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RV-Weiterbildung nur in Vollzeit?

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo Forianer,

mir ist von der Rentenversicherung das Recht auf eine "Maßnahme zur Wiedereingliederung ins Arbeitsleben" genehmigt worden.

Ich hatte mich für einen Kurs "Büroassistenz" entschieden, der mir auch per Bescheid nun zugesagt wurde.
Allerdings NUR in der Vollzeitversion.
Da ich aber auf meine Krankheiten Rücksicht nehmen will (die ja der Grund für diese Weiterbildung sind),
suchte ich mir im Vorfeld allerdings bewußt einen Kurs aus, der auch in Teilzeit angeboten wird (dadurch allerdings doppelt so lange dauern würde).

Meine Argumentation beim RV-Berater: Ich brauche neben dem Kurs auch Zeit, mich um meine Gesundheit zu kümmern.
Dieser sagte mir, dass es in Ausnahmefällen genehmigt werden kann, wenn die Rechtsabteilung "grünes Licht" gibt. Tat sie nicht.

(zur Erklärung: Ich muß ein starkes Rheumamittel nehmen, welches mir zwar endlich hilft, aber u.a. auch Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit als Nebenwirkung hat. Ferner bin ich zwei- bis dreimal wöchentlich in einem Fitnesstrainingszenter, wo unter therapeutischer Aufsicht mein Muskelwiederaufbau gelenkschonend betreut wird.
Meine andere Krankheit: Ich bin ich trockener Alkoholiker und will meinen geänderten Lebensstil beibehalten; dazu gehört es eben auch, mir für mir wichtige Dinge Zeit zu nehmen, auch neben einer Ausbildung)

Bei der ärztl. Untersuchung kam die RV im letzten Winter zu dem Ergebnis, dass ich zukünftig nur noch in Teilzeit beschäftigt werden kann.
Dies soll nun aber nicht für eine Weiterbildungsmaßnahme gelten.

Der Sachbearbeiter der RV sagte mir, eine Teilzeitausbildung komme auch deshalb nicht in Frage, da dies anderen Teilnehmern gegenüber ungerecht wäre, weil ich dadurch ja doppelt so lange Übergangsgeld beziehen würde.
(es sei erwähnt, dass ich ALG II - Empfänger bin)

Ob ich eine Chance habe, wenn ich mit o.g. Begründung einen Einspruch gegen den Bescheid einlege?

Für Antworten wäre ich Euch sehr dankbar,
wenn ich mich undeutlich ausgedrückt habe, bitte
nachfragen!

Gruß Bertl
 

gelibeh

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#2
Ich würd das zumindesten versuchen. Für mich hören sich Deine Einwände logisch an, aber ob die das so sehen, weiß ich nicht.

Bin selber trockene Alkoholikerin und was Du für Dich machst, ist gut so und wichtig.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Danke, Gelibeh,
dass Du meinen Wunsch nachvollziehen kannst!

Ich habe aus einem anderen Forum Antwort bekommen, von Leuten, die schon Teilzeitfortbildungen genossen haben.
Es ist also möglich.

Einstimmiger Tenor allerdings:
Dran bleiben, zäh sein, auf die Rechte bestehen.

Merci,
schönen Abend noch,
Bertl
 
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#4
Also wenn festgestellt wurde, dass Du nur Teilzeit kannst, dann kannst Du nur Teilzeit! Arbeit ist ja gleichzusetzen mit Weiterbildung. Man brauch für beides Konzentration, physische und psychische Anwesenheit und Belastbarkeit. Die können Dich nicht in eine VZ-Maßnahme stecken.

Es gibt einen Paragraphen zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, da steht drin "Der Träger der Rentenversicherung erbringt nicht Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, die dem allgemein anerkannten Stand medizinischer Erkenntnisse nicht entsprechen."

Deine Leistungen entsprechen Teilzeit und nicht Vollzeit, ergo können die keine Leistungen für Vollzeit bezahlen.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Danke für den Hinweis, stummelbeinchen!

Über das Wochenende hin will ich meinen Widerruf ausformuliert haben, damit er Anfang kommender Woche der RV vorliegt.
Atteste werde ich wohl nachreichen, da die Zeit knapp wird - der Kurs soll ja bereits am 01. Oktober beginnen.

Bertlinger
 
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