Sanktion weil ich angeblich bei Telefongespräch Alles abgeblockt habe (=gelogen)?

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D

densch

Gast
Hallo,
ich musste mich aufgrund VV mit RfB bei der örtlichen Poco bewerben. Das war am 9.10..
Am 11.10. bekam ich dann die Email
"Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an einer Mitarbeit bei POCO.

Ich habe noch einige Rückfragen zu Ihren Bewerbungsunterlagen, konnte Sie jedoch leider bislang telefonisch nicht erreichen.

Bitte rufen Sie mich zurück.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen"


Ich rief diese also an.
Erzählte (wobei man mir jede weitere Antwort aus der Nase ziehen muste)
dass ich Email gekriegt habe, sollte mich bei ihr melden, es gäbe Rückfragen zu den Bewerbungsunterlagen.

Da Sie wohl das schwerfällig voranschreitende Telefongespräch bemerkte, fragte Sie dann:
"Sie wollen doch bei uns arbeite, oder?
Denn das hört sich gar nicht so an."
Ich dann:
"ja, klar will ich. Im Prinzip muss man ja auch wollen, sonst bekäme man ja sanktionen. Steht ja extra in den Rechtsfolgenbelehrungen bei den Vermittlungsvorshcölägen mit dabei"

Sie: "Nein,d ann brauchen wir gar nicht weiter zu machen. Das hat dann keinen Wert. Da kann ich Ihnen direkt absagen."

Ich dann sinngemäß: "Oh, das ist dann aber schade."

beiderseitige Verabschiedung. Ende des Gesprächs.

Nun kam angehängtes Sanktionsschreiben bzw. zumindest Sanktionsandrohung.

Angeblich hätte ich irgendeinen Bewerbertag abgelehnt und auch kein Interesse an Arbeit bei ihr gehabt.

Dabei kamen wir noch gar nicht zu den Details, als sie hörte dass ich mich im Prinzip nur wegen des VV und der Sanktionsandrohung beworben hatte, hat sie ja direkt abgelehnt.
Von Bewerbertag war nie die Rede, geschweige denn habe ich irgendwas gesagt, ich hätte kein interesse an ihrem Job . Was ich denke ist zwar ne andere Sache aber gesagt habe ich definitiv nix in die Richtung!


Nun stellt die Olle dem jobcenter gegenüber diese Behauptungen in den Raum.
Natürliich lasse ich das nicht auf soch sitzen und werde Stellung abgeben.

Die Frage ist nur, wie viel ich da am besten schreibe und wie ich das formuliere.

Was meint ihr dazu?

Oder hätte ich das mit dem VV mit RfB grundsätzlich gar nicht erwähnen dürfen?
 

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götzb

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Den Arbeitgeber beim Datenschutzbeauftragten anzeigen.
Denn er ist nicht befugt, dem JC darüber Auskunft zu geben, warum es zu keiner Einstellung (angeblich kein Interesse) kam, es sei denn, du hast dies erlaubt.
 

götzb

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Wie kommst du denn auf das schmale Brett?

Nach § 25 Abs. 2 Nr. 1 BDSG i.V.m. § 23 Abs. 1 Nr. 1, 2, 6 BDSG wäre eine Weitergabe personenbezogener Daten eines ALG II Empfängers ohne dessen Wissen und ohne dessen Zustimmung vom Jobcenter an einen potentiellen Arbeitgeber möglich.
Aber: Gemäß § 1 Abs. 2 S. 1 BDSG gehen hier die Regelungen des SGB X zum Sozialdatenschutz vor. Eine Anwendbarkeit der Öffnungsklausel des § 1 Abs. 2 S. 2 BDSG sehe ich hier nicht.

Die Regelungen des SGB X zur Übermittlung von Sozialdaten ermöglichen keine Weitergabe von personenbezogenen Daten eines ALG II Empfängers ohne dessen Wissen und ohne dessen Zustimmung an einen potentiellen Arbeitgeber.
Und das SGB II beinhaltet keine derartigen Regelungen.

