Sanktion wegen ZA, bitte um Mithilfe!

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

thebrat

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2007
Beiträge
8
Bewertungen
0
Ich habe von der arge eine Sanktion wegen „aggressives verhalten“ bekommen.

Zum Sachverhalt: ich habe mich vor 1 Monat bei einer Zeitarbeitsfirma vorgestellt und es kam zu folgenden Szene:

ER: sie sind seit 2,5 Jahren arbeitslos? Starke Leistung, wie haben sie das geschafft? das kann ich jetzt beim besten willen nicht glauben. bei der Wirtschaftslage. 2 Möglichkeiten, entweder sie wollen nicht arbeiten wie alle h4-schmarozer oder sie arbeiten schwarz. Na ja, die Winter werden milder und Baustellen gibt’s genug!

ICH: also eigentlich möchte ich mich wegen einen Vermittlungsvorschlags der arge bewerben, dabei brauchen sie mir aber nicht Sachen zu unterstellen.

ER: aber aber, ich wollte ihnen gründe nennen woran es liegen könnte weshalb sie keinen job seit 3 Jahren haben. Sie kommen aus der Türkei wie ich aus dem Lebenslauf lesen kann. Wenn jetzt dort ein deutscher leben will, der muss sich auch anpassen oder nicht?

ICH: ich versteh jetzt nicht ganz, worauf wollen sie hinaus?

ER: ich will damit sagen, es kann auch daran liegen, dass sie sich nicht bei uns integrieren wollen.... gibt es eigentlich in der Türkei Arbeitsloseengeld?! Nein, nur hier in Deutschland, aber es ist nicht ihre schuld, sondern unsere, denn wir finanzieren das aus unsere Steuergelder.

ICH: also, dazu sag ich nichts.

ER: ok, ich habe ihre Adresse und Telefonnummer, werde mich dann ggf. melden!

Nach meiner Stellungnahme (exakt die Schilderung des Vorstellungsgespräch ) wurde diese mit folgender Begründung sanktioniert:

Ihnen wurde eine zumutbare arbeit angeboten worden. Sie haben durch ihr verhalten beim Vorstellungsgespräch dazu beigetragen, dass ein Beschäftigungsverhältnis nicht zu stande kam. Zu ihrer Begründung, dass sie u.a. als Ausländer diskriminiert wurden und h4-schmarozer. Von dieser aussagen hat sich die Zeitarbeitsfirma distanziert. Sie arbeiten seit Jahren mit ausländischen Mitbürgern und ALG2-Bezieher gut und erfolgreich. Ihre gründe können bei der Abwägung der persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig im sinne des §31 Absatz 1 Satz 2 SGB II anerkannt werden.

Ich möchte unbedingt einen Widerspruch einlegen, weil ich mir dieses nicht bieten muss. Denn außer dass ich keine arbeit bekommen habe, habe ich stattdessen eine Sanktion, obwohl ich beschimpft wurde. Eigentlich müsste ich diesen Typen anzeigen. Nun werde ich von Opfer in die Täterrolle gesteckt!

Kann mir jemanden helfen? Wie soll ich den Widerspruch besser darstellen ? Habe ich überhaupt eine Chance? Was soll ich tun? Habt ihr mal solche Erfahrungen machen müssen
 

Koelschejong

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
5.186
Bewertungen
1.643
Widerspruch mit genau der Begründung, die Du bereits hier gepostet hast. Gleichzeitig weise in Deinem Widerspruch darauf hin, dass in der Sanktionsbegründung von der erfolgreichen Zusammenarbeit der ZA-Firma die Rede ist, Du aber nicht die Haltung der Firma sondern die eines einzelnen Mitarbeiters gerügt hast.
Bitte in Deinem Widerspruch um Erläuterung, warum der Aussage einer nicht näher genannten Person innerhalb der ZA-Firma mehr Glauben zu schenken ist, als Deiner detailliert vorgetragenen Aussage.

Es scheint ja leider in Deutschland kein Einzelfall mehr zu sein, seine Aggressionen insbesondere gegen Ausländer zu richten - wird ja denn auch von einigen leider führenden Politikern fröhlich propagiert.
 

gerda52

Elo-User*in
Mitglied seit
21 März 2007
Beiträge
4.331
Bewertungen
370
Das Bewerbungsgespräch wurde von Seiten der ZA sehr provokativ geführt. Wie war die Tonlage des Gesprächs?
Von Deinen Antworten lässt sich keinesfalls eine Aggression Deinerseits ableiten. Auch die Wiedergabe des Gesprächs finde ich sehr sachlich.

