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Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Reenolution

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Hallo Leser

Ich fasse mich kurz, bin aber gern bereit, nützliche Informationen bei Bedarf, mitzuteilen.
Heute erreichte mich eine Sanktionsankündigung per Post.

Das Jobcenter wirft mir vor, ich hätte durch mein Verhalten, vorsätzlich, ein Zustandekommen einer Tätigkeit verhindert.

Auf ein ZwangsJobAngebot der ARGE habe ich mich fristgemäß mit dem potentiellen Arbeitgeber, per email, in Kontakt gesetzt.
In meiner Mail teile ich dem p.Ag. mehrfach und wörtlich mit , das ich eine Arbeitsstelle suche und mich über Information zu einer, meiner Qualifikation entsprechenden Tätigkeit freuen würde.

Ich erwähne aber auch deutlich, das ich mich, konkret auf dieses JOBANGEBOT bewerbe, weil ich mich durch das Jobcenter unter Sanktionsandrohungen dazu gezwungen sehe.

Der potentielle Arbeitgeber hat mir nicht geantwortet und stattdessen dann der ARGE wohl mitgeteil, meine Mail hätte den Eindruck erweckt, ich hätte kein Interesse an einer Arbeitsstelle.

Daraufhin kam es dann zu einer Sanktionsanhörung. Ich habe mich umgehend ausführlich erklärt. Dem SB habe ich erklärt dem p.Ag. gegenüber offen und ehrlich meine Situation dargelegt zu haben.

Meiner Meinung nach hätte der potentielle Arbeitgeber mir antworten können, um dann in einem persönlichen Gespräch eine tatsächliche Eignung und Motivation festzustellen. Der p.Ag. hat aber die freie Wahl und auch die Möglichkeit seinen Daumen, auch in Form einer Meldung an die Arge einfach mal rasch nach unten zeigen zu lassen.
Und die Arge freut es dann und es wird mal eben rasch sanktioniert.

So ist es dann heute geschehen. Die Sanktion hat mich erreicht.

Nun muß natürlich erstmal ein Widerspuch gestellt werden. Davon verspreche ich mir aber nicht viel, denn ich glaube auf der Quotenopferliste der zuständigen SB ziemlich weit oben zu stehen.

Die Mail an den p.Ag. werde ich als Anhang hochstellen.
Ich würde mich freuen wenn die jemand sachlich, und vielleicht sogar kompetent analysieren mag.
 

Anhänge

G

Gast1

Gast
AW: Sanktion wegen vorsätzlichem Zustandekommen einer Tätigkeit

Auf diese Weise (habe Deine angehängte Datei gelesen) darfst Du Dich einfach nicht ausdrücken in einem Bewerbungsschreiben. Nur ein Beispiel, Du schriebst:

Gerade weil mich die Themen, auch politisch sehr interessieren, stehe ich Zeitarbeit, Leiharbeit und personal leasing mehr als skeptisch gegenüber.
Ich gehe davon aus, dass die Firma, die einen Mitarbeiter in Form des Vermittlungsvorschlags gesucht hat, eine Zeitarbeitsfirma oder ein PAV (persönlicher Arbeitsvermittler) ist. Bei so einem Satz, wie Du ihn geschrieben hast, denken die sofort, dass man keinen Bock hat auf eine Anstellung.

Noch ein Beispiel:

Mein Status ist zur zeit arbeitssuchend. Daher suche ich also einen Job und wenn es sich ergeben sollte am liebsten auch eine Wohnung in Hamburg.
Wenn der ausgeschriebene Job nicht in Hamburg angesiedelt gewesen ist, dann ist Dein Verweis auf den Lieblingsstandort Hamburg auch zu werten im Sinne einer Negativbewerbung.

Und so etwas darf man einfach nicht in eine Bewerbung reinschreiben:

Der Eintritt einer Sanktion würde eine Kürzung von, in erster Stufe, 30% der Grundversorgung, die ich erhalte, bedeuten. Die , wie der Name schon deutlich sagt, nur dafür reicht, finanziell grundsätzliche Bedürfnisse abzudecken.
Es ist ganz klar und unvermeindlich das eine 30%ige oder auch höhere Sanktion zu Extremen wie z.B. Hunger oder Stromsperre führen würden. Diese Informationen sollen nur eines verdeutlichen: Ich habe nicht die Wahl. Um eine katastrophale Situation abzuwenden bleibt mir also nur, der Zwangsaufforderung der Arge, nachzukommen.
Ich wüsste nicht, wie man Dir helfen könnte.
 

insolaner

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Hallo sei gegrüßt,
Das traurige an der Sache ist , du hast sowas von recht
Aber wie so oft im Leben ist es manchmal klüger alles diplomatisch zu verpacken und auf das ein oder andere zu verzichten.
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen.
Halt die Ohren steif !

LG aus Berlin
 

Charlot

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Besser wäre es vielleicht gewesen, Du hättest eine Kopie des VV beigetan, woraus ersichtlich ist das Du zu dieser Bewerbung verpflichtet bist.

Zur Not ist diese "versehentlich" mit in den Brief gelangt.
Da kann man Dir keine Absicht unterstellen.

Ist zwar alles richtig was Du schreibst, diese Worte hättest Du aber auch im Vorstellungsgespräch sagen können. (diplomatisch)
 

qwertz123

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Hast du das allen ernstes so abgeschickt?
Viel zu ehrlich, du weißt vorallem als Arbeitsloser ist Ehrlichkeit eine Todsünde die sofort sanktioniert werden kann.In dem Forum gibt es einen Thread mit Anti ZA Bewerbungen wo sie sich zu 99% nie mehr melden und du absolut sanktionsfrei raus bist. Da Sklavenbuden wissen sowieso dass du dich da bewerben MUSST da sie einen Rückmeldungswisch der Arge dazubekommen, wenn du dich per VV da bewerben musst.
Das oberste Gebot eines Arbeitslosen in Deutschland ist, Lügen, Heucheln, Lächeln. Mit Ehrlichen Bewerbungen kommst du nicht weiter. Fleiß ist in Deutschland ebenfalls eine Totsünde, ein fleißiger, schneller Arbeiter bekommt kein Lob sondern noch mehr Arbeit weil er es ja schafft.
Mit der Bewerbung kann man dir hier wirklich nicht mehr helfen.
 

Vader

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So ist es dann heute geschehen. Die Sanktion hat mich erreicht.
Bitte prüfen, ob neben dem Sanktionsbescheid auch ein Aufhebungsbescheid gem. § 48 SGB X vorliegt. Ist das nicht der Fall, dürfte die Sanktion formell unrichtig und somit rechtswidrig sein.

Unbedingt Widerspruch und eA einreichen bei diesem Szenario. Andernfalls sehe ich, unter Betrachtung des reinen Inhalts der Bewerbung, wenig Chancen. Aber man weiß ja nie.
 

n2ame22

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Man muss alles unterlassen, was einem als sogenannte Negativbewerbung ausgelegt werden kann: z. B.
- die arge zwingt mich
- ich will die Stelle nicht
- ich will was ganz anderes
- auch nicht in dieser Stadt
- ich will den doppelten lohn
- ich will arbeiten aber nicht bei ihnen
etc.

Es ist nachvollziehbar das du dort nicht arbeiten willst, sowas muss man aber geschickter formulieren.

Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf und Zeugniskopien

Bei dir ist alles im Anschreiben drin, dass solltest du ändern, falls du dich um eine ordentliche Stelle bewirbst, sonst landen solche Unterlagen sowieso im Müll. Gib in google doch einfach mal "Bewerbungsunterlagen" ein, dann siehst du wie sowas aussehen soll.
 

Rotwolf

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Willkommen im Forum !

Als Arbeitssuchender muss man lügen, heucheln ect.. Ich schließe mich da voll an.

Was anderes.
Du hast diese Stelle vom Jobcenter per Vermittlungsvorschlag bekommen.
Der Vermittlungsvorschlag (VV) ist das Stellenangebot vom Jobcenter.

Und jetzt die wichtige Frage:

Hat dieser VV (Vermittlungsvorschlag) eine Rechtsfolgenbelehrung ?
Die Rechtsfolgenbelehrung weisst darauf hin, dass du bei einem Fehlverhalten oder bei Nichtbewerben um 30 % sanktioniert wirst.

Fehlt diese Rechtsfolgenbelerung im VV (Vermittlungsvorschlag), so sieht es gut für dich aus. Da kann ich helfen.
 

berlinole

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Auf ein ZwangsJobAngebot der ARGE habe ich mich fristgemäß mit dem potentiellen Arbeitgeber, per email, in Kontakt gesetzt.
In meiner Mail teile ich dem p.Ag. mehrfach und wörtlich mit , das ich eine Arbeitsstelle suche und mich über Information zu einer, meiner Qualifikation entsprechenden Tätigkeit freuen würde.

Hi,
oh, man man man. Unglaublich. Also ich finde du hast alles richtig gemacht, dies ist meine persönliche Meinung. Ich schreibe Bewerbungen für Zeitarbeitsfirmen und anderen Merkwürdigkeiten die es in diesem Land gibt nur offen und ehrlich, dass heißt ich sage stets, dass ich mich bewerben muss!!
Dies ist nun mal Fakt und wenn es so nirgends steht so ist es doch deine Meinung zu dem Thema, die dir nun mal niemand absprechen kann.
Freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht, du verhinderst damit auch kein Zustandekommen eines eventuellen Arbeitsvertrags. Nur weil sich jemand auf die Füße getreten fühlt, in diesem Fall die Zeitarbeitsfirma und zwar aufgrund dessen weil du eine Meinung hast, kann man dich nicht sanktionieren.

