Sammelthread von Unternehmen und Einrichtungen die den Mindestlohn unterwandern (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

KristinaMN

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Kleintierklinik der LMU:

LMU-Tierärzte - Assistenz für zehn Euro Monatslohn - München - Süddeutsche.de

Notfalleinsätze, Schichtdienste am Wochenende, Nachtdienste auf der Tier-Intensivstation: Ist das noch Ausbildung oder schon Arbeit? Und das alles offenbar häufig für etwas mehr als zehn Euro im Monat.

Aber aus zahlreichen Gesprächen kennt er die Sorgen seiner Kollegen an der Kleintierklinik - da hat er auch von den Zehn-Euro-Verträgen erfahren. Sein Verein rät den Doktoranden zuweilen dazu, die Promotion abzubrechen. Die Bezahlung an der Klinik nennt Deger "unmöglich". Er sagt aber auch: Die Bedingungen seien jedem Doktoranden von Anfang an bekannt, in den Vorstellungsgesprächen werde die Gehaltsfrage deutlich thematisiert; zudem sei auch die Weiterbildung Geld wert.
 

XxMikexX

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Super Idee dieser Sammelthread.:dank:


Bin mal gespannt wie groß er wird.:biggrin:
 

USERIN

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„Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann.“

Richard Weizsäcker.
 
E

ExitUser

Gast
Diese Menschen sitzen dort 8 Std. täglich- ja, sind sind nicht erwerbsfähig im Sinne eines regulären Arbeitnehmers, aber sie müssen anwesend sein.
Ich schaffe diese Arbeit z.B. nicht- nicht diese.
Und der Pflegeschlüssel schreibt die Zahl der Arbeitsstunden vor.
Die Produkte werden für teures Geld verkauft- und viele, die dort arbeiten und gerne anders können würden, fühlen sich ausgenutzt.
 

doppelhexe

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das schlimme ist, das auf die behinderten in diesen werkstätten massiver druck ausgeübt wird. die haben da NORMEN!!! wenn die nicht geschafft werden gibts schon mal ärger...

ich unterstütze das nicht mehr, hab öfter sachen dort nähen lassen... nun nicht mehr... diese menschen können sich noch weniger wehren, als gesunde...
 

Hartzarus

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Bitte auch der Firmen gedenken, die den Mindestlohn zahlen, aber die Arbeitszeit kürzen.

Das bringt den einen oder anderen Mindesthohner fast ins Guiness Buch der Rekorde.
 

Cosima

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In der Fa. wo ich arbeite soll das Weihnachts/Urlaubsgeld mit dem Mindestlohn verrechnet werden.
Soweit ich das verstanden habe darf die Fa. es so machen, nur müsste sie die 8,50 € pro Std. dann auch monatlich auszahlen.
Für Januar gabs nur 8,00 €.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Wenn Weihnachts-/Urlaubsgeld im Arbeitsvertrag stehen geht das nicht so einfach.
 

bernd02

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Diese Menschen sitzen dort 8 Std. täglich- ja, sind sind nicht erwerbsfähig im Sinne eines regulären Arbeitnehmers, aber sie müssen anwesend sein.
Ich schaffe diese Arbeit z.B. nicht- nicht diese.
Und der Pflegeschlüssel schreibt die Zahl der Arbeitsstunden vor.
Die Produkte werden für teures Geld verkauft- und viele, die dort arbeiten und gerne anders können würden, fühlen sich ausgenutzt.
Schade,das du solche Werkstätten noch nicht von innen gesehen bzw. die täglichen Arbeitsabläufe kennengelernt hast...

Die Mitarbeiter arbeiten täglich 6 Stunden,freitags nur 4 Stunden(manche arbeiten noch weniger aufgrund ihres Gesundheitszustandes),die restliche Zeit die sie anwesend sind bestehen aus Frühstück-,Mittag-,Trink- oder Raucherpausen.
Keiner muß im "Akkord" arbeiten.