Im Widerspruch kannst Du folglich die Sanktionsbegründung der Arge als haltlos hinstellen.

Beantrage evtl. noch Akteneinsicht, um die Rückmeldung der betreffenden Firma einzusehen. Den genannten Grund solltest Du beim Antrag natürlich nicht angeben.
 
E

ExitUser

Gast
ich kann mich dem vorangegangenen da nur anschliessen
Ich möchte unbedingt einen Widerspruch einlegen, weil ich mir dieses nicht bieten muss. Denn außer dass ich keine arbeit bekommen habe, habe ich stattdessen eine Sanktion, obwohl ich beschimpft wurde. Eigentlich müsste ich diesen Typen anzeigen. Nun werde ich von Opfer in die Täterrolle gesteckt!
und das solltest du dann auch ganz unaufgeregt und bestimmt :cool: tun

die ticken ja wohl nicht richtig

desweiteren nehm doch mal mit dem/der Ausländerbeauftragten in deiner Stadt Kontakt auf

Ein Anwalt der dich dabei unterstützt wäre sicherlich hilfreich
 

thebrat

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2007
Beiträge
8
Bewertungen
0
Das Bewerbungsgespräch wurde von Seiten der ZA sehr provokativ geführt. Wie war die Tonlage des Gesprächs?
Von Deinen Antworten lässt sich keinesfalls eine Aggression Deinerseits ableiten. Auch die Wiedergabe des Gesprächs finde ich sehr sachlich.

Im Widerspruch kannst Du folglich die Sanktionsbegründung der Arge als haltlos hinstellen.

Beantrage evtl. noch Akteneinsicht, um die Rückmeldung der betreffenden Firma einzusehen. Den genannten Grund solltest Du beim Antrag natürlich nicht angeben.


Tonlage war eigentlich von beiden Seiten ruhig, bis auf die Unterstellungen und Beleidigungen seiner Seits!
Anscheinend hat es ihm nicht gefallen, weil ich mich gegen seine Anfeindungen verbal gewährt habe und er mir zuvor kommen wollte, Opfer und Täter Rolle zu vertauschen! NUR weil ich arbeitslos bin, bin ich nicht auf den Mund gefallen und zu Allem JA und AMEN sagen!
 

gerda52

Elo-User*in
Mitglied seit
21 März 2007
Beiträge
4.331
Bewertungen
370
thebrat meinte:
Tonlage war eigentlich von beiden Seiten ruhig, bis auf die Unterstellungen und Beleidigungen seiner Seits!

Was genau heißt 'bis auf'?

Anscheinend hat es ihm nicht gefallen, weil ich mich gegen seine Anfeindungen verbal gewährt habe und er mir zuvor kommen wollte, Opfer und Täter Rolle zu vertauschen! NUR weil ich arbeitslos bin, bin ich nicht auf den Mund gefallen und zu Allem JA und AMEN sagen!

Um was für einen Job ging es eigentlich?
 

thebrat

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2007
Beiträge
8
Bewertungen
0
Entschuldigung, dass mit "bis auf" ist von mir falsch...

also was ich damit sagen wollte, ist, dass ich mich als Helfer vorgestellt habe. Aber diese Szene war gleich zu Beginn! Somit gings es um keine konkrette Arbeit, denn er verabschiedete mich gleich nach 5 Minuten mit den Worten: ich habe ihre Daten, werde mich ggf. melden"

@Martin Behrsing: ich habe eine Sanktion erhalten, aber im Brief steht, ich kann einen Widerspruch dagegen einlegen.
Soll ich das mit der "einstweiligen Rechtsschutz beim Sozialgericht" gleich beantragen, oder dann, wenn mein Widerspruch auch abgehnt wird??

Was meint ihr, habe ich überhaupt Chancen?!
 

gerda52

Elo-User*in
Mitglied seit
21 März 2007
Beiträge
4.331
Bewertungen
370
thebrat meinte:
Entschuldigung, dass mit "bis auf" ist von mir falsch...