Im Grunde ist es ganz einfach, hier gibt es ein Grundgesetz an das sich in keinster Weise gehalten wird. Es ist richtig und wichtig zu sagen, für welche Werte man einsteht, sonst wird sich nämlich nichts ändern.

Ich mach es auch stets so, dass ich sage, dass ich ein Stellenangebot vom Sachbearbeiter bekommen habe und ich mich bewerben muss, das reicht eigentlich schon. Zweiten schreibe ich noch meine Gehaltvorstellungen, die sich natürlich in keinster Weise mit Zeitarbeitslöhnen decken.

Dies mach ich aus Überzeugung, da ich glaube, das Zeitarbeitsfirmen und ganz viele andere Strukturen nichts dazu beitragen sich aus den Abhängigkeiten zu befreien. Vielmehr tragen sie dazu bei Abhängigkeiten zu verstärken.
Wenn man dies erkennt und wie du, seine Meinung sagt, wird man sanktioniert, dies allein zeigt schon wie diese Strukturen funktionieren, sie wollen dir den Mund verbieten. Lass dir dies nicht gefallen.

Eine Kürzung ist nicht schön und vielleicht sollte man so ein schreiben beim nächsten mal etwas subtiler gestalten. Aber im Grunde hast du alles richtig gemacht. Und nur wenn wir anfangen die Dinge nicht hinzunehmen, also uns gegen die Strukturen wehren, werden diese sich vielleicht mal irgendwann ändern. Dies ist aber Kampf und bedeutet die Dinge nicht so hinzunehemen wie sie gerade sind, sondern die Dinge durch seine Meinung zu ändern.
Also, lass dir den Mund nicht verbieten, sondern trete für deine Rechte ein.

Wahrscheinlich gibt es sogar ganz viele Leute die es wie du und ich machen.
Und es wäre umso besser je mehr Leute es machen, denn nur dann können wir etwas bewirken und ändern.
Weg mit dem Mist der zu Unfreiheit und Abhängigkeit führt.

Dies ist meine persönliche Meinung, man kann das natürlich auch alles anders machen. Die Frage ist halt immer nur, ob man sich dann besser fühlt.
Also ich fühle mich immer dann gut, wenn ich mir nicht alle Dinge gefallen lasse, wenn ich meine Meinung sagen kann, und wenn ich nicht denke, dass sich irgendein Ausbeuter an meiner Arbeit bereichert.
Solidarische Grüße
Oliver
 

obi68

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Ja, man muss einfach so tun, als ob man wirklich für jeden Arbeitgeber gerne arbeiten möchte - obwohl jeder, der mit gesundem Menschenverstand ausgestattet ist, wissen muß, daß das niemals so sein kann.

Die ZAFs können doch auch nicht ernsthaft glauben, daß es Menschen gibt, die gerne für sie knechten. Aber äußern darf man es halt nicht.

Ziemlich krank, eigentlich sogar komplett wahnsinnig, ist dieser Arbeitsmarkt.
 

Vader

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Bevor der VV auseinandergenommen wird bis ins Detail, bitte Post 6 beachten. Sollte dieser Bescheid fehlen, ist jegliche weitere Arbeit umsonst, da unnötig.
 

Rotwolf

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Sicher kann man seine Meinung sagen. Da kann man aber als Einzelkämpfer schlecht was ändern. Es sei denn man macht was als Initiative wie hier >Ralph Boes: Grundrechte Brandbrief - Aktion zum aktiven Verfassungsschutz, zur Wiedereinsetzung der Grundrechte in Deutschland.

Ja und ich finde es auch blöd, dass der TE hier vom JC angeprangert wird, da er denn wahren Grund für sein Bewerbungsinteresse angibt - nähmlich den Sanktionsdruck vom JC. Mit der Meinungsunterdrückung ist es so wie in der DDR, dort konnte man gewisse Dinge auch nicht sagen.

Vom Grunde ist es ja so, dass man sich wegen dem Sanktionsdruck bewirbt.
Mich würde es mal interessieren, wie dann sowas beim Gericht gewertet wird, wenn man vorgibt auch wegen ! Sanktionsandrohungen habe sich man um diese Stelle beworben.

Von der Hand weisen lässt sich ja diese Wahrheit nicht. Die Sanktionen wurden ja offiziell dafür erschaffen um eine (vom Staat) gewünschtes Verhalten zu steuern.
 

Rotwolf

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Bitte prüfen, ob neben dem Sanktionsbescheid auch ein Aufhebungsbescheid gem. § 48 SGB X vorliegt. Ist das nicht der Fall, dürfte die Sanktion formell unrichtig und somit rechtswidrig sein.

Unbedingt Widerspruch und eA einreichen bei diesem Szenario. Andernfalls sehe ich, unter Betrachtung des reinen Inhalts der Bewerbung, wenig Chancen. Aber man weiß ja nie.
Auch sehr gut.
Gemeint ist dass hier >Keine Sanktion ohne Aufhebungsbescheid. Bewilligungsbescheid muss nach § 48 SGB X geändert werden.

Auch meinen Tipp aus #8 beachten.
 

qwertz123

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Im Prinzip ist eine Bewerbung wie ein Zeugniscode. Ein Arbeitszeugnis hört sich immer positiv an selbst wenn man ein grottenschlechter Arbeiter war und die Firma in den Ruin getrieben hat, Personaler kennen diesen Code aber. Eine Bewerbung ist nichts anderes, wenn man es geschickt anstellt, weiß der Personalchef ganz genau ob der Bewerber dort arbeiten will oder sich nur aus Zwang bewirbt, er wird einen im Regelfall bei letzteren nicht einstellen und dass alles sanktionsfrei.
 

Passant

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Im Prinzip ist eine Bewerbung wie ein Zeugniscode. Ein Arbeitszeugnis hört sich immer positiv an selbst wenn man ein grottenschlechter Arbeiter war und die Firma in den Ruin getrieben hat, Personaler kennen diesen Code aber. Eine Bewerbung ist nichts anderes, wenn man es geschickt anstellt, weiß der Personalchef ganz genau ob der Bewerber dort arbeiten will oder sich nur aus Zwang bewirbt, er wird einen im Regelfall bei letzteren nicht einstellen und dass alles sanktionsfrei.
Es gibt hierbei allerdings eine Besonderheit: Jobcenter und Leiharbeitsfirmen dürften (teilweise) eng miteinander zusammenarbeiten. Das kann dazu führen, daß man auch dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, wenn jeder normale und seriöse Arbeitgeber bereits dankend abwinken würde.
 

qwertz123

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Es gibt hierbei allerdings eine Besonderheit: Jobcenter und Leiharbeitsfirmen dürften (teilweise) eng miteinander zusammenarbeiten. Das kann dazu führen, daß man auch dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, wenn jeder normale und seriöse Arbeitgeber bereits dankend abwinken würde.
Naja aber auch da gibt es bestimmte Anti Einstellungsregeln, es ist eben einfach etwas komplizierter mit diesen Sklavenfirmen.
 
E

ExitUser

Gast
Naja aber auch da gibt es bestimmte Anti Einstellungsregeln, es ist eben einfach etwas komplizierter mit diesen Sklavenfirmen.
Eben, wenn Du nicht so willst wie die wollen, dann bekommst Du einen Anschiss beim JC.
Aber das ist nicht kompliziert, dass ist Nötigung.
 

götzb

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Letztlich sieht man auch an diesen Punkt die Beklopptheit des Systems; wenn ich Leistungen beantrage muss ich ehrlich sein
(Vermögen, Verdienst), sonst werde ich bestraft, wenn man einen Zwangsvermittlungsvorschlag wahrnehmen muss, muss ich ggf
lügen, bzw. darf u.U. nicht ehrlich sein, sonst wird man sanktioniert.

:icon_neutral:
 

Reenolution

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Guten abend

Erstmal vielen Dank an alle die mir eine Antwort getippt haben.

Das man so eine Mail subtiler gestallten kann ist klar. In dem Moment, als ich diese Mail verfasst habe hat es mich einfach mal geritten.
Unbedingt wollte ich mitteilen, das der erste und nicht schönzuredene Grund für diese Kontaktaufnahme mit Arbeitgeber XY, mal wieder die Sanktionsandrohung der Sklavenvermittlung ARGE ist.

Mir erschien es sehr wichtig, das der Arbeitgeber sich darüber im Klaren ist was es für einen Arbeitssuchenden bedeutet einen VV zu bekommen der einem dann keine Wahl mehr läßt.
Der potentielle Arbeitgeber hat nun ja jedoch die Wahl zusagen: „ Ok , dieser Mensch spricht die Fakten aus wie sie sind. Ich lade den mal ein und schaue mal ob es eventuell zusammen passt!"
Stattdessen meldet er aber der Arge, das dort offensichtlich jemand kein Interesse an einer Arbeitsstelle hat.

Also, in meiner MAil steht ja nun mehrfach , deutlich und wörtlich, das ich eine Stelle Arbeitsstelle suche und am Ende, das ich mich über Informationen zu einer passenden Stelle freuen würde.

Denn eines kommt ja noch hinzu. Dieser VV war ja keine individuelle Stelle für mich persönlich. Den VV habe wahrscheinlich zig Leute bekommen und selbst wenn ich eine leise HeuchelBewerbung getippt hätte, wäre nicht klar das ich diese Stelle bekommen hätte. Unter anderem eher unwahrscheinlich sogar, denn der Job wäre in Hamburg gewesen und da ich zur zeit in Lübeck wohne und es geradezu unschaffbar ist in HH eine Wohnung zu bekommen.

Mein Gerechtigkeitsempfinden gibt mir noch ein wenig Hoffnung, das wenn es nun zum Anwalt und zum SG geht, meine klare Aussage einen Job zu suchen, mehrfach und wörtlich, deutlich macht das es sich bei meiner MAil eben nicht um eine Ablehnung meinerseits handelt.
Ich verweigerte mich nicht, sondern habe , wahrheitsgemäß darauf hingewiesen, das ich unter Druck stehe und das auch durch einige Details erklärt.