Die behinderten Mitarbeiter haben im rechtlichen Sinne kein Arbeitsverhältnis wie auf dem regulären Arbeitsmarkt,sondern besuchen eine Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Was das finanzielle Anbelangt,

Man muß mal das zusammenrechnen,was sie an Geld in Werkstatt erhalten+das kostenlose Mittagessen+kostenlose Monatskarte für Bus/Bahn(die privat auch genutzt werden kann)+Grundsicherung/Rente+Kosten der Unterkunft und das alles gegenrechnen auf die geleistete Arbeitszeit.

Da braucht sich das monatliche Einkommen hinter einem Lohn eines einfachen Produktionshelfers auf dem freien Arbeitsmarkt nicht zu verstecken.
 
E

ExitUser0090

Gast
Ich bin zwar kein Freund von Online-Petitionen, aber hier wird auch was über die Situation von behinderten Menschen berichtet.

In den bundesweit etwa 700 Werkstätten arbeiten Menschen mit Behinderung in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen.
Während ein Teil von ihnen unter therapeutischer Betreuung beschäftigt wird, arbeitet der andere Teil, der auf Grund der Behinderung nicht für den 1. Arbeitsmarkt geeignet ist, unter ganz normalen Bedingungen - bis zu 6 Stunden am Tag.
Das Problem: Diese Menschen bekommen dafür keinen Mindestlohn. Meine Tochter verdient zum Beispiel im Schnitt rund 120,00 EUR monatlich in der Werkstatt. Das ist sehr weit entfernt, von den 8,50 EUR, die im Mindestlohngesetz vereinbart wurden.
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bernd02

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Ich bin zwar kein Freund von Online-Petitionen, aber hier wird auch was über die Situation von behinderten Menschen berichtet.




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Der gute Mann,der die Petition gestartet hat,müsste mal den Arbeitsalltag in einer WfbM erleben.

Ich bin zwar behindert,aber Angestellter(1.Arbeitsmarkt)in einer WfbM,also ich kann kein Druck in der Arbeitsleistung bei den behinderten Mitarbeitern feststellen.
Hier gibts auch ne Wäscherei,Hauswirtschaft,Holzwerkstatt,Gartenabteilung etc..

Großzügige Pausenzeiten,zwischendurch Spazieren gehen,Fußball kickern und und und .
Sowas gäbe es draußen auf dem freien Arbeitsmarkt nicht.

Und wie gesagt die behinderten Mitarbeiter sind nicht in dem Sinne in reguläre Arbeitsverhältnisse,sondern in einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben und daher gilt für sie der Mindestlohn nicht.

Solch eine Maßnahme hat nicht das Ziel den behinderten Mitarbeiter dauerhaft in einer WfbM zu belassen,sondern mittels geeigneter Praktikas auf dem freien Arbeitsmarkt zu testen ob sie den Arbeitsalltag bestehen.
Wenn es klappt,klappts,ansonsten gehts wieder zurück in die WfbM.

Und warum wird nur das Geld vorgeschoben um zu jammern,was es in der WfbM gibt,und Kosten fürs Mittagessen,Fahrtkosten und das Geld von staatlicher Stelle wie Grusi,Pflegegeld ,Unterkunftskosten und sonstige Zuschüsse ausgeblendet?

Und der WfbM-"Lohn" beträgt nicht immer 120 €,sondern es gibt auch dort Lohngruppen die bis auf 300-400€ pro Monat hochgehen.
 
E

ExitUser

Gast
Ich war während der Schwangerschaft 2006 in einer Behindertenwerkstatt über ZA und klar gibt es Vorgaben bis wann was fertig sein muss
 
P

Pichilemu

Gast
Ich war auch mal in einer Behindertenwerkstatt. Vorgaben gab es da keine, jeder arbeitete so schnell wie er konnte. Es galt aber eine ganz normale 40-Stunden-Woche, und das war für mich dann doch zu belastend, vor allem mit den Kollegen. Es ging da aber um Datenarchivierung/Digitalisierung, da ist Sorgfalt absolut wichtig. Wenn da was schiefgeht ist die Hölle los...

Das kostenlose Mittagessen bringt übrigens gar nichts, weil die Grusi entsprechend gekürzt wird. Das einzige, was man sich dadurch spart, ist der Aufwand für das selber kochen.
 
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