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Rückzug nach Auswanderung (22 Jahre.)

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Reenachan

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#1
Huhu, man hat mich von ********** in dieses Forum hier geschickt. Ich erlaube mir meinen dortigen Eintrag zu kopieren und ergänze es mit weiteren Informationen. Hoffentlich weiß jemand noch besser bescheid über das was auf mich zukommen könnte.

Ich bin 22 Jahre alt und wohne seit ein paar Wochen mit meiner Mutter in Bulgarien. Bei ihr lebe ich schon seitdem ich 13 Jahre alt bin. Meine beiden Elternteile sind Rentner! Meine Mutter ist mit mir ausgewandert weil sie sich ein Leben in Deutschland nicht leisten konnte. Mit meinem Vater habe ich schon lange bewusst keinen Kontakt mehr. Er hasst mich, ich hasse ihn. Ein Zusammenleben mit ihm wäre also unvorstellbar. So viel zur Vorgeschichte. Ich möchte unbedingt zurück nach Deutschland! An das Leben hier im Ausland kann und will ich mich nicht gewöhnen, ich habe es mir nicht so stressig vorgestellt. Noch dazu vermisse ich meine alte Umgebung mehr als ich dachte. Ich habe natürlich keine Arbeit in Deutschland, aber kann für die erste Zeit auch bei einer Freundin unterkommen - jedoch auch nicht ewig und schon gar nicht kostenlos. Dass man auf dem heutigen Arbeitsmarkt nicht schnell was findet weiß ja leider jeder. Meine Befürchtung ist, dass das Amt mich zu meinem Vater schickt. Besteht die Chance, dass ich unter solch besonderen Umständen eine vorläufige Unterstützung erhalten kann? Meine Mutter kann mir nicht helfen. Mit dieser Ungewissheit kann ich einfach nicht zurück, aber ich halt es hier nicht mehr lange aus.

-Ich habe einen eher schlechten erweiterten Hauptschulabschluss und noch keine abgeschlossene Ausbildung
-Ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit
-Ich bin in Deutschland abgemeldet, aber in Bulgarien noch nicht gemeldet.

Bitte um Hilfe und gute Ratschläge :icon_sad:
 

Paolo_Pinkel

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#2
§ 7 Berechtigte

(1) Leistungen nach diesem Buch erhalten Personen, die
1. das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a noch nicht erreicht haben,

2. erwerbsfähig sind,

3. hilfebedürftig sind und

4. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben
Du musst zusehen, dass du in der BRD gemeldet bist, da es ansonsten daran scheitern wird.
Meine Befürchtung ist, dass das Amt mich zu meinem Vater schickt.
Auch als U25 gibt es gewisse Umstände, die ein Zusammenleben bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern unzumutbar macht. Dein genannter wäre z.B. einer, der den Bezug einer eigenen Wohnung erforderlich macht.
Besteht die Chance, dass ich unter solch besonderen Umständen eine vorläufige Unterstützung erhalten kann?
Ja, weil du nach § 7 SGB II Leistungsberechtigt bist, sofern du dich in der BRD (evtl. bei deine bekannten übergangsweise) anmeldest.

Allerdings musst du einen Antrag stellen, denn ALG II wird gem. § 37 SGB II auf Antrag erbracht. Also erst ab dem Tag, wo du diesen Antrag stellst. Solch ein Antrag kann auch formlos telefonisch, per E-Mail an die entsprechende ARGE, per Telefax oder eben persönlich erfolgen. Wobei du immer im Hinterkopf behalten solltest, dass du diesen Antrag nachweislich stellst. Das Telefon würde somit wegfallen.
 

Reenachan

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#3
1000 Dank Paolo. Da bin ich ja mal richtig happy jetzt :icon_klatsch: Vielen Dank.
Dann hau ich hier so bald wie möglich ab. :icon_party:
 

Mario Nette

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#4
Deiner Vater kann/will dich nicht aufnehmen (im Zweifel schriftlich von ihm geben lassen). Da du vom Unterschlupf abgesehen drohst, obdachlos zu werden, MUSS die ARGE handeln. Außerdem: Woher will die ARGE wissen, wie und wo du in Bulgarien gelebt hast ... :icon_wink:

Mario Nette
 

Koelschejong

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#5
Allein die Tatsache, dass Du seit jetzt fast 10 Jahren nicht beim Vater gelebt hast und wohl auch nicht gerade engen Kontakt hast, sollte ausreichend sein, um Dich davor zu bewahren, beim Vater einquartiert zu werden.
 
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