Sachbearbeiter verweigtert Wunsch- u. Wahlrecht (1 Betrachter)

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Harald23

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Nabend miteinander,

Hatte erst kürzlich eine schmerzhaft sinnentleerte dreimonatige "Arbeitserprobungsmaßnahme" hinter mich gebracht und jetzt meinte mein (überaus unfreundlicher) Reha-Berater von der Arge zu mir in einer Email dass ich mein Wunsch- und Wahlrecht im Bezug auf ein Berufsförderungswerk in meiner Nähe (aus fadenscheinigen Gründen) nicht wahrnehmen könne und ich mich stattdessen für ein Berufs*bildungs*werk welches sehr weit entfernt liegt entscheiden müsse wenn ich meine gesetzliche Förderung in Anspruch nehmen wolle. Unterm Strich geht es hier wohl um eine dieser tollen BvB-Maßnahmen die man mir schon seit Monaten aufzwingen will, ich hätte aber lieber eine Arbeitserprobung mit anschließender Ausbildung im Berufsförderungswerk...

Naja, außerdem hat er mir noch eine Frist gesetzt innerhalb derer ich bei eben jenem Berufsbildungswerk einen Aufnahmetermin vereinbaren solle, ansonsten würde die Förderung wegen angeblich fehlender Mitwirkung komplett eingestellt, da ich eine vorige Frist ja angeblich auch nicht eingehalten hätte (was so aber nicht stimmt).

Ich sehe jedenfalls nicht ein warum ich jetzt in einer hunderte Kilometer entfernte Einrichtung ziehen und mein Leben für einen beträchtlichen Zeitraum komplett umstellen soll - Zumal dort nichtmal ansatzweise Berufsfelder abgedeckt sind die meinen Interessen und Fähigkeiten entsprechen. Aber das scheint den Kerl vom Amt nicht zu interessieren, Hauptsache man verbaut den Leuten alle Chancen im Leben und übt Kontrolldruck aus ohne Ende...

Gibt es denn irgendeine Möglichkeit sich dagegen zu wehren oder muss ich das was er in der Email schreibt so für bare Münze nehmen? Ich habe schon von Leuten gehört die einen rechtstgültigen "Bescheid" oder sowas in der Art von ihrem Reha-Berater verlangt haben, und danach wurde der dem Arge-Kunden gegenüber dann plötzlich ganz zahm und ließ wieder mit sich reden. Kenne mich da halt nicht so aus und kann die Möglichkeiten hier nur schwer abschätzen.

Wäre für jedwede Hilfestellung oder Ratschläge daher sehr dankbar, da ich mich hier momentan doch ziemlich "rechtelos" und erpresst fühle.. :icon_sad:



MfG
 

Speedport

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Nabend miteinander,

Hatte erst kürzlich eine schmerzhaft sinnentleerte dreimonatige "Arbeitserprobungsmaßnahme" hinter mich gebracht und jetzt meinte mein (überaus unfreundlicher) Reha-Berater von der Arge zu mir in einer Email dass ich mein Wunsch- und Wahlrecht im Bezug auf ein Berufsförderungswerk in meiner Nähe (aus fadenscheinigen Gründen) nicht wahrnehmen könne und ich mich stattdessen für ein Berufs*bildungs*werk welches sehr weit entfernt liegt entscheiden müsse wenn ich meine gesetzliche Förderung in Anspruch nehmen wolle. Unterm Strich geht es hier wohl um eine dieser tollen BvB-Maßnahmen die man mir schon seit Monaten aufzwingen will, ich hätte aber lieber eine Arbeitserprobung mit anschließender Ausbildung im Berufsförderungswerk...

Naja, außerdem hat er mir noch eine Frist gesetzt innerhalb derer ich bei eben jenem Berufsbildungswerk einen Aufnahmetermin vereinbaren solle, ansonsten würde die Förderung wegen angeblich fehlender Mitwirkung komplett eingestellt, da ich eine vorige Frist ja angeblich auch nicht eingehalten hätte (was so aber nicht stimmt).

Ich sehe jedenfalls nicht ein warum ich jetzt in einer hunderte Kilometer entfernte Einrichtung ziehen und mein Leben für einen beträchtlichen Zeitraum komplett umstellen soll - Zumal dort nichtmal ansatzweise Berufsfelder abgedeckt sind die meinen Interessen und Fähigkeiten entsprechen. Aber das scheint den Kerl vom Amt nicht zu interessieren, Hauptsache man verbaut den Leuten alle Chancen im Leben und übt Kontrolldruck aus ohne Ende...

Gibt es denn irgendeine Möglichkeit sich dagegen zu wehren oder muss ich das was er in der Email schreibt so für bare Münze nehmen? Ich habe schon von Leuten gehört die einen rechtstgültigen "Bescheid" oder sowas in der Art von ihrem Reha-Berater verlangt haben, und danach wurde der dem Arge-Kunden gegenüber dann plötzlich ganz zahm und ließ wieder mit sich reden. Kenne mich da halt nicht so aus und kann die Möglichkeiten hier nur schwer abschätzen.

Wäre für jedwede Hilfestellung oder Ratschläge daher sehr dankbar, da ich mich hier momentan doch ziemlich "rechtelos" und erpresst fühle.. :icon_sad:



MfG
Willkommen im Club.

Als erste Maßnahme lasse bitte Deine Emailadresse und, falls auch beim Amt, auch die Telefonnummer löschen.

Dann schreibst Du an Deinen unfreundlichen SB:

bitte senden Sie mir die mit Ihrer Email vom XX.XX.XX getätigten Aufforderungen mit einem förmlichen Bescheid und einer ordnungsgemäßen Rechtsfolgenbelehrung zu.

Jeder Kontakt hat ab sofort nur noch mit Papierpost zu erfolgen und ich will, daß Sie Ihre Aussagen immer mit den entsprechenden Textverweisen der jeweils zutreffenden Gesetze versehen, wie es ja Ihre Pflicht ist.

Informationen, die offensichtlich zwischen Tür und Angel schnell mal so rausgeschickt werden, ohne daß sie den Mindestansprüchen einer ordentlichen Amtsführung entsprechen, sind für mich nicht hilfreich, weil nicht rechtskräftig.

MfG
 
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