Tipp: Auf solche Kleinigkeiten solltest Du bei der Formulierung des Widerspruchs auch achten. Es hilft, Missverständnisse zu vermeiden.

also was ich damit sagen wollte, ist, dass ich mich als Helfer vorgestellt habe. Aber diese Szene war gleich zu Beginn! Somit gings es um keine konkrette Arbeit, denn er verabschiedete mich gleich nach 5 Minuten mit den Worten: ich habe ihre Daten, werde mich ggf. melden"
Hört sich im Ganzen danach an, dass kein Interesse an der Mitarbeit von Dir bestand. Den schwarzen Peter würde ich mir dafür auch nicht zuschieben lassen.
thebrat meinte:
Was meint ihr, habe ich überhaupt Chancen?!
Die sehe ich durchaus. Im Zweifelsfall: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
 

münchnerkindl

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.730
Bewertungen
106
Das Bewerbungsgespräch wurde von Seiten der ZA sehr provokativ geführt. Wie war die Tonlage des Gesprächs?
Von Deinen Antworten lässt sich keinesfalls eine Aggression Deinerseits ableiten. Auch die Wiedergabe des Gesprächs finde ich sehr sachlich.

Im Widerspruch kannst Du folglich die Sanktionsbegründung der Arge als haltlos hinstellen.

Beantrage evtl. noch Akteneinsicht, um die Rückmeldung der betreffenden Firma einzusehen. Den genannten Grund solltest Du beim Antrag natürlich nicht angeben.

Ich würde sogar sagen, das was da vorgefallen ist fällt unter Diskriminierung von Ausländern... Und das muss man sich nicht bieten lassen. Wie war das noch mit dem Antidiskriminierungsgesetz??

Ausserdem steht da Aussage gegen Aussage. Nichts von dem was da vorgefallen sein soll ist beweisbar, von daher spätestens vor Gericht sollte das locker abzuwimmeln sein.
 

heuschrecke

Elo-User*in
Mitglied seit
26 November 2005
Beiträge
424
Bewertungen
0
Also einfach mal angenommen, dass das Ganze wirklich so krass passiert ist (kann es leider noch nicht so wirklich ganz glauben):

Ich sehe es ähnlich: Widerspruch mit 14tägiger Fristsetzung zur Rückgängigmachung der Sanktion und Zahlung der ausstehenden Leistungen (beweisbar und fristgerecht abgeben!!).

Es ist eine blosse Behauptung des ZA-Angestellten. Verfehlungen müssen aber bewiesen werden. Daher sehe ich vor Gericht (ich würde mir dennoch einen Sozialrechtsanwalt nehmen (Beratungskostenhilfeschein besorgen)) eigentlich sehr gute Chancen die Sanktion zu kippen.

Achte nur drauf keine Fristen zu verpassen, sonst wird es schwierig.

Anzeige gegen den Typen wegen Verleumdung und übler Nachrede würde ich unabhängig auch stellen. Da wird zwar nicht viel bei rauskomen. Aber der Herr macht den Eindruck, als ob er sowas öfter mal bringt. Und wenn da ein paar Anzeigen aufgelaufen sind, dann interessiert sich vielleicht doch noch ein Staatsanwalt dafür.

Die Idee mit dem Ausländerbeauftragen (evtl heisst der auch Gleichstellungsbeauftragter) der Stadt find ich auch gut. Evtl. hat der ja sogar schon was von dem Menschen gehört. Das wäre natürlich juristisch perfekt....


Deine Sachbearbeiterin scheint aber auch etwas "komisch" zu sein, wenn die das einfach so ungeprüft und ohne Rückfrage an Dich in eine Sanktion überführt. Normalerweise muss es doch da vorher eine Anhöung geben, soviel ich weiss.

Wegen der beruflichen Zukunft: Geh ggfs. einfach zur nächsten ZA und gut ist. Es gibt die Dinger ja wie Sand am Meer.... Daher sind die Mitarbeiter dort zu mir auch immer recht höflich. Schliesslich bin ich eine potentielle billige(!) Arbeitskraft und gehe sonst evtl. einfach woanders hin.
 

gerda52

Elo-User*in
Mitglied seit
21 März 2007
Beiträge
4.331
Bewertungen
370
münchnerkindl meinte:
Ich würde sogar sagen, das was da vorgefallen ist fällt unter Diskriminierung von Ausländern... Und das muss man sich nicht bieten lassen. Wie war das noch mit dem Antidiskriminierungsgesetz??

Gefühlsmäßig stimme ich Dir zu. Etwas dagegen unternehmen kann man aber nur, wenn explizit wg. 'falscher Herkunft' kein Arbeitsvertrag zustande kam. Das lässt sich jedoch hier nicht belegen.