Mir war bewusst das sowas nicht ohne Risiko geht. Was soll die ARGE auch machen ? Lässt sie mir das durchgehen bewerbe ich mich nun immer so?! Und welcher Arbeitgeber wäre dann so fair und interessiert, jemanden auf so eine Mail mal einzuladen ?
Ich kenne aber durchaus Argeitgeber die es wissen wollen wenn sich jemand genötigt fühlt sich bewerben zu müssen weil man ihm andernfalls mit dem Entzug der LEBENSGRUNDLAGE, des EXISTENZMINIMUMS, teilweise oder sogar komplett entzieht. Das muß dann ja nicht zu ablehnung seitens des Arbeitgebers führen. Es kommt eben sehr darauf an wie ein Arbeitgeber mit dieser Situation umgeht. Er könnte ja auch einfach sagen , das es leider nicht zusammenpasst wenn er sich zB keinen Revoluzer in sein Unternehmen holen will.
Nun aber , pauschal zu behaupten jemand hätte kein Interesse an einem Job, weil sich ein Bewerber , klar, deutlich und ehrlich mitteilt finde ich einfach nur perfide.

Aber ok, so läuft das Spiel zur Zeit. Ich bin vielleicht nicht die hellste Lampe auf Mutter Erde, aber ganz blöd bin ich sicher auch nicht ^^

Nun zu den Tipps:

1. Dem VV lag eine Rechtsfolgebelehrung bei, mit Hinweis auf 30% Sanktion bei, u.A. negativen Bewerbungsverhalten. Der Hebelpunkt fällt also aus.

2. interessant: einen Aufhebungsbescheid nach §48 SGB x - Änderung des Bewilligungsbescheides habe ich nicht erhalten.
Nun sei aber daran erinnert , das ich den Sanktionsbescheid erst am Samstag im Postkasten hatte.
Dieser Aufhebungsbescheid muß doch sicher von der Leistungabteilung ertsellt und versendet werden ?
Obwohl, von der Abgabe meiner Anhörung zur Sanktion bis zu Erhalt der Sanktion sind vier Wochen vergangen. Da könnte die Leistungsabteilung da ja auch schon geschafft haben. Oder müssen Sanktionsbescheid und AUfhebungsbescheid einen gleichzeitig erreichen ?

Nochmals Vielen Dank an alle die sich für meine Angelegenheit interessieren.:icon_daumen:
 

Reenolution

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Man muss alles unterlassen, was einem als sogenannte Negativbewerbung ausgelegt werden kann: z. B.
1.- die arge zwingt mich
2.- ich will die Stelle nicht
3.- ich will was ganz anderes
4.- auch nicht in dieser Stadt
5.- ich will den doppelten lohn
6.- ich will arbeiten aber nicht bei ihnen
etc.

Es ist nachvollziehbar das du dort nicht arbeiten willst, sowas muss man aber geschickter formulieren.

Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf und Zeugniskopien

Bei dir ist alles im Anschreiben drin, dass solltest du ändern, falls du dich um eine ordentliche Stelle bewirbst, sonst landen solche Unterlagen sowieso im Müll. Gib in google doch einfach mal "Bewerbungsunterlagen" ein, dann siehst du wie sowas aussehen soll.
Kurze Äusserung zu den Punkten und dem was in meiner Mail steht:

1. ich weise auf Konsequenzen hin
2. sage ich nicht
3. sage ich nicht
4. oh doch, BESONDERS in dieser Stadt, handelt es sich doch um Hamburg ♥
5. über Gehalt wird kein Wort verloren
6. ich würde gern bei Ihnen arbeite, sie sollen nur wissen das ich mich bei ihnen bewerben MUSS

so lese ich meine Mail, und so ist es auch gemeint.

Danke das Du dich interessierst.
 

Reenolution

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Hast du das allen ernstes so abgeschickt?
Viel zu ehrlich, du weißt vorallem als Arbeitsloser ist Ehrlichkeit eine Todsünde die sofort sanktioniert werden kann.In dem Forum gibt es einen Thread mit Anti ZA Bewerbungen wo sie sich zu 99% nie mehr melden und du absolut sanktionsfrei raus bist. Da Sklavenbuden wissen sowieso dass du dich da bewerben MUSST da sie einen Rückmeldungswisch der Arge dazubekommen, wenn du dich per VV da bewerben musst.
Das oberste Gebot eines Arbeitslosen in Deutschland ist, Lügen, Heucheln, Lächeln. Mit Ehrlichen Bewerbungen kommst du nicht weiter. Fleiß ist in Deutschland ebenfalls eine Totsünde, ein fleißiger, schneller Arbeiter bekommt kein Lob sondern noch mehr Arbeit weil er es ja schafft.
Mit der Bewerbung kann man dir hier wirklich nicht mehr helfen.
In Foren halte ich es grundsätzlich folgendermaßen:

1. Stellt jemand eine Frage auf die ich eine Antwort weiß, helfe ich gern.

2. Habe ich keine Hilfe anzubieten nehme ich einen threat zur Kenntniss, denke mir meinen Teil und kann leider nichts Konstruktives zusteuern.

Alles was Du hier tippst weiß ich schon lang. Ich wusste es , bevor ich selbst betroffen war. Wie soll mir deine Anmerkung helfen.
Ich will nun aber möglich ehrlich sein und ich will wissen, wie man, wenns soweit kommt, mit Ehrlichkeit vor Gericht darsteht. Werden sie mir die Lebensgrundlage entziehen weil ich ehrlich bin ?? Ich werde es erfahren, weil es mich brennend interessiert und weil es auf dem Weg ist.

Sorry Du kannst mir nicht helfen, denk bitte mal darüber nach.
 

Reenolution

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Bitte prüfen, ob neben dem Sanktionsbescheid auch ein Aufhebungsbescheid gem. § 48 SGB X vorliegt. Ist das nicht der Fall, dürfte die Sanktion formell unrichtig und somit rechtswidrig sein.

Unbedingt Widerspruch und eA einreichen bei diesem Szenario. Andernfalls sehe ich, unter Betrachtung des reinen Inhalts der Bewerbung, wenig Chancen. Aber man weiß ja nie.
Hello

Scheint da ein kleines Licht am Ende des Tunnels ?^^ Ein Aufhebungsbescheid - Änderung des Bewillingungsbescheides fehlt dem Sanktionsbescheid komplett.

Der Sanktionsbescheid kündigt die Sanktion an, erklärt kurz warum, hat am Ende eine Rechtshelfsbelehrung und noch 2 Seiten SGB § 31 Erläuterungen sowie Hinweise bei wiederholten PFLICHTVERLETZUNGEN.

Ich werde Widerspruch einreichen weil es der nächste Schritt ist und erledigt werden muß bevor ich mich an SG wende. Aber ich soll in dem Wiedersprucch doch wohl nicht auf den fehlenden Aufhebungsbescheid hinweisen ??

Danke im Voraus
 

Vader

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Ich werde Widerspruch einreichen weil es der nächste Schritt ist und erledigt werden muß bevor ich mich an SG wende. Aber ich soll in dem Wiedersprucch doch wohl nicht auf den fehlenden Aufhebungsbescheid hinweisen ??
Du reichst begründungslos nachweislich Widerspruch ein. Parallel beantragst du beim SG einstweiligen Rechtsschutz, da die Sanktion wegen fehlendem Aufhebungsbescheid formell nichtig und somit rechtswidrig ist.

M. E. sollte das eine runde Sache werden. Da die Sanktion bereits eingetreten ist, kann der Aufhebungsbescheid nicht nachträglich erbracht werden.

:icon_party: Halt uns auf dem Laufenden.
 
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Hallo Reenolution,

in diesem, Deinem, Thread war bisher nichts zu lesen über den Arbeitsort aus diesem Vermittlungsvorschlag (oder ich habe es überlesen bzw. den Hinweis mit HH als Wunschwohnort nicht verstanden).
Kannst Du bitte klarstellen (falls Du möchtest) ob der potentielle Arbeitgeber eine Zeitarbeitsfirma (ZAF) ist?

Da ich keine Ahnung habe ob Du im ALG1- oder ALG2-Bezug bist oder eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) hast hier ein paar Gedanken die Dir vielleicht weiterhelfen.
(Beitrag #1: JC -> ALG2 meine Vermutung)

In welchem Umkreis von Deinem Wohnort sind Arbeitsstellen für dich von der Agentur für Arbeit (AfA) / vom Jobcenter (JC) vorgesehen / zumutbar?
Laut Internet ist die Entfernung Stadtmitte Lübeck - HH 67km. Prüfe Deine persönliche Situation bezüglich der Pendelzeit! Möglicherweise war dieser VV aufgrund der Entfernung unzumutbar und Du hättest Dich erst gar nicht bewerben müssen?
Zumutbarkeit:
Link SGB2 =>: § 10 SGB II Zumutbarkeit - dejure.org
Pendelzeit:
Link SGB3 =>: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen - dejure.org (4)
Informiere Dich vorher ob diese Möglichkeit auch auf den SGB2-Bereich (ALG2) zutrifft!!

Desweiteren prüfe auch ob Kenntnisse/Fähigkeiten/u. ä. gefordert sind die Du nicht hast.
Diese möglicherweise vorhandenen Fakten wären im Antwortbogen vom VV bzw. in der Sanktionsbegründung besser aufgeführt worden, sollten aber vor dem Sozialgericht (SG) auch helfen.

