Sachbearbeiter verlangt Kopien der Bewerbungsanschreiben

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osmin61

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Guten Tag liebe Forumsmitglieder!

Weil Ihr mir auf meine Frage, die ich im März gestellt habe schnell und qualifiziert geantwortet habt, wende ich mich heute wieder an Euch mit folgender Frage:

Darf mein neuer Sachbearbeiter Kopien der Bewerbungsschreiben, mit denen ich mich bei Firmen beworben habe, als Nachweis meiner Eigenbemühungen verlangen? Meinem bisherigen Sachbearbeiter hat eine pauschale Aktivitätentabelle immer ausgereicht. Ich bewerbe mich auch häufig telefonisch oder auch per e-mail, bin ich verpflichtet, ein Protokoll der tel. Bewerbung anzufertigen? Widerspricht der Wunsch nach Einsichtnahme in meine Bewerbungsschreiben nicht dem Briefgeheimnis?

Es würde mich freuen, wenn mir wiederum geholfen werden würde.
Seid bitte nicht sauer, wenn ich noch folgende Bitte äußere: Antworten, die nur Vermutungen beinhalten, helfen mir nicht, Vermutungen zu meiner Frage habe ich auch. Ich bitte Euch zu schreiben, wenn Ihr die Antwort wirklich wißt.

Habt vielen Dank und Grüße aus Ludwigsfelde
 

Purzelina

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Ich bekam vorige Woche die übliche Einladung mit einer ähnlichen Forderung:

Bitte bringen Sie zum Termin einen Nachweis über ihre Bewerbungsaktiväten (Kopien Ihrer Bewerbungsanschreiben) mit.

Wurde bisher auch noch nie verlangt.
 

Seepferdchen 2010

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Bleibt die nächste Frage wurde eine EGV unterschrieben und wenn ja was steht
da genau drin?

Ist das korrekt das du im ALG I - Bezug bist?


:icon_pause:
 

osmin61

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Das hätte ich sicher erwähnen sollen, ich beziehe ALG2. Meine letzte Eingliederungsvereinbarung ist Ende März abgelaufen ohne dass ich bisher eine neue unterschreiben sollte, sicher ein Versäumnis des Jobcenters.
 

Seepferdchen 2010

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ein Protokoll der tel. Bewerbung anzufertigen?

Nein, nur die Angabe von Datum, Name des Gesprächspartner/Firma , Uhrzeit würde ich mitreinnehmen und Stellenangebot, also diese Telefonliste führen.

Widerspricht der Wunsch nach Einsichtnahme in meine Bewerbungsschreiben nicht dem Briefgeheimnis?

Nächste Frage hast du einen Antrag auf Bewerbungskosten gestellt?

Das Briefgeheimnis wird davon nicht berührt, weil kein verschlossner Umschlag, sondern
lediglich das Anschreiben.


Hier ist der Sendebericht, dein Nachweis.
 
E

ExitUser

Gast
Osmin, für Deine schriftlichen Bewerbungen reicht doch eine Kopie vom Druck des Original. Gibs einfach ab und Du hast Deine Ruhe.
Wie ich Deinem Text entnehme, bewirbst Du Dich ja regelmässig, da dürfte das wohl kein Problem sein. Und wenn Du Dich per email bewirbst,druck es auch aus. Für telefonische Bewerbungen können die keinen Nachweis verlangen, das wäre ja lächerlich!
 

elo237

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wenn du dich per Email bewirbst
dann schick ihm doch einfach die Anschreiben per Email

es entstehen keine Druckkosten, keine Kopier Kosten, kein Porto :biggrin:
 

AEMR

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#DerLupo
Gibs einfach ab und Du hast Deine Ruhe.
Ich würde die Kopien zwar mitnehmen, aber nicht abgeben. Beim nächsten Termin einfach (und auch das erst bei ausdrücklichem Nachfragen) zur Ansicht vorlegen - und sie wieder mitnehmen.
 

Nimschö

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Ich seh das mit dem Vorlegen von Bewerbungsanschreiben auch irgendwie kritisch...
Der einzige Grund, aus dem ein SB da Einsicht haben möchte ist doch auf Sanktionen wegen Negativbewerbung abzutasten und ob man dafür dann selber potentielles Material antragen muss ist mir nicht ganz klar...
Zusätzlich, der ein oder andere wird es bestätigen können, erzählt einem jeder einzelne Bewerbungscoach was anderes, was derzeit unbedingt so oder auf gar keinen fall so geschrieben werden sollte. Und genauso fundiert wird auch der SB da drauf gucken...
 

AEMR

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#elo237
dann schick ihm doch einfach die Anschreiben per Email
Besser mit dem JC nicht per E-Mail kommunizieren. Wenn, dann schriftlich.