Ausserdem steht da Aussage gegen Aussage. Nichts von dem was da vorgefallen sein soll ist beweisbar, von daher spätestens vor Gericht sollte das locker abzuwimmeln sein.

Locker? Es wird schon einiges an Überzeugungsarbeit kosten. Leider wird generell mit der Verhaltensbeurteilung durch Arbeitgeber auch der Willkür von Voreingenommenen Tür und Tor geöffnet.
 

sweet666joe

Elo-User*in
Mitglied seit
11 Dezember 2007
Beiträge
35
Bewertungen
1
Hallo Leidensgenosse, ich hab nun nicht alles gelesen nur Deine Sachlage....

Ich stecke im Moment auch in ordentlichen Schwierigkeiten bes weger meiner SB der warscheinlich garnichts an mir passt .... und die Schkanen nehmen kein Ende , wie Du auch schreibst , alles wird verdreht ......und gegen Dich verwendet ...
:rolleyes:i

Nun Anfangs dachte ich auch ich schaf das alleine .. Aber die haben mich so fertig gemacht, sogar jetzt wo ich schon länger Krank geschrieben habe ich nicht wirklich Ruhe ....

Ich kann Dir nur einen Tipp geben hole Dir nen Beratungsgutschein (Gibts am Amtsgericht) und such Dir nen Anwalt für Sozialrecht , da schonst Nerven glaub mir , wenn die Dich erstmal anfangen zu tretzen die hören net auf ....
Wenn Du keinen Rechtschutz und kein Geld hast , müstest Du Prozeskostenhilfe bekommen ... laß Dir das nicht gefallen , schon gar nicht von dem Idioten von der Leibude, das ist Beleidigung, wird Dir jeder Anwalt recht geben (Zeugen ???)

Bei mir läuft auch noch alles, aber es macht mich ruhiger das die Sache nun ein Anwalt macht;
VIEL Glück:icon_daumen:i

Ach ja ... ich hab schon ähnliches und noch härteres erlebt, und ich bin ein Deutscher....Die spinnen doch
 
E

ExitUser

Gast
Entschuldigung, dass mit "bis auf" ist von mir falsch...

also was ich damit sagen wollte, ist, dass ich mich als Helfer vorgestellt habe. Aber diese Szene war gleich zu Beginn! Somit gings es um keine konkrette Arbeit, denn er verabschiedete mich gleich nach 5 Minuten mit den Worten: ich habe ihre Daten, werde mich ggf. melden"

@Martin Behrsing: ich habe eine Sanktion erhalten, aber im Brief steht, ich kann einen Widerspruch dagegen einlegen.
Soll ich das mit der "einstweiligen Rechtsschutz beim Sozialgericht" gleich beantragen, oder dann, wenn mein Widerspruch auch abgehnt wird??

Was meint ihr, habe ich überhaupt Chancen?! JA!

An Deiner Stelle würde ich beides gleichzeitig :
Widerspruch gegen den Bescheid und

gleichzeitig eine e.A./ einstw. Rechtsschutz beim Sozialgerichtm damit das Geld wieder schnell fliesst.

Beim SG würde ich mit dem Antrag gleich auch das schriftlich fixierte Gespräch ( welches ja als Begründung für die Sanktion gilt), wie Du es auch oben gemacht hast, einreichen.
 

thebrat

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2007
Beiträge
8
Bewertungen
0
gleichzeitig eine e.A./ einstw. Rechtsschutz beim Sozialgerichtm damit das Geld wieder schnell fliesst.

was ist eine e.A. bzw. "einstweiligen Rechtsschutz"?

was meinst du mit "Geld wieder schnell fließt"?
also laut mein Sanktionsbescheid tritt die Sperre schon ab dem 01.02

gibts die Möglichkeit, dass mir das Geld erst gesperrt wird, wenn es auch 100%gerichtlich beschlossen wird?

gruß
 
E

ExitUser

Gast
Eine *e.A.* ist eine einstweilige Anordnung seitens des Gerichts, welche ,- vor einer Entscheidung in der Hauptsache,- darüber verfügen soll, wie in der Sache verfahren wird. Also, nicht der langwierige Weg bis zur Entscheidung im Klageverfahren, sondern im Eilverfahren.

In Deinem Fall wird Dein Geld zum 1.2. gekürzt. Die e.A. kann nun *anordnen*, dass dies nicht rechtmässig und somit weiter zu zahlen ist.