Zu Beitrag #22 Widerspruch:
Hier im Forum wird oft der Rat gegeben: dem JC im Widerspruch keine Informationen zu geben warum widersprochen wird, nur die Info "Die Sanktion ist rechtswidrig" damit sich das JC nicht vorbereiten kann bzw. die Fehler still und leise nachträglich behebt.
Ich denke, es wird ein User der sich mit diesem Thema besser auskennt als ich, noch seine Meinung posten.

@schlaraffenland Beitrag #2
PAV = Privater Arbeitsvermittler

Wenn der ausgeschriebene Job nicht in Hamburg angesiedelt gewesen ist, dann ist Dein Verweis auf den Lieblingsstandort Hamburg auch zu werten im Sinne einer Negativbewerbung.
Über diesen Gedanken bin ich auch gestolpert. Leider hat @Reenolution erst vorhin HH als Arbeitsort bestätigt.

AnonNemo

PS:
Meine Meinung / keine Rechtsberatung
 

Vader

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Hallo AnonNemo,

Diese möglicherweise vorhandenen Fakten wären im Antwortbogen vom VV bzw. in der Sanktionsbegründung besser aufgeführt worden, sollten aber vor dem Sozialgericht (SG) auch helfen.

Da die Sanktion einen Formfehler hat und rechtswidrig ist, ist das Tiefergehen in der Materie völlig sinnfrei. Schon gar nicht sollte das SG damit "belastet" werden.

Zu Beitrag #22 Widerspruch:
Hier im Forum wird oft der Rat gegeben: dem JC im Widerspruch keine Informationen zu geben warum widersprochen wird, nur die Info "Die Sanktion ist rechtswidrig" damit sich das JC nicht vorbereiten kann bzw. die Fehler still und leise nachträglich behebt.
Ich denke, es wird ein User der sich mit diesem Thema besser auskennt als ich, noch seine Meinung posten.

Widerspruch ist begründungslos einzureichen. Alles andere ist erfahrungsgemäß Zeitverschwendung.
 

Reenolution

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Ok,ok aber die Santion tritt erst am 01.Juni in Kraft ?
Im Sanktionsbescheid steht: " für die Zeit vom 1. Juni bis 31. August (Minderungszeitraum) wird eine Minderung ihres ALG2 monatl. um 30% des maßgebenden Regelbedarfs , höchstens jedoch in Höhe des Ihnen zustehenden Gesamtbetrags, festgestellt.

oO Über der Begründung steht doch, das der vorrangegangene Bescheid insoweit für meinen Leistungsanspruch für die Zeit vom 1. Juni bis zum 31.August in Höhe der genannten Minderung aufgehoben (§41 Absatz 1 des zehnten Buches Sozialgesetzbuch - SGBX )

Mist. Ich dachte der Aufhebungsbescheid wäre ein extra Dokument.
 

Vader

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oO Über der Begründung steht doch, das der vorrangegangene Bescheid insoweit für meinen Leistungsanspruch für die Zeit vom 1. Juni bis zum 31.August in Höhe der genannten Minderung aufgehoben (§41 Du meinst 48? Absatz 1 des zehnten Buches Sozialgesetzbuch - SGBX )

Mist. Ich dachte der Aufhebungsbescheid wäre ein extra Dokument.
Schlecht. Kannst du das Dokument hochladen?
 

Reenolution

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Dann vertippe ich mich auch noch. Ja §48 Absatz 1 ist richtig. Ich kann das Formular leider hier nicht hochladen weil ich keinen Scanner habe. Ich werde mir rasch mal einen besorgen.

Also der genaue Satz:

Der vorangegangene Bescheid vom 11.April 2014 wird insoweit für Ihren Leistungsanspruchfür die Zeit vom 1. Juni bis 31.August 2014 in Höhe der oben genannten Minderung aufgehoben (§48 Absatz 1 des zehnten Buches Sozialgesetzbuch - SGB X )

steht zwischen der Sanktionsankündigung und der Begründung: die extra unten steht auf der ersten Seite.
 

Vader

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Dann vertippe ich mich auch noch. Ja §48 Absatz 1 ist richtig. Ich kann das Formular leider hier nicht hochladen weil ich keinen Scanner habe. Ich werde mir rasch mal einen besorgen.

Also der genaue Satz:

Der vorangegangene Bescheid vom 11.April 2014 wird insoweit für Ihren Leistungsanspruchfür die Zeit vom 1. Juni bis 31.August 2014 in Höhe der oben genannten Minderung aufgehoben (§48 Absatz 1 des zehnten Buches Sozialgesetzbuch - SGB X )

Sieht korrekt aus.

steht zwischen der Sanktionsankündigung und der Begründung: die extra unten steht auf der ersten Seite.
Aufgrund welcher Rechtsgrundlage wird sanktioniert, nenn mal die genauen §§.
 

Reenolution

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Ok zu den anderen Fragen:

Ja ich würde sehr gern wieder in HAmburg leben und arbeiten.

Das besagte Jobangebot war keine ZA oder LA Firma, es ging um Pakete ausliefern für die Post in Hamburg. Bestimmt nicht mein Traum aber, klar ich würds machen ne zeitlang und mich parallel weiter umsehen.
Ich selber suche auch immer nach Jobs in HAmburg und finde das Pendeln Lübeck-Hamburg absolut zumutbar, keine Frage.
In absehbarer Zeit eine Wohnung in HH zu finden erscheint mir nach über 2 Jahren intensivster Suche unerreichbar(da die HH Politik ALLE Vorgaben die den sozialen Wohnungbau über 10 Jahre komplett vernachlässigt hat)
Gegen das Jobangebot ansich kann ich nichts sagen. DIe verlangten Vorraussetzungen scheinen auch passend.

Dennoch: Wenn ich einen ZwangsVV vom ArbeitslosigkeitsCenter bekomme ist es mir wichtig, das der potentielle Arbeitgeber ERSTMAL zur Kenntniss nimmt das der Bewerber KEINE WAHL hatte weil ihm mit dem Entzug der Lebensgrundlage gedroht wird.......ich will das Arbeitgeber das schnallen, es muß erwähnt werden.
Alles andere kann der AG dann frei entscheiden. Er kann sagen, das es nicht zusammenpasst. Er kann sagen, das es ein genaueren Blick wert ist und einladen zum GEspräch. Oder er kann gehässig aus der Hüfte schiessen und den Zwangsbewerber anschwärzen, so wie mir passiert.

Anscheinend arbeiten ARGE und POST da sehr gut und routiniert zusammen.
Mit meiner Ehrlichkeitkann ich nicht ein Zustandekommen im Vornherein verhindert haben, das entscheidet ganz frei und / oder willkürlich der p.AG.
Ich will das sie es wissen. Ich denke vielen ist es egal oder vielleicht sogar recht aber ich will das sie kurz daran denken.
Freiwilligkeit-Grundgesetzt etc pp.

Ich beziehe ALG 2, ich habe keine EGV unterzeichnet jedoch, natürlich eine per VA reingedrückt bekommen.....oh man wie das brennt.

Der nächste Termin für eine neue EGV steht schon. Dieses mal werde ich natürlich sofort dem VA widersprechen nachdem ich die EGV zur Überprüfung mit nach Hause genommen habe (mal sehe wie das läuft...vielleich lehnt SB das ab.)

Ich sehe das so: die Sache geht vor das SG. Ich werde einen Anwalt hinzuziehen und hoffe sehr das er meine MAil entsprechend ausformuliert, sodas am Ende die Ehrlichkeit eben doch nicht zu einer gravierenden Bestrafung führen kann. Ich hoffe das wirklich.

Ein Formfehler oder ähnliches wäre aber natürlich auch eine schöne Lösung.
 

Reenolution

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Vader

.....festgestellt (§ 31 Absatz 1 Nummer 2 in Verbindung mit § 31a Absatz 1 und § 31b SGB2 )
 

n2ame22

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Heutzutage fliegen Bewerber schon wegen Kleinigkeiten aus dem Bewerbungsverfahren raus. Deine Bewerbung ist eindeutig eine Negativbewerbung und damit sanktionierbar. Kannst nur auf rechtliche Fehler des Jobcenters hoffen (oder evtl. hat noch jemand einen vorschlag).

Unternehmen die Menschen im Niedriglohnsektor beschäftigen profitieren von diesen Gesetzen und finden das in der Regel auch super, dass die Bewerber fast alles unterzeichnen müssen, was man ihnen unter die Nase hält. Da kommt ihr Geld her und den Ast auf dem sie sitzen wollen sie nicht absägen. Wenns nach der Mehrheit der Unternehmer ginge, dann würden die Gesetze noch weiter verschärft werden. Nichts ist für sie besser als Millionen verzweifelte Arbeitslose, die für ein paar Euro alles tun würden.
 

Reenolution

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In einer Erläuterung zu §48 SGB X heisst es, Zitat:

"Eine Minderung tritt jedoch auch weiterhin nur ein, wenn der Bewilligungsbescheid nach § 48 SGB X geändert wird. Leistungen nach dem SGB II sind Dauerverwaltungskte, deren Bestandskraft nur durch gegenläufige Aufhebungsentscheidungen durchbrochen wird. § 31b Abs. 1 SGB II regelt lediglich den Sanktionszeitraum. "

bedeutet das nicht , mir müsste paralell zum Sanktionsbescheid ein etsprechend geänderter Bewilligungsbescheid zugestellt werden ?
 

Reenolution

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Heutzutage fliegen Bewerber schon wegen Kleinigkeiten aus dem Bewerbungsverfahren raus. Deine Bewerbung ist eindeutig eine Negativbewerbung und damit sanktionierbar. Kannst nur auf rechtliche Fehler des Jobcenters hoffen (oder evtl. hat noch jemand einen vorschlag).