Auf Seiten des Arbeitgebers sieht es ähnlich aus.
Der potentielle Arbeitgeber darf personenbezogenen Daten, die er im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens vom Bewerber erlangt hat, nicht an das Jobcenter übermitteln. Weder BDSG noch DSGVO erlauben dem Arbeitgeber eine solche Übermittlung.
Der Arbeitgeber hat somit sowohl den Inhalt der Bewerbung als auch Inhalte von Gesprächen oder Korrespondenz mit dem Bewerber für sich zu behalten.

Die Auskunfts- und Mitwirkungspflichten eines Arbeitgeber nach §§ 57 und 58 SGB II greifen erst, wenn dieser mit dem Bewerber einen Arbeitsvertrag geschlossen hat - aber auch nur in dem dort genannten Rahmen und Umfang, der ein Bewerbungsverfahren nicht umfasst.
Zwar darf das Jobcenter aufgrund § 67a Abs. 2 S. 2 Nr. 2 b aa SGB X einen potentiellen Arbeitgeber aufgrund eines zuvor erfolgten Vermittlungsvorschlages anrufen oder anschreiben, der Arbeitgeber darf dem Jobcenter daraufhin aber nur Daten mitteilen, die das Jobcenter ohnehin auch vom Bewerber erfährt: ob und wann die Bewerbung erfolgte, ob ein Vorstellungsgespräch erfolgte und ob der Arbeitgeber im Ergebnis den Bewerber eingestellt hat, bzw. dies beabsichtigt.
Fragen nach dem Verhalten des Bewerbers, welche Mängel dessen Bewerbungsschreiben möglicherweise beinhaltete oder aus welchen in der Person des Bewerbers liegenden Gründen es zu keinem Arbeitsvertrag kam, darf der potentielle Arbeitgeber dem Jobcenter in Ermangelung einer rechtlichen Grundlage nicht beantworten.
https://no-go.tld/index.php?topic=114545.0;topicseen
 

Merse

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Interessant ist, dass hier nicht Bezug auf die RFB des VV genommen wird, sondern die Sanktion einzig an den Pflichten aus der EGV hochgezogen werden soll. Scheinbar weiß das JC sehr genau, dass du dich ordnungsgemäß beworben hast und sucht nun verzweifelt nach irgendeiner Hintertür, um doch noch eine Sanktion verhängen zu können.
 

0zymandias

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Die vereinbarte Pflicht "alle Maßnahmen blablabla" dürfte auch zu unbestimmt sein, um eine Sanktionsfolge bei Verletzung zu haben.
Da wäre ja Prostitution und Raubmord mit eingeschlossen.

Fragen sehe ich keine in der Anhörung, die müsste man noch nachfordern.

Dass der Bewerbertag mit keiner Silbe erwähnt wurde, könnte man schon mal mitteilen.
Dass kein Interesse vorgelegen habe, ist schlicht die Unwahrheit, was man auch schon an dem Aufwand der Bewerbung und der Durchführung des Telefonats erkennen kann.

Vielleicht kann man noch mehr aus dem VV und der EGV herausholen.