Das Kind hat nur viele Namen: vorläufiger Rechtsschutz,e.A.
. Eilverfahren, einstweiliger Rechtsschutz.
gibts die Möglichkeit, dass mir das Geld erst gesperrt wird, wenn es auch 100%gerichtlich beschlossen wird?
Hm, den Satz kapier ich nun nicht ganz.
 

Koelschejong

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
5.186
Bewertungen
1.643
was ist eine e.A. bzw. "einstweiligen Rechtsschutz"?

was meinst du mit "Geld wieder schnell fließt"?
also laut mein Sanktionsbescheid tritt die Sperre schon ab dem 01.02

gibts die Möglichkeit, dass mir das Geld erst gesperrt wird, wenn es auch 100%gerichtlich beschlossen wird?
eA oder einstweiliger Rechtsschutz ist ein vorläufiges Eilverfahren beim Sozialgericht, denn ein Verfahren vor dem Sozialgericht dauert leider sehr lange. Mit der eA regelt das Sozialgericht dann die Sache schon mal vorläufig, bis zur endgültigen Entscheidung. Dir wurde hier ja schon mehrfach der Beratungsschein vom Amtsgericht empfohlen, ein Anwalt wird Dir da dann weiterhelfen. Versuch erst mal diesen Weg.

Trotzdem ist es wichtig, dass Du sofort Widerspruch einlegst zur Fristwahrung. Eine Begründung brauchst Du da noch nicht, auch da kann eventuell der Anwalt helfen. (Obwohl, wenn ich das so lese hier, glaube ich, dass Du das notfalls auch ohne Anwalt hinbekommst.)

Sanktion noch verhindern - ich befürchte das wird nicht klappen. Der Widerspruch hat meines Erachtens keine aufschiebende Wirkung, das heißt also, auch wenn Du Widerspruch einlegst, tritt die Sanktion in Kraft.
 

thebrat

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2007
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hm, den Satz kapier ich nun nicht ganz.

ich meinte damit, dass mir dass Geld im nachhinein abgezogen wird, wenn es auch endgültig sicher durch das Gericht bestättigt wird!

Es ist so, dass bei einer Sanktion die ARGE einem das Geld sperrt und wenn man erst Widerspruch eingelegt hat und stattgegeben wird oder bzw. die Gerichtsverhandlung gewonnen hat, dann zahlt die ARGE das Geld wieder zurück!
 
E

ExitUser

Gast
OK thebrat,
ich glaube, ich hab's jetzt.
1.).)
ich meinte damit, dass mir dass Geld im nachhinein abgezogen wird, wenn es auch endgültig sicher durch das Gericht bestättigt wird!
Ja, wenn Du eine e.A. beantragst und das Gericht erlässt diese, dann tritt die 'aufschiebende Wirkung' in Kraft und die Sanktion wird erst einmal gestoppt.

2.)
Es ist so, dass bei einer Sanktion die ARGE einem das Geld sperrt und wenn man erst Widerspruch eingelegt hat und stattgegeben wird oder bzw. die Gerichtsverhandlung gewonnen hat, dann zahlt die ARGE das Geld wieder zurück!
Also: wenn die Sperre wirklich vollzogen wird, und das Gericht erlässt die e.A., bzw. Du gewinnst die Hauptverhandlung, muss die ARGE rückwirkend alle einbehaltenen Beträge an Dich überweisen.

Nun ist es aber so, dass die Sperre zum 1.2. beginnt zu laufen. Das heisst, Du hast noch Zeit, dich entsprechend zu wehren:

Du schickst den Widerspruch umgehend raus. Der Widerspruch ( da eine Leistungsangelegenheit) kann allerdings die Sanktion nicht verhindern, er hat keine aufschiebende Wirkung. Darum musst Du schnell sein und der ARGE eine ganz kurze Frist (8-14 Tage) zur Bearbeitung Deines Widerspruchs setzen.

Hast Du nun bis Ende Januar von der ARGE nichts gehört, marschierst Du zum SG, mit allen dazugehörenden Unterlagen, und beantragst dort die e.A.
Im Sozialgericht sitzen Rechtspfleger, welche Dir beim Aufsetzen der e.A. helfen.
Vorher hast Du - wie Du es oben im Thread auch getan hast- das Gespräch bei der ZA schriftlich fixiert und auch die Fakten schriftlich festgehalten, welche Du dann beim SG mit einreichst.