Unternehmen die Menschen im Niedriglohnsektor beschäftigen profitieren von diesen Gesetzen und finden das in der Regel auch super, dass die Bewerber fast alles unterzeichnen müssen, was man ihnen unter die Nase hält. Da kommt ihr Geld her und den Ast auf dem sie sitzen wollen sie nicht absägen. Wenns nach der Mehrheit der Unternehmer ginge, dann würden die Gesetze noch weiter verschärft werden. Nichts ist für sie besser als Millionen verzweifelte Arbeitslose, die für ein paar Euro alles tun würden.
Für mein Verständniss ist meine Mail eben keine Negativbewerbung und schon garnicht eindeutig. Das es von einigen, wie auch von dir, so aufgefasst wird, überzeugt mich nicht davon abzukommen das meine Mail nur ehrlich ist, und nur als ABlehnung verstanden kann wenn man dieses unbedingt so sehe will.

Wer meine Mail, unvoreingenommen liest, erfährt, das hier jemand einen Job sucht und sich auf eine konkrete Stelle unter extremen Druck bewerben muß, was jedoch nicht ausschliesst das man sich einig werden kann wenn beide Seite es möchten.

Sicher hat JEDER der hier mein Anliegen liesst eine Meinung dazu. Meinungen helfen mir aber nicht weiter oder soll ich jetzt zu dem Ergebniss kommen:

n2name22 ist dieser und jener Meinung, da geht garnichts mehr für mich, ich kann mich dem nur ergeben ?? Oder bist Du ein GranatenJurist und weißt von daher 100% eindeutig wie die Sache einzuschätzen ist ?

Will sagen, ich freu mich über jede Hilfe und jeden Tipp, oder auch Erfahrungsberichte wenn diese Erfahrung selbst gemacht wurde. Auf pauschale Meinungen aus dem Bauch heraus würde ich sehr gern lieber verzichten wenn es irgendwie möglich ist das eigene Mitteilungsbedürfniss nicht in den Vordergrund zu stellen.
 
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Also, für mich sieht das leider korrekt aus.

Und mal ganz ehrlich (Ehrlichkeit ist hier ja ein großes Thema): Es hätte völlig ausgereicht, dass Du schreibst, Du bewirbst Dich wegen eines Vermittlungsvorschlages des JC. Aber dass Du Dich derart lange darüber auslässt, dass Du Dich bewerben musst, weil Dir sonst Hunger und Stromsperre drohen...; da wär auch ich selbst im Traum nicht auf die Idee gekommen, dass Du an der Stelle auch nur entfernt interessiert bist.

Und dann kommt ja auch noch hinzu, dass Du zwar aufzählst, was Du bisher gemacht hast. Aber über Deine Qualifikationen erfährt man nichts.

Und Pakete ausliefern für die Post? Und dann noch mal ein sehr großer Abschnitt darüber, dass Du zwar Führerscheine hast, aber keine Fahrpraxis?

Jetzt mal ehrlich...; beim JC drückt ich Dir die Daumen, dass Du die Sanktion abwenden kannst - auch wenn ich da wenig Hoffnung sehe.

Aber uns hier musst Du nicht verarschen. Mal ein bisschen hart formuliert: wenn Du so Bewerbungen schreibst auf Stellen, die Du willst, dann wär da ja fast schon ein Bewerbungstraining notwendig.

Denn mit so einer Bewerbung nimmt einen keiner.

Trotzdem drück ich Dir die Daumen
 

Reenolution

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Also, für mich sieht das leider korrekt aus.

Und mal ganz ehrlich (Ehrlichkeit ist hier ja ein großes Thema): Es hätte völlig ausgereicht, dass Du schreibst, Du bewirbst Dich wegen eines Vermittlungsvorschlages des JC. Aber dass Du Dich derart lange darüber auslässt, dass Du Dich bewerben musst, weil Dir sonst Hunger und Stromsperre drohen...; da wär auch ich selbst im Traum nicht auf die Idee gekommen, dass Du an der Stelle auch nur entfernt interessiert bist.

Und dann kommt ja auch noch hinzu, dass Du zwar aufzählst, was Du bisher gemacht hast. Aber über Deine Qualifikationen erfährt man nichts.

Und Pakete ausliefern für die Post? Und dann noch mal ein sehr großer Abschnitt darüber, dass Du zwar Führerscheine hast, aber keine Fahrpraxis?

Jetzt mal ehrlich...; beim JC drückt ich Dir die Daumen, dass Du die Sanktion abwenden kannst - auch wenn ich da wenig Hoffnung sehe.

Aber uns hier musst Du nicht verarschen. Mal ein bisschen hart formuliert: wenn Du so Bewerbungen schreibst auf Stellen, die Du willst, dann wär da ja fast schon ein Bewerbungstraining notwendig.

Denn mit so einer Bewerbung nimmt einen keiner.

Trotzdem drück ich Dir die Daumen
"Und Pakete ausliefern für die Post? Und dann noch mal ein sehr großer Abschnitt darüber, dass Du zwar Führerscheine hast, aber keine Fahrpraxis?"

Ich verstehe die Frage nicht. Für die Post ausliefern ist nicht mein Traum, sagte ich ja schon aber ich würde das selbstverständlich machen und mich parallel nach einem anderen Job umschauen. Ja ich habe div. Führerscheine , bin aber ewing nicht gefahren wiel ich weder ein Kraftfahrzeug besitze noch Jobbedingt gefahren bin, schon seit Jahren nicht.

Ich verarsche niemanden und kann mich nur wiederholen: Mir ist es wichtig, dem Jobanbieter mitzuteilen das ich gezwungen werde mich bei ihm zu bewerben und auch auf die drastischen Konsequenzen hinzuweisen. Wenn jemand das albern findet ist es ok, aber von Verarsche zu sprechen finde ich nicht angebracht.
 
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Mir "verarschen" meine ich, dass für mich bei diesem Anschreiben glasklar ist, dass Du den Job definitiv nicht willst und Dich nur bewirbst, weil Du musst.

Jedenfalls nennst Du dem AG in Deinem Schreiben nicht einen einzigen Grund, der ihn davon überzeugen könnte, Dich zumindest zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Nicht einen. Für mich ist haften geblieben aus Deiner Mail: ich bewerbe mich bei Ihnen nur, weil ich muss, aber für die Stelle bin ich eh ungeeignet, weil ich mich mit dem Autofahren schwer tue bzw. gar nicht weiß, ob ich das überhaupt noch kann.
 

Texter50

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Ich verarsche niemanden und kann mich nur wiederholen: Mir ist es wichtig, dem Jobanbieter mitzuteilen das ich gezwungen werde mich bei ihm zu bewerben und auch auf die drastischen Konsequenzen hinzuweisen. Wenn jemand das albern findet ist es ok, aber von Verarsche zu sprechen finde ich nicht angebracht.
Bewirbst Du Dich auf nen VV, dann weiss der AG eh, warum Du Dich bewirbst und manche von denen wssen auch von den Folgen für Dich und nutzen das gnadenlos aus.
Bei Dir bin ich hin und her gerissen, irgends ganz schön dreist diese Bewerbung aber eben auch ehrlich. Nur Ehrlichkeit, da gibt es keinen Blumentopf biem JC. :biggrin:
Den Zwang zur Bewerbung, den gilt es halt umschreiben zu vermitteln, was ich auch besonders ätzend finde.
Du wirst Dich wohl auf ein paar Taler weniger einstellen müssen und das ist eben ein Problem, wenn man eh wenig erhält. :eek:

Das mit dem ewig nicht gefahren, da stimme ich Dir sogar zu, das ist echt ätzend. Besonders wenn man dann plötzlich nen größeren Wagen aufgedrückt bekommt. Aber auch das lässt sich sicher weniger drastisch anbringen, und möglichst nicht schiftlich sondern beim Vorstellungsgespräch unter vier Augen.
 

Reenolution

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Mir "verarschen" meine ich, dass für mich bei diesem Anschreiben glasklar ist, dass Du den Job definitiv nicht willst und Dich nur bewirbst, weil Du musst.

Jedenfalls nennst Du dem AG in Deinem Schreiben nicht einen einzigen Grund, der ihn davon überzeugen könnte, Dich zumindest zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Nicht einen. Für mich ist haften geblieben aus Deiner Mail: ich bewerbe mich bei Ihnen nur, weil ich muss, aber für die Stelle bin ich eh ungeeignet, weil ich mich mit dem Autofahren schwer tue bzw. gar nicht weiß, ob ich das überhaupt noch kann.
Sorry, nein , der Arbeitgeber soll einfach nur wissen, was er erwarten kann. Ich sehe mich selbst nicht als ungeeignet für diese Stelle, Fakt ist aber eben das ich kein routinierter Fahrer bin, dabei geht es ums Fahren wie auch um Ortskenntnisse. Wenn der Arbeitgeber das nicht als Hinderugnsgrund sieht ist es gut. Ich hätte auch sagen können: ich bin Jahrelang nicht gefahren und kenne den Großraum Hamburg nur auf Schienen oder unterirdisch weil ich die letzte Jahre immer mit der HVV und dem Fahrrad unterwegs war ABER ich lerne bestimmt schnell. Fehlende Fahrpraxis ist ein Fakt....hätte ich verschweigen müssen, wie andere Fakten auch.

Wenn es dann so ist werde ich es in relativer Kürze wohl erfahren und habe dann wieder ne Menge zum Thema Anpassung dazugelernt.
 

swavolt

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Widerspruch und aufschiebende Wirkung kannst du hier nehmen:
http://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/egv-per-va-massnahme-trotz-400-euro-job-103455/index8.html#post1656826

Musst es nur anpssen. Gründe kannst du soweit übernehmen, außer das die §§ fehlen. Knackpunkt sollte sein das deinem Sanktionsbescheid kein erläunternder Berechnungsbogen oder geänderter Bewilligungsbescheid beilag. Und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales weist darauf explizit in ihren Fachlichen Hinweisen hin.

