Sanktion bei Wechsel von Ausbildung in Vollzeit auf Teilzeit?

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eljey

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Hallo, ich mache eine Ausbildung in Vollzeit, habe eine Tochter von 3 Jahren und merke, dass es mir zu viel wird. Der Stoff ist nicht leicht und wir haben viel theoretischen Unterricht zusätzlich zur Berufsschule und dementsprechend auch etliche Klausuren. Grundsätzlich kann ich jederzeit auf Teilzeit wechseln, jetzt wäre aber meine Frage, ob es da Probleme mit dem Jobcenter gibt (ich und mein Freund bekommen noch aufstockend Leistungen)

Vielen Dank für die Antworten.
 

Nena

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...die Du vom JC ausgeglichen bekommen möchtest. Hm. Würde eine Ärztin Dir attestieren, dass ein Erreichen des Ausbildungsabschlusses nur in Teilzeit möglich ist (o.s.ä.)?
Ich fürchte, einfach nur ein "ist mir zu anstrengend" reicht nicht, um knapp 200 Euro mehr monatlich zu kriegen (und es dauert ja dann auch entsprechend länger, bis Du verdienst).
 

eljey

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Aber ich bekomme ja letztendlich keinen Regelbedarf mehr, da ich mit 600 Euro + 160 Euro bab (bisher, wird dann wohl mehr) + 190 Euro Kindergeld meinen Bedarf ja selber decken kann. d.h. der Bedarf von meinem Freund und unserer Tochter würde sich ja "nur" erhöhen. Könnte ich dann trotzdem eine Sanktion bekommen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Hmmmm. Als Azubi bist du doch eh von Leistungen ausgeschlossen.
Wenn du sowieso gar nix kriegst, können sie dich ja nicht sanktionieren. Eine "Sippenhaftung" ist ja explizit ausgeschlossen, da die Leistungen nur deiner Familie bewilligt wurden, funktioniert das gar nicht.
Würde nicht außerdem das BAB den niedrigeren Lohn komplett auffangen?

Da man beim Jobcenter aber nie weiß, wäre der sicherste Weg, das entweder über einen Arzt laufen zu lassen oder über den Arbeitgeber und die IHK/HWK. Wenn der Arbeitgeber will, dass du die Ausbildung in Teilzeit fortsetzt, weil er sonst die Gefahr sieht, dass du die theoretischen Ausbildungsinhalte nicht schaffst, kann das JC auch nix sagen.

Andrerseits würde ich da auch mal abklopfen, wie es mit Lernzeit im Betrieb ausschaut. Hast du da die Möglichkeit, regelmäßig zu lernen bzw dein Berichtsheft zu führen?
 

eljey

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Berichtsheft kann ich führen, das Lernen ist nur in meinem Amt davor möglich gewesen (bin im öffentlichen Dienst beschäftigt) und in meinem jetzigen Ämtereinsatz nicht mehr, da wir hohen Kundenverkehr haben und das Telefon laufend klingelt^^

Eventuell bekommt mein Freund ab August eine Ausbildung in Vollzeit, einen Kita Platz haben wir zum Glück bekommen, habe mich aber für 7-15 Uhr entschieden und muss dann sowieso auf Teilzeit wechseln. Kann das Jobcenter da sagen, dass ich die Kita-Zeit von 7-17 Uhr in Anspruch nehmen muss und ich da keine Entscheidungsfreiheit habe? Möchte mein Kind ungern 10 Stunden fremdbetreut lassen, dann hätte ich mir keines anschaffen brauchen^^
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wenn dein Freund auch in Ausbildung ist, wärt ihr doch eh weg vom Jobcenter, nehme ich mal an. Dann hättet ihr beide eh keinen Anspruch und dein Kind würde mit Kinderzuschlag (und evtl Wohngeld, das aber auch nur fürs Kind) über die Runden kommen.

Bist du über oder unter 25?

Wenn über 25, würd ich das mit dem Wechsel in Teilzeit machen und dem Jobcenter das geänderte Gehalt mitteilen. Du kriegst ja gar keine Leistungen, daher kann ich mir nicht vorstellen, wie sie dich sanktionieren wollen.
Wenn sie es doch versuchen, sind es 30% für drei Monate und das Forum wird dir helfen, dich dagegen zu wehren.