Das wäre die eine Variante.

Die zweite Möglichkeit hat ja auch Koelschejong beschrieben: einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen und die Sache einem Anwalt übergeben, welcher dann beim SG die e.A. beantragt.
 

Faustus

Elo-User*in
Mitglied seit
26 September 2006
Beiträge
307
Bewertungen
3
Zeig diesen Hund wegen Beleidigung an, außerden Widerspruch... du woltest ja arbeiten, nur beleidigen mußt du Dich nicht lassen.
Ich unterstelle mal das dieser krumme Hund das mit der ARGE abgesprochen hat.
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir folgendes berichten:
Bewerbungsanschreiben per Mail an mehr als 50 ZAF gleichzeitig ... und 30 antworten innerhalb kurzer zeit. Die hälfte davon habe ich dann aufgesucht
und Personalbögen ausgefüllt. Mehr als 3 monate gingen ins land, dann riefen einer nach dem Anderen an ob ich noch Interesse hätte. Als ich ja sagte, sollte ich sofort vorbei kommen und einen Arbeitsvertrag unterschreiben.
Dort angekommen bekam ich einen Vertrag über 9€ vorgelegt. vorher waren 11€ abgesprochen gewesen. Auf nachhaken bekam ich zu hören: "Sie sind ja jetzt mehr als 6 monate Arbeitslos, da müssen sie mit weniger zufrieden sein.
10 drehte ich mich auf der stelle um ohne zu unterschreiben und bekam folgendes zu hören: in 6 monaten sehen wir uns wieder, da bestimmen wir den preis ganz. Was der nicht wußte: ich habe auf Grund meines Alters nicht 12 monate, sondern 18 und mittlerweile wieder 24 bevor das Hartzgespenst zuschlägt, und weil ich inzwischen wieder 7 monat in Arbeit war, wird es noch eine Weile dauern bis es so weit ist. Man weis also um die Gesetzeslage und nutz sie rigoros aus, verzögert also bis der Arbeitslose gezwungen werden kann, und das schlimme .. die BA weis das und macht mit.
Aber mit kann mittlerweile nichts mehr passieren, denn bevor ich zur ARGE gehe , gehe ich lieber in Rente, weil ich dann ohnehin schon mehr habe.
 

Haubold

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
28 März 2007
Beiträge
726
Bewertungen
9
Es hat keinen Sinn sich auf Beleidigungen die während eines Bewerbungs- bzw. Vorstellungs gespräches ohne Zeugen zugetragen haben sich zu berufen. Da du es nicht beweisen kannst!
Da wir in der Beweislast sind, daß es nicht so war bzw. ist.
Die ARGE bzw. der SB wird fast immer den evtl. Arbeitgeber glauben. Ob es den Tatsachen entspricht oder nicht.
Darum schreib mal was (genauer Wortlaut) im Sanktionsbescheid steht.
Vielleicht kann man da was machen.
Bei ZA Firmen würde ich in Zukunft immer mit Beistand erscheinen, da man entweder nicht genommen wird oder einen Zeugen hat.

Gruß Haubold
 
E

ExitUser

Gast
Ist ja echt heftig. Widerspruch ohne Begründung umgehend einreichen und eine RA einschalten.

ZAF's sind schon wirklich der letzte Abschaum schlechthin. Ich würde mitlerweile auch soweit gehen zusätzlich zu Amtsbesuchen auch zu den Sklavenbetreibern und sonstigen Terminen (Vorstellungsgespräche eingeschlossen) nur noch mit Beistand zu gehen. Beistand = Zeuge :)
 

thebrat

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
24 April 2007
Beiträge
8
Bewertungen
0
super vielen lieben Dank für eure Unterstützung und Ratschläge!

also ich glaube es bring nichts den Typen anzuzeigen, da ich keine Zeugen habe und am Schluß habe ich dann eine Gegenanzeige wegen Verleumdung/Rufschädigung....obwohl ich es liebendgerne es tun würde!

Beim letzten Gespräch mit meiner SB (liegt 2 Monate her!) sagte sie mir, dass der Arbeitslose immer in der Beweispflicht ist, jetzt im nachhinein weiß ich was sie damit gemeint hat....ich werde in Zukunft nie wieder alleine zu irgendein Vorstellungsgespräch gehen, nie wieder meine Telefonnummer hinterlassen, nur noch Schriftliches als Beweis für die ARGE.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten