicht einfach macht und kurz den Ausweis zückt. Tut ja nicht weh.

Gruß
MS23
 
G

gast_

Gast
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Und wie kommst du dann auf Sanktion?

Die JC-Tante sagte dann, eine Ausfertigung müsse sie dann aber unterschrieben hier lassen.

Der würde ich ne Fachaufsichtsbeschwerde reindrücken, wenn ich einen Beistand dabei gehabt hätte.


Hier meine Fragen:
Wie lange kann man rückwirkend sanktioniert werden???

6 Monate ab Kenntnis der Verfehlung

Wie beim nächsten Gespräch verhalten.

Beistand mitnehmen, der Protokoll schreibt.

Muss sie wirklich die ganzen Bewerbungsunterlagen nochmal anschleppen?

Ich denke, sie hat gezeigt, daß sie die gegen Empfangsbestätigung abgegeben hat?


Wer ist die bessere Begleitung beim Termin? Ich als Ehemann oder eine neutrale Person.

Am besten sind 2 Beistände :icon_smile:
Ansonsten: Besser jemand Neutrales als Familie
 

Schreibtisch

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Hallo, erst mal Danke für die vielen Tips:icon_daumen:
habe heute meine Frau beim Termin begleitet. Bewerbungsunterlagen wollte die nette Dame garnicht sehen. Ihr ging es nur um die EGV. Ob sie jetzt unterschrieben ist? Nö. Wo denn die 2. Ausferigung ist, die braucht sie doch auch ganz dringend dann zurück. Lag natürlich zuhause, wo sie hingehört.:icon_party: Wir wollten kleine Änderungen haben, z.B. Kostenübernahme für Bewerbungen, Vermittlungsbudget etc. Echt nur Kleinkram. Hätte sie ändern können, wenn sie denn gewollt hätte. Habe sie auch darauf hingewiesen, daß die EGV doch auf ihrem Rechner geöffnet ist und sie nur in die entsprechenden Felder klicken braucht um den Text z.b in den Eigenbemühungen ändern zu können. Das ginge aber garnicht,wäre alles so vorgegeben, wenn sie was ändern würde bekäme sie ne Abmahnung, und überhaupt sollten wir ihr es doch nicht so schwer machen, sie sieht es auch nicht so eng, ihr würde eine Tabelle reichen und das ist doch nur Papier. Und das ganze schei.freundlich und nie die Haltung verloren. So Eine ist mir noch nicht untergekommen.:icon_neutral: Haben dann ohne zu unterschreiben diesen gastlichen Ort verlassen. Kommt dann wohl in der nächsten Zeit der VA. Als Anhang die EGV. Stimmt es, daß EGV und VA identisch sein müssen? Weil wir dann gute Chancen haben dien VA zu kippen.

LG
 

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gelibeh

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Wenn in dem VA tatsächlich das drin steht, wie hier in der EGV, dann sehe ich sehr gute Chance den EGV-VA zu kippen. Das Jobcenter verpflichtet sich zu gar nichts, die Frau soll aber Bewerbungen schreiben. Viel Ahnung scheint die SB nicht zu haben.
 

Eagle

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Das ginge aber garnicht,wäre alles so vorgegeben, wenn sie was ändern würde bekäme sie ne Abmahnung, und überhaupt sollten wir ihr es doch nicht so schwer machen, sie sieht es auch nicht so eng, ihr würde eine Tabelle reichen und das ist doch nur Papier. Und das ganze schei.freundlich und nie die Haltung verloren.

Typische Masche das Ruder noch rum zu bekommen. :icon_kotz2:
Was zählt ist was auf dem papier steht, nicht was Sie so sagt.
 
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