Sachbearbeiterin hat Geld unterschlagen, "was nun?"

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E

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Gast
Hallo liebe Elos,
Ich melde mich heute bei euch mit einem riesen Problem.
Ich habe seit einer Woche eine neue Freundin, wir kennen uns schon über ein jahr, und sind nun frisch zusammen. Bis gestern, hat sie mir aber ihr ganze Lebensgeschichte verheimlicht. Doch als sie anfing mir von ihrem Leiden zu erzählen, dachte ich mir, ich muss da was machen. (Ich weiß nur nicht was).

Nun zum Problem: Meine Freundin hatte bis vor knapp 2 Jahren noch eine eigene Wohnung, aus der sie allerdings rausgeflogen ist, da sie über 6 Monate keine Miete gezahlt hat. Bitte sagt jetzt nicht sie ist selber schuld, ich erkläre euch später noch, warum sie keine Miete gezahlt hat. (Es lag wirklich nicht an Ihr) Sie hatte damals als sie noch in Bezug von ALG2 stand, nur Probleme mit ihrer ehemaligen Sachbearbeiterin. Ihre Sachbearbeiterin hat sie Schikaniert wo sie nur konnte, hat ihr Sanktionen ohne Grund aufgebrummt, hat das Geld welches meiner Freundin zu dem Zeitpunkt zustand unterschlagen usw. Habe mir mal ein paar ALG2 Bescheide angeguckt, und ich war endsetzt. Teilweise hatte meine Freundin von der Arge Bescheide bekommen über 50€ (Für Miete, Strom, Essen USW also alles drum und dran.) Das ist doch wohl der größte Hammer!! Meine Freundin hat damals versucht dagegen anzugehen, aber die Arge hat sich quer gestellt, (Meine Freundin konnte sich nicht durchsetzen, da sie ihr ganzes leben schon runter gemacht wurde, von der eigenen Familie usw) Jetzt bin ich aber für sie da, und möchte sie unterstützen wo ich nur kann. Durch Ihre ehemalige Sachbearbeiterin sind inzwischen Schulden beim ehemaligen Vermieter von über 1000€ angelaufen. Die Arge verlang von meiner Freundin zudem das sie an die Arge auch über 1000€ zurück zahlt, da sie die 50€ die ihr damals noch blieben, angeblich zweckendfremdet hat. (Mal ehrlich, wovon hätte sie den damals leben sollen?) Ich frage mich ehrlich gesagt wie es sein kann, das eine Arge mitarbeiterin Geld unterschlägt und ein ALG2 Empfänger dafür Büßen soll???? Das darf doch nicht sein.
Ihre damalige Sachbearbeiterin hat mehrfach Geld unterschlagen, das Stand sogar groß in der Zeitung. Die Sachbearbeiterin wurde auch verurteilt, aber die bestehen trotzdem auf das Geld von meiner Freundin über 1000€)
Was können wir da machen, ausser zu einem Anwalt zu gehen? Können wir überhaupt noch was machen nach über 2 Jahren?

Leider haben wir die Zeitung nicht aufgehoben, sonst hätte ich den Artikel mal hier im Forum zugänglich gemacht.

Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen. Danke euch allen schonmal.
 
E

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Gast
Hallo Defence,

erst einmal ein fettes :icon_daumen::icon_klatsch:, ich finde es sehr schön, dass Du Deiner Freundin den Rücken stärkst und auch pragmatisch die Sache angehen willst.Ist heutzutage leider nicht mehr unbedingt selbstverständlich.
Zur sache:
Du bist da schon auf dem richtigen Weg,da muss ein Anwalt ran.
Gerade weil SB nachweislich kriminell gehandelt hat, braucht's reichlich Sachverstand, das Ding nun aufzurollen.
Schau bitte nach einem Fachanwalt für Sozialrecht, RA ist nicht gleich RA.
Als Allererstes stellt Deine Freundin noch möglichst in diesem Jahr einen sog. Überprüfungsantrag nach § 44 SGB 10 für alle Bescheide aus der Vergangenheit.
Mit diesem Antrag werden dann von Amtswegen die Bescheide rückwirkend bis zu 4 Jahren auf ihre Richtigkeit geprüft.Das geht noch ohne Anwalt, Problem ist dabei, auch eine neue Bescheidung könnt Ihr dann nicht wirklich nachvollziehen ohne entsprechende Kenntniss.Gibt es evtl. eine Ini in Eurer Nähe?
Die würden dann ggfs. die alten Bescheide sichten und prüfen.
Also dringende Empfehlung, holt Euch bitte Profi's mit ins Boot, es geht da evtl. um richtig viel geld, welches dann nachgezahlt werden muss, wenn die Bescheide rechtswidrig zum Nachteil Deiner Freundin ausfielen.

