Sanktion wegen Datenschutz-Bewerbung abgewehrt

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Sorata

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Da es bei uns üblich ist, bei Zwangsbewerbungen über VVs insbesondere für Zeitarbeit nur eine Kurzbewerbung mit Datenschutzklausel zu versenden, können manche ZAF schon mal wegen einem stinkig sein und versuchen, einen beim JC anzuschwärzen.

Die ganze Geschichte dazu gibt es hier: https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/85431-anhoerung-wegen-datenschutz-bewerbung.html

Abwehr:
Nach Teamarbeit im Forum kamen wir zu folgendem Anhörungsschreiben, mit dem die Sanktion wegen Negativverhalten abgewandt wurde:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich der Behauptung vom 18.1.12, ich hätte das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses verhindert.
Am 11.1.12 erfolgte meine umgehende, schriftliche Bewerbung für das im Vermittlungsvorschlag ausgeschriebene Stellenangebot bei Fa. -Name der ZAF -.

Die Unterstellung, ich hätte die Angabe von Telefonnummer und E-Mailadresse verweigert, entbehrt gänzlich der Wahrheit. Zudem gibt es weder eine gesetzliche Verpflichtung, sich damit zu bewerben noch gibt es die Pflicht, darauf zurückgreifen zu können.

Die zwingende Aufnahme in einen Bewerberpool für die Vermittlung in eine konkrete Stelle, widerspricht zweifelsfrei und justiziabel belegbar den geltenden Datenschutzbestimmungen, die ebenfalls zweifelsfrei, ein im GG verankertes, Grundrecht darstellen.

Mein, auf gängiger Missachtung vieler AG begründeter, und hier somit prophylaktisch vorgetragener Widerspruch einer derartigen Datensammlung, war also keinesfalls unrechtsmäßig, sondern leitet sich allein aus meinem Recht auf geltenden Datenschutz, Datenvermeidung und Datensparsamkeit ab.

Mit freundlichem Gruß
 
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