Leider haben sie natürlich schon ihren Sanktionstext aktualisiert. Nur die FH liest kein SB durch sonst würde ein Blättchen dabeiliegen. Da muss das BMAS ihren Sanktionstext nochmal ändern. So ist der immer noch Fehlerhaft.

Hinweisen sollte man auch noch auf die Problematik die entsteht wenn die Sanktion 2 Bewilligungsräume betrifft. Dann darf die Sanktion nur den ersten oder die beiden ersten Sanktionsmonate enhalten und erst wenn eine neue Bewilligung vorliegt darf dann der restliche Teil sanktioniert werden.
 

Reenolution

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Moin swavolt

Ich brüte immernoch über dieser Sache, denn die macht mich doch schon ziemlich nervös.

Ich danke dir für dein Interesse und deine Hinweise. Ich könnte mir auch vorstellen, das allein der Hinweis auf die Aufhebung des letzten Bewilligungsbescheides zu wenig ist, aber vielleicht reichen die den entsprechend angepassten Bewilligunsbescheid ja noch nach.
Mal abwarten, inzwischen mache ich mich an den Widerspruch.

Deine Vorschläge.doc sind gut. Wenn ich aber nun den Widerspruch beim Jobcenter einreiche, gebe ich denen doch die Möglichkeit nachzubessern. Wäre es nicht besser den Widerspruch ohne große Angaben bei der Arge einzureichen, und die wertvolle Information nur in dem Antrag, auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, an das SG zu schreiben ?
 

Vader

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Hallo Reenolution,

In einer Erläuterung zu §48 SGB X heisst es, Zitat:

"Eine Minderung tritt jedoch auch weiterhin nur ein, wenn der Bewilligungsbescheid nach § 48 SGB X geändert wird. Leistungen nach dem SGB II sind Dauerverwaltungskte, deren Bestandskraft nur durch gegenläufige Aufhebungsentscheidungen durchbrochen wird. § 31b Abs. 1 SGB II regelt lediglich den Sanktionszeitraum. "

Meiner Meinung nach wurde der Bewilligungsbescheid geändert, da der Sanktions-/Aufhebungsbescheid den Bescheid aus April um den im Sanktionsbescheid angegebenen Betrag mindert. Aber das muss nichts heißen. Ich würde dir raten, das Fehlen des geänderten Bewilligungsbescheides als Formfehler zu monieren - nur beim SG!

bedeutet das nicht , mir müsste paralell zum Sanktionsbescheid ein etsprechend geänderter Bewilligungsbescheid zugestellt werden ?

S. o.
Wäre es nicht besser den Widerspruch ohne große Angaben bei der Arge einzureichen, und die wertvolle Information nur in dem Antrag, auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, an das SG zu schreiben ?

Ganz meine Meinung! Nachweislich begründungslos Widerspruch einlegen und beim SG aufschiebende Wirkung dessen beantragen.
Mal zu den §§:

§ 31 SGB II Abs. 1 S. 2 - Bisher wurde nicht substantiiert dargelegt, inwiefern dein Verhalten das Zustandekommen des Arbeitsverhältnisses verhindert haben soll. Dieser Vorwurf wird somit von dir vollumfänglich als unbegründet zurückgewiesen, eine Pflichtverletzung ist objektiv nicht erkennbar.
 

Reenolution

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Moin Vader

Was die §§ anbetrifft, zu § 31 SGB II Abs. 1 S. 2 :

In dem Sanktionswisch steht als Begründung:

Ihnen ist am xx März 2014 ein Beschäftigungsverhältnis als Fachkraft -Kurier, Express und Postdienstleistung bei der Firma XXX etc pp angeboten worden.

Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnissen zumutbar.
Sie haben trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen durch Ihr Verhalten das Zustandekommen dieses Beschäftigungsverhältnisses von vornherein verhindert.

Der Arbeitgeber hat hierzu folgendes mitgeteilt:

Sie haben durch die Art Ihrer Bewerbung verdeutlicht, das Sie nicht an der Arbeitsstelle interessiert sind. --- (( in der Anhörung hiess es noch, das ich nicht an EINER Arbeitsstelle, also generell , interessiert sei.))---

Zur Begründung Ihres Verhaltens haben Sie dargelegt, das Ihnen nicht klar wäre, durch welches Verhalten Sie das Zustandekommen einer Tätigkeit verhindert haben sollen. -- ( EINER , hier wird es wieder allgemeiner. ok ok KleinExkrementerei )---

Die Einschätzung des Arbeitgebers, das Sie kein Interesse an EINER !! Arbeitsstelle haben sei eine absolute Fehleinschätzung, und Ihnen sei nicht klar, warum Ihre Email diesen Eindruck erweckt habe.

In Ihrer Email ist aufgeführt, dass sie sich aufgrund eines Vermittlungsvorschlages unter ANdrohung von Sanktionen auf diese Stelle bewerben. Weiterhin ist angegeben, dass Sie verdeutlichen wollen, keine andere Wahl zu haben als sich zu bewerben.

Eine Bewerbung dieser Art ist keineswegs geeignet, einen Arbeitgeber von der Motivation zur Aufnahme einer Beschäftigung zu überzeugen.

Die von Ihnen vorgebrachten Gründe konnten daher bei der Abwegung Ihrer persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig im SInne der Vorschriften des SGB 2 anerkannt werden.

So und dann kommt eben die Sanktionsankündigung mit Zeitraum und Aufzählung der §§ die ich ja schon genannt hatte, gefolgt von einer Rechtsbehelfsbelehrung, die das Sanktionsschreiben schön abrundet.

Ist mein Vergehen damit substantiiert dargelegt ?? Ich befürchte eher Ja ??
 
E

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...aufgrund eines Vermittlungsvorschlages unter ANdrohung von Sanktionen auf diese Stelle bewerben.
Die müssen doch zu ihrem eigenen Mist stehen. Das ist doch nur die Wahrheit! :icon_hmm:

Dann sollen sie eben zukünftig solche Sätze weglassen.

("Wir bedrohen sie zwar, aber erzählen sie es ja keinem weiter.")

:rolleyes:
 

Charlot

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Mal einen Antrag stellen und fragen, ob man nicht auf die geltenden Gesetze sowie die Schreiben und Aussagen der SB's hinweisen darf, oder ob dies einer Geheimhaltungspflicht unterliegt.

Wie der Arbeitslosenkollege Cerberus schon schrieb, sollen die doch dazu stehen.
 

Reenolution

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Die müssen doch zu ihrem eigenen Mist stehen. Das ist doch nur die Wahrheit! :icon_hmm:

Dann sollen sie eben zukünftig solche Sätze weglassen.

("Wir bedrohen sie zwar, aber erzählen sie es ja keinem weiter.")

:rolleyes:

Ich kann die Hetze auch nicht nachvollziehen. Sind denen Ihre eigenen Instrumente unangenehm sodas sie nicht erwähnt werden dürfen.
Den Arbeitgeber verstehe ich auch nicht.

Wenn man etwas anzubieten hat kann man auch sagen: komm mal her , wir reden mal, ich zeige Dir mal was wir anzubieten haben und wenn Du nicht geeignet bist kannst Du leider nicht dazugehören.

Oder erkönnte auch sagen: Wer nicht will der hat schon, der nächste bitte.
Aber nein, die Post erfüllt hier vorbildlich ihre Meldpflicht mit einer sehr simplen und pauschalen Einschätzung.

Wäre ich ein seriöser Arbeitgeber würde mich SEHR interessieren warum jemand bei mir vorspricht. Klar jeder braucht eine Erwerbstätigkeit in unserem SuperSystem aber freier Wille wäre mir als AG schon sehr wichtig denn auf Zwang ist nichts gutes aufzubauen.

Ich drehe mich da im Kreis, aber ich will einem Stellenanbieter einfach sagen dürfen: " Ich kontaktiere Sie in erster Linie mal, weil Druck , Zwang und bedrohliche Konsequenzen anstehen wenn ich diesen Schritt nicht mache !" Und dann würde ich gern mit ihm über die Stelle die er zu vergeben hat sprechen.
 

Vader

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Der Arbeitgeber hat hierzu folgendes mitgeteilt:

Sie haben durch die Art Ihrer Bewerbung verdeutlicht, das Sie nicht an der Arbeitsstelle interessiert sind. --- (( in der Anhörung hiess es noch, das ich nicht an EINER Arbeitsstelle, also generell , interessiert sei.))---

Als unbegründet zurückweisen.

Zur Begründung Ihres Verhaltens haben Sie dargelegt, das Ihnen nicht klar wäre, durch welches Verhalten Sie das Zustandekommen einer Tätigkeit verhindert haben sollen. -- ( EINER , hier wird es wieder allgemeiner. ok ok KleinExkrementerei --> Würde ich auch so sehen. )---

Die Einschätzung des Arbeitgebers, das Sie kein Interesse an EINER !! Arbeitsstelle haben sei eine absolute Fehleinschätzung, und Ihnen sei nicht klar, warum Ihre Email diesen Eindruck erweckt habe.

Liegt diese Einschätzung vor? Akteneinsicht verlangen!

In Ihrer Email ist aufgeführt, dass sie sich aufgrund eines Vermittlungsvorschlages unter ANdrohung von Sanktionen auf diese Stelle bewerben. Weiterhin ist angegeben, dass Sie verdeutlichen wollen, keine andere Wahl zu haben als sich zu bewerben.

Das ist schlicht und ergreifend dumm gewesen.

Eine Bewerbung dieser Art ist keineswegs geeignet, einen Arbeitgeber von der Motivation zur Aufnahme einer Beschäftigung zu überzeugen.