Alles Gute
Christine
 
E

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Gast
Also erstmal danke für deine superschnelle Antwort :icon_klatsch::icon_daumen:

Aber es kommt noch einiges an Fragen:

Was ist eine Ini?

Wo bekomme ich den Überprüfungsantrag? Gibt es einen Vordruck? Kenne mich mit solchen Schreiben leider nicht aus, da ich so eigentlich noch nie Probleme hatte. Wüsste auch ehrlich gesagt nicht was ich schreiben soll.

Ich beziehe zur Zeit selber Hartz IV, meine Freundin wohnt bei mir (WG ohne Mietvertrag) die Arge weiß bescheid das sie bei mir mit in der Wohnung lebt, es war auch ein Mitarbeiter der ARGE bei uns und hat sich selbst davon überzeugt das wir eine WG sind. Laut seiner eigenen Aussage, besteht nur eine WG und sonst nichts.
Meine Freundin bezieht selber Schüler Bafög 441€ Halbwaisenrente 149,32€ und Kindergeld 184€ insgesamt also 774,32€ davon gibt sie bei meinem Vater 150€ für Miete Strom usw ab im Monat. Essen und alles andere bezahlt sie auch selber. Wie ist das nun wenn wir einen Anwalt einschalten, kostet das was für sie oder wäre das kostenlos? Wir haben bei uns in der nähe die AWO, können wir da auch hin gehen?

Es gibt noch ein ganz großes Problem, meine Freundin hat leider nicht mehr alle Bescheide, da sie damals leider 2 oder 3 stk weggeschmissen hat nachdem sie aus ALG2 rausfiel. Kann man da was machen?

Dieses Jahr, wird es leider nichts mehr, da es alles zu kurzfristig ist, aber es wird sofort am 3Januar des nächsten Jahres erledigt.

LG
Danny
 
E

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Gast
Guten Morgen,
Also erstmal danke für deine superschnelle Antwort :icon_klatsch::icon_daumen:

Aber es kommt noch einiges an Fragen:

Was ist eine Ini?

sorry, diese ewigen Kürzel :icon_smile:,gemeint ist eine Initiative, ein Erwerbslosenzusammenschluß.
Schau mal hier nach, da sind bundesweite Eintragungen, vielleicht ist Eure Ortsnähe mit dabei.Aktualität kann ich leider nicht garantieren.
Adressen — Tacheles Adressdatenbank

Wo bekomme ich den Überprüfungsantrag? Gibt es einen Vordruck? Kenne mich mit solchen Schreiben leider nicht aus, da ich so eigentlich noch nie Probleme hatte. Wüsste auch ehrlich gesagt nicht was ich schreiben soll.

Das ist nur ein Dreizeiler, Vordruck ist da nicht notwendig.
Etwa so:

Adressfeld

BG Nr. xy ungelöst

Antrag nach § 44 SGB 10

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich die Überprüfung aller Leistungsbescheide ab dem xx.xx. 2005 die o.a. BG.Nr. betreffend.
Die ergangenen Bescheide sind nicht transparent nachvollziehbar, Berechnungen erscheinen nach erster Durchsicht fehlerhaft.
In Erwartung eines rechtsmittelfähigen Bescheides verbleibe ich

mit (un :biggrin:)freundlichen Grüßen

Wie ist das nun wenn wir einen Anwalt einschalten, kostet das was für sie oder wäre das kostenlos?

Deine Freundin schnappt sich die Bescheide, die sie noch hat, den letzten Kontoauszug (da ist hoffentlich nicht viel drauf) + ihre Unterlagen über Bafög ect. damit geht sie zum Amtsgericht und trägt dort dem Rechtspfleger ihr Problem vor.In den meisten Fällen sind die recht umgänglich.Deine Freundin bekommt dann einen Beratungshilfeschein, mit dem "bezahlt" sie dann den Anwalt.Maximal 10.-€ extra darf der Anwalt noch zusätzlich nehmen, manche verzichten ganz.

Wir haben bei uns in der nähe die AWO, können wir da auch hin gehen?

Können schon, Kompetenz kann ich nicht beurteilen.

