Sachsen für Langzeitstudiengebühren ein (1 Betrachter)

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Erolena

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SPIEGEL-ONLINE
26. September 2012, 18:20 Uhr

Neues Hochschulgesetz

Sachsen führt Langzeitstudiengebühren ein
Wer seine Regelstudienzeit um mehr als vier Semester überzieht, muss in Sachsen künftig 500 Euro pro Semester zahlen. So steht es im umstrittenen Hochschulgesetz, das der Landtag beschlossen hat. Außerdem können Studenten nun aus der verfassten Studentenschaft austreten.
Sachsens Studenten müssen künftig wieder genau darauf achten, wie viele Semester ihr Studium schon dauert: Der sächsische Landtag stimmte am Mittwoch für eine umstrittene Novelle des sächsischen Hochschulgesetzes und führte damit Langzeitstudiengebühren wieder ein.

Studenten, die ihre Regelstudienzeit um mehr als vier Semester überziehen, müssen, abgesehen von individuellen Härtefällen, künftig 500 Euro pro Semester zahlen. In Sachsen legt das Gesetz die Regelstudienzeit für einen Bachelor-Studiengang auf sechs bis acht Semester fest, über die maximale gebührenfreie Studiendauer entscheidet die Hochschule.

Neben den neuen Gebühren hatte ein weiterer Punkt in der Gesetzesnovelle für viel Unmut bei Studentenvertretern und Opposition gesorgt: Das neue Gesetz hebt für Hochschüler in Sachsen die verpflichtende Mitgliedschaft in der verfassten Studentenschaft auf. Die Kritiker sehen darin einen Angriff auf die Hochschuldemokratie.

Die Oppositionsparteien Linke, SPD und Grüne hatten versucht, die strittigen Punkte mit Änderungsanträgen zu verhindern, doch das Gesetz passierte den Landtag mit den Stimmen der regierenden CDU/FDP-Koalition. ...
Die neue Regel zu Studiengebühren soll in Sachsen erstmals für die Studenten gelten, die sich zum diesjährigen Wintersemester einschreiben. Ziel sei es, dass Studenten "in angemessener Zeit" abschließen, sagte CDU-Politiker Mackenroth. Wer unter anderem Kinder erziehe, behindert oder chronisch krank sei, solle von den Gebühren ausgenommen werden können.

Des Weiteren soll es für Studenten leichter werden, Studienleistungen aus anderen Hochschulen an sächsischen Universitäten anerkennen zu lassen. Außerdem plant Sachsen im nächsten Haushalt mehr Geld für die Studentenwerke ein. 2013 sollen die Ausgaben dafür um eine halbe Million Euro, 2014 um weitere 900.000 Euro steigen.

son
Hochschulgesetz in Sachsen: Studiengebühren für Langzeitstudenten - SPIEGEL ONLINE
 
E

ExitUser

Gast
Das finde ich, im Gegensatz zu generellen Studiengebühren, die lediglich das studieren einer gewissen Bevölkerungsschicht ermöglicht, gar nicht mal so verkehrt vom Ansatz her.
 
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