Sehe ich auch so.

Die von Ihnen vorgebrachten Gründe konnten daher bei der Abwegung Ihrer persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig im SInne der Vorschriften des SGB 2 anerkannt werden.

So und dann kommt eben die Sanktionsankündigung mit Zeitraum und Aufzählung der §§ die ich ja schon genannt hatte, gefolgt von einer Rechtsbehelfsbelehrung, die das Sanktionsschreiben schön abrundet.

Ist mein Vergehen damit substantiiert dargelegt ?? Ich befürchte eher Ja ??

Jein. Ich würde beim SG zunächst erklären, dass die Sanktion wegen eines Formfehlers nichtig und somit rechtswidrig ist. Dir wurde kein Änderungsbescheid zugeteilt, somit lediglich die Änderung des Bescheides angekündigt. Das solltest du zumindest versuchen. Ob du mit der Argumentation Erfolg haben wirst oder ob das gar kein Formfehler ist, weiß ich leider auch nicht.

Dein Verhalten war saubescheuert, Punkt. Trotzdem würde ich die gemachten Vorwürfe in der eA als unbegründet zurückweisen. Das JC wirft dir vor, dass dein Verhalten gem. § 31 SGB II das Zustandekommen einer Tätigkeit verhindert hätte. Dies wird jedoch nicht hinreichend begründet, das Schreiben des Arbeitgebers liegt ebensowenig vor. Spaßeshalber würde ich beantragen, den Arbeitgeber als Zeugen zu vernehmen.
In dem Schreiben der Arge werde ich , unter Androhungen von Sanktionen, aufgefordert mich auf
diese Arbeitsstelle zu bewerben.

Der Eintritt einer Sanktion würde eine Kürzung von, in erster Stufe, 30% der Grundversorgung, die ich erhalte, bedeuten. Die , wie der Name schon deutlich sagt, nur
dafür reicht, finanziell grundsätzliche Bedürfnisse abzudecken.
Es ist ganz klar und unvermeindlich das eine 30%ige oder auch höhere Sanktion zu Extremen wie z.B. Hunger oder Stromsperre führen würden. Diese Informationen sollen
nur eines verdeutlichen: Ich habe nicht die Wahl. Um eine katastrophale Situation abzuwenden bleibt mir also nur, der Zwangsaufforderung der Arge, nachzukommen.

Das gehört objektiv nicht in eine Bewerbung. Dennoch kannst du versuchen, es so hinzustellen, als wolltest du den Arbeitgeber darauf aufmerksam machen, dass diejenigen, mit denen er zusammenarbeitet (JC), eben ein ganz mieser Verein ist. Du wolltest nicht das Zustandekommen der Tätigkeit verhindern, sondern aufzeigen, unter welchen Bedingungen das JC einen Vermittlungsvorschlag sendet und unter welchem enormen psychischen Druck du dich somit befindest.
Gerade weil mich die Themen, auch politisch sehr interessieren, stehe ich Zeitarbeit, Leiharbeit und personal
leasing mehr als skeptisch gegenüber. Wenn es eine zu besetzende Arbeitsstelle gibt zu der meine Qualifikation und meine Vorgeschichte passt würde ich mich
über entsprechende Informationen freuen.

Das widerspricht sich total, würde ich als Verfasser aber so auslegen, dass ich ein zäher Verhandlungspartner bin und eben nicht jeden Blankoleihvertrag akzeptiere.
Meine persönliche Meinung: Aus der Scheiße kommst du nicht raus. Ich persönlich würde es sogar lassen, auf die Bewerbung einzugehen. Ich glaube nicht, dass der SG-Richter schon geboren ist, der diese Bewerbung objektiv als unschädlich im Sinne des § 31 SGB II ansieht. Persönlich würde ich jedoch Strafantrag bei der StA erstatten -> Nötigung, Androhung eines empfindlichen Übels bei Nichtbewerbung. Verweis auf das BVerfG. Den Spaß kannst du dir geben.
 

Reenolution

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Den Arbeitgeber möchte ich sehen der jemanden mit dieser Bewerbung eine Stelle anbietet.Als Arbeitgeber würde ich mich verarscht fühlen.
Wirklich ? Du würdest dich verarscht fühlen weil ein ZwangsBewerber Dir mitteilt das er sich unter Zang bewerben muß und man ihm sonst die Lebensgrundlage entzieht. Da würdest DU dich verarscht fühlen ?
 
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Wirklich ? Du würdest dich verarscht fühlen weil ein ZwangsBewerber Dir mitteilt das er sich unter Zang bewerben muß und man ihm sonst die Lebensgrundlage entzieht. Da würdest DU dich verarscht fühlen ?
da hätte man auch sagen können: nein ich habe keine lust mehr aufs arbeiten,ich bleibe lieber arbeitslos und kassiere.das ist gleiche aussage wie ich muss mich hier zwangsbewerben.
das war nicht klug gewesen sich so zu bewerben
 
E

ExitUser

Gast
Was wollen die eigentlich? Daß man das neue AV gleich mit 'ner dicken Lüge beginnt?

Soll man freudestrahlend über beide Backen da einlaufen u. jauchzend verkünden, wie glücklich man ist, endlich den Niedriglohnjob des Lebens gefunden zu haben?

Oder ist es doch noch erlaubt, eigene Vorstellungen von seinem zukünftigen Arbeitsplatz zu haben?
 

#HIV#

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Man muss die Sache hier wirklich von drei völlig Unterschiedlichen Standpunkten betrachten.

Hilfeempfäger:

Wird tatsächlich unter Drohungen dazu genötigt sich bei einem ihm zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannten Arbeitgeber zu bewerben. Im Hintergrund wird bereits mit Sanktionen gedroht, sollte dies nicht innerhalb von 3 Tagen passieren.

Arbeitgeber:

Nutz wahrscheinlich die Lage des Hilfeempfängers aus, da wenn er wirklich fähiges Personal haben möchte, nicht unbedingt beim Jobcenter um neue "Ware" betteln würde.

Jobcenter:

Der Master of Sklaventreiber, möchte natürlich jede noch so kleine Möglichkeit nutzen, den Hilfeempfänger Sanktionen am laufenden Band rein drücken zu wollen. Da kommen solche Aussagen des Arbeitgebers natürlich gerade recht.


Mit keinem außer dem Hilfeempfänger kann ein gesunder Menschenverstand hier Mitleid haben. Da er der einzige Verlierer in der ganze Geschichte ist. Das Jobcenter wird wahrscheinlich schon den nächsten Sklaven in den Laden geschickt haben, natürlich wieder unter Androhungen von Strafen.
 

Reenolution

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Vader nochmals Danke für deine Mühen.

Das ich mich auf der einen Seite , auch politisch für die derzeitigen Formen der Erwerbsarbeit interessiere und Zweifel habe mich aber über Information zu einer Stelle die zu meiner Qualiifikation und Vorgeschichte passt widerspricht sich nicht finde ich. Es verdeutlicht nur das ich bitte gern ein faires Angebot hätte. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

ich zitiere dich mal: Persönlich würde ich jedoch Strafantrag bei der StA erstatten -> Nötigung, Androhung eines empfindlichen Übels bei Nichtbewerbung. Verweis auf das BVerfG. Den Spaß kannst du dir geben.

Hat soetwas schonmal jemand erfolgreich überstanden ?
 

#HIV#

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ich zitiere dich mal: Persönlich würde ich jedoch Strafantrag bei der StA erstatten -> Nötigung, Androhung eines empfindlichen Übels bei Nichtbewerbung. Verweis auf das BVerfG. Den Spaß kannst du dir geben.

Hat soetwas schonmal jemand erfolgreich überstanden ?
Kannst du vergessen, die Strafanträge werden schneller eingestellt als du bis 5 zählen kannst. Die Staatsanwälte spielen bei so etwas niemals mit. Die sind schon abgehärtet, glaub es mir.
 

Rotwolf

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Die Bewerbung:
Guten Tag

In Vorstellungsungsgesprächen wurde ich oft von Arbeitgebern oder deren Vertreter gefragt warum ich mich für diese oder jene Tätigkeit bewerbe.
Zu dem, unter Betreff genannten Stelleangebot, möchte ich mich daher offen und ehrlich, im Vorwege, erklären.
Ich erhielt zu der Stelle einen Vermittlungsvorschlag der Arge Lübeck. In dem Schreiben der Arge werde ich , unter Androhungen von Sanktionen, aufgefordert mich auf diese Arbeitsstelle zu bewerben.

Der Eintritt einer Sanktion würde eine Kürzung von, in erster Stufe, 30% der Grundversorgung, die ich erhalte, bedeuten. Die , wie der Name schon deutlich sagt, nur dafür reicht, finanziell grundsätzliche Bedürfnisse abzudecken.
Es ist ganz klar und unvermeindlich das eine 30%ige oder auch höhere Sanktion zu Extremen wie z.B. Hunger oder Stromsperre führen würden. Diese Informationen sollen nur eines verdeutlichen: Ich habe nicht die Wahl. Um eine katastrophale Situation abzuwenden bleibt mir also nur, der Zwangsaufforderung der Arge, nachzukommen
.



Kurz zu meiner Person:
Ich wurde 1967 geboren, habe nach kaufmännischer Berufsausbildung eine weiterführende Schule besucht um danach für 4 Jahre freiwillig Dienst bei der Bundesmarine zu leisten.
Nach meinem Ausscheiden hatte ich diverse Jobs in der Gastronomie. Ich habe gern und oft meine Jobs gewechselt weil ich sehr interessiert, vor allem auch an Veränderungen und dem Entdecken des Neuen im Allgemeinen war.

