Sanktion bei Aufforderung durch AG zur strafbaren Handlung?

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h2okopf

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Hallo an Alle,

eine Freundin, die sich aus irgendeinem Grund hier nicht anmelden konnte, hatte heute ihren ersten Termin beim JC.

Hintergrund: Sie ist getrennt lebend und arbeitet seit Sept. 2012 als Buchhalterin. Vor 2 Wochen wurde sie aufgefordert, aus der Kasse Dez. 2012 (die damals nur 400 EUR enthielt) ca. 900 EUR auszuzahlen. Hierbei handelt es sich um Urlaubsgeld und Überstunden, für die auch Lohnsteuer und Sozialversciherung fällig wären. Sie hat es nicht getan und dafür die Kündigung erhalten.

Es gibt sogar Pressemitteilungen, dass etweas in der Richtung schon vorher durch die gleiche Geschäftsführung passiert ist.

Nun meine Frage: Muss sie es akzeptieren, dass das JC alles beim AG hinterfragt, obwohl die Aufforderung zu der Handlung schriftlich vorliegt und die Kollegen gemeinsam gegen die Geschäftsführung vorgehen wollen - dazu braucht man mehr als 2 Wochen, sie sich aber keinen teuren Anwalt leisten kann.

Sie wäre diejenige, die die finanziellen Ungereimtheiten zur Sprache bringen kann, aber auch die Kinder wollen Essen.

Danke für Eure Rückmeldungen.
Liebe Grüße h2okopf
 

Anna B.

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wie kann sie 900 Euro auszahlen, wenn nur 400 Euro in der Kasse sind?

als Buchhalterin braucht sie einen Beleg dafür...erkläre noch einmal genau bitte..ich hab es nicht verstanden...
 

Speedport

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wie kann sie 900 Euro auszahlen, wenn nur 400 Euro in der Kasse sind?

als Buchhalterin braucht sie einen Beleg dafür...erkläre noch einmal genau bitte..ich hab es nicht verstanden...
Wenn sich als tatsächlicher Betrag zum Beispiel € 2.500,00 in der Kasse befinden, als Kasseninhalt aber € 400,00 ausgewiesen sind, ist das rein technisch möglich, widerspricht aber jedem buchalterischen Grundsatz.

Außerdem ist klar, daß es in dieser Firma Schwarzgeld gab/gibt.

Der Auftraggeber muß ein selten dummer Mensch sein, daß er den Auftrag schriftlich gab. Aber gut für die Angestellte.

Sie muß dem JC mitteilen um was es sich handelt und daß sie sich nicht strafbar machen wollte (Schwarzgeld/Geldwäsche).

Wenn das JC tatsächlich eine Sanktion aussprechen sollte, sofortige Klage beim SG. Dabei wird der Nachweis vorgelegt, das SG wird die Sanktion aufheben und den Nachweis im Rahmen seiner Amtspflicht an die Staatsanwaltschaft weiterreichen.

Ergebnis für die Firma: Jede Menge Ärger und Verurteilung.
 

h2okopf

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Hallo,

sie hat die Mitteilung schriftlich. Datum Feb. 2013. Auszahlung soll in Dez. sein. Also soll sie die Buchhaltung manipulieren.

Jobcenter hat die schriftliche Mitteilung vorliegen, hat Presseartikel vorliegen, dass es so etwas schon in der Vergangenheit gab.

Kann dafür eine Sanktion verhängt werden (das sie sich geweigert hat, die Buchhaltung zu fälschen und dafür die Kündigung erhalten hat)? Ich habe die Schreiben selbst gesehen!
 

Speedport

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Hallo,

sie hat die Mitteilung schriftlich. Datum Feb. 2013. Auszahlung soll in Dez. sein. Also soll sie die Buchhaltung manipulieren.

Jobcenter hat die schriftliche Mitteilung vorliegen, hat Presseartikel vorliegen, dass es so etwas schon in der Vergangenheit gab.

Kann dafür eine Sanktion verhängt werden (das sie sich geweigert hat, die Buchhaltung zu fälschen und dafür die Kündigung erhalten hat)? Ich habe die Schreiben selbst gesehen!
Ja, wenn das JC sich unbedingt blamieren will.

Also erstmal den Sachverhalt mitteilen.