Es gibt noch ein ganz großes Problem, meine Freundin hat leider nicht mehr alle Bescheide, da sie damals leider 2 oder 3 stk weggeschmissen hat nachdem sie aus ALG2 rausfiel. Kann man da was machen?

Die Arge hat die Teile noch und die werden dann im Rahmen des Ü-Antrages zur Prüfung herangezogen.

Dieses Jahr, wird es leider nichts mehr, da es alles zu kurzfristig ist, aber es wird sofort am 3Januar des nächsten Jahres erledigt.

Naja, noch geht der 44er 4 Jahre rückwirkend.Wenn der Bezug von ALG2 nicht länger zurückliegt, ist die Antragstellung im Januar nich wirklich schädlich.
Musst Du halt nachsehen, wann der erste Bescheid erging.


LG
Danny

fG
Christine
 

Speedport

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Hallo liebe Elos,
Ich melde mich heute bei euch mit einem riesen Problem.
Ich habe seit einer Woche eine neue Freundin, wir kennen uns schon über ein jahr, und sind nun frisch zusammen. Bis gestern, hat sie mir aber ihr ganze Lebensgeschichte verheimlicht. Doch als sie anfing mir von ihrem Leiden zu erzählen, dachte ich mir, ich muss da was machen. (Ich weiß nur nicht was).

Nun zum Problem: Meine Freundin hatte bis vor knapp 2 Jahren noch eine eigene Wohnung, aus der sie allerdings rausgeflogen ist, da sie über 6 Monate keine Miete gezahlt hat. Bitte sagt jetzt nicht sie ist selber schuld, ich erkläre euch später noch, warum sie keine Miete gezahlt hat. (Es lag wirklich nicht an Ihr) Sie hatte damals als sie noch in Bezug von ALG2 stand, nur Probleme mit ihrer ehemaligen Sachbearbeiterin. Ihre Sachbearbeiterin hat sie Schikaniert wo sie nur konnte, hat ihr Sanktionen ohne Grund aufgebrummt, hat das Geld welches meiner Freundin zu dem Zeitpunkt zustand unterschlagen usw. Habe mir mal ein paar ALG2 Bescheide angeguckt, und ich war endsetzt. Teilweise hatte meine Freundin von der Arge Bescheide bekommen über 50€ (Für Miete, Strom, Essen USW also alles drum und dran.) Das ist doch wohl der größte Hammer!! Meine Freundin hat damals versucht dagegen anzugehen, aber die Arge hat sich quer gestellt, (Meine Freundin konnte sich nicht durchsetzen, da sie ihr ganzes leben schon runter gemacht wurde, von der eigenen Familie usw) Jetzt bin ich aber für sie da, und möchte sie unterstützen wo ich nur kann. Durch Ihre ehemalige Sachbearbeiterin sind inzwischen Schulden beim ehemaligen Vermieter von über 1000€ angelaufen. Die Arge verlang von meiner Freundin zudem das sie an die Arge auch über 1000€ zurück zahlt, da sie die 50€ die ihr damals noch blieben, angeblich zweckendfremdet hat. (Mal ehrlich, wovon hätte sie den damals leben sollen?) Ich frage mich ehrlich gesagt wie es sein kann, das eine Arge mitarbeiterin Geld unterschlägt und ein ALG2 Empfänger dafür Büßen soll???? Das darf doch nicht sein.
Ihre damalige Sachbearbeiterin hat mehrfach Geld unterschlagen, das Stand sogar groß in der Zeitung. Die Sachbearbeiterin wurde auch verurteilt, aber die bestehen trotzdem auf das Geld von meiner Freundin über 1000€)
Was können wir da machen, ausser zu einem Anwalt zu gehen? Können wir überhaupt noch was machen nach über 2 Jahren?

Leider haben wir die Zeitung nicht aufgehoben, sonst hätte ich den Artikel mal hier im Forum zugänglich gemacht.

Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen. Danke euch allen schonmal.

Überprüfe zunächst mal ganz ruhig und sachlich die Geschichte auf ihre Glaubwürdigkeit.

Ich habe inzwischen meine Erfahrungen mit solchen Geschichten und es ist erstaunlich, was oft dabei heraus kommt, wenn man wirklich ans Eingemachte geht, Belege verlangt, sich nicht abwimmeln läßt usw. Gar nicht selten war das "Opfer" eigentlich der Spielleiter und Initiator der Situation.