Ich bin 1998 in meine Wahlheimatstadt Hamburg gezogen um dort als DJ, Produzent, Künstlerbetreuer, Eventplaner zu arbeiten. Durch gute Kontakte bekam ich dann eine Stelle bei einem Medienvertrieb, bei dem Ich dann 6 Jahre lang kaufmännisch tätig war.
Weitere Stationen in Hamburg waren dann 2 Jahre als Servicemitarbeiter sowie 2 Jahre als sogenannter Car Rental Agent bei einer KFZ Vermietung am Langenhorner Flughafen.
Es kam zu einer Übernahme durch einen Konzern was für mich und einige meiner Kollegen zur Kündigung führte. Nach über 2 jähriger, erfolgloser Job und Wohnungssuche musste ich dann wieder nach Lübeck ziehen.

Mein Status ist zur zeit arbeitssuchend. Daher suche ich also einen Job und wenn es sich ergeben sollte am liebsten auch eine Wohnung in Hamburg.
Ich besitze einen Führerschein Klasse B und C, verfüge aber nicht über Fahrpraxis da ich keinen PKW besitze, noch in den vergangenen 6 Jahren beruflich gefahren bin.
Den Führeschein Klasse C habe ich 1992 bei der Bundesmarine erworben und bin seitdem kein Fahrzeug der Klasse mehr gefahren.
Ich habe meine Beweggründe dargelegt. Gerade weil mich die Themen, auch politisch sehr interessieren, stehe ich Zeitarbeit, Leiharbeit und personal leasing mehr als skeptisch gegenüber. Wenn es eine zu besetzende Arbeitsstelle gibt zu der meine Qualifikation und meine Vorgeschichte passt würde ich mich über entsprechende Informationen freuen.

mit freundlichen Grüssen
XXXX XXXXXXX
Hier aus diesen farblichen Passagen wirft dir das JC negatives Bewerbungsverhalten vor. Das JC stützt sich vermutlich auf ein vom BSG vorhandenes Urteil
>Bundessozialgericht, Urteil vom 05.09.2006
- B 7a AL 14/05 R -
Urteil > B 7a AL 14/05 R | BSG - Falsche Bewerbung ist einer Nichtbewerbung bzw. einer Arbeitsablehnung gleichzustellen < kostenlose-urteile.de
Mit einer Bewerbung muss der Arbeitnehmer sein Interesse an der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses zum Ausdruck bringen. Diese Verpflichtung besteht im Sinne einer Obliegenheit auch dann, wenn es sich bei der Bewerbung um eine bloße Befolgung eines Vermittlungsvorschlags der Agentur für Arbeit handelt. Der Arbeitslose ist gehalten, alles zu unterlassen, was dieser Intention (Interesse an der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses) nach außen hin erkennbar entgegenläuft. Abzustellen ist hierbei auf den objektiven Empfängerhorizont, dh auf die Sicht eines verständigen Arbeitgebers. Auf die innere Einstellung des Arbeitslosen, mithin auf die Frage, ob er das Beschäftigungsangebot tatsächlich zielgerichtet ablehnen wollte, kommt es bei der Beurteilung, ob ein Bewerbungsschreiben einer Nichtbewerbung gleichgesetzt werden kann, nicht an. Maßgeblich ist nur, ob der Kläger die Wirkung auf den Arbeitgeber erkennen konnte.
Es sieht nicht gut aus. In der Bewerbung wird hingewiesen, dass sich wegen des Sanktionsdruckes beworben wird. Also steht es dem BSG Urteil entgegen. Solltest du in Zukunft nach deiner offiziellen ! Meinung zu ZAF gefragt werden dann einfach sowas nachquatschen>https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/ArbeitundBeruf/Zeitarbeit/index.htm
>
Ich sehe hier wieder einen Klageweg in Richtung BVerG, EGMR in den unteren Instanzen wird sich da nichts tun. Das ist aber mit viel Aufwand verbunden und hängt auch davon ab, ob man dazu die Energie hat. Beim BVerG und EGMR kann man dann schon besser seine Menschenrechte einklagen. Letzentens wurde eine SGB II-Sanktion vom EGMR zurückverwiesen>Verfahrensübersicht - www.srif.de.

Und ich find trotzdem :icon_kotz2:, dass man seine Meinung nicht sagen kann.
 

Reenolution

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Du hast keinen scanner. Hast du eine Digitalkamera oder Smartphone, mit dem du die Schreiben fotografieren und anonymisiert hochladen kannst?


Hier sind Hinweise zum Thema Strafanzeige - den Punkt findest du oben in der Infoleiste (neben downloads):

http://www.elo-forum.org/infos-abwehr-behoerdenwillkuer/75355-anmerkungen-thema-strafanzeige-gegen-behoerdenmitarbeiter.html#post866594
Ich brauchte bisher keinen Scanner werde mir aber für ArgeAngelegenheiten einen besorgen. Für ein SmartPhone habe ich auch keine Verwendung, habe nur ein normales Handy, werde die Kamera des Handys mal ausprobieren.

Erkundige mich jetzt erstmal nach einem guten Anwalt, jemand aus dem Bekanntenkreis wird mich mit seinen Kontakten unterstützen. Ich muß mich mal mit jemanden an einen Tisch setzen und die Möglichkeiten diskutieren. Jetzt grad brummt mir nur der Schädel von der Nummer.

Ich wurde in meinem ganzen Leben noch nicht bestraft weil ich offen und ehrlich war, das muß ich erstmal in mein eh schon stark gestörtes Weltbild einbeziehen. Pause. Danke an alle.
 

Caso

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Sorry, nein , der Arbeitgeber soll einfach nur wissen, was er erwarten kann. Ich sehe mich selbst nicht als ungeeignet für diese Stelle, Fakt ist aber eben das ich kein routinierter Fahrer bin, dabei geht es ums Fahren wie auch um Ortskenntnisse. Wenn der Arbeitgeber das nicht als Hinderugnsgrund sieht ist es gut. Ich hätte auch sagen können: ich bin Jahrelang nicht gefahren und kenne den Großraum Hamburg nur auf Schienen oder unterirdisch weil ich die letzte Jahre immer mit der HVV und dem Fahrrad unterwegs war ABER ich lerne bestimmt schnell. Fehlende Fahrpraxis ist ein Fakt....hätte ich verschweigen müssen, wie andere Fakten auch.

Wenn es dann so ist werde ich es in relativer Kürze wohl erfahren und habe dann wieder ne Menge zum Thema Anpassung dazugelernt.
Im SGB II ist das eben leider anders.
Da gehts nach Zumutbarkeiten.
Und vorher schon behaupten, man sei ungeeignet---das wird dann wie vielfach hier beschrieben, ausgelegt.
Du kannst gern die Prozedur mit dem Widerspruch und der Eilklage angehen, ich denke, du hast damit keinen Erfolg.

Investiere deine Energie lieber in intensive Jobsuche.
Und lerne statt Anpassung das Umgehen der Fallstricke besser kennen.

Ich habe nicht jeden Beitrag hier gelesen, aber du weißt inzwischen, wieviel 30% des massgebenden RB sind?

Meine Meinung zur Anzeige:
Kannste sein lassen. Ist doch nicht zielführend. Oder was definierst du als Ziel?
 

obi68

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Alles komplett irre, mehr fällt mir da gar nicht mehr ein.

Gott, ist Deutschland krank!
 

hellucifer

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Ja, man muss einfach so tun, als ob man wirklich für jeden Arbeitgeber gerne arbeiten möchte - obwohl jeder, der mit gesundem Menschenverstand ausgestattet ist, wissen muß, daß das niemals so sein kann.

Die ZAFs können doch auch nicht ernsthaft glauben, daß es Menschen gibt, die gerne für sie knechten. Aber äußern darf man es halt nicht.

Ziemlich krank, eigentlich sogar komplett wahnsinnig, ist dieser Arbeitsmarkt.
Im Grunde genommen sollte die Motivation, weshalb man einen Job, den man unter "normalen Umständen" eigentlich nicht "freiwillig" oder "gern" annehmen würde, egal sein. Maßgeblich ist nur, ob jemand sich weigert, durch die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit seine Hilfebedürftigkeit zu verringern.

Verkennen sollte man allerdings nicht, dass der Sanktionsapparat, den Behörden wie Gerichte bilden, darauf aus ist, aus einem Verhalten etwas Sanktionswürdiges abzuleiten. Man gebe einem Arbeitgeber also grundsätzlich nie zu erkennen, dass man einen Job eigentlich nicht haben will. Denn das ist genau das, was man hören will (wenn sie es schon nicht schaffen, dich in Arbeit zu bringen, so hilfst du ihnen andernfalls damit dabei, dir zuerst die Leistung zu kürzen und dann Stück um Stück zu streichen).

Das geschieht nach dem Mott: Du bist zwar überflüssig, und sie brauchen dich auch nicht, aber ein Bein stellen wollen sie dir trotzdem! Das dient der Disziplinierung der Werktätigen.
 

Rotwolf

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Eine Sanktion soll ein bestimmtes Verhalten bewirken. So der Gesetzentwurf. Der Gesetzgeber verspricht sich hierdurch eine Verhaltensänderung.
Sanktionen tragen somit besser zu einem Arbeitsverhältnis bei.

Was diese Sanktion hier wirklich bewirkt.

  • der TE wird sich informieren, wie man eine ZAF besser abwehrt
  • das Mistrauen gegenüber JC und ZAF wird verstärkt. Da jetzt die Dualität zw. JC. und ZAF erkannt wurde
Zeitarbeit wird nun noch stärker verachtet und durch richtiges Umgehen verhindert.

Kurtzum:
Die Sanktion bewirkt hier das eigentliche Gegenteil von dem was sich der Gesetzgeber von Sanktionen erhofft.
 
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