Wenn dennoch Sanktion verhängt werden soll, muß erst mal eine Anhörung stattfinden (Schriftlich oder persönlich).

Da trägt man den Sachverhalt wieder vor.

Wenn die Sanktion dennoch verhängt wird, sofort Widerspruch beim JC.

Wenn dennoch gekürzt wird, sofort EA beim SG beantragen.

Wie man das macht erfährt sie dann hier.

Es ist, besonders in diesem Fall, unproblematisch.
 

gila

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Hallo,

Kann dafür eine Sanktion verhängt werden (das sie sich geweigert hat, die Buchhaltung zu fälschen und dafür die Kündigung erhalten hat)? Ich habe die Schreiben selbst gesehen!

KÖNNEN können die vieles. Allerdings würde ich in so einem Fall gleich
mit meinem Anwalt beim SB auflaufen, wenn er auch nur WAGT, das
zu diskutieren!
 
H

hass4

Gast
auf den ersten blick sieht das ja so aus als würde dich das jobcenter bei der beihilfe zur steuerhinterziehung nötigen!?

wenn du keine luftbuchungen machst wirst du sanktioniert. so arbeiten die ja in den jobcentern auch von daher können die da auch nichts strafbares erkennen.

wie von speedport schon erwähnt, erst mal den anhörungsbogen ausfüllen und dann abwarten ob die einsichtig sind oder eine entscheidung vom SG anstreben.
 

gila

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Hallo,

sie hat die Mitteilung schriftlich. Datum Feb. 2013. Auszahlung soll in Dez. sein. Also soll sie die Buchhaltung manipulieren.

Jobcenter hat die schriftliche Mitteilung vorliegen, hat Presseartikel vorliegen, dass es so etwas schon in der Vergangenheit gab.

Kann dafür eine Sanktion verhängt werden (das sie sich geweigert hat, die Buchhaltung zu fälschen und dafür die Kündigung erhalten hat)? Ich habe die Schreiben selbst gesehen!

Frage: welche Schreiben? Die Pressemitteilung oder Schreiben vom JC an die Bekannte?

Und: was ist eigentlich KONKRET bisher passiert - es scheint, wir reden hier erstmal über Vermutungen und Spekulationen?
Das ist aber nicht wirklich sinnvoll..
 

freakadelle

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Zunächst wäre erstmal zu klären in welchem Arbeitsverhältnis, deine Freundin, mit dem AG stand.
Hatte sie noch Probezeit?
Vielleicht wäre hier ein Fachanwalt für Arbeitsrecht angebrachter.
Da kann man sich, auch schon recht Kostengünstig (ich hab damals 20,- € bezahlt), informieren und einschätzen lassen ob ggf. die Aussicht auf Erfolg besteht gegen den AG zu klagen.

Solltest du wirklich von Sanktion bedroht sein, kann man dann sehen wie man dagegen vorgeht. Schließlich musst du vorher angehört werden, bevor eine Sanktion verhängt wird.
 

gila

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Bist du eigentlich DOLL? :icon_neutral:

Bist DU der TE? Habe ich DICH gefragt?

Wenn ich persönlich einen Klärungsbedarf habe, dann hat nicht "irgendjemand anders" hier zu zitieren und interpretieren und auch noch die Sinnhaftigkeit infrage zu stellen.

Da sieht man mal wieder: es gibt keine blöden Fragen - sehr wohl aber blöde Antworten!
 

freakadelle

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@ hass4

Da muss ich gila aber mal beipflichten.
Der TE gibt hier weder was zum Ist-Zustand an, noch was im Vorfeld genau passiert ist.
Mit so wenigen Informationen sich den Sachverhalt zusammen zu basteln und dann auch noch konkrete Hinweise geben, ist schwierig.

Der TE schreibt:

Nun meine Frage: Muss sie es akzeptieren, dass das JC alles beim AG hinterfragt ?

Was aber genau hinterfragt werden soll, wird nicht gesagt.
Woher soll denn dann hier jemand wissen ob die Freundin des TE das akzeptieren muss?

Was hat der SB zu dem Schreiben gesagt welches vorgelegt wurde und zu den Pressemitteilungen? (mal ganz davon abgesehen das Pressemitteilungen völlig halt- und wertlos sind)
 
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