Telefonnummer und Emailadresse kann man folgendermaßen löschen lassen:

(Absender)

ARGE
Ansprechpartner
Straße
PLZ Ort

Antrag auf Löschung meiner bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten (§ 84 Abs. 2 SGB X)

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesbeauftragte für Datenschutz hat beim Antrag auf Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II folgende Datenerhebungen problematisiert:

• Telefon- und Email Angaben sind nicht notwendig (sondern freiwillig),

Ich beantrage hiermit gemäß § 84 Abs. 2 SGB X die Löschung meiner in den beanstandeten Punkten aufgrund der Verwendung des von Ihnen zugesandten Fragebogens bereits gemachten Angaben.

Die Daten sind für die Erfüllung Ihrer Aufgaben nicht erforderlich und die Erhebung verstößt gegen mein informationelles Selbstbestimmungsrecht. Um die Datenlöschung überprüfen zu können, beantrage ich einen entsprechenden Nachweis.

(Unterschrift)
 

Fritz Fleißig

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Es kann hier eigentlich nur darum gehen, die Qualität der Bewerbungen zu kontrollieren und Anhaltspunkte für "schlechte" Bewerbungen zu gewinnen.

Die Tatsache der Bewerbung selbst kann damit nicht nachgewiesen werden. Man könnte theoretisch das vorgelegte Schreiben ja nachträglich erstellt und ausgedruckt haben. Unter diesem Gesichtspunkt ist das Verlangen nach Vorlage des Schreibens sinnlos. Eine Liste mit den eigenen Bewerbungen ist dafür genausogut geeignet.

Der SB wird zwar stichprobenartig Einsicht in die Bewerbungsschreiben verlangen können, vor allem, wenn Anhaltspunkte auf unzureichende Bewerbungsqualität vorliegen. Es geht aber nicht an, daß ständig ein "Mitleser im Hintergrund" vorhanden ist.

Vorschlag: "gerne verschicke ich künftig meine Bewerbungen per Einschreiben und lege Ihnen den Einlieferungsbeleg als Nachweis vor, wenn Sie die entsprechenden Kosten übernehmen".

Die normalen Bewerbungskosten bezahlt man dir doch hoffentlich ohnehin schon?
 

paulegon05

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Es kann hier eigentlich nur darum gehen, die Qualität der Bewerbungen zu kontrollieren und Anhaltspunkte für "schlechte" Bewerbungen zu gewinnen.

[...]

Die normalen Bewerbungskosten bezahlt man dir doch hoffentlich ohnehin schon?

Bewerbung per einschreiben stellt u.U. eine negativbewerbung dar weil du damit dem potentiellen AG suggerierst das er nicht ordendlich mit deinen Unterlagen umgeht - es reicht eine bewerbung per mail (die meisten AG senden eh die unterlagen nicht mehr zurück)
 

Fritz Fleißig

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Das halte ich nun wirklich für sehr weit hergeholt. Für einen Einschreibversand gibt es vielerlei Gründe (beispielsweise die Verpflichtung zum Nachweis gegenüber der Arbeitsagentur), und damit ist keinerlei Unterstellung verbunden.

Es gibt zwar mancherlei Fälle, wo schlampig formulierte Bewerbungsschreiben als Negativbewerbung eingestuft worden, aber ich habe noch nie davon gehört, daß dies wegen eines Einschreibversandes erfolgt wäre.

...
 

Roter Bock

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Da keine EGV mehr gültig ist - kriegt der SB keine Anschreiben sondern nur die Liste. Es gibt ohne gültige EGV keine Rechtsquelle für sein Ansinnen. Die Begründung "weil ich das will" wäre mir zuwenig.

Ich kann aber trotzdem nicht ausschließen, das er sanktionieren will. Das Angstszenario ist leider immer präsent.

Roter Bock
 
E

ExitUser

Gast
Da keine EGV mehr gültig ist - kriegt der SB keine Anschreiben sondern nur die Liste. Es gibt ohne gültige EGV keine Rechtsquelle für sein Ansinnen. Die Begründung "weil ich das will" wäre mir zuwenig.

Ich kann aber trotzdem nicht ausschließen, das er sanktionieren will. Das Angstszenario ist leider immer präsent.

Roter Bock

Der SB kriegt auch keine Liste. "Ich habe mich beworben unter Nutzung von Presse und Internet" bspw. muss reichen. Pflichten diesbezüglich können nur per EGV auferlegt werden. Deswegen ja:

(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen.

Eine erwerbsfähige leistungsberechtigte Person muss aktiv an allen Maßnahmen zu ihrer Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen.

Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person eine ihr angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.
SGB 2 - Einzelnorm
 
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