Wenn unter 25, wären es ja 100% Sanktion (also einmal Regelsatz, nicht die Miete und auch nicht den Regelsatz deines Kindes). Das ist schon ne Hausnummer. Ob ihr das verkraften könntet, bis ihr euch dagegen gewehrt habt, müsst ihr selbst entscheiden.
Eigentlich kann das Jobcenter gar nicht sanktionieren, schon rein technisch geht das nicht, aber wer weiß, worauf so ein SB kommt...
 

Allagut

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Kannst du deinen SB erreichen und einen Termin machen? Versuch doch mal das mit ihm zu besprechen, das sind auch nur Menschen - und der fänds bestimmt schlimmer, wenn du die ganze Sache wegen Überforderung abbrichst als wenn du runter schraubst.
Erklär ihm das ganz ruhig und sachlich, betone dass dein Kind evtl. noch anhänglich ist, du Lernprobleme hast, etc., sag du befürchtest es sonst nicht zu schaffen und wenn er sein ok gibt bitte um eine schriftliche Bestätigung.
Wenn er sich quer stellt kannst du immer noch Wege über Arzt und co probieren aber ich würde zu erst den leichteren Weg testen.
 

eljey

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Bin leider u25 und dachte, in dem Fall wäre es nur eine 60 % Sanktion, höchstens, je nachdem, wie man es auslegt
Mit dem SB kann ich nicht sprechen, wir bekommen nur ne Service Hotline und man weiß nicht, wer für einen die Bescheide erstellt. Ist eine größere Stadt. Ich könnte nur mit meinem Arbeitsvermittler sprechen, falls das was bringen würde.

Es kann sein, dass wir dann mit Wohngeld aus dem Leistungsbezug fallen würden, danke für den Hinweis, da mache ich mich mal schlau. :)
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Ganz ehrlich, mit dem SB sprechen würde ich mir verkneifen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei was sinnvolles raus käme.
Warum gibt es überhaupt jemanden, der für dich "zuständig" ist? ;) Du stehst nicht in der Vermittlung und beziehst keine Leistungen.

Du siehst ja schon an den wenigen Antworten hier, dass deine Frage sehr speziell ist.
Einerseits ist man als ALG II-Empfänger verpflichtet, den Bedarf für die ganze BG zu reduzieren. Andrerseits bist du gar kein ALG II-Empfänger und selbst wenn man wollte, könnte man dich nicht sanktionieren.

Ich bin mir absolut sicher, dass man dir rechtlich da definitiv nichts kann. Aber es besteht halt ein Restrisiko durch menschliche Dummheit oder Gehässigkeit, dass man einkalkulieren muss.
 

eljey

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Danke für deine Antwort. Meinst du, ich sollte es versuchen und hätte dann eine Chance, mich gegen eine Sanktion zu wehren?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Die hättest du auf jeden Fall. Da es eine hohe Sanktion wäre, könnte man im Widerspruch auch die aufschiebende Wirkung beantragen.
Es kann aber halt auch dumm laufen, dass die Sanktion erstmal durchgeführt wird und es dauert, sie wieder zu kippen.
Dann würde euch ein voller Regelsatz im Monat fehlen.

Ich würd es machen, weil ich es für unwahrscheinlich halte, dass das überhaupt passiert (wie gesagt, du stehst ja selbst nicht im Leistungsbezug... Schon rein technisch wird das schwierig...). Aber für den Notfall hätte ich auch Eltern, die ohne mit der Wimper zu zucken Einkäufe anschleppen und uns unterstützen würden, falls auf einmal ne Menge Geld fehlen würde. ;) Ohne diesen Failsafe würde ich wohl schon drüber nachdenken, das Risiko einzugehen.
 

eljey

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Danke, ich werde noch mal sehr gut darüber nachdenken und dann schreibe ich hier, wie das Jobcenter reagiert hat :)
 

eljey

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Update: Ich habe den Wechsel bewilligt bekommen. Reicht es, wenn ich die Bewilligung dem Jobcenter im August einreiche, sobald ich den Regelsatz bekommen habe, damit sie nicht vorher schon etwas abziehen, weil nicht genau klar ist, wie viel netto ich kriege?
 
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