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Sanktion wegen verspäteter Bewerbung

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redman

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Hallo,
ich habe von meiner SB eine Sanktion bekommen, weil ich mich auf einen Vermittlungsvorschlag nicht rechtzeitig beworben habe (10 Tage nach Datum des Vermittlungsvorschlages).

Bei meiner Anhörung habe ich angegeben, dass mein Sohn für mich alle Bewerbungen schreibt und druckt. Er konnte diese nicht früher für mich schreiben. Ich habe es nicht so mit Formulierungen und kann mich nicht so gewählt ausdrücken. Außerdem ist mein Drucker defekt und ich habe kein Geld für einen neuen, bzw. eine Reparatur.

Die Sachbearbeiterin hat mir jetzt wegen dieser einen Bewerbung eine Sanktion von 30% reingeknallt. Ich müsste mich aufgrund der Eingliederungsvereinbarung unmittelbar, spätestens am darauffolgenden Tag bewerben. Außerdem würde ich bei dem Projekt 50+ beim bfz die Bewerbung unter Anleitung erstellen können.

Was würdet ihr mir anraten? Widerspruch einlegen? Die 30% für 3 Monate tun mir schon unwahrscheinlich weh.


 

Arania

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Da man sich auch handschriftlich oder telefonisch bewerben kann sehe ich da wenig Aussichten, aber Widerspruch einlegen solltest Du natürlich
 

Argekritiker

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Richtig. Einen Widerspruch einlegen kannst du, wenn du ihn auch noch gut begründen kannst. Meckern und Motzen alleine hilft da genau so wenig wie ständig zu Hause herum hocken und jammern.
 
E

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Du hättest dir bei der Anhörung einen triftigeren Grund einfallen lassen müssen. Einfach "Mein Sohn hatte keine Zeit" ist schon etwas dürftig. Da du das aber bereits schon mitgeteilt hast, vermute ich, dass dir auch ein Fachanwalt für Sozialrecht hier nicht mehr helfen kann.
 

Mario Nette

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Bitte durchlesen: § 66 SGB I, vor allem Absatz 3. § 67 SGB I.

Mario Nette
 

Rechtsverdreher

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Hallo,
ich habe von meiner SB eine Sanktion bekommen, weil ich mich auf einen Vermittlungsvorschlag nicht rechtzeitig beworben habe (10 Tage nach Datum des Vermittlungsvorschlages).

Bei meiner Anhörung habe ich angegeben, dass mein Sohn für mich alle Bewerbungen schreibt und druckt. Er konnte diese nicht früher für mich schreiben. Ich habe es nicht so mit Formulierungen und kann mich nicht so gewählt ausdrücken. Außerdem ist mein Drucker defekt und ich habe kein Geld für einen neuen, bzw. eine Reparatur.

Die Sachbearbeiterin hat mir jetzt wegen dieser einen Bewerbung eine Sanktion von 30% reingeknallt. Ich müsste mich aufgrund der Eingliederungsvereinbarung unmittelbar, spätestens am darauffolgenden Tag bewerben. Außerdem würde ich bei dem Projekt 50+ beim bfz die Bewerbung unter Anleitung erstellen können.

Was würdet ihr mir anraten? Widerspruch einlegen? Die 30% für 3 Monate tun mir schon unwahrscheinlich weh.

Das man mit solchen minder intelligenten Ausreden nicht weit kommt sollte wohl jedem klar sein.

Jetzt bleibt nur noch die EinV auf Rechtswidrigkeit zu überprüfen.
Widerspruch einlegen, Profiling und Eingliederungskonzept vom Arbeitsamt verlangen.

-> Das Arbeitsamt muss beweisen, dass einen Schreiben zu einem bestimmten Zeitpunkt auch tatsächlich erreicht haben.
 
E

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Gast
-> Das Arbeitsamt muss beweisen, dass einen Schreiben zu einem bestimmten Zeitpunkt auch tatsächlich erreicht haben.
Dieser Zug ist längst abgefahren, denn es gab bereits eine Anhörung siehe #1 und hier:

Du hättest dir bei der Anhörung einen triftigeren Grund einfallen lassen müssen. Einfach "Mein Sohn hatte keine Zeit" ist schon etwas dürftig. Da du das aber bereits schon mitgeteilt hast, vermute ich, dass dir auch ein Fachanwalt für Sozialrecht hier nicht mehr helfen kann.

Ein Widerspruch gegen die Sanktion sollte jedoch erfolgen.
 

Arania

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Ich sehe da auch kaum Möglichkeiten die Ausrede zieht nicht, zumal es ja andere Wege gab
 

Arania

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Klar, muss man bei Sanktionen immer machen, nur die Aussicht auf Erfolg sehe ich hier nicht, leider
 
E

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Ich ja leider auch nicht. Aber es kostet so gut wie nichts. :icon_pfeiff:
 

Mario Nette

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Wenn sanktioniert wird, würde ich kämpfen. (Ich hatte ja die § nicht umsonst genannt) Und zwar würde ich die Darlegung der Abwägung hinsichtlich des Ermessensspielraums einfordern - das Ganze über einen Antrag auf Akteneinsicht. Die ARGE wird sich vielleicht schwer tun, hier ein entsprechendes Schriftstück zu präsentieren. Wenn dem so ist, kann man die Sanktion angreifen, weil das Ermessen nicht pflichgemäß durchgeführt wurde.

Nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen. Auch die ARGE macht "Verfahrensfehler"

Mario Nette
 

Argekritiker

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Ich würde auch dagegen kämpfen und auf das Recht auf kostenlose Akteneinsicht pochen. Schließlich geht es ja um MICH bzw. um DICH und NICHT um deinen bzw. meinen Freund, für den ja der Datenschutz gilt.

Und ja, auch die ARGE ist nicht unfehlbar. Sie meint es nur zu sein. :cool:
 
E

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Gast
Ich würde auch dagegen kämpfen und auf das Recht auf kostenlose Akteneinsicht pochen. Schließlich geht es ja um MICH bzw. um DICH und NICHT um deinen bzw. meinen Freund, für den ja der Datenschutz gilt.
Grübel... :confused:

Was hat dies jetzt konkret mit der Fragestellung und diesem Treath zu tun?
 
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