Nachtrag: Da ist die EGV.
Man könnte im Sanktionsfall versuchen, diese für nichtig zu erklären, so dass daraus keine Sanktion abgeleitet werden kann.
Das könnte über § 58 SGB X (2) klappen, denn der ersetzende VA wäre nichtig, da auf Meldeversäumnisse eine 30 %ige Sanktion entgegen der gesetzgeberischen Vorgaben aus § 32 SGB II festgesetzt wird.
Bewerbungskosten und Meldeaufforderung im VA
Die Rechtswidrigkeit ergibt sich insoweit aus der Diskrepanz zwischen der Übernahme der
Bewerbungskosten durch den Antragsgegner und der Pflicht zur Bewerbung durch den
Antragsteller. Der Verwaltungsakt trägt dem Gegenseitigkeitsverhältnis nicht gebührend
Rechnung. Der Antragsgegner hat sich durch die Formulierung, dass Bewerbungskosten
übernommen werden können, eine Ermessenentscheidung bei der letztendlichen
Übernahme der Bewerbungskosten vorbehalten. Dies korrespondiert nicht mit der
unbedingten Pflicht des Antragstellers, mindestens 6 Bewerbungen pro Monat
vorzunehmen und nachzuweisen. Dabei erlangt besondere Bedeutung, dass es dem
Antragsteller nicht zumutbar ist, besondere zusätzliche finanziellen Aufwendungen zur
Umsetzung seiner Eingliederungsbemühungen aus der Regelleistung zur Sicherung des
Lebensunterhaltes nach § 20 SGB II zu bestreiten (vgl. Berlit in: Münder, Sozialgesetzbuch
II, Grundsicherung für Arbeitssuchende, § 15 Rn. 29). Die Übernahme der
Bewerbungskosten durch den Antragsgegner stellt demnach eine
Bewerbungsvoraussetzung für den Antragsteller dar. Bei dem vorliegenden Verwaltungsakt
wäre es allerdings möglich, dass der Antragsgegner die Übernahme von
Bewerbungskosten verweigert, aber dennoch die mindestens 6 Bewerbungen pro Monat
von dem Antragsteller einfordert und den Antragsteller sodann bei fehlenden Bewerbungen
entsprechend sanktioniert.
Die Rechtswidrigkeit des Bescheides ergibt sich im Übrigen aus der Umgehung einer
gesetzlichen Sanktionsvorschrift. Nach § 32 Abs. 1 S. 1 SGB II folgt aus einem
Meldeversäumnis eine Sanktion i.H.v. 10% des maßgebenden Regelbedarfes. Durch die
Regelung in der Eingliederungsvereinbarung wird ein Meldeversäumnis hingegen mit einer
Sanktion LH.v. 30% sanktioniert. Denn das Folgeleisten hinsichtlich einer
Meldeaufforderung ist nach der Eingliederungsvereinbarung eine Pflicht des Antragstellers.
Ein Verstoß gegen diese Pflicht - eben in Form eines Meldeversäumnisses - ist ein Verstoß
gegen die Eingliederungsvereinbarung, was die in der Rechtsfolgenbelehrung ausgeführte
Sanktion LH.v. 30% auslöst.
Sozialgericht Gelsenkirchen am 18.06.13, Az.: S 43 AS 1316/13 ER

DAZU auch:

Sanktionsvorteil
Meldepflicht nicht in EGVA
2. 2 LSG Schleswig-Holstein, Beschluss v. 18.07.2016 - L 6 AS 114/16 B ER

Die Statuierung einer allgemeinen Meldepflicht kann nicht Gegenstand einer Eingliederungsvereinbarung nach § 15 Abs. 1 Satz 1 SGB II und damit auch nicht Gegenstand eines die Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakts nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II sein.

Leitsatz ( Juris )

1. Meldepflichten, die sich inhaltlich nicht von der allgemeinen Meldepflicht nach § 59 SGB II unterscheiden, können nicht Gegenstand einer Eingliederungsvereinbarung sein.

2. Werden solche Regelungen in einem die Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakt getroffen, beschweren diese den Adressaten schon deshalb, weil die Verletzung von Pflichten aus der Eingliederungsvereinbarung oder einem diese ersetzenden Verwaltungsakt schwerere Sanktionsfolgen nach sich zieht als die Verletzung der allgemeinen Meldepflicht.
https://www.elo-forum.org/aktuelle-...heles-rechtsprechungsticker-kw-05-2018-a.html
 
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Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Den Arbeitgeber beim Datenschutzbeauftragten anzeigen.
Das wäre nur konsequent, hilft aber nicht gegen die Sanktion.
Die steht doch auf sehr wackeligen Füßen, alleine weil das im Bescheid benannte Angebot des AG
zu keinem Zeitpunkt weder mündlich, noch schriftlich unterbreitet wurde (Das Gegenteil zu beweisen dürfte schwerfallen.).
Auch die vorsätzliche Ablehnung nachzuweisen, dürfte schwerfallen, da Aussage gegen Aussage steht.
Und wenn hier quasi ein Strafverfahren aufgrund eines Telefongespräches eröffnet werden soll,
ich davon ausgehe, daß die Dame am Telefon des AG mir nur eins auswischen will,
da ich ihren penetranten Wunsch zum Beischlaf abgelehnt habe. :icon_mrgreen: Behaupte ich einfach mal.
Letzteres geht aber nur, wenn ein Telefonmitschnitt durch den AG ausgeschlossen werden kann.
Es soll auch nur das rechtswidrige Prinzip der Denunziation ohne Nachweis aufzeigen.

Aber eines sollte TE hieraus gelernt haben;

Es gibt keine Verpflichtung, telefonisch erreichbar zu sein.
Weder gegenüber Behörden, noch gegenüber AG.

Halte ich mich dahingehend bedeckt, zwinge ich beide auf den rechtssicheren Schriftweg.
 
D

densch

Gast
Ich denke auch darüber nach, ganz banal und knapp zu antworten:
"Den vorgebrachten Behauptngen widerspreche ich.
Ein Bewerbertag wurde nicht erwähnt, geschweige denn ein Solcher von mir abgelehnt.
Auch habe ich keinerlei Aussage getätigt, ich wolle die Stelle als Volllagerist nicht annehmen oder sei an dieser nicht interessiert."


So etwas in der RIchtung.
Im Prinzip nur zu jeder der behauptungen sagen dass es zusammengelogener Bullsh*t ist.
Und nicht mehr damit da ja nichts überflüssiges steht, was das Jobcenter mir ankreiden oder irgendwie passend verdrehen könnte! :)


Und ansonsten, falls die ernsthaft nen Sanktionsbescheid raushauen, will ich mal Beweise sehen.
Ich denke, dann könnte ich auch die Frau von der Poco strafrechtlich ziemlich in die Mangel nehmen, oder?


Mal ne Frage zum Datenschutz:
Was ich gesagt habe, habe ich ja dargelegt.

Angenommen die Frau wäre so vernarrt auf ihren Standpunkt dass die das Telefongespräch aufgenommen hat (Ich wüsste jedenfalls nicht, irgendwann ner Aufnahme zugestimmt zu haben).


Könnte ich dann nicht die alleine schon wegen des illegalen Aufnehmens drankriegen?
 
Zuletzt bearbeitet:

erwerbsuchend

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Ich rief diese also an.
Erzählte (wobei man mir jede weitere Antwort aus der Nase ziehen muste)
dass ich Email gekriegt habe, sollte mich bei ihr melden, es gäbe Rückfragen zu den Bewerbungsunterlagen.

Da Sie wohl das schwerfällig voranschreitende Telefongespräch bemerkte, fragte Sie dann:
"Sie wollen doch bei uns arbeite, oder?
Denn das hört sich gar nicht so an."
Ich dann:
"ja, klar will ich. Im Prinzip muss man ja auch wollen, sonst bekäme man ja sanktionen. Steht ja extra in den Rechtsfolgenbelehrungen bei den Vermittlungsvorshcölägen mit dabei"

Sie: "Nein,d ann brauchen wir gar nicht weiter zu machen. Das hat dann keinen Wert. Da kann ich Ihnen direkt absagen."

:sorry:, wenn ich hier den Partycrasher gebe, aber warum gehst du so offensichtlich vor? Irgendwann wirst du dir damit eine Sanktion einfangen, die man nicht vor dem SG kippen kann. Gleichzeitig steigt mit diesem Verhalten die Wahrscheinlichkeit, dass dein SB bei dir Mängel im Bereich Bewerbung und Vorstellungsgespräche feststellt und dich einer Bewerbungsmaßnahme zuweisen wird. Du solltest daher dein Verhalten gegenüber ungewollten AG dringend überdenken, denn das ist aus deinen bisherigen Threads schon sehr offensichtlich.

Du solltest dir besser geeignete Abwehrstrategieen einfallen lassen, die nicht so plump wirken. Bei Poco hättest du besser Fragen zum allgemeinen Arbeitsalltag stellen sollen, gern auch sehr detailliert. So würdest du oberflächlich Interesse zeigen, aber deinem Gegenüber indirekt "nerven", weil du alles im Detail wissen willst. Solche Mitarbeiter sind je nach Unternehmen eher nicht gewünscht.
 

faalk

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Das wiedergegebene am Telefon ist wie hier schon geschrieben wohl Aussage gegen Aussage.

Nur kurz, gut dass das
"ja, klar will ich. Im Prinzip muss man ja auch wollen, sonst bekäme man ja sanktionen"
nicht in einen 1:2 Bewerbungsgespräch gefallen ist.:popcorn:
 
D

densch

Gast
:sorry:, wenn ich hier den Partycrasher gebe, aber warum gehst du so offensichtlich vor? [...]
Naja, dachte ich äussere ja nur eine Tatsache wenn ich sage dass ich den vermittlungsvorschlag gekriegt habe und Sanktionen bekäme, wenn ich mich nciht bewerbe.

Darf man das nicht sagen? o_O

Laut dem Thread
https://www.elo-forum.org/zeitarbei...ewerbungsschreiben-sammelthread-vorlagen.html
sollte man ja in Satz 1 der Bewerbung auch auf den Vermittlungsvorschlag verweisen.

Und die RfB mit Sanktionsandrohung gehört ja shcließlich zum VV dazu, oder? o_O

Ich habe wohl noch viel zu lernen ...

Nur kurz, gut dass das
nicht in einen 1:2 Bewerbungsgespräch gefallen ist.:popcorn:
Ist diese Aussage so fatal?

Es ist doch nur die Wahrheit, oder?
 

erwerbsuchend

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Ist diese Aussage so fatal?

Ja, diese Aussage ist so fatal, denn damit sagst du, dass du nur arbeiten willst, weil dir sonst Sanktionen angedroht werden. Du gibst damit zu erkennen, dass du eigentlich gar keine Lust hast, deinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Du bist damit in den Augen der AG ein Faulenzer, der nur auf den Kosten Anderer leben will. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob es sich dabei um deinen Traumjob oder nur um einen Aushilfsjob für eine begrenzte Zeit handelt.
 
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densch

Gast
@erwerbsuchend
Dass der AG das so sieht, ist ja die eine Geschichte.
Aber kann das Jobcenter aufgrund dessen auch Sanktionieren?

Ich habe ja nirgends gesagt dass ich nicht bei Denen arbeiten würde.

Finde es sowieso komisch dass man im Prinzip im Sinne des Jobcentes lügen soll wie gedruckt und dem Arbeitgeber mit allen Mitteln weiß machen soll wie scharf man doch auf den job dort ist.
Obwohl es eigentlich nur Zwangsarbeit ist man eins mit der Peitsche kriegt (aak Sanktion) wenn man nicht Schritt hält -.-

Im Prinzip soll man den AG nach Strich und Faden vera*schen und Arbeitsmoral für einen Job vorhäuscheln, der einem zusammen mit ner finanziellen Morddrohung aufgezwungen wurde.

Und dabei ja noch schön breit lächeln damit es keiner als Arbeitsverweigerung auffassen KÖNNTE -.-

Warum machen die faulen juristen nicht mal eindeutige Gesetze?

Und nicht immer nur dieses Fall zu Fall Ding nach dem motto "Beim Einen gehts, beim Anderen hat der Richter seine Tage und es gibt lebenslänglich"? o_O
 
E

ExUser 2606

Gast
In Bewerbung steckt das Wort Werbung.

Würdest du Schokolade kaufen, wenn die dir die ganze zeit erzählt, wieviel Kalorien drin sind?
[>Posted via Mobile Device<]
 

0zymandias

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Das "Ja, ich will" kam jedenfalls ganz eindeutig und mehr muss auch nicht sein.

Aus dem vermeidbaren Räsonieren über Sanktionen, das man in Zukunft besser unterlässt, eine allgemeine Arbeitsunwilligkeit ableiten zu wollen, wäre mir allerdings zu neoliberal, um es für rational zu halten.
Festhalten kann man aber, dass man bei POCO jetzt um Sanktionen weiß und sie auch für ihre Geschäftszwecke einsetzt.
Sonst gäbe es die Sanktionsanhörung nicht.

Und mal am Rande eingeworfen:

POCO gibt einige Millionen für Werbung aus und verbrennt sie jetzt einfach so.

Ist auch schade, ne? :biggrin:
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Ja, diese Aussage ist so fatal, denn damit sagst du, dass du nur arbeiten willst, weil dir sonst Sanktionen angedroht werden.
Bis hierhin gehe ich mit, solange sich das Wort "fatal" auf das Verhältnis zum geltende Sozial[tdgs]straf[/tdgs]recht bezieht.
Du gibst damit zu erkennen, dass du eigentlich gar keine Lust hast, deinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen.
Du bist damit in den Augen der AG ein Faulenzer, der nur auf den Kosten Anderer leben will.
Das ist Deine gelernte Interpretation, bei welcher Du zweckgebunden alle relevanten Kriterien sorgfältig ausschließt.
Es spielt dabei auch keine Rolle, ob es sich dabei um deinen Traumjob
oder nur um einen Aushilfsjob für eine begrenzte Zeit handelt.
Wenn es keine Rolle spielt, rechfertigt es nicht den Gebrauch des wertenden Wortes "nur".
 

Birt1959

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Ich würde mal nen Rechtsanwalt oder seine Kollegin wegen dieser Sache fragen, denn normaler Weise gehen Einladungen zu Assessment Centern, Bewerbertage und wie die AG solche Verunstaltungen auch immer benamsen, entweder schriftlich oder aber per Mail zu. Da könntest Du dann vielleicht darauf einhaken, wenn Du diese Art der Kommunikation nicht bekommen hast. Natürlich steht es einem AG auch zu, die Bewerber für solche Verunstaltungen einzeln anzurufen - nur den Arbeitsaufwand macht sich keiner.

Und ganz nebenbei: man/frau telefoniert nicht mit AGs, die durch Jobcentern ihre Rekruten bekommen. Da schreibt oder mailt man/frau hin, damit solche Geschichten nicht vorkommen können. Dabei bittet man um schriftliche Antwort. Oder man telefoniert mit den Personalgewaltigen von Firma XY nur in Beisein von Zeugen.

Sätze, die daraufhin deuten, dass sich Bewerber*innen letztendlich bewerben, um Sanktionen zu entgehen, könnten als Schlechtbewerbung angesehen werden. Dem Menschen am anderen Ende der Leitung fällt halt erst die Sache mit der Sanktion auf und nicht der Wille zur Arbeit. Sollte dieser Kommentar als Schlechtbewerbung angesehen werden, wirst Du wohl auch vor Gericht schlechte Karten haben. (vgl. den Beitrag da: https://hartzviernachrichten.wordpress.com/2011/12/09/schlechtbewerbung-steht-nichtbewerbung-gleich/ )

Du willst arbeiten und kein weiterer Kommentar. Ob Du das machst, weil dir sonst die Decke auf den Kopf fällt oder weil der JC dich zwingt, ist nur für dein Hirn bestimmt.