Insofern ist ein Anwalt keine schlechte Idee. Wer zahlt ihn?
Gehe nicht, solange die Vorgeschichte nicht zweifelsfrei und restlos geklärt ist, in Vorleistung, weder finanziell noch mit Engagement und Emotionen.

Die Menschen sind nicht notwendigerweise gut und ehrlich, nur weil sie arm sind.
 

Demim

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Vorsicht: Januar kann zu spät sein. Formlos dieses Jahr noch die Überprüfung alle Bescheide beantragen. Begründung wid nachgereicht. Beratungshilfeschein vom Amtsgericht holen und damit zum Anwalt gehen.
 

gelibeh

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Den Text von Christine reicht da ersteinmal, dann müssen die alle Bescheide überprüfen. Bitte noch dieses Jahr nachweislich abgeben.
 
R

Rounddancer

Gast
Ja, sei bitte vorsichtig,- schnell steht man da, ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Ach ja: Jede Zeitung hat ein Archiv, da heben die alle Ausgaben auf, die sie jemals gedruckt haben,- und sei es als Mikrofilm. Und normal hat jedes Bundesland eine Landesbücherei, in der auch alle Zeitungsausgaben der Zeitungen im Land im Archiv landen.

Wenn der Fall echt ist, dann kann auch "Bild kämpft für Sie!" (Erreichbar auch über "Kontakt" bei Aktuelle Nachrichten - Bild.de ) einzuschalten Sinn machen.
Jedenfalls erstmal mit Einkommensunterlagen und Fallunterlagen zum Rechtspfleger am Amtsgericht,- der Rechtspfleger guckt sich das an, und wenn die Anspruchsvoraussetzungen da sind, stellt der einen Beratungsschein für den Rechtsanwalt aus.
Ohne solchen Schein zum Rechtsanwalt wird teuer,- denn Erstberatung kostet normal mindestens 180 Euro, billiger gehts da nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Einen verlustig gegangenen Bescheid kann Arge auf Knopfdruck (PC) ersetzen. Einfach hingehen und darum bitten, oder anschreiben.

Zu bedenken wäre auch, dass die Arge ihre eigenen Bescheide für richtig erklären könnte/wird, dann müsste man dem Überprüfungsbescheid widersprechen.
 

Mischa

Elo-User*in
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12 Mai 2007
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Da kann man wirklich nur ganz dick drunterschreiben VORSICHT.

Das die SB andere Gelder unterschlagen hat, heißt noch lange nicht, dass sie das auch bei Deiner Freundin getan hat.

Wenn Du daher rumerzählst, sie hätte das getan - womöglich auch noch unter Nennung des Namens - kannst Du ganz schnell Post von ihrem Anwalt bekommen.

Für mich liest sich die Geschichte eher so, als wäre Deiner Freundin eine Bedarfsgemeinschaft (oder andere Einkünfte) unterstellt worden, ohne dass sie das wirklich verstanden hätte.
 

physicus

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1 März 2008
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Einen verlustig gegangenen Bescheid kann Arge auf Knopfdruck (PC) ersetzen. Einfach hingehen und darum bitten, oder anschreiben.

hat sie einen zugang zu ihrem profil bei der ARGE, dann kann sie sich das auch selber ausdrucken, unter "historie", so hieß das glaube, stehen ALLE an sie verschickten schreiben auch EGV, VA und Bescheide.

mfg physicus
 
E

ExitUser

Gast
sorry, diese ewigen Kürzel ,gemeint ist eine Initiative, ein Erwerbslosenzusammenschluß.

Habe mal nachgeschaut, bei uns gibt es nur die AWO

Das ist nur ein Dreizeiler, Vordruck ist da nicht notwendig.

Danke dafür

Deine Freundin schnappt sich die Bescheide, die sie noch hat, den letzten Kontoauszug (da ist hoffentlich nicht viel drauf) + ihre Unterlagen über Bafög ect. damit geht sie zum Amtsgericht und trägt dort dem Rechtspfleger ihr Problem vor. In den meisten Fällen sind die recht umgänglich.Deine Freundin bekommt dann einen Beratungshilfeschein, mit dem "bezahlt" sie dann den Anwalt.Maximal 10.-€ extra darf der Anwalt noch zusätzlich nehmen, manche verzichten ganz.

Ok wird dann so gemacht

Die Arge hat die Teile noch und die werden dann im Rahmen des Ü-Antrages zur Prüfung herangezogen.

Ok so wie es asussieht, hat sie wohl doch noch alle Bescheide, sie hatte wohl was anderes weg geworfen von der ARGE unwichtiges).

Naja, noch geht der 44er 4 Jahre rückwirkend.Wenn der Bezug von ALG2 nicht länger zurückliegt, ist die Antragstellung im Januar nich wirklich schädlich.
Musst Du halt nachsehen, wann der erste Bescheid erging.

Also habe gerade mal nachgesehen, der erste Bescheid, ist vom 18.12.2007 (da fing der ganze Ärger an). Und es zog sich bis ende 2008 hin.

Überprüfe zunächst mal ganz ruhig und sachlich die Geschichte auf ihre Glaubwürdigkeit.

Was soll ich da überprüfen? da stimmt alles soweit, (Laut ARGE standen ihr damals 10,96€ zur sicherung des Lebensunterhalts (inkl Mehrbedarfe) + 37,45 für Unterkunft und Heizung zu. Ich glaube dazu brauch ich nicht mehr viel sagen. Und sie hatte damals keine anderen Einnahmen.
 
 
Ja, sei bitte vorsichtig,- schnell steht man da, ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Jop ich bin vorsichtig
 
Ach ja: Jede Zeitung hat ein Archiv, da heben die alle Ausgaben auf, die sie jemals gedruckt haben,- und sei es als Mikrofilm. Und normal hat jedes Bundesland eine Landesbücherei, in der auch alle Zeitungsausgaben der Zeitungen im Land im Archiv landen..

Hab mich schon bei der Zeitung gemeldet.

Da kann man wirklich nur ganz dick drunterschreiben VORSICHT.
Das die SB andere Gelder unterschlagen hat, heißt noch lange nicht, dass sie das auch bei Deiner Freundin getan hat..

Doch sie hat das Geld einbehalten, das wurde sogar zugegeben, nur meine Freundin konnte sich damals leider nicht durchsetzen. Einspruch wurde damals leider nicht eingelegt, und die Arge meinte, daher hat sie selber schuld.

Für mich liest sich die Geschichte eher so, als wäre Deiner Freundin eine Bedarfsgemeinschaft (oder andere Einkünfte) unterstellt worden, ohne dass sie das wirklich verstanden hätte.

Andere Einkünfte hatte sie nicht, sie durfte damals nicht arbeiten, (ARGE hatte es verboten) und sie hatte eine eigene Wohnung, also ist nichts mit einer BG.
 

biddy

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Sie war wohl unter 25 Jahre alt damals. War der Umzug, also der Auszug aus dem Elternhaus von der ARGE anerkannt? Gab's eine Sanktion? Gab es einen gesetzl. Unterhaltsanspruch gegen die Eltern, den sie evtl. nicht weiter verfolgt hat trotz evtl. Aufforderung der ARGE? Das alles - unter anderem - muss bei einer Beurteilung mitberücksichtigt werden.
 
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Sie war wohl unter 25 Jahre alt damals. War der Umzug, also der Auszug aus dem Elternhaus von der ARGE anerkannt? Gab's eine Sanktion? Gab es einen Unterhaltsanspruch gegen die Eltern, den sie evtl. nicht weiter verfolgt hat trotz evtl. Aufforderung der ARGE?

Ja sie war unter 25, und ja der Umzug war anerkannt. Es gab keine Sanktion. Nein es gab keinen Unterhaltsanspruch.
 
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ExitUser

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Habe gerade in einem anderen Thread folgendes gelesen

Ich weiß nur das ab 1.1.11 ein Überprüfungsantrag nur noch für längstens 1 Jahr rückwirkendgestellt werden kann. Also wäre es anzuraten einen zu stellen (meine Meinung)


Was bedeutet das jetzt für uns?
 

biddy

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@Defence

Lies' doch noch mal Posting #2 und #4 bzgl. "Überprüfungsantrag ... noch dieses Jahr ... Musterantrag" durch :icon_wink:
Und dann am besten heute/morgen noch persönlich gegen Eingangsbestätigung abgeben - Einschreiben/Rückschein wäre mir am 28. des Monats zu unsicher.
 
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Gast
Das Problem ist, wie soll ich das noch alles schaffen in höchstens 2 Tagen? AWO, dann den ÜA abgeben, Anwalt usw. Die damaligen Bescheide sollten ja erstmal überprüft werden, auch wenn es für mich so aussieht, als wenn die alle samt falsch sind. Und was mach ich wenn die ARGE wissen will warum wir den ÜA abgeben? Bis wann können die einen Grund verlangen?
 
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