Ich wünsche Dir, dass die Sanktion abgewehrt werden kann.
 
E

ExUser 1309

Gast
Letzteres geht aber nur, wenn ein Telefonmitschnitt durch den AG ausgeschlossen werden kann
Ich glaube nicht, das der AG sich durch Telefonmitschnitte strafbar machen möchte: Telefonmitschnitte als Beweis, oder die rechtliche Grundlage
Das Aufzeichnen von Telefongesprächen ist strafbar, soweit dies unbefugt im Sinne des § 201 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB) erfolgt. Nach dieser Vorschrift können Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren verhängt werden, wenn unbefugt das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einem Tonträger aufgenommen wird.

Eine die Strafbarkeit ausschließende Befugnis zum Aufzeichnen von Telefongesprächen kann daher nur angenommen werden, wenn eine gesetzliche Erlaubnis vorliegt oder alle beteiligten Gesprächspartner (zumeist Kunde und Mitarbeiter) wirksam eingewilligt haben.

Dasselbe gilt auch für uns. Vor Aufzeichnungen muss die Erlaubnis des Gegenübers eingeholt werden und das man diese Erlaubnis hat, muss dokumentiert werden.
 

Birt1959

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Was heißt nicht mit AG gelefonieren?
Der schrieb mir ja per Mail, ich sollte ihn wegen Rückfragen zur Bewerbung zurückrufen.
kann ich ja schlecht ignorieren und auf ausschließlich Emailverkehr pochen, oder?

Du könntest in dem Fall eine Mail schreiben und mitteilen, dass Du ihn später anrufen wirst und zwischenzeitlich jemanden bitten, doch dabei zu sein. Allerdings würde ich das Telefon beim Telefonat auf "laut" stellen. Dem AG sagst Du das vorher, bittest um sein Einverständnis und begründest es damit, dass Du Notizen machen möchtest.

Ansonsten gilt, wie Zeitkind weiter oben ausführte: Du musst nicht mit einem Telefonat auf eine Mail antworten. Der AG benutzte nicht umsonst eine halbwegs rechtssichere Form. Schreib in Zukunft einfach zurück, welche Unterlagen fehlen oder was der AG noch zur Beurteilung der Bewerbung benötigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Deine Ehrlichkeit in allen Ehren, aber mit
"ja, klar will ich. Im Prinzip muss man ja auch wollen,
hast du dir keinen Gefallen getan.

Da gibt es ganz andere Argumente, die man grade am Telefon "spielen" lassen kann.

Aber die Ausrede "Rückfragen zu Ihren Bewerbungsunterlagen" kannte ich auch noch nicht - das war einfach ne fiese Masche für ein erstes Bewerbungsgespräch.
 

Matt45

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Hier sehe ich grundsätzlich jede Menge Probleme und Fragen.

Wer wusste überhaupt vom Bewerbertag?

Nach dem Beispiel sollte jeder "Angst" haben vor Telefonaten mit AG wegen Sanktionen.

Das Telefongespräch vom TE war allerdings nicht unbedingt das "Gelbe vom Ei". > Falls es so war.

Aussage gegen Aussage: Wer "gewinnt" in solchen Fällen?

Eine freche Geschichte seitens vom AG. Habe den Eindruck, die dürfen sich vieles erlauben nach Rückmeldung zum JC!
 

Gravi

Elo-User*in
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28 Oktober 2011
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Punkt 1.
Telefonische/EMail Erreichbarkeit beim JC sofort löschen lassen

Punkt 2.
Du widersprichst der Aussage des AG das Du dort nicht arbeiten wolltest, zumal es ja auch kein konkretes Arbeitsangebot für Dich gab

Punkt 3.
Du erzählst das nächste mal nichts mehr von VV, RFB etc. beim Vorstellungsgespräch
 
Status

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